Tokn: ein quelloffener 2FA-Authenticator für Android ohne Cloud-Zwang

Wer im Netz auf Sicherheit bedacht ist, kommt um Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) nicht herum. Der Markt an Authenticator-Apps ist groß, doch viele namhafte Lösungen drängen Nutzer zunehmend in Richtung Cloud-Synchronisation oder setzen zwingend ein Benutzerkonto voraus. Dass es auch anders geht, zeigt das Open-Source-Projekt Tokn von Entwickler Fabi, der uns sein privates Herzensprojekt in den digitalen Briefkasten geworfen hat.

Tokn ist eine 2FA-App für Android-Smartphones und -Tablets, die unter der freien GPL-3.0-Lizenz steht und deren Quellcode somit für jeden auf GitHub einsehbar ist. Die App verfolgt einen konsequenten Offline-First-Ansatz: Es gibt keinen Registrierungszwang, keine Benutzerkonten und die Anwendung benötigt keinerlei Anbindung an die Google Play Services. Das macht Tokn auch für alternative Android-Distributionen wie GrapheneOS oder LineageOS ohne Google-Dienste extrem attraktiv. Entsprechend ist die App neben dem Google Play Store auch über F-Droid verfügbar.

Eure sensitiven OTP-Schlüssel werden lokal in einem verschlüsselten Datensafe (Vault) abgelegt, der via SQLCipher gesichert ist. Der Zugriff auf die App lässt sich bequem per Biometrie (Fingerabdruck) oder klassischem Passwort schützen.

Richtig clever gelöst ist das Thema Multi-Device: Wer seine OTP-Einträge auf mehreren Geräten nutzen möchte, aber keine Lust auf eine Cloud hat, findet in Tokn eine serverlose Synchronisation. Der Abgleich zwischen zwei Geräten erfolgt direkt und Ende-zu-Ende-verschlüsselt über das lokale WLAN, via WiFi Direct oder über animierte QR-Codes auf den Displays. So bleiben die geheimen Schlüssel genau dort, wo sie hingehören: in den eigenen Händen.

Wer auf der Suche nach einem datenschutzfreundlichen, lokalen Authenticator für Android ist, sollte sich Tokn definitiv einmal ansehen. Feedback und Kritik nimmt der Entwickler gerne über sein GitHub-Repository entgegen. Vielleicht liest er ja auch hier mit. Und wer weiterhin eine 2FA-App sucht, wird bestimmt über unseren Blog fündig, wir haben zahlreiche, von unbekannt bis bekannt, vorgestellt.

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Dyson Clean+Wash Hygiene angewischt

Der Name Dyson im Zusammenhang mit nassen Böden ist inzwischen kein komplett neues Thema mehr. Der V15s Detect Submarine war der erste Schritt, der Wash G1 dann der erste richtige Wischsauger. Mit dem Dyson Clean Wash Hygiene geht der Hersteller nun wieder an die Sache heran. Das Gerät ist kein Staubsauger mit Wischfunktion, sondern ein Hartbodenreiniger, der trockenen und nassen Schmutz mit einer nassen Walze aufnimmt.

Dyson verzichtet auf klassische Saugkraft und damit auch auf Filter und Luftwege, durch die schmutziges Wasser, Haare und Dreck später anfangen können zu müffeln. Der Schmutz bleibt im Bodenaufsatz, Flüssigkeit und Feststoffe werden dort getrennt.

Aufbau und Bedienung

Optisch ist der Clean Wash Hygiene logischerweise direkt als Dyson zu erkennen. Nachtblau und Kupfer, viel Kunststoff, ein integriertes Display im Griff und die üblichen roten Bedienelemente für Teile, die man lösen kann. Das Gerät wirkt schlanker als der Wash G1 und ist mit knapp 3,8 Kilogramm ohne Wasser nicht leicht aber gut führbar. Was mir gar nicht gefällt. Das Ding ist ein Staubmagnet. Da kann man wischen und wischen, ist immer was dran.

Der Frischwassertank sitzt am Stiel und fasst 0,75 Liter. Der Schmutzwassertank steckt direkt im Bodenkopf und nimmt 0,52 Liter auf. Das ist bewusst so gelöst, weil der Dreck dadurch nicht erst durch lange Kanäle in den Gerätekörper wandert. Der Nachteil ist eben, dass der Schmutzwassertank nicht riesig ist. Wenn ihr sehr große Flächen mit viel Wasser reinigt, müsst ihr zwischendurch eher ausleeren.

Im Karton stecken Gerät, Ladestation und je nach Paket eine Reinigungslösung. Viel Zubehör gibt es nicht. Eine App existiert, ist hier aber nur Service- und Erklärbär. Einstellungen nehmt ihr am Gerät vor. Das finde ich bei einem Wischsauger absolut in Ordnung. Ich will beim Putzen nicht noch parallel am Smartphone herumfummeln.

Die Bedienung ist simpel. Wasser einfüllen, einschalten, Wasserstufe wählen und los, dazu gibt es drei Wassermodi und einen Max-Modus für hartnäckigere Stellen. Das Display zeigt Modus, Restlaufzeit und Wartungshinweise an. Der Motor in der Bürstenwalze zieht das Gerät leicht nach vorne, sodass man den Clean Wash Hygiene nicht wie einen schweren Mopp über den Boden prügeln muss.

Gut gefällt mir, dass man ihn ziemlich flachlegen kann. Damit kommt man unter Möbel, unter Küchenüberstände und in Bereiche, die andere Wischsauger nur halbherzig erreichen. Gerade in Küchen ist das für mich wichtig, weil der Dreck selten dekorativ in der Mitte des Raumes herumliegt. Der Clean Wash Hygiene steht bei Pausen aufrecht und schaltet beim Aufrichten automatisch ab. Das hat auch schon der G1 so gelöst.

Reinigung und Wartung

Auf Hartboden macht der Dyson seine Sache gut. Staub, Krümel, feuchter Schmutz, Schuhabdrücke, klebrige Küchenflecken und verschüttete Flüssigkeiten werden sauber aufgenommen. Die Mikrofaser-Walze ist sehr dicht und soll laut Dyson 84.000 Filamente nutzen.

Bei normalen Verschmutzungen reicht die mittlere Wasserstufe. Bei eingetrocknetem Ketchup, Senf oder richtig klebrigen Flecken (die Eltern unter euch können das nachvollziehen) muss man mehrere Male drüber oder den Max-Modus nutzen. Erwartet dennoch keine Wunder. Was lange angetrocknet ist, braucht auch bei einem elektrischen Wischsauger etwas Zeit und Wasser. Trotzdem ist das Ergebnis bei Hartböden sehr gut. Schlieren waren im normalen Betrieb kein großes Thema. Der Boden trocknet schnell, weil Dyson sehr wenig Restwasser zurücklässt. Das ist angenehm, wenn Kinder, Haustiere oder einfach ungeduldige Menschen direkt wieder durch den Raum laufen. Teppich kann das Gerät nicht und es gibt auch keinen reinen Trocken-Saugmodus. Wenn ihr Krümel von Teppich, Sofa oder Läufer entfernen wollt, braucht ihr weiterhin einen Staubsauger. Der Clean Wash Hygiene ist ein Spezialist für Hartböden.

Dyson bewirbt die Reinigung an drei Seiten bis an den Rand. Das klappt besser als bei vielen älteren Wischsaugern, aber nicht perfekt. An Sockelleisten und ganz engen Kanten bleibt je nach Winkel ein minimaler Rest übrig. Wenn dort absolute Perfektion erwartet wird, muss man mit Handarbeit ran. Im Alltag reicht mir die Kantenleistung aber aus.

Haare nimmt das Gerät übrigens gut auf. Der Entwirrkamm hinter der Walze verhindert weitgehend, dass sich lange Haare um die Walze wickeln. Das funktioniert besser als bei vielen einfachen Rollenlösungen von Dyson. Wenn ihr aber sehr viele Haare auf dem Boden habt, würde ich vorher trocken saugen oder den Schmutzbereich regelmäßig leeren. Nasse Haare aus einem Tank zu fischen, macht nie Spaß, egal wie gut das Produkt konstruiert ist.

Das Entleeren ist gegenüber den anderen von mir ausprobierten Wischsaugern angenehmer. Erst Schmutzwasser wegkippen, dann Feststoffe aus dem Separator entfernen, kurz ausspülen. Ganz ohne Ekelarbeit ist das nicht. Wer einen Wischsauger benutzt, muss sich mit dem beschäftigen, was er vom Boden holt. Dyson reduziert den unangenehmen Teil aber spürbar, weil nichts durch interne Schläuche gammelt.

Nach der Reinigung kommt der Dyson in die Station. Dort lässt sich die Selbstreinigung starten, die Walze und System spült. Danach wird die Walze mit warmer Luft getrocknet. Das ist ein großer Fortschritt gegenüber Lösungen, bei denen man die Rolle herausnehmen und irgendwo trocknen lassen muss. Genau dort entstehen sonst Gerüche (siehe v15 Submarine). Die Trocknung ist hörbar. Das müsst ihr wissen, wenn die Station irgendwo präsent steht. Ich würde sie eher in Hauswirtschaftsraum, Abstellkammer oder Küche parken.

Die Laufzeit ist gut. Dyson nennt eine lange Ausdauer von 70min, und in der Praxis limitiert eher das Wasser als der Akku. Für eine normale Wohnung oder eine Etage reicht das locker. In meinem Fall war das so, da wir hier nicht nur Hartböden haben. Bei sehr großen Flächen muss man Frischwasser nachfüllen und Schmutzwasser ausleeren, bevor der Akku wirklich zum Problem wird.

Fazit

Der Dyson Clean Wash Hygiene ist meiner Meinung nach der bisher alltagstauglichere Dyson-Wischsauger. Er reinigt Hartböden gründlich, ist leise, kommt gut unter Möbel und reduziert die unangenehme Wartung durch das filterlose System und die Trocknung der Walze. Ganz ohne Kompromisse ist er nicht. Die Tanks sind nicht riesig, Teppichreinigung gibt es nicht, ein reiner Staubsaugermodus fehlt und hartnäckige Flecken brauchen weiterhin Geduld. Auch an Kanten ist er gut, aber nicht perfekt. Dazu kommt der typische Dyson-Preis von knapp 380 Euro.

Wenn ihr viele Hartböden habt und regelmäßig schnell feucht reinigen wollt, ist der Clean Wash Hygiene ein sehr angenehmer Helfer. Wer aber eigentlich einen Staubsaugerersatz für alles sucht, kauft am Thema vorbei. Ohnehin solltet ihr euch unbedingt auch bei der Konkurrenz umschauen. Dyson ist meist nicht der Kandidat mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis.

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Samsung und Broadcom schließen dicken Deal

Samsung Electronics und der Halbleiter-Riese Broadcom bauen ihre strategische Zusammenarbeit aus. Im Rahmen des AI Summits in San Francisco unterzeichneten beide Unternehmen eine Absichtserklärung über eine engere Partnerschaft in den Bereichen Speicher und Auftragsfertigung. Das Volumen der Vereinbarung beläuft sich schätzungsweise auf über 200 Milliarden US-Dollar über eine Laufzeit von fünf Jahren bis 2030.

Die Kooperation umfasst zwei zentrale Pfeiler:

  • Speicher-Technologie: Samsung wird Broadcom künftig mit High-Bandwidth-Memory-Lösungen (HBM) der neuesten Generation für deren KI-Beschleuniger beliefern.
  • Fertigung & Advanced Packaging: Broadcom setzt bei künftigen Chips, unter anderem im Bereich der drahtlosen Breitbandkommunikation (WBC), auf Samsungs 2-Nanometer-Fertigungsprozesse (und darunter). Zudem wollen beide Partner bei fortschrittlichen 2.3D- und 2.5D-Verpackungstechnologien eng zusammenarbeiten, um besonders leistungsfähige und energieeffiziente KI- und Netzwerk-Chips zu realisieren.

Für Samsung ist das Abkommen ein wichtiger Befreiungsschlag auf dem hart umkämpften KI-Markt, um dem Hauptkonkurrenten TSMC im Bereich der 2nm-Fertigung und SK Hynix bei HBM-Speicherbausteinen wieder Marktanteile abzunehmen.

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Digitale Erschöpfung & ihre Auswirkungen auf Social-Media-Nutzung

Foto von Dalila Dalprat : https://www.pexels.com/de-de/foto/sitzende-frau-mit-smartphone-mit-herzen-und-smartphone-symbolen-2055500/

Der Online-Dienst Incogni hat die Auswirkungen von digitalem Burnout auf die Nutzung sozialer Medien im Rahmen einer Studie untersuchen lassen. Ergebnis: Viele löschen ihre Konten nicht, posten aber weniger und schränken ein, wer ihre Inhalte sehen kann. Zudem löschen viele Nutzer Apps, die Stress auslösen.

Befragt wurden im Rahmen der Studie 1.000 Erwachsene (US-Amerikaner verschiedenen Alters und unterschiedlicher geografischer Verteilung) zu ihrer Einstellung gegenüber sozialen Medien und dazu, inwieweit sie ihre Nutzung einschränken oder gar komplett einstellen. 55 Prozent der Befragten geben an, heute weniger Beiträge zu veröffentlichen als noch vor fünf Jahren. Ebenfalls knapp die Hälfte der Befragten legt inzwischen auch strengere Kriterien an, wer die Beiträge sehen kann. Einzig bei Befragten aus der Gen Z ist der Trend gegenläufig.

Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) habe aufgrund von Stress oder Ängsten schon mal eine Social-Media- oder Messaging-App gelöscht. Der Anteil liegt bei jüngeren Befragten höher: 61 Prozent der Millennials und 56 Prozent der Befragten der Generation Z. Als Grund für die Löschung von Accounts wird hier häufig die psychische Gesundheit angeführt. Zudem fühlt sich für viele die Pflege der Online-Präsenz wie Arbeit an: Bei Generation Z gar 60 Prozent. Social Media ist für viele also nicht mehr nur Unterhaltung und die Möglichkeit zum Austausch.

Besonders deutlich zeigte sich eine Anspannung bei den Befragten der Generation Z. So geben 34 Prozent an, dass sie Angst verspüren, wenn sie ihre Nachrichten nicht abrufen. 29 Prozent leiden nach eigenen Angaben unter FOMO. Auch die Anteile bei den Millenials sind mit 26 und 21 Prozent nicht unbeachtlich. Neben dem (inneren) Druck stellen für 44 Prozent der Befragten auch politischer Inhalt und Polarisierung einen Grund dar, wieso sie sich aus den sozialen Medien zurückziehen. Für die meisten Befragten wäre eine zunehmende Bedrohung ihrer Privatsphäre oder Sicherheit der häufigste Grund, soziale Medien zu verlassen. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) gab an, dass ein übermäßiges Risiko Anlass wäre, die Konten zu löschen. Als zweithäufigster Auslöser werden Belästigung, Mobbing sowie Hassreden angeführt. Beachtlich: 16 Prozent der Befragten geben an, dass es für sie keinerlei Beweggründe geben könne, die Social-Media-Konten zu löschen.

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Paperless-ngx 3.0.2 erschienen: Nachzügler-Updates beheben Migrations-Fehler

Für Nutzer des quelloffenen Dokumenten-Management-Systems Paperless-ngx gibt es frische Updates: Nach dem großen Major-Release 3.0.0 haben die Entwickler zügig die Versionen 3.0.1 und 3.0.2 nachgeschoben, um Kinderkrankheiten und Performance-Probleme zu beseitigen.

Das Update auf Version 3.0.2 behebt dabei einen kritischen Fehler in den Datenbank-Migrationen, der bei der direkten Aktualisierung auf Version 3.0.1 auftreten konnte.

Paperless-ngx v3.0.0 ist da: Das steckt drin
Gute Nachrichten für alle Self-Hostis und Dokumenten-Jäger: Die Entwickler von Paperless-ngx haben Version 3.0.0 offiziell freigegeben. Das beliebte Open-Source-System zur Dokumentenverwaltung bekommt damit einen Leistungsschub…
Jetzt lesen →

Bereits im vorherigen Release 3.0.1 wurden zahlreiche kleinerer Bugs und Performance-Bremsen behoben. Unter anderem optimierten die Entwickler träge Datenbankabfragen bei Tag-Zählungen und Dokumentenlisten sowie N 1-Anfrageprobleme bei Berechtigungsprüfungen. Zudem gab es Ausbesserungen an der Benutzeroberfläche, der KI-Chat-Integration sowie Korrekturen bei den Datenbank-Einstellungen für PostgreSQL.

Wer Paperless-ngx per Docker auf dem heimischen NAS oder Server betreibt, kann den gewohnten Container-Pull anwerfen.

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