Windows: Die Zuverlässigkeitsüberwachung als Helfer nutzen




Viele Menschen arbeiten seit Jahren täglich mit ihren Rechnern – und doch bleiben oft nützliche Werkzeuge unbemerkt. Eins davon ist die Zuverlässigkeitsüberwachung in Windows, quasi ein Bordcomputer, der Dinge im Auge behält. Die Zuverlässigkeitsüberwachung ist ein in Windows integriertes Tool, mit dem Probleme auf einem Computer identifiziert und diagnostiziert werden können. Die Zuverlässigkeitsüberwachung zeichnet alle Ereignisse und Fehler auf, die auf dem Computer auftreten, und erstellt daraus eine Zeitachse.

Die Zeitachse zeigt, wann ein Ereignis oder Fehler aufgetreten ist und welche Auswirkungen es auf den Computer hatte. So kann man als Unterstützer bei Problemen vielleicht schon einen genaueren Blick auf Fehler bekommen, denn häufig hört man von Hilfsbedürftigen ja: „Ich habe nichts gemacht“.

Neben der Zeitachse und der Zusammenfassung bietet die Zuverlässigkeitsüberwachung auch detaillierte Informationen zu den einzelnen Ereignissen und Fehlern. Diese Informationen können helfen, die Ursache eines Problems zu identifizieren und gezielte Lösungen zu finden.

Gestartet werden, kann sie u. a. über das Startmenü, wenn man nach ihr sucht, alternativ findet ihr das Ganze unter „Sicherheit und Wartung“ in den Windows-Einstellungen.

Noch schneller geht’s über Ausführen, einfach perfmon /rel eingeben und schon geht es los. Über die grafische Oberfläche des nützlichen Helfers kann man durch die Zeitleiste navigieren, man kann aber auch den Verlauf speichern, hierfür findet man eine Schaltfläche unten links.

Anmerkung: Dieser Beitrag erschien erstmals im Februar 2023, wurde nun aber auf den aktuellen Stand gebracht und dementsprechend erweitert.

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Arbeiten in Deutschland: Viele Beschäftigte inszenieren Produktivität nur

Viele Arbeitgeber bezweifeln, dass ihre Beschäftigten im Homeoffice genauso produktiv arbeiten wie im Büro. Die Unterstellung: Da wird doch mal mit den Kindern herumgetüddelt oder nebenbei die Wäsche gebügelt. Eine Umfrage der Jobseite Indeed zeigt allerdings, dass auch im Büro teilweise mehr Schein als Sein vorherrscht. Denn viele Angestellte beschäftigen sich nicht nur mit ihrer Arbeit, sondern damit, Produktivität vorzugaukeln.

So einen Kollegen kennt wohl jeder: Während man selbst am Rechner seinen Task bearbeitet, klönt derjenige mit allem, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Zwischendurch macht er sich einen Kaffee oder geht den Gang rauf und runter. Überraschenderweise hat derjenige im Meeting dann aber besonders viel von seinen Tätigkeiten zu erzählen und dröselt Triviales haarklein auf. Und kommt der Chef mal ins Büro, tippt genau dieser Geselle besonders wild an seinem PC herum. Manche Vorgesetzten lassen sich davon blenden, andere rollen auch mit den Augen. Selten ist dieses Verhalten aber wohl offenbar nicht.

So haben viele Angestellte laut der Indeed-Umfrage den Eindruck, für ihren Arbeitgeber zähle Präsenz mehr als Leistung. Zumindest kristallisiert sich das aus den Aussagen von rund 1.000 hybrid arbeitenden Büroangestellten heraus. Lediglich 33,3 % der Befragten haben angegeben, dass sie ausschließlich ihre Arbeitsergebnisse für sich sprechen lassen. Zwei Drittel haben in den vergangenen zwölf Monaten hingegen bewusst Maßnahmen ergriffen, um produktiver oder engagierter zu wirken, als sie es tatsächlich waren.

