Während die offiziellen Kanäle noch schweigen, verrät Journalist und Google-Kenner Amir Efrati neue Details zu Android KitKat. Aus vertraulichen Dokumenten will er erfahren haben, dass das kommende große OS-Update der Fragmentierung den Kampf ansagt und auch auf günstigeren Android-Telefonen mit nur 512MB RAM funktionieren wird. Ein weiterer Fokus liegt wohl auf tragbaren Gadgets, den sogenannten Wearables. KitKat soll drei neue Sensoren unterstützen: für geomagnetische Felder, Schritterkennung und Schrittzähler. Google selbst hat ja mit Glass bereits eine schlaue Brille im Angebot, und eine Nexus-Smartwatch wird von der Gerüchteküche schon länger erwartet. Auch an Bluetooth und NFC wurde geschraubt, und Android 4.4 KitKat soll native Unterstützung für die Nutzung des Phones als IR-Fernbedienung bieten.
Efrati hat auf Twitter und Google+ später noch einige Fragen beantwortet. Demnach wird KitKat einen neuen Fullscreen-Modus unterstützen, die Navigation Bar bleibe verborgen. Außerdem bringe das Update Verbesserungen bei der Akkulaufzeit. Da die Vorstellung von Nexus 5 und Android 4.4 KitKat irgendwann in diesen Tagen über die Bühne gehen sollte, wird sich wohl sehr bald herausstellen, ob diese Ansagen auch zutreffen.
Schade, die offiziellen Veröffentlichung des Nexus 5 ist gestern Abend immer noch nicht erfolgt. Dennoch häufen sich die Informationen zum neuen Google-Topmodell. Während es bereits in diversen Warensystemen von Händlern und palettenweise bei LG Kanada gesichtet wurde, hat ein Provider nahezu alle technischen Daten auf seiner Facebook-Page veröffentlicht – und erste Samplefotos der 8 MP-Kamera sind auch endlich vorhanden. Ein Übersicht zu den Nexus 5-bezogenen Geschehnissen der letzten Stunden.
Nexus 5 bei Händlern in Großbritannien und LG Kanada
Sieht man sich all diese am gestrigen Abend aufgetauchten Informationen und Bilder an, so deutet sich an, dass das Nexus 5 bereits verkaufsbereit ist und die Händler nur auf grünes Licht seitens Google und LG warten. Das zeigt sich an den vollen Lagern – zumindest implizieren mehrere Fotos aus den Warenwirtschaftssystemen diverser Händler das Vorhandensein des Nexus 5 in Schwarz und Weiß. Nach Informationen, die Android Police zugespielt wurden, liegen in einer Carphone Warehouse-Filiale in Großbritannien bereits mindestens 1.500 weiße und die gleich Anzahl schwarzen Nexus 5 zum Verkauf bereit.
Auch @evleaks wurde ein Foto aus einem Warensystem zugespielt – hier deutlich zu erkennen: Sowohl das Nexus 5, als auch das Nexus 4 sind in beiden Farben gelistet.
Vor einigen Wochen stellten wir Phonebloks vor, eine Idee, nach der Smartphones künftig aus wechsel- und aufrüstbaren Einzelmodulen bestehen sollten. Zu ambitioniert und technisch nicht durchführbar, urteilten wir damals. Stellt sich raus, dass man bei Google und Motorola anders darüber denkt: Zusammen mit dem Phonebloks-Erfinder entwickelt man Project Ara – ein echtes modulares Smartphone, das die Industrie revolutionieren könnte.
Eine gute Idee, die Dave Hakkens mit Phonebloks da hatte: Anstatt alle paar Jahre ein komplett neues Smartphone zu kaufen, sollte man einzelne Komponenten nachkaufen und in Form von ansteckbaren Blöcken austauschen können. So könnte man sein Gerät, je nachdem was man braucht und wie man sein Gerät benutzt, beispielsweise mit einer besseren Kamera, mehr Speicher oder einem schnelleren Hauptprozessor ausstatten – Umwelt und Geldbeutel würden geschont. Hier noch das Video, mit dem Hakkens seine Idee beworben hatte:
(YouTube-Direktlink)
Es gab und gibt leider viele gute Gründe, warum Phonebloks nicht funktionieren könnte: Von der technischen Machbarkeit bis hin zur vermutlich nicht gerade kooperativen Haltung einer Industrie, der durch ein Konzept wie Phonebloks Milliardenumsätze verloren gehen würden. Dennoch wird daran, wie vor wenigen Stunden bekannt wurde, gearbeitet, und zwar bei Motorola.
