SwitchBot, früher eigentlich eher bekannt für ihre kleinen Roboter-Ärmchen zum Drücken von Lichtschaltern, hat mit dem „Standing Circulator Fan“ einen weiteren Kandidaten für das smarte Zuhause im Sortiment. Das Gerät ist ein Hybrid aus klassischem Standventilator und Boden-Zirkulator. Den fand ich ganz spannend für einen kleinen Test, allerdings kam es dann anders als gedacht, aber der Reihe nach.
Optisch gibt es hier keine Experimente: weißes Plastik, gold- / bronzefarbenes Gitter, schlichtes Design. Dank modularer Stangen lässt sich das Ding in der Höhe verstellen, taugt also für den Boden oder den Schreibtisch. Der Clou ist der verbaute 3.600 mAh starke Akku. Damit ist man nicht auf eine Steckdose angewiesen, was beim Umstellen im Haus oder auf der Terrasse recht angenehm ist. Geladen wird zeitgemäß über USB-C, was im Zweifel auch den Betrieb an einer Powerbank erlaubt.
Der Ventilator bewegt sich nicht nur horizontal, sondern auch vertikal (bis zu 90 Grad). Wer das Ganze kombiniert, bekommt eine 3D-Oszillation, die die Luft im Raum ordentlich durchmischt.
- Lautstärke: Auf den niedrigen Stufen ist er mit rund 24 dB(A) tatsächlich sehr leise und schlafzimmertauglich. Dreht man ihn auf, hört man ihn natürlich, aber das Geräusch bleibt im Rahmen.
- Akku-Leistung: SwitchBot gibt bis zu 12 Stunden an. Die Realität: Wer beide Achsen drehen lässt und volle Pulle gibt, zieht den Akku natürlich wesentlich flotter leer. Auf kleiner Stufe kommt man aber locker durch die Nacht.
- Licht: Ein integriertes Nachtlicht ist an Bord. Nettes Feature, wenn man nachts nicht über den Standfuß stolpern will, aber sicher kein Kaufargument für sich.
Die „smarten“ Funktionen
Wie gewohnt spielt SwitchBot seine Stärken in der App aus. Man kann die Geschwindigkeit stufenlos von 1 bis 100 regeln. Wer einen SwitchBot Hub (z. B. Hub 2) besitzt, kann den Ventilator auch in Automationen einbinden („Wenn Temperatur > 25 Grad, dann Stufe 5“).

Matter-Unterstützung gibt es ebenfalls, allerdings nur über den Umweg des Hubs. Dann lässt sich der Fan auch in Apple Home, Google Home oder Alexa einbinden. Die physische Fernbedienung, die im Lieferumfang enthalten ist, wirkt im Vergleich zur App-Steuerung etwas klapprig, tut aber ihren Dienst. Und hier stolperte ich und musste den Support bemühen. SwitchBot hat zurzeit eh Probleme mit seiner App in Deutschland. Die ist aus dem App Store geflogen. Alternativ muss man aktuell zur Ausweich-App OneRobotics greifen, wenn man Neukunde ist.
Jedenfalls will ich auf die Matter-Einbindung klicken… und gelange auf eine Webseite, die sagt, dass der Inhalt nicht gefunden wurde. Also mal den offiziellen Support angeschrieben und mein Problem aller genauestens beschrieben. Was folgte, war eine völlig themenfremde Antwort, die sich auch um Amazon Alexa drehte. Richtiger Schwachsinn, und ich hoffe, dass nicht alle Support-Mitarbeiter dort so arbeiten.

Fast forward bin ich dann darauf gekommen, dass man zwar auf der Webseite von Matter spricht, aber nicht verrät, was genau beachtet werden muss. Denn der Ventilator spricht nur über Bluetooth mit dem SwitchBot-Hub, den man mal erst haben muss. Anbindung an andere Matter-Hubs? Mööp, Fehlanzeige. Und ja, ich habe das Unternehmen schon informiert, dass eine solche Info schon zwingend auf die Seite gehört. Das jedenfalls dazu.
Und sonst? Die Reinigung ist fummelig, da man das Gitter zwar abnehmen kann, aber die Rotorblätter fest verbaut sind, einfaches Abwaschen ist also nicht. Zudem ist der Preis mit rund 100 Euro eine Ansage für einen Ventilator dieser Größe. Mitbewerber bieten hier oft ähnliche Leistung für weniger Geld an.
Fazit: Ein solider Ventilator für Leute, die bereits im SwitchBot-Universum unterwegs sind und Wert auf Akkubetrieb und USB-C legen. Er macht, was er soll, ist leise und lässt sich gut automatisieren. Wer einfach nur Wind braucht, kriegt das bei der Konkurrenz günstiger. Wer das Ökosystem schätzt, macht wenig falsch.

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