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Hama Digitalradio im Test: Schickes Multifunktionsgerät

Das Hama DIR3505MSCBT ist mehr als nur ein Digitalradio. Rasch entpuppt es sich als Multitalent mit zahlreichen digitalen Anschluss- und Abspielmöglichkeiten sowie CD-Player.

Die Audioqualität ist für ein Radio sehr gut, sie erreicht jedoch nicht die eines Stereo-Turms mit externem Receiver und Standlautsprechern. Aus den beiden 3-Zoll-großen Lautsprechern tönen je 20 Watt RMS. Es verzerrt nichts, auch die Bässe bekommt das Gerät selbst bei höchster Lautstärke gut in den Griff.

Bei maximaler Power lässt sich ein 30-Quadratmeter-Wohnzimmer ganz gut beschallen. Für eine Party reicht es gerade so aus, auch Nachbarn lassen sich damit sicherlich noch ärgern. Der Equalizer erlaubt, Höhen und Tiefen zu verstellen. Das Gerät bietet zudem sieben Soundeinstellungen.

Das Hama Digitalradio DIR3505MSCBT versteht DAB, DAB+ und FM. Eine Teleskopantenne gehört dafür zum Lieferumfang. Der 75-Ohm-Antennenanschluss bietet aber auch die Möglichkeit, das Gerät mit der Satellitenantenne oder dem Kabelanschluss zu verbinden.

Parallel gelangen Audiodaten über WLAN in den Frequenzbändern 2,4 und 5 GHz, per LAN und Bluetooth zu dem Gerät. Im Netzwerk frei gegebene Titel lassen sich über die Bedienfelder am Gerät, der Fernbedienung und der App Unlok abspielen. Amazon Music und Spotify versteht das Hama-Radio ebenfalls.

Auch das Streamen vom PC ist möglich. Die Anleitung erklärt lediglich das Streaming mit Betriebssystem Windows 8. Der Support ist jedoch rasch telefonisch erreicht und hilfsbereit. Wir erhielten einen Link zu einer Anleitung. Nach etwas Probieren funktionierte schließlich das Streaming unter Win10.

Praktisch: Wer mehrere der Geräte betreibt, kann auf eine Multiroom-Funktion zugreifen.

Per USB-Anschluss auf der Rückseite lassen sich Audiodateien einspeisen, aber auch einmal ein Smart Phone laden. Mittels Digital Audio Output Optical lassen sich ältere Surround Receiver ins digitale Zeitalter heben. CD-Player, Aux In und Line Out rundet schließlich das Digitalradio ab.

Trotz der umfangreichen Ausstattung des Hama-Geräts, gestaltet sich die Bedienung relativ intuitiv. Das muss es auch, denn die Bedienungsanleitung sieht nur auf den ersten Blick umfassend aus. Schnell entpuppt sie sich als Sprachtalent und hält auf knapp 80 Seiten 19 Sprachen bereit. Auf vier Seiten pro Sprache sind unter anderem Sicherheits- und Entsorgungshinweise untergebracht. Und damit reicht der übrige Platz lediglich, um wenig technikaffinen Personen den Start zu ermöglichen. Das Gerät bietet sehr viel mehr als intuitiv heraus zu bekommen ist. Deswegen ist es schade, dass Hama die 46 Seiten seiner umfassenden Anleitung nur online vorhält.

Ein 2,8-Zoll-TFT-Display leitet durch das Menü, unterstützt von einem gut verarbeiteten Drehregler und diversen Knöpfen oben und unten auf dem Frontdisplay. Nutzer müssen dafür recht viel Druck ausüben, um deren Widerstände zu überwinden. Trotz Gummifüße kann es – abhängig vom Untergrund – rasch verrutschen.

Sind erst einmal Netzwerk, Quellen und Sender eingestellt, lässt sich das Gerät nahezu ausschließlich über die Fernbedienung steuern. Das funktioniert besser als am Gerät selbst. Eine Schnellwahltaste leitet direkt zu den Musikquellen, zum Equalizer und Stummschalten. Bis zu 30 Sender können Anwender pro Quelle speichern und über die Fernbedienung rasch auswählen.

Zur Bedienung per Smartphone steht die App Undok für Android und iOS zur Verfügung. Jegliche Quellen – vom Internetradio, Amazon Music und Spotify über DAB+ und FM bis zu USB, den optischen Eingang, Bluetooth und CD – zeigt die Applikation an. Die Speicherbelegung lässt sich abrufen und einfach per Smartphone ändern.

Die App findet das Gerät zügig, sofern es angeschaltet ist und sich Digitalradio sowie Smartphone im gleichen Netzwerk befinden. Dies erfolgt ohne Sicherheitsabfrage, auch auf die Werkseinstellung lässt sich das Gerät mittels App rasch zurücksetzen.

Die Bedienung ist einfach und äußerst praktisch. Käufer sollten sich jedoch mit Partner und Kindern, die stets ungefragt über die App Zugriff erhalten, gut stellen: Rasch lässt sich die Lieblingsmusik umstellen, und mit einem Klick sind jegliche Einstellungen und Speicher der zahlreichen Sender gelöscht.

Das Hochfahren des Geräts und das Lesen von CDs dauert erstaunlich lange: Im Test mit drei Original-CDs dauerte es stets zwischen zwölf und 14 Sekunden, bis der erste Titel zu hören war. Zudem ist der CD-Player zwischen den Stücken und während leiser Sequenzen zu hören. Sind Radiosender über DAB, Internet und FM erst einmal eingerichtet, erfolgt das Umschalten über die Schnellwahltasten und der Zugriff auf den Programmspeicher ohne Verzögerung.

In unserem Test hat sich das Gerät zweimal festgefahren. Da half nur Geduld oder den Stecker ziehen. Der Netzschalter auf der Rückseite erlaubt einen solchen Neustart.

Das farbige TFT-Display hat uns im Test nur teilweise überzeugt. Dessen Auflösung erscheint zunächst gering. Besonders die Symbole für Wecker und Senderspeicherplatz sind so undeutlich, dass sie sich mehr erahnen als erkennen lassen. Im unteren Bereich zeigt das Gerät an, ob es Verbindung zum Netzwerk oder Bluetooth hat. Auch hier erscheinen die Symbole sehr pixelig. Zudem kennt Hama – bis auf das blau-grüne DAB+-Zeichen – lediglich die Farben weiß, rot und gelb: Die Schrift ist langweilig hellgrau und Stufen sind zu erkennen. Die an das Gerät geleiteten Bilder der DAB+-Sender zeigt der 2,8-Zoll-Bildschirm hingegen vielfarbig und in ordentlicher Qualität an.

Das nach hinten schmaler werdende Gehäuse des Digitalradios steht vorne auf einem Metallbügel, hinten auf dem Gehäuse, stets von Gummi gedämpft. Edel wirkt der matte, nach hinten abfallende Korpus und das glänzende Bedienfeld. Fingerabdrücke zeigt das schwarze Gerät an beiden Materialien nicht, Staub lässt sich jedoch nach wenigen Tagen erkennen. Die Lautsprecher bedeckt ein schwarzer Stoff, der um die Seiten weiterläuft und bündig mit dem Gehäuse abschließt.

Insgesamt scheint das Digitalradio von Hama als Wecker konzipiert: Das Einstellen der Weckfunktion gestaltet sich einfach. Und auch die automatische Dimm-Funktion für ein dunkles Display in der Nacht lässt sich über einen Schalter hinten am Gerät einfach ein- und ausschalten. Kompakt ist es für einen Wecker nicht und wird auf den meisten Nachttischen eher klobig wirken.

Eine Fernbedienung gehört zum Lieferumfang, die notwendigen beiden AAA-Batterien legt der Hersteller bei. Die Gummiknöpfe wirken robust. Die Oberseite des Gehäuses ist schraffiert. So bliebt kein Fingerabdruck sichtbar und verleiht auch der Fernsteuerung einen hochwertigen Schliff.
Das CD-Fach versteckt sich hinter einer Goldkante. Es gleitet lautlos auf, doch an den Kanten des Einschubs entdecken pingelige Käufer scharfe Kanten. Hier ist alles etwas unregelmäßig.

3,5 kg bringt das Gerät auf die Waage ohne Netzgerät, welches den Hausstrom in 18 Volt und 2,6 Ampere umwandelt. Dieses befindet sich nicht im Gerät, sondern hängt mit am Kabel. Bei Maßen von rund 37 × 18 × 25 mm nimmt es etwas weniger Platz ein als vier Pakete an 500 Blatt Druckerpapier. Als Wecker auf einem Nachtisch ist es viel zu groß und auch viel zu schade. Als Stereoanlage bietet das Gerät umfangreiche Abspielmöglichkeiten auf kompaktem Raum.

Für knapp 300 Euro erhalten Käufer mit dem Hama DIR3505MSCBT ein vollausgestattetes Multimediagerät, das auf dem neusten Stand ist und sich von zahlreichen Quellen speisen lässt. Die Bedienung ist intuitiv, das Streamen in Windows 10 etwas knifflig. Da alle Musikquellen dennoch rasch zum Laufen gebracht werden konnten, überwiegt bei uns das Erfolgsgefühl. Schade finden wir, dass die umfangreiche Anleitung lediglich online zur Verfügung steht. Beim CD-Player scheint es, als hätte Hama diesen noch als zusätzlichen Bonus mit drauflegen wollen, jedoch viel zu günstige Komponenten für ein ansonsten hochwertiges Gerät verwendet.

Der Klang ist für eine solch kompakte Stereoanlage ordentlich. Auch das Design gefällt uns gut: Die von außen zu erkennenden Komponenten sind gut verbaut und wirken sehr hochwertig. Das Display von Hama hat uns hingegen nicht besonders gefallen. Lediglich wenige Farben und eine unscharfe Schrift sowie Symbole in geringer Auflösung hält der Hersteller bereit. Dass es besser geht, zeigen die Bilder, welche die Radiosender an das Digitalradio leiten. Deren Darstellung fanden wir recht ordentlich.

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Espresso per App: Vollautomat Nivona NICR 789 im Test

Nivona liefert seine Cafe Romatica 789 samt App zur Programmierung. Wir testen den Vollautomaten und zeigen, für wen sich das lohnt.

Braucht man wirklich einen smarten Vollautomaten, um Espresso, Cappuccino und Co zu ziehen? Im Fall des Nivona Cafe Romatica 789 (NICR 789) sagen wir ganz klar ja – wenn man den Kaffee nicht allein trinkt, sondern unterschiedliche Geschmäcker und Ansprüche aufeinandertreffen.

Denn die Nivona NICR 789 ist zwar smart, aber nicht im „Smart Home”-Sinn: Der Vollautomat braucht kein WLAN, keine Hersteller-Cloud und keine Zugangsdaten. Die Begleit-App funktioniert per Bluetooth, entsprechend ist es passender, wenn man von einem „programmierbaren Vollautomaten” spricht. Doch dazu mehr später.

Im Karton steckt mit Ausnahme von Kaffeebohnen alles, was man zum Betrieb braucht. Der Aufbau ist simpel, es braucht lediglich eine Steckdose. Der Vollautomat nimmt in etwa den Raum eines 5-Liter-Bierfasses ein. Wir empfehlen aber den Aufbau in der Nähe einer Mülltonne und eines Waschbeckens. Denn die Maschine spült regelmäßig und das etwas kleine Tropfbecken ist schnell voll. Eingeschalten wird die Maschine über einen seitlichen Taster, der das Gerät komplett vom Netz trennen kann.

Die Verarbeitung der NICR 789 ist gut. Der Plastikkern ist von einer silbernen Folie umzogen. Das sieht wertig aus, zudem gibt es keine Überstände oder andere unsauber verarbeitete Bereiche. Einzig die Abdeckung des Auslaufs könnte stabiler sein. Sie hält mit kleinen Plastiknasen. Oben befindet sich eine Heizplatte für Espresso- und Kaffeetassen.

Im Karton liegt neben den Reinigungstabletten auch ein Wasserfilter. Dieser wird direkt in den Tank eingesetzt, wenn man das denn möchte. Die Maschine fragt beim ersten Start nach, ob der Nutzer den Filter verwenden will und hilft beim der Installation. Wer den Filter zunächst nicht nutzen will, kann ihn jederzeit nachträglich einbauen.

Für die Milchzufuhr liegt ein separater Milchbehälter bei, der mit einem Schlauch an der Maschine angeschlossen wird. Der Behälter fasst einen Liter Milch und lässt sich separat im Kühlschrank aufbewahren. Vorsicht: Der Deckel ist nur aufgesetzt, an diesem sollte man den Behälter nicht hochheben. Hier hätte uns ein Schnappverschluss oder ähnliches besser gefallen.

Anschließend spült die Maschine durch und ist einsatzbereit.

Die Bedienung der Nivona ist einfach. Über zwei Drehknöpfe kann man die verschiedenen Kaffeeprodukte (u.a. Espresso, Americano, Cafe Lungo, Cappuccino, Latte Macchiato) auswählen. Mit dem linken Knopf kann man die Menge (drehen) oder die Intensität (drücken) auswählen. Das klappt im Alltag gut, im Test in der Redaktion kamen alle Probanden damit gut klar.

Gut gefällt der vergleichsweise leise Betrieb. Das Mahlwerk springt an, ist aber leiser als bei vergleichbaren, älteren Vollautomaten. Auch das Pumpwerk ist vergleichsweise leise, zumindest so lange der optionale Filter nicht im Wassertank sitzt. Ist dieser verbaut, zieht die Maschine deutlich lauter das Wasser.

Die Qualität des Kaffees hat uns durch die Bank überzeugt. Wir haben mehrere unterschiedliche Espressobohnen (100 Prozent Arabica) in unterschiedlichen Preiskategorien verwendet. Die Drehregler machen es leicht, die Stärke des Kaffees anzupassen. Die Crema war jederzeit sehr gut, gerade beim einfachen Espresso oder dem Cafe Lungo war das gut zu sehen. Bei Cappuccino und Co war das Ergebnis ebenfalls sehr gut. Praktisch ist, dass man den Schlauch nicht nur mit dem mitgelieferten Behälter verwenden kann. Das Ergebnis ist ebenfalls gut, wenn man ihn einfach nur in einen Karton oder anderen Behälter hängt. Das macht den Wechsel für Leute einfach, die andere Milchtypen oder -alternativen bevorzugen. Neben normaler Milch kam die NICR 789 im Test auch mit Hafermilch klar.

Der Kaffeeauslauf lässt sich bis zu 14 cm in der Höhe verstellen, so dass selbst große Tassen problemlos darunter passen. Im Test konnten wir einen 0,5-l-Krug ohne Probleme unterstellen.

Das technische Highlight ist die Bluetooth-Verbindung samt passender Smartphone-App. Die Idee ist einfach: Man installiert die App und kann anschließend vom Smartphone aus nicht nur die hinterlegten Kaffees beziehen, sondern diese sowohl anpassen wie auch eigene Rezepte erstellen und ablegen. Und keine Angst: Vor dem Bezug erkundigt sich die App, ob wirklich eine Tasse untergestellt wurde.

Die App ist einfach zu benutzen, das Anpassen der Kaffeegetränke, etwa Temperatur, Kaffee-, Milch- oder Wassermenge sowie die Stärke des Getränks erfolgt über simple Schieberegler.

Besonders praktisch fanden wir aber die Programmierung eigener Getränke. Man startet entweder mit einer Vorlage oder einem neuen Getränk und kann die Parameter wie Stärke, Aroma, Wasser, Gesamtmenge oder Temperatur einstellen. Im Test kam jeder Nutzer mit der App relativ schnell zurecht. Das größte Problem war die Bluetooth-Verbindung, offenbar erlaubt die NICR 789 immer nur einen Nutzer auf einmal.

Da hilft es, dass sich die erstellten Mischungen mit Namen und Logo auf dem Vollautomaten speichern lassen und von dort aus auch ohne App abrufen. Über den Drehregler wählt man sie aus, drückt drauf und bekommt sein Getränk direkt zubereitet. Für uns war dies tatsächlich eins der Highlights im Vergleich zum „normalen” Vollautomaten in der Redaktion. Es gab kein Gestreite mehr darum, „wer jetzt schon wieder den Kaffee so stark/schwach eingestellt habe” und das Anpassen von Menge und Temperatur wurde ebenfalls gut aufgenommen.

Neben den Rezepten liefert die App Informationen rund um den Kaffee und hilft bei der Reinigung. Sie zeigt nicht nur den „Abnutzungsstatus“ der verschiedenen Komponenten an, sondern erlaubt auch die Einstellung des Kalkwertes. Dazu gibt es hilfreiche Erklärungen, wenn eine Reinigung vorgenommen wird.

Die Nivona möchte regelmäßig umsorgt werden. Wird der Milchschäumer zwei-, dreimal genutzt, würde die Maschine gerne den Aufschäumer spülen. Das System meldet regelmäßig einen Spülwunsch, dazu kommen die Entkalkungs- und Reinigungsdurchläufe. Letztere hängen von der Wasserhärte und der Nutzung ab, im Test war es grob geschätzt eine Reinigung nach rund vier bis sechs Wochen.

Die eigentlichen Spülvorgänge sind angenehm kurz. Das gilt gerade für den Milchaufschäumer. Der Schlauch wird dabei von der Milchkanne ab- und am Bodenblech der Maschine angesteckt. Anschließend lässt die Nivona heißes Wasser und Dampf durch den Aufschäumer und den Schlauch laufen. Das entfernt Milchrückstände und verhindert, dass der Milchschaum sauer schmeckt. Vorsicht, diese Reinigung ist ziemlich heiß, das wirkt sich auch auf das Abtropfblech aus. Mehrfach hatten im Test neugierige Redakteure ans Blech gefasst, um die Finger erschrocken zurückzuziehen.

Ein Nachteil hat diese häufige Reinigung allerdings. Der Auffangbehälter ist relativ schnell voll. Leider ist er für das häufige Saubermachen zu klein ausgelegt – entsprechend muss man oft zwischen Maschine und Spülbecken hantieren.

Sowohl der Reinigungsbehälter wie auch die Brühgruppe ist einfach zugänglich. Letztere erreicht man über ein abnehmbares Seitenteil. Für die Reinigung legt Nivona zwei Tabletten bei, diese werden auf Anweisung in den Schacht für Pulverkaffee gelegt.

Im Test hatten wir nach etwa drei Wochen ein Problem mit dem enorm harten Wasser der Region. Das zeigte sich darin, dass die Maschine einfach kein Wasser mehr ziehen konnte, es klang wie eine defekte Pumpe. Nach Rücksprache mit Nivona führten wir eine Entkalkung durch, obwohl dies laut der App noch nicht notwendig gewesen wäre. Mit einer kurzen Einwirkzeit hat sich die NICR 789 dann tatsächlich wieder erholt. Wer also besonders hartes Wasser hat, der sollte mehrere Entkalker auf Vorrat haben. Auch der Einbau des Wasserfilters kann sich lohnen. Im Test hielt dieser zwischen 4 bis 6 Wochen. Eine Alternative können normale Wasserfilter sein – wichtig ist nur, dass sie explizit auch Kalk herausfiltern.

Die Nivona Coffe Romatica 789 ist nicht smart. Viel besser, sie ist einfach programmierbar, ohne dass es einen Cloud-Zugang oder ähnliches braucht. Diesen Vorteil merkt man vor allem dann, wenn verschiedene Kaffeegeschmäcker aufeinandertreffen. Der eine Kollege mag es eher schwach, beim anderen muss man die Tasse gefühlt umdrehen können, ohne dass der Espresso heraustropft. Andere wiederum möchten gerne eine höhere Temperatur und wie viel Milch im Cappuccino sein muss, das ist sowieso eine Glaubensfrage.

Hier spielt die NICR 789 ihre Stärken voll aus. Jeder konnte sich sein Lieblingsgetränk hinterlegen, zumindest bis die fünf Speicherplätze voll waren. Wer viel mehr Nutzer hat, der sollte sich sowieso den Griff zu einer Profi-Maschine überlegen, die kleinen Vollautomaten sind eher auf den Bereich Familie/kleines Büro ausgelegt.

Etwas nervig war der Sauberkeitsfimmel der Maschine. Ja, das ist gerade im Büro wichtig (vor allem der gut gespülte Milchschlauch), aber dann wäre es gut, wenn der Auffangbehälter etwas größer wäre.

Insgesamt hinterlässt die Nivona NICR 789 einen guten Testeindruck.

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Huawei Watch GT im Test: Rekordverdächtige Akkulaufzeit

Die Smartwatch Huawei Watch GT überzeugt mit guter Ausstattung und langer Akkulaufzeit. Im Test erklären wir, warum man trotzdem Abstriche machen muss.

Die silberne Watch GT kommt ordentlich verpackt, mit einer magnetischen Ladeschale und einem USB-C-Kabel beim Kunden an. Das runde, von einer nicht drehbaren Lünette umschlossene, AMOLED-Display misst 1,39-Zoll. Der Durchmesser des Gehäuses liegt bei 46,5 Millimetern. Die Dicke der Uhr beträgt 10,5 Millimeter. Die Verarbeitung ist hochwertig und so finden sich weder scharfe Kanten noch irgendwelche unsauberen Materialübergänge.

Das Gehäuse besteht aus Edelstahl, lediglich die Rückseite ist aus Kunststoff gefertigt. Dort sitzen die Sensoren zur Herzfrequenzmessung und die beiden Ladekontakte. In der Ladestation verbaute Magnete halten die Uhr nicht nur fest und richten sie passend aus. Setzt man die Uhr auf, rastet sie regelrecht in der korrekten Position ein. Obwohl sich die Ladekontakte dann perfekt treffen, bleibt ein Nachteil gegenüber kabellosen Systemen: Sind die Kontaktflächen der Uhr verschmutzt, hilft auch die richtige Ausrichtung nicht weiter.

Zur Bedienung sind neben dem berührungsempfindlichen Display auch zwei Funktionstaster verbaut. Diese bestehen ebenfalls aus Metall und haben einen sauberen Druckpunkt. Für das Zifferblattdesign stehen seit dem neusten Softwareupdate insgesamt 13 Skins zur Verfügung. Diese reichen vom klassischen Analoguhrendesign bis hin zu sehr bunten Anzeigen für Tech-Fans.

Das Armband besteht zwar zum größten Teil aus Silikon, sieht dank der braunen Lederapplikation trotzdem hochwertig aus. Das Band mit einer Breite von 22-Millimetern trägt sich angenehm und sorgt für einen ausreichend sicheren Halt der 46 Gramm schweren Uhr. Das Armband verfügt über einen praktischen Schnellwechselverschluss, den wir bereits von anderen Smartwatches kennen. Entsprechend lassen sich andere Armbänder einfach an die Uhr bauen.

Für die Rechenleistung der Smartwatch sorgt ein ARM-Cortex-M4. Viele Details zu dem Prozessor finden wir nicht, in der Praxis ist die Leistung auf jeden Fall ausreichend, um einen flüssigen und ruckelfreien Betrieb zu gewährleisten. Das sehr helle AMOLED-Display hat eine Auflösung von 454 × 454 Pixeln. Das Ablesen bei direkter Sonneneinstrahlung ist kein Problem. In der Praxis war die Nutzung lediglich in der Nacht kritisch. Denn selbst auf niedrigster Helligkeitsstufe ist die Uhr noch sehr hell.

Der Akku der Watch GT hat eine Kapazität von 420 mAh und soll laut Huawei bis zu rekordverdächtigen 30 Tagen durchhalten. In der Praxis funktioniert das eigentlich nur, wenn die Uhr nicht genutzt wird. Aber selbst bei aktiver Bluetooth-Verbindung und dauerhafter Herzfrequenzmessung kommt die Uhr im Test auf gute zehn bis zwölf Tage Akkulaufzeit. Damit schlägt die Watch GT sogar die gute Leistung der Samsung Galaxy Watch (Testbericht). Wer die Uhr täglich zur Messung von Trainingseinheiten nutzt, dürfte auf ein paar Tage weniger kommen. Eine Woche lang, sollte die Uhr aber auch dann noch durchhalten. Ein Kritikpunkt vieler Smartphone-Hater geht somit auf jeden Fall verloren: Tägliches Aufladen der Uhr ist bei diesem Modell definitiv nicht notwendig.

Zur Kommunikation steht lediglich Bluetooth zur Verfügung. WLAN oder gar ein LTE-Modem sind nicht verbaut. Ein NFC-Modul ist anscheinend verbaut, derzeit gibt es allerdings keinerlei Anwendungen, die damit funktionieren. Für die möglichst präzise Positionsbestimmung kommen gleichzeitig GPS, Glonass und Galileo zum Einsatz. In der Praxis funktioniert das gut, zuverlässig und schnell.

Zur Messung der Herzfrequenz kommt der TruSee-3.0-Pulsmesser von Huawei zum Einsatz. Die Genauigkeit konnten wir wegen fehlender Vergleichsmöglichkeiten nicht testen, allerdings funktioniert die Messung zumindest zuverlässig. Selbst bei nicht extrem eng gestelltem Armband, gibt es keine Fehler bei der Messung des Pulses.

Zusätzlich sind Kompassmodul, Barometer, Gyroskop-, Beschleunigungs- und Lichtsensor verbaut. Die Uhr ist bis zu 5 ATM wasserdicht. Das bedeutet, dass sie auch beim Schwimmen bedenkenlos am Handgelenk bleiben kann.

In Sachen Software geht Huawei bei der Watch GT einen ganz eigenen Weg – abseits von Wear OS oder Tizen. Das Betriebssystem Lite OS ist sehr einfach gehalten und auf das Nötigste reduziert. Der Vorteil des Systems zeigt sich bei der guten Akkulaufzeit. Das abgespeckte Betriebssystem arbeitet sehr energiesparend.

Zur Verbindung mit dem Smartphone dient die App Huawei Health. Hier sind sowohl die aufgezeichneten Daten zu finden, als auch verschiedene Einstellungen zur Uhr. Updates der Watch GT werden ebenfalls per App auf die Uhr überspielt. Das dauert circa fünf Minuten und klappt im Test problemlos.

Die Bedienung der Smartwatch ist intuitiv. Alle vorhandenen Anwendungen laufen zuverlässig und flüssig. Lediglich mit trockenen Fingern, gibt es sporadisch leichte Probleme bei der Touchscreen-Bedienung – insbesondere beim Auf- und Abwärtsscrollen.

Die vorinstallierten Trainingsprogramme eigenen sich für Radfahrer, Jogger und Schwimmer. Wer die Outdoor-Programme nutzt, muss warten bis die Position ermittelt wurde. Das klappt im Test angenehm schnell und dauert selten länger als eine Minute.

Neben dem Wecker, Pulsmesser, Aktivitäts- und Sleeptracker ist auch eine Telefon-Suchen-Funktion vorhanden. Höhenmesser, Kompass, Wetterbericht und eine Stoppuhr stehen ebenfalls zur Verfügung. Nachrichten, beispielsweise von Skype, zeigt die Uhr zuverlässig an. Das war es dann aber auch mit den derzeit verfügbaren Anwendungen für die Uhr.

Für die Watch GT gibt es weder zusätzliche Skins, noch irgendwelche zusätzlichen Apps. Nachrichten, die auf dem Smartphone eingehen, zeigt die Uhr zwar an, das Antworten per Smartwatch klappt aber nicht. Telefonate abzulehnen funktioniert; Das Annehmen oder gar mit der Uhr telefonieren ist nicht möglich. Das Abspeichern von Musik funktioniert bei der Watch GT ebenfalls nicht. Ohne verbundenes Smartphone funktioniert auch der Wetterbericht nicht zuverlässig. Kurz und knapp, die Menge an Möglichkeiten ist im Vergleich zu anderen Smartwatches extrem eingeschränkt.

Neben der von uns getesteten, klassischen silbernen Variante bietet Huawei die Watch GT auch als Sportmodell an. Dieses unterscheidet sich allerdings lediglich durch die Farbe und das Armband, welches komplett aus Silikon besteht.

Im Vergleich zu anderen Smartwatches bietet die Watch GT nur eine stark eingeschränkte Oberfläche. Andererseits überzeugt sie mit einfacher Bedienung, einem gelungenen Design und einer super Akkulaufzeit. Letztlich ist sie eine Mischung aus echter Smartwatch und einer reinen Sport-Uhr.

Wer bisher mit einem Fitnessarmband oder noch mit einer klassischen Armbanduhr unterwegs ist, sollte sich die Watch GT unbedingt einmal genauer ansehen. Uns gefällt das Konzept, trotz der Einschränkungen.

Wer mit seiner Uhr deutlich mehr machen will, als nur das Sportprogramm zu tracken, sollte sich besser nach einer Alternative, wie beispielsweise der Galaxy Watch (Testbericht), umsehen. Der Akku der Samsung-Smartwatch hält zwar nur etwa fünf Tage lang, dafür bietet sie eine Menge Apps und unzählige Skins.

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