Project Ara
Wer, wenn nicht Googles Smartphone-Division sollte versuchen, ein solches bislang komplett unrealistisch scheinendes Konzept in die Realität umzusetzen? Wie Motorola vor wenigen Stunden bekannt gab, arbeitet man bereits seit einem Jahr an einem modularen Smartphone unter dem Namen „Project Ara“. Als Dave Hakkens seine Idee vorstellte, holte man ihn kurzerhand ins Boot, nun stellte Motorola seine Vision für das Smartphone der Zukunft auch öffentlich vor. Project Ara soll eine freie und offene Hardware-Plattform sein, die hochmodulare Smartphones ermöglicht. Project Ara soll das im Bereich der Hardware werden, was Android für Software war.
Grundgedanke ist, dass das Ara-Smartphone aus einem Endoskelett als strukturellem Rahmen besteht, das die Module festhält. Als Module könnte man nahezu beliebig denkbare Komponenten anstecken – von einem neuen Prozessor über ein besseres Display bis hin zu einer Tastatur, einem Zusatzakku oder einem Pulsmessgerät. Ziel ist es, zwischen Nutzern, Entwicklern und ihren Geräten eine engere Bindung herzustellen; Nutzer sollen künftig mehr „Mitspracherecht“ bei der Wahl der Komponenten, dem Aussehen und der Gerätelebensdauer haben.
Project Ara ist natürlich alles andere als nahe der Serienreife. Während Motorola sich um die technischen Belange kümmert, soll Dave Hakkens die Community-Arbeit übernehmen. Gemeinsam mit der Phonebloks-Community und den so genannten „Ara Scouts“ will man die Möglichkeiten und Grenzen von Phonebloks ausloten. Letztere werden regelmäßig Herausforderungen im Gamification-Stil über App erfüllen müssen, die aktivsten Nutzer werden später Project Ara kostenlos, der Rest zu einem ermäßigten Preis erhalten. Als Ara Scout kann man sich bereits bewerben. Einladungen an Hardware-Entwickler werden in einigen Monaten herausgehen, das MDK (Module Development Kit) soll bereits in diesem Winter erscheinen.
Auch wenn wir nach wie vor daran zweifeln, das Phonebloks/Project Ara wirklich funktionieren kann. Andererseits: Wenn es einer kann, dann wohl Google (hier in Form von Motorola) in Form eines der berühmten „Moonshots“ des Konzerns. Wichtig wäre in einem nächsten Schritt, neben Entwicklern und Nutzern auch die Hersteller der Komponenten ins Boot zu holen. Sollten Firmen wie Qualcomm, Nvidia oder gar Samsung Ara aktiv fördern, wäre ein wichtiger Schritt auf der Strecke bereits zurückgelegt.
Was denkt ihr – werden wir in drei Jahren keine kompletten Smartphones mehr kaufen, sondern nur noch Komponenten? Eure Meinung in die Kommentare.
Quellen: Motorola Blog, Ara Scouts via Android Police
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Laut PhoneArena hat gestern das neue Nexus 10 einen ersten Auftritt bei Google Play gehabt und dabei natürlich auch seine Specs offenbart. Demnach kommt die neue Version von Googles Tablet mit einem 10-Zoll Display mit 2560 x 1600 Pixeln, einem Snapdragon 800-Prozessor, 3 GB RAM, einer 8-Megapixel-Hauptkamera und einem 9500 mAh-Akku. Diese deutlich verbesserten Specs sollen in einem 7,9 Millimeter dünnen Gehäuse mit Android 4.4 aka KitKat untergebracht sein, das 584 Gramm leicht ist. Das Nexus 10 wird zusammen mit dem Nexus 5 für den ersten November erwartet und dürfte mit diesen Specs durchaus Konkurrenz für das am gleichen Tag erscheinende iPad Air sein: wird ein spannender Freitag.
Zuletzt hiess es noch, Android 4.4 aka KitKat könnte am 15. Oktober vorgestellt werden, neue Indizien deuten nun einen Launch am 18. Oktober an. Die sind allerdings ein wenig spekulativ: auf der Google Plus-Seite von Android steht seit kurzem die Nachricht “Everybody dance now” was sowohl allgemeine Verwirrung, als auch einen Erklärungsversuch zur Folge hatte. “Gonna make you sweat (Everybody dance now)” ist nämlich ein Song der C+C Music Factory, im Original vier Minuten und vier Sekunden lang und wurde am 18. Oktober 1990 veröffentlicht. Übermorgen wissen wir mehr.
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+ german Engadget
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