#DealMonitor – Getquin sammelt 15 Millionen ein – Code Intelligence bekommt 12 Millionen – Staffbase übernimmt dirico

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Getquin, Code Intelligence, 1Komma5, Avea, Froots, reInvent und dirico.

Getquin sammelt 15 Millionen ein – Code Intelligence bekommt 12 Millionen – Staffbase übernimmt dirico

Mittwoch, 1. Juni 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 1. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Getquin


 Clark-Investor Portage Ventures und Horizons Ventures, auch bei N26 und Wefox investiert, investieren 15 Millionen US-Dollar in Getquin – siehe FinanceFWD. Die Investment-App, die 2020 von Raphael Steil und Christian Rokitta gegründet wurde, richtet sich insbesondere an Millennials. “Getquin ist eine Software für Anleger, die ihr Portfolio selber verwalten möchten oder bereits Wertpapiere gekauft haben, die sie optimieren möchten”, teilt das junge Berliner Unternehmen mit.  Zu den weiteren Investoren von Getquin gehören APX, Trade-Republic-Investor Sino, Embedded Capita, N26-Gründer Max Tayenthal und Scalable-Capital-Gründer Erik Podzuweit. Mehr über Getquin

Code Intelligence


 Tola Capital und Altinvestoren wie LBBW Venture Capital, Occident, Verve Ventures, High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Github-Macher Thomas Dohmke investieren 12 Millionen US-Dollar in Code Intelligence. Das Startup aus Bonn, das von Khaled Yakdan, Henning Perl, Sergej Dechand und Matthew Smith gegründet wurde, überprüft Software auf Sicherheitslücken – unter zwar “während des gesamten Softwareentwicklungs-Lebenszykluses”.  “With the new capital, Code Intelligence will invest heavily in product development to create a unified workflow to set up, debug and manage testing pipelines straight from the codebase, command-line or any integrated development environment (IDE)”, schreibt das Unternehmen zur Investmentrunde. Mehr über Code Intelligence

1Komma5


 Klarna-Gründer Niklas Adalberth investiert via Norrsken Foundation in 1Komma5 – siehe Gründerszene. Das Hamburger Unternehmen, das 2021 von Phillipp Schröder, ehemals Tesla-Deutschlandchef, Micha Grüber sowie Jannik Schall gegründet wurde, setzt auf einen “One-Stop-Shop” für Vertrieb, Installations- und Serviceleistungen rund um Solar, Stromspeicher und Ladeinfrastruktur. eCapital, btov Ventures, Porsche Ventures, Eurazeo, Blue Elephant Ventures, die Family Offices Haniel und Schürfeld sowie Jan Klatten investierten kürzlich 200 Millionen Euro in 1Komma5. Mehr über 1Komma5 

Avea


Der Company Builder Maximon und sein Longevity Co-Investment Fund investieren 2,5 Millionen Schweizer Franken in Avea. Das Startup aus Zug, das 2021 von Sophie Chabloz, Pascal Rode und Teresa Budetta gegründet wurde, setzt rund um das Wellness Thema Langlebigkeit auf “evidenzbasierte Nahrungsergänzungsmittel”. “Diese erste Finanzierung wird das schnelle Wachstum des Unternehmens unterstützen, die wissenschaftliche Forschung vorantreiben und dazu beitragen, die Marke als Marktführer in Europa zu etablieren”, teilt das Startup mit.

Froots


 Greyhound Capital und Angel-Investor:innen wie Georg Kapsch, Gina Goess, Adam Lessing, Kiril Klaturov, und Alan Morgan investieren 2,5 Millionen Euro in Froots. Das FinTech aus Wien, das von David Mayer-Heinisch und Dirk van Wassenaer gegründet wurde, nennt sich selbst eine “schlaue Alternative zum Sparbuch”. Das Unternehmen möchte seine Nutzer:innen dazu animieren “langfristig und diversifiziert in ETFs zu investieren”.

