#Interview – „Ich habe lange versucht, alles allein zu stemmen“

#Interview

Gründeralltag – gibt es das überhaupt? “Mit drei Kindern beginnt mein Tag meistens zwischen Brotdosen und Babyflasche”, so Dilan Küçük, Gründerin von NAILD. “Danach: starker Kaffee und ein schneller Blick in die Zahlen”, führt sie weiter aus.

„Ich habe lange versucht, alles allein zu stemmen“

Freitag, 24. April 2026VonTeam

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Dilan Küçük, Gründerin von NAILD. Das 2017 gegründete Startup aus Berlin, das auf Press-on Nails setzt, erwirtschaftet inzwischen einen siebenstelligen Umsatz.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?

Mit drei Kindern beginnt mein Tag meistens zwischen Brotdosen und Babyflasche. Danach: starker Kaffee und ein schneller Blick in die Zahlen. Ich brauche einen klaren Überblick über die Performance, erst dann kann ich fokussiert in Meetings oder kreative Themen einsteigen. Mein Mann und ich führen NAILD gemeinsam – also startet unser Tag oft im Team.

Wie schaltest Du nach der Arbeit ab?

Ehrlich gesagt gar nicht immer. Das Gründerinnen-Leben hört im Kopf selten um 18 Uhr auf. Aber ich versuche, bewusste Übergänge zu schaffen, zum Beispiel durch Kochen, Spazieren mit den Kids oder ein Matcha-Date mit mir selbst. Inzwischen weiß ich: Selfcare ist kein Luxus, sondern notwendig, wenn du langfristig brennen willst, ohne auszubrennen.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?

Wie einsam es manchmal ist, wenn man niemanden hat, der wirklich versteht, was gerade in deinem Kopf los ist. Deswegen habe ich früh angefangen, mir einen Female Founder Circle aufzubauen. Ohne Austausch, Ehrlichkeit und gegenseitigen Support wäre ich heute nicht da, wo ich bin.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?

Ich hatte keine Vorbilder, die aussahen wie ich. Keine Business-Eltern, kein Kapital, keinen „klassischen“ Weg. Ich musste mir alles selbst beibringen und oft doppelt so laut sein, um gehört zu werden. Aber genau deshalb ist NAILD heute eine Marke, die andere ermutigt, sich selbst zu vertrauen.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?

Ich habe lange versucht, alles allein zu stemmen – aus Angst, die Kontrolle zu verlieren. Dabei habe ich gelernt: Vertrauen ins Team und klare Prozesse sind keine Schwäche, sondern der Schlüssel zu Wachstum. Und: Nicht jede Agentur ist die richtige. Gute Briefings sind Gold wert.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?

Nicht durch CVs, sondern durch Haltung. Wir schauen, ob Menschen unsere Werte teilen, mitdenken und mitwachsen wollen. Wir sind ein kleines Team, da zählt jede Stimme. Wer bei uns arbeitet, muss nicht perfekt sein, aber bereit, Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?

Zeig dich. Deine Geschichte, deine Vision, deine Haltung. Personal Branding ist kein Buzzword – es ist dein USP und deine größte Chance auf einen nachhaltigen Wachstumstreiber. Und: Hab keine Angst vor deiner eigenen Stimme. Sichtbarkeit schafft Vertrauen: bei Kund:innen, bei Partner:innen und im Team.

Ohne welches externes Tool würde Dein Startup quasi nicht mehr existieren?

Shopify. Unsere gesamte E-Commerce-Infrastruktur läuft über die Plattform. Aber genauso wichtig: WhatsApp. Wir sind ein kleines Team, das super schnell reagieren muss und unsere wöchentliche Kommunikation mit Agenturen läuft größtenteils asynchron über kurze Voice-Memos.

Wie sorgt Ihr bei Eurem Team für gute Stimmung?

Wertschätzung ist der Anfang von allem. Wir feiern kleine Erfolge, sprechen offen über Herausforderungen und lassen Flexibilität zu, wo es möglich ist. Mein Mann und ich arbeiten eng mit dem Team – und wir wissen, wie wichtig es ist, gesehen zu werden, nicht nur als Arbeitskraft.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?

Unser erstes Pop-Up-Event in Berlin. Innerhalb von zehn Tagen haben wir alles selbst organisiert – inklusive Matcha-Bar, DJ, Fotowand und hunderten Besucher:innen. Es war chaotisch, emotional und komplett überwältigend. Und genau das hat mir gezeigt: Female Energy ist eine unterschätzte Kraft.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag aus? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Naild

Effizienz statt Metaverse: Meta streicht 8.000 weitere Stellen




Meta setzt den Rotstift erneut hart an und trennt sich von rund 10 Prozent der Belegschaft. Konkret bedeutet das den Abbau von 8.000 Arbeitsplätzen, während zusätzlich etwa 6.000 offene Stellen gestrichen werden. Personalchefin Janelle Gale begründete diesen Schritt intern mit einer nötigen Effizienzsteigerung, um Mittel für andere Investitionen freizumachen, so Bloomberg. Damit dürfte vor allem der Bereich der künstlichen Intelligenz gemeint sein, in den der Konzern massiv investiert.

Meta nutzt die eigene Infrastruktur zur Entwicklung von Modellen und treibt die Integration von KI in Hardware wie die Smart Glasses voran. Die aktuelle Entlassungswelle kommt nicht völlig überraschend, da bereits im März über einen Stellenabbau von bis zu 20 Prozent spekuliert wurde. Erst kürzlich gab es Kürzungen in der Reality Labs Division und die Schließung von drei VR-Studios zum Jahresbeginn 2026 läutete das Ende der großen Metaverse-Pläne ein.

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Microsoft plant Game Pass Starter Edition für Discord Nitro

Microsoft hat gestern eine Kooperation zwischen Discord und dem Xbox Game Pass angedeutet. Nun sind Details durchgesickert, die eine neue Stufe namens Starter Edition zeigen. Diese Version soll fest in das Discord-Nitro-Abonnement integriert werden. Nutzer erhalten Zugriff auf eine Auswahl von über 50 Spielen aus der Game-Pass-Bibliothek. Zum Paket gehören außerdem monatlich zehn Stunden Streaming über Xbox Cloud Gaming sowie die Möglichkeit, Xbox-Rewards-Punkte beim Spielen zu sammeln.

Welche Titel genau enthalten sind, bleibt abzuwarten. Erste Bilder zeigen jedoch Spiele wie Stardew Valley, Grounded und Fallout 4. Es handelt sich dabei nicht nur um Eigenproduktionen von Microsoft, sondern auch um Titel von Drittanbietern. Die Starter Edition dient offenbar als Modell für Bundle-Gedöns mit anderen Diensten. Da Microsoft bereits früher über Partnerschaften mit externen Anbietern nachgedacht hat, könnten ähnliche Kooperationen in Zukunft auch bei Plattformen wie Netflix auftauchen. Damit öffnet Microsoft den Game Pass für ein breiteres Publikum außerhalb des eigenen Ökosystems – und man hat ja eh vor, sich anders aufzustellen.

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Claude Code: Anthropic erklärt Qualitätsprobleme und nennt die Ursachen

Anthropic hat sich zu den zuletzt von Nutzern gemeldeten Qualitätsproblemen bei Claude Code geäußert. Laut Unternehmen ließen sich die Berichte auf drei voneinander getrennte Änderungen zurückführen. Betroffen gewesen seien Claude Code, das Claude Agent SDK und Claude Cowork, nicht aber die API. Alle drei Probleme sollen inzwischen seit dem 20. April mit Version 2.1.116 behoben worden sein.

Konkret hatte Anthropic Anfang März den standardmäßigen Reasoning-Aufwand von hoch auf mittel gesenkt, um Wartezeiten zu reduzieren. Das habe aber die Qualität stark belastet. Hinzu kam ein Fehler bei der Sitzungsverwaltung, durch den Claude in längeren Sessions vergesslicher und teils repetitiv geworden sei. Außerdem habe eine System-Prompt-Änderung zur geringeren Ausführlichkeit die Coding-Qualität verschlechtert.

Anthropic will künftig vorsichtiger bei Prompt-Änderungen und Rollouts vorgehen. Als Reaktion setzt man zudem die Nutzungslimits für alle Abonnenten zurück. Immerhin. Dennoch zeigt das auch, dass Anthropic so viele Rollouts vornimmt und dabei offensichtlich die Qualität komplett aus den Augen verliert. Die Nutzer verbrennen derweil Token mit einem schlechteren Tool.

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Apple Einladungen: Mehr Kontrolle für Gastgeber und bessere Freigabe

Apple hat seiner App Apple Einladungen ein Update spendiert. Die Anwendung, mit der sich Einladungen für Events planen und teilen lassen, liegt ab sofort in Version 1.8.0 vor.

Gastgeber können die Gästeliste nun manuell bearbeiten, also Antworten aktualisieren und auch die Zahl zusätzlicher Gäste anpassen. Dazu kommt eine neue Invites-iMessage-App, über die sich bestehende Einladungen direkt aus Nachrichten heraus teilen lassen. Das spart ein paar Schritte.

Ebenfalls neu ist eine Übersicht für alle Events, in der kommende und vergangene Veranstaltungen zusammenlaufen. Einladungskarten lassen sich jetzt auch als Bild teilen oder herunterladen. Apple Music bekommt zudem personalisierte Playlist-Vorschläge für passende Event-Soundtracks. Auch die Zeitzone eines Events lässt sich nun festlegen. Dazu kommen, wie so oft, Fehlerbehebungen und Performance-Verbesserungen.

Das Update könnt ihr ab sofort im App Store herunterladen.

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