Neues Futter für das Apple Home: Neuer Apple TV und HomePod mini stehen in den Startlöchern




Bei Apple liegen offenbar neue Hardware-Modelle für das Wohnzimmer bereits seit geraumer Zeit in der Schublade. Sowohl der neue Apple TV als auch ein aufgefrischter HomePod mini sollen hardwareseitig längst fertiggestellt sein und in Cupertino von Mitarbeitern intern getestet werden. Dass die Geräte bisher nicht im Laden stehen, liegt wohl primär an der Software. Apple hat die Veröffentlichung zurückgehalten, um den Marktstart mit den neuen Funktionen von Apple Intelligence und der verbesserten Siri-Version zu verknüpfen. Da diese Software-Updates nach diversen Verzögerungen nun für diesen Herbst geplant sind, dürfte die Hardware zeitnah folgen, so der aktuelle Bericht von Bloomberg.

Wer beim Apple TV auf ein komplett neues Design hofft, wird enttäuscht. Die Box behält die Optik bei, die im Kern seit 2010 besteht. Der Fokus liegt unter der Haube auf einem neuen Chip, da das aktuelle Modell von 2022 mit dem A15-Prozessor im Vergleich zu moderner Technik langsamer agiert. Eventuell spendiert Apple der Fernbedienung eine kleine Überarbeitung, wobei unklar bleibt, ob sich dies äußerlich bemerkbar macht oder nur das Innenleben betrifft.

Der HomePod mini mit dem Codenamen B525 erfährt eine ähnliche Behandlung. Hier ist der Wechsel des Prozessors die wichtigste Neuerung, da der bisherige S5-Chip mittlerweile sieben Jahre auf dem Buckel hat und für die kommenden KI-Funktionen schlicht zu schwach ist. Apple scheint die Heimelektronik zuletzt etwas stiefmütterlich behandelt zu haben, während die Entwicklung eines Smart-Home-Hubs mit Display und Gesichtserkennung weiterhin andauert und auf sich warten lässt.

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EU-Automarkt: Elektroautos legen kräftig zu

Autobahn / Symbolbild

Der europäische Automarkt zeigt sich im bisherigen Jahresverlauf trotz politischer Unruhen stabil. Die Neuzulassungen kletterten laut Branchenverband ACEA (Verband der europäischen Automobilhersteller) bis April 2026 um 4,2 Prozent nach oben. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch das anhaltende Interesse an elektrifizierten Antrieben, wobei neue Steuererleichterungen und Förderprogramme in den großen EU-Staaten den Verkauf ankurbeln.

Mittlerweile kommen reine Elektroautos auf einen Marktanteil von 19,7 Prozent, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus bedeutet. Insgesamt wurden in den ersten vier Monaten 746.899 Batteriefahrzeuge zugelassen. Besonders in Italien, Frankreich und Deutschland brummt das Geschäft mit Zuwachsraten zwischen 41 und 73 Prozent. Hybride ohne Stecker bleiben mit 38,2 Prozent Marktanteil die beliebteste Wahl der Käufer, während Plug-in-Hybride bei 9,6 Prozent liegen.

Klassische Verbrenner verlieren dagegen weiter an Boden. Die Neuzulassungen von Benzinern sackten um fast 18 Prozent ab. In Frankreich war der Rückgang mit über 36 Prozent massiv, aber auch in Deutschland und Spanien geht es zweistellig bergab. Der Marktanteil von Benzinern liegt nur noch bei 22,5 Prozent. Diesel spielen mit 7,7 Prozent fast gar keine Rolle mehr, der Abwärtstrend setzt sich dort ungebremst fort. Zusammen kommen Diesel und Benziner lediglich noch auf 30,2 Prozent am Gesamtmarkt.

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Turtle Beach Stealth Pro II: Gaming-Headset mit ANC und Dolby Atmos im Test

Wie die Zeit vergeht: Das Gaming-Headset Turtle Beach Stealth Pro habe ich bereits 2023 für euch getestet. 2026 hat der Hersteller mit dem passend betitelten Stealth Pro II ein Nachfolgemodell veröffentlicht. Inzwischen sind die Ansprüche im Bereich der Premium-Headsets, so wie die Preise, deutlich gestiegen. Wie schlägt sich die neue Lösung für PC, Konsolen und mobile Endgeräte also?

Im direkten Vergleich mit der 1. Generation gibt es beim Turtle Beach Stealth Pro II einige Verbesserungen. So setzt der Hersteller größere Audiotreiber mit 60 statt 50 mm. Obendrein verwendet man eine verbesserte, adaptive Geräuschunterdrückung. Neu ist auch die offizielle Unterstützung für Dolby Atmos. Gleich geblieben ist z. B., dass sowohl 2,4 GHz als auch Bluetooth parallel für kabellose Verbindungen nutzbar sind.

Technische Eckdaten des Turtle Beach Stealth Pro II

Kategorie Details
Kompatibilität Xbox Series X|S, Xbox One, PlayStation 4 & 5, PC (Windows 10 ), Bluetooth-Geräte
Konnektivität 2,4-GHz-Wireless Bluetooth 5.3 (gleichzeitig nutzbar)
Lautsprecher 60-mm-Eclipse-Dual-Treiber
Frequenzgang 10 Hz – 40 kHz
Mikrofon Abnehmbares 9-mm-Unidirektional-Mikrofon mit Flip-to-Mute integrierte Beamforming-Mikrofone
Noise Cancelling Adaptive Active Noise Cancellation (bis zu 25 dB)
Audio-Features Dolby Atmos (Xbox/PC), Hi-Res 24 Bit/96 kHz (PC), Superhuman Hearing, EQ-Anpassung via Swarm-II-App
Akkulaufzeit 2 austauschbare Akkus, je bis zu 40 Stunden; Ladestation inklusive
Material / Komfort Memory-Foam-Ohrpolster mit Sportstoff, ProSpecs-Brillenaussparung, Aluminium-Design
Gewicht 393 g (mit Mikrofon) / 382 g (ohne Mikrofon)
Lieferumfang Headset, CrossPlay-2.0-USB-Sender, Senderstation, 2 Akkus, USB-A-zu-USB-C-Kabel, Hardcase

329,99 Euro hat das Turtle Beach Stealth Pro 2023 zum Launch gekostet. Das Nachfolgemodell liegt 2026 bei 349,99 Euro, sodass der Preis moderat angestiegen ist. Obacht: Der Hersteller bietet erneut separate Versionen für die PlayStation und Xbox an. Der Unterschied liegt aber nicht nur im Branding: Die PlayStation-Variante des Gaming-Headsets ist ausdrücklich nicht zu Xbox-Konsolen kompatibel. Umgekehrt funktioniert die Xbox-Version jedoch an PlayStation-Konsolen. Wer also die volle Kompatibilität anstrebt, kauft sich lieber die Xbox-Variante.

Ausstattung und Design

Grundsätzlich gibt es das Turtle Beach Stealth II Pro in den Farbvarianten Schwarz und Weiß. Zum Testen hat mir die weiße Variante vorgelegen. Neu ist bei dieser Generation, dass auch die Zertifizierung für Hi-Res Audio Wireless vorliegt. Denn das Gaming-Headset unterstützt via Bluetooth nicht nur SBC und AAC, sondern auch die höherwertigen Codecs LDAC und LC3 . Das wird für diejenigen relevant sein, welche dieses Modell auch zum Musikhören einsetzen möchten. Für den verzögerungsarmen Betrieb an Gaming-PCs liegt auch ein Dongle mit 2,4 GHz bei.

Für die aktive Rauschunterdrückung sind vier Mikrofone integriert. Dazu gibt es einen abnehmbaren Mikrofonarm für Voice-Chats. Ähnlich wie beim SteelSeries Arctis Nova Pro Omni liegen auch beim Turtle Beach Stealth Pro II ab Werk direkt zwei Akkus bei. Diese könnt ihr selbst wechseln, sodass stets ein Akku in der mitgelieferten Ladestation aufgeladen werden kann, während der andere das Gaming-Headset mit Strom versorgt. Beide Akkus sollen den Kopfhörern jeweils bis zu 40 Stunden Laufzeit ermöglichen.

Das Turtle Beach Stealth Pro II nutzt eine Basis-Konstruktion aus robustem Aluminium sowie Ohrmuscheln aus Memoryschaum sowie einen Kopfbügel mit einer Netzgewebe-Aufhängung. Das soll für mehr Luftdurchlässigkeit und weniger Schwitzen sorgen. Parallel verspricht der Hersteller höheren Tragekomfort als beim Vorgängermodell. Die Steuerung der einzelnen Funktionen läuft erneut über die Begleit-App Swarm II ab. Diese bietet euch etwa einen Equalizer, die ANC-Regelung und weitere Voreinstellungen bzw. Klangprofile an, um z. B. Stimmen hervorzuheben.

Am Lieferumfang und der Verarbeitung des Turtle Beach Stealth Pro II gibt es aus meiner Sicht wenig auszusetzen. Es fehlt zwar eine Bedienstation wie beim bereits erwähnten direkten Konkurrenzmodell SteelSeries Arctis Nova Pro Omni, dafür ist aber die Verarbeitung und Materialwahl des Headsets hochwertiger. Wo das Modell von SteelSeries ein Plastikbomber ist, setzt Turtle Beach im selben Preissegment Metall ein. Dazu kommt, dass SteelSeries seinem Pendant nur eine lose Stofftasche beilegt, während beim Stealth Pro II ein wesentlich stabileres Hardcase vorhanden ist.

Praxistest des Turtle Beach Stealth Pro II

Bei der Verarbeitung ist das Turtle Beach Stealth Pro II, wie soeben angesprochen, dem SteelSeries Arctis Nova Pro Omni eindeutig überlegen. Bedauerlicherweise kann ich das aber nicht vom Tragekomfort sagen. Formal sind beide Headsets zwar aus Gramm genau gleich schwer, doch das Stealth Pro II wirkt bei längeren Sessions subjektiv schwerer. Da hat SteelSeries offenbar das Gewicht besser verteilt bzw. bei der Polsterung die Nase vorn. Dies könnte am recht dünnen Netzgewebe an der Oberseite liegen. Nach ein paar Stunden Zocken war ich dann jedenfalls froh, das Gaming-Headset doch für eine kurze Pause abzunehmen.

Die Bedienung wiederum gefällt mir sehr gut. Am Headset sitzen gleich drei Lautstärkeräder für den allgemeinen Gaming-Pegel (2,4 GHz), den Voice-Chat sowie die Bluetooth-Zuspieler. Sehr praktisch, so könnt ihr euch auch ohne die App eine saubere Abmischung basteln. Dazu gibt es noch eine Taste zur ANC-Steuerung, einen Button zum Wechseln zwischen unterschiedlichen Verbindungen, eine Pairing-Taste sowie den Powerbutton, der auch den Modus „SuperHuman Hearing“ steuert. Das ist ein Modus, welcher einige Klangobjekte wie Schritte oder Schüsse besonders hervorhebt, damit ihr z. B. Gegner aus der Ferne besonders schnell kommen hört.

Meiner Erfahrung nach funktioniert SuperHuman Hearing je nach Spiel mal mehr, mal weniger gut. Denn das hängt stark von den verwendeten Soundeffekten sowie der Abmischung der Games ab. Ohnehin ist dies eher ein Gimmick für Multiplayer-Titel. Konfigurieren könnt ihr die Funktion über die bereits erwähnte Begleit-Software Swarm II. Diese ist recht überladen, was irgendwie bei allen Headset-Herstellern zum guten Ton zu gehören scheint. Loben möchte ich aber, dass man zur Nutzung kein spezielles Konto benötigt. In der Anwendung warten unter anderem auch ein 10-Band-Equalizer zur Klanganpassung, mehrere Presets für Kopfhörer und Mikrofone, die ANC-Steuerung und mehr auf euch.

Die gleichzeitige Nutzung von Audio via 2,4 GHz und Bluetooth ist tatsächlich sehr praktisch. Trudelt also ein Anruf am Smartphone ein, bekommt man das auch dann mit, wenn man gerade beim Zocken ist und sich via ANC von der sonstigen Geräuschkulisse abgeschottet hat. Toll gelöst: Die Audioqualität leidet nicht, wenn ihr Bluetooth und 2,4 GHz gleichzeitig nutzt. Dabei liegen eigentlich zwei 2,4-GHz-Dongles bei: Denn neben dem kleinen USB-Anstecker dient auch die Ladestation als Übertragungsgerät. Das Turtle Beach Stealth Pro II kann sich bis zu vier 2,4-GHz-Verbindungen „merken“. Ihr könnt also sogar noch zwei weitere Dongles zum Wechseln nutzen, wenn ihr diese nachkaufen mögt.

Mit einer Akkuladung kommt das Turtle Beach Stealth Pro II tatsächlich gut 40 Stunden hin – dann müsst ihr den Akku wechseln. Da zwei Akkus dabei sind, bleibt ihr nie lange ohne Sound. Allerdings könnt ihr das nicht im Hot-Swap-Verfahren erledigen, das Gaming-Headset schaltet sich also kurz ab. Im Übrigen sitzt auch am Kopfhörer ein USB-C-Anschluss, falls ihr den Akku nicht über das Dock laden könnt oder wollt. Die aktive Geräuschunterdrückung ist dabei ein netter Bonus und auf dem Niveau der Konkurrenz – kann aber nicht mit reinen Kopfhörern von Bose, Sony oder auch nur soundcore mithalten.

So funktioniert ANC in Innenräumen oder beim Pendeln ganz gut, kann also etwa Motorengeräusche solide ausblenden. Schwierigkeiten gibt es aber z. B. mit Windgeräuschen, die kaum in der Lautstärke reduziert werden. Über die Taste am Headset könnt ihr im Übrigen zwischen dem ANC- und Transparenzmodus wechseln. Was leider nicht geht, ist, darüber in den Standard-Modus ohne die beiden Features zu wechseln. Dafür müsst ihr die App starten.

Sound und Telefonate

Aber wie klingt das Turtle Beach Stealth Pro II denn nun? Nun, lasst euch nicht zu sehr von den großen 60-mm-Treibern blenden. Größer heißt hier nicht unbedingt in allen Belangen besser. Was mir gut gefallen hat, ist die breite Bühne, die es in Spielen tatsächlich erleichtert, Geräuschquellen gut zuzuordnen – auch ganz ohne Dolby Atmos, das primär den Sound noch etwas auflockert. Stimmen klingen dafür manchmal etwas muffig, was man allerdings über Swarm II mit individuellen Klanganpassungen beheben kann. Der Tieftonbereich ist wiederum ziemlich wuchtig bzw. sogar überengagiert. Da wirkt mancher Faustschlag sozusagen direkt wie eine Explosion. Besser, man zähmt die Bässe also etwas.

Was beim Gaming in Ordnung ist, gilt doppelt für die Musikwiedergabe: Ab Werk klingen gerade melodiebetonte Genres, die eigentlich starke Mitten benötigen, etwa Singer/Songwriter, Folk oder Rock eher dumpf. Da muss man also kräftig über die Equalizer ran. Selbiges gilt auch für Filme, wo es wohl am schwierigsten ist, aus dem Turtle Beach Stealth Pro II zufriedenstellenden Klang herauszuholen, weil gerade Musik und Dialoge die Schwächen der Kopfhörer sind.

Und das Mikrofon? Dieses hakt sich spannenderweise nicht wie bei anderen Gaming-Headsets über einen 3,5-mm-Anschluss ein, sondern über einen USB-Anschluss. Hier beweist das Turtle Beach Stealth Pro II große Stärken. So liefert das Mikrofon auch ohne die elektronische Rauschunterdrückung hervorragenden Klang. Meine Gesprächspartner bemerkten jedenfalls, dass der Klang den zuvor von mir getesteten SteelSeries-Modellen klar überlegen sei. Das hat mich ehrlich gesagt überrascht. Nachvollziehen kann ich das anhand eigener Audioaufnahmen, denn Stimmen hören sich tatsächlich natürlicher und weniger totgefiltert an.

Mein Fazit zum Turtle Beach Stealth Pro II

Das Turtle Beach Stealth Pro II konkurriert im Grunde direkt mit dem 50 Euro teureren SteelSeries Arctis Nova Pro Omni. Beide Modelle haben eigene Vor- und Nachteile. Der Tragekomfort ist beim Modell von SteelSeries klar überlegen, während das Gaming-Headset von Turtle Beach beim Mikro auftrumpft und hochwertiger verarbeitet ist. Beim Sound haben die beiden Modelle eigene Stärken und Schwächen, während ANC in etwa ebenbürtig ist.

Für sich genommen ist das Turtle Beach Stealth Pro II ein vielseitiges Gaming-Headset, das mit seinen beiden Akkus im Lieferumfang, der Zertifizierung für Hi-Res Audio Wireless und Dolby Atmos einiges in die Waagschale wirft. Als Allround-Kopfhörer eignet sich aber auch dieses Modell nicht, denn da gibt es schlichtweg bessere Kopfhörer von Bose, Sony, beyerdynamic und Co. für geringere oder ähnliche Preise.

Mit allem Drum und Dran ist das Turtle Beach Pro II jedoch ein wirklich gutes Gaming-Headset, dessen Nutzung mir besonders in Actionspielen dank seines Wumms und der breiten Klangbühne viel Spaß gemacht hat.

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Wube beendet aktive Factorio-Entwicklung und schaut nach vorne




Wube macht bei Factorio nach Update 2.1 den Deckel auf die aktive Gameplay-Entwicklung. Keine Sorge: Das Spiel wird nicht einfach in die Ecke gestellt. Künftig geht es aber eher um langfristigen Support, also Fehlerbehebungen, Kompatibilitätsupdates und darum, sinnvolle Funktionen aus Mods sauber ins Spiel zu holen.

Die Entwickler schreiben, man habe einen guten Zeitpunkt erreicht, um die aktive Gameplay-Entwicklung abzuschließen. Das sieht man auch schon an Version 2.1. Da wird nicht mehr das große Content-Fass aufgemacht. Keine neuen Planeten, keine neuen Gegner, kein „Factorio: Jetzt erst recht“-DLC durch die Hintertür. Stattdessen wird an der Bedienung geschraubt, es gibt Bugfixes und Verbesserungen für die Modding-Ecke. Gerade bei Factorio ist das durchaus sinnvoll, denn die Community hat das Spiel über Jahre ordentlich mitgetragen.

Geplant ist, Update 2.1 Ende Juni als experimentelle Version zu veröffentlichen. Heißt: Das Update ist zwar verfügbar, ihr müsst euch aber bewusst dafür entscheiden oder die experimentelle Version über die Webseite herunterladen. Wube will diesen Status über den Sommer beibehalten, damit Mod-Entwickler genug Zeit bekommen, ihre Sachen anzupassen. Klingt unspektakulär, ist für ein Spiel mit so einer Mod-Landschaft aber vermutlich der vernünftigere Weg.

Spannend ist auch der Blick nach vorne. Wube arbeitet bereits an neuen Projekten, hält sich dazu aber noch bedeckt. Man spricht lediglich davon, dass einige Teammitglieder weniger stark an Fehlerbehebungen und Factorio beteiligt sein könnten, weil sie Zeit in andere Spielprototypen und Experimente stecken.

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DJI Osmo Pocket 4: Mini-Gimbal-Kamera mit Tracking-Funktionen ausprobiert

DJI hat mit der Osmo Pocket 4 seine Mini-Gimbalkamera jüngst überarbeitet. Man hat hier eher konsequent weiterentwickelt. So bleibt das gewohnte Grundkonzept sowie diverse Spezifikationen recht ähnlich zum Vorgänger-Modell. Für viele ist die Smartphone-Kamera inzwischen die Kamera der Wahl. Trotzdem und vor allem aufgrund der Gimbal- und Tracking-Funktionen habe ich in den vergangenen Wochen dennoch mal einen ausführlichen Blick auf die Pocket 4 geworfen. Im Drohnenbereich begleitet mich seit einigen Jahren eine DJI Mini 3 Pro.

Vorab ein kurzer Einwurf zu den (wichtigsten) technischen Daten. Herzstück der Osmo Pocket 4 ist weiterhin ein 1-Zoll-CMOS-Sensor. Zusammen mit einer f/2,0-Blende soll dieser auch ordentliche Low-Light-Aufnahmen erlauben. DJI wirbt mit bis zu 14 Blendenstufen Dynamikumfang und 10-Bit D-Log. 4K mit 240 fps für Zeitlupe seien möglich, reguläre 4K-Aufnahmen erfolgen mit bis zu 60 FPS. Beim Tracking setzt man auf ActiveTrack 7.0, um Motive auch mit Zoom zu verfolgen. Ebenfalls sei eine Gestensteuerung möglich. Die Pocket kommt jetzt mit einem internen Speicher von 107 GB, die Datenübertragung soll mit bis zu 800 MB/s erfolgen.

Für meinen Testbericht liegt mir die Creator Combo mit diversem Extra-Zubehör vor. Da sich die Combo-Versionen nur durch das Zubehör unterscheiden, sind die meisten Eindrücke auch auf die Essential Combo übertragbar.

Ausgepackt, angefasst & eingerichtet

Die Abmaße der DJI Pocket 4 sind durchaus kompakt. Auf die Waage bringt die Gimbal-Kamera 190 Gramm. Der Unterschied zu den knapp 180 Gramm beim Vorgängermodell dürfte zu verschmerzen sein, zumal DJI die verbaute Akku-Kapazität (auf 11,95 Wh) nach oben geschraubt hat. Die Verarbeitung der Pocket wirkt wertig.

Gewichtstechnischer Natur liegt die kompakte Kamera wirklich super in der Hand. Da der Griff aber nur sehr kurz ist, fand ich die Handhabe mit Akkugriff oder dem Griff (mit Gewinde) insgesamt angenehmer. Auch bei kürzeren Nutzungsdauern ist das ganze wesentlich ergonomischer als das Filmen mit einem modernen Smartphone – vor allem im Querformat.

Die Einrichtung der DJI-Mimo-App ging flott und problemlos von der Hand. Die App hat die Pocket 4 direkt erkannt. Per Bluetooth koppeln, zack das war’s. Bei Verbindung mit der Smartphone-App kann ich direkt alle Aufnahmen in die Smartphone-Galerie holen. Über diverse Übersetzungsfeinheiten in die deutsche Sprache sehen wir mal großzügig hinweg. Einen Account-Zwang gibt es nur für die Produktaktivierung im Zuge der Ersteinrichtung.

Die Osmo Pocket 4 & ihr Zubehör im Praxistest

Das Einschalten über das Drehen des Displays oder alternativ per Knopfdruck ist intuitiv. Ist das Display im Querformat offenbaren sich weitere Tasten zum Zoomen sowie eine Taste, die sich mit benutzerdefinierten Aktionen belegen lässt. So ist es möglich, die Kamera wirklich gezielt auf die eigenen Use-Cases zuschneiden. Sehr schön als „Pocket-Neuling“ ist für mich die gewohnte Handhabe, wie bei einem Gimbal fürs Smartphone aus dem Hause DJI. Die meisten Shortcuts und Kniffe (z. B. zum Zentrieren des Gimbals) sind hier identisch – förderlich fürs Muscle Memory. Auch die Bedienung mit Wischgesten ist sehr intuitiv, wenngleich das Touch-Display doch sehr klein ist und manchmal die Bedienung doch etwas frickelig wird. Das meiste erledigt man ohnehin per Joystick oder aber die Gimbal-Kamera durch ihr Tracking komplett eigenständig.

Für ihre Abmaße kann die Osmo Pocket 4 durchaus mit ansehnlichen Aufnahmen des 1-Zoll-Sensors punkten. Auch schwierige Lichtsituationen, etwa bei Gegenlicht oder in der Dämmerung, meistert die Pocket 4 erstaunlich gut. Die Sensorgröße merkt man dann vor allem bei Aufnahmen mit Tiefenschärfe oder auch bei der allgemeinen Bildschärfe an – da kann man eben mit Kameras von höherer Größenordnung, oder auch diversen Smartphones schlicht nicht mithalten.

Die Farbgebung der Osmo Pocket ist bei Standard-Einstellungen doch häufig sehr hell. Farben fallen oftmals knalliger aus, als in der Realität. Nachsteuern kann man mit diversen Film-Looks. Gerade von den Standard-Settings hätte ich mir da aber eher eine realistischen sowie neutralen Look gewünscht. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es eine große Schnittmenge an Interessenten gibt, die diesen „Social-Media-Look“ vorziehen. Der Dynamikumfang der Aufnahmen ist jedenfalls gigantisch.

Aufnahme-Modi, wie das Sperren der Neigung, erlauben Aufnahmen ohne viel Nachzudenken. Genau in diesem Bereich liegen die Stärken der Pocket 4. Man hat die Kamera in der Hand, kann sich aber dennoch dem Moment an sich widmen, da man nicht auf die Flucht des Bildes, oder gar das Motiv, achten muss. Denn wie man es von diversen anderen DJI-Produkten kennt, wird das aktive Tracking von Motiven (zuverlässig) unterstützt. Nur selten habe ich mit dem Joystick für das Gimbal nachgesteuert. Auch sonst ist die Software von DJI durchdacht, etwa was das Anfertigen von Panorama-Aufnahmen oder auch Zeitraffern angeht. Zudem können Aufnahmen auch mit einer Geste gestartet sowie auch gestoppt werden. Für die ausgeklügelten Tracking-Mechanismen sowie Aufnahmemodi dürfte aber wohl auch für die meisten Use Cases die Pocket 3 ausreichen. Weiterhin gibt es Gimbal-Endpunkte, sodass keine 360-Grad-Drehungen möglich sind. So ist das Schwenken von -235 Grad bis 58 Grad möglich, ein Neigen von – 120 Grad bis 70 Grad und die Drehung der Kamera um die horizontale Längsachse erfolgt mit -45 bis 45 Grad.

Mit dem Gimbal erlaubt die Pocket 4 ruhige Aufnahmen, die nahezu wie ein Gleiten durch die Luft wirken. Bewegungen werden aber nicht völlig geplättet und so merkt man, auch beim einfachen Gehen, der Aufnahme dann durchaus an, dass die aufnehmende Person nicht stillstand. Rennt man durch die Gegend, dann kommt die Aufnahme durchaus ordentlich ins Wanken. Es ist eben auch keine Actionkamera, was man nicht nur an der Robustheit merkt.

Weitere Notizen und Anmerkungen

  • Bei Videoaufnahmen (und auch beim Aufladen) merkt man schon nach kurzer Zeit, dass die Pocket – auch ohne sommerliche Temperaturen, bereits spürbar warm wird.
  • In puncto Bildaufnahmen möchte ich positiv die Unterstützung für Live-Fotos anmerken. Die funktionieren auch problemlos und ohne weiteres Zutun in Google Fotos sowie der Fotos-App unter iOS.
  • Anders als bei meiner DJI Mini 3 Pro wird für Aufnahmen im Hochformat nicht das Kamera-Modul gedreht, sondern gecroppt – die maximal mögliche Qualität des Sensors bleibt dadurch für vertikale Aufnahmen aus.
  • Das integrierte Mikrofon liefert eher flache Tonaufnahmen. Das ist aufgrund von der Bauform absolut verständlich, dass man da keine Hi-Res-Audioaufnahmen mitbringt, aber DJI gleicht das mit einer super Integration der DJI-Mic-Serie (verbindungs- und softwareseitig) gut aus.

Das Aufladen geht tatsächlich rasend schnell vonstatten. Voraussetzung ist hier ein Netzteil mit Power Delivery (mit bis zu 65 Watt), was in jedem gut sortierten Tech-Haushalt ohnehin nicht fehlen sollte. In einer knappen halben Stunde konnte ich den Akku (mit etwas Restkapazität) der kleinen Kamera (wie versprochen) wieder vollständig befüllen. Zur Akkulaufzeit fehlen mir bisher Langzeitwerte. Teils kann man zuschauen, wie die Prozente purzeln, bei 4K-Footage sind jedoch dennoch knapp 3 Stunden problemlos möglich – ganz ohne den Zusatzakku.

Da passt auch der integrierte Speicherplatz von knapp 107 GB ganz gut ins Bild. Jener bietet Platz für knapp 4 h an 4K-Inhalten und reicht daher für mehrtägige Reisen oder Events locker. Klar, kann man eine microSD-Karte verwenden, die wird aber vermutlich bei den meisten Nutzern (der Zielgruppe) dauerhaft im Gerät verbleiben, denn das Übertragen der Inhalte aufs Smartphone ist super einfach und echt flott. (Unpraktisch ist lediglich, dass die Kamera sich nur schützt, wenn das Album aktiv ist. Schaltet man in der App um, wird die Kamera auch im liegenden Zustand versucht auszufahren.) Die App fungiert zudem auch als praktische Fernsteuerung, wenn die Pocket etwa auf einem Stativ aufgebaut ist.

Zwei, drei Worte noch zum Zubehör. DJI bietet da ja reichlich Komponenten für die Pocket an, die aufgrund ihrer Mechanismen, doch durchaus ausgeklügelt sind. So lässt sich das Fülllicht problemlos magnetisch befestigen und dann auch über die Software, sprich den Touchscreen steuern. Die Standard-Combo reicht für viele sicherlich. Hier ist lediglich der Gewindegriff (praktisch für einen etwas längeren Griff), das Armband und ein Tragebeutel mit dabei (der ist für eine Dreingabe doch sehr brauchbar, wenngleich die Tragetasche aus der Creator-Combo etwas hochwertiger unterwegs ist.)

Fazit?

Unterm Strich ist die Osmo Pocket 4 wohl eher Evolution, statt Revolution. Man hat an diversen Stellen Optimierungen vorgenommen und ein rundes Gesamtpaket für eine kompakte Kamera geschnürt, die als Reisegefährte immer in der Tasche mit dabei sein kann – auch wenn wir mit einem Smartphone meist potente Kameras mit uns durch die Gegend tragen. Aufnahmen mit der Pocket 4 sind super einfach und für mich bietet sie definitiv einen Mehrwert gegenüber Aufnahmen mit dem Smartphone, wenngleich die Bildqualität mit diversen Top-Flaggschiffen da nicht mithalten kann. Punkten kann die Pocket aber mit ausgeklügelten Aufnahme- sowie Tracking-Modi. Praktisch, weil ich nicht ständig den Bildausschnitt im Blick haben muss und mich nicht bücken oder strecken muss, um mit der Pocket auch spannende Blickwinkel einzufangen. Ich kann die Kamera wesentlich ergonomischer halten – und das bequemer über eine längere Zeit hinweg. Das Ganze kostet mit einem Preis von 499 Euro aber durchaus eine Stange Geld. Weiteres Zubehör schlägt separat, bzw. im Rahmen von Bundles mit weiteren Kosten zu Buche.

Nutzer einer Pocket 3 können diese aber sicherlich ohne Bauchschmerzen oder FOMO weiternutzen. Spannender könnte da, wenn dann die DJI Pocket 4P werden, die in Sachen Bildqualität und mit dedizierter Tele-Linse nochmals eine Schippe drauflegen dürfte.

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