Jabra Elite 10 Gen 2 und Elite 8 Active Gen 2 im Vergleich

Jabra hat im Juni zwei neue Kopfhörermodelle in den Handel gebracht: die Elite 10 Gen 2 und Elite 8 Gen 2. Bedauerlicherweise werden die beiden TWS-Earbuds wohl die letzten Exemplare ihrer Art sein. Denn der dänische Hersteller kündigte kurz nach der Vorstellung an, dass die Elite-Reihe eingestellt wird. Während ich bereits die Jabra Elite 10 Gen 2 getestet habe, hat Olli inzwischen auch seinen Testbericht der Elite 8 Active Gen 2 veröffentlicht. Ein guter Anlass, um beide Modelle noch einmal kurz für euch im Vergleich unter die Lupe zu nehmen.

Vorausschicken möchte ich, dass ich es schade finde, dass Jabra die Elite-Reihen einstellt. Über die Jahre habe ich mir viele Kopfhörer des Herstellers angehört und sogar einmal deren Firmensitz besucht. Dort habe ich damals ein sehr kompetentes und sympathisches Team kennengelernt, das voll hinter seinen Produkten steht. Für immer bei mir ins Gedächtnis eingebrannt haben sich die Jabra Elite Sport – meine ersten TWS-Kopfhörer überhaupt. Leider hat der Hersteller jenen nie einen vollwertigen Nachfolger spendiert.

Da kommen wir aber auch zu manchen Fehlern, die sicher zum Ende der Jabra Elite beigetragen haben. So zog das Unternehmen etwa nie zu anderen Anbietern gleich, was hochwertige Bluetooth-Codecs betrifft. Auch die Jabra Elite 10 Gen 2 und 8 Gen 2 unterstützen deswegen nur SBC und AAC. Das sollte bei Flaggschiffen im Jahr 2024 anders laufen. Zumal günstigere Modelle, wie die Elite 4, aptX geboten haben.

Ob die Jabra Elite 10 Gen 2 und Elite 8 Active Gen 2 jetzt noch am Markt ein letztes Aufbäumen bewältigen? Schauen wir doch einmal genauer auf das, was die Kopfhörer so anbieten.

Jabra Elite 10 Gen 2 und Elite 8 Active Gen 2: Die Kernfunktionen

So haben die Jabra Elite 10 Gen 2 und Elite 8 Gen 2 durchaus einige Gemeinsamkeiten. Etwa bieten beide Exemplare das neue Smart Case. Jenes könnt ihr über das beiliegende Kabel auch mit konventionellen Ports für 3,5-mm-Audio verbinden. Der Clou: So könnt ihr Bluetooth-Sound von so gut wie jedem Gerät erhalten, ein Cinch-Anschluss genügt. Denn das Smart Case verarbeitet den Ton dann weiter und schickt ein LC3-codiertes Signal mit niedriger Latenz an die Earbuds.

Für Telefonate verwenden beide Modelle zudem sechs MEMS-Mikrone und unterstützen die aktive Geräuschunterdrückung auch für Anrufe. Gemeinsam ist den beiden Kopfhörer-Varianten ebenfalls eine Sidetone-Funktion, über die ihr bei Anrufen eure eigene Stimme hört. Auch die Trageerkennung ist bei sowohl den Elite 10 Gen 1 als auch den Elite 8 Active Gen 2 vorhanden. Selbiges gilt dann auch für Bluetooth Multipoint, Spotify Tap, Fast Pair und Swift Pair.

Beide TWS-Kopfhörer bringen Öffnungen zum Druckausgleich mit, um den Tragekomfort zu erhöhen. Sie decken gleichermaßen einen Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz ab. Mono- und Transparenz-Modi? Auch das bieten beide Varianten. Selbst Wireless Charging ist bei sowohl den Jabra Elite 10 Gen 2 als auch den Elite 8 Active Gen 2 vorhanden. Was also die Features betrifft, so gibt es auf den ersten Blick keine wahnsinnigen Unterschiede.

