Withings BodyScan 2 ausprobiert: Smarte Waage für Daten-Fans

Withings ist bei smarten Waagen inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem man eigentlich nicht mehr nur von einer Waage sprechen kann. Gewicht anzeigen, Körperfett schätzen, WLAN-Sync und fertig, das ist hier nur noch die Basis. Die BodyScan 2 will das tägliche Wiegen in einen kleinen Gesundheits-Check verwandeln und packt dafür mehr Sensorik in ein Badezimmergerät, als viele erwarten würden.

Ich nutze Withings-Waagen seit Jahren und habe auch die erste Body Scan ausprobiert. Damals war schon klar, dass der ausziehbare Griff kein Nice-to-have ist, sondern der eigentliche Unterschied zu den einfacheren Modellen. Mit der BodyScan 2 geht Withings nun noch weiter. 60 Biomarker, 6-Zonen-Körperanalyse, 6-Kanal-EKG, Blutsauerstoff, Gefäßalter, Bluthochdruck-Hinweise, Herzalter und demnächst Glukose-Resilienz. Man ist also weiter

Lieferumfang und Verarbeitung

Kauft ihr euch das Gerät, dann landet Withings-typisch ein flacher, sauber verpackter Karton bei euch. Darin befinden sich die Waage, das Ladekabel und etwas Papier.

Die Waage selbst ist deutlich massiver als die normalen Modelle. 325 x 357 x 18,5 Millimeter, 3,4 Kilogramm Gewicht, eine große Glasfläche und ein verstärkter Aluminiumrahmen. Das Teil wirkt hochwertig und steht richtig gut auf dem Boden. Ich würde vorher überlegen, wo es dauerhaft stehen soll. Das ist keine Waage, die man jeden Morgen aus der Ecke zieht und danach wieder versteckt. Geht aber auch.

Der Griff ist weiterhin der auffälligste Teil. Er sitzt in flachen Mulde magnetisch, lässt sich herausziehen und bringt bei der BodyScan 2 ein eigenes Farbdisplay mit. Das ist 3,5 Zoll groß und hat eine Auflösung von 640 x 172 Pixel. Das klingt auf dem Papier nicht nach viel, ist für Messwerte und kurze Hinweise aber absolut ausreichend und scharf genug. Die Idee das Display in den Griff zu verlagern ist gut, weil man dann immer die beste Sicht auf die Werte hat.

Der Griff besitzt jetzt größere Elektroden für Hände und Daumen, dazu kommen die Elektroden in der Glasfläche. So entsteht ein Messkreis über Füße, Beine, Rumpf, Arme und Hände. Dazu kommen neue Sensoren für die Daumen, links ist noch ein optischer Sensor für SPO2 und Co. verbaut.

Eingerichtet ist das Gerät schnell. App öffnen, Gerät hinzufügen, WLAN einrichten, Firmwareupdate abwarten und den Anweisungen folgen. Das kennt man von Withings. Die Waage synchronisiert danach automatisch per WLAN oder Bluetooth in euren und andere Accounts. Acht Nutzer werden unterstützt, die automatische Erkennung klappt wie üblich über Gewicht und Profil. Man kann am Griff bei Druck auf die Daumensensoren auch die anderen Personenprofile manuell auswählen, sollten zwei Kinder beispielsweise nah mit dem Gewicht beisammen sein.

Wer mit Cloud-Gesundheitsdaten grundsätzlich ein Problem hat, sollte sich so eine Waage generell nicht ins Bad stellen. Alle anderen bekommen mit der Withings-App eine der besseren Gesundheits-Apps in diesem Segment. Die App ist auch nötig, denn auf der Waage selbst sieht man zwar schon einiges, wirklich Sinn ergibt das Ganze aber erst in den Verlaufskurven.

Messwerte und Praxis

Die BodyScan 2 misst Gewicht, BMI, Grundumsatz, Körperfett, Muskelmasse, Viszeralfett, Hydration und Körperprofil. Spannender ist die Aufteilung in sechs Zonen. Arme, Beine und Rumpf werden getrennt betrachtet. Das ist deutlich hilfreicher als eine einzelne Körperfettzahl, die man ohnehin nicht auf die Nachkommastelle ernst nehmen sollte. Gerade wenn ihr trainiert oder abnehmen wollt, ist diese Segmentierung interessant. Gewicht allein erzählt dann nicht genug. Wenn Fettmasse sinkt, Muskelmasse aber erhalten bleibt oder sogar steigt, ist das eine andere Geschichte als „die Waage zeigt kaum weniger an“. Umgekehrt sieht man auch, wenn beim Abnehmen zu viel Muskelmasse verloren geht. Withings zielt genau auf diese Zielgruppe, und da ergibt das Konzept Sinn. Wichtig ist aber auch, Bioimpedanz bleibt Bioimpedanz. Hydration, Tageszeit, Training, Salz, Alkohol, Schlaf und viele andere Dinge können Werte verschieben.

Ich würde einzelne Messungen nicht überinterpretieren. Der Mehrwert liegt im Trend. Immer ungefähr zur gleichen Zeit messen, am besten morgens, dann werden die Kurven brauchbarer. Wenn ihr alle paar Wochen mal draufsteigt und dann eine Gesundheits-Offenbarung erwartet, werdet ihr enttäuscht sein. Die vollständige Messung dauert ungefähr 90 Sekunden. Man stellt sich barfuß auf die Waage, zieht den Griff heraus, hält die Elektroden und wartet. Das ist kein Drama, aber auch nicht so beiläufig wie „draufstellen, Gewicht ablesen, fertig“. Für mich ist das eher ein Ritual.

Den kurzen Check kann man täglich machen, den vollständigen Scan würde ich eher ein paar Mal pro Woche nutzen. Sonst nervt es irgendwann, und bei Gesundheitsgeräten ist genau das der Punkt. Wenn es nervt, nutzt ihr es nicht lange. Bei der Herzgesundheit fährt Withings groß auf. Das 6-Kanal-EKG kann Hinweise auf Vorhofflimmern liefern, dazu kommen Gefäßalter, Herzfrequenz, SpO2 und Bluthochdruck-Mitteilungen.

Letzteres darf man nicht falsch verstehen. Die Waage misst keinen Blutdruck wie eine Manschette. Sie kann Muster erkennen, die auf Bluthochdruck hindeuten können. Wenn so ein Hinweis erscheint, müsst ihr das mit einem richtigen Blutdruckmessgerät prüfen und nicht einfach „die Waage hat gesagt“ als Diagnose nehmen. Generell funktionierten die Messungen bei mir ohne Probleme. Die Erkennungsquote, EKG etc. sind sehr zuverlässig. Sehr zuverlässig ist bei mir leider auch, dass die SPO2-Messung immer mal wieder nicht durchgegangen ist.

Neu beziehungsweise stärker vermarktet sind die Longevity-Scores. Herzalter ist bei Withings enthalten, Glukose-Resilienz soll noch folgen. Dazu kommt die sogenannte Health Trajectory, die langfristige Entwicklungen verständlicher machen soll. Ich finde die Idee grundsätzlich gut, weil normale Nutzer mit Rohwerten oft wenig anfangen können. Ein Trend, eine Einordnung und eine klare Richtung sind hilfreicher als 20 isolierte Messwerte, die ihr morgens im Halbschlaf ohnehin nicht auseinandernehmen wollt.

