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Studie | Tablet soll “Produktivitäts-Turbo” am Arbeitsplatz sein

Tablet-Nutzung zündet Produktivitätsschub in deutschen Unternehmen

Interessante Studie – die insbesondere Arbeitgeber freuen dürfte: Der Einsatz von Tablets in deutschen Unternehmen soll die Produktivität enorm fördern können – so das Ergebnis einer Studie des japanischen Tech-Riesen Panasonic. Der Erhebung zufolge berichten 64 Prozent der Arbeitgeber von “substantiellen Produktivitätsverbesserungen bei Mitarbeitern”, die Tablets verwenden.Durch die Nutzung wollen Arbeitgeber einen durchschnittlichen Produktivitätszuwachs von 27 Prozent feststellen

Interessanterweise waren die deutschen Tablet-Nutzer selbst weniger davon überzeugt. Dennoch stellten ganze 34 Prozent eine Verbesserung ihrer Produktivität durch die Arbeit mit dem Tablet fest und bewerteten ihren Produktivitätszuwachs mit durchschnittlich 25 Prozent.

Die Ergebnisse gehen aus einer umfassenden Studie zur Nutzung von Tablets in europäischen Unternehmen hervor, die Ende 2014 im Auftrag von Panasonic’s Geschäftssparte „Computer Product Solutions“ durch das Forschungsinstitut Dynamic Markets erhoben wurde. Die Studie befragte europaweit mehr als 2.300 Tablet-Einkäufer und -Nutzer aus Firmen mit mehr als 50 Mitarbeitern in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Russland, Türkei, Polen und den Beneluxstaaten.

Europaweit waren Tablet-Käufer in der Türkei (80 Prozent), Russland (79 Prozent), Italien (77 Prozent) und Spanien (74 Prozent) am überzeugtesten von den Vorteilen von Tablets hinsichtlich Produktivitätssteigerungen ihrer Mitarbeiter – mit 64 Prozent liegt Deutschland im Ranking an siebter Stelle.

Die größten geschätzten Produktivitätszuwächse wurden von Käufern aus Großbritannien (44 Prozent), der Türkei (42 Prozent) und Polen (43 Prozent) genannt – jeweils stark über dem Durchschnittswert von 33 Prozent.

Tablet-Nutzung zündet Produktivitätsschub in deutschen Unternehmen

Tablet-Computer wird mehr und mehr  multifunktionales Arbeitstier

Inzwischen werden Tablets als Multifunktionsgerät für eine immer größere Bandbreite spezieller Einsatzbereiche verwendet: 14 Prozent der deutschen Nutzer gebrauchen ihr Tablet zum Einlesen von Barcodes, 18 Prozent schließen per USB oder serieller Schnittstelle Scanner, Drucker oder Kameras an, 14 Prozent benutzen es zur Überwachung logistischer Prozesse, 14 Prozent für GIS Informationen, 10 Prozent zur Erfassung von Unterschriften, 9 Prozent zur Verarbeitung von Kundenzahlungen, 9 Prozent zur Smart-Card-Authentifizierung und 8 Prozent zum Scannen von NFC und RFID Tags.

Die Studie identifizierte außerdem den Trend, dass die Mitarbeiter in den Ländern mit den größten Produktivitätszuwächsen (Italien, Spanien, Russland und Türkei) auch diejenigen waren, die ihre Tablets für das breiteste Spektrum an Einsatzbereichen verwendeten.

Top 5 Auswahl-Kriterien für Business Tablets

Die Top 5 Kriterien bei Geschäftskunden für die Auswahl eines Tablets waren Funktionalität (66 Prozent), einfache Bedienbarkeit (58 Prozent), Kompatibilität mit dem aktuellen Betriebssystem (54 Prozent), Preis (49 Prozent) und Größe (44 Prozent).

Für eine Zusammenfassung der Studienergebnisse in Form von zwei PDF-Dateien besuchen Sie bitte:
http://www.hbi.de/uploads/media/DYNAMIC_MARKETS_Tablets_and_the_European_Productivity_Revolution_Infographic_Results_Germany.pdf

http://www.hbi.de/uploads/media/DYNAMIC_MARKETS_Whitepaper_Tablets_and_the_European_Productivity_Revolution.pdf

+ Link: business.panasonic.de

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MyTaxi fährt zum halben Preis

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Der Bahnstreik trifft Deutschland mehr als hart. Das sind lange Tage, in denen nur schwer was geht, wenn es so bleibt wie angekündigt. Ich als Selten-bis-nie-Betroffener verstehe alle, die fluchen und schimpfen, spreche aber auch niemanden das Streikrecht ab, auch wenn es in Sachen Verhältnismäßigkeit schon hart bei der GDL ist. Man darf sich sicher sein, dass Anbieter von Beförderungsdiensten sicherlich Werbung mit dem Streik machen – ob Autoverleih, Fernbus-Anbieter – oder MyTaxi. Der Anbieter gönnt sich gerade eine (sicherlich schon vor dem Streik geplante) Marketingaktion, die man schon einmal in Hamburg testete.

 

Hier konnten Nutzer von MyTaxi zum halben Preis fahren – kostet eure Fahrt also 30 Euro, dann bezahlt ihr lediglich 15 Euro. Doch bei der Aktion ist etwas zu beachten, denn die ist nur für die gültig, die per App zahlen –  man hinterlegt also Daten von PayPal oder die der Kreditkarte. Die Aktion läuft vom 04. Mai bis einschließlich zum 17. Mai – in allen Städten, in denen MyTaxi aktiv ist. Die aktuelle Aktion von MyTaxi wird sicherlich auch dieses Mal für Gesprächsstoff sorgen – im November letzten Jahres sprach der Hamburger Taxenverband von einer illegalen Aktion,  während die Hamburger Wirtschaftsbehörde keinen Verstoß gegen die Richtlinien im Taxigewerbe erkennen konnte. (via Stefan Keuchel)

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OnePlus One im Test: Preisbrecher oder Papiertiger?

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Mit dem OnePlus One hat der erst im Dezember letzten Jahres gegründete chinesische Hersteller mächtig vorgelegt. Das Smartphone verfügt über Spezifikationen auf High End-Niveau und kostet mit einem Preis von rund 300 Euro für die 64 GB-Version nur die Hälfte aktueller Topmodelle, seit dem Verkaufsstart ist das One aber rar gesät. Wir haben uns das Gerät näher angesehen und verraten in unserem Testbericht, ob das One nur ein Papiertiger in Sachen Spezifikationen ist oder tatsächlich ein Preisbrecher, der den immensen Hype um das Gerät rechtfertigt.

OnePlus ist ein junges Unternehmen, das von Ex-OPPO-Chef Pete Lau und weiteren ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens gegründet wurde, in gewissem Grade ist OnePlus aber weiter mit Oppo verbandelt, was sich auch in der Tatsache zeigt, dass das OnePlus One dem Oppo Find 7a in vielerlei Hinsicht ähnelt.

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Als das OnePlus One im April offiziell vorgestellt wurde, war die Begeisterung groß. Die Spezifikationen des One sind auf gleichem Niveau wie die Oberklasse-Geräte der großen Hersteller wie Samsung, HTC oder Sony. Auch das Design ist ansprechend. Aber nicht nur mit Hard- wie Software ließ der Hersteller die Herzen der Tech-Gemeinde höher schlagen, auch die Preise der beiden Modelle, die sich nur in puncto Farbe und Flashspeicher unterscheiden, ist als Kampfansage an etablierte Hersteller zu verstehen.

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Zwei Speichergrößen, zwei Farben: Das weiße Modell verfügt über 16 GB internen Speicher, das schwarze OnePlus One hingegen besitzt 64 GB.

Denn die 16 GB-Version in Weiß und die schwarze Variante mit ungewohnt üppigen 64 GB internem Speicher schlagen lediglich mit 269 respektive 299 Euro zu Buche. Android-Fans freuen sich zudem über die Software-Wahl, denn sie ist in Kooperation mit den Custom ROM-Bastlern von Cyanogen Inc. entstanden: Auf dem Gerät läuft eine spezielle Version der CyanogenMod 11, basierend auf Android 4.4 KitKat.

Ein Gerät mit einer solchen Ausstattung zum genannten Preis würde wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln über die Ladentheke gehen, wäre da nicht eine große Einschränkung: die Art, wie das OnePlus One verkauft wird. Denn man konnte es bislang ausschließlich dann erwerben, wenn man einen Invite erhalten hat. Das Einladungssystem ist zwar seit wenigen Wochen beinahe Geschichte, dennoch scheint die Verfügbarkeit des One weiterhin begrenzt zu bleiben. Über Zwischenhändler sind die Geräte meist teurer.

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Optik, Haptik und Verarbeitung

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Doch ehe wir noch länger über die Verkaufspolitik lamentieren, gehen wir lieber auf das Gerät selbst ein, denn das kann sich durchaus sehen lassen. Das One mag aus der Sicht des Testers vielleicht nicht unbedingt einen Schönheitswettbewerb gewinnen, hier spalten sich aber die Meinungen in der Redaktion. OnePlus hat gewiss eine Menge richtig gemacht: Das Phablet mit seinem 5,5 Zoll in der Diagonale messenden Display ist auf der Vorderseite mit einem silberfarbenen Rahmen aus Kunststoff versehen, der den Screen umfasst und auf Ober- und Unterseite einen kleinen Abstand – eine Nase – zwischen Display und Rahmen produziert.

