Windows-Marktanteile: Windows 11 legt weiter zu, Windows insgesamt verliert leicht

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Die aktuellen StatCounter-Zahlen für Juni 2026 zeigen das gleiche Bild wie im Vormonat: Windows 11 baut seine Dominanz innerhalb der Windows-Welt weiter aus. Gleichzeitig verliert Windows als Desktop-Betriebssystem insgesamt leicht an Marktanteil.

Innerhalb der Windows-Versionen kommt Windows 11 inzwischen auf 69,89 Prozent. Im Mai lag der Wert noch bei 70,35 Prozent. Windows 10 steht bei 28,16 Prozent nach zuvor 28,47 Prozent. Die Veränderungen sind damit minimal, das Kräfteverhältnis bleibt aber klar. Windows 7 hält sich mit 1,64 Prozent ebenfalls weiterhin über der Ein-Prozent-Marke.

Interessanter ist der Blick auf die Desktop-Betriebssysteme insgesamt. Windows kommt im Juni auf 56,55 Prozent und verliert damit gegenüber den 63,66 Prozent aus dem Mai-Artikel deutlich. Allerdings fällt gleichzeitig die Kategorie „Unknown“ von 19,28 auf 21,45 Prozent ins Gewicht. Diese umfasst laut StatCounter unter anderem Nutzer mit unterdrücktem User-Agent sowie Bots. Genau deshalb sollte man die Zahlen weiterhin mit etwas Vorsicht betrachten.

Apples Plattformen wachsen leicht. OS X liegt bei 11,91 Prozent (zuvor zusammen mit macOS rund 12,5 Prozent), macOS bei 4,49 Prozent. Linux verbessert sich deutlich von 2,99 auf 4,39 Prozent, während Chrome OS von 1,51 auf 1,21 Prozent zurückgeht.

Wie schon im Mai gilt daher: Die StatCounter-Statistiken liefern interessante Trends, sind aber wegen der zunehmenden Zahl nicht eindeutig identifizierbarer Systeme nur eingeschränkt belastbar. Trotzdem zeigt sich weiterhin, dass Windows 11 die mit Abstand wichtigste Windows-Version bleibt, wobei man nicht vergessen darf, dass Windows 10 noch ein weiteres Jahr Lebenszeit bekommt.

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Claude Desktop für Linux: Startschuss für die offizielle Beta-Version

Anthropic hat seine Claude-Desktop-App nun auch für Linux freigegeben – zumindest für Nutzer von Ubuntu 22.04 oder neuer bzw. Debian 12 oder neuer. Beide Architekturen, x86_64 und arm64, werden demnach unterstützt. Der Funktionsumfang entspricht weitgehend dem, was macOS- und Windows-Nutzer bereits kennen. Die Arbeitsbereiche Chat, Cowork und Code sind vollständig vorhanden, dazu parallele Sitzungen, ein eingebautes Terminal mit Editor, visuelle Diff-Ansicht für Code-Änderungen und eine Live-Vorschau von Anwendungen. Für Entwickler, die bisher auf Workarounds angewiesen waren, ist das ein echter Fortschritt.

Die Installation läuft am saubersten über das offizielle APT-Repository von Anthropic: Man bindet den GPG-Schlüssel ein, trägt die Quelle unter /etc/apt/sources.list.d ein und installiert dann per „sudo apt install claude-desktop„. Die App hat keine eigene Update-Routine. Aktualisierungen kommen ausschließlich über die normale Systemaktualisierung. Wenn ihr stattdessen das .deb-Paket direkt von der Webseite herunterladet, müsst ihr das Repository nachträglich manuell einbinden.

Als Beta fehlen noch einige Funktionen, die auf anderen Plattformen bereits verfügbar sind. Die „Computer Use“-Funktion, mit der Claude den Bildschirm auslesen und Anwendungen eigenständig steuern kann, ist unter Linux noch deaktiviert. Auch die Spracheingabe fehlt bislang in der Oberfläche. Beim globalen Hotkey für die Quick-Entry-Funktion gibt es je nach Display-Server Unterschiede: Unter X11 funktioniert das ohne Weiteres, unter nativem Wayland braucht man ein konfiguriertes GlobalShortcuts-Portal der jeweiligen Desktop-Umgebung.

Wer Fedora, RHEL oder andere nicht Debian-basierte Distributionen nutzt, schaut vorerst noch in die Röhre. Anthropic plant aber die Unterstützung für diese Systeme, einen konkreten Zeitplan gibt es bisher nur noch nicht. Als Alternative bleibt das Claude Code CLI, das dieselbe Engine im Hintergrund nutzt und eine breitere Distributionspalette abdeckt – allerdings ohne grafische Oberfläche.

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CachyOS: Juni-Release bringt Hyprland Noctalia, DNS-over-QUIC und Optimierungen für GCC und Python

Das Juni-Release von CachyOS ist da und bringt laut den Entwicklern eine Reihe an Änderungen mit, die sowohl die Performance als auch die Benutzererfahrung verbessern sollen. Zu den Neuerungen gehört übrigens auch die neue Desktop-Option Hyprland Noctalia, die sich bereits während der Installation inklusive Vorschauvideo ansehen lässt.

Unter der Haube setzt CachyOS künftig auf Python mit erweitertem Profile-Guided Optimization (PGO), was Python-Workloads beschleunigen soll. Ebenfalls neu: Pacman isoliert Skripte und Hooks standardmäßig vom Netzwerk. Zudem wurde eine Performance-Regression bei OpenBLAS auf CPUs mit vielen Kernen behoben.

Auch der Installer wurde überarbeitet. MangoWM verwendet nun SDDM als Display-Manager, GNOME System Monitor wurde durch Resources ersetzt und das Audiopaket enthält jetzt laut Changelog realtime-privileges. Außerdem erkennt das Live-System Tastaturlayout und Varianten zuverlässiger.

CachyOS-Welcome erhält Unterstützung für DNS-over-QUIC (DoQ) über blocky, inklusive eigener Endpunkte. Hinzu kommen eine neue Troubleshooting-Seite, Unterstützung für den Terminal-Emulator Ptyxis sowie neue Übersetzungen und Lokalisierungen,

Auch chwd und cachyos-settings wurden erweitert. chwd kann nun Konflikte auf Multi-GPU-Systemen mit unterschiedlichen Treibergenerationen besser auflösen und installiert bei Bedarf passende 32-Bit-Vulkan-Treiber für virtuelle Maschinen. In den Systemeinstellungen wurden Start- und Shutdown-Timeouts für Benutzerdienste reduziert, wodurch lange Abschaltzeiten von bis zu 90 Sekunden vermieden werden sollen. Das Changelog ist natürlich 100 Meter länger, könnt ihr ja vor sudo pacman -Syuin Ruhe durchlesen. Fröhliches Aktualisieren und Nutzen! Und wer neu einsteigt, findet die unterschiedlichen Editionen hier.

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Übersichtlicher Paketmanager für den Mac: brew-browser am Start




Wer fortgeschritten viel am Mac bastelt, kommt um Homebrew kaum herum. Terminal-Muffel oder Freunde von schicken Oberflächen bekommen nun mit brew-browser ein neues Werkzeug an die Hand. Die App ist quelloffen unter der MIT-Lizenz verfügbar und setzt auf eine native macOS-Oberfläche. Das Programm fungiert als grafische Schnittstelle, die direkt mit den echten Homebrew-Befehlen arbeitet, anstatt diese nachzubauen. Nutzer können die installierten Pakete durchforsten, neue Software suchen oder Aktualisierungen direkt mit Live-Ausgabe verfolgen.

In der App lassen sich Kategorien und Beschreibungen einsehen, die teilweise verständlicher aufbereitet sind als im Standard. Ein durchaus netter Aspekt ist die Snapshot-Funktion, die das gesamte System in einem Brewfile sichert, um es später auf einem anderen Rechner wiederherzustellen. Auch Hintergrunddienste lassen sich steuern und der Speicherverbrauch von Cache oder Logs ist direkt einsehbar. Wer wissen möchte, was gerade angesagt ist, findet einen Tab mit Trends basierend auf aktuellen Installationsstatistiken.

Interessant ist das optionale Modul für Sicherheitslücken. Hierbei nutzt die App den Befehl brew vulns, um installierte Pakete gegen die Datenbank von OSV.dev zu prüfen. Werden Schwachstellen gefunden, bietet das Tool einen direkten Button zum Patchen an. Wer maximale Privatsphäre wünscht, kann einen Offline-Modus aktivieren, der sämtliche Netzwerkverbindungen unterbindet.

Die App ist kostenlos und verzichtet auf Bezahlmodelle. Die Software ist für Macs mit Apple Silicon ab macOS 13 (Ventura) optimiert und liegt bereits signiert sowie notarisiert vor. Das sorgt dafür, dass Gatekeeper beim ersten Start keine Schwierigkeiten macht. Der Quellcode ist vollständig auf GitHub einsehbar. Kleine Anmerkung: Als Tauri Build gibt es das für macOS 13 und Linux, der native Swift-Build erfordert macOS 26.

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Ubuntu 26.10 bekommt mit „Myna“ eine lokale Spracheingabe

Canonical arbeitet an einer neuen Diktierfunktion für Ubuntu Desktop. Das Projekt trägt den Namen „Myna“, benannt nach dem Mynavogel (jaja, der Berg-Beo), der menschliche Sprache nachahmen kann, und soll ab Ubuntu 26.10 eine systemweite Spracheingabe ermöglichen.

Der Ansatz ist dabei vergleichsweise bodenständig. Statt direkt einen KI-Assistenten oder eine umfassende Sprachsteuerung zu entwickeln, konzentriert sich Canonical zunächst auf die Grundlagen. Nutzer sollen per Tastenkombination eine Diktierfunktion starten, anschließend sprechen und den erkannten Text direkt in der aktuell genutzten Anwendung einfügen können.

Besonderen Wert legt das Team auf den Datenschutz. Die Spracherkennung läuft standardmäßig lokal auf dem Rechner. Nach der Installation der benötigten Modelle ist keine Internetverbindung erforderlich. Das Mikrofon wird nur während einer aktiv gestarteten Diktiersitzung verwendet, Audiodaten werden laut Canonical lediglich im Arbeitsspeicher verarbeitet und anschließend verworfen. Eine Übertragung an externe Dienste soll nicht stattfinden.

Technisch ist Myna modular aufgebaut. Die eigentliche Spracherkennung wird von weiteren Komponenten für Benutzeroberfläche, Diktierverwaltung und Texteingabe getrennt. Dadurch soll sich das System künftig einfacher erweitern und verbessern lassen.

Zum Start peilt Canonical Ubuntu Desktop unter Wayland an, wobei GNOME die primäre Zielplattform darstellt. Die Architektur soll jedoch offen genug bleiben, um später auch andere Desktop-Umgebungen zu unterstützen.

Wer auf Funktionen wie Sprachassistenten, Sprachbefehle, Desktop-Steuerung, Übersetzungen oder automatische Spracherkennung hofft, muss sich allerdings noch gedulden. All das gehört laut Canonical ausdrücklich nicht zum Umfang der ersten Version. Stattdessen möchte man zunächst eine zuverlässige Diktierfunktion etablieren. Das Projekt befindet sich derzeit noch in einer frühen Entwicklungsphase.

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