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Xiaomi Mi Pad 3: iPad-Mini-Konkurrent für 200 Euro im Test

Das Mi Pad 3 von Xiaomi gibt es in China schon ab knapp 200 Euro. Dafür bekommt der Käufer ein hochauflösendes 2K-Display, einen Hexa-Core-Prozessor, 4 GByte Arbeitsspeicher, eine 13-Megapixel-Kamera und 64 GByte internen Speicher. Das klingt nach einem echten Schnäppchen, doch es gibt auch Haken. Welche das sind und ob ihr das Tablet trotzdem kaufen solltet, erfahrt Ihr in unserem Test.

Mit seinen Abmessungen von knapp 200 × 133 mm, einer Bauhöhe von schlanken 7 mm und einem Gewicht von 330 g liegt das Mi Pad 3 gut und angenehm in der Hand. Dazu tragen auch die nach hinten abgerundeten Seiten ihren Teil bei. Das Tablet steckt in einem edlen Alu-Unibody-Gehäuse, die Front aus Glas ist sauber in den Rahmen eingefasst und schließt bündig ab. Die gesamte Verarbeitungsqualität des günstigen Tablets ist auf hohem Niveau.

Unterhalb des Bildschirms sitzen drei beleuchtete Android-Buttons, oberhalb sind die Frontkamera und eine Benachrichtigungs-LED angebracht. Die Hauptkamera befindet sich hinten links oben, am unteren Rand der Rückseite hat der Hersteller Stereolautsprecher platziert. Neben dem Powerbutton und der Lautstärkewippe auf der rechten Seite gibt es am oberen Rand dann noch einen herkömmlichen Kopfhörereingang und unten einen USB-Typ-C-Anschluss zum Aufladen und zum Datenaustausch.

Das 7,9 Zoll große Display des Mi Pad 3 löst 2048 × 1536 Pixel auf und kommt somit auf eine Pixeldichte von 326 ppi. Der Prozessor im Inneren ist ein Hexa-Core-Chip des Typs MT8176 von Mediatek mit einem Miaximaltakt von 2,1 Ghz. Neben 4 GByte RAM gibt es 64 GByte internen Speicher. Einen microSD-Karten-Slot zur Speichererweiterung hat das Mi Pad 3 nicht.

Die Hauptkamera des Gerätes hat eine f/2.2-Blende und löst 13 Megapixel auf. Vorne gibt es 5 Megapixel und eine f/2.0-Blende. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 6600 mAh und unterstützt eine Schnellladetechnik mit maximal 2 Ampere Ladestrom bei 5 Volt. Ins Internet geht's per WLAN nach 802.11 a, b, g und n. Außerdem funkt das Mi Pad 3 auch nach dem neuen ac-Standard. In Sachen Konnektivität gibt es noch Bluetooth 4.1, ein GPS-Empfänger ist nicht an Bord.

Wenig verwunderlich ist die gestochen scharfe Darstellung auf dem Bildschirm mit seiner Diagonalen von knapp 8 Zoll und der hohen Auflösung von 2048 × 1536 Pixeln. Zum Energiesparen gibt es einen Monochrom-Modus mit Schwarz-Weiß-Darstellung, ein Lesemodus macht aus Weiß auf Wunsch ein weniger blendendes Beige, um die Augen zu schonen. Für die Darstellung gibt es drei Farbtemperaturmodi: warm, natürlich und kühl; außerdem noch Einstellungsmöglichkeiten für den Kontrast. Ein Doppeltipp auf den Bildschirm weckt das Mi Pad 3 aus dem Standby.

Das Display ist definitiv ein Highlight des Tablets, allerdings haben wir im Test eine Sache vermisst: Es gibt kein haptisches Feedback, das beispielsweise das Schreiben mit On-Screen-Tastaturen erleichtert. Wer dies von seinem bisherigen Tablet gewöhnt ist, wird es beim Mi Pad 3 schmerzlich vermissen. Aber auch die maximale Helligkeit ist leider nur Mittelmaß. Beim Außeneinsatz mit Sonnenschein wünschen wir uns, noch etwas aufdrehen zu können.