MERGERS & ACQUISITIONS

reInvent


 Die GC-Gruppe, ein Großhandelsunternehmen für Haustechnik aus Bremen, übernimmt die Mehrheit am Münchner PropTech reInvent – siehe Gründerszene. Das Münchner Unternehmen, das 2017 von Julian Stieghorst, David Uhde, Christian Brachert und Valentin Rüchardt gegründet wurde, bietet eine Cloud-Software zur Steuerung von Bau- und Immobilienprojekten, die alle Beteiligten verbinden soll, an. Der Münchner Geldgeber Alstin Capital (Carsten Maschmeyer), Bayern Kapital, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Foundamental und Astutia Ventures investierten in der Vergangenheit rund 2,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Als Kaufpreis soll nun eine “zweistelliger Millionenbetrag” geflossen sein. Mehr über reInvent

dirico


Das Chemnitzer Unicorn Staffbase übernimmt das Koblenzer Unternehmen dirico, eine Content-Collaboration-Plattform, die 2012 von Sascha Böhr gegründet wurde. “dirico soll schrittweise in die Staffbase-Plattform integriert werden, kann aber weiterhin auch als eigenständiges Produkt erworben werden. Die rund 60 Beschäftigten von dirico werden von Staffbase übernommen, dessen Team damit auf über 700 Menschen wächst”, heißt es in der Presseaussendung. Staffbase entwickelt eine Plattform, mit der Unternehmen ohne großen Aufwand eigene Mitarbeiter-Apps für den internen Gebrauch erstellen können. Mehr über Staffbase 

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Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – Ninox bekommt 8 Millionen – DFKP sammelt 5 Millionen ein – Fretello bekommt 3 Millionen

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Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Ninox, Deutsche Firmenkredit Partner, Fretello, Cinector, Packwise und HeyPractice.

Ninox bekommt 8 Millionen – DFKP sammelt 5 Millionen ein – Fretello bekommt 3 Millionen

Mittwoch, 27. April 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 27. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Ninox 


Der französische Geldgeber Hi Inov, VI Partners aus der Schweiz sowie die Altinvestoren btov Partners, IBB Ventures investieren 8 Millionen Euro in Ninox. Das Berliner Startup, das 2013 von Frank Böhmer gegründet wurde, setzt auf eine No-Code-Plattform, mit der Unternehmen die Möglichkeit haben, Geschäftsprozesse zu digitalisieren und Workflows zu automatisieren. Ende 2018 sammelte das Startup via Seedmatch bereits 500.000 Euro ein. 2019 schließlich investierten btov Partners und Co. 3 Millionen US-Dollar in das Startup. Mehr über Ninox

Deutsche Firmenkredit Partner


 HW Capital, die Beteiligungsgesellschaft der Interhyp-Gründer Robert Haselsteiner und Marcus Wolsdorf, investiert rund 5 Millionen Euro in Deutsche Firmenkredit Partner (DFKP). Das Berliner FinTech, das 2019 von Paul Weber gegründet wurde, positioniert sich als Vermittler von Betriebsmittelkrediten, Investitionsdarlehen, Leasing, und Mietkauf- sowie Einkaufsfinanzierungslösungen.


Fretello


 Der European Super Angels Club, der finnische Geldgeber Sparkmind, die Tractive-Mitgründer Michael Tschernuth und Michael Lettner sowie der OÖ HightechFonds investieren 3 Millionen Euro in Fretello. Das Wiener EdTech, das von Florian Lettner und Wolfgang Damm gegründet wurde, entwickelt “mobile Apps, um Musiker beim Erlernen von Musikinstrumenten mithilfe von interaktiven Lerninhalten zu unterstützen”. Mehr über Fretello

Cinector 


Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) investiert 2,5 Millionen Euro in Cinector. Das Startup aus Mittweida, das 2015 von Thomas Schmieder, Tobias Tauscher und Enrico Pisko gegründet wurde, kümmert sich um “virtuelle Kommunikation”. Mit der Cinector-Software lassen sich Inhalte für die Unternehmenskommunikation erstellen. “Dabei benötigt der Anwender keine professionellen Vorkenntnisse – der vorlagenbasierte Workflow macht die Videoproduktion einfach und routiniert”, teilt die Jungfirma mit.

Packwise


 Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) sowie die Family Offices Hüttenes hoch drei und Golzern Holding investieren eine siebenstellige Summe in Packwise. Das IndustrialTech-Unternehmen aus Dresden, das 2017 von Gesche Weger, Felix Weger und René Bernhardt gegründet wurde, ermöglicht Unternehmen der “Chemie- Pharma- und Lebensmittelbranche  Transparenz entlang der Supply Chain zu gewinnen”.