Der Rahmen selbst ist oben und unten zudem leicht geschwungen, sodass der Eindruck erweckt wird, als würde der Screen an den Enden ein Stück aus dem Gehäuse herausstehen. Das ist natürlich nicht der Fall, die Konstruktionsweise produziert allerdings den Effekt, dass das Gerät filigraner wirkt als es ist. Einen funktionalen Mehrwert bietet dies nicht, dennoch handelt es sich um ein feines Design-Detail. Problem dieser Bauweise: Auf der Nase kann sich, vor allem wenn man es regelmäßig in der Hosentasche mit sich trägt, Staub ansammeln, den man aus den feinen Winkeln entweder mit einem Brillenputztuch oder einer Zahnbürste entfernen muss.

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Uns liegt die 64 GB-Version des OnePlus One vor, die die so genannte „Sandstone Black“-Rückseite besitzt. Die weiße Version mit 16 GB Speicher ist bedeutend seltener zu haben – wir spekulieren, dass OnePlus diese Variante mittlerweile eingestellt hat (wie auch die StyleSwap-Cover), da die Preisdifferenz von nur 30 Euro zwischen den beiden Modellen die meisten Interessenten wohl ohnehin zur größeren Variante greifen lässt.

Das Besondere an der schwarzen Variante ist die Materialbeschaffenheit: Denn anstelle einfach auf einen matten oder glatt-glänzenden Kunststoff zu setzen, ist die sehr schwer abnehmbare Rückseite aufgeraut und fühlt sich an wie eine Mischung aus feinem Sandpapier und Samt. Dank dieser Beschichtung liegt das Gerät rutschfest in der Hand und besitzt eine Haptik wie derzeit kein anderes Gerät. Mit der Zeit greift sich die raue Rückseite zwar etwas ab, doch von Abnutzung kann auch nach Wochen der aktiven Verwendung nicht die Rede sein. Man sollte allerdings Vorsicht walten lassen, wenn man das Gerät mit fettigen Fingern anfasst oder versehentlich Flüssigkeit verschüttet, denn die Beschichtung ist diesbezüglich empfindlich. Im Unterschied zu einer regulären Kunststoffrückseite lässt sich das Cover nicht einfach mit Wasser abwaschen. Austauschcover schlagen mit 25 Euro zu Buche, wenn man denn eines bekommt.

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Wo wir schon bei der Rückseite sind: Auf dieser befindet sich abgesehen von der hübschen Sandstone-Schale die 13 MP-Kamera mitsamt LED-Blitz, ein OnePlus-Logo und ein CyanogenMod-Schriftzug mitsamt eines FCC-Logos sowie weiteren technischen Informationen.

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Auf der Oberseite des Geräts sitzen rechtsbündig eine Audiobuchse und ein Mikrofon. Linksseitig sitzen die Lautstärkewippe sowie ein Schacht für den Micro-SIM-Tray, ein zusätzlicher Schlitten für nano-SIMs wird seit neuestem ebenfalls mitgeliefert. Dieser lässt sich entweder mittels des mitgelieferten Dorns oder einer Büroklammer herausholen. Auf der rechten Gehäuseseite befindet sich der Power-Button und auf der Unterseite die obligatorische microUSB-Buchse sowie Stereo-Lautsprecher.

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Die Front wird beinahe vollständig vom Display eingenommen, lediglich oberhalb des Screens befindet sich eine 5 MP-Frontkamera und die Hörermuschel, die in mattem Schwarz gehalten ist. Unter dem Screen sind kapazitive Tasten zu finden, die bei deaktiviertem Screen nicht zu erkennen sind. Auch bei beleuchtetem Display sind sie nur leicht illuminiert – deutlich genug aber, um ihre Funktionen zu erkennen: Links: Menü, Mitte: Home, Rechts: Zurück. Eine Besonderheit am OnePlus One ist, dass sich die kapazitiven Bedienfelder komplett abschalten und durch On-Screen-Tasten ersetzen lassen können. Selbst als eingefleischter On-Screen-Button-Anhänger hält der Autor die kapazitiven Buttons beim OnePlus für die bessere Option, da sich das Gerät mit diesen besser einhändig bedienen lässt. Überdies wird der Raum unterhalb des Displays nicht vollends verschwendet.

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Was Verarbeitung und Haptik des One anbelangt, so kann man OnePlus gratulieren, denn der Hersteller hat ganze Arbeit geleistet. Das Gerät liegt trotz seines großen Displays dank der leicht gebogenen Rückseite gut in der Hand. Natürlich muss man mit dem Formfaktor etwas anfangen können – das ist zu 40 % Geschmacks- und zu 60 % Gewöhnungssache. Das Gewicht des OnePlus One ist ausgewogen auf das Gerät verteilt, was dem Handling zuträglich ist. In Sachen Verarbeitung ist kaum etwas zu beanstanden, denn es sind nur geringe Spaltmaße auszumachen – nichts wackelt oder knirscht. Etwas schade ist die Wahl von Material und Größe bei Lautstärkewippe und Power-Buttons, denn sie bestehen aus Kunststoff und wirken filigran, lassen sich dabei aber mit ein wenig Gewöhnung gut ertasten. Positiv hervorzuheben sind zudem die deutlich definierten Druckpunkte der Knöpfe.

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Display

Der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Mobilgerätes, sei es Smartphone, Tablet oder Phablet, ist das Display. OnePlus hat seinem Erstling ein 5,5 Zoll in der Diagonale messendes IPS-Display mit Full HD-Auflösung verpasst, das aus dem Hause Japan Display stammt. Bildqualität und Farbbrillanz des LC-Display überzeugen, auch die Schwarzwerte können sich sehen lassen. Bei der Darstellung von Weiß ist ein leichter Blaustich zu erkennen, der aber nur wahrgenommen wird, wenn ein Vergleichsgerät vorliegt – in unserem Fall unter anderem ein Nexus 5. Generell ist die Farbdarstellung etwas kühler als bei anderen Geräten, dies ist aber Absicht von OnePlus. Wem das nicht gefällt, hat die Möglichkeit, sie in den Einstellungen anzupassen.

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Lichthöfe sind nicht wahrzunehmen, dafür liegt bei unserem Testexemplar der bekannte „Yellow Tint“ an der Unterseite vor, von dem aber offenbar nicht alle Geräte betroffen sind. Dieser Gelbstich wird von Betrachter zu Betrachter unterschiedlich stark wahrgenommen. Dem Tester fiel die Gelbfärbung wenig auf, Kollege Frank empfindet sie als störend – er kann sie lediglich ertragen, wenn der die On-Screen-Buttons aktiviert. Abgesehen davon bietet das Display eine solide Blickwinkelstabilität, bei der weder Schatten noch Grauschleier erkannt werden können.

Die Grundhelligkeit im Automatik-Modus könnte eine Nuance heller sein, allerdings sind auch bei Sonneneinstrahlung alle Inhalte erkennbar – bei voller Helligkeitsstufe selbstredend um einiges besser. Was negativ auffällt, ist die fehlende oleophobe Beschichtung: Auf dem Display sind Fingerabdrücke deutlich zu erkennen. Wer dies als grundsätzliche störend empfindet, sollte stets ein Microfasertuch bei sich führen.

Hardware und Performance

OnePlus hat beim One nicht an der Ausstattung gespart. Im Inneren des 299 Euro-Smartphones schlummert ein Snapdragon 801-Quad Core-Prozessor mit einer Maximaltaktung von 2,5 GHz, der von der obligatorischen Adreno 330-Grafikeinheit und 3 GB RAM unterstützt wird. Diese Hardwarekombination ist beispielsweise auch im LG-Topmodell G3 und dem Samsung Galaxy S5 zu finden, wobei die 16 GB-Variante des G3 und das Samsung-Flaggschiff jeweils mit 2 GB Arbeitsspeicher auskommen müssen. In Kombination mit der im Unterschied zu TouchWiz und LGs Optimus UI ressourcenfreundlichen CyanogenMod 11s spielt das OnePlus One in Sachen Performance ganz vorne mit. Sowohl in der Alltagsnutzung als auch bei Ressourcen-intensiven Spielen zeigt das Gerät keine Schwächen.

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Die Nutzeroberfläche ist stets flüssig, Ruckler sind nicht auszumachen. Genauso verhält sich das Smartphone bei grafisch aufwändigen Games wie beispielsweise Riptide GP2 und Assassin’s Creed: Pirates – sie lassen sich in hoher Darstellungsqualität spielen, ohne dass es zu Aussetzern oder Denkpausen kommt. Die hohe Performance des Smartphones lässt selbst anspruchsvollen Nutzern keine Wünsche offen.

Benchmarks zum OnePlus One

BenchmarkOnePlus OneLG G3 (2 GB RAM)Samsung Galaxy S5
Antutu 5.1 Total467523704738764
Antutu UX (Multitask/Runtime)7692/25706978/19466455/1711
Antutu CPU Multi (integer/float)3463/42733037/32952958/3683
Antutu CPU Single (integer/float)2083/25202069/23531940/2462
Antutu RAM (Operation/Speed)2195/19351946/15631919/1414
Antutu IO (Storage/Database)2217/6701077/665764/665
CF-Bench 1.3 Overall361303619935542
CF-Bench Java335463383433239
CF-Bench Native400083974739409
GFXBench v3.0.16 T-Rex Offscreen 1080p1599 Frames
28,6 fps
1521 Frames
27,2 fps
1540 Frames
27,5 fps
GFXBench Manhattan Offscreen 1080p764 Frames
12,3 fps
712 Frames
11,5 fps
728 Frames
11,7 fps
GFXBench T-Rex Onscreen1622 Frames
29 fps
1142 Frames
20,4 fps
1562 Frames
27,9 fps
GFXBench Manhattan Onscreen764 Frames
12,3 fps
441 Frames
7,1 fps
731 Frames
11,8 fps

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Die Kamera des OnePlus One

Performance und Display des OnePlus One können überzeugen, doch wie sieht es mit der verbauten Hauptkamera aus, hat der Hersteller an dieser Stelle gespart? Auf dem Papier klingt die Kamera durchaus gut. Schließlich ist eine Optik mit 6 Linsen verbaut, OnePlus setzt außerdem auf den noch recht neuen Sony IMX214, der auch im Huawei Ascend Mate 7 und im Nexus 6 zu finden sind. Hier muss indes noch angemerkt werden, dass die Kamera im Google-Phablet um einen optischen Bildstabilisator (OIS) ergänzt wurde. Dieser fehlt im OnePlus One leider – und das macht sich auch bemerkbar.

Bei normalem Tageslicht lassen sich mit der Hauptkamera gute Resultate produzieren. Die Farben sind ausgeglichen und wirken natürlich. Wie bei nicht wenigen Smartphone-Kameras benötigt man aber, vor allem bei nicht optimalen Lichtverhältnissen, zumeist mehr als einen Anlauf, bis das Foto sitzt. Mitunter fokussiert die Kamera aufs falsche Objekt, bei Fotos unter schwierigen Lichtbedingungen kommt es rasch zu Verwacklern.

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Letzteres ist hauptsächlich dem Fehlen des OIS zu verdanken – im One steckt nur eine Software-Lösung, die kein Vergleich zu einem echten Bildstabilisator ist. Auch wenn viel gemeckert wird, die Kamera ist dennoch solide, hebt sich im Alltagsgebrauch nur nicht aus der Masse hervor. Die Frontkamera besitzt einen 5 MP-Sensor und ist für Selfies bei Tageslicht und zur Videotelefonie zu gebrauchen.

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Fotos in voller Auflösung

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Ein paar Funktionen der Kamera-App sind, insbesondere für Hobbyfotografen, eine nützliche Angelegenheit. Einerseits unterstützt die CyanogenMod 11s-Kamera-App die Aufnahme von Bildern im RAW-Bildformat, sodass Profis das Bildmaterial später am Computer weiterverarbeiten kann, um mehr aus seinen Fotos herauszuholen. Zum anderen ist es möglich, Fotos mit Langzeitbelichtung aufzunehmen. Für die Funktion ist es unabdingbar, das Smartphone mittels eines Stativs zu fixieren. Was man aus dem OnePlus mittels der Low Light-Features herausholen kann, zeigt unter anderem Robin Wong in seinem Blogeintrag.

Videoaufnahmen sind in Auflösungen von bis zu 4K möglich, ferner lassen sich Slow Motion-Clips mit 120 fps schießen. Die Bildqualität der Videos ist brauchbar, aber auch in dieser Disziplin macht sich der fehlende optische Bildstabilisator bemerkbar.

Hier ein Video-Sample in 4K-Auflösung:


(YouTube-Direktlink)

Bei der Kamerasoftware setzt OnePlus auf eine Lösung von Cyanogen Inc., die auch die zugrunde liegende Firmware CyanogenMod 11s entwickelt haben. Die Kamera-App ist intuitiv bedienbar, die Bedienelemente übersichtlich angeordnet. Ferner lassen sich weitere Einstellungen zur Anpassung der Kamera-Auflösung, Video und weiterer Optionen mit einem Tap erreichen. Durch eine Wischgeste über das Display von oben nach unten oder umgekehrt, kann der Nutzer verschiedene Modi wie Automatisch, HDR und diversen Filtern wählen, die in Echtzeit angezeigt werden. Auch der Wechsel zwischen Kamera, Videoaufnahme und Panorama-Funktion ist direkt vom Hauptmenü möglich.

Die App weiß gerade ob ihrer Einfachheit zu gefallen, allerdings kann es durchaus vorkommen, dass man versehentlich per Tap-to-Focus ein Objekt scharf stellen möchte und im gleichen „Wisch“ versehentlich den Modus verstellt. Gerade am Anfang ist dem Tester dieser Bedienfehler nicht selten unterlaufen, man hat den Dreh aber recht flott raus.

Die Software im OnePlus One: CyanogenMod 11s

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OnePlus hat in Sachen Firmware mit CyanogenMod die wohl bekannteste Entwicklerschmiede für Custom-ROMs verpflichten können – dieser Umstand ist neben Ausstattung und Preis ein weiterer Grund, weshalb manch ein Nutzer zum One greift. Das CyanogenMod-ROM ist im Kern ein Stock-Android, das aber in vielen Belangen sinnvoll angepasst und erweitert wurde. Überdies sind die Entwickler stets darum bemüht, die Firmware auf dem aktuellen Stand zu halten und regelmäßig Updates nachzuliefern, um Bugs und andere Wehwehchen schnell zu beheben. So basiert der aktuelle Build auf Android 4.4.4 KitKat. Darüber hinaus werden auch regelmäßig neue Funktionen hinzugefügt. Im Zeitrahmen von zwei Monaten wurden mehrere Updates ausgerollt, mit denen diverse Fehler behoben wurden – unter anderem wurde die Akkulaufzeit merklich verbessert und ein garstiger Touchscreen-Fehler entfernt. Wer die CyanogenMod kennt, weiß um ihre vielseitige Anpassbarkeit, auch die CM11s besitzt diese Eigenschaft, wurde aber in einigen Punkten speziell für das One angepasst und erweitert. An dieser Stelle gehen wir nicht auf alle einzelnen Punkte der Software ein, sondern reißen die wichtigsten und interessantesten Aspekte an.

Theme-Manager

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CyanogenMod 11s – und mittlerweile auch die reguläre CM 11 – besitzt einen Theme-Manager, mit dem sich nicht nur das Design der Nutzeroberfläche individualisieren lässt. Standardmäßig sind auf dem Smartphone zwei Designpakete vorinstalliert, diese können jeweils komplett aktiviert werden, um das Erscheinungsbild des One zu ändern. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nur einzelne Facetten wie Stile, Symbole, Schriftarten oder Boot-Animationen sowie Tonpakete auszutauschen. Möchte man noch mehr Abwechslung, so lassen sich in einer eigens eingerichteten Design-Galerie – einer Art Shop für Themes und Co. – weitere Design-Pakete mitsamt Icon-Packs finden. Die Galerie verweist dabei stets auf den Play Store, im Play Store selbst gibt es gar ein noch größeres Angebot, wenn man nach „CM11 Theme“ sucht. Die meisten Themes kosten 1 bis 2 Euro, es gibt jedoch auch viele kostenlose Themes.

Doppeltap und Gestensteuerung

Spätestens seit dem LG G2 (Test) ist das Aktivieren und Deaktivieren des Smartphone-Displays per Doppeltap in Mode gekommen. Auch das OnePlus One beherrscht diesen Trick – zwar etwas anders als das LG-Phone, aber dennoch zuverlässig. Zum Aktivieren des Displays tappt man ganz bequem auf irgendeine Stelle des Displays und der Screen springt an. Zur Deaktivierung ist jedoch nur der kleine Bereich der Benachrichtigungsleiste nutzbar. Dies mag anfangs vielleicht umständlich erscheinen, man hat aber rasch den Dreh raus.

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Darüber hinaus lassen sich per Wischgeste auf dem deaktivierten Display diverse Aktionen respektive Anwendungen starten, um so rasch die Taschenlampe (ein „V“ zeichnen) oder die Kamera-App (einen Kreis zeichnen) anzuwerfen. Wie beispielsweise beim Nexus 5 kann man die Kamera aber rasch mit einer Wischgeste vom Lockscreen aus starten. Im Laufe des Tests hat der Autor diese Art des Kamera-Starts bevorzugt verwendet, die Gesten bei abgeschaltetem Bildschirm sind nett, mehr aber auch nicht.

Wechsel zwischen On-Screen- und kapazitiven Navigations-Tasten

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Wie eingangs erwähnt, ist es möglich zwischen On-Screen- und kapazitiven Tasten umzuschalten, sodass sich das OnePlus One für Anhänger beider Bedienelemente eignet. Der Wechsel lässt sich in den Einstellungen unter „Tasten“ durchführen und geht binnen Sekunden vonstatten. Eigentlich ein Freund der On-Screen-Buttons nutzt der Tester das One mit aktivierten kapazitiven Tasten, da sich das Phablet aufgrund seiner Größe so besser mit einer Hand bedienen lassen kann. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Zurück-Taste bei den On-Screen-Buttons links sitzt, bei aktivierten kapazitiven indes rechts. Die Tastenanordnung lässt sich zwar in den Einstellungen anpassen, allerdings entpuppt sich die On-Screen-Tastatur insbesondere bei Spielen, in denen die Tasten ausgeblendet wird, als teils fehlerbehaftet – gelegentlich werden die Buttons beim Verlassen des Immersive-Modus nicht korrekt angezeigt, was bisweilen frustrierend ist. Hier wäre ein Softwareupdate angebracht.

