IT-Pionier Andy Rubin lässt nicht locker: Einem Medienbericht zufolge entwickelt der Android-Erfinder ein neues Smartphone und setzt dabei massiv auf künstliche Intelligenz. Mit einem ersten eigenen Handy, das vor etwa einem Jahr auf den Markt kam, war der Entwickler glücklos geblieben.
Das neue Smartphone, an dem Rubin mit seiner 2015 gegründeten Firma Essential Products arbeitet, soll insbesondere mit künstlich intelligenten Funktionen Nutzern stark unter die Arme greifen können. Laut dem Bericht soll die ausgeklügelte KI-Software das Mobilgerät befähigen, den Smartphone-Nutzer zu imitieren und etwa Nachrichten oder Emails einfach selbst zu beantworten.
Automatisch antworten, Termine vereinbaren
Gearbeitet werde auch daran, dass das Smartphone-System etwa automatisch Termine vereinbaren kann. Nutzer sollen Anwendungen in erster Linie über Sprachbefehle steuern. Entsprechend soll sich das Design des neuen Mobilgeräts deutlich von anderen Smartphones unterscheiden – unter anderem durch ein kleineres Display.
Das Unternehmen aus Palo Alto habe alle anderen Vorhaben pausiert, um sich auf die Entwicklung des Systems zu konzentrieren. Essentials hatte etwa einen smarten Lautsprecher geplant. Bei einem anderen neuen Smartphone, das bereits angekündigt worden war, hat Rubin im Mai dieses Jahres den Stecker gezogen.
Erstes Smartphone floppte
Der vormals bei Apple tätige Entwickler hat 2003 das Unternehmen Android gegründet, um auf Basis des Linux-Kernels ein offenes Betriebssystem für mobile Geräte zu entwickeln. Das kalifornische Tech-Unternehmen Google hat Android zwei Jahre später übernommen, Rubin blieb bis 2014 bei der Google-Tochter. Mittlerweile ist Android mit grossem Abstand das meistgenutzte Mobil-Betriebssystem der Welt.
Das Essential Phone PH-1 ist das erste Smartphone, mit dem sich Rubin am Markt versuchte. Es kam im September 2017 auf dem Markt, konnte sich aber nicht durchsetzen. Vor allem die schlechte Kamera und ein stolzer Preis werden als Grund für den Misserfolg gesehen.
Am 12. Juli lud Microsofts ID@Xbox-Programm in das neue Microsoft Office in München. Das Unternehmen präsentierte eine Reihe von Games, die als Teil des Indie-Programms bei Microsoft erschienen bzw. sich momentan in Entwicklung befinden.
Im Zuge des Events in München hatten wir die Möglichkeit, die unterschiedlichen Games anzuspielen und mit den Entwicklern über diese Projekte zu sprechen. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, welchen Aufwand ein solches Projekt bedeutet, wie kreativ und unterschiedlich oftmals die Herangehensweisen sind und natürlich mit welcher Leidenschaft die Beteiligten über ihre Arbeiten reden können.
Vigor Review im Video
Vigor ist zweifellos der bekannteste Titel, welcher im Zuge des ID@Xbox-Events in München vorgezeigt wurde. Bei den Entwicklern handelt es sich um Bohemia Interactive, die sich auf für das Game DayZ verantwortlich zeichnen. Vigor ist ebenfalls ein postapokalyptischer Survival-Shooter, welcher allerdings etwas am Erfolg der Battle Royale-Games Fortnite und PUBG mitnaschen will.
Im Prinzip ist Vigor auch eine Kombination aus PUBG und DayZ, womit auch das Game möglicherweise sogar für eine breitere Masse an Spielern interessant sein könnte. Während des Microsoft-Events konnten wir uns einen Eindruck vom Game machen, ausführlich mit den Entwicklern sprechen und einen Vorab-Key für die Beta erhalten.
Vigor: Story und Spielprinzip
Die Rahmenhandlung von Vigor ist ein postnuklearer Fallout nach dem Kalten Krieg. Das Game spielt im Jahr 1991 in Norwegen, wo die Überreste der Zivilisation ums Überleben kämpfen. Aktuell nur jeder gegen jeden.