Die Qualität der Bilder und Videos beider Kameras konnte uns im Test nicht überzeugen. Aufnahmen wirken oft blass, farblos und lassen Kontrast und Schärfe vermissen. Für einen halbwegs brauchbaren Schnappschuss und für Videocalls sind die Knipsen zu gebrauchen, zu mehr aber auch nicht.

Die Kamera-App bietet abgesehen von einigen Filtern wie beispielsweise „Blur“, „Mosaik“ und „Indigo“ keinerlei weitere Optionen. Einstellungen für die Auflösung von Bildern und Videos gibt es gar nicht. Bei Bildern der Hauptkamera beträgt die Auflösung 4160 × 3120 Pixel, bei der Frontcam 2560 × 1920 Pixel. Video landen mit 1920 × 1080 Pixel im internen Speicher.

4 GByte Arbeitsspeicher und der verbaute Hexa-Core-Prozessor von Mediatek sorgen nicht nur bei der normalen Nutzung für ein flüssiges und stabiles System – auch zum Zocken von grafisch anspruchsvolleren Games taugt das Tablet von Xiaomi. Modern Combat 5 beispielsweise läuft mit hohen Grafikeffekt-Einstellungen größtenteils ruckelfrei und mit kurzen Ladezeiten. Im AnTuTu-Benchmark kommt das Device auf ein gutes Ergebnis: 77.864 Punkte. Auch bezüglich seiner Laufzeit hat uns das Mi Pad 3 im Test gut gefallen, in der Regel musste das Gerät erst nach zwei Tagen wieder an die Steckdose. Das Aufladen dauert mit etwa dreieinhalb Stunden allerdings ziemlich lang.

Auf dem Mi Pad 3 läuft Android 7.0 in Form von Xiaomis MIUI in Version 8.2. Beim Kauf muss man darauf achten, dass auf dem Gerät die Global Version installiert ist, sonst gibt es keinen Play Store und keine deutsche Sprachoption. Davon abgesehen ist MIUI 8 nicht nur optisch Geschmackssache: Von Android 7 ohne größere Anpassungen vom Hersteller ist auf dem Mi Pad 3 nicht mehr viel zu erkennen. Xiaomi kocht ein ganz eigenes Süppchen und integriert diverse selbst entwickelte Features, entfernt aber auch einige normalerweise verfügbare Optionen. Den Split-Screen-Modus, wie man ihn eigentlich von Android Nougat kennt, gibt es auf dem Mi Pad 3 beispielsweise gar nicht.

Beim Thema Updates muss der Nutzer geduldig sein, die installierten Android-Sicherheitspatches sind vom 1. 3. 2017. Die aktuelle Version hingegen hat Google am 05. August veröffentlicht. Ob das Tablet ein Update auf Android 8 bekommt, ist nicht bekannt. MIUI 9 soll zwar in absehbarer Zeit auf dem Mi Pad 3 landen, basiert aktuellen Informationen zufolge jedoch noch auf Android 7.1.

Das Mi Pad 3 ist ein schickes Tablet mit tollem Display, klasse Performance und einem sehr guten Preisleistungsverhältnis. In chinesischen Online-Shops
wie Gearbestbekommt man das Gerät schon für knapp 200 Euro zuzüglich Zoll, mit Versand aus Deutschland kostet es ein gutes Stück mehr. Wer mit den im Test beschriebenen Kritikpunkten – nicht vorhandenem GPS, fehlendem haptischen Feedback und mäßiger Kameraqualität – leben kann, der bekommt für nicht übermäßig viel Geld ein feines Stück Technik.

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Diese Smartphones bekommen das neue Android 8 / O

Die nächste Version von Android steht in den Startlöchern: Android 8 respektive Android O. Wir haben recherchiert, welche Smartphones ein Update bekommen sollen – allerdings ohne Gewähr.

Traditionell fahren Nutzer mit Google-Smartphones bei Updates besonders gut. Android O soll es für folgende Modelle geben:

Google Pixel

Google Pixel XL

Google Pixel C

Google Nexus 6P

Google Nexus 5X

Google Nexus Player

HTC-Chefin Chailin Chang persönlich hat das Update für das Top-Modell HTC U11 angekündigt. Anderen Quellen zufolge sollen aber auch weitere Modelle das neue Android erhalten.

