Chrome Skills: Wiederkehrende KI-Prompts per Tastendruck abrufen (noch nicht in DE)

Wenn ihr täglich mit KI-Tools im Browser arbeitet, gebt ihr vermutlich immer wieder dieselben Anweisungen neu ein – auf jeder Seite, in jedem Tab, etc. Google will sich der Thematik annehmen und baut mit „Skills“ eine Funktion direkt in Chrome ein, die das Ganze etwas vereinfachen soll.

Entsteht im Gespräch mit Gemini ein Prompt, der sich für die regelmäßige Nutzung eignet, lässt er sich ab sofort direkt aus dem Chatverlauf als Skill abspeichern. Beim nächsten Mal reicht dann ein Schrägstrich oder ein Klick auf das Plus-Symbol in der Gemini-Oberfläche, um den gespeicherten Befehl aufzurufen. Hier kommen wir dann aber eben schon zum Wermutstropfen bei der Geschichte – selbst in englischer Spracheinstellung bei Chrome lässt sich die Funktion hierzulande – genau wie Gemini als Chrome-Feature generell – hierzulande aktuell noch nicht nutzen.

Das Ganze funktioniert jedenfalls sowohl für den aktiven Tab als auch für mehrere gleichzeitig markierte Tabs. Wer seine Workflows später anpassen oder aussortieren möchte, kann das jederzeit tun. Für den schnellen Einstieg gibt es außerdem eine Bibliothek mit fertigen Vorlagen von Google – darunter etwa Prompts zum Aufschlüsseln von Produktinhaltsstoffen oder zum Abgleich von Einkäufen mit einem vorgegebenen Budget. Diese Vorlagen lassen sich dem eigenen Profil hinzufügen und nach Wunsch verändern.

Als Beispiele für etwaige Anwendungsfälle nennt Google unter anderem: Nährwerte aus Rezeptseiten herausziehen, technische Produktdaten über mehrere geöffnete Seiten hinweg vergleichen oder lange Dokumente nach bestimmten Informationen durchsuchen. You name it.

Was Aktionen betrifft, die über reines Lesen und Zusammenfassen hinausgehen – zum Beispiel das Vorbereiten einer E-Mail oder das Eintragen eines Termins – hat Google dann aber noch eine Sicherheitsebene eingebaut. Bevor die Funktion eine solche Handlung ausführt, fordert Chrome eine manuelle Bestätigung von euch ein.

Skills steht vorerst ausschließlich für die Desktop-Version von Chrome zur Verfügung. Die angelegten Workflows synchronisieren sich über das Google-Konto und sind damit auf allen Desktop-Geräten abrufbar, auf denen der Nutzer eingeloggt ist. Der Zugang zur eigenen Skill-Bibliothek erfolgt über das Kompass-Symbol, das nach der Eingabe des Schrägstrichs in der Gemini-Leiste erscheint.

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Microsoft Recall: TotalRecall Reloaded wirft Fragen auf




Microsoft und Recall, das bleibt eine schwierige Geschichte. Die Funktion, die auf Copilot-Plus-PCs im Hintergrund regelmäßig Screenshots macht und Inhalte per KI durchsuchbar halten soll, stand schon beim ersten Anlauf wegen Datenschutz und Sicherheit massiv in der Kritik. Nach einer langen Pause, neuem Konzept mit „Tresor“, Windows-Hello-Pflicht und abgesicherter Umgebung versucht Microsoft Recall nun als deutlich sichereres Feature zu verkaufen. Nun hat der Alex, wie damals, nachgelegt.

Der hat nämlich sein Tool TotalRecall überarbeitet und als TotalRecall Reloaded veröffentlicht. Die Software zeigt, was sich aus Recall mit genug Know-how herausziehen lässt. Microsoft hatte Recall so umgebaut, dass die Daten in einem geschützten Bereich (VBS-Enklave) landen und nur über Windows Hello freigegeben werden.

Nach seiner Analyse existiert der Tresor zwar wie beschrieben, die eigentliche Vertrauensgrenze liege aber an der falschen Stelle. TotalRecall Reloaded kann im Hintergrund laufen, die Recall-Zeitleiste aktivieren und so ein Windows-Hello-Fenster auslösen. Sobald der Nutzer per Gesicht oder Fingerabdruck durchwinkt, lassen sich laut Alex sämtliche von Recall gespeicherten Inhalte abgreifen. Also nicht nur Screenshots, sondern auch Textverläufe aus Mails, Chats, Dokumenten, Browserverlauf und andere Bildschirminhalte, die Recall für die eigene Suche erfasst hat.

Microsoft sieht das nicht als Sicherheitslücke, berichtet man bei The Verge. Der Bericht von Alex wurde nach eigener Aussage geprüft und geschlossen. Laut David Weston, Vizechef für Microsoft Security, verhalten sich Recall und die Schutzmechanismen so, wie sie sollen. Es gebe Zeitlimits und Schutz vor massenhaft Abfragen, die den Schaden bösartiger Anfragen begrenzen sollen. Alex hält dagegen und erklärt, dass sich diese Begrenzungen in seinem Tool aushebeln lassen, inklusive Patchen des Timeouts. Hauptkritikpunkt bleibt für ihn die Aussage, die Enklave verhindere „latent mitfahrende Malware“, was aus seiner Sicht nicht zutrifft.

Ganz schlecht ist die technische Basis von Recall aber nicht. Alex bezeichnet die VBS-Enklave selbst als stabil, auch das Authentifizierungsmodell mit Windows Hello beschreibt er als sauber und ohne offensichtliche Race-Conditions. Er sieht den Fehler an einer anderen Stelle: Die entschlüsselten Recall-Inhalte werden nach der Freigabe an einen ungeschützten Prozess übergeben, der sie rendert. Sinngemäß sein Vergleich: Der Tresor ist stabil gebaut, die Wand daneben aber eher dünn. Microsoft müsste aus seiner Sicht nachlegen, wenn die eigenen Ziele für Recall wirklich erreicht werden sollen.

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Gemini-App landet auf dem Mac: Native macOS-Version startet




Google schiebt die Gemini-App jetzt auch auf den Mac. Nicht als Webcontainer, sondern als native Anwendung für macOS. Ziel ist klar: KI-Helfer direkt auf dem Desktop, ohne ständig den Browser offen zu haben. Die App hängt sich systemweit ins System, aufrufbar per Tastenkürzel Option Leertaste. Damit liegt Gemini eine Ebene über den normalen Fenstern, ähnlich wie Spotlight oder andere Launcher. Der Gedanke: kurz etwas nachfragen, Antwort mitnehmen, weiterarbeiten, ohne Tab-Wechsel und Kontextbruch.

Mit an Bord ist die Fenstersharing-Funktion. Die App kann den Inhalt eines Fensters übernehmen, inklusive lokaler Dateien. Ein Chart im Reporting-Tool, ein PDF oder ein beliebiges anderes Fenster lässt sich freigeben, Gemini bekommt so direkten Kontext. Statt alles abzutippen, reicht dann eine Frage nach den wichtigsten Punkten in der Grafik. Das soll auch für kreative Arbeit gelten, etwa beim Strukturieren von Konzepten oder beim Zusammenfassen von Quellen.

Eingebaut ist auch der Zugriff auf Bild- und Videogenerierung. Wer in einem Projekt mal eben ein Bild mit Nano Banana oder ein kurzes Video mit Veo bauen will, muss nicht extra in eine Weboberfläche springen, sondern triggert das direkt aus der App.

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Transportflow 2.0: Mobilitäts-App in neuer Version, mit Abo

Die damals kostenlose iOS-App TransportFlow, die sich der Herausforderung stellt, Mobilitätsdaten aus aller Welt (bzw. unterstützten Ländern) in einer übersichtlichen Anwendung zu bündeln, hatte ich euch bereits letztes Jahr vorgestellt. Die aktuelle Version 2.0 von Transportflow stellt einen umfassenden Neuanfang dar, der mit einer überarbeiteten Benutzeroberfläche und neuen Kernfunktionen aufwartet.

Eine der Neuerungen ist das Isochronen-Radar. Dieses Tool visualisiert, welche Gebiete innerhalb einer bestimmten Reisezeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Die Ergebnisse werden als farbige Flächen auf einer Karte angezeigt. In der Basisversion ist der Startpunkt auf den aktuellen Standort und eine Reisezeit von 30 Minuten voreingestellt. Pro-Nutzer können die Reisezeit flexibel anpassen. Ihr seht, mittlerweile ist man da kostenpflichtig unterwegs und das bedeutet: knapp 10 Euro im Jahr für das Komplettpaket.

Neu ist auch ist die Liniensuche. Hier können gezielt einzelne Linien, wie die „U49“ in Dortmund oder FlixBus-Verbindungen, gesucht werden. Nutzer erhalten eine Übersicht über die jeweiligen Linienverläufe, was die Planung erheblich erleichtert. Die erweiterte Netzkarte zeigt nun interpolierte Fahrzeugpositionen und detaillierte Informationen zu Linienverläufen und Haltestellen. In der Basisversion fehlen Beschriftungen, während Pro-Nutzer Zugriff auf eine detaillierte Kartenansicht mit Liniennamen und Fahrzeugbeschriftungen haben.

Zusätzlich können Ziele und Verbindungen jetzt als Favoriten gespeichert werden, was den Zugriff erleichtern soll. Pro-Nutzer sind nicht auf die Standardbeschränkung von drei Favoriten limitiert. Für mich selbst war die App schon damals nicht der große Helfer, grundsätzlich bin ich da mit anderen Apps besser gefahren. Wer die App aber gerne nutzte, muss nun schauen, ob es das Abo wert ist. Angesichts der Flut an ähnlichen Apps, könnte ich mir aber vorstellen, dass es schwer wird, das Abo zu verargumentieren.

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EU-Kommission: WhatsApp soll Drittanbieter-KIs wieder reinlassen

Nicht ganz überraschend: Die EU-Kommission legt im Verfahren gegen Meta nach. Konkret geht es darum, dass Drittanbieter-KI-Assistenten wieder wie früher auf WhatsApp zugreifen können sollen. Meta hatte im Oktober 2025 die Geschäftsbedingungen für die WhatsApp Business Solution geändert und damit allgemeine KI-Assistenten von Drittanbietern ab dem 15. Januar 2026 im Grunde rausgeworfen. Wisst ihr ja selbst, vorher konnte man z. B, mit ChatGPT über WhatsApp palavern.

Im Dezember 2025 startete die Kommission ein formelles Wettbewerbsverfahren, im Februar 2026 folgte eine erste Mitteilung der Beschwerdepunkte. Vorwurf: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung nach EU-Wettbewerbsrecht, weil Meta Drittanbieter-KIs von der eigenen Plattform aussperrt. Meta hat Anfang März 2026 schriftlich reagiert und kurz darauf die Politik wieder angepasst.

Am 4. März 2026 verkündete Meta dann eine Rolle rückwärts mit Haken: Drittanbieter-KIs dürfen zwar wieder auf WhatsApp, müssen dafür aber zahlen. Genau da setzt die jetzt versandte ergänzende Mitteilung der Beschwerdepunkte an. Aus Sicht der Kommission kommt das neue Gebührenmodell faktisch einem weiteren Ausschluss gleich. Wer zahlen muss, um überhaupt an Nutzer zu kommen, hat es gegenüber Metas eigener KI Meta AI und der frisch zugekauften Manus AI schwer, im Markt Fuß zu fassen oder zu wachsen.

Die Kommission will deshalb vorläufige Maßnahmen anordnen. Meta soll Drittanbieter-KI-Assistenten so behandeln wie vor der Änderung vom 15. Oktober 2025, also ohne das neue Gebührenkorsett. Diese Zwischenschritte greifen, falls Meta mit seiner Antwort die Bedenken nicht ausräumt, und gelten nur, bis das eigentliche Verfahren abgeschlossen ist und eine finale Entscheidung vorliegt. Ziel ist, Schaden für den Wettbewerb zu verhindern, bevor der Markt für KI-Assistenten weiter in Richtung einiger weniger großer Player kippt.

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