Für diejenigen, die den nächsten Partyabend planen oder einfach gerne vor dem Monitor trällern, dürfte Nightingale einen Blick wert sein. Die Software versteht sich als eigenständiges Partyspiel und verspricht, jeden beliebigen Song in eine Karaoke-Nummer zu verwandeln. Dabei wird der Gesang lokal vom Instrumentaltrack getrennt, der Text transkribiert und alles synchron wiedergegeben. Technisch setzt das Tool auf Modelle wie UVR Karaoke oder Demucs zur Isolierung der Tonspuren, wobei sich die Lautstärke des Originalgesangs zur Orientierung anpassen lässt.
Damit der Text auch passt, greift die Anwendung auf LRCLIB zurück oder nutzt WhisperX, um die Worte passgenau zum Audio auszurichten. Wer ein Mikrofon anschließt, bekommt in Echtzeit eine Bewertung der Tonhöhe angezeigt, ähnlich wie man es von großen Konsolenspielen kennt. Damit der Wettbewerb fair bleibt, lassen sich verschiedene Spielerprofile anlegen, die den Punktestand und erreichte Sterne separat speichern. Das funktioniert nicht nur mit Audiodateien, sondern auch mit Videos im MP4- oder MKV-Format, wobei das Originalvideo dann als Hintergrund dient. Alternativ sorgen GPU-Shader oder Video-Loops für optische Untermalung.
Die Bedienung ist komplett auf Gamepads ausgelegt, sodass Maus und Tastatur im laufenden Betrieb nicht zwingend nötig sind. Interessant ist der technische Unterbau: Statt einer komplexen Installationsorgie kommt Nightingale als einzelne Binärdatei daher. Beim ersten Start zieht sich das Programm notwendige Komponenten wie ffmpeg, Python und die Machine-Learning-Modelle selbstständig nach. Verfügbar ist das Ganze für Windows, macOS und Linux, wobei vorhandene Grafikkarten zur Beschleunigung genutzt werden, aber auch ein reiner CPU-Betrieb als Fallback möglich ist. Und ja: Open Source. Anmerkung: Habe das Ganze noch nicht ausprobieren können, obwohl ich bekannterweise großer Karaoke-Fan bin, wenn es ans Glas geht. Aber selbst da werden Lokalitäten oder der Apple TV bevorzugt. Ganz früher war Sunfly Karaoke auch immer ganz nett 🙂
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Das Statistische Bundesamt hat Zahlen zur Verbreitung von Photovoltaikanlagen in Deutschland veröffentlicht. Zum Jahresende 2025 waren demnach knapp 4,8 Millionen Systeme auf Dächern und Grundstücken installiert. Dies entspricht einer Nennleistung von insgesamt rund 106.200 Megawatt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Anlagen um 17,6 Prozent, die Leistung legte um 11,8 Prozent zu. Ende 2024 waren es noch gut 4,0 Millionen Anlagen.
Der Wachstumstrend schwächt sich damit etwas ab, nachdem in den beiden vorangegangenen Jahren noch Zuwachsraten von über 27 Prozent verzeichnet wurden. Erfasst sind hierbei Anlagen, die ins öffentliche Netz einspeisen und über einen entsprechenden Zähler verfügen, wodurch viele reine Balkonkraftwerke in dieser Statistik fehlen.
Ein Blick auf den Handel zeigt die starke Abhängigkeit von Importen. China bleibt mit einem Anteil von 88 Prozent das wichtigste Herkunftsland für Photovoltaikanlagen, gefolgt von den Niederlanden mit großem Abstand. Der Wert der Importe sank 2025 um 7,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Die heimische Produktion von Solarmodulen ist hingegen stark rückläufig. In den ersten drei Quartalen 2025 wurden in Deutschland 60,6 Prozent weniger Module produziert als im Vorjahreszeitraum. Bereits 2024 hatte sich die Produktion mehr als halbiert.
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Moin Moin, dieses Mal zur frühen Stunde direkt aus den schönen Niederlanden. Die letzten sieben Tage in der Tech-Welt waren alles andere als ruhig. Ich hatte jede Menge zu tun, um meine Testberichte fertigzuschreiben und meinen Mitautoren ging es sicherlich nicht anders. Dazu gesellten sich natürlich die üblichen News, die ihr hier in der Regel zwischen 6 und 22 Uhr von uns bekommt – lange Tage sind lang, aber das ist ja selbst gemachtes Leid. Ich sage immer: Wer sich sein Hobby zum Beruf macht, der arbeitet nie wirklich.
Wie üblich habe ich euch einmal aus den Top-Themen welche herausgepickt, die euch vielleicht durch die Lappen gegangen sind, aber natürlich passierte noch viel mehr, das seht ihr ja, wenn ihr mal unsere Seiten nach und nach zurückblättert. Und heute? Heute geht es natürlich wieder turnusmäßig weiter mit den News. Bis später!
Kurz vor Ostern schraubt die Telekom-Tochter congstar ordentlich an den Tarifen und spendiert den Prepaid Allnet Flats deutlich mehr Datenvolumen fürs gleiche Geld. Besonders attraktiv ist das Prepaid Jahrespaket mit nun 300 GB für einmalig 100 Euro, während die Homespot-Tarife in der Spitze jetzt bis zu 400 GB bieten. Wer also über die Feiertage viel streamen will, kann hier ohne Aufpreis zuschlagen.
Schlechte Nachrichten für Fans des Star-Trek-Universums: Die Serie „Starfleet Academy“ wird bereits nach der kommenden zweiten Staffel wieder eingestellt. Laut Berichten fand die Serie offenbar kein ausreichend großes Publikum, um die hohen Produktionskosten langfristig zu rechtfertigen, was sie zur am schnellsten abgesetzten Star-Trek-Serie macht.
Apple hat iOS 26.4 veröffentlicht und liefert damit ein solides Update ab, das vor allem die Benutzerfreundlichkeit im Alltag verbessert. Neu sind unter anderem die „Umgebungsmusik“-Widgets für Apple Music sowie eine überarbeitete „Bewegung reduzieren“-Einstellung, die Animationen bei Liquid-Glass-Displays zuverlässiger glättet.
Fast schon nebenbei hat Sonova angekündigt, sich von seiner Consumer-Sparte und damit von der Marke Sennheiser trennen zu wollen. Nach der Übernahme im Jahr 2021 scheint der Plan, im Privatkundenmarkt dauerhaft Fuß zu fassen, nicht wie erhofft aufgegangen zu sein. Nun sucht man für den prestigeträchtigen Namen einen neuen Besitzer.
OpenAI stampft die eigenständige Videogenerator-App Sora überraschend wieder ein, da die Betriebskosten von geschätzt 15 Millionen Dollar pro Tag offenbar zu massiv waren. Die Technologie soll künftig jedoch nicht ganz verschwinden, sondern vermutlich direkt in die „Super-App“ ChatGPT integriert werden.
Google hat den integrierten Dokumentenscanner in der Drive-App überarbeitet und bietet nun eine verbesserte automatische Aufnahme von Papierkram an. Das Update erleichtert das Zuschneiden und Fokussieren erheblich, sodass digitale Kopien schneller erstellt werden können – aktuell ist das Ganze jedoch noch als Beta gekennzeichnet.
Amazon Prime Video hat die ersten Teilnehmer für die siebte Staffel von „Last One Laughing“ bestätigt, darunter Carolin Kebekus, Elton und Max Giermann. Fans können sich also wieder auf reichlich strapazierte Lachmuskeln freuen, während Bully Herbig gewohnt streng über jede kleinste Miene wacht.
Apple TV hat sein Programm für den April 2026 vorgestellt, wobei die Dark Comedy „Outcome“ mit Keanu Reeves zweifellos das Highlight darstellt. Neben dem hochkarätig besetzten Spielfilm starten auch neue Staffeln von Erfolgsserien wie „Criminal Record“ und die neue Dramedyserie „Only Margo“ mit Elle Fanning.
Eine neue VDE-Richtlinie bereitet den Weg für Balkonkraftwerke mit einer Modulleistung von bis zu 7.000 Watt, was den bisherigen Rahmen von 2.000 Watt sprengt. Während die Einspeisung bei 800 VA gedeckelt bleibt, sorgt die höhere Modulleistung für eine deutlich stabilere Stromausbeute auch bei bewölktem Himmel oder im Winter.
Im Test zeigt sich das neue MacBook Neo als ideale „Schreibmaschine“ für die Uni oder das Homeoffice, da es den A18 Pro Chip vom iPhone ins Mac-Gehäuse bringt. Für unter 700 Euro bekommt man ein lautloses, hochwertiges Gerät, muss jedoch mit 8 GB RAM und dem Verzicht auf Thunderbolt-Anschlüsse leben. Lohnt? Lohnt!
Hier noch ein paar Tests, die angefallen sind, gestern wurden auch noch welche veröffentlicht und heute folgen ebenfalls welche.
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Die Smart-Home-Plattform Homey hat eine neue Funktion auf Lager. Ab sofort lassen sich Geräte aus der Übersicht ausblenden. Die versteckten Geräte kann man dann jederzeit wieder einblenden, ohne dass dabei Einstellungen verloren gehen.
Homey positioniert diese Funktion für Geräte, die man nur ein paar Mal im Jahr oder saisonal verwendet. Etwa für die smarte Weihnachtsbaumbeleuchtung im Sommer oder auch den Ventilator, der in den kalten Monaten in die Winterpause wechselt.
Bisher gab es da nur die Möglichkeit, die Geräte dauerhaft herumliegen zu lassen, sie zwischenzeitlich zu entfernen oder diese zu temporären Räumen hinzuzufügen. In der Homey-App findet ihr die Option zu den versteckten Geräten im Reiter „Geräte“. Hier kann man dann pro Zone auswählen, welche Geräte man verbergen möchte. Diese verschwinden dann aus der Übersicht.
Alle Daten und Einstellungen bleiben aber weiterhin erhalten (und einsatzbereit). Die ausgeblendeten Geräte werden weiterhin in den Bereichen „Aktivität“, „Energie“ und „Batterien“ angezeigt. Pro Zone wird angezeigt, wie viele Geräte dort ausgeblendet sind. Von dort aus kann man diese auch wieder direkt einblenden, da man zu den passenden Einstellungen verlinkt.
Die „Hidden Devices“ stehen ab sofort für Homey Cloud, Homey Pro (2023–2026), Homey Pro mini und den Homey Self-Hosted Server ab Version 12.13.0 zur Verfügung. Nötig ist zudem die mobile App ab Version 9.9.0.
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„Crimson Desert“ ist letzte Woche für PC und Konsolen erschienen. Das massive Singleplayer-RPG des südkoreanischen Entwicklerstudios Pearl Abyss faszinierte schon weit vor Veröffentlichung Community und Presse. Vorabvideos zeigten schier unendliche Gameplay-Möglichkeiten, bildhübsche Grafik und eine riesige Spielwelt. Ich konnte mittlerweile die PC-Fassung für euch anspielen.
Ich selbst war dem Hype im Übrigen lange Zeit wegen eines Irrtums gar nicht verfallen: Anfangs wurde „Crimson Desert“ nämlich noch als MMORPG angekündigt, sodass ich den Titel innerlich sofort abgehakt hatte. Erst wenige Wochen vor Launch entdeckte ich dann, dass das Spiel doch in mein Raster fällt. Und tatsächlich kann Pearl Abyss viele seiner Versprechen halten. Die größte Stärke ist aus meiner Sicht die dynamische Spielwelt, die mich sofort an Titel von Bethesda erinnert hat.
Denn auch „Crimson Desert“ hat viele Ecken und Kanten, erlaubt es dem Spieler aber nach der kurzen Einführung sofort, seine eigenen Geschichten zu schreiben. Bereits in der Startregion habe ich mir als Kleptomane in solchen Titeln etwa eine Diebesmaske organisiert und unentdeckt in allen Häusern mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest gewesen ist. Doch bevor ich zu sehr ans Eingemachte gehe, folgt eine kurze Einführung.
Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte
Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)
Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)
Die Stärken von „Crimson Desert“
„Crimson Desert“ ist ein Singleplayer-Rollenspiel, das in der fiktiven Welt Pywel spielt. Ihr schlüpft in die Rolle des festen Hauptdarstellers Kliff, einem Mitglied der Graumähnen, dessen Clan gleich zu Beginn des Spiels von den bitterbösen schwarzen Bären dahingemetzelt wird. Auch Kliff fällt eigentlich dem Angriff zum Opfer, ersteht aber mit neuen Kräften und einer neuen Aufgabe wieder auf. So will er nicht nur seine überlebenden Kameraden wieder vereinen, sondern auch Rache an den schwarzen Bären üben, bevor sie weitere Gräueltaten verüben.
Die Hauptgeschichte von „Crimson Desert“ ist dabei eher dröge und zudem teilweise schwer nachvollziehbar. In eurem Questlog tauchen neue Aufgaben auf, die euch zu bestimmten Orten oder Personen dirigieren. Woher Kliff davon erfahren hat und wie genau das die Story vorantreibt, bleibt aber zunächst oft nebulös. Auch der wortkarge Protagonist hat kaum Persönlichkeit und wird eher zu einem Gefäß, das ihr mit euren eigenen Gedanken füllen könnt.
Wie bereits angesprochen, brilliert „Crimson Desert“ aber mit seiner riesigen Spielwelt, in der nahezu jeder Schritt belohnend wirkt. Gerade in den ersten Spielstunden findet man ständig neue Objekte, die in Kliffs Wissensfundus vermerkt werden. Oder man beobachtet Gespräche von NPCs bzw. Kampfhandlungen und erlernt selbst neue Kniffe. Auch Loot ist bunt verstreut und bringt einem entweder schnelles Geld für bessere Ausrüstung oder direkte Boni. Quasi hinter jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken.
Technik mit Ecken und Kanten
Auch die actiongeladenen Kämpfe machen Laune. Der Mix aus Ausweichen, Parieren und Draufhauen steuert sich zwar nicht immer präzise, aber ziemlich wuchtig und bleibt fair. Partikeleffekte garnieren das ganze Spektakel, während man mit Schwertern und Bögen direkt zu Anfang geschickt mehreren Banditen den Garaus macht. Die Steuerung ist dabei jedoch unnötig sperrig. Beispielsweise ist der Controller so belegt, dass dieselbe Taste bei kurzem Tastendruck einen Sprung auslöst und bei langem Halten Objekte einsammelt. Da ist es mir ständig passiert, dass ich etwas einsammeln wollte und stattdessen einen beherzten Hüpfer hingelegt habe. Und das ist nur ein Beispiel. Auch Personen über die Schultertasten erst für Gespräche anzuvisieren, fühlt sich etwa alles andere als elegant an.
Auch vor Bugs bleibt so ein massiver Titel wie „Crimson Desert“ zum Release nicht gefeit. Da clippen schonmal Personen oder Objekte durch Wände. Einmal habe ich auch ein Haus betreten, in dem ein Kind bequem in der Luft über seinem Hocker Platz genommen hatte. Ob da wohl schon ein Exorzist beauftragt wurde? Pop-in ist ebenfalls, selbst auf maximalen Einstellungen, deutlich sichtbar. Ziemlich nahe an der Spielfigur ploppt immer wieder feine Vegetation auf. Im Modus „Filmisch“ konnte ich zudem mit DLSS Quality und aktivierter Ray-Reconstruction keine konstanten 60 fps erreichen. Da hilft nur weiteres Herunterregeln oder auf 30 fps gehen. Jedoch bietet „Crimson Desert“ leider keine Option an, um die Bildrate zu begrenzen. Wer das wünscht, muss über den Treiber gehen.
Nvidias Ray-Reconstruction ist dabei dringend zu empfehlen, weil das hier obligatorische Ray-Tracing sonst sehr viel Noise und ein unruhiges Bild erzeugt. Grafisch ist „Crimson Desert“ auf maximalen Einstellungen auf jeden Fall ein Bringer. Auch hier wirkt die Spielwelt selbst aber viel prächtiger als die Charaktere, die ich da nicht an der Speerspitze sehe, besonders was die Animationen betrifft. Sprachausgabe gibt es im Übrigen nur auf Englisch. Auf Deutsch könnt ihr lediglich Untertitel genießen.
Das Wichtigste: Es macht Spaß
Ich habe, wie ihr sicherlich auch, schon viele andere Reviews zu „Crimson Desert“ gelesen. Die von mir genannten Schwächen, etwa der farblose Hauptcharakter oder die maue, wenig nachvollziehbare Geschichte, werden dabei auch von Kollegen oft angesprochen. Was dabei aber aus meiner Sicht oft verloren geht: Dieses Game ist, ganz ähnlich eben wie die besten Spiele von Bethesda, mehr als die Summe seiner Teile. Die große Freiheit, die man direkt nach dem Prolog genießt, erzeugte jedenfalls sofort bei mir das Gefühl, eine riesige Welt betreten zu haben, die ich gerne entdecken möchte. Und dass jeder Schritt irgendwie belohnt wird, verstärkt natürlich dieses Gefühl.
Auch finde ich gut, dass „Crimson Desert“ den Spieler nicht zu eng an die Hand nimmt. Anfangs rätselte ich etwa, warum die Interaktion „Stehlen“ bei mir nur ausgegraut gewesen ist. Um Sachen mitgehen zu lassen, muss man erst eine Maske finden, die man sich für solche Aktionen aufsetzen muss. Ist zwar irgendwie schwachsinnig, wenn man es hinterfragt, aber viele solcher Kniffe und Mechaniken entdeckt man beim Zocken ganz von alleine auf natürliche Weise. Es müssen keine Pfeile blinken, die einen dirigieren.
Obendrein peppt „Crimson Desert“ das Gameplay immer wieder mit neuen Elementen auf – schnell erhält man etwa einen Umhang, mit dem man durch die Spielwelt gleiten kann. Dann kommen unterschiedliche Reittiere, ein eigenes Hauptquartier, weitere spielbare Figuren und mehr dazu. So eine Frische fehlt vielen anderen Games. Ja, manches davon ist ziemlich sperrig oder wird unnötig kompliziert erklärt, etwa das Angeln, aber wer mag, findet immer etwas Neues, um sich einzufuchsen.
„Crimson Desert“ nimmt gewissermaßen viel, etwa müsst ihr euch mit der dümpelnden Story, dem stoischen Hauptcharakter und der sperrigen Bedienung arrangieren, gibt aber auch viel: eine massive und interessante Spielwelt, endlose Mechaniken und Belohnungen für jede freie Erkundungstour. Gewissermaßen setzt der Titel aber auch voraus, dass ihr viel Zeit investiert. Der echte Reiz offenbart sich oft erst, wenn ihr die Haupt- oder sogar Nebenquests links liegenlasst und eure eigenen Aufgaben sucht. Vielleicht wollt ihr wissen, was für ein Turm das da in der Entfernung ist? Oder ihr brecht in eine Villa ein, um eine Truhe zu knacken, und entkommt nur um Haaresbreite unentdeckt. Ihr sucht die Stadt immer wieder nach Kater XY ab, um sein Vertrauen zu gewinnen und ihn irgendwann zu eurem Haustier zu küren … All das ist möglich.
Mein Fazit zu „Crimson Desert“
„Crimson Desert“ ist ein episches RPG mit vielen Ecken und Kanten. Einige werden es lieben, andere werden es hassen. Viele werden aber auch irgendwo dazwischen landen. Denn der Titel bietet für fast jeden irgendeine Art der Zerstreuung, man muss aber oft auf eigene Faust danach suchen. Insofern handelt es sich hier um ein Rollenspiel, das es euch nicht nur ermöglicht, sondern gewissermaßen auch fordert, dass ihr eure eigenen Geschichten schreibt.
Mir persönlich hat das richtig gut gefallen, sodass ich mir gut vorstellen kann, dass „Crimson Desert“ nach ein paar Patches auf meiner Liste mit den besten Spielen des Jahres landet. Ihr bringt ausreichend Zeit mit und habt den Elan, euch auf die sperrigen Elemente dieses Games einzulassen? Dann kann ich euch das RPG nur ans Herz legen.
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