HTC 10

HTC U11

HTC U Ultra

Die Huawei-Tochter hat letztes Jahr versprochen, dass alle Smartphones zwei Jahre lang aktualisiert werden. Wenn sich das Unternehmen daran hält, bekommen folgende Modelle Android 8:

Honor 6X

Honor 8

Honor 8 Pro

Honor 9

Die Chinesen bringen vor allem ihre hochpreisigen Modelle auf Android O. Neben den unten aufgelisteten Modellen könnte auch das günstigere P10 Lite ein Update für Android 8 erhalten. Eine offizielle Aussage gibt es bisher nicht.

Huawei Mate 9

Huawei Mate 9 Porsche Edition

Huawei P10

Huawei P10 Plus

Motorola ist bei den Updates traditionell eher schnell und verteilt neue Android-Versionen großzügiger als andere Hersteller. Folgende Modelle sollen das Update auf Android O erhalten:

Moto Z

Moto Z Play

Moto Z2 Play

Moto G5

Moto G5 Plus

Bei den Koreanern gehen wir aktuell davon aus, dass die letzten zwei Top-Modelle Android 8 bekommen:

LG G5

LG G6

LG V20

HMD Global, das Unternehmen hinter den Nokia-Smartphones mit Android, hat bereits Updates für drei Smartphones angekündigt. Wir gehen allerdings davon aus, dass auch das Topmodell Nokia 8 Android 8 bekommen wird.

Nokia 3

Nokia 5

Nokia 6

Der chinesische Hersteller will das Update auf Android O noch dieses Jahr für folgende Modelle bringen:

OnePlus 3

OnePlus 3T

OnePlus 5

Ein offizielles Statement gibt es noch nicht. Allerdings gibt es eine inoffizielle Liste auf einem japanischen Insider-Blog. Demnach soll Sony sehr großzügig Updates verteilen. Folgende Geräte könnten das Update erhalten:

Sony Xperia L1

Sony Xperia X

Sony Xperia X compact

Sony Xperia X performance

Sony Xperia XA1

Sony Xperia XA1 Ultra

Sony Xperia XZ

Sony Xperia XZ Premium

Sony Xperia XZs

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Nikon KeyMission 360 im Test: 4K und volle 360-Grad

Die
Nikon KeyMission 360ist eine der teuersten 360-Grad-Kameras im Consumer-Bereich. Aufgrund des hohen Preises haben wir sie bisher links liegen lassen, aber viele Nachfragen bekommen – deswegen haben wir sie jetzt doch unter die Lupe genommen. Wir haben getestet, was die wasserdichte Kamera drauf hat und ob sich der Mehrpreis lohnt.

Die Nikon KeyMission 360 ist zusammen mit der
Kodak Pixpro SP360die mit Abstand teuerste 360-Kamera in unserem Testfeld. Das merkt man auch: Die Verarbeitung ist tadellos und die Materialien wirken hochwertig. Das vergleichsweise hohe Gewicht von 200 Gramm unterstreicht den Qualitätsanspruch auch haptisch.

Die gegenüberliegenden Linsen sind jeweils durch einen Objektivschutz gegen Beschädigungen abgesichert. Im Lieferumfang befinden sich Schutzlinsen für den Betrieb über und unter Wasser. Bei Auslieferung sind die halbrunden Überwasser-Schutzlinsen auf dem Bajonettverschluss vormontiert. Ansonsten sieht die KeyMission 360 unspektakulär und sehr funktionell aus. Ein Bedientaster befindet sich auf der Oberseite und einer auf der rechten Gehäuseseite. Auf der linken Gehäuseseite sitzen der Zugang zum austauschbaren Akku, zu Micro-HDMI-Ausgang, Micro-SD-Kartenslot und der Micro-USB-Ladebuchse. Neben den Anschlüssen befindet sich hinter der mit einer Dichtung geschützten Klappe auch noch ein kleiner Schalter für einen von Smartphones bekannten Flugzeug-Modus. Die Klappe selbst ist doppelt gegen versehentliches Öffnen gesichert. Bevor wir sie öffnen, müssen wir zwei kleine Schiebeschalter betätigen. Das erscheint zwar unpraktisch, ist aber sehr sinnvoll: die KeyMission 80 LINK hat nur einen solchen Schieber – und natürlich haben wir die Klappe während des Tests mehrfach unbeabsichtigt geöffnet. Bei der KeyMission 360 passiert das nicht.

