Jabra Evolve3 75 im Test: On-Ear-Headset für den Hybrid-Alltag

Jabra hatte ich hier im Blog schon oft auf den Ohren. Das Evolve 75 war vor Jahren einer meiner angenehmen Büro-Begleiter, beim Evolve2 75 hat Jabra die Reihe deutlich moderner gemacht und das Evolve3 85 hat zuletzt gezeigt, dass ein Business-Headset auch ohne klassischen Mikrofonarm sehr gut funktionieren kann.

Nun ist das Evolve3 75 an der Reihe. Das ist im Grunde die kompaktere On-Ear-Variante für alle, die nicht den ganzen Tag komplett abgeschottet unter einem Over-Ear sitzen möchten. Das ist tatsächlich ein anderer Ansatz als beim 85er. Dort geht es stärker um Ruhe, Abschirmung und lange Arbeitstage am Schreibtisch. Das 75er ist leichter, sitzt auf den Ohren und lässt im Alltag mehr von der Umgebung durch.

Das klingt erst einmal nach Nachteil, kann aber genau richtig sein, wenn ihr zwischen Büro, Homeoffice, Bahn und Café wechselt. Ich habe das Headset in den letzten Wochen genau dafür genutzt: Teams, Musik zwischendurch, ein paar längere Abstimmungen und natürlich die üblichen Situationen, in denen man schnell zwischen Notebook und Smartphone springt.

Lieferumfang, Einrichtung und erster Eindruck

Im Karton liegen das Headset, ein flaches Hard/Softcase (irgendwas zwischendrin), ein USB-C-Kabel und der Bluetooth-Adapter für den Rechner. Je nach Version gibt es das Ganze auch mit Wireless-Charging-Pad. Das Case ist, wie schon beim Evolve3 85, angenehm dünn und passt ohne großes Gefummel neben das Notebook in den Rucksack. Das klingt banal, ist bei Business-Headsets aber nicht selbstverständlich. Ich hatte über die Jahre genug Cases in der Hand, die unterwegs eher wie eine kleine Brotdose wirken.

Optisch bleibt Jabra seiner Linie treu. Das Evolve3 75 sieht nicht aufregend aus, aber es wirkt sauber, modern und nicht mehr wie ein klassisches Telefonie-Headset. Der fehlende Mikrofonarm macht dabei viel aus. Auf dem Kopf wirkt das Gerät eher wie ein unauffälliger On-Ear-Kopfhörer. Mit rund 180 Gramm ist es außerdem spürbar leichter als das große 85er. Das merkt man direkt, sobald man das Headset länger trägt.

Jabra setzt auch hier auf Stoffpolster statt Kunstleder. Das gefällt mir gut, weil es weniger warm wird und sich weniger klebrig anfühlt (vor allem bei 40 Grad), wenn man das Headset länger aufhat. Gerade bei On-Ears ist das wichtig, denn die Polster liegen direkt auf den Ohren (logisch).

Ich bin Brillenträger und bei dem Thema ziemlich empfindlich. Beim Evolve3 75 passt der Anpressdruck für mich gut, auch wenn ich nach mehreren Stunden schon merke, dass ein On-Ear eben ein On-Ear bleibt. Nach fünf bis sechs Stunden will ich das Teil kurz absetzen. Beim 85er habe ich da mehr Reserve.

Die Einrichtung ist Jabra-typisch schnell erledigt. Am Rechner steckt ihr den Dongle ein, am Smartphone koppelt ihr das Headset normal per Bluetooth. Dual Connectivity funktioniert ebenfalls, also parallele Verbindung mit zwei Geräten. In meinem Alltag hing das Headset meistens am Mac und am iPhone. Kommt ein Anruf rein, springt es sauber auf das passende Gerät. So, wie es sein soll und auch schon bei den Vorgängern gut funktioniert hat.

