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Fette 4K-Fernseher: UHD Smart TVs unter 500 Euro (April 2018)

Die Preise für Fernseher mit 4K UHD sind im freien Fall. Inzwischen gibt es dutzende Geräte unter 500 Euro, die bei Bildschirmdiagonalen über einem Meter Inhalte in höchster Auflösung darstellen. Wir zeigen interessante Produkte, geben einen Überblick zu Inhalten und klären, welche zusätzlichen Ausgaben anfallen.

Der eigentlich richtige Begriff ist UHD (Ultra High Definition). Dieser beschreibt den neuen Standard, der auf Full HD folgt. UHD liefert 3840 × 2160 Bildpunkte, das Vierfache von Full HD, Inhalte werden im Seitenverhältnis 16:9 angezeigt. 4K kommt aus der digitalen Kinobranche, es steht dort für eine Auflösung von 4096 × 2160 Pixel und ein Seitenverhältnis von 17:9. Weil 4K aber so schön griffig klingt, wurde und wird es im TV-Umfeld als Synonym für UHD genutzt.

Bei Edge-Lit-Geräten sitzen die Lichtquellen für die LEDs seitlich an den Kanten. Dadurch lassen sich flache Geräte bauen, es kann aber auf Kosten der Qualität gehen: Vor allem dunkle Bereiche leiden.

HDCP: High-bandwidth Digital Content Protection ist ein Kopierschutz für digitale Inhalte. Aktuell ist HDCP mindestens in Version 2.2 notwendig, unterstützen müssen das alle Komponenten in der Wiedergabekette – auch das Kabel. Falls HDCP 2.2 nicht verfügbar ist, bricht die Wiedergabe ab.

HDMI 2.0: Der aktuelle HDMI-Standard hat höhere Übertragungsraten als der Vorgänger und sollte HDCP 2.2 unterstützen, beim Kauf also unbedingt darauf achten. Auch hier müssen alle Geräte kompatibel sein. Falls nicht, fällt die Wiedergabe auf den letzten gemeinsam unterstützen HDMI-Standard zurück, meist bedeutet das eine Fehlermeldung und Abbruch.

HDR: High Dynamic Range oder High Dymanic Range Plus gibt Bilder mit hohem Kontrast wieder. Das kann extrem gut aussehen, die Inhalte wirken „knackiger“. Je nach Gerät kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, entsprechend unterscheiden sich Ergebnisse von TV zu TV.

LED: Alle UHD-Fernseher in dieser Preislasse setzen auf LEDs. Das ist nicht schlecht, doch sind die Farben weniger knackig als etwa bei OLED, man kennt das von Smartphones.

Fernseher mit Direct-lit-LEDs haben die Leuchtquelle hinter den „Bildröhre“. Das macht sie deutlich dicker. Dafür ist die Bildqualität besser, die Fernseher können helle und dunkle Stellen im Bild gezielter darstellen.

Es geht zwar langsam, doch es gibt immer mehr Inhalte, die direkt in UHD zur Verfügung stehen. Gerade die Streaming-Anbieter können bauen ihre Kataloge aus.

Amazon: Es gibt einige Inhalte in UHD, vor allem neuere Produktionen und Original-Fassungen. Am einfachsten ist der Empfang in UHD mit einem Amazon Fire TV 4K, dieser wird direkt am Fernseher angeschlossen. Alternativ können kompatible Geräte die Inhalte aus der Amazon-App direkt streamen. Weitere Informationen zu UHD bei Amazon.

Apple: iTunes baut das Programm an 4K Filmen und Serien auf, seit dem Start im September 2017 mit damals 50 Filmen geht es stetig nach oben. Wichtige Einschränkung: Für die Wiedergabe ist ein iPhone ab Version 8, ein iPad Pro (Modell 2017) oder der Apple TV 4K notwendig. Weitere Informationen zu 4K bei Apple.

Google: Das Angebot an UHD-Inhalten im Google Play Store wächst langsam, aktuell sind vor allem Filme in 4K erhältlich. Die Wiedergabe erfolgt über den Chromecast Ultra oder kompatible Android-TVs. Weitere Informationen zu UHD bei Google Play.

Netflix: Um beim Streaming-Marktführer UHD-Inhalte zu sehen, muss das Abo auf die höchste Stufe gestellt sein (4 Streams gleichzeitig, 13,99 Euro im Monat). Die Inhalte lassen sich dann direkt über die Netflix-App auf kompatiblen UHD-Fernseher abrufen. Windows-10-Nutzer können die UHD-Streams per Netflix-App oder Edge ansehen. Weitere Informationen zu 4K bei Netflix.

Sky: Der Abo-Anbieter hat ein spezielles UHD-Paket, mit dem Filme und Sport in UHD übertragen werden. Im Paket ist der notwendige Receiver vorhanden, die Inhalte lassen sich per Satellit oder über Kabel empfangen – aber nur, wenn der jeweilige Kabelanbieter dieses auch unterstützt. Das Paket kostet zum Testzeitpunkt monatlich knapp 62 Euro, wobei es die ersten zwölf Monate verbilligt für 29,99 gibt. Weitere Informationen zu UHD bei Sky.

Im normalen Fernsehbetrieb ist eine UHD-Auflösung noch ein absolutes Unikum. Die Sender müssen sowohl in neue Hardware investieren wie auch die Inhalte in höherer Auflösung produzieren. Einzelne Sender arbeiten bereits an Konzepten oder starten Versuche, es ist aber ein Henne-Ei-Problem: Die meisten Kunden haben noch keine 4K-fähigen Empfangsgeräte, also lohnt die Produktion von 4K-Inhalten auch noch nicht – aber wenn es keine Inhalte gibt, dann kauft auch keiner die Geräte.

Öffentlich-Rechtliche: Die ARD sieht sich nach eigenen Angaben die Entwicklung von 4K-Inhalten derzeit noch an. Ein Regelbetrieb ist noch nicht geplant, möglicherweise gibt es aber demnächst einige Versuchsballons.

Das ZDF zeigt einige Inhalte per HbbTV in UHD, allerdings noch längst nicht alles. Wichtig dabei: HbbTV braucht zwingend schnelles Internet, es reicht also nicht, das ZDF allein „per Antenne“ zu empfangen. Die normalen Streams, egal ob Live oder aus der Mediathek bieten noch kein UHD.

RTL: Die Sendergruppe ist in Deutschland der Wegbereiter, mit der Serie „Sankt Maik“ wurde erstmals eine UHD-Serie im frei empfangbaren Fernsehen ausgestrahlt. Das gilt auch für die hauseigene Video-on-Demand-Plattform.

HD+: Der Satellitenbetreiber Astra hat mit HD+ sein eigenes Angebot für UHD-Inhalte im Live-TV. Dazu braucht es einen HD+ Receiver oder ein passendes Modul für bestehende Geräte. Für den Aufpreis bekommt man mäßig viel: Es gibt nur zwei UHD-Sender, die gemischte Inhalte anzeigen. Die restlichen 23 Privatsender werden in HD ausgestrahlt.

Blu Ray: Grundsätzlich bietet Blu-ray genügend Platz für 4K-Inhalte. Aber: UHD-Filme sind in einem anderen Format als „normale“ Blu-ray Filme, ein UHD-fähiger Player ist daher Pflicht. Vielen aktuellen Filmen liegen zwei Disks bei, einmal in UHD, einmal in Full-HD.

Microsoft Xbox: Sowohl die Xbox One S wie auch die Xbox One X geben Blu-ray UHD wieder. Zugleich streamt die Konsole 4K-Inhalte von Netflix, Amazon und Co. Sind Spiele auf das Format optimiert, lassen sie sich in UHD-Auflösung zocken.

Sony Playstation: Die PS4 Pro zeigt UHD nur über Streaming an, das interne Laufwerk unterstützt lediglich FullHD-Blu-rays. Wie bei der Xbox müssen Spiele speziell auf UHD getrimmt sein, ansonsten gibt es hochgerechnetes 1080p.

