In Berlin regelt man den Umgang mit Künstlicher Intelligenz neu. Nachdem das Kabinett bereits im Februar vorgelegt hatte, winkte der Bundestag am 11. Juni den Gesetzentwurf zur Durchführung der europäischen KI-Verordnung durch. Das Ziel hinter dem Papier ist ein verlässlicher Rechtsrahmen, der Innovationen in Deutschland ankurbeln soll, ohne die Nutzer in einem Berg aus Bürokratie zu begraben.
Die EU-Verordnung aus dem Juni 2024 gibt dabei den groben Weg vor, wie Systeme entwickelt und eingesetzt werden dürfen. Nun geht es an die nationale Umsetzung, bei der vor allem die Bundesnetzagentur eine tragende Rolle übernimmt. Dort wird ein neues Koordinierungs- und Kompetenzzentrum hochgezogen, das Fachwissen bündelt und als Anlaufstelle für Firmen dient.
Damit das Rad nicht überall neu erfunden wird, greift die Regierung auf bestehende Behördenstrukturen zurück. Ein Aspekt des Gesetzes sind die geplanten KI-Reallabore. Die Bundesnetzagentur muss mindestens eines dieser Labore aufbauen, damit Entwickler ihre neuen Technologien in einem geschützten Umfeld ausprobieren können. Das soll helfen, Theorie und Praxis besser zu verzahnen. Bevor die neuen Regeln endgültig greifen, steht noch die Zustimmung im Bundesrat aus. Am Ende soll ein System stehen, das Grundrechte schützt und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort für die Zukunft fit macht.
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Microsoft hat im Rahmen seiner K2-Qualitätsoffensive bedeutende Verbesserungen für das Startmenü in Windows 11 angekündigt. Dieses Versprechen hat man kürzlich auch gehalten. Ich habe mir daher in Build 26300.8553 aus dem Experimental Channel das neue Startmenü für euch etwas genauer angesehen. Die neuen Optionen sind erfreulich, werfen aber auch die Frage auf: Warum hat das so lange gedauert?
Microsofts K2-Offensive: Nutzerwünsche erneut relevant
Microsoft hat mit der sogenannten K2-Initiative versprochen, auf die zahlreichen Beschwerden und Wünsche seiner Nutzer einzugehen: Betroffen sind insbesondere fehlende Funktionen, die in Windows 10 noch vorhanden waren, sowie Änderungen, die gegen den ausdrücklichen Willen vieler User eingeführt wurden. Ein erstes konkretes Beispiel zeigt sich bereits beim Widgets-Icon in der Taskleiste: Das automatische Öffnen der Widgets beim Darüberfahren mit der Maus ist nun standardmäßig deaktiviert. Wer die Widgets öffnen möchte, muss jetzt aktiv darauf klicken.
Das neue Startmenü: Modular und deutlich flexibler
Das eigentliche Herzstück der neuen Änderungen ist das Startmenü. Microsoft macht es künftig deutlich modularer und gibt Nutzern die Möglichkeit, einzelne Bereiche vollständig ein- oder auszuschalten. Das Startmenü besteht bisher aus drei Hauptsegmenten, nämlich angepinnte Apps, dem empfohlenen Bereich und der App-Liste. Alle drei lassen sich künftig unabhängig voneinander vollständig deaktivieren.
Die neuen Einstellungen sind entweder über die Windows-Einstellungen oder per Rechtsklick auf das Startmenü → „Startmenü-Einstellungen“ erreichbar. Dort finden sich jetzt drei neue Schalter:
Angepinnte Apps deaktivieren: Wer das Raster mit den angehefteten Apps nicht benötigt, kann es einfach abschalten.
Empfohlener Bereich deaktivieren: Zuletzt verwendete Apps, vorgeschlagene Dateien sowie Tipps und Empfehlungen von Microsoft lassen sich mit einem einzigen Schalter ausblenden.
App-Liste deaktivieren: Auch die vollständige App-Liste im Startmenü kann abgeschaltet werden. Was dann übrig bleibt, ist lediglich ein Hinweis, über den man die Einstellungen wieder öffnen kann.
Setzt man alle Schalter um, kann man tatsächlich ein komplett leeres Startmenü bekommen. Microsofts Startmenü sieht solche Bearbeitungsoptionen tatsächlich vor, denn Drittanbieter-Tools wie Windhawk erlauben schon lange die Modifizierung des bestehenden Windows 11-Startmenüs, ohne es durch andere Programme komplett ersetzen zu müssen. Die Community hatte Microsofts nun implementierte Änderungen also bereits schon lange umgesetzt, aber nun gibt es immerhin auch eine offizielle Lösung.
Startmenü mit Windhawk modifizieren
Drei Ansichtsmodi und optionales Smartphone-Widget
Das Startmenü unterstützt weiterhin drei Ansichtsmodi: Rasteransicht, Listenansicht und die Kategorieansicht. Auf der rechten Seite findet sich zudem das optionale Phone Link-Widget, das die Verknüpfung mit dem eigenen Smartphone ermöglicht und Akkustand sowie einige Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigt.
Ebenfalls neu: Die Startmenü-Größe lässt sich jetzt manuell festlegen. Es gibt drei Optionen, nämlich „klein“, „groß“ und automatisch. Standardmäßig wählt Windows die Größe automatisch basierend auf der Bildschirmgröße. Wer jedoch möchte, kann das kleine Startmenü auch auf einem großen Monitor erzwingen oder umgekehrt. Die Größe des nach 25H2 eingeführten Startmenüs hatte bei vielen Nutzern für Kritik gesorgt.
Zuletzt wurde die Option hinzugefügt, Benutzername und Profilbild im Startmenü auszublenden. Besonders für Bildschirmaufnahmen und Präsentationen ist das eine praktische Ergänzung.
Wo noch Verbesserungsbedarf besteht
So erfreulich die neuen Optionen sind. Es gibt auch hier Kritikpunkte. Der Übergang zwischen dem normalen Startmenü und der Suchansicht wirkt weiterhin abrupt und könnte von einer flüssigen Animation profitieren. Die Größen dieser beiden Ansichten sind nämlich unterschiedlich.
Außerdem lässt die Kategorieansicht noch zu wünschen übrig. Apps wie Telegram, Obsidian, Marvins DJ Master oder der Affinity Publisher landen derzeit in der Sammelkategorie „Andere“, obwohl sie problemlos in sinnvollere Kategorien wie „Kommunikation“ oder „Kreativität“ eingeordnet werden könnten. Das Problem: Microsoft nutzt dafür ironischerweise keine KI-gestützte Erkennung und orientiert sich auch nicht einmal an den Microsoft-Store-Kategorien, wo Entwickler dies sogar für ihre eigenen Apps angeben müssen. Stattdessen gibt es eine vorgegebene, fest einprogrammierte Liste, die für jede bekannte Anwendung eine Kategorie vorgibt. Ist eine App nicht in dieser Liste, landet sie automatisch unter „Andere“. Dieses Problem besteht seit der ersten Ankündigung des neuen Startmenüs im Jahr 2025 und dürfte sich erst mit der Zeit bessern, wenn Microsoft die Liste sukzessive erweitert. Oder man lässt sich eine innovativere Lösung dafür einfallen.
Zwei Schritte zurück, ein Schritt vor
Microsoft hört wieder ausnahmsweise auf das Feedback seiner Nutzer. Davon darf man sich natürlich nicht die Welt erwarten, aber die Bemühungen rund um das Startmenü, den Modern Standby, die Taskleiste, den CFR sowie den Windows Explorer bezeugen immerhin ein aktuelles, wiedergefundenes Engagement für die Plattform. Die neuen Startmenü-Anpassungen dürften mit Windows 11 26H2 gegen Ende des Jahres 2026 für alle Nutzer verfügbar werden. Bis dahin können Insider im Experimental Channel bereits loslegen.
Shopware bringt mit Shopware Payments eine eigene Bezahllösung direkt in die E-Commerce-Plattform. Technisch basiert das Ganze auf der Infrastruktur von PayPal. Der Vorteil für Händler? Die Verwaltung der Zahlungen geschieht ohne Umwege direkt im Backend der Shop-Software. Das spart Zeit beim Einrichten und sorgt für eine bessere Übersicht bei den Transaktionen, so die Unternehmen. Unterstützt werden gängige Methoden wie Kreditkarten, Apple Pay, Google Pay sowie die verschiedenen Optionen von PayPal selbst, wozu auch der Rechnungskauf oder Ratenzahlungen gehören.
Wer bereits ein PayPal-Business-Konto besitzt, kann dieses einfach verknüpfen. Neukunden legen den Zugang während der Einrichtung an. Der Anbieter verspricht ein flottes Onboarding, da Risiko- und Compliance-Prüfungen über das bestehende PayPal-Netzwerk abgewickelt werden. Trotz der tiefen Integration bleibt das System offen gestaltet. Shopbetreiber werden nicht gezwungen, ausschließlich diesen Dienst zu nutzen, sondern können weiterhin andere Payment-Anbieter parallel betreiben. Das Preismodell orientiert sich an den getätigten Umsätzen und soll laut Hersteller wettbewerbsfähig sein. Shopware Payments rollt ab sofort für Kunden in Deutschland und Österreich aus. Weitere Märkte in der EU und die USA folgen später, heißt es in der Ankündigung.
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#DealMonitor ChatGPT-Entwickler OpenAI übernimmt Kieler Startup Ona (früher als Gitpod bekannt) Im #DealMonitor für den 12. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages […]
Freitag, 12. Juni 2026VonTeam
#DealMonitor ChatGPT-Entwickler OpenAI übernimmt Kieler Startup Ona (früher als Gitpod bekannt)
Im #DealMonitor für den 12. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE
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MERGERS & ACQUISITIONS
OpenAI – Ona Der amerikanische ChatGPT-Entwickler OpenAI schnappt sich das Kieler KI-Unternehmen Ona, das früher als Gitpod bekannt war. Der Kaufpreis ist bisher nicht bekannt. Gründerszene zufolge handelt es sich um einen der größten deutschen Startup-Exits der vergangenen Jahre. Im Zuge der Übernahme wird das komplette Ona-Team zu OpenAI wechseln und das Codex-Team des Unternehmens verstärken. Nach Firmenangaben nutzen inzwischen mehr als 5 Millionen Menschen pro Woche die KI-Plattform Codex. Mit Ona, 2020 von Sven Efftinge, Moritz Eysholdt und Jan Köhnlein gegründet, können Entwickler ihre Projekte zügig umsetzen. Das Startup bietet seinen Nutzer:innen eine einsatzbereite Entwicklungsumgebung im Browser – und zwar auf Knopfdruck. Investoren wie General Catalyst, Speedinvest, Crane Venture Partners, Vertex Ventures US, MongoDB Ventures sowie Shopify-Gründer Tobi Lütke investierten in den vergangenen Jahren rund 30 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Ona
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Netflix könnte bis Ende 2031 auf fast 400 Mio. Abonnenten kommen. Zumindest schätzen die Marktforscher von Omdia Research das so ein. Entsprechend unterstellt man auch, dass der US-Streaming-Anbieter weiterhin Marktführer bleiben dürfte. Schon bis 2027 dürfte zudem das real erreichte Publikum laut den Analysten bei über 1 Mrd. Menschen im Monat liegen.
Gleichzeitig tritt der Streaming-Markt in eine neue Phase ein, in der es vor allem darum geht, wirtschaftlich zu arbeiten. Deswegen ist der Goldrausch vorbei, eine Phase, in der jedes Studio versuchte, eine eigene Plattform voranzutreiben. Vielmehr dürfte es vermehrt zur Konsolidierung kommen. Das ist keine gewagte These, will etwa Paramount Skydance nach Abschluss der Übernahme von Warner Bros. Discovery doch auch die Streaming-Plattformen Paramount und HBO Max zusammenlegen.
Netflix ist aufgrund seiner internationalen Reichweite und Basis von Abonnenten jedoch am besten für die Zukunft aufgestellt, so Omdia. Allerdings könnte auch die neue, zusammengelegte Plattform von Paramount Skydance Chancen haben. Sie könnte bis 2031 weltweit bis zu 175 Mio. Abonnenten einsammeln. Das liegt auch daran, dass es schon jetzt viele Menschen gibt, die Paramount und HBO Max parallel abonniert haben. Diese dürften dann auch die zusammengeschlossene Plattform nutzen und somit die Kundenbasis erhalten. Durch geschicktes Marketing könnte man dann noch mehr Kunden überzeugen.
Parallel bleibt YouTube als Alternative zu kostenpflichtigen Streaming-Diensten ein wichtiger Player am Markt, der bereits 2026 monatlich rund 2,7 Mrd. aktive Nutzer erreicht und damit andere Plattformen alt aussehen lässt.
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