Klang, ANC und Mikrofone im Alltag

Bedient wird das Evolve3 75 über Tasten an den Ohrmuscheln. Lautstärke, Wiedergabe, Stummschaltung, ANC beziehungsweise HearThrough und der Teams-Button sind dabei. Die Tasten sind klein, aber gut zu ertasten. Den Teams-Button würde ich gern frei belegen können. Das ist bei Jabra traditionell nicht vorgesehen und schade, wenn man nicht komplett in der Microsoft-Welt hängt.

Der Klang ist für ein Business-Headset ordentlich. Die 32-mm-Treiber liefern ein warmes, recht ausgewogenes Klangbild, mit genug Bass für Musik nebenbei, Podcasts oder YouTube. Das ist logischerweise kein Kopfhörer für Leute, die abends mit geschlossenen Augen einzelne Instrumente sezieren wollen. Für den Arbeitstag reicht es aber locker. Meiner Meinung nach ist das auch der richtige Maßstab. Ein Headset dieser Art muss Sprache sauber abbilden, Musik nicht nervig klingen lassen und nach einem Call nicht sofort gegen andere Kopfhörer getauscht werden müssen.

Beim ANC muss man die Bauform im Kopf behalten. Ein On-Ear dichtet nie so ab wie ein guter Over-Ear. Tiefe, gleichmäßige Geräusche werden gut reduziert, etwa Lüfter, Bahnbrummen oder das Grundrauschen im Büro. Stimmen, Tastaturen und höhere Geräusche kommen da wie üblich stärker durch. Das ist kein Fehler, sondern ein Kompromiss. Wer maximale Ruhe will, nimmt das Evolve3 85 oder gleich einen starken Over-Ear von Sony, Bose oder Apple. Wer im Homeoffice noch hören möchte, ob die Kinder ins Zimmer kommen, ist mit dem 75er manchmal sogar besser bedient (auch mit ANC).

HearThrough funktioniert ebenfalls ordentlich aber ist eben auf einem durchschnittlich guten Niveau. Auch hier sind die Konkurrenten der großen Marken besser. Ich nutze solche Modi nicht dauerhaft, aber wenn jemand kurz etwas fragt oder man beispielsweise im Café eine Bestellung mitbekommen möchte, ist das praktisch.

Der wichtigste Punkt ist natürlich die Sprachqualität. Jabra setzt auch beim Evolve3 75 auf ClearVoice und mehrere digitale Mikrofone, die Sprache von Umgebung trennen sollen. Nach meinen Calls kann ich sagen, dass das gut funktioniert. In Teams kam meine Stimme klar und präsent rüber. Gesprächspartner hatten keine Probleme, mich zu verstehen, auch nicht mit etwas Hintergrundgeräusch im Raum (und die gibt’s bei Kindern auch im Nebenraum zuhauf). Ganz wegzaubern kann das System die Umgebung natürlich nicht. Wenn direkt neben euch jemand laut spricht, merkt die Gegenseite irgendwann, dass etwas los ist. Für den normalen Arbeitsalltag ist das aber absolut gut brauchbar.

Ich war beim Thema Mikrofonarm ehrlich gesagt skeptisch. Das Evolve2 75 hatte noch den kleinen ausklappbaren Arm, das Evolve3 75 sieht nun deutlich unauffälliger aus. Beim großen 85er ging dieser Wechsel schon gut, und beim 75er sehe ich das ähnlich. Das Headset klingt nicht wie ein Studiomikrofon, aber es klingt für Meetings sauber genug. Und genau darum geht es. Man will in einem Call nicht erklären müssen, warum man gerade dumpf, dünn oder weit weg klingt.

Die Akkulaufzeit ist ebenfalls stark. Jabra nennt bis zu 110 Stunden Nutzung, je nach ANC, Lautstärke und Gesprächsanteil variiert das natürlich. In meinem Test musste ich nicht ständig über den Akku nachdenken. Mehrere Tage durchgängige Meetings mit ANC waren locker drin. Geladen wird per USB-C und wer das Charging-Pad nutzt, legt das Headset nach Feierabend einfach ab. Schön ist außerdem, dass Akku und Polster tauschbar sind. Das sollte in dieser Preisklasse selbstverständlich sein, ist es aber leider nicht.

