DAEMON Tools: Vorsicht vor infizierten Installern

Frei nach Star Wars: DAEMON Tools. Das ist ein Name, den ich schon lange nicht mehr gehört habe, eine lange Zeit…

Wer aus irgendwelchen Gründen DAEMON Tools zum Einbinden / Erstellen von Disk-Images nutzt, sollte aktuell genau hinschauen. Seit dem 8. April 2026 läuft laut Kaspersky-Sicherheitsforschern eine Supply-Chain-Attacke, bei der manipulierte Installer direkt über die offizielle Webseite verteilt werden. Betroffen sind die Versionen 12.5.0.2421 bis 12.5.0.2434. Das Problem dabei ist, dass die Dateien mit gültigen digitalen Zertifikaten der Entwickler von AVB Disc Soft signiert sind, was sie auf den ersten Blick legitim erscheinen lässt.

Innerhalb der Installation sind die Dateien DTHelper.exe, DiscSoftBusServiceLite.exe und DTShellHlp.exe kompromittiert. Diese liegen normalerweise im Programmordner unter C:Program FilesDAEMON Tools Lite. Sobald eine dieser Dateien beim Systemstart ausgeführt wird, aktiviert sich im Hintergrund eine Backdoor. Diese kontaktiert eine präparierte URL, die der echten Domain täuschend ähnlich sieht. Über diese Verbindung können Angreifer Befehle via PowerShell ausführen und weitere Schadsoftware nachladen.

Bisher wurden tausende Infektionsversuche in über 100 Ländern registriert, wobei auch Nutzer in Deutschland betroffen sind. Die Angreifer gehen dabei methodisch vor. Zuerst wird ein Tool eingeschleust, das Systeminformationen wie MAC-Adresse, Rechnername und installierte Software sammelt. Anhand dieser Daten wählen die Hintermänner ihre Ziele offenbar gezielt aus. Während die breite Masse nur diesen Datensammler erhält, wurde bei einer kleinen Anzahl von Organisationen aus den Bereichen Regierung, Wissenschaft und Fertigung eine komplexere Schadsoftware namens QUIC RAT eingeschleust. Dieses Programm ist in C geschrieben und beherrscht diverse Protokolle zur Kommunikation mit den Servern der Angreifer.

Hinweise im Code deuten auf chinesischsprachige Akteure hin, eine genaue Zuordnung steht aber noch aus. Wer DAEMON Tools seit Anfang April installiert oder aktualisiert hat, sollte seinen Rechner also auf verdächtige Aktivitäten prüfen.

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Garmin: Karten-Update schickt Garmin 840 und mehr in den Bootloop

Kurze Warnung an alle Radsportfreunde da draußen, die einen aktuellen Garmin-Computer der Edge-Serie im Einsatz haben. Wer gerade plant, seinen Begleiter am Lenker zu aktualisieren, sollte eventuell erst einmal den Finger vom Update-Button lassen.

Aktuell mehren sich die Berichte im Garmin-Forum, dass das letzte Karten-Update „TopoActive Europe 2026.10“ die Geräte der Serien Edge 540, 840 und 1040 (inklusive der Solar-Varianten) in eine unschöne Endlosschleife schickt.

Das Fehlerbild: Das Gerät zeigt das Garmin-Logo, wechselt zur Meldung „Saving Diagnostics“ und startet nach wenigen Sekunden neu. Immer und immer wieder.

Das Problem scheint zuzuschlagen, sobald man nach dem Karten-Update eine Route laden will oder wenn das Gerät während der Fahrt eine automatische Neuberechnung (Rerouting) durchführt. Ab diesem Moment verabschiedet sich das System in den Boot-Loop.

Besonders ärgerlich: Da das Gerät permanent neu startet, wird es oft nicht mehr von Windows oder macOS erkannt. Auch Garmin Express verweigert dann den Dienst, was das Einspielen eines schnellen Fixes für den Endnutzer nahezu unmöglich macht. Wer Pech hat, sitzt vor einem mehrere hundert Euro teuren „Briefbeschwerer“.

Lösungen? Bisher leider nur bedingt. Garmin ist das Problem laut einem Foren-Moderator bekannt und man arbeite bereits an einer Analyse. Einige Nutzer versuchen ihr Glück mit dem Leerlaufenlassen des Akkus, was aber nicht bei jedem zum Erfolg führt. Selbst der Hard-Reset scheint in diesem speziellen Zustand bei vielen Geräten nicht zu greifen.

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#StartupTicker – +++ Venture Capital +++ SPRIND +++ Next Frontier AI +++ Founders‘ Stories +++ Reel +++

#StartupTicker

#StartupTicker Deutsche Startups sammeln 1,7 Milliarden Venture Capital ein Next Frontier AI: 125 Millionen für heiße KI-Startups Ab Juni: Founders’ Stories 2.0 Dänischer Stromlieferant Reel kommt nach Deutschland

    Venture Capital     SPRIND     Next Frontier AI     Founders‘ Stories     Reel

Dienstag, 5. Mai 2026VonTeam

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Dienstag, 5. Mai).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#STARTUPTICKER

Venture Capital

Ein gutes Zeichen! Deutsche Startups sammelten laut KfW-Venture-Capital-Dashboard im ersten Quartal 2026 insgesamt 1,7 Milliarden Euro ein ( 6 %). „Das Investitionsvolumen war dabei nicht von einzelnen Megadeals getrieben, sondern ergab sich aus einer stabilen Entwicklung in der Breite des Marktes“, teilt die KfW mit. Es geht somit wieder eindeutig aufwärts – auch wenn die Stimmung in der Szene weiter mies ist. Internationale Investoren spielten im ersten Quartal „anteilsmäßig wieder eine größere Rolle bei der Finanzierung deutscher Startups als in den Vorquartalen“. Investoren aus den USA stellten dabei mit 34 % die wichtigste Kapitalquelle für deutsche Startups dar. Die meisten Deals (18 %) entfielen in den vergangenen Monaten auf das Thema HealthTech, gefolgt von FinTech (15 %). Ansonsten dreht sich weiter alles um KI. „Deutsche Startups, die auf KI-basierte Anwendungen setzen, sammelten im ersten Quartal in 71 Finanzierungsrunden 967 Millionen Euro ein“, heißt es in der Analyse. (KfW) Mehr über Venture Capital

SPRIND – Next Frontier AI

125 Millionen für heiße KI-Startups! Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) startet mit „Next Frontier AI“ einen europaweiten Wettbewerb für aufstrebende KI-Startups, bei dem bis zu zehn Teams mit insgesamt 125 Millionen Euro unterstützt werden. „Das Ziel ist nicht die inkrementelle Weiterentwicklung bestehender Modelle – gesucht werden kreative Ansätze, die die algorithmischen Grenzen von heute verschieben und das Potential haben, die zu erwartenden Weiterentwicklungen bestehender KI-Ansätze bei weitem zu übertreffen“, teilt SPRIND zum Wettbewerb (24 Monate in drei Stufen) mit. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 1. Juni 2026. (Next Frontier AI) Mehr über SPRIND

Founders‘ Stories 2.0

Spannender Lesestoff für Gründerinnen und Gründer! In „Founders‘ Stories 2: Was wir von Deutschlands spannendsten Gründern lernen können“ stellt Axel Täubert, Business Angel, Mentor und Head of Start-ups bei Google, wieder Persönlichkeiten aus der großen und weiten Startups-Welt und deren Geschichten vor. Der erfahrene Manager verspricht dabei „keine Hochglanz-Märchen, sondern ehrliche Lektionen über Resilienz, kluge Strategien und den Mut zur Verantwortung“. commercetools-Gründer Dirk Hörig beschreibt im Buch etwa, wie ein radikaler Pivot das Startup in letzter Sekunde rettete. Céline Flores Willers (The People Branding Company) zeigt, wie man mit knappen Ressourcen skaliert. Und Viktor Wingert (Enpal) erklärt, wie man Engpässe wie den Fachkräftemangel durch „First Principles Thinking“ radikal selbst löst. Das Buch erscheint am 23. Juni. Bis dahin am besten den Vorgänger (Founders‘ Stories: Scheitern als Geschäftsmodell) lesen! Jetzt bei amazon bestellen

Reel

Preisschwankungen ade! Der dänische Stromlieferant und -händler Reel, der gerade 15 Millionen Euro eingesammelt hat, kommt nach Deutschland. „Deutschland ist der prägende Energiemarkt dieses Jahrzehnts – das Ausmaß der notwendigen Transformation ist enorm, und das Zeitfenster, sie richtig zu gestalten, ist schmal“, heißt es zur Expansion über die Landesgrenze. Reel, 2020 in Kopenhagen gegründet, bietet Unternehmen „transparente, feste Strompreise an“. Die Jungfirma ist dabei auf Erzeuger- und Verbraucherseite aktiv. Reel wird unter anderem vom Münchner Geldgeber UVC Partners und vom Berliner ClimateTech- und Energie-Investor Future Energy Ventures finanziell unterstützt. Hierzulande macht Reel unter anderem trawa und Flexpower (gehört zu Citadel) Konkurrenz. Das Berliner B2B-Energieunternehmen trawa, 2022 gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren bereits rund 36,5 Millionen Euro ein. Das Unternehmen ermöglicht mittelständischen Unternehmen, ihre Energiekosten zu reduzieren. Mehr über trawa

Odonata

Bei Odonata, 2021 gegründet, dreht sich nach einem großen Pivot jetzt alles um unbemannte Logistik. Das Team aus Bayern entwickelt mit Pantala eine autonome Dual-Use-Langstrecken-Drohne. Der erste Schwebetest ging kürzlich erfolgreich über die Bühne. Mehr über Odonata

Startup-Radar

Die Startup-Welt schläft nie! Zeit, einen Blick auf einige brandneue Unternehmen zu werfen, die man unbedingt auf dem Radar haben sollte. Diese Jungfirmen stellen wir euch heute vor: freudio, Texterial, PraxiOps, Detach und CNTR. Mehr im Startup-Radar

#DEALMONITOR

Investments & Exits

SAP kauft Prior Labs Mobility Signage erhält 1,8 Millionen Invertix bekommt 1,7 Millionen Enviotech sammelt 1 Million ein. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3

Windows-Marktanteile: Version 11 enteilt der Konkurrenz

Es gibt mal wieder frische Zahlen von StatCounter zu den weltweiten Marktanteilen der Desktop-Betriebssysteme. Wir werfen einen kurzen Blick auf den Stand der Dinge im April 2026. Spoiler: Große Überraschungen bleiben aus, aber innerhalb der Windows-Welt hat sich das Blatt mittlerweile sehr deutlich gewendet.

Wenig verwunderlich: Microsoft gibt generell weiterhin den Ton an. Wenn man sich die weltweite Verteilung der Desktop-Betriebssysteme ansieht, zeigt sich folgendes Bild: Windows bleibt der unangefochtene Spitzenreiter mit 63,66 %. Ein interessanter Ausreißer ist die Kategorie Unknown, denn satte 19,28 % können nicht genau zugeordnet werden. Meistens verbergen sich dahinter verschleierte User-Agents, Bots oder Systeme mit strikten Privacy-Einstellungen.

Apple ist bei StatCounter klassischerweise etwas gesplittet gelistet. Nimmt man OS X mit 8,19 % und macOS mit 4,37 % zusammen, kommt Apple auf rund 12,5 % Marktanteil. Linux und Chrome OS bleiben mit 2,99 % für Linux und 1,51 % für Chrome OS im Nischenbereich, auch wenn gerade Linux gefühlt in der Wahrnehmung vieler Power-User eine größere Rolle spielt.

Spannender wird es, wenn wir die Lupe auf die Windows-Nutzer legen. Hier hat sich der Wechsel vollzogen, den Microsoft sich eigentlich schon lange gewünscht hat. Windows 10 ist definitiv auf dem absteigenden Ast. Windows 11 dominiert das Feld inzwischen absolut eindeutig mit 70,35 %. Hardware-Upgrades und der Lebenszyklus von Windows 10 tun hier ihr Übriges. Windows 10 hält sich noch auf Platz 2 mit 28,47 %. Das dürften vor allem Firmennetzwerke sein, die Update-Zyklen hinauszögern, Menschen, die keinen Bock auf Windows 11 haben, oder eben Rechner, die an den strengen Hardware-Anforderungen von Windows 11 scheitern.

Es gibt aber auch noch die Dinosaurier, also die Hartgesottenen, die sich einfach nicht trennen können. Windows 7 kommt noch auf 0,84 % und sogar das steinalte Windows XP funkt noch mit 0,2 % in die Statistik. Wilde Zeiten, angesichts der Sicherheitsrisiken, die man sich damit ans Bein bindet. Windows 8 und 8.1 sind mit 0,03 % bzw. 0,09 % quasi komplett in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Soweit der kleine Ausflug in die Statistik. Wie sieht die Verteilung bei euch zu Hause oder auf der Arbeit aus? Seid ihr schon alle auf Windows 11, klebt ihr an Windows 10 oder seid ihr sowieso komplett im Mac- oder Linux-Lager unterwegs?

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Firefox: Nightly testet neues Nova-Design




Mozilla schraubt wieder an der Optik seines Browsers. In der aktuellen Nightly-Version von Firefox ist die Implementierung des sogenannten Nova-Designs gestartet. Wer die Vorabversion nutzt, bekommt die Änderungen nicht sofort serviert, da die Entwickler die neue Oberfläche hinter einem Schalter im System versteckt haben.

Um das Design auszuprobieren, führt der Weg über die internen Einstellungen. In der Adresszeile wird about:config aufgerufen. Dort sucht man nach dem Eintrag browser.nova.enabled. Dieser steht standardmäßig auf false. Mit einem Doppelklick lässt sich der Wert auf true umstellen.

Es handelt sich um ein frühes Stadium der Überarbeitung, weshalb Fehler im Alltag vorkommen können. Nutzer mit stabilen Versionen müssen sich noch gedulden, bis die optischen Anpassungen in den regulären Veröffentlichungszyklus einfließen.

Wer gerne experimentiert, kann sich den aktuellen Stand in der Nightly bereits jetzt anschauen und schauen, wohin die Reise bei Firefox geht. Großes soll man nicht erwarten, aktuell konnte ich da nur die runderen Tabs und eine andere Farbpalette erspähen. Kommen soll ja noch viel mehr.

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