DHL: Die Deutsche Post verschwindet vom Parkett




Die Deutsche Post baut um und streicht laut WELT-Bericht ihren traditionsreichen Namen auf Konzernebene. Was sich vor zwei Jahren mit dem neuen Logo bereits abzeichnete, wird nun offiziell besiegelt. Auf der Hauptversammlung soll beschlossen werden, dass die Dachgesellschaft künftig als DHL AG firmiert. Der Name Deutsche Post bleibt zwar erhalten, rutscht aber eine Ebene tiefer und bezeichnet künftig nur noch die Tochtergesellschaft für das nationale Brief- und Paketgeschäft.

Dieser Schritt folgt wohl einer Logik, da das Auslandsgeschäft längst den Ton angibt. Nur noch etwa 20 Prozent des Umsatzes werden im klassischen Inlandsgeschäft erwirtschaftet. Der Rest entfällt auf das Express- und Frachtgeschäft unter der Flagge von DHL, jenem US-Logistiker, den die Bonner bereits im Jahr 2002 komplett übernahmen.

Die Abkürzung DHL geht dabei auf die Gründer Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn zurück. International zieht der Name DHL schlicht besser. Die Eintragung ins Handelsregister ist für das zweite Halbjahr geplant. Für die Zusteller und Angestellten ändert sich laut Unternehmen nichts, es handelt sich primär um eine neue Rechtsstruktur für mehr Klarheit.

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#Interview – „Verwechselt Interesse nicht mit Nachfrage“

#Interview

Nuvio Planet ermöglicht die präzise Analyse von Emissionen entlang komplexer Lieferketten. “Wenn ein Futtermittelunternehmen eine Einkaufsentscheidung ändert, weil Nuvio Planet es ihnen zeigt – das ist der Moment, der zählt”, sagt Gründerin Irene Rosique-Conesa.

„Verwechselt Interesse nicht mit Nachfrage“

Dienstag, 5. Mai 2026VonAlexander

Das Berliner Startup Nuvio Planet, 2023 von Irene Rosique-Conesa und Jorg Riesmeier gegründet, setzt auf eine Environmental Intelligence Software für die globale Protein- und Futtermittelindustrie. Ursprünglich entwickelte das Team seine Idee im BASF-Ökosystem, gründete Nuvio Planet dann aber aus.

„Jedes Produkt, das wir essen und das tierisches Protein enthält, stammt aus einer Lieferkette, die niemand wirklich vollständig überblicken konnte. Alle haben geraten. Wir haben Nuvio Planet gebaut, damit das nicht mehr nötig ist“, erklärt Gründerin Rosique-Conesa das Konzept.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht die Nuvio Planet-Macherin ausführlich über den Stand der Dinge in ihrem Unternehmen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Nuvio Planet erklären?

Jedes Produkt, das wir essen und das tierisches Protein enthält, also Fleisch, Eier, Milchprodukte, Fisch – stammt aus einer Lieferkette, die niemand wirklich vollständig überblicken konnte. Nicht das Unternehmen, das es hergestellt hat. Nicht der Landwirt, der das Futter angebaut hat. Nicht der Einkäufer, der es bezogen hat. Alle haben geraten. Wir haben Nuvio Planet gebaut, damit das nicht mehr nötig ist, indem wir zeigen, wo Kosten und Emissionen entstehen und wie man das verändern kann. Statt zu raten, können Unternehmen bessere Entscheidungen bei Einkauf, Rezeptur und Produktion treffen. Dasselbe Geschäft, bessere Margen, geringerer Fußabdruck. Stell dir das wie Kochen zu Hause vor. Wenn du genau weißt, welche Zutaten am meisten Energie und Geld verschwenden, kochst du klüger. Wir geben Unternehmen genau diese Klarheit – nur im Maßstab der Welternährung.

War dies von Anfang an Euer Konzept?

Der Kern hat sich nicht verändert. Aber die Rolle schon. Wir haben uns von der Modellierung von Wirkungen hin zur Einbettung in Entscheidungen entwickelt. Anfangs lebte Nachhaltigkeit in der Berichterstattung. Heute sitzt sie in Einkauf, Rezeptur und kommerziellen Abwägungen. Deshalb haben wir Nuvio Planet als Entscheidungsinfrastruktur für die tierische Proteinwertschöpfungskette gebaut, nicht als Reporting-Tool.

Wie hat sich Nuvio Planet seit der Gründung entwickelt?

Nuvio Planet ist ein junges Unternehmen, aber die zugrunde liegenden Modelle wurden über mehr als ein Jahrzehnt in der Industrie entwickelt und validiert. Heute arbeiten wir mit globalen Playern wie BASF, Evonik und Vall Companys zusammen – Unternehmen, die zusammen den Großteil der Emissionen in tierischen Proteinlieferketten abdecken. Umsatzzahlen teilen wir in dieser Phase nicht, aber was ich sagen kann: Die Gespräche, die wir führen, drehen sich nicht mehr um Pilotprojekte, sondern um Integration in großem Maßstab.

Was war zuletzt das Highlight bei Euch?

Wir haben den Schritt vollzogen von einem Nachhaltigkeitstool hin zu einem System, das dort sitzt, wo echte Entscheidungen getroffen werden: in Einkaufsprozessen, Futtermittelrezeptierung, kommerzieller Planung. Dieser Wandel ist eingetreten, weil unsere Kunden aufgehört haben, Umweltdaten als Reporting-Output zu behandeln und sie stattdessen als Input für ihre wirtschaftlichen Kalkulationen zu nutzen. Wenn ein Futtermittelunternehmen eine Einkaufsentscheidung ändert, weil Nuvio Planet es ihnen zeigt – das ist der Moment, der zählt. Das passiert immer öfter.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist seit der Grüdung so richtig schief gegangen? 

Wir haben überschätzt, wie schnell Regulierung in operative Veränderungen innerhalb von Unternehmen übersetzen würde. Der eigentliche Flaschenhals war nicht die Regulierung, sondern die Nutzbarkeit. Unternehmen hatten keinen Mangel an Daten. Ihnen fehlten Systeme, die Daten mit Entscheidungen verbinden.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht? 

Wir haben uns früh auf die wirtschaftliche Ebene konzentriert. In Lebensmittelsystemen sind Emissionen und Kosten eng verknüpft, besonders im Futtermittelbereich. Wenn man das einmal zeigt, hört Nachhaltigkeit auf, eine Debatte zu sein, und wird zur Margenfrage. Genau dort beginnt echte Adoption.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?

Verwechselt Interesse nicht mit Nachfrage. Gerade im Bereich Nachhaltigkeit werden die Menschen dir lange zustimmen, bevor sie tatsächlich kaufen. Baut für den Moment, in dem euer Produkt wirtschaftlich unvermeidbar wird. Dann bewegt sich etwas.

Wo steht Nuvio Planet in einem Jahr?

In einem Jahr sitzt Nuvio Planet in den Systemen, in denen Entscheidungen getroffen werden: Rezeptierungstools, Einkaufsprozesse, kommerzielle Planung. Und es reicht in die angrenzenden Ebenen hinein, von denen diese Entscheidungen abhängen – Lieferantendaten, Betriebsleistung und Portfoliostrategie. Nicht als Reporting-Schicht, sondern als Infrastruktur. Das Ziel ist einfach: Umweltwirkung wird Teil jeder wirtschaftlichen Entscheidung in der Wertschöpfungskette.

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Foto (oben): Nuvio Planet

Sonos hat Großes vor




Sonos hat mal wieder die Bücher geöffnet und die Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Während die nackten Finanzen (282 Millionen US-Dollar Umsatz) natürlich für die Aktionäre wichtig sind, finde ich ja immer viel spannender, was im Hintergrund brodelt und zwischen den Zeilen zur zukünftigen Strategie gesagt wird. Ich habe mir das Transkript des aktuellen Earnings Calls noch einmal in Ruhe zu Gemüte geführt.

Sonos verfolgt mittlerweile ein ganz klares Mantra: Das System selbst ist das Produkt. Man verkauft nicht einfach nur einen Lautsprecher, man verkauft den Eintritt in ein Ökosystem, das mit jedem weiteren Gerät für den Nutzer wertvoller wird. Wer einmal angefangen hat, rüstet oft Raum für Raum auf. Genau diese massive installierte Basis von zig Millionen Geräten in den Wohnzimmern dieser Welt ist der eigentliche Schatz des Unternehmens, den man in Zukunft noch deutlich stärker anzapfen möchte. Hintergrund: Man spricht von über 53 Mio. Geräten in mehr als 17 Mio. Haushalten.

Spannend wird es aber bei den Plänen, wie man diese Geräteflotte künftig nutzen will. Im Call wurde das Thema KI und Sprachsteuerung zwar noch recht nebulös, aber mit Stoßrichtung angerissen. Sonos sitzt mit seiner gigantischen Basis an smarten Lautsprechern buchstäblich an der Quelle, direkt bei uns zu Hause. Man hat in der Vergangenheit ja bereits mit „Sonos Voice Control“ einen eigenen, erfreulich datenschutzfreundlichen Assistenten für die reine Musiksteuerung etabliert.

Sonos scheint erkannt zu haben, dass die Millionen Mikrofone in unseren Zimmern eine gewaltige Chance sind, um mehr anzubieten als nur das Überspringen von Tracks. Da das Unternehmen vielleicht bei vielen Nutzern als vertrauenswürdiger gilt als die „Großen“, könnte ein deutlich intelligenterer, hauseigener Sprachassistent der nächste große Hebel sein. Ein System, das komplexe, KI-gestützte Unterhaltungen und Smart-Home-Steuerung ermöglicht, ohne dass man Alexa oder den Google Assistant hinzuziehen muss.

Tom Conrad, SONOS-CEO: Wir arbeiten hier an etwas Größerem, und obwohl ich heute noch nicht das ganze Bild zeigen kann, steckt viel mehr hinter dieser Geschichte, und ich freue mich darauf, sie Ihnen zu gegebener Zeit zu erzählen.

Wie genau dieses tiefergehende KI-Erlebnis aussehen wird, lässt das Management aktuell noch offen. Es muss ja auch nicht zwingend von Sonos selbst sein. Es ist aber eine clevere Strategie: Anstatt nur neue Hardware in einen gesättigten Markt zu drücken, will man die Software und die Interaktion mit den bestehenden Geräten auf ein neues Level hieven. Das stärkt nicht nur die Kundenbindung enorm, sondern hält auch die Tür für zukünftige Dienste oder gar Abo-Modelle sperrangelweit offen. Das ist natürlich nur meine Spekulation mit einem dahingehenden Abo – und die Frage ist doch: Wer würde dafür wirklich zahlen?

Bis es so weit ist, hat Sonos noch viel zu tun. Auf der einen Seite muss man ebenso mit dem Speichermangel auf dem Markt kämpfen, auf der anderen Seite muss man noch an der App schrauben.

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Apple vs. EU: Ein angespanntes Verhältnis im Zeichen des Digital Markets Act




Kyle Andeer, bei Apple für Produkt- und Regulierungsgesetze zuständig, lässt im Gespräch mit dem Handelsblatt etwas Dampf ab. Der Konzern zeigt sich wohl frustriert über die Zusammenarbeit mit der EU-Kommission beim Digital Markets Act. Laut Andeer herrscht kein echter Dialog, sondern eine sture Haltung in Brüssel. Der aktuelle Bericht der Kommission zur Umsetzung des Gesetzes sei eher eine Form der Selbsttherapie als eine sachliche Auseinandersetzung mit den Bedenken aus Cupertino.

Ein Punkt der Kritik betrifft die Sicherheit der Nutzerdaten. Apple stört sich an der erzwungenen Interoperabilität. Andeer bringt hier ein konkretes Beispiel zum Thema WLAN ins Spiel. Durch die neuen Regeln könnte Meta Zugriff auf den WLAN-Verlauf unter iOS bekommen, etwa von Standorten wie Hotels oder Krankenhäusern. Apple sieht sich gezwungen, diese Listen zu teilen, was nach Ansicht des Managers eine klare Schwachstelle für die Privatsphäre darstellt. Die EU-Kommission ignoriere solche Hinweise bisher jedoch konsequent.

Auch das Thema Innovation leidet laut Apple unter dem Regelwerk. Neue Funktionen wie die Übersetzung bei den AirPods kommen in Europa erst später an, weil Apple erst prüfen muss, wie die Sicherheitsstandards für fremde Systeme gewährleistet bleiben können. Der Konzern fühlt sich benachteiligt, da er Innovationen teilen müsse, was die Motivation für Neuentwicklungen senke.

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Christopher Nolan bringt die Odyssee ins Kino

Christopher Nolan hat vor einiger Zeit sein nächstes Projekt festgezurrt und widmet sich dem antiken Epos von Homer. Der Film trägt schlicht den Titel The Odyssey und soll am 17. Juli 2026 weltweit in den Kinos anlaufen. Wie man es von Nolan gewohnt ist, wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Die Produktion wird als epischer Actionfilm beschrieben, der rund um den Globus gedreht wurde. Technisch setzt der Regisseur mal wieder Maßstäbe und nutzt für die Aufnahmen eine völlig neue Imax-Filmtechnologie, um die Sage erstmals auf die großen Leinwände zu bringen.

Beim Cast zieht Nolan alle Register und versammelt eine Riege an bekannten Gesichtern vor der Kamera. Mit dabei sind Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway, Robert Pattinson und Lupita Nyong’o. Auch Zendaya und Charlize Theron haben Rollen in dem Streifen übernommen. Wer auf bildgewaltiges Kino steht, sollte sich den Termin im Sommer 2026 schon mal rot im Kalender markieren, denn Nolan liefert meistens ordentlich ab.

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