Gleichzeitig muss man die Marketing-Sprache etwas runterkühlen. „Longevity-Station“, „zelluläres Alter“, „gesunde Lebensjahre“, das klingt alles sehr groß. Am Ende steht trotzdem eine Waage im Bad. Eine sehr clevere Waage, ja. Aber keine Präventionsklinik. Sie kann Hinweise geben, Trends zeigen und euch motivieren, bessere Gewohnheiten aufzubauen. Sie repariert aber weder Ernährung noch Schlaf noch Bewegung von allein.

Was mir an Withings grundsätzlich gefällt, ist die Aufbereitung. Die Werte landen schnell in der App, werden erklärt und in Diagrammen dargestellt. Die App kann auch Apple Health und andere Quellen einbinden. Wer schon im Withings-Ökosystem unterwegs ist, fühlt sich direkt zuhause. Wer neu einsteigt, muss sich durch viele Werte arbeiten, bekommt aber ordentliche Hilfen.

Der Haken ist Withings . Die BodyScan 2 kostet 499,95 Euro. Das ist bereits ein ordentlicher Betrag. Dass dann ausgerechnet einige der spannenden Auswertungen wie Herzalter oder später Glukose-Resilienz in ein Abo wandern, sollte man wissen. Withings bringt Programme, Prognosen, BodyPath, Ziel- und Kalorien-Tracker und weitere Auswertungen mit. Für manche kann das motivierend sein. Mir persönlich wäre wichtig, dass die Kernfunktionen eines so teuren Geräts auch ohne Abo dauerhaft stark bleiben. Mit 99 Euro pro Jahr ist das auch kein Schnapper.

Eine Herausforderung für den Hersteller wird die Ansage von Withings selbst sein. Wenn ein Gerät so stark mit Longevity und Gesundheitsfrüherkennung wirbt, muss man sehr sauber zwischen hilfreichem Trend und medizinischer Aussage trennen. Die BodyScan 2 ist kein Diagnosegerät für zu Hause, auch wenn die Sensorliste beeindruckend ist.

Und dann ist da noch die Frage, ob man wirklich so viele Daten möchte. Für Daten-Fans ist das klasse. Für Menschen, die sich von Messwerten schnell verrückt machen lassen, kann so ein Gerät auch zu viel sein. Nicht jeder braucht morgens direkt Gefäßalter, Herzalter, Fettverteilung, Viszeralfett und Stoffwechselwerte. Manchmal reicht auch, Gewicht geht runter, Bewegung passt, Essen passt. Für die meisten lohnt sich die BodyScan 2 meiner Meinung nach daher nicht. Wer einfach nur Gewicht, Körperfett und WLAN-Sync möchte, bekommt bei Withings günstigere Modelle, die vollkommen reichen.

Wer aber ernsthaft Training, Gewichtsabnahme, Muskelmasse, Viszeralfett und Herz-Kreislauf-Trends beobachten will, bekommt hier eines der umfangreichsten Consumer-Geräte in diesem Bereich. Hardware-technisch ist das schon stark, was Withings hier abliefert. Die 6-Zonen-Analyse ist der wichtigste Mehrwert, die App ist weiterhin ordentlich, die Sensorik ist beeindruckend und die Verarbeitung passt zum Premium-Anspruch. Gleichzeitig ist die BodyScan 2 teuer, abo-lastig und stellenweise etwas sehr verliebt in Longevity-Marketing.

Das Fazit

Mein Fazit fällt daher ähnlich aus wie bei der ersten Body Scan, nur mit noch größerem Preisschild. Das ist eine hervorragende Waage für Menschen, die solche Daten wirklich nutzen. Ich würde sie aber nicht kaufen, nur weil die Sensorliste beeindruckend klingt. Wenn ihr regelmäßig messt, Trends versteht und daraus etwas ableitet, könnt ihr mit der BodyScan 2 viel anfangen. Wer nur gelegentlich wissen will, ob Weihnachten, Ostern und Co. Spuren hinterlassen haben, spart sich das Geld und nimmt eine kleinere Withings-Waage. Die sind auch hervorragend.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Cherry Xtrfy K63W Pro Compact im Test: Gaming-Tastatur mit Ultra-Wideband (UWB)

Anfang Juni 2026 hat Cherry unter seiner Gaming-Marke Xtrfy die neue Tastatur K63W Pro Compact vorgestellt. Dieses Modell wartet mit einer Besonderheit auf: Für kabellose Verbindungen setzt man nicht etwa auf Bluetooth oder 2,4 GHz, sondern auf Ultra-Wideband (UWB). Ich habe mir das Eingabegerät des deutschen Herstellers für euch einmal im Test angesehen.

So hat mir zuletzt ja schon die (leider) kabelgebundene Xtrfy K5 Pro TMR Compact ja schon richtig gut gefallen. Ein wenig schade: Die neue K63W Pro Compact ist kabellos, muss aber auf die magnetischen TMR-Switches des Geschwistermodells verzichten. Alle Vorteile in einem Paket? Das gibt es von Cherry aktuell also (noch) nicht). Stattdessen sind in meinem Testmuster die Schalter Cherry MX LP 2.o RED verbaut.

Technische Daten der Cherry Xtrfy K63W Pro Compact

Eigenschaft Wert
Modellname CHERRY XTRFY K63W PRO COMPACT ULTRA-WIDEBAND (G8A-25600)
Formfaktor Compact (70 %) mit F-Tastenreihe
Schalter Mechanische CHERRY MX LOW PROFILE 2.0
Tastenbeleuchtung Per-Taste anpassbare RGB-Beleuchtung
Keycaps ABS
N-Key-Rollover Vollständig
Anti-Ghosting 100 %
Polling-Rate 8.000 Hz (kabelgebunden)
Verbindung UWB-Wireless-Dongle / USB-A
Kabel 1,8 m, geflochten, abnehmbar, USB-C auf USB-A
Akku 6.000 mAh (bis zu 1.100 Stunden, abhängig von Polling-Rate und LED-Einstellungen)
Abmessungen 307 × 135 × 30 mm
Gewicht 820 g
Besonderheiten Esports-optimiertes 70-%-Design, Ultra-Wideband-Funk, Gasket-Mount-Konstruktion, Mod-Tap-Funktionen für Pfeiltasten
Preis (UVP) 179,99 Euro

Die technischen Daten zeigen es euch: Außerdem nutzt die Cherry Xtrfy K63W Pro Compact für ein besseres Tippgefühl ein Gasket-Mount-Design. 8K-Polling ist ebenfalls vorhanden. Das funktioniert aber nur kabelgebunden per USB. Via UWB ist bei 4.000 Hz das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Verwendung von Letzterem, aktuell eher bei einigen Smart-Home-Produkten gebräuchlich, begründet Cherry natürlich auch. So können via Ultra-Wideband kurze Impulse über ein sehr breites Frequenzspektrum übertragen werden. Dies soll gerade fürs Gaming Vorteile haben, weil das Timing präziser wird. Zudem ist die Störungsanfälligkeit geringer als bei anderen Übertragungsmethoden. Das kann in stark ausgelasteten Funkumgebungen eine Rolle spielen.

Ausstattung und Verarbeitung der Cherry Xtrfy K63W Pro Compact

Für eine Gaming-Tastatur weist die Cherry Xtrfy K63W Pro Compact eine massive Akkulaufzeit von 1.100 Stunden auf – laut Hersteller. Tatsächlich konnte ich das Gaming-Keyboard im Rahmen meines Testzeitraums über rund drei Wochen konstant ohne jegliche Ladesorgen nutzen. Das liegt daran, dass UWB effizienter arbeitet als 2,4 GHz. Trotzdem hängt es natürlich in der Praxis stark davon ab, welche Abtastraten ihr anlegt und ob ihr etwa die Hintergrundbeleuchtung nutzt.

Der UWB-Dongle ist größer und breiter als übliche 2,4-GHz-Varianten.

So habe ich ja schon öfter meine Meinung zum Ausdruck gebracht, dass Polling-Raten jenseits der 1.000 Hz vor allem für E-Sportler relevant sind. Ansonsten liegt der Flaschenhals im Set-up meistens ganz woanders. Das kompakte 70-Prozent-Design ist dabei schnörkellos gehalten, man konzentriert sich auf das Wesentliche – ohne zusätzliche Drehregler, Bildschirme oder dergleichen. Schon beim ersten Tippen macht sich zudem das Gasket-Mount-Design bemerkbar.

Letzteres sorgt im Grunde dafür, dass ihr ein gleichmäßigeres Tippgefühl erhaltet, Anschläge sanfter sind und weniger Lautstärke entsteht. Denn die Tastaturplatte, auf der die Schalter sitzen, ist nicht starr im Gehäuse befestigt, sondern sitzt zwischen Dämpfern. Das ist ein echter Mehrwert, der mir schon anno dazumal bei der Keychron Q5 Max extrem zugesagt hat. Wie schon angesprochen, auf magnetische TMR-Switches mit einstellbaren Auslösungspunkten müsst ihr aber verzichten – man kann nicht alles haben.

Eine im Vergleich dezente RGB-Hintergrundbeleuchtung für die Tasten ist bei der Cherry Xtrfy K63W Pro Compact jedoch an Bord. Den verbauten Schaltern misst Cherry im Übrigen eine üppige Lebensdauer von 100 Mio. Klicks zu. Das konnte ich während meines Testzeitraums allerdings freilich noch nicht verifizieren. Im Lieferumfang liegt neben dem Gaming-Keyboard natürlich auch ein passender USB-Dongle für die UWB-Verbindung bei. An der Unterseite sitzen wiederum zwei aufklappbare Ständer und zwei Gummileisten, um ein Verrutschen auf dem Schreibtisch zu verhindern.

Das Gehäuse der Cherry Xtrfy K63W Pro Compact besteht komplett aus Kunststoff, wirkt aber dennoch wertig. Falls ihr mal per Kabel ran wollt, liegt auch ein USB-C-auf-USB-A-Kabel bei. Auf den Rechner solltet ihr euch als Begleitung die Cherry-Utility-App schaufeln. Über die Software könnt ihr etwa die Beleuchtung konfigurieren, Makros anlegen, die Firmware aktualisieren oder die Abtastrate anpassen. Die Software von Cherry ist zwar nicht besonders hübsch, aber funktional. Mir gefällt sie daher deutlich besser als die sehr überladenen Pendants von Razer, SteelSeries oder Turtle Beach.

Praxistest

Dabei stehen euch für die RGB-Beleuchtung auch verschiedene Effekte zur Auswahl – etwa ein Pulsieren, statische Beleuchtung oder auch nur die Ausleuchtung ausgewählter Tasten. Ihr könnt auch die Geschwindigkeit der Muster anpassen. Das Anlegen von Makros geht ebenfalls flott von der Hand und nach dem Speichern könnt ihr sie bestimmten Tasten zuweisen. Der Bereich Snappy-Tap sollte wiederum mit Vorsicht genossen werden. Diese Funktion nennt sich bei Razer z. B. Snap Tap und ist in Games eine mächtige Waffe, kann in manchen Multiplayer-Spielen aber zu einer Sperre führen.

Snappy Tap erlaubt beim Strafing in Shootern sofortige Richtungswechsel bzw. das sogenannte Counter-Strafing. Drückt ihr die Tasten für links und rechts gleichzeitig, hält eure Spielfigur normalerweise inne, denn die Tasten heben sich auf. Es erfordert also präzises Timing, nahtlos zu wechseln. Snappy Tap ändert das Verhalten, denn haltet ihr beide Tasten gleichzeitig gedrückt, erhält immer die zuletzt gedrückte Taste sofort Priorität – kein Skill mehr notwendig. Wofür Profis sonst jahrelang trainieren müssen, funktioniert sofort perfekt. In Singleplayer-Titeln eine schöne Funktion, in Multiplayer-Titeln nutzt das Feature auf eigenes Risiko.

Ihr könnt die Pollingraten kabellos, wie schon erwähnt, nur bis 4.000 Hz anheben. Die vollen 8.000 Hz sind also nur bei einer Kabelverbindung nutzbar. Einen Unterschied macht das aus meiner Sicht aber nur für beinharte E-Sportler mit entsprechendem Equipment. Für alle anderen Gamer sind meiner Meinung nach 1.000 Hz optimal, was auch die Akkulaufzeit deutlich anhebt. Erwähnt sei noch, dass die Funktion Mod-Tap ganz nett ist. Über die könnt ihr etwa einrichten, dass bei kurzem oder langem Tastendruck verschiedene Effekte ausgelöst werden. Gerade bei einem kompakten Modell wie der Cherry Xtrfy K63W Pro Compact ist das ein Mehrwert, da ja weniger Tasten zur Verfügung stehen.

Die Cherry Xtrfy K63W Pro Compact ist eine Low-Profile-Tastatur, woran man sich beim Tippen gewöhnen muss. Da ich mit der Logitech MX Keys ohnehin eine sehr flache Tastatur mit einem gewissen Notebook-Feeling nutze, kam ich recht schnell rein. Das wird aber jedem anders gehen. Das softe, federnde Tippgefühl, das durch das Gasket-Mount-Design entsteht, gefällt mir persönlich sehr gut. Letzten Endes wäre die Gaming-Tastatur für mich zwar keine optimale Office- oder Multimedia-Tastatur, auch aufgrund des kompakten Designs, lässt sich aber durchaus auch mal als Allrounder gebrauchen.

In Spielen kommen dann eben die bereits erwähnten Stärken zur Geltung. Da passt die Cherry Xtrfy K63W Pro Compact auch gut in mein persönliches Szenario, da ich mit meinem Gaming-PC an einem LG OLED G5 mit 65 Zoll im Fernsehsessel zocke. Meistens spiele ich daher auch am Rechner mit einem Controller. Die kompakte, aber kabellose K63W Pro Compact lässt sich aber bequem auf den Schoß bzw. die Notebook-Auflage bugsieren. Der nicht zu aufdringliche Klang der Tasten tut dann sein Übriges, damit das Gaming-Keyboard auch für Wohnzimmer-PCs gut geeignet ist.

Mein Fazit

Im Ergebnis ist die Cherry Xtrfy K63W Pro Compact eine moderne Gaming-Tastatur, die mit dem kabellosen Betrieb per UWB eigene Wege geht. Die Gasket-Mount-Konstruktion ist ein weiterer Mehrwert, der für ein angenehmes Tippgefühl sorgt. Auch gefällt mir persönlich die etwas hausbackene, aber dafür sehr aufgeräumte und funktionale Begleit-App deutlich besser als die überladenen Alternativen der meisten Konkurrenten.

Das Low-Profile-Design wird natürlich nicht jeden Geschmack treffen. Wie gut man damit klarkommt, ist individuell. Sollten hier E-Sportler mitlesen, dann ist zudem zu bedenken, dass die volle Abtastrate von 8.000 Hz nur bei kabelgebundener Übertragung erreicht wird. Kabellos ist bei 4.000 Hz das Ende der Fahnenstange erreicht. Dabei ist die Tastatur wirklich gut verarbeitet, auch wenn sie ein reiner Plastikbomber ohne Metallplatte bleibt.

Ein Punkt, der zum Nachdenken bringt, ist natürlich der Preis von 179,99 Euro. Für eine kompakte Gaming-Tastatur ist das immer noch ein Batzen. Die Cherry Xtrfy K63W Pro Compact ist zudem immer noch keine „eierlegende Wollmilchsau“, denn die magnetischen TMR-Tasten des Geschwistermodells K5 Pro TMR habe ich durchaus vermisst. Hier gilt es also gut zu überlegen, wo ihr eure Schwerpunkte setzt.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Mammotion LUBA 3 AWD ausprobiert: Mähroboter für schwierige Gärten

Mammotion ist inzwischen nicht mehr der kleine Exot unter den Mähroboter-Herstellern. LUBA, LUBA Mini und YUKA haben hier im Blog schon gezeigt, dass die Marke das Thema drahtloses Mähen ziemlich ernst nimmt und dabei auch gut abschneidet. Mit dem LUBA 3 AWD legt Mammotion nun wieder eine Schippe drauf. Allradantrieb, 360-Grad-LiDAR, NetRTK, Dual-Kamera, KI-Erkennung und je nach Modell Flächen bis 5.000 Quadratmeter.

Das ist kein Mähroboter für den kleinen rechteckigen Stadtgarten, der ohnehin mit jedem günstigen Modell zurechtkommt. Der LUBA 3 AWD richtet sich an Leute mit großen, verwinkelten, steilen oder baumreichen Flächen. Also genau an die Gärten, bei denen man klassische RTK-Mäher schnell meckern sieht.

Aufbau und Einrichtung

Optisch bleibt Mammotion seinem Stil treu. Der LUBA 3 AWD sieht wieder eher nach kleinem Rennwagen als nach grauem Gartenwerkzeug aus. Mir gefällt das, auch wenn das Gerät mit rund 19 Kilogramm und der breiten Bauform natürlich kein unauffälliger Winzling ist. Das Ganze kann man mit Formel-1-Stickern auf Wunsch auch noch auffälliger gestalten und den Robo zum Stilobjekt im Garten machen. Die Bauweise wirkt robust, der LiDAR-Sensor sitzt geschützt im Gehäuse und die großen Räder machen direkt klar, dass hier Gelände im Fokus steht.

Der Aufbau ist überschaubar. Je nach Ausführung müssen Frontbumper und Seitenteile befestigt werden, dann sucht man einen Platz für die Ladestation. Der große Unterschied zu vielen älteren RTK-Systemen ist, ihr müsst nicht zwingend eine separate Antenne irgendwo in den Garten stellen. Mammotion setzt beim LUBA 3 auf iNavi beziehungsweise NetRTK in Kombination mit LiDAR und Kameras. Die Abdeckung von NetRTK ist mittlerweile so, dass wir zumindest hierzulande keine Probleme haben.

Ganz ohne Planung geht es aber nicht. Die Station braucht Strom, sollte nicht komplett eingequetscht stehen und der Roboter benötigt saubere Ausfahrwege. Wer schon einmal einen Mähroboter eingerichtet hat, kennt das Spiel. Der halbe Erfolg liegt darin, nicht erst den falschen Platz für die Basis zu wählen.

Die Mammotion-App gehört für mich weiterhin zu den besseren Lösungen in diesem Bereich. Sie führt durch die Einrichtung, zeigt die Karte sauber an und bietet viele Optionen, ohne komplett unbedienbar zu werden. Trotzdem, der LUBA 3 AWD ist ein komplexer Mäher. Ihr könnt Schnitthöhe, Geschwindigkeit, Muster, Zonen, Kanäle, No-Go-Bereiche, Hindernisverhalten und weitere Details festlegen. Wer einfach nur auf Start drücken will, kommt zurecht. Wer alles optimieren möchte, kann hier eine Weile verbringen.

Beim Mapping habt ihr die Wahl zwischen automatischer Kartierung und manuellem Abfahren. Ich würde bei schwierigen Gärten weiterhin manuell kartieren. Das dauert ein wenig, ist aber meist genauer. Ihr steuert den Roboter wie ein ferngesteuertes Auto an den Grenzen entlang, legt danach Zonen und Kanäle an und könnt später immer noch nachjustieren. Die automatische Kartierung ist nett, aber ich vertraue bei Beeten, engen Durchfahrten und heiklen Kanten lieber meiner eigenen Runde. Das ist keine Kritik speziell an Mammotion. Bei Mährobotern ist der erste saubere Kartenaufbau einfach wichtig, weil euch ein schlampiger Start später immer wieder einholt.

Navigation, Mähleistung und Gelände

Der LUBA 3 AWD kombiniert drei Systeme, 360-Grad-LiDAR, NetRTK und Dual-Kamera mit KI-Auswertung. Mammotion nennt das Tri-Fusion. RTK ist stark auf offenen Flächen, schwächelt aber unter Bäumen, nahe an Gebäuden oder in verwinkelten Bereichen. LiDAR ist unabhängig von Licht und Satellitenblick. Die Kameras helfen bei Hindernissen und Objekten.

Gerade in baumreichen oder unruhigen Gärten ist das ein großer Schritt gegenüber Lösungen, die fast alles über Satellit und Kamera lösen wollen. Der LUBA 3 fährt nicht hektisch, sondern eher kontrolliert. Er bremst vor Gegenständen, umfährt sie und setzt die Arbeit fort. Spielzeug, Gartenmöbel, Schläuche oder andere typische Dinge im Garten werden deutlich zuverlässiger behandelt als bei einfacheren Robotern.

Das heißt nicht, dass man jedes Risiko ignorieren sollte. Ich lasse Mähroboter grundsätzlich nicht nachts fahren. Igel und andere kleine Tiere interessieren sich nicht dafür, wie gut ein Datenblatt aussieht. Tagsüber und mit sinnvoll eingestellter Hinderniserkennung wirkt der LUBA 3 auf mich aber sehr vertrauenerweckend.

Unter dem Gehäuse arbeiten zwei Mähteller mit insgesamt zwölf Klingen. Die Schnittbreite liegt bei 40 Zentimetern, die Schnitthöhe lässt sich per App zwischen 25 und 70 Millimetern einstellen. Genau das merkt man auch in der Praxis. Der LUBA 3 AWD ist auf Fläche ausgelegt. Er mäht systematisch, sauber und deutlich schneller als viele kleinere Modelle. Bei mir fuhr das Teil auf einem großen Grundstück an unserem alten Hof (knapp 2000qm) und in meinem verwinkelten Hausgrundstück ohne Probleme.

Das Schnittbild ist sehr ordentlich. Beim ersten Schnitt bleibt hier und da ein Hälmchen stehen, aber das ist kein Mammotion-Problem, sondern auch bei anderen Modellen so. Je regelmäßiger der Roboter fährt, desto besser wird der Rasen. Das ist beim Mulchprinzip immer so, aber Mammotion bekommt die Bahnen und Übergänge gut hin. Die App erlaubt unterschiedliche Muster und auch etwas Spielerei wie Rasentattoos. Muss man nicht nutzen, aber wer es mag, kann sich austoben.

Beim Randmähen ist der LUBA 3 besser als viele große Mähroboter, aber auch kein Zauberer. An Mauern, Zäunen und Beetkanten bleibt je nach Umgebung ein schmaler Streifen stehen. Wer einen komplett perfekten Rand will, muss weiterhin mit Trimmer oder Motorsense ran. Das gilt gerade bei festen Hindernissen, an denen kein Roboter risikofrei die letzten Zentimeter abschneiden kann. Obacht bei älteren Maschendrahtzäunen. Gerade wenn am Boden die Maschen lose sind, hakt sich der Roboter gern mal mit den orangenen Seitenteilen ein.

Im Gelände spielt der LUBA 3 AWD seine eigentliche Stärke aus. Der Allradantrieb, die großen Räder und das Fahrwerk sorgen dafür, dass der Roboter auf unebenem Boden, an Steigungen und auf schwierigen Übergängen deutlich souveräner wirkt als viele flachere Gartenhelfer. Mammotion gibt bis zu 80 Prozent Steigung an. Ob ihr genau diesen Grenzwert im eigenen Garten ausreizen solltet, ist eine andere Frage, aber Hanglagen sind ganz klar sein Revier.

Auch Wurzeln, Mulden und leicht schwieriger Boden bringen ihn nicht sofort aus dem Konzept. Er fährt nicht einfach stumpf mit Gewalt, sondern dosiert die Bewegung recht sauber. Das ist wichtig, weil zu viel Kraft im falschen Moment die Grasnarbe beschädigen kann. Die Omni-Räder helfen beim Wenden und schonen den Rasen besser als klassische Räder mit Haken, die auf der Stelle schieben. Ganz ohne Grenzen ist das nicht. Bei sehr weichem Boden, nassem Matsch oder Schlingpflanzen kann auch dieser Roboter Spuren hinterlassen oder sich etwas einfangen. Außerdem ist er schwer. Wer ihn anheben muss, kann auch mal ein Training laufen lassen.

Im Alltag ist die größte Stärke, dass der LUBA 3 AWD einfach arbeitet. Zeitplan setzen, Wetter im Blick behalten, Klingen gelegentlich kontrollieren, fertig. Die Geräuschentwicklung ist niedrig genug, dass ihr ihn auch tagsüber fahren lassen könnt, ohne den Garten akustisch zu ruinieren.

Die App zeigt Fortschritt, Karte und Status ordentlich an. Gerade bei großen Flächen ist es angenehm zu sehen, was bereits gemäht wurde und wo der Roboter gerade unterwegs ist. 4G, Ortung, Geofence und Diebstahlschutz sind ebenfalls Themen, die ich bei einem Gerät dieser Preisklasse wichtig finde.

Die Wartung bleibt natürlich. Klingen sind Verschleißteile, der Mäher sollte regelmäßig gereinigt werden und die Ladestation muss frei bleiben. Wer glaubt, ein Mähroboter nehme einem wirklich jede Gartenarbeit ab, wird enttäuscht. Er nimmt aber den größten, regelmäßigsten Teil zuverlässig aus dem Kalender.

Mein Fazit

Der Mammotion LUBA 3 AWD ist einer der besseren Mähroboter für große und schwierige Gärten. Die Kombination aus Allrad, LiDAR, NetRTK und Kamera sorgt für eine Navigation, die im Alltag beständig gute Arbeit macht. Das Schnittbild ist gut, die Flächenleistung hoch und die Geländegängigkeit klar besser als bei vielen klassischen Mährobotern.

Die Kehrseite ist offensichtlich eben, dass das Gerät groß, schwer und teuer ist. Für kleine, flache Gärten ist der LUBA 3 AWD schlicht überdimensioniert. Da würde ich eher zu einem LUBA Mini, YUKA Mini, MOVA oder einem anderen kompakteren Modell greifen. Auch die App braucht trotz guter Struktur etwas Einarbeitung, weil der Roboter so viele Optionen mitbringt.

Habt ihr aber Hanglagen, mehrere Zonen, Bäume, schlechte RTK-Bedingungen oder einfach viel Rasen, ist der LUBA 3 AWD genau in seinem Element.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Turtle Beach Command Series KB7 und KP7 im Test: Perfekt fürs Gaming-Setup?

Turtle Beach hatte Ende April 2026 seine neue Command Series vorgestellt. Dahinter verbirgt sich eine frische Modellreihe mit mächtiger Peripherie. Laut dem Hersteller soll es sich um die bisher fortschrittlichsten Mäuse und Tastaturen der Marke handeln. Man visiert mit jenen aber nicht nur Spieler, sondern auch Kreative als Zielgruppe an. Inzwischen sind die Geräte auch im Handel erhältlich. Ich habe mir für euch mal im Tandem die Tastatur KB7 und das modulare Keypad KP7 angeschaut.

Die Turtle Beach Command Series KB7 steht für eine kabelgebundene Tastatur mit Hall-Effekt-Technologie und integriertem Touchscreen mit 4,3 Zoll Diagonale und direkter OBS- und Streamlabs-Integration. Über den Screen lassen sich z. B. Makros auslösen, Systemstatistiken überwachen, Audioeinstellungen anpassen und Apps starten. Die Schalter der Tastatur sind laut dem Hersteller für 100 Millionen Anschläge ausgelegt. Der Auslöseweg lässt sich dank der magnetischen Switches anpassen. Die WASD-Tasten sind zudem speziell texturiert, um es Gamern noch einfacher zu machen. Zudem hebt Turtle Beach die 8K-Abtastrate hervor, die RGB-Beleuchtung, die abnehmbare Handballenauflage und zwei modulare Schienen für die Erweiterung mit Zubehör wie dem erwähnten KP7-Ziffernblock.

Denn das Keypad KP7 steht für ein optionales Zubehör, das ihr einerseits eigenständig für Shortcuts nutzen oder auch direkt an die Tastatur andocken könnt. Auch hier kommt für die Tasten Hall-Effekt-Technologie zum Einsatz. Das KP7 kann als dediziertes Gaming-Keypad, Makro-Pad oder Ziffernblock verwendet werden und lässt sich bei Bedarf über Schienen an die KB7-Tastatur andocken. Flache Hall-Effekt-Schalter mit einer Lebensdauer von abermals 100 Millionen Klicks und 8.000 Hz Abtastrate sorgen laut Hersteller für eine Latenz von nur 0,125 ms.

Turtle Beach Command Series KB7 – Spezifikationen

Kategorie Technische Eckdaten
Formfaktor TKL (Tenkeyless)
Konnektivität USB-C oder 2× USB-A (direkte PC-Verbindung, keine USB-Hubs)
Kabel 1,8 m USB-C-Kabel (abnehmbar) 20 cm USB-C-zu-2×USB-A-Adapter
Beleuchtung RGB pro Taste (Swarm II)
Schalter Titan Hall Effekt Magnetschalter, flaches Profil
Betätigungspunkt 0,1–3,2 mm (einstellbar)
Schalter-Lebensdauer 100 Mio. Tastendrücke
Prozessoren Dual-Core ARM Cortex-M3 ARM Cortex-M4 (32-Bit)
Display 4,3 Zoll Farb-Touchscreen
Abrufrate 8000 Hz (8K)
Tasten-Rollover Volles Rollover, Anti-Ghosting
Interner Speicher 32 MB
Software Swarm II
Produktgewicht 858 g (ohne Handballenauflage) • 1120 g (mit Handballenauflage)
Abmessungen 399 × 256 × 31 mm • 15,71 × 10,08 × 1,22 Zoll (mit Handballenauflage)
Kompatibilität Windows 10/11
Systemvoraussetzungen Windows 10 • USB-C 3.0 oder 2× USB-A 2.0 •
Besondere Funktionen ReacTap SOCD • Schnelltrigger • modulare Schienen • Aktionsleiste

Turtle Beach Command Series KP7 – Spezifikationen

Kategorie Technische Eckdaten
Formfaktor Tastenfeld (modular / eigenständig)
Konnektivität USB-A kabelgebunden
Kabel 1,8 m abnehmbares USB-A-Kabel
Beleuchtung RGB-Beleuchtung pro Taste
Schalter Titan Hall Effekt Magnetschalter (flaches Profil)
Betätigungspunkt 0,1–3,2 mm (einstellbar)
Schalter-Lebensdauer 100 Mio. Tastendrücke
Prozessor 32-Bit-ARM-Cortex-M4
Abrufrate 8000 Hz (8K)
Einstellbare Höhe Zweistufiger Standfuß
Tasten-Rollover Volles Rollover, Anti-Ghosting
Interner Speicher 32 MB
Software Swarm II
Produktgewicht 254 g (ohne Handballenauflage) • 308 g (mit Handballenauflage)
Abmessungen 256 × 113 × 29 mm • 10,08 × 4,45 × 1,14 Zoll (mit Handballenauflage)
Kompatibilität Windows 10/11
Systemvoraussetzungen Windows 10 • USB-A 2.0 • Internet für Treiber
Besondere Funktionen Modulare Schienen • Scrollrad • ausziehbare Daumenleiste • Schnelltrigger


• PBT-Keycaps

Die Turtle Beach Command Series KB7 und der KP7 sind kompatibel mit Windows-PCs. Ein günstiger Spaß sind sie nicht, aber daran sind Spieler wohl mittlerweile gewöhnt. Die TKL-Tastatur kostet 209,99 Euro, das Keypad 109,99 Euro. Doch passen Preis und Leistung denn zusammen? Dafür lohnt ein Blick auf Ausstattung und Verarbeitung.

Ausstattung und Verarbeitung der Turtle Beach Command Series KB7 und KP7

Kein gutes Omen: Packt man die Turtle Beach Command Series KB7 aus, ist das Erste, was man erblickt, erst einmal ein Hinweis, der auf mögliche Probleme beim Download der Begleit-App Swarm II verweist. Bedauerlicherweise hatte ich dann auch mit der Software beim Test einige Probleme. Der erste Versuch, die Firmware zu aktualisieren, führte etwa zum Absturz des Tools. Glücklicherweise zerschoss dies die Tastatur nicht und danach lief alles reibungslos. Generell gibt es aber immer wieder kleinere und größere Bugs, welche das Benutzererlebnis stören.

Beispielsweise kam es auch im Testzeitraum ab und an vor, dass ich an der Anzeige des integrierten Displays Anpassungen vorgenommen habe, diese am Ende aber nicht verarbeitet wurden. Dies hat erst funktioniert, nachdem ich Swarm II neu gestartet und die Tastatur einmal aus- und wieder angesteckt habe. Zu anderen Kinderkrankheiten zählt, dass vereinzelt mal Eingaben nicht oder erst mit Verzögerung verarbeitet worden sind. Das ist im Einzelfall kein Beinbruch, doch für eine Gaming-Tastatur zu diesem Preis zum Launch einer neuen Flaggschiff-Reihe für Turtle Beach eine ernste Sache.

Dazu kommt, dass die Turtle Beach Command Series KB7 und KP7 eigentlich als ideale Kombi beworben werden, aber erstaunlich wenig aufeinander abgestimmt sind. Beispielsweise arbeiten ihre Beleuchtungen nicht gleichmäßig. So ist die Beleuchtung des Keypads KP7 grundsätzlich etwas heller und es ist schwer, sie mit der KB7-Tastatur anzugleichen. Auch dimmt die Beleuchtung des KP7 nach kurzer Zeit der Inaktivität die Tastenbeleuchtung – die KB7 aber nicht. Man könnte sagen, das sind Kleinigkeiten, doch sie passen nicht zur Preisklasse und sorgen dafür, dass das Setup nicht wie aus einem Guss wirkt.

Nachdem ich mich nun kritisch ausgelassen habe: Die Turtle Beach KB7 ist kein reiner Plastikbomber und kombiniert eine Aluminiumplatte mit einer Kunststoffunterseite. Sie strahlt eine sehr moderne Gaming-Ästhetik aus. Zudem finde ich die Haptik der Tasten, die sich fast leicht samtig anfühlt, toll. Allerdings haben sie recht lange Anschlagswege und sind ziemlich laut sowie nicht austauschbar. Für den reinen Office-Bereich ist das Gaming-Keyboard daher eher nichts. Lobenswert: Da Turtle Beach auf Hall-Effekt-Schalter setzt, sollte die Lebensdauer länger sein als bei klassischen Switches. Wiederum ist die 8K-Polling-Rate wirklich nur für E-Sportler relevant. Meiner Ansicht nach reichen für alle anderen 1.000 Hz völlig aus.

Sieht man von den Konfigurationsproblemen ab, die ich mit dem Touchscreen mit 4,3 Zoll Diagonale hatte, dann ist der Screen im aktuellen Status ein netter Bonus, aber sicher kein Gamechanger. Aus meiner Sicht eignen sich seine Funktionen, etwa Shortcuts um Apps wie Discord schnell zu starten, eher für Streamer als für klassische Core-Gamer. Als Standard bietet euch der Screen eine 3×4-Kachelansicht, sodass ihr bis zu 36 Shortcuts über drei per Swipe erreichbare Screens verteilen könnt. Nicht wundern: Die CPU-Temperatur konnte bei mir im Gegensatz zur RAM-Auslastung und der GPU-Temperatur nicht korrekt ausgelesen werden. Deswegen prangten dort stets beeindruckende 0 Grad Celsius.

Anfangs wirkt das Display dabei fast schon futuristisch, doch mit zunehmender Nutzung habe ich nicht so deutliche Mehrwerte für mich entdeckt. Klar, es ist ein cooles Gimmick, dass man über den Bildschirm z. B. auch zwischen verschiedenen Konfigurationen wechseln kann, aber das lösen andere Tastaturen einfach über frei belegbare Shortcut-Tasten.

Im Lieferumfang liegen im Übrigen auch ein USB-Kabel, ein USB-C-zu-USB-Adapter, vier zusätzliche Keycaps, ein Werkzeug, um die Caps zu entfernen, und eine weiche Handballenauflage bei. Clever gelöst ist, dass die Auflage extra aus transparentem Silikon besteht, damit die RGB-Beleuchtung durchscheinen kann. So ein Pendant liegt auch dem KP7 bei. Das Keypad kann über zwei kleine Schienen direkt an der Tastatur einrasten. In diesem Zustand ist das Gesamtkunstwerk dann ein ganz schöner Klopper. Da solltet ihr eben abwägen, ob ihr die zusätzlichen Tasten wirklich ausnutzen werdet. Schön finde ich die Idee besonders für Linkshänder, die sich schon immer ein adäquates Numpad auf der für sie richtigen Seite gewünscht haben. Gut gelöst ist auch, dass das KP7 einerseits eigenständig mit einem USB-Kabel am Rechner betrieben werden kann, andererseits angedockt an die KB7 den Strom von der Tastatur durchgereicht bekommt. In diesem Fall benötigt ihr also nur eine Kabelverbindung für beide Accessoires.

Euer Rechner wird das Turtle Beach Command Series KP7 im Übrigen auch bei Verbindung mit der KB7 als eigenständiges Gerät erkennen. Es kann freilich eben auch in Swarm II separat verwaltet werden. Das ist Fluch und Segen. Ihr könnt zwar eben beide Geräte unabhängig voneinander abstimmen, toll wäre aber eine Sync-Funktion gewesen, um etwa Beleuchtungseinstellungen oder Nutzungsprofile in einem Zug für beide Geräte anzulegen.

Praxistest

Ihr habt es gemerkt, in diesem Fall fällt es mir etwas schwer, Ausstattung und Praxistest streng zu trennen, ihr habt also auch schon teilweise etwas über meine Alltagserfahrungen mit der Turtle Beach Command Series KB7 und dem Keypad KP7 gelesen. So habe ich auch schon angedeutet, dass ich das integrierte Display der Tastatur mehr für ein nettes Gimmick halte. Am Ende des Tages funktionieren die meisten Funktionen über Shortcut-Belegungen der Tasten schneller. Dennoch ist der Bildschirm manchmal eine Unterstützung und erlaubt es, auch ohne Swarm II zu bemühen, z. B. zwischen Nutzungsszenarien nahtlos zu wechseln.

Die anpassbare RGB-Beleuchtung ist für mich eher etwas, das ich schnellstmöglich deaktiviere, vor allem, da es, wie schon erwähnt, Abstimmungsprobleme zwischen KB7 und KP7 gibt. Grundsätzlich könnt ihr die Beleuchtung aber für jede einzelne Taste anpassen. Die Kombination mit den transparenten Handballenauflagen wirkt zudem durchaus stylisch. Ich hatte zudem die magnetischen Schalter schon beim Test der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact gelobt und kann das hier wiederholen. Der Mehrwert ist vor allem, dass ihr tastenweise anpassen könnt, wie empfindlich die Keys sind. So könnt ihr, sollte euer Fingerspitzengefühl übermenschlich sein, auch extrem filigrane Settings anlegen.

Der Touchscreen kann euch im Übrigen auch den Schnellzugriff auf Makros geben oder auf Funktionen wie Ausschneiden, Kopieren oder Einfügen. Allerdings werden wohl fast alle Anwender da mit den gängigen Tastenkombis schneller ans Werk gehen als über das Display. Wie schon erwähnt, sehe ich da die Vorteile eher für Kreative und Streamer, die z. B. fix zwischen Photoshop, OBS und Streamlab wechseln wollen. Für mich als Redakteur ist allerdings zugegebenermaßen ansprechend, dass ich auch einzelne Websites auf Kurzwahltasten auf dem Screen legen kann. Irgendwo bleibt es aber eben ein Gimmick, dessen Nutzen jeder ganz verschieden einschätzen wird.

Lasst ihr das Display mal links liegen, dann fungiert die Turtle Beach Command Series KB7 im Grunde als 65-%-Tastatur. Links gibt es auch noch einen programmierbaren Drehregler mit integrierter Taste. Anders wird es eben, wenn ihr das KP7 dazukauft. Dann macht ihr aus dem Setup eine deutlich komplexere Bedienoption. Diese Vielseitigkeit und Konfigurierbarkeit ist es dann, die das Gesamtpaket für Kreative und Streamer durchaus lohnenswert machen kann, aber für Gamer aus meiner Sicht nur in spezifischen Szenarien passt.

In Spielen sind aus meiner Sicht eher die Hall-Effekt-Switches mit den anpassbaren Auslösepunkten ein Vorteil. Da gibt es aber mittlerweile viel Konkurrenz, auch durch günstigere Tastaturen als die Turtle Beach Command Series KB7. Das KP7 könnt ihr natürlich auch unabhängig von der KB7 verwenden, wie ich schon beschrieben habe. 28 Tasten bringt das Keypad mit und dazu ebenfalls ein klickbares Drehrädchen. Eine weitere Taste erlaubt es, zwischen dem Game- und dem Numberpad-Modus zu wechseln.

Auch hier setzt Turtle Beach im Übrigen auf eine Mischung aus Aluminium-Deckplatte und Kunststoffunterseite. Im Kontrast zu den Problemen mit den unterschiedlichen Stärken der RGB-Beleuchtung bei Keyboard und Keypad funktioniert es gut, die Ständer beider Accessoires zu nutzen. Sie befinden sich dann am Ende auf gleicher Höhe. Das Tipp-Feeling ist absolut identisch, was die Kombination dann zumindest in der Haptik durchdacht wirken lässt.

Mein Fazit

Die Turtle Beach Command Series KB7 und KP7 stehen für eine Kombination, die durchaus mächtig ist. Tastatur und Keypad könnten aber besser aufeinander abgestimmt sein. Etwa weicht die Intensität der RGB-Beleuchtung voneinander ab und es fehlt an direkten Synchronisationsmöglichkeiten. Dennoch ist der modulare Aufbau an anderen Stellen eine coole Sache, etwa weil sich das Keypad, passend für Linkshänder, auch links an der Tastatur andocken lässt. Zumal das Keyboard dann auch die Stromversorgung übernimmt und ihr somit nur ein USB-Kabel mit dem Rechner verbinden müsst.

Allerdings leidet die Software Swarm II in Verbindung mit der Turtle Beach Command Series KB7 und KP7 unter einigen Kinderkrankheiten. Manchmal wurden etwa in meinem Testzeitraum Anpassungen der Widgets und Shortcuts erst übernommen, wenn ich das Programm neu gestartet und die Peripheriegeräte neu an den Rechner angeschlossen hatte. Ein echter Mehrwert sind natürlich die Hall-Effekt-Switches beider Geräte. Wenn ihr es auf diese abgesehen habt, gibt es jedoch auch günstigere Konkurrenzmodelle.

Im Gesamtbild ist die Kombi aus Turtle Beach Command Series KB7 und KP7 aus meiner Sicht eher für Streamer und Creator als für Gamer geeignet. Das verbaute Display ist zwar durchaus ein Mehrwert, viele Funktionen könnte man aber auch über simple Tasten-Shortcuts lösen. Ich denke, vor allem Streamer profitieren da von dem visuellen Element. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller noch bei einigen Ecken und Kanten abschleift. Das würde ich vor dem Kauf ein wenig beobachten.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Reolink Argus MagiCam im Test: Klein, magnetisch, praktisch

Gefühlt wirft Reolink jeden Monat ein neues Kameramodell auf den Markt, und man fragt sich als Tester langsam, wo eigentlich noch die Lücken im Portfolio sein sollen. Wenn man die letzten Generationen betrachtet, wurden viele Modelle – so gut sie technisch auch sein mögen – immer etwas klobiger. Sie waren eindeutig für die feste Montage an der Hauswand konzipiert. Mit der neuen Reolink Argus MagiCam geht das Unternehmen nun aber auch mal kurzfristig davon weg. Ich habe mir die kleine Kiste in den letzten Tagen mal genauer angeschaut und für einen Kurztest herangezogen.

Das kleine, schlichte weiße Gerät ist mit Abmessungen von 68 x 68 x 28 Millimetern wirklich winzig und wiegt ohne Batterien gerade einmal schlappe 108 Gramm. Der große schwarze Kreis neben der eigentlichen Linse ist kein zweites Objektiv. Dahinter verstecken sich lediglich der PIR-Bewegungssensor und die Infrarot-LEDs für die Nachtsicht.

Die Rückseite der MagiCam ist komplett magnetisch. Das System hält richtig gut fest und erinnert schon ein wenig an Apple MagSafe und Co. Ihr könnt die Kamera im Grunde an jede metallische Oberfläche klatschen. Für alle nicht-metallischen Oberflächen liefert Reolink ein magnetisches Montagepad und eine verschraubbare Halterung mit. Die Basis der mitgelieferten Halterung selbst ist nicht magnetisch, das wäre an sich aber schon ganz nützlich dann und wann. Lediglich die Rückseite der Kamera sorgt für die magnetische Haftung an dieser Halterung.

Stromversorgung? Joa, hier wird’s dann erst einmal etwas kurios. Im Gerät ist nämlich kein Akku festverbaut, stattdessen bastelt man da zwei AA-Batterien rein. Laut Reolink soll man hier bloß keine Akkus verbauen, das mitgelieferte USB-C-Kabel sei dafür nicht gedacht. Jenes ist lediglich für die kabelgebundene Betriebsart gedacht. Dennoch taucht in den Geräteeinstellungen der App später ein Eintrag für NiMH-Akkus auf. Diese werdet ihr dann – wenn leer – aber dennoch ausbauen und manuell aufladen müssen.

Die Batterie-Option erhöht die Lebensdauer der Hardware enorm und ist unterm Strich deutlich nachhaltiger. Reolink verspricht bis zu 9 Monate Laufzeit mit einem Satz AA-Lithiumbatterien. Das hängt im Alltag natürlich stark davon ab, wie oft die Kamera aus dem Standby aufwacht und aufzeichnet. Wer die Kamera lieber dauerhaft mit Strom versorgen will, findet auf der Unterseite glücklicherweise den USB-C-Anschluss, um sie an ein 5V/1A-Netzteil zu klemmen.

Die Installation läuft wie gewohnt über die Reolink-App. Gerät hinzufügen, WLAN-Daten eingeben, QR-Code scannen, fertig. Ist die Kamera einmal im Netzwerk, bieten sich in der App allerhand bekannte Einstellungen. Besonders hervorheben muss man hier vielleicht die smarte Erkennung. Unter der Haube arbeiten der PIR-Sensor und die integrierte KI Hand in Hand, um Personen, Fahrzeuge und Tiere sehr zuverlässig voneinander zu unterscheiden. In meinem Fall benötige ich das alles nicht, weil ich die Kamera nur auf Zuruf einschalten lasse und das Live-Kamerabild sehen will.

Die Kamera funkt im Dual-Band-WLAN, kommt also problemlos mit 2,4 und 5 GHz-Netzwerken klar. Das sorgt für deutlich stabilere Verbindungen. Aber ihr braucht zwingend einen WLAN-Router oder einen mobilen Hotspot in der Nähe. Es gibt keine direkte Verbindung zwischen der Kamera und eurem Smartphone. Wenn ihr also mit dem Camper unterwegs seid und die Cam da einsetzt, muss am Stellplatz ein Router laufen, der die Kamera ins Netz bringt, damit ihr auch aus der Ferne auf den Live-Stream zugreifen könnt.

In Sachen Bildqualität bewegen uns hier bei 1080p (2 Megapixeln), gepaart mit einer F2-Blende. Das reicht für eine Überwachungskamera dieser kompakten Größe absolut aus. Das Bild ist scharf genug, um Gesichter auf typische Distanzen problemlos zu erkennen. Darüber hinaus gibt es nun aber auch nicht wirklich etwas hervorzuheben.

Im Batteriebetrieb läuft die Kamera mit 15 Bildern pro Sekunde. Hängt ihr sie per USB-C dauerhaft an den Strom, schaltet sie auf 20 Bilder pro Sekunde hoch. Das Sichtfeld ist mit 132 Grad in der Diagonale (113,3° horizontal, 62,7° vertikal) sehr ordentlich bemessen. Man kann sie problemlos in die Ecke eines Raumes stellen und deckt den gesamten Bereich ohne tote Winkel ab.

Nachts gibt es klassische Infrarotkost. Für den Alltag und die kurze Kommunikation mit dem Paketboten, etc. – das integrierte Mikrofon und der Lautsprecher für Zwei-Wege-Audio machen einen guten Job – ist die MagiCam durchaus tauglich. Zudem ist das Gehäuse nach IP67 zertifiziert und überlebt somit auch diverses Wetter und kräftige Regenschauer im Außeneinsatz.

Was ich an Reolink seit jeher schätze und was auch bei diesem kleinen Modell glücklicherweise wieder zutrifft: Es gibt absolut keinen Cloud-Zwang. Unter der Abdeckung verbirgt sich ein Slot für microSD-Karten, die bis zu 256 GB fassen dürfen. Wer ohnehin schon im Ökosystem des Herstellers unterwegs ist, kann die Kamera auch nahtlos an den Reolink Home Hub koppeln – so hab ich das hier gelöst – und die Aufnahmen zentral im Haus speichern.

Reolink verlangt für die Argus MagiCam knapp 55 Euro, da kann man auch noch nach häufiger ausgeschriebenen Angeboten schauen. Für diesen schmalen Kurs kann man die Kamera eigentlich fast blind kaufen. Wer maximale 4K-Details oder eine motorisierte Schwenksteuerung für sein Grundstück sucht, ist bei diesem Modell aber natürlich an der falschen Adresse.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies