Finanzausschuss lehnt Antrag auf Digitalsteuer für große Tech-Konzerne ab

Der Finanzausschuss des Bundestags hat einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen zur Einführung einer Digitalsteuer abgelehnt. Zustimmung kam lediglich von den Grünen selbst sowie der Linksfraktion. Der Antrag sah vor, große Digitalkonzerne mit einer zusätzlichen Steuer auf ihre in Deutschland erzielten digitalen Umsätze zu belegen. Betroffen wären Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro und einem Deutschland-Umsatz von mindestens 50 Millionen Euro gewesen. Vorgesehen war eine Steuer in Höhe von zehn Prozent auf die hierzulande erzielten digitalen Umsätze.

Zur Begründung verwiesen die Grünen auf die aus ihrer Sicht geringe effektive Steuerbelastung großer US-Technologiekonzerne wie Amazon, Apple, Alphabet, Microsoft und Meta. Laut Netzwerk Steuergerechtigkeit habe der effektive Steuersatz von Alphabet, Apple, Meta und Microsoft im Jahr 2024 lediglich 3,4 Prozent betragen. Nach Ansicht der Grünen habe sich die Situation zusätzlich verschärft, nachdem die USA von der globalen Mindeststeuer ausgenommen worden seien.

Die CDU/CSU verwies in der Ausschusssitzung darauf, dass der Koalitionsvertrag zwar die Prüfung einer Digitalabgabe vorsieht, eine Digitalsteuer jedoch aus verfassungs- und europarechtlichen Gründen kritisch gesehen werde. Zudem stelle sich die Frage, ob am Ende tatsächlich die großen Plattformbetreiber oder vielmehr deren Kunden die zusätzlichen Kosten tragen würden.

Die Linke sprach sich, wie erwähnt, für eine Digitalsteuer aus, ging aber noch einen Schritt weiter. Nach ihrer Vorstellung sollte die Steuer bereits für Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz ab 250 Millionen Euro gelten. Aus ihrer Sicht besteht aufgrund der niedrigen effektiven Steuerbelastung großer Digitalkonzerne seit Jahren erheblicher Handlungsbedarf.

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Invincible: Amazon Prime Video bestätigt Season 6

In diesem Jahr startete Staffel 4 der Animationsserie „Invincible“. Die erfolgreiche Serie von Amazon Prime Video basiert auf den gleichnamigen Comics von Robert Kirkman („The Walking Dead“). Staffel 5 wurde ohnehin bereits vor dem Start der vierten Runde genehmigt, doch jetzt geht Amazon noch einen Schritt weiter. So hat man bereits eine Season 6 bestellt.

Obendrein hat man schon eine kleine Neuigkeit zur Originalbesetzung zu verkünden. Denn bereits ab Staffel 5 werden wir die Stimme von Jack Quaid, euch sicherlich bekannt als Hewie aus „The Boys“, hören. Quaid, der auch schon als Sprecher in „Star Trek: Lower Decks“ mitgewirkt hat, wird dem Charakter Gravitator/Chris seine Stimme leihen.

Einen Starttermin für die 5. oder gar 6. Staffel von „Invincible“ gibt es bedauerlicherweise noch nicht (via Deadline). Ich rechne damit, dass die nächsten Episoden im Verlauf des Jahres 2027 ihren Einstand geben werden. Aufgrund der Dauer des Animationsverfahrens werden sie stets mit einigem Vorlauf produziert. Deswegen hat Amazon sicherlich auch Season 6 relativ früh den Daumen nach oben gegeben, damit keine zu große zeitliche Lücke entsteht.

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OpenAI zeigt mit Broadcom den KI-Chip „Jalapeño“ für LLM-Inferenz

OpenAI baut seine Infrastruktur weiter aus und hat gemeinsam mit Broadcom den ersten eigenen KI-Beschleuniger vorgestellt. Der Chip trägt den Namen Jalapeño und ist speziell für die Inferenz großer Sprachmodelle (LLMs) entwickelt worden. Nach Angaben der Unternehmen handelt es sich um den ersten Baustein einer mehrjährigen Plattform, die KI-Anwendungen schneller, effizienter und günstiger machen soll. Erste Systeme sollen Ende 2026 in Rechenzentren zum Einsatz kommen.

Im Gegensatz zu universellen KI-Beschleunigern wurde Jalapeño laut OpenAI von Grund auf für LLM-Inferenz entwickelt. Dabei flossen Erfahrungen aus ChatGPT, Codex, der API und künftigen KI-Produkten direkt in die Architektur ein. Ziel sei eine hohe Auslastung der Hardware bei gleichzeitig geringer Latenz. OpenAI spricht außerdem von einer deutlich besseren Leistung pro Watt im Vergleich zum aktuellen Stand der Technik. Unabhängige Leistungsdaten oder Benchmarks liegen allerdings noch nicht vor. Ein technischer Bericht soll in den kommenden Monaten folgen.

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#DealMonitor – Stark erhält 500 Millionen – Finn sammelt 140 Millionen ein

#DealMonitor

#DealMonitor DefenseTech-Unicorn Stark erhält 500 Millionen Auto-Abo-Grownup Finn sammelt 140 Millionen ein – und wird ein Unicorn KI-Startup Ora Computing sammelt 3,5 Millionen ein Robotik-Startup Innok Robotics erhält 3,3 Millionen

Stark erhält 500 Millionen – Finn sammelt 140 Millionen ein

Mittwoch, 24. Juni 2026VonTeam

Im #DealMonitor für den 24. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND

Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

INVESTMENTS

Stark

Der amerikanische Geldgeber Sequoia Capital, Nato Innovation Fund (NIF), Project A Ventures, Air Street Capital, 201 Ventures, Advent und Döpfner Capital investieren 500 Millionen Euro in Stark. Das junge Berliner DefenseTech, 2024 vom Quantum Systems-Gründer Florian Seibel und Sven Kruck gegründet, setzt unter anderem auf Kampfdrohnen (Loitering Munition System). Im Zuge der Investmentrunde wird das Unternehmen mit mehr als 3,2 Milliarden Euro (zuvor 1 Milliarde) bewertet – wie das Handelsblatt berichtet. Das frische Kapital soll insbesondere in die Forschung fließen. Seit der Gründung sammelte das Unternehmen bereits rund 640 Millionen ein. Mehr über Stark

Finn

Der kanadische Geldgeber Portage, Planet First Partners, Korelya Capital, White Star Capital, HV Capital, Picus Capital, SevenVentures, BC Partners Credit und Runway Growth Capital investieren 140 Millionen Euro (darunter 40 Millionen Fremdkapital) in FINN. Im Zuge der Investmentrunde wird das Unternehmen mit rund 1 Milliarde Euro bewertet und steigt somit zum Unicorn auf. Das Münchner Grownup, 2019 von Max-Josef Meier (nicht mehr an Bord) und Maximilian Wühr gegründet, setzt auf Auto-Abos. Nach eigenen Angaben verfügt das Unternehmen derzeit über „mehr als 50.000 FINN Abos“. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) liegt bei „über 300 Millionen Euro“. Das Unternehmen sammelte in den vergangenen Jahren bereits rund 250 Millionen Eigenkapital ein – unter anderem von Picus Capital, HV Capital, UVC Partners und Heartcore Capital. Hinzu kommt Fremdkapital in Milliardenhöhe. Mehr über Finn

Ora Computing

Der Schweizer Early-Stage-Investor Constructor Capital, Greencode Ventures aus Helsinki und XISTA Science Ventures investieren 3,5 Millionen Euro in Ora Computing. Das Wiener Startup, von Stefan Sack und Raimel Medina gegründet, entwickelt eine Technologie zur Komprimierung von KI-Modellen. Die Lösung soll den Einsatz großer Sprachmodelle in der Cloud und auf Edge-Geräten effizienter machen, indem sie Speicherbedarf und Rechenaufwand reduziert. Mehr über Ora Computing

Innok Robotics

 Das Privatinvestoren-Netzwerk Companisto, Prolimity Capital Partners und Co. investieren 3,3 Millionen Euro in Innok Robotics. Die Firma aus Regenstauf, 2012 von Alwin Heerklotz gegründet, setzt auf „voll integrierte AMR-Systeme, die sowohl Software als auch Fahrzeug-Hardware sowie modernste 2D- und 3D-Sensorik auf Basis Künstlicher Intelligenz umfassen“. Mit dem frischen Kapital möchte das Team „seine Skalierung weiter aggressiv vorantreiben“. Companisto, Prolimity Capital Partners und der Unternehmer Heinz Ferchau, Gründer von Ferchau Engineering, investierten zuvor bereits rund 7 Millionen in das Unternehmen. Prolimity hielt zuletzt rund 45 % an Innok. Mehr über Innok Robotics

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Foto (oben): azrael74

Home Assistant: Neuer Matter-Server setzt auf matter.js

Home Assistant bekommt mit der Matter Server App 9.0 einen größeren Umbau unter der Haube. Der bisherige Python-basierte Server wird durch eine neue Umsetzung auf Basis von matter.js ersetzt, einer Open-Source-Implementierung des Matter-Standards in TypeScript. Für Nutzer soll der Wechsel weitgehend unspektakulär laufen. Update einspielen und beim ersten Start werden die vorhandenen Daten automatisch migriert.

Praktisch relevant sind vor allem schnellere Starts, flottere Wiederverbindungen von Geräten und zuverlässigere OTA-Updates. Zudem unterstützt Home Assistant nun Matter 1.5.1, Matter 1.6 soll folgen. Zusammen mit der aktualisierten OpenThread-Border-Router-App für Thread 1.4 dürfte das Ganze besonders für Thread-Setups interessant sein.

Neu ist auch eine Visualisierung für Thread- und WLAN-Netzwerke in der Web-Oberfläche des Matter-Servers. Geräte werden als Knoten angezeigt, Verbindungsqualität farblich markiert, Border Router nach Möglichkeit ebenfalls eingeblendet. Das kann bei hakeligen Matter-/Thread-Installationen im Alltag ziemlich praktisch sein.

Einen kleinen Haken gibt es aber. Strenger wird die Einrichtung unsignierter beziehungsweise nicht zertifizierter Geräte mit offiziellen Testzertifikaten.

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