Wear OS 7: Neues Design, mehr KI und bessere Effizienz für Smartwatches

Eher etwas unter dem Radar hat Google auf der Google I/O 2026 einen ersten Blick auf Wear OS 7 gegeben – und das, was dabei gezeigt wurde, lässt einige Veränderungen erahnen, die das Betriebssystem für Smartwatches ziemlich grundlegend umkrempeln werden. Bis wir Endkunden aber davon profitieren, dauert es noch etwas. Entwickler können allerdings schon jetzt eine Canary-Version ausprobieren.

Optisch nähert sich Wear OS 7 spürbar dem an, was man von Android kennt. Konkret zeigt sich das am deutlichsten beim Blick auf die Benutzeroberfläche: Die bisherigen Vollbild-Kacheln verschwinden komplett. An ihre Stelle treten Widgets, die sich am Design von Android 16 orientieren und in 2×1- oder 2×2-Blöcken auf dem Display angezeigt werden. Ob sich diese Widgets auch übereinander stapeln lassen? Sieht aktuell eher nicht danach aus.

Abseits des Designs verspricht Google bei Wear OS 7 eine Verbesserung beim Akkuverbrauch. Im Vergleich zu Version 6 soll das System rund zehn Prozent sparsamer arbeiten. Das klingt überschaubar, wäre in der Praxis aber durchaus spürbar, wenn man bedenkt, wie knapp die Akkukapazitäten bei Smartwatches nach wie vor bemessen sind.

Ein weiteres Thema ist die Integration von Googles KI-Modell Gemini. Ausgewählte Smartwatches bekommen Unterstützung dafür, und über eine neue AppFunctions-API können Drittanbieter ihre Anwendungen direkt mit Gemini verknüpfen. Die Idee dahinter ist, Aufgaben per Sprachbefehl oder einfachem Befehl automatisch ablaufen zu lassen – also etwa eine Bestellung bei einem Lieferdienst aufgeben, ohne sich durch Menüs wischen zu müssen. Wie das im Alltag tatsächlich funktionieren wird, bleibt vorerst offen. Die konkreten Szenarien sind noch grob skizziert, das System befindet sich ja noch in der Entwicklung.

Mit Wear OS 7 dann auch am Handgelenk: Live Updates. Direkt auf dem Zifferblatt erscheint künftig ein kleines Symbol, wenn im Hintergrund etwas läuft. Wischt man zur Benachrichtigungsseite, findet man dort Live-Karten mit aktuellen Informationen – zum Beispiel einen Countdown bis zur Lieferung eines Pakets. Ein Tippen öffnet dann eine erweiterte Ansicht mit weiteren Details.

Für Entwickler von Fitness-Apps gibt es mit Wear OS 7 eine praktische Neuerung: Google stellt ein standardisiertes Workout-Tracking bereit, das Herzfrequenzmessung und Mediensteuerung bereits mitbringt. Wer eine Fitness-App entwickelt, muss die Trainingsansicht also nicht mehr von Grund auf neu bauen, sondern kann auf dieses System zurückgreifen. Für die Nutzer bedeutet das, dass Sportaufzeichnungen künftig einheitlicher aussehen und sich ähnlich bedienen lassen – unabhängig davon, welche App gerade läuft.

Auch bei der Medienwiedergabe hat Google nachgebessert. Welche Apps den Media Player auf der Uhr automatisch starten dürfen, lässt sich in Wear OS 7 gezielt einstellen. Außerdem gibt es einen neuen „Remote Output Switcher“, der den Wechsel der Audioquelle vereinfacht. Neben Bluetooth-Kopfhörern tauchen dabei künftig auch Google-Cast-kompatible Geräte direkt in der Auswahl auf.

Wann genau die finale Version von Wear OS 7 für Endgeräte erscheint, hat Google noch nicht kommuniziert. Irgendwann im Laufe des Jahres soll es so weit sein.

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Google Play: Das ist neu für Entwickler und Nutzer (richtig geraten: Gemini)




Google hat am Play Store geschraubt und will zeigen, dass die App-Plattform längst über das reine Suchen und Installieren hinausgeht. Im Fokus steht die Verzahnung mit der KI Gemini, die künftig direkt in der Android-App und im Web beim Entdecken von Inhalten hilft. In den nächsten Wochen werden dort Apps und Spiele vorgeschlagen, später im Jahr kommen über 450.000 Filme und Serien sowie Sport-Streaming-Infos dazu. Das Ziel: Nutzer sollen direkt per Deep-Link im richtigen Inhalt landen, ohne lange zu suchen.

Auch das Engage SDK bekommt ein Update und bringt Inhalte direkt auf die Store-Einträge sowie auf neue Tablet-Oberflächen. Das System ist mittlerweile in über 80 Märkten aktiv. Wer den Store selbst durchstöbert, trifft bald auf Play Shorts. Das sind kurze Videos im Hochformat, die einen schnellen Eindruck von Funktionen und Optik einer App vermitteln sollen. Das Feature startet erst einmal in den USA. Mit Ask Play kommt zudem eine KI-gestützte Suche, die als Chat funktioniert. Nutzer können Folgefragen stellen und erhalten Zusammenfassungen, um schneller die passende Anwendung zu finden.

Für Spieler gibt es den Play Games Sidekick. Das Overlay liefert KI-Tipps, Erfolge und Belohnungen direkt im Spiel. Ab nächsten Monat kommen soziale Funktionen hinzu, mit denen man sieht, was Freunde gerade spielen. Im Sommer soll Sidekick global für alle teilnehmenden Titel verfügbar sein.

Hinter den Kulissen erleichtert Google die Arbeit mit dem Play Console Programm. Gemini hilft hier beim Übersetzen von Store-Einträgen und Abo-Vorteilen. Man lädt einfach eine Datei hoch und die KI befüllt die Felder. Auch die Verwaltung von Produkten wird einfacher. Massenänderungen bei Preisen oder das Importieren von Metadaten lassen sich bald über neue Automatisierungswerkzeuge erledigen. Wer auf bestimmte Suchbegriffe optimieren will, kann sich von der KI direkt passende Store-Seiten erstellen lassen.

An Bord sind auch die Neuerungen beim Bezahlsystem. Um Abbrüche zu vermeiden, führt Google das verzögerte Laden ein. Bei geringem Risiko erhält der Nutzer sofort Zugriff auf Inhalte, während die Zahlung im Hintergrund erneut versucht wird. Zudem wird der Zeitraum für die Kontowiederherstellung bei fehlgeschlagenen Zahlungen von 30 auf 60 Tage verdoppelt, was die Kündigungsraten deutlich senken soll. Neue Schnittstellen erlauben es Nutzern außerdem, direkt beim Kündigungsversuch den Tarif zu wechseln oder Angebote anzunehmen.

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Google Flow Music: KI-Studio für Musik und Videos startet auf iOS




Google bringt mit Flow Music ein neues Werkzeug an den Start, das die hauseigenen KI-Modelle für die Musikproduktion bündelt. Zuerst für iOS, zur Stunde nicht in Deutschland.

Wer keine Lust auf komplizierte Regler oder Notenblätter hat, nutzt hier einen Chatbot auf Basis von Gemini als Produzenten. Der Nutzer gibt Anweisungen per Textbefehl, erstellt erste Melodien oder lässt den Bass nachträglich anpassen. Auch die Stimme der KI lässt sich über einfache Ansagen tiefer oder anders klingen lassen. Das System soll dabei nicht nur kurze Schnipsel, sondern komplette Songs in hoher Audioqualität ausspucken. Nutzer können ihre Werke direkt im Tool bearbeiten, Remixes erstellen oder Effekte drüberlegen.

Neben dem Sound ist auch das Visuelle an Bord. Google verknüpft Flow Music mit dem Veo-Modell, wodurch sich passende Musikvideos zum Track generieren lassen. Hierbei steuern die Anwender das Aussehen der Charaktere und den allgemeinen Stil per Eingabe. Die Plattform dient gleichzeitig als soziales Netzwerk, in dem Playlists erstellt und Songs veröffentlicht werden können. Die KI lernt mit der Zeit den individuellen Geschmack der Nutzer kennen, um passendere Vorschläge zu liefern. KI, KI, KI…..

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Google I/O 2026: Gemini erhält neues Design und autonome Agenten-Funktionen

Google verpasst Gemini ein komplett neues Gesicht. Das Unternehmen nennt die neue Designsprache „Neural Expressive“ und setzt dabei auf dynamische Animationen, eine überarbeitete Typografie sowie haptisches Feedback. Was sich ebenfalls ändert: die Art, wie das System Antworten aufbereitet. Statt reiner Textwände kombiniert Gemini künftig Bilder, interaktive Zeitachsen, Grafiken und vertonte Videos – je nachdem, was der Kontext gerade erfordert. Auch die Sprachfunktion Gemini Live wurde überarbeitet, sodass Pausen im Redefluss nicht mehr zu ungewollten Abbrüchen führen. Das Design-Update steht ab sofort für Web, Android und iOS bereit.

Neu im Line-up ist außerdem Gemini Omni, ein multimodales Modell, das Text-, Bild- und Video-Eingaben direkt in hochauflösende Videos umwandeln kann. Die Bearbeitung läuft per Dialog – Kamerafahrten oder Hintergrundwechsel lassen sich also einfach per Texteingabe steuern. Wer möchte, kann aus eigenem Bild- und Tonmaterial auch einen KI-Avatar erstellen. Diese Funktion ist ab sofort für Abonnenten von Google AI Plus, Pro und Ultra verfügbar.

Der eigentliche Kern der Ankündigungen sind aber die sogenannten Agenten – also KI-Funktionen, die Aufgaben im Hintergrund erledigen, ohne dass man ständig eingreifen muss. „Daily Brief“ ist so ein Agent: Er wertet verknüpfte Google-Dienste wie Gmail oder den Kalender aus, priorisiert Termine und dringende Mails und erstellt daraus morgens eine Zusammenfassung mit vorgeschlagenen nächsten Schritten. Der Rollout läuft ab sofort für AI Plus-, Pro- und Ultra-Nutzer in den USA an.

Noch einen Schritt weiter geht „Gemini Spark„, der auf dem neuen Modell Gemini 3.5 Flash und einem Framework namens „Antigravity“ basiert. Da Spark cloudbasiert arbeitet, läuft das System auch weiter, wenn das Smartphone gesperrt oder der Laptop zugeklappt ist. In Google Workspace integriert, soll Spark wiederkehrende Aufgaben automatisieren – etwa Kreditkartenabrechnungen nach Abogebühren durchsuchen oder aus Besprechungsprotokollen fertige Dokumente erstellen.

Für die Anbindung an Drittanbieter wie Canva, OpenTable und Instacart ist das Model Context Protocol (MCP) vorgesehen. Sensible Aktionen wie Zahlungen oder das Absenden von Mails erfordern aber nach wie vor eine explizite Bestätigung. Spark geht zunächst für Tester an den Start, nächste Woche folgt eine Beta-Phase für US-Nutzer von Google AI Ultra.

Wer die bereits vorhandene macOS-Desktop-App nutzt, bekommt als…mööööp US-Nutzer….im Laufe des Sommers ebenfalls Zugriff auf Gemini Spark – und damit die Möglichkeit, Workflows direkt mit lokalen Dateien zu verknüpfen. Auch die Sprachsteuerung wird ausgebaut: Das System soll gesprochene Gedanken und Korrekturen in strukturierte Textentwürfe umwandeln und diese direkt an der Cursor-Position einfügen können.

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Android XR: Google macht die Brillen smart

Google bringt im Herbst frische Hardware auf die Nase. Auf der I/O 2026 gab es einen Ausblick auf das, was in Zusammenarbeit mit Samsung und Qualcomm unter der Haube von Android XR passiert. Konkret geht es um intelligente Brillen, die in zwei Varianten erscheinen. Den Anfang machen Audio-Brillen im Herbst, später folgen Modelle mit integriertem Display. Google setzt hierbei auf Partner wie Gentle Monster und Warby Parker, damit die Teile nicht nach klobiger Technik aussehen, sondern als normales Accessoire durchgehen.

Die Steuerung erfolgt per Sprachbefehl oder Tipper an den Brillenbügel. Herzstück ist die KI Gemini, die im Alltag assistiert. Die Brillen erkennen über die integrierte Kamera die Umgebung. Nutzer können Infos zu Restaurants einholen, Straßenschilder übersetzen oder Wolkenformationen bestimmen lassen. Die Navigation funktioniert ebenfalls direkt über die Bügel, da die Brille die Blickrichtung kennt und entsprechende Hinweise gibt.

Telefonate, SMS und Zusammenfassungen verpasster Nachrichten laufen über die Lautsprecher direkt am Ohr, ohne dass das Smartphone aus der Tasche muss. Fotos und Videos lassen sich auf Zuruf aufnehmen und mit Werkzeugen wie Nano Banana direkt bearbeiten oder manipulieren. Auch Aufgaben wie Essensbestellungen bereitet die KI im Hintergrund vor, sodass am Ende nur noch eine Bestätigung auf dem Handy nötig ist. Die Brillen sind mit Android und iOS kompatibel und binden Apps wie Uber oder Mondly ein. Verfügbarkeiten und Preise für den deutschen Markt stehen noch aus, die grundsätzliche Veröffentlichung der Kollektionen ist für das Jahresende geplant. Wird ein netter Fight zwischen Google, Meta und irgendwann Apple.

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