
Home Assistant 2026.5 erscheint in ein paar Tagen. Dennoch haben wir schon einmal einen Blick in die Beta geworfen, damit ihr wisst, was auf euch zukommt.
Man macht unter anderem einen großen Schritt in Richtung Nostalgie und funktionalem Mehrwert gleichermaßen. Nachdem zuletzt Infrarot als fester Bestandteil eingezogen ist, folgt nun die Funktechnologie (RF). Damit lassen sich Geräte einbinden, die bisher oft außen vor blieben, weil sie weder WLAN noch moderne Standards wie Zigbee oder Matter sprechen.
Das betrifft eine Menge Hardware im Haushalt. Denkt an motorisierte Jalousien, Markisen, Garagentore oder die klassischen Funksteckdosen aus dem Baumarkt. Auch Deckenventilatoren und einfache Türklingeln funken oft stur auf ihren eigenen Frequenzen vor sich hin. Bisher brauchte man dafür meist Bastellösungen oder spezielle Gateways. Jetzt ist die Funkkommunikation nativ in Home Assistant verankert.
Die neue Plattform funktioniert wie die Infrarot-Integration. Ein Sender dient als Brücke. Zum Start werden zwei Wege unterstützt. Wer gerne bastelt, greift zu ESPHome. Ein ESP32 mit einem CC1101-Modul für etwa 10 € deckt die gängigen Frequenzen von 315, 433, 868 und 915 MHz ab. Wer eine fertige Lösung bevorzugt, kann den Broadlink RM4 Pro nutzen, der allerdings auf das 433-MHz-Band beschränkt ist.
Funktionierende Geräte müssen nicht ersetzt werden, nur weil sie kein WLAN haben. Ein einfacher Funk-Proxy macht die alte Jalousie smart und spart Elektroschrott. Passend dazu arbeitet Nabu Casa am Project Blast, einem Gerät, das Infrarot und Funk in einem Gehäuse vereint.
Neben Funk gibt es Neuigkeiten für serielle Schnittstellen. Dank eines neuen Proxys in ESPHome können Geräte mit RS-232 oder P1-Anschluss über das Netzwerk eingebunden werden. Der Stromzähler im Keller oder der alte AV-Receiver im Heimkino müssen also nicht mehr physisch neben dem Home Assistant Server stehen. Die Verwaltung der seriellen Ports wurde dafür komplett modernisiert und auf einen neuen Treiber namens serialx umgestellt, der auch in der Benutzeroberfläche für eine bessere Übersicht sorgt.
Bei den Dashboards hat sich ebenfalls einiges getan. Ein neues Wartungs-Dashboard kümmert sich automatisch um den Batteriestand aller Geräte im Haus. Es gruppiert die Einheiten nach Räumen und zeigt sofort an, wo der Saft knapp wird. Das Sicherheits-Dashboard erhält eine Seitenleiste für Aktivitäten, die ein Live-Protokoll von Kameras, Schlössern und Sensoren anzeigt.
Für Bastler gibt es eine neue Verknüpfungskarte. Damit lassen sich Schnellzugriffe auf andere Ansichten, URLs oder Scripte erstellen. Auch die Kachelkarten für Mediaplayer wurden aufgebohrt. Sie erlauben jetzt die Auswahl von Quellen und Klangmodi direkt auf der Karte. Die Tastenbelegung der Wiedergabesteuerung lässt sich zudem individuell sortieren.
Die Wettervorhersage zieht nun direkt in die Wetter-Kachel ein. Eine stündliche Temperaturkurve oder eine Tagesübersicht mit farbigen Balken für Min- und Max-Werte machen zusätzliche Popups oft überflüssig. Auch Regenmengen werden direkt visualisiert.
Zuletzt gibt es Verbesserungen bei den Automatisierungen. Ein oft geäußerter Wunsch war die Berücksichtigung von Zeiträumen. Jetzt lassen sich Bedingungen wie „wenn die Tür seit 10 Minuten offen steht“ oder „wenn 15 Minuten keine Bewegung war“ direkt im Editor einstellen, ohne mit YAML-Code hantieren zu müssen. Neue Auslöser für Mediaplayer, Timer und Türklingeln runden das Update ab. Wer Home Assistant nutzt, sollte also mal wieder einen Blick in die Einstellungen werfen.
Und sicherlich ein Highlight für Netzwerker: UniFi Protect wird zur Alarmzentrale: Es erhält ein Alarmbedienfeld, UniFi PoE Sirenen / UniFi SuperLink Sirenen und Schalter für das neue UniFi SuperLink Relay, ein Gerät mit einer Reichweite von bis zu 2 km über LoRa . Allerdings: Alle diese neuen Funktionen erfordern UniFi Protect 7.1 oder höher.
Wie gesagt, bald erscheint die Finalversion. Wer sich jetzt schon durch alle Neuerungen ackern will, der kann hier nachlesen.
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