Das unterscheidet die beiden TWS-Earbuds

Natürlich lohnt aber der Blick in die Details. So unterstützen zwar beide TWS-Kopfhörer ANC, doch bei den Jabra Elite 10 Gen 2 ist es eine höherwertige Variante. Dann gibt es Unterschiede, was den Spatial-Klang betrifft. Das Flaggschiff kann mit Dolby Atmos aufwarten. Bei den Jabra Elite 8 Active Gen 2 ist es nur Dolby Audio. Die kleineren Treiber des zuletzt genannten Modells begrenzen zudem die Klangqualität.

Jabra Elite 10 Gen 2 Jabra Elite 8 Active Gen 2
Treibergröße 10 mm 6 mm
ANC Advanced ANC Adaptive Hybrid ANC
3D-Audio Dolby Atmos Dolby Audio
Design Geschlossen Halboffen
Tragekomfort ComfortFit ShakeGrip
Akkulaufzeit Bis zu 36 Stunden (ohne ANC) Bis zu 56 Stunden (ohne ANC)
Preis 279,99 Euro 229,99 Euro

Der Blick in die Tabelle zeigt euch, dass andere Unterschiede schlichtweg neutral sind. So sind die Jabra Elite 10 Gen 2 dank des ComfortFits-Designs für besonders lange Tragedauern ausgelegt. Die Jabra Elite 8 Active Gen 2 hingegen setzen auf eine ShakeGrip-Oberfläche. Dadurch sitzen sie fester und sicherer im Ohr, was euch beim Sport gelegen kommen dürfte. Auch weisen sie eine wesentlich längere Akkulaufzeit auf, was dem kleineren Audiotreiber geschuldet sein dürfte.

Als Flaggschiff kosten die Jabra Elite 10 Gen 2 50 Euro mehr als die Jabra Elite 8 Active Gen 2. Das geschlossene Design sorgt beim zuerst genannten Modell für eine noch etwas bessere, passive Geräuschisolierung.

Jabra Elite 10 Gen 2 vs. Elite 8 Active Gen 2: Meine Meinung

Ich konnte mir in den letzten Wochen nicht nur die Jabra Elite 10 Gen 2 anhören, sondern auch die Elite 8 Active Gen 2. Ich bin der Meinung, dass sich Jabra mit beiden Modellen würdig aus dem TWS-Segment verabschiedet. Dabei fällt für mich persönlich weder Dolby Atmos noch Dolby Audio als Kaufargument ins Gewicht, da ich das als reine Spielerei ansehe, die für mich keinen echten Mehrwert hat. So sehr ich Surround- und 3D-Sound im Heimkino liebe, so überflüssig finde ich die Simulation bei Kopfhörern bzw. Musik. Ist das Ganze für euch wichtig, dann sind die Elite 10 Gen 2 aber die bessere Wahl.

Die Geräuschunterdrückung sehe ich weder bei den Elite 10 Gen 2 noch den Elite 8 Active Gen 2 an vorderster Front im TWS-Bereich. Dennoch hat sich Jabra hier gegenüber den Vorgängermodellen stark verbessert. Wer sich stärker isolieren möchte, ist da mit dem Flaggschiff am besten bedient. Daher würde ich die Elite 10 Gen 2 z. B. zum Pendeln in öffentlichen Verkehrsmitteln vorziehen. Beim Sport gewinnen aber, wenig überraschend, die Elite 8 Active Gen 2, deutlich. Sie sitzen wegen ihrer ShakeGrip-Beschichtung wesentlich sicherer im Ohr.

Was Telefonate betrifft, sehe ich beide Modelle gleichauf, was mir meine Gesprächspartner auch so bestätigt haben. Aber: Die Musikwiedergabe ist ein Vorteil der Jabra Elite 10 Gen 2, denn die deutlich größeren Treiber spielen da ihre Stärken aus. Der Klang ist voller und dynamischer, was man sowohl bei melodie- als auch rhythmusbetonter Musik rasch zu schätzen weiß. Als Allrounder sind die Elite 10 Gen 2 also definitiv besser geeignet. Für den Sport sind die Elite 8 Active Gen 2 aber wegen des wesentlich besseren Sitzes vorzuziehen.