Auf der Unterseite des Gehäuses hat die Kamera noch ein Stativgewinde. Auf der rechten Seite gibt es eine kleine Öffnung zur Anbringung einer Handschlaufe. Ein Display ist nicht vorhanden. Den aktuellen Betriebszustand zeigt die Nikon anhand einiger Status-LEDs an.

Die technischen Daten der KeyMission 360 sind vielversprechend: wasserdichtes und stoßresistetes Gehäuse, 4K-Videos (bei 24 Bildern pro Sekunde) und volle 360-Grad-Abdeckung. Je nach verwendetem Objektivschutz ist die Nikon auch ohne zusätzliches Gehäuse bis zu einer Tiefe von 30 Metern wasserdicht. Das macht sie zu einer waschechten Unterwasserkamera; allerdings mit einem kleinen Haken: Die Unterwasser-Schutzlinsen reduzieren das Blickfeld der Kamera. So nimmt die Nikon zwar auch unter Wasser zwei Videos auf, nach dem Zusammenfügen bleibt aber ein kleiner Teil zwischen den Einzelaufnahmen schwarz. Das volle VR-Erlebnis ist dann nicht mehr gegeben.

Videos starten und stoppen oder ein Foto knipsen klappt über die Knöpfe am Gerät und ohne die optional erhältliche Fernbedienung oder die Smartphone-App. Zum Ändern der Einstellungen ist aber ein Smartphone notwendig. Eine digitale Stabilisierung der Videos, wie bei der
Insta360 nano, gibt es nicht.

Die App zur Kamera-Steuerung und Überprüfung von Videos und Fotos ist kostenlos für Android und iOS verfügbar. Die eigentliche Verbindung zwischen den Geräten stellt die Kamera per Bluetooth her. Zur Übertragung des Live-Bildes oder fertiger Aufnahmen ist dann noch zusätzlich eine WLAN-Verbindung aktiv, um die Übertragung zu beschleunigen. Die verwendete App-Version 1.0.8 funktioniert intuitiv und zuverlässig, sobald die Geräte miteinander verbunden sind. Die WLAN-Verbindung zur Livebild-Übertragung ist erfreulich stabil und funktioniert auch noch im Nachbarzimmer.

In der App sind verschiedene Einstellungen für Fotos und Videos verfügbar. Praktisch ist beispielsweise der Selbstauslöser für Fotos (2 oder 10 Sekunden). Auch Helligkeit, Weißabgleich oder Auflösung sind einstellbar. Außerdem können wir eine automatische Fotoübertragung auf das Smartphone aktivieren oder Bilder per SMS, Mail oder Messenger versenden. Die Ergebnisse werden zum Beispiel von Facebook als 360-Grad-Bild erkannt und dementsprechend dargestellt. Eine Nachbearbeitung am Computer, wie bei der
Magicsee P3 360, ist nicht notwendig.

Beim Koppeln haben wir uns anfänglich schwer getan, was nach Absprache mit Nikon aber an der vorinstallierten Firmware unserer Test-Kamera lag. Nach der Installation der aktuellen Version klappt die Verbindung zwischen dem iPhone 6S und der Nikon unkompliziert. Mit einem Android-Smartphone war das Binden der beiden Geräte auch mit alter Firmware unproblematisch.

Der automatische Weißabgleich und die Standard-Helligkeitseinstellungen sind ausreichend gut, so dass wir diese nicht verstellen. Dank Selbstauslöser brauchen wir auch für Fotos keine App, sondern knipsen diese mit der Aufnahmetaste an der Kamera.

Die Übertragung eines Fotos in Originalgröße (30 Megapixel, 7744×3872) an das Smartphone dauert etwa 20 Sekunden. Wenn es schneller gehen soll, kann der Nutzer auch eine heruntergerechnete 2-Megapixel-Version des Fotos übertragen.

Das Zusammensetzen der beiden Einzelbilder klappt gut und die Schnittkante der beiden Aufnahmen ist nur durch geringe Farb- und Helligkeitsunterschiede erkennbar.

Die Videos mit 24 FPS sehen gut aus und laufen absolut flüssig. Die 4K-Aufnahmen der KeyMission 360 sind zwar nicht mit 4K einer normalen Kamera vergleichbar, die Ergebnisse sind aber um Welten besser als beispielsweise bei der niedrig auflösenden
Ricoh Theta S.

Sorry für den Ausdruck: Die Nikon ist einfach eine geile Kamera. Die Qualität der Fotos und der Videos ist nur mit den Ergebnissen der hochauflösenden Kodak PixPro SP360 vergleichbar. Die Kodak deckt allerdings nur 360×235 Grad ab. Alle anderen 360-Grad-Kameras haben bei weitem keine so gute Bildqualität vorzuweisen.

Einziger Wermutstropfen ist der verhältnismäßig hohe Preis von fast 500 Euro. Bedenkt man aber die Qualität der Aufnahmen, relativieren sich die Kosten. Für eine ähnliche Leistung und echte 360×360-Grad-Abdeckung bräuchte man zwei PixPro SP360 Kameras – und zwei der Kodaks sind teurer als eine KeyMission 360.

Wer eine 360-Grad-Kamera mit hoher Auflösung sucht, kommt um die Nikon Kamera nicht herum. Zwar hat auch die
Samsung Gear 360 (2017)4K-Auflösung zu bieten, die Qualität der Nikon-Aufnahmen ist aber ein ganzes Stück besser. Außerdem ist die Gear 360 weder wasserdicht, noch ist der Akku austauschbar. Die Bildqualität der Kodak ist zwar vergleichbar, aber die Kosten für zwei Kameras sind höher und die Nacharbeit ist sehr zeitaufwendig.

Wer die 360-Grad Aufnahmen sowieso nur als Spielerei nutzt, kann sich Geld sparen und auch auf eine der günstigeren
getesteten 360-Grad-Kameraszurückgreifen.

Für den ambitionierten Hobbyfotografen und echte Profis ist die Nikon KeyMission 360 aktuell das beste Gerät im Bereich unter 1000 Euro. Unsere Kaufberatung werden wir entsprechend updaten.

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Fitbit Blaze 2 zeigt sich auf durchgesickerten Bildern

Fitbit ist in den letzten Monaten ordentlich unter Druck geraten durch die Apple Watch und der US-amerikanische Hersteller von Fitnesstrackern will die verlorenen Kunden mit einem neuen Produkt zurückholen. Mit der Fitbit Blaze 2 will das Unternehmen alles richtig machen und setzt sehr große Hoffnungen auf dieses Gerät, welches unter dem Codenamen Project Hiigs entwickelt wird.

Nun sind weitere Bilder zur Fitbit Blaze 2 aufgetaucht, welche den Fitness-Tracker mit Smartwatch-Funktionalität erneut in weiteren Farben zeigen. Zudem bieten die Bilder weitere Informationen über das Gerät, welche bislang nicht bekannt waren. Zu sehen ist die Fibit Blaze 2 einerseits in Silber mit schwarzem Silikonband sowie in Gold mit einem grau-blauen Band.

Fitbit setzt alles auf dieses Produkt und das Unternehmen nannte 2017 ein Jahr der „Transition“. Man hat durch die Übernahme von Pebble und Vector Watch einige Verstärkung im Smartwatch-Bereich geholt, was das Produkt nochmals verbessern soll.

Hardwareseitig will man mit der Fitbit Blaze 2 alles anbieten, was sich Nutzer von einem guten Fitnesstracker erwarten. Es gibt GPS, NFC sie ist wasserfest bis zu einer Tiefe von 50 Metern. Der Pulsmesser auf der Unterseite soll im Vergleich zur vorherigen Generation wesentlich besser sein und auch ein Pulsoximeter enthalten, womit auch der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen werden kann.

Fitbit Blaze 2 Spezifikationen:

  • verbessertes Unibody Aluminium-Design mit austauschbaren Bändern
  • Farbdisplay mit 1000 nits Helligkeit
  • GPS
  • Herzfrequenzmesser
  • Unterstützung für kontaktloses Bezahlen
  • Offline-Musik von Pandora
  • 4-Tage Akkulaufzeit
  • Preis: 300$

Fitbit hat bislang nicht bekanntgegeben, wann der vermutliche Nachfolger der Fitbit Blaze an den Start gehen soll. Berichte von einer Verschiebung des Produkts bis nach Weihnachten hat das Unternehmen allerdings offiziell bestritten. Es kann also davon ausgegangen werden, dass die Fitbit Blaze 2 rechtzeitig kommt, sodass sie noch unter den Weihnachtsbaum gelegt werden kann. Der Name „Fitbit Blaze 2“ steht bislang übrigens noch nicht fest und bis zum Start könnte sich das Unternehmen natürlich eine andere Linie für das Gerät überlegen.

Für Windows 10 Mobile-Nutzer ist es jedenfalls erfreulich, dass es Hersteller gibt, die sehr aktiv an neuen, innovativen Produkten arbeiten und die mobile Windows-Plattform weiterhin unterstützen. Fitbit bietet eine wirklich hervorragende Universal App und seit Kurzem auch Unterstützung für Benachrichtigungen auf dem Smartphone.

> Fitbit Charge 2 kaufen


Quelle: wearable

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Sengled Element im Test: fernsteuerbare LED-Birne

Sengled fällt mit seinem Element-Set etwas aus der Reihe der anderen LED-Lampen, die wir uns angesehen haben: Hier lässt sich nur die Farbtemperatur des weißen Lichts verändern, nicht die eigentliche Lichtfarbe. Dennoch finden wir das Set spannend, denn das Steuergerät lässt sich sowohl am Netzwerkkabel, als auch drahtlos per WLAN betreiben.

Außerdem sollen die mitgelieferten Lampen bereits gekoppelt sein und so für ein problemloses Setup sorgen. Ob das im Test auch so gut funktioniert hat und was die rund 70 Euro teuren Lampen sonst zu bieten haben, zeigt der ausführliche Testbericht.

Die Form der Lampen ist ungewöhnlich. Nicht nur, dass sie einen glasklaren Kolben besitzen, auch die halb kubistische, halb von einem Tropfen inspirierte Form erregt Aufsehen. Ob man sie mag oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

Jedenfalls leuchten die Lampen ziemlich hell und können bei voller Helligkeit blenden, so dass man sie lieber nicht direkt auf sich richtet. Mit Diffusor wäre das Abstrahlverhalten sicher nicht so grell, doch je nach Anwendungszweck mag der klare Kolben seine Vorteile haben.

Das Steuergerät – also die Bridge zwischen Netzwerk und dem kabellosen Zigbee-Funk, über den die Element-Leuchten kommunizieren – ist weit weniger auffällig, es kommt in schlichtem Weiß daher. Also haben wir die Lampen schnell in zwei E27-Fassungen geschraubt, das Steuergerät mit Strom versorgt und per Ethernet mit dem Router verbunden. Noch schnell die App installiert, und los geht's.

Wir starteten die App und müssen gleich zu Anfang einen Sengled-Account anlegen. Schade, ohne Daten geht's wohl nicht. Danach beginnt die Suche nach dem Element Hub. Gut gemeinte Tipps sollen dabei helfen, falls es nicht gleich klappt. Bei uns klappte es nach dem zweiten Mal. Wer auf das Netzwerkkabel verzichten möchte, kann nach der ersten Verbindung den WLAN-Code des eigenen Netzwerks eingeben. Danach ist das Kabe nicht mehr nötig – man zieht einfach das LAN-Kabel ab, wartet 60 Sekunden, trennt den Element Hub vom Strom und sucht ihm einen neuen Platz. Das funktionierte bei uns tatsächlich so simpel, wie es sich liest – eine feine Sache. Weniger fein finden wir die Tatsache, dass wir nach der Installation des Sengled-Sets zufällig auf einen ungesicherten WLAN-Access Point in unserem Netz stießen, der weder im Quick-Guide noch in der Dokumentation auch nur mit einer Silbe erwähnt wird. Dieser war zwar nur von innerhalb des Netzwerks erreichbar, doch das kann ein Sicherheitsrisiko sein.

Danach weisen wir den beiden Lampen aus dem Set einem Raum zu. Weiter geht es mit den obligatorischen Updates für Steuergerät und Lampen. Wir fügen uns also in unser Schicksal und warten frohen Mutes. Nach ein paar Minuten war das Steuergerät auf dem aktuellen Stand, aber bei den Lampen ist auch nach einer halben Stunde nichts passiert. Schließlich wurde es uns zu dumm und wir killten die App, starteten sie neu und siehe da: kein Gemecker mehr: Scheinbar ist das Update durchgelaufen, aber die App hat es nicht mitbekommen. Na gut, könnte schlimmer sein.

Nun können wir die Lampen per Antippen in der App ein- und ausschalten und nach einem Tipp auf die Gruppe auch Helligkeit und Lichtstimmung einstellen, letztere wahlweise über fünf Presets oder stufenlos mit einem Regler. Das funktioniert zuverlässig, nur einmal im Test schaltete sich eine der Lampen auf unser Kommando nicht aus. Die App bietet außerdem die Möglichkeit, die Namen der Lampen zu ändern. Eindeutig benannt lassen sie sich auch per Sprachbefehl mit Amazon Echo oder Echo Dot ein- und ausschalten.

Sengled schreibt sich unter dem Stichwort „Sengled World“ den Umweltschutz auf die Fahne und wirbt damit, in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation Onetreeplanted (https://onetreeplanted.org/) für jede verkaufte Lampe einen Baum zu pflanzen (https://de.sengled.com/obot/). Dazu wählt man in dem entsprechenden Menü einen Kontinent aus, darf seinen Namen in ein auf dem Schirm angezeigtes Dokument eintragen und schon hat man für die zwei Lampen im Set zwei Bäume irgendwo auf der Welt „gepflanzt“. Ein schöner Gedanke – hoffentlich mehr als nur ein Marketing-Gag.

Darüber hinaus geht Sengled noch an anderen Stellen auf den Umweltschutz ein, etwa wenn man im Hauptmenü unten auf die Seite „Ausführung“ wechselt. Hier lassen sich ein paar nett gestaltete Graphen zu der erreichten Strom-Einsparung, dem aufsummierten Stromverbrauch und den Verbrauchsdaten jeder Lampe im Verbund einsehen. Zahlen-Freaks werden ihre Freude daran haben, für andere ist das Spielerei.

Aktuell gibt wird Sengled Element nur als Starter-Set mit zwei LED-Leuchten sowie der kabellosen Zigbee-Bridge angeboten, außerdem gibt es die LED-Leuchten einzeln zum Nachkaufen.

Das Element-Set von Sengled ist eine nette Sache, wenn man App-gesteuerte Lampen sucht, die vor allem hell machen sollen. Im Vergleich zu beispielsweise Philips Hue (Testbericht) muss man auf die Farben verzichten, fürs Büro können wir uns das aber sehr gut vorstellen. Außerdem ist die Lichtleistung der LEDs erfruelich hoch.

Aufgrund des klaren Kolbens neigen die Lampen allerdings zum Blenden, man sollte sie also vorzugsweise mit Schirm oder für indirekte Beleuchtung verwenden. An sich finden wir auch die Lösung mit dem wahlweisen drahtlosen Betrieb sehr clever, nur der unvermutet aufgetauchte Access Point schlägt uns etwas auf den Magen. Die Energiespar-Geschichte wirkt etwas aufgesetzt, aber für das Baumprojekt gibt’s in jedem Fall einen Daumen nach oben.

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