Apple bohrt iCloud für Windows auf: Passwort-Import möglich




Wer über Jahre verschiedene Browser oder Passwortmanager genutzt hat, stand beim Wechsel zum iPhone oft vor einer Hürde. Der Umzug der Logins in den iCloud-Schlüsselbund war bisher eine mühsame Angelegenheit, sofern man auf Apples System wechseln wollte. Apple hat nun ein Einsehen und spendiert der iCloud-App unter Windows eine Importfunktion. Damit lassen sich Zugangsdaten in einem Rutsch übertragen, statt alles händisch einzutippen.

Der Vorgang ist simpel. Zuerst erfolgt der Export der bestehenden Passwörter aus dem bisherigen Programm als CSV-Datei. Zum Beispiel bei Firefox geschieht dies direkt über die Einstellungen der Passwortverwaltung. Voraussetzung für den Import ist dann die installierte iCloud-App für Windows sowie die entsprechende Browser-Erweiterung für Chrome oder Firefox.

In der App findet sich nach der Anmeldung oben links eine Schaltfläche mit einem Plus-Symbol. Dort taucht die neue Option zum Importieren von Passwörtern auf. Nach der Auswahl der CSV-Datei landen alle Einträge im Schlüsselbund und stehen auf sämtlichen Apple-Geräten zur Verfügung. Das spart gerade bei umfangreichen Sammlungen von mehreren Hundert Zugängen eine Menge Zeit und Nerven.

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Chatkontrolle in der EU: Trilog geht in die heiße Phase

Die Diskussion um eine dauerhafte Lösung zur Chatkontrolle in der Europäischen Union geht in die heiße Phase. Vor einigen Monaten war ja die temporäre Übergangslösung ausgelaufen. Letzten Endes scheiterte eine Einigung der Mitgliedsstaaten an unterschiedlichen Eckpunkten wie etwa dem Client-Side-Scanning, welches die private Verschlüsselung bzw. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der EU möglicherweise ins Abseits geschoben hätte. Inzwischen kommt der Trilog jedoch näher an ein Ergebnis.

Die Verhandlungen zur Chatkontrolle in der EU laufen zwischen verschiedenen Institutionen im Grunde bereits seit vier Jahren. Erst seit einem halben Jahr läuft aber der Trilog, der nun die entscheidenden Fragen und Konflikte in den Blick nimmt. Dabei sind die Prämissen unterschiedlich:

  • Die EU-Kommission will Hoster und Kommunikationsdienste dazu verpflichten, die Inhalte aller Nutzer auf Straftaten zu prüfen.
  • Das EU-Parlament will Internetdienste verpflichten, die Inhalte verdächtiger, also nicht aller, Nutzer auf Straftaten zu prüfen.
  • Die Mitgliedstaaten wollen am liebsten gar keine Verpflichtung. Sie wünschen, dass Internetdienste freiwillig Inhalte scannen dürfen.

Netzpolitik hat nun einen Bericht aus Brüssel offengelegt, der die aktuellen Kompromissvorschläge von Ende Mai 2026 beinhaltet. Auch hat man die Diskussionsprotokolle vom 21. Mai und 10. Juni 2026 herausgegeben. Dabei zeigt sich ein Hoffnungsschimmer: Denn die Institutionen haben sich „vorläufig“ darauf geeinigt, verschlüsselte Inhalte aus dem Gesetz auszunehmen. Das würde bedeuten, dass kein Client-Side-Scanning vorgesehen ist – ein Sieg für den Datenschutz und das Bürgerrecht.

Kernfragen bleiben

Allerdings bleiben vor allem zwei Reibungspunkte: einmal, ob Anbieter die Inhalte ihrer Nutzer scannen müssen oder es nur dürfen. Zudem streitet man sich weiterhin, ob nur die Inhalte verdächtiger oder eben generell aller User gescannt werden sollen. Es geht also auch darum, ob man alle Menschen unter Generalverdacht stellt. Jetzt stehen mehrere Vorschläge im Raum. Dabei ist auch pikant, dass einige Big-Tech-Unternehmen ihre Nutzer vorher anlasslos breit überwacht haben und die Übergangsregelung der freiwilligen Chatkontrolle nutzten. Die ist ausgelaufen, doch sie handhaben dies dennoch weiterhin so – obgleich es formal illegal geworden ist.

Einige Mitgliedsstaaten wie Frankreich und Ungarn wollen dies in etwa so belassen – freiwillig scannen, dafür aber möglichst breit. Auch die deutsche Bundesregierung hat dafür den Daumen nach oben gegeben, obgleich man dies gegenüber den Medien schon anders „verkaufte“. Eine andere Position haben z. B. Italien, Polen und Österreich, die jegliche  Chatkontrolle durch Internet-Anbieter kritisch bewerten. Zudem stuft der juristische Dienst der EU-Staaten eine anlasslose Chatkontrolle von Kommunikation als rechtswidrig ein.

Am 29. Juni 2026 gehen die Verhandlungen offiziell weiter, bis dahin sprechen Fachpolitiker und Institutionen sich aber schon einmal weiterhin ab. Es bleibt abzuwarten, was man da am Ende beschließen wird.

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Synology DSM 7.4: Diese Geräte sind nicht mehr kompatibel

Synology DSM 7.4 steht vor der Tür und bringt einige Änderungen mit, die besonders Nutzer älterer Hardware schlucken lassen. Die wichtigste Info vorab: Wer ein NAS der Generation x20 (z. B. DS920 , DS720 , DS220 etc.) oder älter im Einsatz hat, bleibt bei diesem Update wohl außen vor. Synology zieht die Grenze bei der x21-Serie. Alles, was davor erschien, gilt als nicht kompatibel. Der offizielle Startschuss für manuelle Installationen fällt laut letzter Berichte am 16. Juni. Danach folgt die schrittweise Verteilung über die automatische Update-Funktion, die bis zum 18. August abgeschlossen sein soll.

Im Fokus der neuen Version steht das Thema Speichereffizienz. Während die bisher bekannte, einfache Inline-Komprimierung weiterhin mit fast allen Platten funktioniert, verlangt das neue, kombinierte Feature im Speichermanager für die Deduplizierung und Post-Process-Optimierung auf HDD-Volumes die hauseigenen Laufwerke des Herstellers. Wer also Festplatten von Drittanbietern nutzt, wird diese spezifische Neuerung nach aktuellem Stand nicht aktivieren können.

Die Hardware-Anforderungen für diese Speichereffizienz sind jedoch recht strikt. Neben dem passenden Modelljahr (ab 2022) benötigt das NAS einen Kernel ab Version 4.4, eine CPU mit mindestens vier Threads und wenigstens 2 GB RAM. Zur Unterstützung gehören die Serien FS, HD, SA sowie diverse RS- und DS-Modelle. Konkret sind das bei den Desktop-Geräten etwa die DS224 , DS225 , DS423 , DS425 , DS723 , DS725 , DS923 , DS925 , DS1522 , DS1525 , DS1823xs , DS1825 , DS2422 und die DS3622xs .

Technisch gesehen handelt es sich bei der neuen HDD-Deduplizierung um ein Post-Process-Verfahren. Das bedeutet, die Daten werden erst geschrieben und später im Hintergrund optimiert. Im Gegensatz dazu arbeitet die klassische Komprimierung in Echtzeit, bevor die Daten auf der Platte landen. Im DSM 7.4 Speichermanager lassen sich diese Funktionen einzeln oder kombiniert zuschalten. Ein kleiner Infobereich zeigt künftig grafisch an, wie viel Platz man durch diese Maßnahmen tatsächlich spart.

Es gibt allerdings Einschränkungen bei der Nutzung. Verschlüsselte Ordner, Hybrid Share und Ordner, die als Hot Tier in Synology Tiering Plänen dienen, sind von der Speichereffizienz ausgeschlossen. Auch für Ziele von Replikationen oder bestimmte Pakete wie Active Backup, Surveillance Station und den MailPlus Server greift die Funktion derzeit nicht.

Neben diesen Kernfunktionen kommen mit DSM 7.4 weitere Updates für Pakete wie Synology Drive 4.1 oder ChatPlus, die zunächst als Beta starten.

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Apple bohrt HomeKit Secure Video auf

Apple hebt endlich die jahrelange Beschränkung auf 1080p auf. Mit dem neuen Update auf macOS 27, iOS 27 und iPadOS 27 unterstützt HomeKit Secure Video nun native 4K-Aufzeichnungen, sofern die Kamerahersteller die entsprechende Firmware nachliefern. Das sorgt für deutlich schärfere Bilder auf den Bildschirmen. Apple Intelligence zieht ebenfalls in die Home-App ein und erstellt Zusammenfassungen von Videoclips in Textform.

Das System erkennt etwa, wenn jemand ein Paket über die Auffahrt trägt. Passend dazu lässt sich die Aufzeichnung über eine natürliche Textsuche nach bestimmten Objekten oder Ereignissen durchforsten. Wer mehrere Kameras nutzt, profitiert vom neuen Tracking, das Ereignisse geräteübergreifend in einer kombinierten Zeitleiste bündelt. Filter für Personen, Tiere, Fahrzeuge oder Pakete erleichtern das Finden bestimmter Momente.

In der aktuellen Beta fehlt allerdings noch die klassische Kalenderansicht zum schnellen Springen im Zeitstrahl. Aber hey – ist ja eine Beta und bis zum Herbst kann sich noch einiges ändern.

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UniFi: Neue Sicherheits-Produkte & Kameras vorgestellt

Der Netzwerkspezialist Ubiquiti baut sein Portfolio für Sicherheitsgeräte weiter aus. Neben Kameras hat man auch Rauchwarnmelder und neue Produkte für die biometrische Zutrittskontrolle vorgestellt. Insgesamt fünf neue Produkte hat man dabei aus dem Hut gezaubert.

Eine der Neuvorstellungen ist der UniFi Smoke Alarm, ein Rauch- und CO2-Melder. Dieser funkt mit der hauseigenen SuperLink-Technik. Laut Ubiquiti soll die Akkulaufzeit zehn Jahre betragen. Er wird nativ über die UniFi-Protect-Software verwaltet. Per mobiler App sollen sich dann etwa auch Fehlalarme schnell stummschalten lassen. Der Melder soll auch im Zusammenspiel mit dem kürzlich vorgestellten AI Speaker funktionieren. Weitere Modelle der Smoke-und-CO-Alarm-Reihe sollen folgen. In puncto Preisschild setzt Ubiquiti knapp 96 Euro für den Smoke Alarm an. Verfügbar sein soll der Sensor noch im Laufe des Monats.

Ebenfalls neu ist der Vape Detection & Air Quality Sensor, der per PoE eingebunden wird und damit ohne zusätzliche Stromversorgung auskommt. Der Sensor erfasst nicht nur die Temperatur und Luftqualität (CO2, PM1, PM2.5, PM4, PM10, VOC, AQI, NOx, Vape), sondern soll auch das Dampfen von E-Zigaretten erkennen, was vor allem im schulischen oder gastronomischen Umfeld interessant sein dürfte. Die Kalibrierung und das Automatisieren erfolgen über UniFi Protect. Kostenpunkt: 107 Euro.

Beim Thema Zutrittskontrolle legt man mit dem G3 Fingerprint Reader nach. Dieser lässt sich entweder direkt per PoE einbinden oder über den UniFi Retrofit Hub (Klingeldraht) in bestehenden Installationen nachrüsten. Jener unterstützt Bluetooth, Touch Pass, PIN-Eingabe und eben Fingerabdruck. Auch das Apple Wallet wird per NFC unterstützt. Der Reader ist sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich vorgesehen. Noch im Juni soll der G3 Fingerprint Reader in Schwarz und Weiß bestellt werden können.

In puncto Sicherheitskameras kommen zwei neue Modelle hinzu. Die G6 Mini Dome (kostet 320 Euro) packt einen 1/1,8-Zoll-Sensor (8 Megapixel) mit 4K-Auflösung in ein 100 mm kleines Gehäuse und bringt eine Zwei-Wege-Audio-Funktion mit. Ebenfalls unterstützt wird Infrarot-Nachtsicht. Die Stromversorgung erfolgt per PoE.

Die AI MultiSensor 2 kombiniert zwei voneinander unabhängige 4K-Sensoren (16 Megapixel) in einem Gehäuse, ist nach IP66 gegen Witterung geschützt, unterstützt Infrarot-Nachtsicht und richtet sich an Empfangsbereiche oder auch Flure. Die Stromversorgung erfolgt per PoE . Für 755 Euro wird der AI Multi Sensor 2 noch im Laufe des Monats Juni erhältlich sein.

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