Zu diesen Strategien greifen die Mitarbeiter

Im Homeoffice haben 27,7 % der Befragten angegeben, ihren Status auf „Online“ zu belassen, auch wenn sie sich anderen Aktivitäten widmen. 25,4 % der Befragten sind auch schon länger im Büro geblieben, weil eine Führungskraft vor Ort war. 23,2 % haben bewusst zu ungewöhnlichen Zeiten E-Mails versendet, um geschäftig zu wirken. 22,3 % haben sich in Meetings gemeldet, ohne inhaltlich etwas zuzusteuern, nur weil sie Präsenz zeigen wollten. 17,3 % haben auch schon gezielt ihre Jacke oder Tasche im Büro gelassen, um Anwesenheit zu suggerieren.

Warum gehen die Menschen so vor? 32,5 % schieben ihr Verhalten auf eine von Präsenzkontrolle geprägte Unternehmenskultur. 31,6 % machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz, während 24,4 % Druck durch Vorgesetzte oder Mikromanagement nennen. Selbstkritisch ist da offenbar niemand, denn oft dürften statt externen auch interne Motive eine Rolle spielen, etwa Profilierungsdrang und der Wunsch, Faulheit zu übertünchen. Ich denke, da gibt es durchaus zwei Seiten.

55,9 % der Befragten haben angegeben, dass ihr Arbeitgeber ihrer Ansicht nach bloße Anwesenheit höher bewertet als messbare Ergebnisse. 66,2 % würden auf bis zu 5 % ihres Gehalts verzichten, würde man ihre Leistung an den tatsächlichen Ergebnissen bemessen. 70 % würden für die Chance, dauerhaft im Homeoffice zu arbeiten, ähnliche Einbußen in Kauf nehmen.

50,9 % der Befragten sagen, dass sie zwar regelmäßig ins Büro fahren, dort aber dann doch wieder in Videocalls mit Kollegen sitzen. 69 % erklären, im Büro zudem immer wieder durch Lärm, Smalltalk oder spontane Unterbrechungen aus der Konzentration gerissen zu werden. 56,6 % geben daher auch an, primär vor Ort zu sein, um Gesicht zu zeigen, obwohl sie im Homeoffice effizienter werkeln.

Zu beachten ist, dass die Ergebnisse nicht aus einer wissenschaftlichen Studie, sondern aus einer losen Meinungsumfrage stammen. Man sollte sie also nicht verallgemeinern. Findet ihr euch denn in den Ergebnissen wieder?

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SwitchBot Standventilator: Smarter Windmacher mit Akku-Option kurz angeschaut

SwitchBot, früher eigentlich eher bekannt für ihre kleinen Roboter-Ärmchen zum Drücken von Lichtschaltern, hat mit dem „Standing Circulator Fan“ einen weiteren Kandidaten für das smarte Zuhause im Sortiment. Das Gerät ist ein Hybrid aus klassischem Standventilator und Boden-Zirkulator. Den fand ich ganz spannend für einen kleinen Test, allerdings kam es dann anders als gedacht, aber der Reihe nach.Optisch gibt es hier keine Experimente: weißes Plastik, gold- / bronzefarbenes Gitter, schlichtes Design. Dank modularer Stangen lässt sich das Ding in der Höhe verstellen, taugt also für den Boden oder den Schreibtisch. Der Clou ist der verbaute 3.600 mAh starke Akku. Damit ist man nicht auf eine Steckdose angewiesen, was beim Umstellen im Haus oder auf der Terrasse recht angenehm ist. Geladen wird zeitgemäß über USB-C, was im Zweifel auch den Betrieb an einer Powerbank erlaubt.

Der Ventilator bewegt sich nicht nur horizontal, sondern auch vertikal (bis zu 90 Grad). Wer das Ganze kombiniert, bekommt eine 3D-Oszillation, die die Luft im Raum ordentlich durchmischt.

  • Lautstärke: Auf den niedrigen Stufen ist er mit rund 24 dB(A) tatsächlich sehr leise und schlafzimmertauglich. Dreht man ihn auf, hört man ihn natürlich, aber das Geräusch bleibt im Rahmen.
  • Akku-Leistung: SwitchBot gibt bis zu 12 Stunden an. Die Realität: Wer beide Achsen drehen lässt und volle Pulle gibt, zieht den Akku natürlich wesentlich flotter leer. Auf kleiner Stufe kommt man aber locker durch die Nacht.
  • Licht: Ein integriertes Nachtlicht ist an Bord. Nettes Feature, wenn man nachts nicht über den Standfuß stolpern will, aber sicher kein Kaufargument für sich.