Der Spieler hat die Aufgabe, den eigenen Unterschlupf wieder aufzubauen. Die dafür notwendigen Ressourcen erhalten Spieler im Survival-Modus, wo sie auf eine von in der Game-Preview sechs (später mehr) 1 x 1-Kilometer große Karten geworfen werden. Dort geht es darum gegen 8 bis 16 Spieler um die Ressourcen zu kämpfen und lebend aus der radioaktiven Karte zu verschwinden. Einmal während jedes etwa 20 minütigen Aufenthalts auf der Karte gibt es einen Airdrop, wo wertvolle Ressourcen an einem Ort in der Karte landen und von Spielern eingesammelt werden können.
Wer stirbt, verliert alle während dieses Aufenthalts im Survival-Modus gesammelten Ressourcen. Entsprechend vorsichtig müssen Spieler also vorgehen. Im Shelter seid ihr sicher, könnt den Unterschlupf über Upgrades aufbauen und auch Waffen sowie Munition aufrüsten bzw. selbst herstellen.
Vigor: Gameplay und erster Eindruck
Die ganze Action spielt sich logischerweise im Survival-Modus ab, wo Spieler auf der vergleichsweise kleinen Karte recht schnell Ressourcen finden. Je nach Risikobereitschaft kann man Häuser stürmen, sich schnell mit Waffen ausstatten und sich dann die Gegner vorknöpfen oder unbewaffnet schleichend durch die Wälder wandern, vorsichtig die Häuser plündern und versuchen, abzuhauen, ohne auch nur von einem einzigen Gegner bemerkt zu werden.
In der aktuellen Phase ist das Spiel natürlich noch recht unfertig und vor allem beim Öffnen von Türen und Aufnehmen von Objekten bemerkt man den fehlenden Feinschliff, zudem auch die Bewegungen noch etwas ruckhaft wirken. Monate vor der Fertigstellung des Games ist das aber gar nicht verwunderlich. Ich persönlich hoffe sehr, dass die Entwickler deutlich mehr Qualitätsarbeit investieren, um Qualitätsprobleme wie bei DayZ zu vermeiden.
Vigor: Warum Xbox und nicht PlayStation?
Bei Vigor handelt es sich um einen Xbox-Exklusivtitel, welcher als kostenpflichtige Founders-Edition im Laufe dieses Jahres erscheinen wird. Im nächsten Jahr wird das Game als Free-to-Play-Titel auf den Markt kommen.
Die Anwesenden von Bohemia Interactive haben Microsoft dabei als Partner im Gaming-Bereich mit höchsten Tönen gelobt. Das ID@Xbox-Programm sei für die Entwickler stets eine große Hilfe gewesen. Während die Entwickler auf der anderen Seite kein schlechtes Wort über Sony verlieren wollten, war ein entscheidender Grund für die Xbox-Exklusivität von Vigor die Tatsache, dass es ein Game Preview-Programm auf der Xbox gibt.
Vigor: Erhältlichkeit und Preis
Vigor ist ab sofort als Beta für Xbox Insider verfügbar und kann auf der Konsole über das Xbox Insider Hub bezogen werden. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate wird eine kostenpflichtige Founders Edition erscheinen, bei der es sich weiterhin um eine Game Preview handeln wird.
Der finale Release des Spiels wird im Laufe des Jahres 2019 stattfinden und dann wird Vigor als Free-to-Play-Game erscheinen. Die Käufer der Founders Edition werden dabei auf einige exklusive Inhalte zurückgreifen können.
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Die Entwickler des Google Chrome Browsers experimentieren mal wieder mit einer neuen Funktion. Da noch im experimentellen Stadium, ist die Funktion bislang auch nur in der Canary-Version von Chrome vorhanden und muss auch in dieser extra aktiviert werden. Neu ist die Anzeige von Bildern und Beschreibungen bei Vorschlägen, die angezeigt werden, wenn man Begriffe in die Adressleiste tippt.