HeyPractice


 Gunter Dueck (Ex-CTO von IBM), Michal Jarocki (Director Sales Commerzbank), Markus Eisel (Syrocon) und Joachim Pawlik (Pawlik Consultants) investieren eine sechsstellige Summe in HeyPractice. Das EdTech aus Wuppertal, das von David Neuendorf und Christian Panne gegründet wurde, positioniert sich als “adaptive und KI-unterstützte Lernumgebung, die es Unternehmen ermöglicht, Schulung- und Weiterbildungsformate gezielt mit praxisnahen Übungen zu verknüpfen”.

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#DealMonitor – G Squared investiert 102 Millionen in Choco – Procuros bekommt 9 Millionen – Habyt fusioniert mit Hmlet

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Choco, Procuros, Coinpanion, Habyt, Hmlet, Unique, Ciara, LucaNet, Shea Yeah, audory und laxplum.

G Squared investiert 102 Millionen in Choco – Procuros bekommt 9 Millionen – Habyt fusioniert mit Hmlet

Dienstag, 12. April 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 12. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Choco


Der amerikanische Growth-Investor G Squared und Insight Partners investieren weitere 102 Millionen Euro in Choco. Die Bewertung des Unternehmens steigt im Rahmen dieser Investmentrunde auf 1,12 Milliarden Euro und somit erstmals auf Unicorn-Niveau. Das Berliner Startup, das 2018 von Julian Hammer und Rogério da Silva Yokomizo und Daniel Khachab gegründet wurde, bietet Gastronomen eine App an, mit der diese Waren bei Großhändlern bestellen können. Left Lane Capital, Insight Partners sowie die Altgesellschafter Coatue und Bessemer Venture Partners investieren im Sommer 2021 bereits rund 100 Millionen Dollar in Choco. Die Bewertung lag damals bei rund 500 Millionen Euro. G Squared, das zuletzt in Jokr, Gorillas und Forto investierte, stieg Ende 2021 bei Choco ein und übernahm – wie im Janaur im Insider-Podcast berichtet – Anteile von Super Angel Lukasz Gadowski. Insgesamt flossen nun schon rund 275 Millionen Euro in das Unternehmen. 400 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Choco. Mehr über Choco

Procuros 


Jetzt offiziell: Point Nine Capital und Creandum sowie mehrere Business Angels investieren – wie bereits im Insider-Podcast berichtet – 9 Millionen US-Dollar in Procuros. Das Hamburger Startup, das 2021 von Patrick Thelen und Benjamin Wulff gegründet wurde, setzt auf eine “schnelle und kostensparende digitale Vernetzung von Industrie-Zulieferern und ihren Handelspartnern”. Konkret verbindet Procuros dabei insbesondere “die ERP-Systeme der Zulieferer mit den Systemen ihrer Handelspartner”. Die Zielgruppe sind mittelständische Zulieferer in der Maschinenbaubranche sowie dem Lebensmitteleinzelhandel. Anfang September 2021 verkündete das Unternehmen bereits den Einstieg von btov Partners und mehreren Business Angels. Mehr über Procuros

Coinpanion


 Der amerikanische Investor Wicklow Capital, Michael Pötscher sowie die Finanzcheck.de-Gründer Andreas Kupke und Moritz Thiele investieren eine siebenstellige Summe in Coinpanion. Das Startup, das 2019 von Alexander Valtingojer, Matthias Zandanel, Saad J. Wohlgenannt und Aaron Penn in Wien gegründet, ermöglicht seinen Nutzer:innen Krypto-Investments. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Patrick Pöschl, Christopher Oster, Florian Gschwandtner Johann “Hans” Hansmann und Frank Westermann investierten zuletzt bereits 1,8 Millionen Euro in Coinpanion. Insgesamt flossen in dieser Investmentrunde nun 5,5 Millionen in Coinpanion.

Utry.me


 Alfred Karl (Mitgründer von Tante Fanny) und Heinz Hahn (früher Mondelez) investieren 1 Million Euro in Utry.me. Beim Münchner Startup  das 2018 an den Start ging, können Onliner wie in einem ganz normalem Supermarkt einkaufen gehen. Mit einem Unterschied: Es gibt bei Utry.me keine Preise. Ein kleiner Ladebalken, der sich füllt, wenn man etwas in den Warenkorb packt, bestimmt, wie viele Produkte jeder Nutzer kaufen kann. 40 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für das profitable Unternehmen.

MERGERS & ACQUISITIONS

Habyt


 Der Berliner Co-Living-Anbieter Habyt schließt sich mit Hmlet aus dem asiatisch-pazifischen Raum zusammen. “Der heute bekanntgegebene Zusammenschluss mit Hmlet knüpft an die Übernahme des führenden italienischen Co-Living Anbieters, Roomie, im März 2022 an. Die Fusion unterstützt Habyts Ziel, bis Ende 2022 auf 10.000 Einheiten zu wachsen, bis Ende 2023 sollen 30.000 Einheiten erreicht werden”, teilt das Unternehmen mit. Vorwerk Ventures, HV Capital, P101 und Picus Capital investierten zuletzt 20 Millionen Euro in Habyt. Das verwaltet nach eigenen Angaben momentan mehr als 8.000 Wohneinheiten und betreut jährlich 15.000 Kunden. Mehr über Habyt

Ciara


Das Schweizer Startup Unique, eine AI-driven sales platform” übernimmt das Startup Ciara. Das Münchner Unternehmen, das von Martin Heibel und Konstantin Krauss gegründet wurde, positioniert sich als Anbieter einer Vertriebsassistenten-Software für Inside-Sales-Mitarbeiter. UVC Partners, die Gründer Marcus Wolsdorf und Robert Haselsteiner (Interhyp) sowie die Unternehmer Christian Mangstl und Felix Haas investierten in der Vergangenheit einen Millionenbetrag in das Startup. “Ciara’s IP, including deal assistance, will be integrated into the Unique platform, which includes real-time capabilities for Microsoft Teams, Google Meet and Zoom ecosystems”, teilen die Unternehmen mit.

LucaNet 


 Hg Capital investiert in LucaNet, einen Berliner Anbieter von Software für Finanzkonsolidierung und -planung. “Hg wird neben den Hauptaktionären Rolf-Jürgen Moll, Oliver Schmitz und Dominik Duchon, die einen wesentlichen Minderheitsanteil halten werden und das Unternehmen auch in der nächsten Wachstumsphase weiterhin unterstützen wollen, mit einer Mehrheitsbeteiligung einsteigen. Dominik Duchon wird künftig die Funktion des CEO ausüben”, teilen die Unternehmen mit.

DIE HÖHLE DER LÖWEN

Shea Yeah


In der zweiten Folge der elften Staffel investiert Regal-Löwe Ralf Dümmel 110.000 Euro in Shea Yeah und sichert sich dabei 25 % am Unternehmen. Das Beauty-Startup aus Zürich, das von Sandra Fischer gegründet wurde, setzt auf Produkte aus “kaltgepressten Bio-Ölen, unraffinierter Bio-Sheabutter und Schweizer Kräutern”.

audory


In der zweiten Folge der elften Staffel investieren Carsten Maschmeyer und Georg Kofler 200.000 Euro in audory und sichern sich dabei 20 % am Unternehmen. Beim Startup aus Chemnitz, das von Max Rose gegründet wurde, dreht sich alles um interaktive Hörbücher. Der Deal platzte nach der Show.

laxplum


In der zweiten Folge der elften Staffel investieren Nils Glagau und Judith Willimas 100.000 Euro in Louie’s Grünepflaume bzw. laxplum und sichern sich dabei 30 am Unternehmen. Die Jungfirma, die vom Mutter-Sohn-Gespann Kerstin Hansen und Louis Lowe gegründet wurde, setzt auf fermentierte grüne Pflaume, die beim Abführen helfen soll.

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Foto (oben): azrael74

Sein Startup folgt den Sonnenstrahlen – das überzeugt Top-Investor Hansi Hansmann

Das Startup Shadowmap visualisiert das Sonnenlicht und ihren Schattenwurf auf der ganzen Welt, zu jeder beliebigen Zeit. Was so einfach klingt, birgt Möglichkeiten für viele Industrien.

Georg Molzers Startup Shadowmap entstand aus dem kleinen Wunsch, mehr Licht zu erhaschen. Jetzt stellt sich heraus, welches Potential die Idee mit sich bringt.

Georg Molzers Startup Shadowmap entstand aus dem kleinen Wunsch, mehr Licht zu erhaschen. Jetzt stellt sich heraus, welches Potential die Idee mit sich bringt.

linse2.at

Als Georg Molzer im tiefsten Winter in seiner Wiener Wohnung am Computer saß, fehlte ihm etwas. „Ich war Freelancer und hatte viel zu tun. Im Winter steht die Sonne sehr flach und zum Höhepunkt bekam ich ganze zwei Wochen lang keinen einzigen Sonnenstrahl zu Gesicht“, sagt Molzer. Noch dazu lag sein Apartment in einer schmalen Straße mit hohen Häusern. Keine Chance also, in der kalten Jahreszeit ein paar Sonnenstrahlen in seinen vier Wänden abzubekommen.

Wenn er sich in der Mittagspause auf die Suche nach einem sonnigen Plätzchen machte, stellte er fest, dass das in einer Großstadt mit vielen Gebäuden nicht so leicht ist. „Da dachte ich mir: Es wäre doch cool, in einer App zu sehen, wo jetzt gerade noch die Sonne scheint“, erklärt Molzer im Gespräch mit Gründerszene.

Dass noch keiner darauf gekommen war, habe den gebürtigen Wiener gewundert. In der Hauptstadt seien alle dafür notwendigen 3D-Daten und das mathematische Modell der Sonnenposition frei zugänglich. Die Lösung wäre eine dreidimensionale, einfach zu bedienende Landkarte, auf der man Schatten und Licht in Echtzeit sieht.

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Der heute 37-Jährige kam allerdings lange selbst nicht dazu, seine Idee umzusetzen. Er steckte seine Zeit und Energie zunächst in seine Position als Head of Mobile Design beim Online-Identitätsprüfer Jumio und später in die Mitgründung und Rolle des Technischen Direktors beim kontroversen Health-Startup Kiweno.

Berühmte Investoren ziehen mit

Als Molzer endlich die nötige Zeit für die Entwicklung fand, investierte er volle zwei Jahre Arbeit und holte einen Ex-Kollegen von Kiweno, Simon Mulser, als Mitgründer mit an Bord, bevor er im Mai 2021 die erste Version von Shadowmap veröffentlichte. Zwar habe es vorher schon verschiedene Sonnen-Apps auf dem Markt gegeben, sagt er, diese beschränkten sich aber auf die Position der Sonne am aktuellen Standort und ignorieren Abschattungen, wie sie durch Bauten und topographische Merkmale wie Berge entstehen.

Sein Startup weckte dadurch das Interesse von namhaften österreichischen Investoren wie dem Business Angel Hansi Hansmann und dem VC Calm/Storm Ventures. Deren sechsstelliges Investment sichert den beiden Gründern die nächsten Monate, um die Software weiter auszubauen.

Erweiterungsmöglichkeiten bieten sich Molzer viele: Zu den mittlerweile 25.000 monatlichen Kunden zählen nämlich bei Weitem nicht nur sonnenhungrige Großstädter. Aber gerade weil die Nutzungsmöglichkeiten so vielfältig und damit auch unterschiedlich sind, feilt Molzer noch an den Details des Bezahlmodells. Zwar gibt es schon eine Pro-Version der App, bislang zahlen aber nur etwa 50 Kunden für die dadurch freigeschalteten Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel eine flexible Auswahl des Datums. Die kostenlose Version wird laut Molzer von an  Privatpersonen als auch Industrien genutzt.

Vom Bergsteiger bis zur Immobilienfirma

Österreichische Skibergsteiger beispielsweise nutzen Shadowmap, um beim Aufstieg zum Gipfel schattige Routen zu finden. Wege fernab des Sonnenlichts schützen sie vor körperlicher Überhitzung und vor Lawinenabgängen durch erwärmten Schnee. Aber auch Künstler und Kreative haben Shadowmaps für sich entdeckt: Auf der Suche nach der richtigen Lichteinstrahlung für Filmdrehs und Fotoshoots sehen sie die Lichtverhältnisse eines Drehorts vorab und sparen Zeit bei der Suche und vor Ort. Die meisten Anwender sind laut Molzer allerdings Immobilienfirmen, Architekten und vor allem Wohnungssuchende.  

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Er hat millionenschwere Exits hinter sich und ist einer der wichtigsten Startup-Investoren Österreichs: Hansi Hansmann.

Genau dort möchte Molzer in Zukunft weiter anknüpfen und den B2B-Bereich vergrößern. „Mit unserer Software können Architekten und Immobilienentwickler die Lichtverhältnisse in ihren eigenen 3D-Modellen simulieren und auf ihren Websites integrieren. Käufer sehen so die exakte Lichtsituation eines Gebäudes schon vorab“, sagt er. Wohnungssuchende sollen dadurch vor bösen Überraschungen durch bewahrt werden. Bald soll Shadowmaps auch Einblick in noch nicht fertig gestellte Gebäude ermöglichen: Und das zu jeder beliebigen Tages- und Jahreszeit und auf die Etage genau.

Laut des Gründers ist auch das niederländische Solarauto-Startup Lightyear daran interessiert, Shadowmap-Software ins Cockpit seiner Solarautos zu integrieren. Der Vorteil für Besitzer: Sie könnten dadurch unter anderem bessere Parkplätze finden, die garantiert in der Sonne liegen und somit bei gutem Wetter das Aufladen des Akkus sichern.

Was auch immer die Zukunft für Shadowmaps bringen mag, eine Sache ist sicher: Georg Molzer hat jetzt keine Probleme mehr, seinen Lunch-Platz in der Sonne zu finden.

#Podcast – Pitch it! askui – brightensport – Less Waste Box – Snack That – Fraankly

#Podcast

Im neuen Startup-Radar-Podcast stellen wieder fünf Gründer:innen ihre Ideen vor. Freut euch auf askui, brightensport, Less Waste Box, Snack That und Fraankly. Die Gründer:innen haben jeweils 180 Sekunden Zeit, ihr Startup vorzustellen.

Pitch it! askui – brightensport – Less Waste Box – Snack That – Fraankly

Mittwoch, 16. Februar 2022VonTeam

Im Startup-Radar-Podcast, unserem Pitch-Podcast, stellen in jeder Ausgabe fünf Gründer:innen ihre Ideen vor. Die Gründer:innen haben jeweils 180 Sekunden Zeit, ihr Startup vorzustellen. Auf die virtuelle Pitch-Bühne treten diesmal askui, brightensport, Less Waste Box, Snack That und Fraankly. Und jetzt geht es auch schon los!

Startup-Radar #30– Der Podcast

Unser Sponsor

Die heutige Ausgabe wird präsentiert von Dell Technologies. Mit Dell Technologies findet ihr passende IT-Infrastruktur-Lösungen, die eurem Unternehmen helfen, erfolgreich zu sein. Dabei bekommt ihr die Unterstützung von Dell Technologies ExpertInnen, die die geschäftlichen IT-Herausforderungen und -Bedürfnisse von Unternehmen kennen sowie verstehen, und euch helfen, die richtigen Produkte und Dienstleistungen, die zu euch passen, zu finden. Die Dell Technologies ExpertInnen empfehlen Unternehmen beispielsweise Dell Latitude Laptops und 2-in-1-Systeme, da sie zu den sichersten Business PCs mit eingebauten intelligenten Funktionen gehören. Ruft jetzt unter 0800-724 48 69 an und sprecht direkt mit Dell Technologies ExpertInnen. Alle Infos findet ihr auch unter www.dell.de/KMU-Beratung

Startup-Radar #30 – Die Startups

askui


askui aus Karlsruhe, das von Jonas Menesklou und Dominik Klotz gegründet wurde, kümmert sich um die Automatisierung von UI-Tests. Auf der Website heißt es: “Bring vision to your code and automate any technology and any use case by automating operating systems instead of applications”.

brightensport


brightensport aus München setzt auf eine Plattform, auf der Nutzer:innen “die besten Spitzensportler:innen persönlich um Rat fragen” können. So sollen “Sportler:innen unabhängig von Sportart und Level” alle Fragen rund um ihren Sport echten Expert:innen stellen können.

Less Waste Box


Das Kölner Startup Less Waste Box bietet einen Lieferdienst für nachhaltigen Bürobedarf. Die Bestellungen werden aktuell innerhalb von Köln mit dem Fahrrad geliefert. Das Sortiment umfasst etwa umweltfreundliche Schreibwaren, recyceltes Druckerpapier, plastikfreie Handseife sowie Fair Trade-Kaffee.

Snack That


Snack That aus Henstedt-Ulzburg bietet eine schnelle Frühstücksmahlzeit aus pflanzenbasierten Inhaltsstoffen. “Alles was du brauchst, um mit Leichtigkeit und viel Energie deinen Tag zu rocken”, schreibt das Team zum Konzept. Die Mahlzeit lässt sich in drei Minuten zubereiten.

Fraankly


Fraankly (inzwischen als Trune unterwegs) aus Wien setzt auf “ehrliches und offenes Feedback”. Das Startup stellt seinen Kunden dafür einen sicheren Raum zum Austausch zur Verfügung. “This is crucial if you want really honest feedback to improve your outputs”, schreiben die Gründer.

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Foto (oben): ds

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