Die „smarten“ Funktionen

Wie gewohnt spielt SwitchBot seine Stärken in der App aus. Man kann die Geschwindigkeit stufenlos von 1 bis 100 regeln. Wer einen SwitchBot Hub (z. B. Hub 2) besitzt, kann den Ventilator auch in Automationen einbinden („Wenn Temperatur > 25 Grad, dann Stufe 5“).

Matter-Unterstützung gibt es ebenfalls, allerdings nur über den Umweg des Hubs. Dann lässt sich der Fan auch in Apple Home, Google Home oder Alexa einbinden. Die physische Fernbedienung, die im Lieferumfang enthalten ist, wirkt im Vergleich zur App-Steuerung etwas klapprig, tut aber ihren Dienst. Und hier stolperte ich und musste den Support bemühen. SwitchBot hat zurzeit eh Probleme mit seiner App in Deutschland. Die ist aus dem App Store geflogen. Alternativ muss man aktuell zur Ausweich-App OneRobotics greifen, wenn man Neukunde ist.

Jedenfalls will ich auf die Matter-Einbindung klicken… und gelange auf eine Webseite, die sagt, dass der Inhalt nicht gefunden wurde. Also mal den offiziellen Support angeschrieben und mein Problem aller genauestens beschrieben. Was folgte, war eine völlig themenfremde Antwort, die sich auch um Amazon Alexa drehte. Richtiger Schwachsinn, und ich hoffe, dass nicht alle Support-Mitarbeiter dort so arbeiten.

Fast forward bin ich dann darauf gekommen, dass man zwar auf der Webseite von Matter spricht, aber nicht verrät, was genau beachtet werden muss. Denn der Ventilator spricht nur über Bluetooth mit dem SwitchBot-Hub, den man mal erst haben muss. Anbindung an andere Matter-Hubs? Mööp, Fehlanzeige. Und ja, ich habe das Unternehmen schon informiert, dass eine solche Info schon zwingend auf die Seite gehört. Das jedenfalls dazu.

Und sonst? Die Reinigung ist fummelig, da man das Gitter zwar abnehmen kann, aber die Rotorblätter fest verbaut sind, einfaches Abwaschen ist also nicht. Zudem ist der Preis mit rund 100 Euro eine Ansage für einen Ventilator dieser Größe. Mitbewerber bieten hier oft ähnliche Leistung für weniger Geld an.

Fazit: Ein solider Ventilator für Leute, die bereits im SwitchBot-Universum unterwegs sind und Wert auf Akkubetrieb und USB-C legen. Er macht, was er soll, ist leise und lässt sich gut automatisieren. Wer einfach nur Wind braucht, kriegt das bei der Konkurrenz günstiger. Wer das Ökosystem schätzt, macht wenig falsch.

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Immer wieder sonntags KW 18: Gemini, Smart Home, Bezahlen und Streaming

Moin zusammen! Auch heute gibt es wieder einen bunten Mix aus der Technik-Welt: Google baut Gemini weiter aus, Smart-Home-Fans bekommen neue Hardware und Software-Updates, während es im Payment-Bereich rund um Wero noch hakt. Dazu kommen schlechte Nachrichten für Cleverbuy und offenbar auch für das Serien-Spin-off Gen V. Hier sind, wie üblich, die wichtigsten Meldungen der abgelaufenen Woche kurz zusammengefasst. Habt noch einen schönen, sonnigen Sonntag!

Gemini: Ab sofort lassen sich Dateien zum Download erstellen

Google erweitert Gemini um eine praktische Funktion: Nutzer können sich Inhalte nun direkt als Datei ausgeben lassen. Unterstützt werden unter anderem PDFs, Office-Dokumente und weitere Formate. Das spart den Umweg über Copy & Paste und dürfte vor allem bei umfangreicheren Inhalten nützlich sein.

Siegenia: Smarter Sensor für das Fenster kann bestellt werden

Siegenia bringt seinen smarten Fenstersensor endlich in den Verkauf. Das Gerät erkennt den Zustand von Fenstern und Türen und lässt sich in Smart-Home-Systeme integrieren. Besonders interessant ist die flexible Montage, die sowohl Neubauten als auch Nachrüstungen abdeckt.

Google Home: Das sind die Neuerungen

Google verteilt neue Funktionen für seine Home-App und das Smart Home. Unter der Haube gibt es Verbesserungen bei Performance und Bedienung sowie neue Features rund um Automationen. Auch die Integration von Gemini spielt weiterhin eine wichtige Rolle.

Aus für Cleverbuy: Insolvenzantrag gestellt und Betrieb eingestellt

Der Refurbished-Anbieter Cleverbuy hat Insolvenz angemeldet und den Betrieb eingestellt. Für Kunden dürfte das vor allem bei offenen Bestellungen und Garantiefällen relevant sein. Der Fall zeigt erneut, wie schwierig das Geschäft mit aufbereiteten Geräten sein kann.

Rufus mit stiller Windows-11-Installation und neuen Tools

Das Tool Rufus erhält ein Update mit neuen Funktionen für Windows-Installationen. Besonders spannend ist die neue Möglichkeit einer unbeaufsichtigten Installation von Windows 11. Dazu kommen weitere Verbesserungen für Power-User.

Bildbearbeitung per Knopfdruck: Apple baut die Fotos-App um

Apple arbeitet offenbar an einer überarbeiteten Fotos-App mit stärkerem Fokus auf automatischer Bildbearbeitung. KI soll dabei eine größere Rolle spielen und Eingriffe per Knopfdruck ermöglichen. Ziel ist es, die Bildbearbeitung für Nutzer deutlich einfacher zu machen.

Nexi bringt Wero in den deutschen Online-Handel

Der Zahlungsdienstleister Nexi integriert Wero in den deutschen E-Commerce. Damit soll der europäische Zahlungsdienst mehr Verbreitung finden. Händler könnten so eine Alternative zu etablierten Bezahldiensten anbieten.

Wero: Der europäische PayPal-Konkurrent kommt kaum vom Fleck

Trotz großer Ambitionen kommt Wero bislang nur langsam voran. Der europäische Zahlungsdienst kämpft mit geringer Verbreitung und fehlender Dynamik. Ob sich das Projekt langfristig gegen etablierte Anbieter durchsetzen kann, bleibt offen.

Gen V: The-Boys-Spinoff soll vor dem Aus stehen

Für Fans der Serie „The Boys“ gibt es schlechte Nachrichten: Das Spin-off „Gen V“ soll vor dem Aus stehen. Hintergründe sind offenbar strategische Entscheidungen im Streaming-Bereich und vermutlich der fehlende Erfolg.

Google Gemini: Wohl Credit-System und neuer Bild-Bereich im Anmarsch

Bei Google Gemini könnten größere Änderungen bevorstehen. Berichten zufolge arbeitet Google an einem Credit-System sowie an neuen Funktionen rund um Bilder. Das deutet darauf hin, dass Gemini stärker monetarisiert und ausgebaut werden soll.

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Saros 20 Sonic mit einziehbarem Laserturm ausprobiert: Das überarbeitete Wischsystem weiß zu gefallen

Roborock hat mit dem Saros 20 auf der diesjährigen CES ein Nachfolge-Modell für die Saros-Reihe und damit ein neues Flaggschiff-Modell aus dem Hause Roborock präsentiert. Mit seinen Ausstattungsdetails ist der Saros 20 (hier unser Testbericht) eher ein Nachfolgemodell des Saros 10R. Ich konnte im vergangenen Jahr den Saros 10 ausprobieren. In dessen Fußstapfen soll nun der Roborock Saros 20 Sonic treten, der als Nachzügler kürzlich vorgestellt wurde und seitdem hier seinen Dienst verrichtet. Beim Wischen setzt der Saros 20 Sonic auf ein vibrierendes Wischtuch. Zudem unterscheidet man sich weiterhin durch den einziehbaren Laserturm vom Geschwistermodell.

Der Saros 20 Sonic bietet eine Saugleistung von 36.000 Pa. Zum Wischen setzt man auf ein vibrierendes Wischtuch. Mit VibraRise 5.0 läutet man hier die neue Generation ein, die mit 4.000 Vibrationen pro Minute und einem erhöhten Abwärtsdruck von 14 N arbeitet und laut Roborock auch hartnäckige Verschmutzungen beseitigen soll. Mopp und Seitenbürste sind einziehbar. Auch wurde der Mopp-Vibrationsbereich für Ecken vergrößert.

Bei der Navigation setzt Roborock auf ein Lasersystem. Wie beim Vorgängermodell mit einziehbarem LDS-Turm. Dies schlägt sich in einer Bauhöhe von 7,95 Zentimetern nieder, womit er auch unter niedrige Möbel passen soll. Die Erkennung von Hindernissen an der Front erfolgt durch strukturiertes Licht und eine RGB-Kamera, auch seitlich setzt man strukturiertes Licht zum Ausweichen ein. Neu mit von der Partie ist, wie beim Saros 20, AdaptiLift Chassis 3.0. Hierdurch soll es möglich sein, auch Hindernisse mit bis zu 8,8 Zentimetern – bei Doppelschwellen mit jeweils etwa 4 Zentimetern – zu überwinden.

Im Gepäck kommt der Saug- und Wischroboter mit einer Docking-Station. Das RoboDock setzt auf automatische Selbstreinigung und Heißwasser-Moppwäsche (mit 100 Grad Celsius heißem Wasser) und bietet eine automatische Dosierung für eine Reinigungslösung. Nach dem Reinigungsvorgang wird der Staubbeutel selbst entleert und Mopps werden bei 55 Grad Celsius getrocknet.

Das wären die Daten auf dem Papier. Die Veränderungen zum Vorgängermodell fallen eher kleiner aus, entsprechend fokussiere ich mich bei meinen Erfahrungen hier auch vorrangig auf Verbesserungen. Durch die verbesserte Hinderniserkennung erhoffe ich mir einen besseren Umgang mit meinen Schwingstühlen im Esszimmer. Die waren auf lange Sicht dann doch teilweise der Endgegner vom Saros 10. Weitere Challenges, wie Haustiere oder Teppiche haben wir im Hause Frank keine. Die Räumlichkeiten sind entweder mit Fliesen oder Parkett versehen. Lediglich die langen Haare der besseren Hälfte stellen so manches Saugroboter-Modell auf die Probe. Zudem hoffte ich hier, auch in Sachen Umwicklungen, auf einfacheres Saubermachen durch den Wegfall der kleinen, rotierenden Seitenbürste.

Die Oberseite des Roboters sieht schick aus, zieht aber etwas viel Staub an. Von den Touch-Bedienflächen ist manwieder weggekommen, das ist schon eine gute Entscheidung. Der Saros 20 Sonic kommt mit einer eleganten Docking-Station. Die Frisch- und Schmutzwasserbehälter sind ordentlich verkleidet und machen einen aufgeräumten Eindruck. Zu schätzen weiß ich nach dem einen oder anderen Saug- und Wischrobotertest die geringe Höhe dieser – denn die passen direkt unter den Wasserhahn im Bad.

Das Türchen für den Staubbeutel ist beim diesjährigen Modell etwas anders gelöst und hält magnetisch. Da störte mich etwa beim Saros Z70 eine Blende, die man komplett abnehmen musste. Die Oberfläche hält man jetzt matt und damit weniger spiegelnd sowie anfällig für Staub oder Fingerabdrücke. (Der Klavierlack beim Vorgänger war da nicht ganz so mein Fall). Alles in allem eine – Wortspiel beabsichtigt – saubere Lösung. Weiterhin nicht zur Optik passt das graue Kabel beim schwarzen, mir vorliegenden, Modell.

Die Einrichtung des Saugroboters geht wie üblich flott vonstatten. Account einloggen, QR-Code scannen, WLAN verbinden, los kann es gehen. Nach einer schnellen Runde der Kartierung – welche dank Laser wirklich schnell und zielführend abläuft, kann es dann mit den ersten Reinigungen losgehen. Im Zuge der Kartierung werden inzwischen auch einige Möbelstücke erkannt, wenngleich die Raumnamen da, trotz hiesig typischer Bestückung mit Möbeln, nicht passen. Da muss man dann nochmals händisch ran – also alles unverändert.

Der Saros 20 Sonic navigiert präzise und systematisch durch meine Räumlichkeiten. Ich habe auch weiterhin das Gefühl, dass die Laser-Lösung zielführender navigiert (als etwa beim Saros Z70). Hindernisse werden sinnvoll und vorsichtig umfahren. Auf Wunsch macht er auch mit der verbauten Kamera Fotos der Hindernisse, die dann an der entsprechenden Stelle der Karte angezeigt werden. Ansonsten gibt es nur Symbole anhand der (sehr guten) KI-Erkennung. Auch Kabel, Stühle oder gar meine Waage werden dort vermerkt. Probleme mit rumfliegenden Kabeln hatte ich bis dato keine, da war der Saros 10 aber ja dank VertiBeam auch schon recht gut. Der Saros 20 Sonic fährt den Laserturm auch wirklich nur dann ein, wenn es sein muss. Wie sensibel er dabei sein soll, kann man in der App festlegen. Damit passt er haargenau dank einer geringeren Bauhöhe von unter 8 Zentimetern unter mehr Möbelstücke. Damit ist er der perfekte Kandidat, für alle die eine flache Bauweise mit einer gewohnt guten Laser-Navigation kombiniert haben wollen.

Ansonsten: Schwellen werden ebenfalls in der Karte verzeichnet. Da kann man dann (aus Sicherheitsgründen) auch festlegen, ob diese Stelle überwunden werden soll. Hier hatte er bei mir fälschlicherweise einen Bereich im Bad markiert, kann man aber auch jederzeit löschen. An den Schwellen-Stellen greift der Roboter auf seine neuen Kletterarme zurück. Das Chassis bei der Saros-20-Serie ist anhebbar und der Reinigungshelfer kann sich bei Bedarf aufbocken, um Schwellen mehrerer Zentimeter zu überwinden. Hier war er aber bei von mir künstlich erstellten Hindernissen doch oftmals zaghaft, diese zu überwinden und so versuchte er oftmals eher tänzelnd vor der Engstelle, ob sich eine Alternativroute auftut. Wenn er sich dann aber mal aufbockt, dann kann er Schwellen mit drei bis vier Zentimeter tatsächlich überwinden. Bisher hat er sich – anders als der Saros 10 – nicht auf den Füßen meiner Schwingstühle festgefahren, die erhoffte Verbesserung ist hier also eingetreten. Allerdings eher aufgrund von einer geänderten Hindernisumfahrung. Absichtlich zwischen die Stuhlbeine hineinmanövriert konnte er sich nicht eigenständig befreien – zugegebenermaßen teils auch aufgrund der Enge der Stuhlbeine ein Ding der Unmöglichkeit. In der App können übrigens verschiedenste Einstellungen zur Reinigung vorgenommen werden:

Im Praxistest muss sich ein solcher Reinigungshelfer vor allem bei der Putzleistung unter Beweis stellen. Der Saros 20 Sonic kann wahlweise Saugen, Wischen oder beides gleichzeitig. Beim reinen Saugen legt er seinen Wischmopp im Dock ab, das ist auch möglich, etwa um Teppiche zu reinigen. Ich könnte im alltäglichen Gebrauch nicht die (Mehr-) Saugleistung unterschiedlicher Modelle der letzten Jahre unterscheiden. Ob das nun 22.000 Pa (Saros 10) oder 36.000 Pa (Saros 20 Sonic) sind – geschenkt. Die Saugleistung der Roborock-Flaggschiff-Modelle kann überzeugen und mit der ausfahrbaren Seitenbürste sind auch Randbereiche von Staub und Haaren befreit. Mit den Duo-Divide-Bürsten habe ich auch mit langen Haaren nur noch wenige Probleme mit Verwicklungen. Das macht das manuelle Säubern des Roboters erheblich einfacher. Netter Nebeneffekt des regelmäßigen Saugens und Wischens, den ich hier mal allgemein und nicht modellspezifisch anbringen möchte: Ich muss kaum noch irgendwelche Möbel abstauben.

 Am meisten getan hat sich für meinen Geschmack bei der Wischfunktion. Im vergangenen Jahr war ich da etwas unglücklich über das Wischtuch und den kleinen Seitenmopp zur Kantenreinigung, der spazieren getragen wurde. Letzterer war auch nicht unbedingt so toll in der (manuellen) Reinigung. Was beim Vorgänger nicht ging: Den Wasserfluss stufenlos über die App einstellen. Da hat man hier nun nicht nur vier Stufen, sondern man kann hier viel feiner steuern. Auch lässt sich die Schrubbintensität unabhängig vom Wasserfluss einstellen. Der erhöhte Wischdruck lässt zumindest bei alltäglichen Verschmutzungen keine Wünsche offen. Streifen werden beim Wischen keine sichtbaren hinterlassen. Weder auf Parkett, noch auf den Fliesen. Aber besonders gelungen ist das neue Kantenwischsystem. Hierbei wird die Wischeinheit einfach zur Seite ausgefahren. Und zwar wirklich bis zur Sockelleiste. Da gibt es absolut keinen ungereinigten Bereich.

Das neue Kantenwischsystem

Trotz Reinigungssystem muss man hin und wieder selbst Hand anlegen und den Roboter sowie dessen Dock reinigen: Die Bodenplatte vom Dock muss hin und wieder von Staub und (je nach Wasser) auch Kalk befreit werden. Während sich die Wassertanks aufgrund ihrer Bauweise leichter reinigen lassen, fällt die Reinigung der Bodenplatte aufgrund diverser Selbstreinigungsfunktionen nicht ganz so einfach aus – sie ist auch nicht herausnehmbar, wie bei vielen anderen Modellen mit den rotierenden Wischmopps.

Unterm Strich? Der Roborock Saros 20 Sonic ist aufgrund seines einziehbaren Laser-Turms ein Modell, welches eine flache Bauweise mit einer hervorragenden Navigation vereint. Auch ansonsten lässt solch ein Modell aus der Flaggschiff-Klasse wohl kaum Wünsche offen. Eine Revolution darf man hier aber keineswegs erwarten. Man merkt aber, dass die Entwicklungen im Bereich Saug- und Wischroboter langsamer vorangehen und man nun eher auf konsequente Weiterentwicklungen mit kleineren Verbesserungen als neuen Top-Features setzt. Roborock hat für mich in diesem Segment weiterhin die Nase vorne, was die App und die Einstellungsmöglichkeiten angeht. Dank Matter-Unterstützung lässt sich der Saugroboter auch von anderen Smart-Home-Ökosystemen aus ansteuern oder automatisieren.

Während ich im Vorjahr vor allem das Wischen sowie das Kantenwischsystem monierte, bin ich in diesem Jahr hiervon wesentlich überzeugter. Das ausfahrbare Mopp-Pad kommt bei der Kantenreinigung besser an die Ränder, als den kleinen rotierenden Mopp des Vorgängermodells, oder auch die ausfahrbaren großen rotierenden Mopps. Das hat man sehr elegant gelöst. Bei seinen neuen Kletterfähigkeiten zeigte sich der Saros 20 Sonic eher zaghaft. Während die Esszimmer-Schwingstühle für den Saros 10 teils Endgegner waren und das Ende einer Reinigung bedeuteten, konnte ich nach zahlreichen Reinigungszyklen mit dem Saros 20 Sonic bis dato keine Probleme in diese Richtung feststellen, wenn auch nicht aufgrund der neuen Kletter-Skills. Ob die Verbesserungen die entsprechenden Aufpreise zu den älteren Modellen aufwiegen? Wohl kaum. Aber wer es nicht eilig zuzugreifen, der kann spätestens bei sinkenden Preisen hier für ein rundes Gesamtpaket beim Saros 20 Sonic zuschlagen. Ansonsten stellt sich natürlich immer die Frage, ob man denn alle (Flaggschiff-) Funktionen braucht, oder ob sich am, mit zahlreichen Modell-Diversifizierungen, überfüllten Markt nicht ein günstigeres Modell findet.

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