Um das ganze selbst auszuprobieren, benötigt Ihr eben die Canary-Version von Chrome und müsst dann chrome://flags/#omnibox-rich-entity-suggestions noch aktivieren. Nach einem Neustart von Chrome sollte es dann wie auf dem Screenshot zu sehen ausschauen. Das kann durchaus nützlich sein, um schneller aus den Vorschlägen auswählen zu können.
-> Zum Beitrag Google Chrome: Canary versieht Vorschläge in der Adressleiste mit Bildern und Beschreibungen
Nachwuchs in Redmond: Microsoft spendiert seinem Windows-Convertibles Surface Book 2 einen grossen Bruder mit 15-Zoll-Display
Bislang war der Windows-Rechner nur mit einem 13,5-Zoll-Bildschirm verfügbar – zu klein für viele Business-orientierte Nutzer, die sich insbesondere für die Nutzung des Surface im Laptop-Modus einen grösseren Screen und damit ein grösseres und übersichtlicheres Arbeitsfeld gewünscht hatten.
Redmond reagiert auf Kundenwünsche
Mit dem 15-Zöller reagiert Microsoft nun auf die Kundenwünsche und verpasst dem Mobil-PC rund 20 Prozent mehr Bildschirmfläche. Aus technischer Sicht sind sonst nur leichte Veränderungen zum kleinen Bruder mit 13,5-Zoll-Display festzustellen. Das 15-Zoll-Surface verfügt so etwa über eine Nvidia GTX 1060 Grafikkarte und verbessert auch den Grafikspeicher von 2 auf maximal 6 GDDR5. Mit 1905 Gramm ist das neue Gerät auch etwas schwerer als die 13,5-Zoll-Variante.
Preislich jedoch sind deutliche Unterschiede zu spüren: Während das 13,5-Zoll-Modell schon ab Einstiegspreisen von 1750 Euro zu haben ist kostet die kleinste Ausführung des «Surface Book 2» mit 15-Zoll-Bildschirm, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, Intel-i7-Prozessor und SSD-Speicher mit 256 GB Volumen satte 2.800 Euro.
Die besser ausgestattete Version des 15-Zöllers mit 512 Gigabyte SSD-Speicher schlägt mit 3.300 Euro zu Buche; die Variante mit einem Terabyte SSD-Festspeicher kostet sogar 3.800 Euro.
Laut Hersteller soll das Surface Book 2 ab dem 15. Februar im europäischen Handel verfügbar sein. Seit November 2017 liefert Microsoft in Europa die kleinere Variante mit 13,5 Zoll aus. Das 15-Zoll-Gerät war bislang nur in den USA verfügbar.
«Convertibles» seztzen Tablet-Markt unter Druck
Die «Convertibles»-Computer wie das Surface sind eine Kombination aus Tablet und Laptop und erfreuen sich zunehmend grösserer Beliebtheit, was die gelenkigen Rechner insbesondere ihrer hohen Flexibilität und den 360-Grad-Scharnieren verdanken.
Während Tablets etwa äusserst praktisch sind um Filme zu schauen, Games zu zocken oder im Internet zu surfen, eignen sich die reinen Touchscreen-Gadgets kaum zum Arbeiten beziehungsweise Tippen oder bei komplexeren Aufgaben wie Tabellenkalkulation oder Bildbearbeitung.
Diese Lücke füllen die 2-in-1-Convertible-Geräte, die mit Touch-Displays und Tastatur ausgestattet sind und auch über deutlich mehr Rechenpower verfügen als reine Tablet-Computer. Microsoft will sich mit dem Surface gegen das MacBook Pro von Apple in Stellung bringen.
Die Popularität der Convertibles lässt sich auch an den Verkaufszahlen gegenüber den reinen Tablets ablesen – wie Studien der IT-Marktforscher von Gartner belegen kaufen die Hybrid-Gadgets den reinen Touchscreen-Flundern mehr und mehr den Schneid ab.
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Das Berliner Start-up-Unternehmen BuddyGuard hat mit seinem intelligenten Alarmsystem FLARE ein Produkt in petto, das übliche “dumme” Alarmanlagen durch seine zahlreichen Sensoren und Funktionen überflüssig machen soll. BuddyGuard startete eine Kickstarter-Kampagne und konnte mit FLARE als eines der ersten deutschen Unternehmen auf der Plattform anscheinend gut überzeugen. Ich habe mir das Diskusscheiben-große Gerät in den letzten Wochen mal ein wenig genauer anschauen dürfen und möchte euch an dieser Stelle meinen ersten Eindruck schildern und euch FLARE einfach mal ein wenig näher bringen.
FLARE ähnelt einem Ufo, welches senkrecht an der Wand mit Hilfe eines Magneten angebracht wird, welcher wiederum mit zwei Schrauben befestigt ist. Per Mikro-USB-Kabel wird das Gerät mit Strom versorgt, ein kleiner Li-Ionen-Akku versorgt FLARE für einen übersichtlichen Zeitraum mit Saft, sollte der Strom mal ausgefallen sein. Nach Rücksprache mit CEO Wouter Verhoog, was die Laufzeit dieses Akkus angeht, wies mich jener darauf hin, dass man doch besser das Kabel angeschlossen lassen sollte. Eine dauerhafte Akku-Lösung bei der man diesen nur ab und an mal laden muss, ist nach aktuellem Stand definitiv noch nicht möglich. Das ist aber auch kein Wunder, immerhin werkeln gerade in Abwesenheit des Besitzers zahlreiche Sensoren im Inneren des FLARE, um das Heim “smart” zu überwachen.
Das Gerät hält quasi Augen und Ohren während der Abwesenheit von Haus- oder Wohnungsbesitzern offen, um bei eventuellen Einbruchsversuchen umgehend reagieren zu können. Reagieren heißt hier nicht nur umgehend den Besitzer zu informieren und Alarm zu schlagen, durch sogenannte Add-Ons soll es sogar möglich sein, einen mit der Anlage verknüpften Sicherheitsdienst zu informieren, damit dieser weitere Schritte einleitet. Zu den einzelnen optionalen Erweiterungen komme ich aber ein wenig später zu sprechen..
Datenschutz:TLS/SSL-Datenübertragung, AES256 Video- und Audio-Verschlüsselung, biometrische Daten werden auf dem Gerät gespeichert
Speicher:kein interner Speicher, Cloud-Anbindung möglich gegen Gebühr
Maße: Durchmesser 165 mm, Tiefe 40 mm, Gewicht 350 Gramm
Die Montage ist wirklich einfach. Der Magnet muss im zu überwachenden Bereich so platziert werden, dass Nutzer des Systems diesem auf Augenhöhe entgegentreten können. Hierbei weist BuddyGuard auch darauf hin, dass man auf die Kinder im Haushalt achten soll. Logisch, aber wie soll man das Gerät für Erwachsene und Kinder gleichzeitig auf Augenhöhe montiert bekommen? Eben. Mein 5-Jähriger dürfte an dieser Stelle selbst mit einem Hocker noch Probleme haben, in das vom 1,89 m-großen Papa eingerichtete System schauen zu können. Wenigstens lässt sich dieses auch per Sprache steuern und räumt so eine Lösung für das Problem ein. Nun muss FLARE nur noch mit Strom versorgt werden und schon geht es an die Einrichtung.
Hierfür muss man sich, wie inzwischen von den meisten smarten Anlagen gewohnt, die entsprechende App für iOS oder Android herunterladen und installieren. Diese führt dann Schritt für Schritt durch die erste Einrichtung, bei der unter anderem ein Benutzerkonto eingerichtet werden muss und man FLARE mit seinem heimischen WLAN verbindet. Besonders gut gefällt mir an dieser Stelle die inzwischen deutsche Sprachführung über die Lautsprecher des Systems parallel zu den Anzeigen in der App.
Dies hilft vor allem bei den nächsten Schritten zum Anlegen diverser zutrittsberechtigter Personen für denselben Haushalt. Hier unterscheidet BuddyGuard in drei Gruppen: Residents, Friends und Guests.
Der Unterschied liegt logischerweise in den Berechtigungen der einzelnen Gruppen in Bezug auf das System. Aktuell lassen sich noch keine Gäste einrichten, dies wird dann vermutlich in einem kommenden Update nachgereicht. Der Sinn in den unterschiedlichen Gruppen liegt darin, dass das System laut Hersteller erkennt, wenn sich nicht berechtigte Personen innerhalb eurer vier Wände bewegen. Über diverse Authentifizierungs-Methoden kann FLARE dann quasi entschärft werden.
Gesichts- und Stimmerkennung erklären sich von selbst. Beim Geheimsatz verhält es sich so, dass man Personen, die dem Gerät „noch nicht vorgestellt wurden“, also kein Profil darin besitzen, einen Satz nennt, mit dem sie sich beim FLARE authentifizieren können. Handwerker beispielsweise oder die Schwiegereltern, die sich während eures Urlaubs um die Haustiere kümmern. Hier muss man natürlich für sich selbst abschätzen, wem man da ausreichend genug vertrauen kann. Richtet man die Authentifizierung per Geolocation ein, so prüft das System anhand der App, wo ihr euch gerade mit eurem Smartphone aufhaltet. Verlasst ihr also den sicheren Bereich des Systems, so schaltet sich dieses scharf. Kommt ihr dann anschließend nach Hause, deaktiviert sich FLARE selbstständig. Das klappt soweit alles ganz gut, heißt aber im Umkehrschluss auch, dass wenn ich bei den direkten Nachbarn zu Besuch bin, jeder Hansel bei mir einsteigen könnte, weil das System garantiert denkt, dass ich daheim bin.
Während meines Tests konnte ich alle Methoden ausprobieren und kann bestätigen, dass alles wie erwartet funktioniert. Leider auch die befürchtete Problematik beim Bestimmen der Geolocation. Diese muss ich ja aber nicht zwingend verwenden. Das System erkennt sowohl mich als auch meine Frau sehr schnell am Gesicht, unser Sohn muss allerdings per Stimme registriert werden. Er ist einfach zu klein, als dass er problemlos in den Sensor blicken könnte.
Ihn wiederum erkennt FLARE dann aber auch anhand seiner Stimme sehr schnell und weiß fortan, dass alle Bewohner des Hauses da sind. Schwiegereltern und Freunde müssten sich im Normalfall per Geheimsatz anmelden, allerdings könnt ihr gerne mal probieren, eben jene zu überzeugen, sich am System zu registrieren. Hier erwische ich mich schnell, wie ich FLARE bei Besuchen einfach komplett deaktiviere.
Die Erkennung von Geräuschen und Bewegungen klappt sehr gut, allerdings habe ich nach einer gewissen Zeit ein wenig an den Benachrichtigungen geschraubt, weil teils bereits Regen auf den Dachfenstern zu Meldungen geführt hat. FLARE lernt – so lässt es zumindest die App immer wieder verlauten – durchgehend dazu, sodass die Erkennungsrate immer genauer werden soll.
Der LED-Ring um das Gerät dient nicht nur zur Visualisierung seines Bereitschaftszustandes, sondern hilft beispielsweise auch während der Einrichtung der Gesichtserkennung durch das Anzeigen der Blickrichtung, in die der Kopf gedreht werden soll. Im Privacy-Modus wird die Linse in der Mitte wie ein Auge verschlossen, das Ganze erinnert ein wenig an Furby, falls ihn noch wer kennen sollte
Wird ein Alarm ausgelöst (lässt sich zur Not auch direkt aus der App heraus erledigen), dann ertönt eine bis zu 80 Dezibel laute Sirene. Im Test hatte ich schnell meine Nachbarn an der Tür, da diese den Alarm ausgesprochen gut wahrnehmen konnten. Punkt für FLARE. Die Lautstärke der Sirene kann man allerdings in der App auch herunter justieren, wenn man denn möchte.
Die optionalen Buddy-Funktionen
Zu den sogenannten Add-ons des FLARE zählen diverse Dienste, die die Sicherheit des Systems noch einmal erhöhen sollen. Dies umfasst BuddySIM, BuddyReact, BuddyCall und BuddyCloud. Sämtliche Dienste kosten allerdings jeweils eine zusätzliche Monatsgebühr von 5 €, BuddyReact sogar 15 €. Doch was bedeuten diese Funktionen?