Glücklicherweise sind Fernseher abwärtskompatibel, geben also ganz selbstverständlich alle bisher produzierten Inhalte wieder. Die Qualität hängt vom Ausgangsmaterial und dem Zuspielgerät ab. Eine wichtige Funktion ist das Upscaling. Dabei versucht der Zuspieler, die Bildpunkte des Ausgangsmaterials hochzuskalieren, um eine höhere Auflösung zu erzielen. Wie gut das funktioniert, hängt von der verwendeten Hardware und dem Anbieter ab, je nach Hersteller kann das gleiche Ausgangsmaterial unterschiedlich ausfallen. Als Faustregel gilt aber: Je besser die Quelle, desto besser das Ergebnis – eine VHS-Aufnahme aus den 80ern wird immer schlechter aussehen als ein Full-HD-Film von der Blu-ray-Disc.

Ab dem 14. Juli findet in Katar die Fußball WM 2018 statt, können wir die bereits in UHD sehen? Theoretisch sollte es möglich sein, die FIFA will in UHD (und sogar VR) produzieren. Es liegt an den lokalen Anbietern und damit an ARD & ZDF, ob und wie die Inhalte ausgeliefert werden. Bereits klar ist, dass es per Satellit kein UHD gibt, ob der Live-Stream UHD können wird, ist noch unklar. Ende April 2018 ist eine Pressekonferenz angesetzt, auf der mehr Informationen veröffentlicht werden sollen. Wir behalten das im Auge und informieren.

Kürzlich warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) davor, dass Angreifer über unsichere smarte Fernseher in Netzwerke einbrechen, Inhalte auf dem TV abspielen oder eine integrierte Kamera anzapfen können. Wikileaks hatte bereits 2017 gezeigt, dass solche Attacken in Spionagekreisen existieren. Dazu kommen neugierige Applikationen. Etwa hatte sich der Sony-Android-Fernseher eines Twitter-Nutzers aktualisiert und die App von Samba.TV eingespielt. Diese überwacht, was der Nutzer wann und wie ansieht – eine reine Schnüffelei.

Die Schwachstellen sind leicht erklärt: TV-Hersteller mussten sich bislang kaum mit Themen wie Updates oder Patches auseinandersetzen. Entsprechend gibt es kein Bewusstsein für die Sicherheitsthematik, Prozeduren für Updates werden wenig genutzt und sind zu langsam. Die Installation von Schnüffel-Apps dagegen geschieht rein aus kommerziellen Interessen. Die Daten lassen sich nutzen und wiederum an Sender oder Werbetreibende verkaufen. Als Nutzer muss man hier genau hinsehen, was da auf dem Fernseher so alles läuft.

Unser Tipp: Nutzt nur die TV-Funktion, vergesst das Smart davor. Die Inhalte kommen am besten über einen Blu-ray-Player, eine Konsole oder ein Multimediacenter wie Kodi, Apple TV 4K oder Amazon Fire TV 4K. Deren Software wird von den Herstellern deutlich besser gepflegt.

Maximaler Bildschirm fürs Geld: Wer Fernseher in UHD-Auflösung mit einer Diagonale von 140 cm unter 500 Euro sucht, der wird bei diesen Geräten fündig.

Neben den TV-Kosten sollten die Kosten für Kabel und Inhalte in die Planung einfließen. Streaming-Dienste brauchen außerdem eine vernünftige Internetanbindung, 25 Mbit/s sind der Mindeststandard. Idealerweise ist TV oder Zuspieler per Ethernet-Kabel im Netzwerk angeschlossen. Kommt WLAN zum Einsatz, muss eine entsprechend gute Verbindung garantiert sein.

Wer UHD Blu Rays ansehen möchte, braucht dafür den passenden Abspieler. Diese kosten zwischen 140 und 800 Euro. Eine gute Alternative ist die Xbox One S. Sie kostet um die 220 Euro und kann neben UHD Blu-rays Inhalte auch in 4K streamen.

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Devolo WiFi ac im Test: schicker Dual-Band WLAN-Repeater

Devolo schickt mit dem WiFi Repeater ac einen Range Extender in unseren Test. Dieser vergrößert sowohl 2,4 GHz- wie auch 5 GHz-Netzwerke und verspricht eine Reichweite von 300 Metern und eine Übertragunsrate von 1200 MBit/s. Wir haben getestet, ob das stimmt.

Der WLAN Repeater sieht aus wie ein matt-weißer Würfel, er wirkt elegant und wertig. Die fünf LEDs zur Anzeige der Funkstärke leuchten weiß. Das wirkt an der Wand dezent, gerade bei hellerem Umgebungslicht sind sie aber schwer zu erkennen.

Der Devolo WiFi Repeater ac wird direkt in die Steckdose gesteckt, ein separates Netzteil ist nicht notwendig. Die Qualität der Verarbeitung ist gut, auch der WPS-Knopf hat einen guten Druckpunkt. Insgesamt fühlt sich das Gerät durchaus wertig an. An der Unterseite ist eine Gigabit-LAN-Buchse angebracht. So lässt sich ein Gerät direkt anschließen, etwa ein Netzwerkdrucker oder ein Fernseher ohne WLAN-Funktion. Neben der Repeater-Funktion ist auch ein Betrieb als Access Point möglich, wenn man per Kabel Verbindung zum DSL-Router herstellt.

Der Devolo Repeater kann sich mit Routern aller Hersteller verbinden. Die Konfiguration klappt wahlweise per WPS-Taste oder über die Browser-basierte Konfigurationsoberfläche. Für den Test koppelten wir das Gerät mit einem WLAN-Router von AVM, der Fritz Box 7590.

Das Einrichten über das WiFi Protected Setup (WPS) klappt erfreulich einfach und schnell. Nachdem der WPS-Knopf am Repeater für drei bis neun Sekunden gedrückt wurde, müssen wir innerhalb von zwei Minuten den Knopf am Router drücken – das ist machbar. Die Signalanzeige leuchtet permanent weiß, wenn ein WLAN verbunden ist. Das Gerät ist dann sofort einsatzbereit, Netzwerkname und Verschlüsselungskennwort zieht es sich per WPS.

Je nach Drückdauer hat der WPS-Knopf folgende Funktionen:

  • 3-9 Sekunden: Der WiFi Repeater ac wird mit dem Router verbunden.
  • 1-3 Sekunden: Ein mobiles Endgerät wird mit dem Repeater verbunden.
  • >10 Sekunden: Alle Einstellungen werden auf Werkseinstellung zurückgesetzt.

Neben der WPS-Methode lässt sich der Repeater auch über ein Web-Interface einrichten. Das gibt dem Nutzer deutlich mehr Optionen, dauert aber auch länger. Für den Zugriff verbindet man sich mit dem unverschlüsselten WLAN, dass der Repeater im Werkszustand ausstrahlt, alternativ kann man sich auch per LAN verbinden. Über die Adresse http://devolo.wifi landet man auf der grafischen Nutzeroberfläche.

Das allerdings macht während des Setups Probleme: Sobald der Repeater vom Devolo-WLAN in das Netzwerk des Routers wechselt, verliert man die Verbindung zum Gerät. Das ist technisch bedingt, allerdings weiß man nicht, unter welcher Adresse der Repeater nun erreichbar ist. Die devolo.wifi-Adresse funktioniert nicht in allen Umgebungen. Wir haben uns beholfen, indem wir die IP-Adresse aus der Liste der verbundenen Geräte aus der Fritz Box gezogen haben. Besser wäre es, wenn Devolo im Setup sämtliche Daten vom Nutzer abfragt und ihm dann klar macht, dass die Verbindung abreißen und der Repeater quasi transparent im „richtigen“ Netzwerk arbeitet.

Ein anderes Problem ist das Upgrade der Firmware. Der Repeater wurde mit Version 1.0 ausgeliefert, diese ist veraltet und es gibt längst einen Nachfolger. Aber es gibt keinen Automatismus für das Update, stattdessen muss man die Daten manuell von der Herstellerseite herunterladen – die dann auch noch sensible Informationen für einen Newsletter wissen möchte. Das ist nervig und muss nicht sein.

Anders als der Fritz Repeater 310 (Testbericht) kann die Fritz Box das Devolo-Geräte leider nicht komplett integrieren. So verliert man diverse Informationen, etwa, welche Geräte am Repeater und welche am Fritz-Box-WLAN angeschlossen sind.

Mehr zur Einrichtung in unserer Galerie:

Genug zu Konfiguration und Aussehen, wichtig ist die Leistung. Der Devolo WiFi Repeater ac muss den gleichen Parkour durchlaufen, durch den wir bereits andere Geräte wie den Netgear EX7000 geschickt haben. Die folgende Grafik zeigt, wo sich welche Geräte befinden:

  1. Der WLAN Router AVM FRITZ!Box 7590 steht im Dachgeschoss.
  2. Der Devolo WiFi Repeater ac steht im OG.
  3. Das Test-Handy LG V30 wandert vom Dach bis in den Keller und misst an sieben Messpunkten den WLAN-Durchsatz.

Im Test zeigt sich, dass der Repeater vor allem im EG und dem Kellergeschoss punkten kann. Näher am eigentlichen Router bietet das WLAN des AVM-Routers einen höheren Durchsatz (rote Kurve). Der Durchsatz des Devolo-Gerätes (weiße Kurve) ist fast komplett deckungsgleich mit dem WLAN des Routers, lediglich die 2,4 GHz-Verbindung kann im Erdgeschoss und Keller punkten. Schön erkennt man, wie viel besser die 2,4 GHz-Funkwellen durch Wände kommen. Die steileren Kurven sind ist das 5 GHz Frequenzband.

Die zweite Testreihe misst den Durchsatz vom eigenen WLAN ins Internet. Dazu ist am AVM-Router ein VDSL-50-Anschluss, der relativ stabil zwischen 47 und 49 MBit/s im Download sowie 9 bis 10 MBit/s im Upload liefert.

Aus der Testreihe sieht man schön, dass der Repeater selbst dann noch Zugang zum Internet bietet, wenn dem AVM-Geräte bereits die Puste ausgeht. Bei 5 GHz überschneidet sich der Durchsatz zwischen AVM (rot) und Devolo (weiß), bis es ins Erdgeschoss und den Keller geht. Die 2,4 GHz Leistung ist dagegen beim Devolo anfangs deutlich niedriger, dafür selbst dort noch verfügbar, wo die AVM-Funkwellen gar nicht mehr hinkommen. Allerdings: Die Internetverbindung im Keller war so träge, dass Surfen eigentlich keinen Spaß mehr macht. Die Bandbreite kann aber reichen, um in dieser Entfernung ein Smart Home System zu betreiben, etwa ein Thermometer, eine Funkschaltsteckdose oder eine WLAN-Lampe. In der Praxis kann auch ein wenig Spielerei bei der Positionierung helfen. Devolo empfiehlt, das Gerät so aufzustellen, dass drei LEDs bei der Funkanzeige leuchten.

Insgesamt liegt der Devolo WiFi Repeater ac in etwa gleichauf mit dem AVM Fritz WLAN Repeater 310 (Testbericht), aber deutlich unter der Leistung des Netgear Nighthawk EX7000 (Testbericht).

Eine Anmerkung: Häuser sind verschieden, sowohl beim Aufbau wie auch den verwendeten Materialen für Wände und Decken. Deswegen kann es sein, dass die Messungen in anderen Umgebungen von unseren Ergebnissen abweichen.

Während der zweiten Messreihe, also beim Internetzugriff, zog der Repeater von Devolo knapp 3 Watt aus der Steckdose. Laut Hersteller sind 3,6 Watt der Durchschnitt und 4,2 Watt das absolute Maximum. Für einen Dual-Band-Repeater sind diese Werte in Ordnung.

Eine Hardware-Taste zum Abschalten hat der Repeater nicht. Man zieht ihn einfach komplett aus der Steckdose heraus, dann fährt sein Eigenverbrauch garantiert auf 0,00 Watt zurück.

Der Devolo WiFi Repeater ac kann besticht durch Design und Verarbeitung. Bei der Leistung gibt es Abstriche, erst bei längeren Entfernungen schlägt er das eigentliche WLAN. Während die Konfiguration per WPS einfach und schnell ist, macht die Konfiguration per Software wenig Spaß. Hier könnte die Oberfläche intuitiver sein und den Nutzer mehr informieren.

Anders als der AVM WLAN Repeater 310 bietet das Devolo Gerät noch ein 5-Ghz-Band. Wer das Gerät günstig findet und mit einer Einrichtung per WPS zufrieden ist, kann sich den Repeater holen. Ansonsten würden wir zu einem der anderen Modelle greifen.

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Staubsauger-Roboter von Dyson im Test: kraftvoll, aber teuer

Der 360 Eye ist der erste Staubsauger-Roboter vom für beutellose Staubsauger bekannten Hersteller Dyson. Das Modell punktet mit hoher Saugkraft und kompakter Bauform. Abschreckend ist der hohe Preis.

Das erste, was beim Dyson 360 Eye auffällt, ist die Größe. Sowohl die Verpackung als auch der Staubsauger selbst sind um gut 30 Prozent kleiner als die Staubsauger-Roboter von Pearl, Neato oder Proscenic. Mit 13 Zentimetern Gesamthöhe ist der 360 Eye zwar nur um gut 2 bis 3 Zentimeter höher als andere Modelle, durch den geringen Gehäusedurchmesser von nur 23 Zentimetern wirkt er aber deutlich höher.

Zur Orientierung setzt Dyson auf IR-Sensoren und eine 360-Grad-Kamera. Diese befindet sich mittig auf der Oberseite des Saugers. Um Treppenstürze zu verhindern, nutzt der Dyson-Sauger Infrarot-Sensoren. Für Vortrieb sorgen zwei kleine Raupenantriebe. Eine berührungsempfindliche Leiste zur Hinderniserkennung ist nicht vorhanden. Zur Bedienung ist nur ein einzelner Taster auf der Oberseite vorhanden. Er ist beleuchtet und gibt Auskunft über den Betriebszustand.

Der Schmutzbehälter sitzt an der Gehäusefront und hat ein Volumen von 0,33 Litern. Der Filter des Motors sitzt versteckt hinter dem Behälter. Der Abluftfilter ist rückseitig hinter einer Kunststoffblende versteckt. Auf der Unterseite befinden sich zwei Ladekontakte und die breite Bürstenwalze für Hart- und Teppichböden. Auf zusätzliche Bürsten an den Seiten verzichtet Dyson im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern.

Die im Lieferumfang enthaltene Ladestation ist sehr kompakt und kann bei Bedarf einfach zusammengeklappt werden. Das Kabel des Netzteils ist etwa 140 Zentimeter lang.

Der 360 Eye ist ein reinrassiger Bodenstaubsauger mit WLAN-Anbindung. Über eine Wischfunktion, wie der Proscenic Coco Smart 790T, verfügt das Modell nicht. Im Gegenteil: Dyson warnt explizit davor, Flüssigkeiten aufzusaugen, da diese den Motor beschädigen würden.

Um das Potential des Saugers zu nutzen, ist die kostenlose App notwendig. Auch ohne Smartphone startet der Roboter auf Knopfdruck, allerdings sind dann weder Reinigungsmodus noch Saugkraft einstellbar.

Da der Dyson sich per Kamerabild orientiert, muss seine Umgebung ausgeleuchtet sein. In kompletter Dunkelheit findet sich der Roboter nicht zurecht.

Durch die geringe Breite passt der Dyson problemlos zwischen Stuhlbeinen hindurch. Andere Testgeräte, wie das Modell von Pearl, haben die Stühle umfahren. Insgesamt klappt die Orientierung per Kamera und IR-Sensoren erfreulich gut. Der Sauger bemerkt Treppenabgänge ohne abzustürzen und knallt auch ohne Berührungssensoren nicht gegen die Wände.

Der 360 Eye unterteilt die Räume in ein quadratisches Raster und fährt dieses konsequent ab. Das führt mitunter dazu, dass er beispielsweise erst 80 Prozent des Esszimmers putzt, dann in der Küche weitermacht, um anschließend zurückzukehren und die restlichen 20 Prozent des Esszimmers zu saugen. Nach Beendigung des Vorgangs fährt der Roboter automatisch zur Ladestation zurück und meldet an die App.

Geht der Akku zu Neige, bevor alle erreichbaren Räume abgefahren sind, fährt er zum Nachladen an die Station und macht nach dem Ladevorgang dort weiter, wo er seine Arbeit zuvor unterbrochen hat. Das Laden des Akkus dauert in unserem Test etwa zweieinhalb Stunden. Stellt man den Roboter händisch in einen anderen Raum, findet er nicht selbstständig zur Ladestation zurück. Stattdessen parkt der 360 Eye dann nach getaner Arbeit an der Stelle, wo er zuvor platziert wurde.

Die Software zur Steuerung ist für Android- und iOS-Geräte erhältlich. Die Einrichtung dauert mehrere Minuten. Zuerst steht eine Registrierung mit Namen und E-Mail-Adresse an. Zur erstmaligen Verbindung benötigt die App die Kennwörter vom WLAN und dem 360 Eye. Nachdem wir den Staubsauger gekoppelt haben, kommt zunächst der Hinweis, das eine neue Firmware verfügbar ist. Das Überspielen der neuen Software dauert etwa fünf Minuten.

Die übersichtlich gestaltete App informiert über den aktuellen Status des Saugers und stellt zahlreiche Statistiken und eine Karte der gereinigten Flächen zur Verfügung. Die Bedienung ist insgesamt angenehm intuitiv und unkompliziert.

Neue Firmware-Updates aufspielen oder den Roboter per Fernzugriff starten, sind weitere Funktionen der App. Praktisch ist auch die Terminplanung per Smartphone. So startet der 360 Eye beispielsweise dann seine Arbeit, wenn man im Büro sitzt. Hat sich der kleine Helfer irgendwo festgefahren, schickt er eine kurze Meldung ans Smartphone.

Auch der Reinigungsmodus wird in der App eingestellt. Die Einstellung Max sorgt für maximale Saugkraft, aber verkürzt die Akkulaufzeit auf etwa 30 Minuten. Der Modus Leise reduziert zwar Lautstärke und Saugleistung, dafür liegt die Laufzeit dann bei circa 50 Minuten.

Ein Reset des Staubsaugers ist mit der App nicht möglich. Wer seinen 360 Eye verkaufen oder zurückgeben will, muss die Reset-Datei auf einen leeren USB-Stick speichern und diesen in den Anschluss hinter dem Luftfilter stecken. Drückt man dann den Knopf des Saugers für mehrere Sekunden, beginnt der Dyson mit der Übertragung der Datei. Das ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern auch komplizierter als nötig.

Der kleine Staubsauger-Roboter hat ordentlich Power. Das macht sich bei maximaler Saugleistung auch beim Geräuschpegel bemerkbar. Während der 360 Eye im Leise-Modus vergleichbar laut wie andere Modelle unterwegs ist, macht er bei maximaler Leistung deutlich mehr Lärm als beispielsweise der Neato D5. Die Saugleistung ist dann allerdings beeindruckend. Obwohl unser Testumfeld regelmäßig gesaugt wird, finden sich im Schmutzbehälter nicht nur Haare und extra platzierte Krümel, sondern auch jede Menge feiner Staub. Der Dyson-Roboter scheint bei Teppichen eine weit bessere Tiefenwirkung zu haben als günstige Sauger. Gerade für Allergiker kann das hilfreich sein.

Dank des kraftvollen Antriebs sind auch Türschwellen und Hochflorteppiche mit einer Höhe von bis zu zwei Zentimetern kein Problem.

Trotz der sehr guten Saugleistung ist auch der 360 Eye nicht unfehlbar. Obwohl die Bürste fast die komplette Breite des Saugers einnimmt, macht sich das Fehlen von seitlichen Bürsten deutlich bemerkbar. Ein schmaler Rand an den Wänden bleibt ungeputzt und muss per Hand nachgereinigt werden. Wer den Sauger regelmäßig auf Tour schickt, sollte damit aber nicht viel Arbeit haben.

Durch die höhere Bauform passt er auch nicht unter Sofas. Das stört uns allerdings nicht, denn die Erfahrung zeigt, dass sich die Roboter gerne unter Couchen festfahren. Zwar muss dann selbst Hand angelegt werden; nervige Rettungsaktionen um den Sauger zu befreien, entfallen aber.

Das der teure Dyson hin und wieder kleine Abschnitte von wenigen Quadratzentimetern nicht bearbeitet, hat uns allerdings verwundert. Gerade bei dem hohen Preis haben wir das nicht erwartet.

Um eine möglichst gründliche Reinigung zu gewährleisten, ist es notwendig, den Staubsauger regelmäßig zu warten. Dazu gehören in erster Linie die Entleerung des Schmutzbehälters und die Säuberung der Luftfilter und der Rundbürste.

Insgesamt dauert der gesamte Vorgang nur wenige Minuten. Die Entnahme und Entleerung des Schmutzbehälters ist unkompliziert und schnell erledigt. Und das ist auch gut so: die 0,33 Liter Volumen reichen für etwa zwei bis drei Stunden, dann ist der Behälter voll.

Rundbürste und Luftfilter halten da schon länger durch. Allerdings ist das natürlich davon abhängig, wie oft und was der 360 Eye saugt. Die Luftfilter sollten, laut Dyson, mindestens alle vier Wochen unter fließendem Wasser abgespült werden. Anschließend müssen die Filter dann etwa 24 Stunden lang trocknen.

Um die Rundbürste von Haaren zu befreien, wird sie kurzerhand ausgebaut. Zum Öffnen der seitlichen Arretierung reicht beispielsweise eine Münze. Nach dem Ausbau ist es einfach, die verhedderten Haare zu entfernen.

Unsere Befürchtung, dass sich lange Haare auch in den Raupenantrieben sammeln, hat sich nicht bestätigt. Der Antrieb ist auch nach mehreren Stunden im Praxiseinsatzfrei von Verunreinigungen.

Der 360 Eye macht besonders auf Teppichböden eine sehr gute Figur. Die Tiefenwirkung des sehr kraftvollen Staubsaugers ist beeindruckend. Aber auch auf Hartböden macht der Roboter einen sehr guten Job. Tierhaare und feinster Staub haben keine Chance gegen die Saugkraft des Dyson-Saugers. Insbesondere Allergiker können davon profitieren.

Das Fehlen von seitlichen Bürsten sorgt allerdings dafür, dass die Ränder nicht perfekt sauber werden. Händische Nacharbeit ist also auch bei diesem Modell notwendig. Die Systematik mit der der kompakte Roboter die Räume abfährt ist gut, aber anderen Saugern nicht überlegen. Dasselbe gilt auch für die App.

Wer auf eine besonders tiefenwirksame Reinigung haben möchte, sollte sich den 360 Eye genauer ansehen. Weder die Modelle von Neato, Pearl oder Proscenic haben vergleichbare Ergebnisse erzielt. Diese Gründlichkeit hat aber ihren Preis.

Um Räume von oberflächlichem Schmutz und Staub zu befreien, tut es auch ein günstigeres Modell. Auch wer möchte, dass sein Roboter unter dem Sofa saugt, muss sich nach einer Alternative umsehen. Dafür ist der Dyson schlicht zu hoch.

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