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Screencast-Funktion

Für Blogger/Tech-Journalisten und Let’s Play-Fans interessant ist zudem die vorinstallierte Screencast-Funktion, im App-Drawer als App „Bildschirmaufnahme“ gelistet. Mit dieser Funktion ist es möglich, den kompletten Bildschirminhalt aufzunehmen und mit Dritten zu teilen. Per Bedienelement in der Benachrichtigungsleiste ist die Anwendung steuerbar. Die Auflösung des Videos entspricht der Bildschirmauflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln.

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CyanogenMod hat noch viele kleine Details und Tweaks integriert, die insbesondere für Einsteiger unüberschaubar sind. Wer sich aber ein wenig Zeit nimmt und sich mit ihnen vertraut macht, wird sich wundern, wie umfangreich die CM sich anpassen und individualisieren lässt.

Software-Updates

Cyanogen liefert regelmäßig Software-Updates, um das System von Bugs zu befreien und laufend zu optimieren. Trotz vergleichsweise häufiger Updates sind im System immer noch ein paar gelegentlich auftretende Kinderkrankheiten zu finden. Auch wenn diese mit Sicherheit noch in kommenden OTA-Updates behoben werden, bleibt festzustellen, dass das OnePlus One „beim Kunden reift“. Über größere Software-Updates muss man sich bei der CyanogenMod wenig Sorgen machen, denn das One wird bestätigterweise auch Android 5.0 Lollipop erhalten – laut Entwickler höchstens 90 Tage nach Freigabe des Quellcodes durch Google, was rechnerisch Anfang Februar 2015 der Fall wäre.

CyanogenMod kann als eine der besten Custom-ROMs für alle angesehen werden, die Googles Stock-UI zu schätzen wissen, aber gerne ein wenig mehr Anpassungsmöglichkeiten bevorzugen. Entsprechend macht CM auch auf dem OnePlus One eine hervorragende Figur, ein paar kleinere Bugs trüben den Spaß an der Software, allerdings nur in einem geringen Ausmaß.

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Konnektivität und Speicher

OnePlus hatte sein One ursprünglich in zwei Varianten vorgestellt: das Weiße mit 16 GB und das Schwarze mit 64 GB. Erstere Version wurde zugunsten des speichergrößeren Modells offenbar eingestellt – kein Wunder, schließlich liegen die beiden Varianten preislich lediglich 30 Euro auseinander – es wäre geradezu töricht, bei dieser geringen Preisdifferenz zum kleineren Modell zu greifen.

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Mit 64 GB internem Speicher auf der Habenseite gibt es vermutlich nur wenige Nutzer, die noch nach einem microSD-Kartenslot zur Erweiterung der Kapazität dürsten, ein solcher fehlt dann auch. Die Zuschaltung von externem Speicher, etwa USB-Sticks, via USB On-The-Go beziehungsweise USB-Host-Adapter wird unterstützt und klappte im Test problemlos.

An Bord des OnePlus One befinden sich zudem Dual-Band WiFi (2,5 und 5 GHz) nach ac-Standard, Bluetooth 4.0, GLONASS und NFC. Das verbaute GPS-Modul findet rasch einen Positionsfix zur Lokalisierung des Geräts. Ferner besitzt das Phablet auch ein LTE-Modul. Dieses ist in Deutschland jedoch nur eingeschränkt nutzbar. Grund: Das OPO unterstützt hardwareseitig das verbreitete LTE-Band 20 (800 MHz) nicht, sodass man in ländlichen Regionen und, je nach Netzbetreiber, auch in Städten überwiegend nur mit HSPA surfen kann. Selbst im Berliner O2-Netz wird LTE nicht unterstützt, sodass der Tester unterwegs nur mit HSPA-Geschwindigkeit surfen konnte. Dies ist schade, da der Unterschied von HSPA zu LTE in negativer Hinsicht deutlich spürbar ist. Abgesehen von der mittelmäßigen Kamera ist das einer der wenigen Abstriche, die man beim OnePlus One eingehen muss. In Relation zum Preis ist diese Einschränkung aber verschmerzbar.

Telefonie und Audio

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Auch wenn das OnePlus dank seines großen Displays zum Zocken und Konsumieren von Videos einlädt, so kann man mit dem Smartphone selbstredend auch telefonieren. Die Sprachqualität ist klar und sauber, auf Seite des Gesprächspartners verhält es sich ebenso, wobei gelegentlich ein gewisses Rauschen vernehmbar ist, falls niemand spricht. Hier muss erwähnt werden, dass die Gesprächsqualität unter anderem auch vom jeweiligen Mobilnetz der beiden Gesprächsteilnehmer abhängig ist.

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Was die verbauten Stereolautsprecher auf der Unterseite des One anbelangt, so kommen die kleinen Brüllwürfel zwar bei weitem nicht an die Klangqualität von HTCs BoomSound heran, die wohl als Referenz für Smartphone-Lautsprecher gesehen werden können, dennoch ist der Sound in Ordnung. Videos und Musik werden in einer ausgewogenen Klangqualität und sogar relativ laut wiedergegeben, wobei die Höhen gelegentlich etwas unausgewogen klingen. Die Positionierung des Lautsprecher ist eine andere Sache: es ist schade, dass OnePlus sie nicht auf die Front gesetzt ha, durch die Anbringung der Lautsprecher auf der Unterseite findet Wiedergabe unilateral – entweder nach unten oder zu Seite – statt. Beim Spielen im Querformat passiert es häufig, dass man die Lautsprecheröffnungen mit der Hand abdeckt und sie nur noch ein Brummen abgeben.

Akku

Mit einem fest verbauten 3.100 mAh-Akku auf der Habenseite ist das OnePlus One gut versorgt. Der im Gerät verbaute Akku genügt allemal, um locker über den Tag zu kommen, wie wir im Test feststellen konnten. Dies war anfangs leider nicht der Fall – der Energiespeicher wurde aufgrund eines Softwarefehlers rasch leer gesaugt. Ein Software-Update, veröffentlicht im August, sorgte aber für Verbesserung.

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Mittlerweile kann das OnePlus One als eines der Smartphones mit der besten Akkulaufzeit betrachtet werden. Bei ausgewogener Nutzung  muss man das Gerät trotz im Hintergrund laufenden Diensten wie Google+ und Dropbox inklusive automatischem Foto-Upload, Hangouts, Pushbullet, WhatsApp und weiteren Diensten erst nach zwei Tagen wieder an die Steckdose stecken. Die Laufzeit verkürzt sich allerdings selbstredend rapide, wenn man sich viel im Mobilfunknetz, insbesondere mit schlechter Abdeckung aufhält. Ferner saugen ressourcenintensive Spiele oder Videos am Akku. Nach einer längeren Assassin’s Creed: Pirates-Session ist es durchaus möglich, dass man nach vier oder fünf Stunden wieder eine Steckdose aufsuchen muss. Im „normalen“ Alltagsgebrauch macht das One allerdings nicht so schnell schlapp.

Fazit

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Beim OnePlus One hat der Hersteller vieles richtig gemacht. Es gibt kein Smartphone in der Preisklasse mit einer solchen Ausstattung – normalerweise muss man mindestens 400 bis 500 Euro locker machen, um ein Gerät mit Snapdragon 801 und 3 GB RAM zu bekommen. Auch in Sachen Verarbeitung gibt es nichts zu meckern – die Materialien sind hochwertig und die Haptik – vor allem der Gehäuserückseite – ist gelungen. Was die Kamera anbelangt, so lassen sich mit ihr, etwas Geduld und Tageslicht vorausgesetzt, gute Fotos schießen.

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Zusammenfassend gehört das OnePlus One ohne Zweifel zu den derzeit besten Smartphones auf dem Markt, wäre da nicht ein Faktor, der nicht wenige verärgert: die Verfügbarkeit. Das Gerät ist vom Hersteller selbst weiterhin nur via Invite oder bei den gelegentlichen Vorbestell-Aktionen erhältlich, die jeweils nur eine Stunde dauern. Eine Garantie, wann man das One in Händen halten kann, gibt es kaum – außer, man bestellt bei einem der zahllosen Zwischenhändler, wodurch das Gerät aber wiederum teurer wird. Besitzt man Zeit und Geduld, so sollte man das One durchaus in Erwägung ziehen, zumindest sofern einem die Größe des Gerätes zusagt und man auf LTE verzichten kann.

Wertung

  • Display: 4/5
  • Verarbeitung, Haptik und Design: 4/5
  • Software: 5/5
  • Performance: 5/5
  • Telefonie und Audio: 4/5
  • Kamera: 3/5
  • Konnektivität und Speicher: 4/5
  • Akku und Alltag: 5/5
  • Bonuspunkt für Preis/Leistung: +1

Insgesamt: 4,4/5

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Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Beinahe Stock-Android mit sinnvollen Erweiterungen
  • Top Preis-/Leistungsverhältnis

Kontra

  • Verbesserungswürdige Kamera
  • Limitierte Verfügbarkeit
  • Für Deutschland wichtiges LTE-Band 20 nicht unterstützt

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Huawei Ascend P7 im Test: Halbwegs High-End

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Mit dem Huawei Ascend P6 hat das chinesische Unternehmen im vergangenen Jahr gezeigt, dass auch Smartphones der Mittelklasse vor allem in Sachen Design der hochpreisigen Konkurrenz in nichts nachstehen müssen. Der Nachfolger, das Huawei Ascend P7 versucht nun den Sprung in die Oberklasse und glänzt neben seinem Äußeren auch mit vielversprechenden Spezifikationen. Gegen wen tritt das Smartphone also an, High-End oder die neue Mittelklasse, die vom Preisbrecher Moto G von unten aufgerollt wird? Dieser Frage gehen wir in unserem ausführlichen Testbericht nach.

Während Samsung, LG, HTC und Konsorten sich jahrein, jahraus einen Kampf um den Titel des besten High-End-Androiden liefern, hat Huawei schon längst gemerkt, dass vor allem im mittleren Preissegment noch viel Marktpotential liegt. Und während die großen Namen der Branche hier sowohl mit Hardware als auch Design geizen, umwirbt Huawei seine Kunden gezielt mit hochwertigen Materialien, sprich: Glas und Aluminium, einem schlanken Gehäuse und eleganten Kurven.

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Das hat beim letztjährigen Schmuckstück Ascend P6 (Test) offenbar so gut funktioniert dass Huawei an diesem Rezept festhält, auch das Ascend P7 verzückt schon auf den ersten Blick. Zudem lassen die inneren Werte aufhorchen: Der vierkernige HiSilicon Kirin 910T, eine Entwicklung aus eigenem Hause (HiSilicon ist eine Tochterfirma von Huawei), taktet mit 1,8 GHz pro Kern und bekommt 2 GB RAM zur Seite gestellt. Das 5 Zoll-Display löst mit Full HD auf und auch die Kamera scheint mit einer Auflösung von 13 MP auf dem Stand der Zeit zu sein. LTE, Bluetooth 4.0 LE, NFC und ein 2.500 mAh starker Akku erwecken auf dem Papier fast schon den Eindruck von High-End. Auch Software-seitig ist das Ascend P7 mit Android 4.4.2 KitKat fast topaktuell, wo also ist der Haken?

Das Huawei Ascend P7 im Video

Bevor wir uns dem Smartphone im Detail widmen, hier zunächst Kollege Amirs erster Eindruck vom Anfang des Jahres:


(YouTube-Direktlink)

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Optik, Haptik und Verarbeitung des Huawei Ascend P7

Wie schon seinem Vorgänger sieht man dem Huawei Ascend P7 an, wer die Inspiration für sein Design lieferte. Neben offensichtlichen Anleihen an Apples iPhone stand in diesem Jahr aber auch Sonys Xperia-Serie Pate, erkennbar am leicht eingelassenen runden Power-Button auf der rechten Seite. Sieht man von einer gewissen Dreistigkeit ab, die Huawei hier ohne Zweifel zu unterstellen ist, sind diese „Vorbilder“ aber keinesfalls schlecht gewählt, und so gehört das Ascend P7 gewiss zu den optisch ansprechendsten Smartphones, die derzeit erhältlich sind.

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Mit Maßen von 139,8 x 68,8 x 6,5 mm ist es etwas größer und „properer“ als das Ascend P6 (132,7 x 65,5 x 6,2 mm), aber dennoch außergewöhnlich schlank und mit 124 gegenüber 120 Gramm beim Vorgänger fast genauso leicht. Dennoch liegt es sehr angenehm in der Hand, wofür sich unter anderem der angeraute Aluminiumrahmen verantwortlich zeichnet, der sich von der linken über die Stirn- bis zur rechten Seite zieht und einen angenehmen haptischen Kontrast zum vorder- und rückseitig verwendeten Gorilla Glass 3 bietet. Die wertig wirkende abgerundete Unterseite – hier besteht der einzige Berührungspunkt mit Plastik – tut ihr Übriges.

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Fast alle physischen Elemente finden sich auf der rechten Seite des Geräts, von oben nach unten die Lautstärkewippe, der Power-Button, der Steckplatz für die microSD-Karte und jener für die Micro-SIM-Karte. Die Klinkenbuchse findet ist an der Oberseite platziert, der Micro USB-Port unten.

Da Huawei auf Software-Buttons setzt, sind auf der Front neben dem Logo und den gängigen Sensoren für Näherung und Helligkeit nur die Frontkamera und die Hörermuschel zu erkennen. Über letzterer leuchtet mittig das Benachrichtigungslicht. Ähnlich verhält es sich mit der Rückseite: Hier finden sich neben Kamera und Blitz nur das Firmenemblem sowie der notwendige Aufdruck von Zertifikaten und Hinweisen sowie der Mono-Lautsprecher, umgesetzt als vertikaler Schlitz mit Alu-Gitter. Dieser weckt, kombiniert mit glitzernden Elementen unter dem Gorilla Glass, Erinnerungen an das Nexus 4 (Test).

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Doch nicht nur optisch macht die Verarbeitung etwas her: Zwischen Plastik, Glas und Aluminium sind nur minimale Spaltmaße, in denen sich kein sichtbarer Schmutz sammeln kann. Beim Drangsalieren des Smartphones ist kein Knarzen und kein Klackern zu hören, die herausnehmbaren Schübe sitzen bombenfest; lediglich die Lautstärkewippe und der Power-Button haben etwas Spiel, mutmaßlich, um ihre Abnutzung zu minimieren und die Lebensdauer zu verlängern. Lediglich in Makroaufnahmen zeigen sich leichte Unregelmäßigkeiten und Dellen an der Fase des Aluminiumbandes, die aber mit bloßem Auge nicht zu sehen sind und deshalb nicht in die Wertung mit einfließen.

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Das Display des Huawei Ascend P7

Huawei stattet das Ascend P7 mit einem IPS-LCD aus, das zeitgemäß in Full HD, also 1.920 x 1.080 Pixeln auflöst. Auf einer Bildschirmdiagonale von 5 Zoll ergeben sich so 441 ppi, dank denen das Smartphone den Vergleich mit den ganz Großen nicht scheuen muss. Und auch ansonsten weiß der Bildschirm zu überzeugen: Schriften wirken gestochen scharf, Farben nicht übersättigt. Lediglich die maximale Leuchtkraft könnte etwas höher sein – im direkten Sonnenlicht wird das Betrachten von Inhalten zur Herausforderung. Beim Betrachten aus verschiedenen, auch steilen Winkeln fällt keine Verfärbung auf, bei zu starkem Licht allerdings überwiegen die Reflexionen und erschweren das Ablesen etwas.

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Positiv dagegen ist zu vermerken, dass die Ausleuchtung des Screens sehr gleichmäßig ausfällt. Von Lichthöfen, wie sie etwa beim Nexus 5 vor allem am Rande des Displays auftreten, fehlt jede Spur. Hier hat sich Huawei nicht lumpen lassen, der Bildschirm des P7 gehört definitiv zu den besseren am Markt.

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Die Performance des Huawei Ascend P7

Zu Beginn dieses Tests kam die Frage nach dem Haken am Gesamtpaket P7 auf. Bitteschön, hier ist er: Huawei setzt erneut auf ein SoC des Tochterunternehmens HiSilicon, in diesem Falle auf den Kirin 910T. Dieser basiert auf ARMs mittlerweile veralteter Cortex-A9-Architektur und taktet mit 1,8 GHz, und hat lediglich eine Mali-450MP4-GPU zur Seite stehen – da helfen auch die ordentlichen 2 GB RAM nicht weiter.

Dieses Leistungsdefizit macht sich ganz konkret in der Benutzung bemerkbar: Für fast jede Eingabe fordert das Ascend P7 eine kurze Bedenkzeit, für das Starten von Apps auch länger. Selbst das Herunterziehen der Benachrichtigungsleiste und das Scrollen durch den Homescreen wird dabei mitunter zur Geduldsprobe.

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Bei der Darstellung von Spielen zeigt sich ein starker Kontrast zwischen 2D- und 3D-Leistung. Während Leo’s Fortune in all seiner Pracht flüssig von der Hand geht, sind dreidimensionale Titel wie Riptide GP 2 und Dead Trigger 2 selbst mit verringerten visuellen Einstellungen und deaktivierten Effekten nur ruckelig spielbar.

Aber auch im Alltag genutzte Anwendungen wie Play Music, Google Maps, Chrome oder der Google Now Launcher laufen auf dem P7 nur mangelhaft. Auf eine recht lange Ladezeit folgt Stottern beim Scrollen, Zoomen und Drehen des Bildschirms. Teils kam es während des Tests auch zu Totalausfällen, bei denen der Bildschirm gar nicht mehr reagierte und nur noch ein Kaltstart half. Peitscht man das Ascend P7 zudem an seine Grenzen, etwa durch gleichzeitige Nutzung der Navigation per Google Maps und Musikwiedergabe über Play Music, wird das Gehäuse merklich warm.