BuddySIM
Sollte das heimische WLAN mal nicht erreichbar sein, weil der Router sich gerade verabschiedet hat oder euer Provider mit Problemen zu kämpfen hat, dann wäre FLARE nicht mehr erreichbar und kann euch so auch nicht mehr über eventuelle Ereignisse informieren. Im Gerät ist allerdings eine eigene 4G LTE-SIM integriert, die sich im Notfall mit jedem zur Verfügung stehenden mobilen Netz verbinden kann. BuddySIM kostet 5 € monatlich.
BuddyReact
BuddyReact streamt bei einem Einbruch sämtliches Audio- und Videomaterial an ein von BuddyGuard aufgestelltes Monitoring-Team, welches die Daten nutzt, um die Polizei zu informieren und auf den Weg zu schicken. Dieser Dienst steht aktuell ausschließlich in Deutschland zur Verfügung und kostet allein 15 € monatlich. Allerdings benötigt der Service auch eine aktivierte BuddySIM, also noch einmal 5 € monatlich obendrauf. Ob sich das rentiert, wenn ein Unternehmen die Polizei informiert, statt der Besitzer selbst, wenn er vom FLARE informiert wird? Muss sich zeigen, denke ich.
BuddyCall
Mit BuddyCall ruft euch das System auf einer hinterlegten Handynummer an und sendet ebenfalls eine SMS dorthin, sobald bei euch eingebrochen werden sollte. Hierfür verlangt BuddyGuard 5 € monatlich.
BuddyCloud
Leider ist einer der größten Nachteile vom Gerät, dass es keinen eigenen Speicher besitzt und demnach nichts lokal sichern kann, was das Gerät bei eventuellen Vorfällen alles aufzeichnet. Hier bietet BuddyGuard eine eigene Cloud-Lösung an, welche für 5 € monatlich bis zu 10 GB an Daten für euch sichern kann. Das Material wird dort für 90 Tage zwischengespeichert bis es gelöscht wird. Finde ich persönlich eine schlechte Lösung. Lokaler Speicher wäre eine Option oder aber zusätzlich die Möglichkeit, ein eigenes NAS zur Sicherung nutzen zu können.
Mein Fazit
Es ist zu merken, dass BuddyGuard wirklich viel Arbeit in sein Projekt gesteckt hat und auch weiterhin daran arbeitet. Während des Testzeitraums hatte ich immer wieder mal Kontakt mit CEO Wouter Verhoog, der mir umgehend alle anstehenden Fragen zum System beantwortet hat und mir ein paar Infos zukommen lassen konnte, wie es mit der Entwicklung weitergehe. So erfuhr ich unter anderem, dass es wohl ab Januar dann auch soweit sein soll, dass man dem Sicherheitskreis die Gruppe Gäste hinzufügen kann.
Die Idee von FLARE ist gut und wurde in den meisten Aspekten auch gut umgesetzt. Die Einrichtung erfolgt per App und Sprache, die App an sich ist selbsterklärend aufgebaut. FLARE hat mich und meine Family durchweg erkannt und sich entsprechend deaktiviert, wenn es so sein sollte. Meine Schwiegereltern konnten sich leider nicht mehr an den genauen Wortlaut des geheimen Satzes erinnern und hätten im „Ernstfall“ Alarm ausgelöst (der mit 80 dB echt ordentlich laut ist). Hier wäre es sinnvoller, solche Familienmitglieder etwas umständlich per Gesicht und Sprache zu registrieren.
Was mich ebenso stört, ist das andauernd sichtbare Kabel am Gerät. Ein Akku, der ausdauernder wäre und nur am Wochenende mal über Nacht geladen werden muss – das wäre mir persönlich lieber. Sind aber nur eigene Präferenzen. Die Add-ons, naja darüber lässt sich streiten. Ich vermute, dass nicht viele Kunden bereit sind, dafür monatliche Gebühren abzudrücken. Lokaler Speicher und eine durchgehend aktivierte SIM, das schaffen auch andere Unternehmen.
FLARE ist demnach noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen, funktioniert aber im bisherigen Zustand schon recht gut. Mal sehen, was sich hier in Sachen Firmware und App in Zukunft noch so tut.
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