Alternativen gibt es da natürlich einige. Für kleines Geld und wenn der Klang im Vordergrund steht, kann ich etwa als Geheimtipp die kürzlich von mir angehörten Audio-Technica ATH-CKS30TW empfehlen. Und im Apple-Kosmos bevorzugt sicher mancher Leser die AirPods-Varianten, gerade wenn Spatial Audio gewünscht ist. Für den Sport wiederum sind ja gerade Open-Ear-Kopfhörer diverser Hersteller im Kommen. Ihr habt da also reichlich Auswahl.

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Fender x Teufel ROCKSTER AIR 2 im Test – Macht eure Party lauter

Teufel hat den ROCKSTER AIR 2 schon länger im Programm. Kürzlich hat man mit Fender aber eine Kooperation angekündigt und die ROCKSTER-Serie im neuen Design aufgelegt, das an die Gitarrenverstärker des Herstellers erinnert. Da ich hauptsächlich im Metall-/Rock-Segment unterwegs bin und selbst Gitarre spiele, wollte ich mir den Lautsprecher mal anschauen. Auf der Suche nach etwas Größerem für die hier regelmäßig stattfindenden Meetings war ich ohnehin.

Kurz zum AIR 2 selbst. Er stellt weitestgehend die Mitte der Serie dar. Er ist wesentlich größer als CROSS und GO 2, aber hingegen nicht so ein unportables Monstrum wie der große ROCKSTER. Konkret misst das Gerät 32,3 x 58,9 x 34,4 Zentimeter und ist 14,15 Kilogramm schwer. Kein Leichtgewicht, aber auch nicht so schwer, dass man ihn nicht mit zum übernächsten Nachbarn tragen kann. Das Gerät ist für den Outdoor- und Indoor-Bereich gedacht, hat aber keine IP*-Zertifizierung. Ein paar Tropfen machen ihm sicher nichts aus, muss man aber nicht ausprobieren. Es gibt jedoch Schutzhüllen (von anderen Anbietern) dafür und zum Tragen kann man auch einen »Rucksack« bei Teufel kaufen, den man zusammen mit deuter entwickelt hat und der stolze 120 Euro kostet.

Das Design des Teufel-Lautsprechers war unter anderem ein Grund, warum ich mal einen Blick darauf werfen wollte. Es fügt sich nahtlos in die Fender-Designsprache ein. Im oberen Bereich des Lautsprechergrills, der in einem dunklen Silber gehalten ist und ebenfalls in Silber umrahmt ist, befindet sich ein Fender X Teufel-Logo. Die Seiten sind komplett schwarz. Damit bleibt der Lautsprecher klassisch und simpel, ist dennoch ein Hingucker. Vor allem dann, wenn man mit Fender etwas anfangen kann. Der normale ROCKSTER AIR 2 ist komplett schwarz. Auf dem rot umrandeten Grill prangt dann jedoch ein dominantes rotes Teufel-T.

Das Gerät selbst steht auf robusten Gummi-Füßen, die die Vibrationen nach unten gut abfangen. Seitlich gibt es zwei große Ausgänge für den Woofer. Oben befindet sich die Steuerzentrale und ein großer und handlicher Griff zum Tragen des Lautsprechers. Es gib insgesamt drei Buttons: Einer zum An/Ausschalten, einer für das Bluetooth-Pairing und einer für Play/Pause. Zwei mittelgroße Drehknöpfe zum Regeln von Bass und Treble gibt es ebenfalls. Ein LED-Ring zeigt, wie stark die Einstellung gerade ist. Darunter findet sich der dominante Drehknopf für die Lautstärke, auf dem das Teufel-T (ebenfalls beleuchtet) prangt. Auch hier zeigt der LED-Ring die aktuelle Lautstärke an. Zu guter Letzt gibt es noch 4 LED, die den aktuellen Eingang anzeigen.

An der Rückseite gibt es dann noch mehr einzustellen. Dort kann man beispielsweise über 4 LED den aktuellen Akkustand anzeigen lassen oder in den ECO-Modus schalten, der für eine längere Laufzeit sorgt. Zusätzlich gibt es Buttons für Party Link. Mit dieser Funktion kann man zwei oder mehrere Lautsprecher zusammenschließen. Der Teufel-Lautsprecher kann auch als Powerbank benutzt werden. Dafür gibt es hier einen USB-C-Anschluss. Per DC-In kann auch eine externe Batterie angeschlossen werden. Unten drunter gibt es den Netzteil-Anschluss zum Aufladen oder zum Betreiben am Netz. Der Lautsprecher kann entweder per Bluetooth-Zuspieler, Aux-in, Instrument-In (Gitarren-Anschluss), Mic/Line-In oder mehrere zusammen betrieben werden. Für jeden Input findet ihr hier auch einen Drehknopf zum Regeln der Input-Lautstärke. Das ist es dann auch schon. Eine App hat Teufel hier nicht bereitgestellt. Als Nice-To-Have oder zum Regeln eines Equalizers wäre das sicher schön gewesen. Den konkreten Akku-Stand sieht man leider auch nicht. Der Betrieb ist aber auch ohne App kein Problem. Zum Großteil habe als Zuspieler Bluetooth genutzt. Als Codec unterstützt Teufel bei dem Gerät AAC, aptX und auch aptX-HD. Per Android-Smartphone kann man also auch 24-Bit-Musik direkt über Bluetooth in den Lautsprecher schieben.

Kommen wir zum Klang. Teufel verbaut einen 25mm-Hochtöner und einen 250mm-Tieftöner, die zusammen die Puppen zum Tanzen bringen. Vor allem im Bassbereich spielt der Lautsprecher seine Stärken aus. Das erwartet man grundsätzlich von einer Partybox, sorgt aber auch dafür, dass je nach Musikrichtung die Details in Höhen und Mitten etwas zu kurz kommen. Wer Freund eines neutralen und ausbalancierten Klangprofils ist, wird vom Teufel-Lautsprecher nicht so gut bedient. Über die Regler für Höhen und Bässe kann man etwas nachregeln, das Feintuning über einen EQ fehlt. Das liest sich schlimmer als es ist, denn der Lautsprecher ist auch gar nicht dafür gedacht, entspannt auf dem Sofa zu liegen und dort die gemächlichen aber detailreichen Klänge der Musik aufzunehmen. Wer sich ein derartiges Teil kauft, will Menschen beschallen. Menschen, die sich laut unterhalten, Kinder toben und die Geräusche von Pool und Co. dazwischen wabern. Und genau hier macht der ROCKSTER AIR 2 alles richtig. Er durchdringt das Gemenge, bringt die Musik in die Ohren und unterhält. Auch voll aufgedreht rutscht dem Lautsprecher da nichts weg (wenn man ein paar Meter wegsteht)und ich könnte hier gut und gern das halbe Dorf unterhalten. Vor allem die Tiefen drücken dann in die Magengegend – das macht Spaß! Die Möglichkeit, am Abend noch die Gitarre und Mikro anschließen zu können, selbst in die Saiten zu hauen und zu singen, gefällt.

Der Lautsprecher macht nicht nur laute Musik, sondern hält auch lange durch. Insgesamt 58 Stunden kann man mit dem Gerät laut Hersteller Musik hören, wenn man mit einer moderaten Lautstärke unterwegs ist. Das kann ich bestätigen. Das Teil hält unfassbar lang durch. Die Ausdauer reduziert sich natürlich entsprechend, wenn man mit voller Kraft unterwegs ist. Da sollen es im Eco-Modus aber immer noch 31 Stunden sein. Das konnte ich nicht ausprobieren, da ich sonst Probleme mit meinen Nachbarn bekommen würde. Das Beste daran ist aber: Der Akku sitzt hinten, hinter einer Klappe. Die kann ohne Schraubenzieher geöffnet werden und den Akku kann man zügig per Hand tauschen. Schade: Der Akku lässt sich nur IN der Box aufladen. Ein Ersatzakku kostet knapp 80 Euro. Ist man länger unterwegs, lädt man einfach zwei Akkus auf und tauscht zwischendrin schnell aus.

Mein Fazit zum ROCKSTER AIR 2

Teufel hat mit dem ROCKSTER AIR 2 einen wirklich guten Party-Lautsprecher im Programm, der nun im neuen Fender-Design sicher vorwiegend Fans der Marken anspricht. Der Lautsprecher überzeugt mit einem guten Klang und einem druckvollen, tiefgreifenden Bass. Das gute Stück sollte auch für größere Partys locker ausreichen, wer mehr will, muss zum großen, aber alten Bruder – dem ROCKSTER auf Rollen – greifen oder kauft einen zweiten AIR 2. Der ROCKSTER AIR 2 kostet im Fender-Design knapp 700 Euro, was im Vergleich zu einer JBL Partybox schon eine Ansage ist. Die ist um einiges preiswerter unterwegs. Der ROCKSTER AIR 2 im Teufel-Design kann im Moment für knapp 600 Euro erworben werden.

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Jabra Elite 8 Active Gen 2 angehört 

Jabra hat mal wieder neue In-Ear-Kopfhörer vorgestellt und dabei die Elite 10 Active und Elite 8 Active einer Evolution unterzogen. Kurz darauf dann aber die Information, dass man das Portfolio in dem Bereich und auch die Talk-Reihe komplett einstellen möchte. Ich habe dennoch mal in das Modell reingehört. Die erste Generation der Elite 8 Active hatte mir damals schon gut gefallen. Doch inwiefern ist die zweite Generation denn nun besser?

Schauen wir erst einmal auf die technischen Daten:

Technische Daten der Jabra Elite 8 Active

  • TWS-Kopfhörer (In-Ear)
  • Treibergröße: 6 mm
  • Lautsprecher-Bandbreite (Musik): 20 Hz bis 20.000 Hz
  • Lautsprecher-Bandbreite (Sprachmodus): 100 Hz bis 8.000 Hz
  • Bluetooth-Version: 5.3
  • Codecs: SBC, AAC
  • Mikrofone: 6 (MEMS)
  • Mikrofon-Bandbreite: 100 Hz bis 8.000 Hz
  • Funktionen: Google Fast Pair, HearThrough, ANC (personalisierbar), Druckausgleich im Ohr, Spotify Tap, Apple Siri oder Google Assistant, Mono-Modus
  • Begleit-App: Jabra Sound
  • Schutzart: IP68, Case IP54, – Schweiß-, Wasser-, Stoß- und Staub-resistent
  • Akkulaufzeit: bis zu 14 Stunden ohne ANC (56 Stunden mit Case ohne ANC)
  • Ladedauer: 180 Min. bis zur vollen Aufladung; 5 Minuten für 1 Stunde Wiedergabe
  • Maße / Gewicht (Kopfhörer): 19,7 x 19,7 x 29 mm / 5 g
  • Maße / Gewicht (Ladecase): 24,4 x 46,9 x 65,4 mm / 47,5 g
  • Lieferumfang: Kopfhörer, Ladeschale, drei EarGels, USB-C-auf-USB-Kabel, Merkblatt, Garantieerklärung
  • Preis: 229,99 Euro

Schaut man auf die technischen Daten und auch auf das Design, dann macht man hier quasi nahezu keine Sprünge. Die Kopfhörer sind in dem identischen Case, das lediglich ein Gramm schwerer geworden ist, da es jetzt eine Smart-Case-Funktionalität gibt. Dazu später mehr. Ansonsten sehen auch die Kopfhörer exakt identisch aus und besitzen ebenfalls beide immer noch eine echte Taste anstatt eines Touch-Feldes. Ansonsten sind es auch exakt dieselben technischen Daten. Selbe Treiber, selber Frequenzbereich, selbe Akkulaufzeit und so weiter. Für eine volle Ladung benötigt man nach wie vor knapp 3 Stunden, in 5 Minuten bekommt man immerhin eine Stunde Spielzeit in die Buds gepumpt.

Irgendwas mit Spider-Man Meme

Auch die Elite 8 Active Gen 2 verfügen über die spezielle Beschichtung namens Jabra ShakeGrip, die hochwertig ist und beim Sport für besseren Halt und Schweiß-Resistenz sorgt. Ein mal per Bluetooth verbunden, können insgesamt 9 andere Geräte damit verbunden werden. Ein zügiger Wechsel zwischen Tablet, Smartphone oder Mac / PC ist damit gut umsetzbar. Auch Multipoint wird unterstützt. Damit wird ein noch schnellerer Wechsel zwischen den Geräten gewährleistet. Seid ihr gleichzeitig beispielsweise mit eurem PC/Mac und eurem Smartphone verbunden und hört am PC/Mac Musik, springen die Buds direkt zum Smartphone, sollte dort ein Anruf eingehen.

Auch bei diesem Modell begleitet euch die Jabra Sound -App. Die kennt ihr auch von anderen Modellen. Damit könnt ihr beispielsweise die Firmware aktualisieren, die Tasten an den Buds anders belegen oder auch den Sound-Modus festlegen. Über den eingebauten Equalizer habt ihr die Möglichkeit, den Sound an euren eigenen Geschmack anzupassen. Das ist übersichtlich gebaut und ohne Bugs.

Der Tragekomfort der Gen 2 ist wie auch bei der ersten Generation sehr gut. Sie sitzen bequem und rutschen auch bei schnelleren Workouts nicht aus dem Ohr. Mit den verschiedenen Größen der sogenannten Eargels könnt ihr die für euch passende Variante heraussuchen. Auch längeres Tragen ist kein Problem. 

In puncto Klang hat sich meiner Meinung nach nichts im Vergleich zum Vorgänger getan. Jabra liefert hier nach wie vor einen Kopfhörer mit einem sehr ausgeglichenen Sound, der in nahezu allen Frequenzbereichen mit einer ordentlichen Menge an Details punkten kann. Weder Höhen, Mitten noch Bässe setzen sich hier in den Vordergrund. Wer Fan eines Bass-belasteten Klangs ist, kann das mit den Buds durchaus abbilden, doch ein Volumen-Wunder wird das nicht. 

Verbesserungen konnte man meiner Meinung nach im Bereich der Geräuschunterdrückung erzielen. Die ist nicht auf einem sehr guten Niveau, macht im direkten Vergleich mit dem Vorgänger aber eine bessere Figur. Mit Kandidaten von Apple, Sony oder Bose kann man jedoch nicht konkurrieren. Für den Sport ist das aber ausreichend und sollte im Gym für mehr Ruhe sorgen. Ebenfalls ein HearThrough-Modus ist dabei, der die Umwelt an euer Ohr lässt und gewissermaßen das Pendant zum Transparenzmodus anderer Modelle ist. Auch hier sind die Konkurrenten besser. Die Telefonie funktioniert weiterhin tadellos. Die sechs verbauten Mikrofone machen einen sehr guten Job.

Lasst mich noch ein Wort zum Smart Case verlieren. Jabra legt euch ein neues Adapter-Kabel ins Paket, mit dem ihr ein Gerät kabellos machen kann, das nicht über Bluetooth verfügt. Ihr schließt das Klinkenkabel an einen „dummen“ Zuspieler an und steckt das USB-C-Ende in das Case. Nun könnt ihr den Button am Case drücken und die Kopfhörer stellen automatisch die Verbindung her. Jetzt sollte der Ton direkt in eurem Ohr ankommen. Vom Zuspieler per Kabel zum Case und von da drahtlos zu den Buds. Wirklich gute Sache.

Mein Fazit zu den Jabra Elite 8 Gen 2

Jabra hat die ohnehin schon technisch guten Kopfhörer mit dem Smart Case und kleineren Verbesserungen beim ANC-Tuning noch ein wenig besser gemacht. Ich denke jedoch nicht, dass man deshalb zwangsläufig das neue Modell nehmen muss, wenn man mit dem Vorgänger ein paar Euro sparen kann. Generell ist man mit 229 Euro meiner Meinung nach viel zu teuer und hat gegen billiger oder gleich teure Modelle wie den Beats Fit Pro (meine Lieblingsohrhörer für Sport), AirPods Pro, Sony WF-1000XM5 oder Bose QuietComfort Ultra keine realistische Chance. Wahrscheinlich hat man daher auch den Sport-Bereich eingestellt.

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Nelko P21: Etikettendrucker für den Alltag im Test

Ich bin großer Fan von Ordnung. Das betrifft auch Beschriftungen und so. Wie vermutlich bei vielen anderen auch, hat sich in den Jahren alles Mögliche an Kabeln etc. angesammelt, obwohl man ja eigentlich alle x Jahre so etwas säckeweise entsorgt. Für spezielle Kabel (also nicht die klassischen, wie USB-C auf irgendwas) habe ich mir seinerzeit Aufkleber für die Kabelbeschriftung gekauft. Da gibt es verschiedene Anbieter und das reicht in den meisten Fällen auch.

Da nun das neue Schuljahr für meinen Sohn anbricht, müssen wieder zig Sachen beschriftet werden. Muss man ja nicht über Hand machen, also habe ich mir für einen schmalen Taler seinerzeit den Nelko P21 gekauft. Vorteil: Die Ausdrucke des Thermotransferdruckers kann ich nicht nur für das Bedrucken von Mappen nutzen, sondern auch von Hardware. Das können, wie in meinem Fall daheim, Orte und Bezeichnungen für Steckdosen sein, MAC- oder IP-Adressen oder anderer technischer Mumpitz (ich besitze ca. 30 Netzteile, deren Watt-Aufdrucke so unverschämt klein sind, dass ich bisher einen Edding nahm).  Und ja, auch meine Gewürzsammlung kann so perfekt beschriftet werden.

Der Nelko P21 ist super einfach zu bedienen und recht handlich. Wird per Bluetooth angebunden, hat eine leicht verständliche App und schnitt bisher immer gut bei mir ab. Die App bietet verschiedene Funktionen und Vorlagen, sodass Nutzer verschiedene Design-Etikettenaufkleber von der App mit Text, QR-Code, Barcode, Materialien, Bildern, Zeit und Rändern usw. ganz einfach erstellen können. Grundsätzlich zu beachten gibt es wenig. Die jeweiligen Etiketten gibt es in unterschiedlichen Farben, der Ausdruck selbst ist Schwarz bei maximal 203 dpi. Der Akku hält angeblich vier Stunden, so lange habe ich bisher nicht gedruckt. Aufgeladen wird er per USB-C. Das Schriftbild empfinde ich als gut.

Wer jetzt auf meine Aussagen vertraut: Aufgepasst. Der Drucker wird mit einer UVP von über 50 Euro angeboten, ist aber meistens so für um 25 Euro zu haben, teilweise auch günstiger – je nachdem, wo man bestellt. Grundsätzlich sind da anscheinend auch nicht die wilden Unterschiede zwischen Nimbot und Nelko, ebenso beim Verbrauchsmaterial, welches man unbedingt bei Aliexpress oder alternativ No-Name bestellen sollte, da es bei Amazon im Vergleich teilweise unverschämt teuer ist. Die Drucke selber, die im Thermotransferverfahren gefertigt wurden, sollte man auch lediglich drinnen, nicht aber draußen bei Wind und Wetter einsetzen.

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Magic: The Gathering: „Bloomburrow“ angeschaut

Wizards of the Coast veröffentlicht, nur rund einen Monat nach dem Launch des Sets „Jenseits des Multiversums: Assassin’s Creed“ bereits die nächste Erweiterung für das Trading Card Game (TCG) Magic: The Gathering (MTG). Mit „Bloomburrow“ bringt man einen besonderen Dreh in die Welt von MTG. Denn in der Welt von Bloomburrow gibt es keine Menschen. Stattdessen stehen Tiere wie Kaninchen, Mäuse und Otter im Mittelpunkt. Ich habe mir die Erweiterung einmal kurz für euch angeschaut.

Dabei blicke ich als Gelegenheitsspieler ganz subjektiv auf „Bloomburrow“. Den Turnierwert einzelner Karten zu analysieren, das können andere definitiv besser. So zocke ich selbst seit meinem 15. Lebensjahr immer mal wieder Magic: The Gathering und habe sogar kürzlich endlich mal alle meine seltenen Karten nach Editionen sortiert in Ordnern untergebracht. Das hat zwar etwas von einem Briefmarkensammler, ist aber auch eine nerdige Abwechslung von allen digitalen Tätigkeiten.

Doch zurück zu „Bloomburrow“. Natürlich gibt es da im Handel wieder verschiedene Produkte und Einstiegsmöglichkeiten. Wer etwa gar keine Lust auf physische Karten hat, kann auch schlichtweg in MTG Arena sein Glück versuchen. