
Auf der DiskStation landet heutzutage so ziemlich alles. Filme, Backups, Dokumente. Was aber nach wie vor fehlt: eine offizielle Möglichkeit, die iCloud-Fotomediathek direkt auf das NAS zu ziehen. Cloud Sync kann es nicht, Synology Photos auch nicht. Wer seine iPhone-Fotos lokal sichern will, landet schnell bei Docker-Basteleien, Skripten, Cronjobs, Parachute oder gleich einer extra VM.
Genau da setzt das Paket „Synology iCloud Photo Sync“ für DSM 7.2 an. Die Erweiterung läuft nicht in Containern, sondern als klassische DSM-App mit eigenem Kachel-Icon, Oberfläche, Einstellungen und eigenem Scheduler-Dienst. Keine SSH-Spielereien, kein Cron, kein Docker. Das Ziel ist simpel: Die komplette iCloud-Fotomediathek wird automatisch aufs NAS gespiegelt, und zwar auf Speicher, der im eigenen Rack steht und nicht nur bei Apple.

Beim Sync holt sich die App die komplette Mediathek, inklusive den eigenen Alben. Zwar gibt es den Optionen den kompletten Photostream zur Sicherung, geteilte Alben tauchten bei mir aber nicht auf. Pro Album lässt sich getrennt festlegen, ob es synchronisiert wird oder nicht. Mehrere Apple-IDs sind möglich, jede mit eigenem Zielordner und eigenen Parametern. Heruntergeladen werden nur neue oder geänderte Bilder, vorhandene Dateien überspringt die App. Taucht ein Foto im Fotostream und in einem Album parallel auf, landet es auf dem Datenträger nur einmal, der Rest läuft über Hardlinks. Für große Mediatheken ab etwa 1.000 Fotos zieht der Client parallel mehrere Ströme aus iCloud, damit das Ganze nicht ewig dauert. Wie viele Downloads gleichzeitig laufen, lässt sich pro Account konfigurieren.

Die Ordnerstruktur lässt sich steuern. Zur Auswahl stehen etwa reine Jahres-Ordner, Jahr-Monat, Jahr-Monat-Tag oder alles flach in einem Verzeichnis. Auch beim Dateinamen hat man die Wahl zwischen den Originalnamen aus der Apple-Welt oder datumsbasierten Varianten. HEIC-Dateien können im Ursprungsformat bleiben, in JPG konvertiert werden oder im Doppelpack landen, bei Bedarf in getrennten Unterordnern. Bei Namenskonflikten greift eine simple Regel: überspringen, überschreiben oder umbenennen.
Die Zeitsteuerung läuft über einen eigenen Dienst, der fest in das DSM-Paket integriert ist. Pro Apple-ID lässt sich ein Sync-Intervall zwischen einer und 24 Stunden setzen. Wer nicht warten will, startet den Abgleich manuell über einen Button im Interface. Der Scheduler hängt sich an die DSM-Paketverwaltung, läuft im Hintergrund weiter, übersteht Neustarts und wird sauber beendet, wenn das Paket gestoppt wird. Root-Rechte sind dafür nicht nötig, der Dienst läuft unter einem eigenen Benutzer.

Beim Login in die iCloud hält sich die App an das, was Apple eh vorschreibt. Angemeldet wird über das bestehende Apple-ID-Konto mit aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die Bestätigung landet wie gewohnt auf iPhone, iPad oder Mac, optional per SMS, wenn kein vertrauenswürdiges Gerät greifbar ist. Die eigentliche Anmeldung läuft über dasselbe Protokoll, das auch die offiziellen Apple-Clients verwenden. Die Session bleibt bis zu rund 60 Tage gültig und wird wiederverwendet, ein tägliches Eingeben des Codes ist damit vom Tisch. Läuft eine Sitzung ab, meldet DSM rechtzeitig per Benachrichtigung, damit der Sync nicht stumm stehen bleibt.
In die DSM-Oberfläche fügt sich das Ganze nativ ein. Die App nutzt die Synology-eigenen UI-Komponenten und wirkt optisch wie jfast ede andere DSM-Erweiterung aus dem Paketzentrum. DSM-Benachrichtigungen greifen bei Fehlschlägen, ablaufenden Logins und anderen Problemen.
Die Installation läuft klassisch: Aktuelle .spk-Datei laden, im Paketzentrum über „Manuelle Installation“ einspielen und die Warnung für nicht signierte Pakete bestätigen, da es sich um ein Community-Paket handelt. Die App legt standardmäßig einen Zielordner unter /volume1/iCloudPhotos an, der später pro Account angepasst werden kann, und erzeugt einen Nutzer iCloudPhotoSync, der Schreibrechte genau auf diesen Ordner erhält. Der Scheduler wird bei der Installation registriert, im DSM-Hauptmenü landet eine eigene Kachel. Kann man durchaus mal im Auge behalten. Und damit meine ich: Vielleicht schaut ihr mal in ein paar Wochen, ob neue Releases erfolgt sind.
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