Hier kommt das SoC zum Einen einfach nicht den Forderungen des hochauflösenden Displays nach, zum anderen trübt die wenig optimierte vorinstallierte Software das Leistungsbild gewaltig – dazu später mehr. Hier zunächst die Leistung in kalten Zahlen:

Das Huawei Ascend P7 im Benchmark-Vergleich mit Nexus 5 und Galaxy S5

BenchmarkHuawei Ascend P7Nexus 5Samsung Galaxy S5
Antutu 4.0.1 Total251272989736503
Antutu UX (Multitask/Dalvik)4577/15944969/22127500/3605
Antutu CPU (integer/float)2904/21493389/28973260/3494
Antutu RAM (Operation/Speed)2324/12701605/24561696/2433
Antutu GPU (2D/3D)1634/68511630/82591639/9566
Antutu I/O (Storage/Database)1410/6551840/6401639/670
CF-Bench 1.3 Overall183142038937579
CF-Bench Java86791029535717
CF-Bench Native327673553040374
GFXBench 2.7
(2.7 Manhattan HD Offscreen)
-*581 Frames
9,4 FPS
729 Frames
11,8 fps
GFXBench 2.7
(2.7 T-Rex HD Offscreen)
683 Frames
12,2 fps
6676 Frames
59 fps
1552 Frames
27,7 fps

* Der extrem grafikintensive GFXBench-Benchmark Manhattan ist auf dem Ascend P7 ausgegraut und nicht lauffähig.

Die einzige Möglichkeit, die gefühlte Performance zumindest etwas zu erhöhen, stellt der sogenannte ROG-Modus dar, der sich in den Energiespareinstellungen verbirgt. Dieser reduziert die Auflösung des Smartphones auf 1.280 x 720 Pixel und entlastet so die Grafikeinheit. Tatsächlich geht die Bedienung mit reduzierter Auflösung an manchen Stellen deutlich flüssiger von der Hand – Stichwort Benachrichtigungsleiste –, wahre Leistungssprünge sollte man aber nicht erwarten.

Software

Stellte die Performance den ersten Haken des Huawei Ascend P7 dar, wird es in Puncto Software kaum besser. Obwohl das Grundgerüst mit Android 4.4.2 durchaus solide ist, leistet sich das Unternehmen mit seiner Benutzeroberfläche und den vorinstallierten Apps den einen oder anderen Schnitzer. Aber von vorne:

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Das Emotion UI 2.3 ist zuvorderst durch den Huawei-Homescreen vertreten, der ähnlich MIUI und iOS auf einen App-Drawer verzichtet und alle Apps auf einer Ebene sammelt. Noch mehr iOS-Anleihen finden sich in den Icons, die mittels eines passenden bunten Hintergrundes mit abgerundeten Ecken ein uniformes Aussehen erhalten – Geschmackssache.

huawei-ascend-p7-homescreen-3 huawei-ascend-p7-homescreen-4

Das Konzept der Vereinfachung durch Reduktion geht dabei jedoch nicht ganz auf. Neben der normalen Ansicht bietet der Launcher noch eine Organisieransicht, in der sich Apps verschieben und in Ordner zusammenfassen lassen, eine Ansicht für das Hinzufügen von Widgets sowie eine Übersicht über alle Homescreens mit der Möglichkeit, diese neu anzuordnen.

Optisch lässt sich der Launcher über die mitgelieferte „Design“-App grundlegend verändern. Die dort gefundenen Themes passen nicht nur den Stil der Icons an, jedes verfügt auch über eigene Hintergründe, Widget-Stile und einen optisch angepassten Entsperr-Effekt. Auch hier kommt man nicht umhin, die vorinstallierten Themes mit den optischen Merkmalen einiger anderer Hersteller zu vergleichen: Sony, HTC und Samsung finden sich auf den ersten Blick. Seltsam übrigens, dass, ganz gleich welches Theme man verwendet, sich Ordner auf dem Homescreen komplett ohne Animation öffnen.

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Der Lockscreen des Ascend P7 scheint nicht ganz ausgereift. Zwar erlaubt er wie gewohnt das Starten der Kamera durch eine einfache Wischbewegung – allerdings nach oben, nicht nach links – und theoretisch das Platzieren von Widgets. In der Praxis fiel es aber schwer, diese durch Wischen sichtbar zu machen, ohne den Bildschirm zu entsperren. Steuerelemente für die im Hintergrund laufende Musik zeigt der Lockscreen nicht an. Zudem erhält man mit einem Wisch vom unteren Bildschirmrand nach oben nicht etwa Zugriff auf Google Now, sondern auf einige Verknüpfungen wie Taschenlampe und -Rechner – auch hier verschleiert die Optik die offensichtliche Inspiration durch iOS 7 in keinster Weise.

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Die Benachrichtigungsleiste ist beim Herunterziehen in kühlem Grau gehalten, akzentuiert durch ein helles Türkis. Hier folgt Huawei dem aktuellen Trend und bietet eine Leiste mit den wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten an, die sich mit einem Tap erweitern und – sehr praktisch – den eigenen Bedürfnissen anpassen lässt. Darunter folgen die permanenten Benachrichtigungen, dann die regulären. Insgesamt entsteht so allerdings ein funktional überfrachteter Eindruck – ein Problem, mit dem andere Hersteller auch zu kämpfen haben.

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Einen etwas kuriosen Mechanismus hat sich Huawei für permanente Benachrichtigungen einfallen lassen: Auch diese lassen sich wie reguläre Einträge zur Seite wischen, woraufhin ein Dialogfenster erscheint und darauf hinweist, dass die Hintergrund-App so geschlossen wird. Da aber permanente Benachrichtigungen genau das verhindern sollen, mutet Huaweis Ansatz etwas fahrlässig an: Unbedarfte Nutzer schließen so aus Versehen Apps, die eigentlich im Hintergrund laufen sollten.

Wer Wert auf eine feingranulare Anpassung von App-Berechtigungen legt, kommt mit Huaweis Software voll auf seine Kosten. Nicht nur muss jede App beim Darstellen der ersten Benachrichtigung fragen, ob sie dies auch in Zukunft tun darf. Auch Overlays wie etwa die Chatheads des Facebook-Messengers oder der Pocket-App müssen manuell aktiviert werden.

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Die Einstellungsbildschirme orientieren sich optisch an der Benachrichtigungsleiste, sind also ebenfalls in Grau und Türkis gehalten. Die wichtigsten Optionen, etwa für Konnektivität und Systemupdates, sind hier in einen eigenen Tab ausgelagert, ansonsten orientiert sich das Menü an Stock-Android. Einige darüber hinausgehende Optionen sind etwa der Wechsel zu einem simplen Homescreen mit großen Icons, ein Schieberegler für die Farbtemperatur des Displays und Features, die Huawei „Intelligente Unterstützung“ nennt. Darunter findet sich die bereits erwähnte Option, die Benachrichtigungsleiste anzupassen, ein schwebender Ring, der die Funktionalität der Navigationsbuttons übernimmt, einige Gesten zum Annehmen von Anrufen und Stummschalten des Smartphones sowie ein Handschuhmodus, der die Bedienung ohne direkte Berührung des Displays ermöglichen soll.

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Auch in Sachen Apps hat Huawei nicht gegeizt und das Ascend P7 mit einer ganzen Menge mal mehr, mal weniger sinnvoller Helferlein ausgestattet. Neben AOSP-Derivaten wie Mail, Browser, Rechner, Kalender, Kontakte und Telefon finden sich eine Notiz-App, eine Taschenlampe, eine Lupe – Hauptkamera mit maximalem Zoom –, ein Spiegel – Frontkamera –, sowie Apps zur Verwaltung von NFC-Tags und DLNA-kompatibler Hardware. Als roter Faden zieht sich durch das Design dieser Apps, dass es eben keinen roten Faden gibt. Mal wirken Apps schlicht altbacken, mal strotzen sie vor Skeuomorphismus und erinnern an an Apples schlimmste beste Zeiten. Auch das Bedienkonzept wirkt nicht durchdacht: Die Galerie-App erlaubt es etwa nicht, mehrere Bilder auf einmal zu markieren und die erweiterbaren Quick Settings in der Benachrichtigungsleiste verhindern, dass Benachrichtigungen durch vertikales Wischen erweitert oder verkleinert werden können.

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Wirklichen Mehrwert bietet der vorinstallierte Dateimanager, der entweder das Dateisystem anzeigt oder Dateien nach Typ auflistet sowie der APK-Installer, der internen Speicher und SD-Karte nach Apps durchsucht und diese zur Installation anbietet.

Aus der Reihe fallen aber zwei Anwendungen, die den tatsächlich eher neutralen Gesamteindruck hin zum Negativen kippen. Zunächst wäre dies die Wetter-App, die dank unterirdischer Performance zu nichts anderem als einer Nervenprobe verkommt – und das, obwohl sie grafisch eher dezent ist. Ernsthaft, liebe Hersteller: Wenn vorinstallierte Software auf einem Gerät nicht halbwegs flüssig läuft, dann muss sie optimiert werden oder schlicht verschwinden. Diese App ist eine wahre Zumutung, die nach dem ersten Öffnen in der Versenkung verschwindet.

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Ein weiteres Unding ist die Telefonmanager-App, die eine Beschleunigung des Smartphones ermöglichen soll, aber gegen jegliche Prinzipien von Androids Multitasking und Prozessverwaltung verstößt. Per Knopfdruck lassen sich hier Akku- und Speicherfresser finden und beenden. Ein regelmäßiger Hinweis im Benachrichtigungsfenster warnt sogar vor Apps, die im Hintergrund laufen und angeblich die Leistung beeinträchtigen. Das hat zur Folge, dass weniger versierte Nutzer dazu eingeladen werden, Hintergrundaktivitäten zu beenden, die eigentlich notwendig wären für das korrekte Funktionieren einer App, beispielsweise WhatsApp und dessen Hintergrunddienst zum Abrufen von Push-Nachrichten. Hier versucht Huawei offensichtlich, die Krankheit durch Bekämpfung der Symptome zu heilen, statt sie im Kern anzugehen. Sprich: Statt seine Hardware und Software so zu optimieren, dass sie im Einklang funktionieren, wird einfach radikal jegliche Hintergrundaktivität beendet, um mehr Speicher und Rechenkraft zur Verfügung zu haben. Völlig ad absurdum wird dieser Ansatz dann dadurch geführt, dass auch nach Beenden aller Hintergrund-Apps die Leistung nicht merklich zunimmt.

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Kamera

Mit einer Auflösung von 13 MP liegt die Hauptkamera des Ascend P7 auf dem Papier etwa im Mittelfeld gängiger Topmodelle, die 8 MP-Auflösung der Frontkamera dagegen sucht auf dem Markt nominell noch ihresgleichen.

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Huaweis Kamera-App ist sinnvoll und übersichtlich aufgebaut. Auf Menübalken verzichtet sie komplett, Bedienelemente werden stattdessen direkt über dem Sucher eingeblendet – entsprechend sieht man den Bildinhalt komplett, Fotos werden im 16:9-Format des Bildschirms aufgenommen. Die wichtigsten Funktionen sind direkt und mit einem Klick erreichbar, im Detail sind dies der Auslöser für Fotos, jener für die Videoaufnahme – diese kann direkt gestartet werden und fordert keinen Modus-Wechsel – ein Shortcut zur Galerie, der Blitz-Modus, der Umschalter zwischen beiden Kameras und der Aufnahmemodus. Hinter letzterem verbergen sich Optionen wie HDR-Aufnahme und Panorama, Detailoptionen sind über das Overflow-Menü – die 3 Punkte – zu erreichen. Im Frontkameramodus sind weiterhin Funktionen wie das Auslösen durch Lächeln und ein Beauty-Modus verfügbar. Letzterer glättet die Haut, vergrößert die Augen und färbt die Lippen in gesundem Rot, was vor allem bei männlichen Nutzern zu teils grotesken Resultaten führt (siehe unten).

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Während Fotos bei Tageslicht zwischen ausgewaschen und knallig schwanken werden Fotos bei künstlichem Licht schnell grobkörnig.

Obwohl Huawei zum Verkaufsstart besonders die Kamera des Ascend P7 gelobt hat, kann diese nicht vollkommen überzeugen. Zwar lassen sich bei optimaler Ausleuchtung durchaus scharfe Fotos schießen, doch fehlt es den Farben meist entweder an Leuchtkraft, oder aber sie wirken relativ übersättigt. Ebenfalls etwas blass, aber sehr scharf und detailreich fallen Makroaufnahmen aus. Reduziert man das Licht, beginnt zuerst das Interface zu ruckeln. Auch hier macht sich der Leistungsmangel der zentralen Recheneinheit bemerkbar. Im Dämmerlicht setzt zudem schnell starkes Bildrauschen ein, was die Kamera etwa beim abendlichen Ausgehen am Wochenende recht nutzlos macht.

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Überraschend detailliert: Vergrößerte Ausschnitte von Makroaufnahmen.

Videos werden standardmäßig mit 720p aufgezeichnet, die Full HD-Auflösung muss erst in den Optionen aktiviert werden. Dabei fällt ihre Qualität etwas blass und ebenso unspektakulär aus wie die der Fotos, bei Aufnahmen in Bewegung fällt zudem der das Fehlen einer optischen Bildstabilisierung negativ auf. Huawei versieht das Ascend P7 zwar mit einer entsprechenden Software-Lösung, doch deren Effekt ist wenig spürbar. Insgesamt macht die Hauptkamera einen durchwachsenen Eindruck. Ihre Grundaufgaben erfüllt sie zuverlässig, mehr aber auch nicht.


(YouTube-Direktlink)

Überzeugen kann dagegen die Frontkamera, die dank ihrer hohen Auflösung und des Weitwinkelobjektivs geradezu zu „Groufies“ – also Gruppen-Selfies, ein von Huawei geschützter Begriff – einlädt. So finden endlich alle BFFs auf dem Duckface-Foto Platz. Neben dem Bereits erwähnten Beauty-Modus helfen nette Features wie ein Countdown und ein blicklenkendes Fenster dabei, das perfekte Bild zu schießen.

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Disclaimer: Der Autor ist in Wirklichkeit keine Wachsfigur.

Speicher und Konnektivität

Das Ascend P7 kann durchaus als verbindungsfreudig bezeichnet werden, wie die folgende Reihe an Akronymen eindrucksvoll beweist: Gefunkt wird über LTE Cat.4, WLAN b/g/n, NFC und Bluetooth 4.0 LE, GPS ist selbstverständlich auch an Bord. Radio-Fans freuen sich zudem über das integrierte UKW-Radio – inzwischen keine Selbstverständlichkeit mehr für Flaggschiffe. Einzig das kabellose Laden via Qi ist nicht möglich – da sich dieser Standard aber bislang noch nicht auf breiter Front durchsetzen konnte, ist dies nur ein kleiner Makel.

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In der Praxis funktionierten zudem alle Module einwandfrei. Per NFC lassen sich Peripheriegeräte flott verbinden, die Übertragung von Musik per Bluetooth klappt ohne Unterbrechung, die Verbindung zu verschiedenen WLAN-Netzen war genauso stabil wie der mobile Datenempfang und in Google Maps dauert es in der Regel keine 10 Sekunden, bis das GPS-Signal ausreichend stark ist.

Auch in Sachen Speicher lässt das Smartphone nicht zu wünschen übrig. Neben den fest verbauten 16 GB Speicherplatz können microSD-Karten mit bis zu 64 GB verwendet werden. Auf diesen können Apps nicht nur Mediendaten speichern, Huawei umgeht auch die Restriktionen von Android 4.4 geschickt: Auf Wunsch können die Pfade von internem Medienspeicher und SD-Karte vertauscht werden, sodass auch Apps auf letzterer gespeichert werden können. Das Fehlen von Apps-to-SD, das viele Nutzer beklagen, stellt so kein Problem mehr dar.

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Telefonie und Audio

Das Ascend P7 besitzt einen einzigen Mono-Lautsprecher an der Rückseite des Gerätes, der komplett verdeckt wird, sobald man das Smartphone auf den Tisch legt – und ähnelt damit dem Nexus 4. Trotz dieser widrigen Hardware-Voraussetzungen bietet das P7 einen satten Klang, der zudem auch bei voller Lautstärke nicht anfängt zu scheppern. An den BoomSound eines HTC One reicht dies natürlich nicht heran, dennoch ist der Lautsprecher für den gängigen Einsatz eines Smartphones vollkommen ausreichend.

Und auch wer sein Smartphone noch ab und zu zum Telefonieren benutzt, kann guter Dinge sein. Im deutschen D1-Netz (Telekom) war die Klangqualität im Test tadellos. Die Gegenstelle war gut verständlich und konnte ihrerseits nicht über mangelnde Sprachqualität klagen.

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Akkulaufzeit und Alltagstauglichkeit

Mit seinem nur 6,5 Millimeter tiefen Gehäuse setzt das Ascend P7 die Erwartung an an die Laufzeit seines nicht wechselbaren Akkus recht tief an. Ist zwischen dem Gorilla Glass-Sandwich überhaupt noch Platz für ausreichend Stromversorgung?

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Ein Akku-Wunder ist das Smartphone tatsächlich nicht, dennoch liegt die Laufzeit über der Erwartung. Mit ständig aktiviertem Bluetooth und hoher Standortgenauigkeit, als MP3-Player und News-Reader auf der Pendelstrecke von und zur Arbeit zeigte selbst nach dem längsten Arbeitstag die Akku-Anzeige noch 15 bis 30 Prozent – nebenbei bemerkt deutlich mehr als das reguläre Gerät des Testers, ein Nexus 5. Dieses hat seine liebe Not, den Heimweg zu überstehen, sollte es nicht am Arbeitsplatz geladen werden.

Sollte der Akkustand des P7 dennoch zu schnell schrumpfen, bietet Huawei mehrere Möglichkeiten, das Unausweichliche hinauszuzögern. Zunächst können Anwendungen ermittelt und beendet werden, die im Hintergrund viel Strom verbrauchen. Weiterhin lässt sich verhindern, dass einzelne Apps auch nach dem Ausschalten des Bildschirms weiterlaufen – ähnlich der Möglichkeit, Apps zur Beschleunigung des Systems zu schließen, geht dieser Ansatz völlig zuwider der regulären Task-Verwaltung von Android. Das gewonnene Mehr an Laufzeit beschränkt sich außerdem auf wenige Minuten; hier setzt man wohl mehr auf den Placebo-Effekt.

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Sinnvoll hingegen sind die Energieprofile, die die Leistung des Smartphones etwas zurückschrauben, um mehr Laufzeit zu erreichen oder aber seine Fähigkeiten auf die eines Dumbphones reduzieren, sprich lediglich Telefonie und SMS zulassen. Im Notfall können so tatsächlich Energieengpässe überbrückt werden. Auch beim Ascend P7 führt also kaum ein Weg am allabendlichen Andocken an das Ladegerät vorbei. Bis es soweit ist muss man sich allerdings keine Gedanken um den Akku machen.

Auch ansonsten zeigt sich das Ascend P7 bereit für den Alltag: Trotz der beidseitigen Beschichtung mit Gorilla Glass ist es resistent gegen Kratzer und teilt sich ohne Probleme die Hosentasche mit dem Schlüsselbund.

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Lediglich der schon oben beklagte Mangel an Rechenkraft macht sich im täglichen Gebrauch negativ bemerkbar – und zwar massiv. Mal verzögert sich das Entsperren, weil im Hintergrund zu viele Apps laufen, mal reagiert der Touchscreen vor lauter Überlastung gar nicht mehr. Das macht keinen Spaß und fällt nicht nur im Vergleich zum alltäglich gebrauchten High End-Smartphone auf. In einer Zeit, in der auch deutlich günstigere Mittelklassegeräte eine flüssige Bedienung erlauben – allen voran das Moto G (Test) – eigentlich ein „Dealbreaker“.

Fazit

Es fällt schwer, das Huawei Ascend P7 zusammenfassend objektiv zu bewerten. Auf der einen Seite stehen das makellose Äußere sowie der brillante Bildschirm – beides Eigenschaften, für die man das Smartphone mögen möchte. Auf der anderen Seite enttäuschen die wenig optimierten Apps und der gnadenlos überforderte Prozessor, was im Kontrast umso frustrierender wirkt. Auch die Optik und Usability der Software lässt nur die Vermutung zu, dass hier mehr Energie ins Abkupfern erfolgreicher Konkurrenten geflossen ist als in die Entwicklung eines durchdachten, stimmigen Systems.

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Und so fällt das Fazit ernüchternd aus: Eine Kaufempfehlung für das Ascend P7 kann man wirklich nur demjenigen Aussprechen, der vor allem Wert auf das Äußere eines Smartphones legt und dafür teils nervtötende Verzögerungen bei der Bedienung in Kauf nehmen kann. Bei einem derzeitigen Preis um 300 Euro liegt der Griff zum nur wenig teureren Nexus 5 näher, das zwar etwas weniger wertig verarbeitet ist, keinen microSD-Karten-Slot und ein etwas milchiges Display besitzt, aber trotz des Budget-Preises eine flüssige Bedienung und topaktuelle Software mitbringt.

Muss es nicht High-End sein, steht auf der anderen Seite des Spektrums das Moto G in der LTE-Variante für 199 Euro, das mit 1,2 GHz zwar nominell einen schwächeren Prozessor besitzt, dank einfacher HD-Auflösung aber dennoch flüssig läuft und ebenfalls topaktuell ist.

Trotz aller Kritik ist Huawei definitiv auf der richtigen Spur. Sollte der Nachfolger des Ascend P7 in Sachen Leistung zulegen und dringend notwendige Optimierungen an der Software mitbringen, könnte er eine Alternative zu den Smartphones der großen Hersteller werden. Das Ascend P7 ist das leider noch nicht.

Wertung

  • Display: 4/5
  • Verarbeitung, Haptik und Design: 5/5
  • Software: 3/5
  • Performance: 2/5
  • Telefonie und Audio: 4/5
  • Kamera: 3/5
  • Konnektivität und Speicher: 5/5
  • Akku und Alltag: 3/5

Insgesamt: 3,6/5

Huawei-Ascend-P7-Test-Badge-androidnext

Pro

  • Design und Verarbeitung erstklassig
  • Scharfes Display
  • Außergewöhnlich gute Frontkamera

Kontra

  • Mäßige Performance
  • Inkonsistente Software
  • Mittelmäßige Hauptkamera

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Android-Charts: Die androidnext-Top 5+5 der Woche (KW 28/2014)

androidnext-charts-KW-28-2014

Bevor heute Abend die deutsche Elf um 21 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit im Finale der Fußball-WM in Rio de Janeiro gegen Argentinien antritt, fassen wir noch die wichtigsten Geschehnisse der Android-Welt der ausgehenden Kalenderwoche 28 für euch zusammen. Wie üblich ist unser androidnext-Wochenrückblick in Form einer Top 5+5-Liste aufbereitet.

Die meistgelesenen androidnext-Artikel der Woche

Im Zuge der Google I/O-Keynote wurde die neue Funktion für den günstigen HDMI-Stick Chromecast vorgestellt. Nur wenige Wochen später steht sie für einige ausgewählte Geräte zur Nutzung bereit: die Rede ist vom Screen-Mirroring, mit dem Bildschirminhalte von Smartphone oder Tablet direkt auf den Fernseher übertragen werden können.  Platz 5 für diese Meldung.

chromecast-sdk

Platz 4 belegt die Schlappe, die Motorola vor dem Mannheimer Landgericht einstecken musste. Das Gericht hat aufgrund einer Patentverletzung ein Verkaufsverbot einiger Geräte des US-amerikanischen Herstellers angeordnet. Das Ganze ist allerdings noch nicht rechtskräftig, sodass der Verkauf von Moto G und X erst einmal weitergeht.

Kurioserweise schafft es auf der anderen Seite die kurzzeitige Verfügbarkeit des Moto G 4G, also der LTE-Version des Preis-/Leistungsbrechers, im deutschen Orange-Shop auf Platz 3 unserer meistgelesenen Artikel. Flächendeckend wird es laut Motorola ab dem 21. Juli erhältlich sein.

Auf dem 2. Platz hat sich unser umfangreicher und natürlich lesenswerter Test des HTC One mini 2  positioniert.

Den Pokal beziehungsweise 1. Platz holt sich unser Artikel über den Marktstart des Xiaomi Mi3 in Indien. Einerseits kurios, da unsereines es importieren müsste, andererseits ist das Gerät recht interessant, denn es besitzt Spezifikationen, die denen des Nexus 5 (Test) sehr ähneln. Allerdings wird es für lediglich 185 Euro feilgeboten. Außerdem sieht es gar nicht so verkehrt aus und besitzt zudem einen 3.050 mAh-Akku.

Was die androidnext-Redaktion bewegt hat

Abgesehen von den meistgelesenen Artikeln gab es noch eine Reihe Themen, die wir aus redaktioneller Sicht für relevant betrachten. In loser Reihenfolge hier fünf weitere Artikel, die nicht in unserer Wochenzusammenfassung fehlen dürfen.        

An dieser Stelle sei zu allererst unser Test des Moto E erwähnt, den wir am Freitag veröffentlicht haben.

Google arbeitet an einer Methode zur Sicherung und Wiederherstellung von Apps und deren Daten via Play Store. Der Nutzer soll damit besser bestimmen können, welche Apps auf sein neues oder frisch geflashtes Gerät geladen werden sollen – inklusive entsprechender Daten, die in der Google Cloud gesichert wurden. Bislang wurde es nicht offiziell vorgestellt. Dass Google an einer besseren Backup-Lösung für Apps entwickelt, bestätigt jedoch dieses Video:


(YouTube-Direktlink)

Für Neugierige Nexus 4-Besitzer bestimmt interessant: Die Android L Developer Preview wurde auf das 2012er Google-Phone portiert und soll recht stabil laufen. Dennoch darf nicht vergessen werden: Android L besitzt derzeit weiterhin nur den Entwicklungs-Status einer Vorab-Version.

Damit die Zeit bis zum großen WM-Finale schneller vorbei geht, kann man sich noch das ein oder andere neue Game zu Gemüte führen. Hier sei beispielsweise das frisch im Play Store eingefahrene Jump `n Run-Abenteuer Leo’s Fortune zu empfehlen.

Ein britisches Unternehmen namens This Place hat mit Google Glass, einem Gerhirnwellen-Sensor und einer Software demonstriert, dass es bereits jetzt – zumindest im Ansatz – möglich ist, Geräte per Gedanken zu steuern. MindRDR, so heißt die Lösung, erkennt derzeit zwar nur zwei Befehle, „Ja“ und „Nein“, doch man hat bereits weitere Hirnströme entdecken können, die sich mit Anweisungen belegen lassen können.

So viel zu unseren Android-Charts. Abschließend weisen wir noch auf einen netten Deal hin, der noch an diesem Wochenende gültig ist: Beim Anbieter Phonex erhält man zum Preis von 7,95/Monat einen monatlich kündbaren Mobilfunkvertrag, bei dem 250 Freiminuten, 250 SMS und 500 MB Datenvolumen (vor Drosselung) enthalten sind.

Das war’s auch schon. Wir wünschen einen guten Start in die neue Woche und ein spannendes Spiel,

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