Das Fazit

Das Jabra Evolve3 75 ist kein kleineres Evolve3 85 für weniger Geld, sondern die sinnvollere Variante für einen anderen Arbeitstag. Es ist leichter, kompakter und offener. Dafür bekommt ihr nicht dieselbe Abschirmung und auch nicht ganz den Langzeitkomfort eines Over-Ears. Für mich ist das der zentrale Punkt bei der Entscheidung. Sitzt ihr acht Stunden am Stück in Meetings und wollt möglichst viel Ruhe, würde ich zum 85er greifen. Pendelt ihr häufiger, arbeitet ihr mal hier und mal dort oder wollt ihr nicht komplett von der Außenwelt abgeschnitten sein, passt das 75er besser.

Der Preis bleibt sportlich. 319 Euro UVP (real bei 250 Euro), beziehungsweise 359 Euro (aktuell 280 Euro) mit Wireless-Charging-Pad, sind kein Schnäppchen. Dafür bekommt ihr aber ein sehr rundes Business-Headset mit guter Sprachqualität, ordentlichem Klang, langer Laufzeit, sauberer App-Anbindung und einem Design, das nicht mehr nach Callcenter aussieht. Es gibt weiterhin Punkte, die ich gern anders hätte, allen voran den nicht frei belegbaren Teams-Button und die bauartbedingte Grenze beim ANC. Unterm Strich hat Jabra hier aber einen guten Nachfolger gebaut.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

EU-Studie: Social Media drückt bei Jugendlichen auf die Stimmung




In Brüssel kam die Sondergruppe für Kindersicherheit im Internet neulich zusammen. Die Experten bereiten nun einen Bericht für EU-Präsidentin Ursula von der Leyen vor, der Mitte Juli übergeben wird.

Ziel ist eine Verschärfung der Regeln, um Minderjährige im Netz besser abzusichern (wobei sich manche Methoden eher wie feuchte Überwachungsfantasien lesen). Flankiert wurde die Sitzung von neuen Eurobarometer-Daten zum Thema.

Demnach verbringen junge Menschen in Europa unter der Woche im Schnitt 4,5 Stunden vor dem Bildschirm, am Wochenende steigt der Wert auf 6,1 Stunden. Etwa 14 Prozent der Jugendlichen sind sogar mehr als 10 Stunden täglich online.

Die Zahlen belegen angeblich einen Zusammenhang zwischen der Nutzungsdauer und dem psychischen Befinden. Fast jeder dritte Jugendliche fühlt sich durch soziale Medien gestresst, traurig oder ausgegrenzt. Wer früh mit Facebook, TikTok und Co. startet, bleibt später länger hängen.

Wer vor dem zehnten Lebensjahr begann, kommt am Wochenende auf rund 7,5 Stunden Bildschirmzeit. Bei einem Start nach dem 14. Lebensjahr sind es im Schnitt nur 5,7 Stunden. Knapp die Hälfte der Befragten vergleicht sich online ständig mit anderen, was den Druck erhöht. Ein Viertel gab an, bereits mit Hassrede oder Gewalt konfrontiert worden zu sein.

Die EU verweist auf bestehende Instrumente wie das Gesetz über digitale Dienste oder die Strategie für ein besseres Internet für Kinder. Auch eine App zur Altersverifikation steht grundsätzlich bereit, die von den Mitgliedstaaten nun angepasst werden kann.

Laut einer weiteren Umfrage halten 92 Prozent der Europäer einen besseren Onlineschutz für Kinder für eine Priorität. Die Empfehlungen der Fachleute sollen nun zeigen, wie Eltern und Erziehungsberechtigte bei dieser Aufgabe stärker unterstützt werden können.

Wobei ich mich manchmal frage, ob nicht auch die Eltern oder Großeltern selbst das Problem sind, die ihre eigene Computer- / Social-Media- / Spielsucht in den Griff bekommen sollten.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

QNAP bringt KI-Assistenten auf das Smartphone

Netzwerkspeicherspezialist QNAP spendiert seinen drei beliebtesten mobilen Apps ein KI-Upgrade. Ab sofort stehen in Qfile Pro, QuMagie und Qmanager neue KI-Assistenten bereit, mit denen ihr eure Daten, Fotos und den NAS-Status über einfache Sprach- oder Textbefehle steuern könnt. QNAP setzt hierbei komplett auf On-Device-KI. Die Verarbeitung der Sprachbefehle läuft also direkt auf eurem Smartphone und schickt keine privaten Daten auf externe Cloud-Server.

Beim Dateimanager Qfile Pro könnt ihr so über Befehle wie „Suche nach Videos aus der letzten Woche“ ordnerübergreifend suchen oder Backups anstoßen. Die Fotoverwaltung QuMagie erlaubt über die On-Device-Gesichtserkennung gezielte Suchen nach Orten oder Personen (z. B. „Zeige Fotos von Chloe aus Taiwan“). Admin-Herzen dürften bei Qmanager höher schlagen: Statt euch durch verschachtelte Systemmenüs zu hangeln, könnt ihr Auslastung, Temperaturen oder verbleibenden Speicherplatz einfach erfragen („Wie viel Speicherplatz ist noch frei?“).

Die Sache hat allerdings gleich zwei Haken. Zum einen ist der KI-Assistent zum Start nur auf Englisch sowie traditionellem und vereinfachtem Chinesisch nutzbar. Zum anderen sind die Systemanforderungen durch die lokale Berechnung auf dem Smartphone knackig: Unter Android wird ein Gerät mit AICore-Support benötigt (etwa die Google Pixel 9/10- oder Samsung Galaxy S25/S26-Serie). Apple-Nutzer benötigen mindestens ein iPhone 15 Pro mit aktiviertem Apple Intelligence. Die Updates stehen ab sofort für Android und iOS bereit.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

AR-Brillen geben dem Near-Eye-Markt wieder Rückenwind




Nachdem der Markt für Near-Eye-Displays 2025 ordentlich Federn lassen musste, soll es 2026 wieder aufwärtsgehen. Das zumindest prognostiziert Omdia in seiner aktuellen Marktanalyse. Die Analysten rechnen mit einem Umsatz von 675 Millionen US-Dollar, was einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei den Auslieferungen sieht es ähnlich aus: Hier sollen 14,53 Millionen Displays den Weg in Geräte finden, ein Zuwachs von 16 Prozent.

Der Hauptgrund für die Trendwende ist wenig überraschend: AR-Brillen. Während klassische VR-Headsets weiter schwächeln, investieren Hersteller zunehmend in leichte Smart Glasses mit KI-Funktionen und AR-Brillen. Laut Omdia haben Unternehmen wie Meta, Apple, Samsung und Huawei ihre Produkt-Roadmaps entsprechend angepasst und setzen inzwischen stärker auf diese Geräteklasse.

Besonders deutlich fällt das Wachstum wohl im AR-Segment aus. Omdia erwartet 2026 rund 4,1 Millionen ausgelieferte AR-Displays. Das wären 154 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz soll gleichzeitig um 152 Prozent auf 156 Millionen US-Dollar steigen. Als Gründe nennt das Unternehmen neue Produkte von RayNeo, Alibaba, XREAL und VITURE sowie ein insgesamt stärker wachsendes Ökosystem.

Bei VR sieht die Sache dagegen weiter eher zäh aus. Große Hardware-Sprünge bleiben aus, die Geräte sind nach wie vor vergleichsweise klobig und für den Alltag kaum geeignet. Dazu kommt ein Software-Angebot, das aus Sicht von Omdia (und vielen von uns sicher auch) bislang nicht genügend Nutzer überzeugt. Auch deshalb wandern Investitionen und Aufmerksamkeit zunehmend in Richtung KI-Brillen und AR.

Die Prognose fällt entsprechend aus: Für VR-Displays erwartet Omdia 2026 einen Rückgang der Auslieferungen um 4 Prozent auf 10,5 Millionen Einheiten. Der Umsatz soll ebenfalls um 4 Prozent sinken.

Unterm Strich zeigt sich damit ein Wandel, der sich schon seit einiger Zeit abzeichnet: Die Musik spielt inzwischen deutlich stärker bei leichten AR- und KI-Brillen als bei klassischen VR-Headsets. Ob sich dieser Trend langfristig bestätigt, wird am Ende aber auch davon abhängen, ob die neuen Geräte im Alltag tatsächlich einen Mehrwert bieten.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Umfrage: Die meisten würden im Flugzeug nur auf Langstrecken für WLAN bezahlen

Die Lufthansa stattet mehr Flugzeuge mit Breitband-Internet aus.


Internet an Bord gehört bei vielen Fluggesellschaften inzwischen zum Angebot, kostenlos ist es allerdings meist nicht. Eine aktuelle Marktanalyse von Verivox zeigt nun, dass die Zahlungsbereitschaft der Passagiere vor allem von der Flugdauer abhängt.

Während auf Kurz- und Mittelstrecken 53 Prozent der Befragten kein Geld für WLAN ausgeben möchten, sieht das auf Langstrecken anders aus. Dort wären 60 Prozent bereit, für einen Internetzugang zu bezahlen. Lediglich 35 Prozent lehnen dies grundsätzlich ab.

Bei den Preisen zeigt sich allerdings eine klare Schmerzgrenze. Die meisten würden höchstens 10 Euro pro Flug bezahlen. Auf Kurz- und Mittelstrecken liegt die Zustimmung dafür bei 36 Prozent, auf Langstrecken bei 46 Prozent. Deutlich höhere Preise stoßen dagegen auf wenig Akzeptanz. Nur 6 Prozent würden auf kürzeren Flügen mehr als 10 Euro ausgeben, auf Langstrecken sind es 14 Prozent.

Besonders hoch ist die Zahlungsbereitschaft bei jüngeren Reisenden unter 29 Jahren sowie bei Familien mit Kindern. Auf Langstrecken würden 81 Prozent der jüngeren Befragten und 78 Prozent der Familien für Internet bezahlen.

Allerdings gibt es laut Verivox noch Luft nach oben. Viele Airlines bieten derzeit lediglich Bandbreiten von bis zu 4 Mbit/s an. Für Streaming oder andere datenintensive Anwendungen reicht das oft nicht aus.

Das könnte sich in den kommenden Jahren ändern. Immer mehr Fluggesellschaften setzen auf Satelliteninternet über Starlink. Teilweise wird auch Amazons Kuiper-Netzwerk als Alternative genannt. Die neuen Systeme versprechen deutlich höhere Geschwindigkeiten und werden bei einigen Airlines zum Start sogar kostenlos angeboten. Auch innerhalb der Lufthansa Group hat die Einführung von Starlink bereits begonnen.

Bei der Verfügbarkeit bleibt das Angebot dennoch uneinheitlich. Von den 25 in Deutschland am häufigsten genutzten Fluggesellschaften bieten derzeit 14 Internetpakete an. Dazu gehören unter anderem Lufthansa, Eurowings, Condor, KLM, Austrian Airlines, British Airways, Turkish Airlines und United Airlines. Dagegen verzichten Airlines wie Ryanair, EasyJet, SunExpress oder Air Dolomiti bislang auf WLAN an Bord.

Preislich beginnen die günstigsten Chat- oder Basistarife auf Kurz- und Mittelstrecken bei rund 2,30 Euro. Größere Internet- und Streaming-Pakete starten bei etwa 6 Euro. Auf Langstrecken werden dagegen teils deutlich höhere Preise fällig. So verlangt Swiss bis zu 37 Euro, KLM berechnet für entsprechende Pakete bis zu 30 Euro.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies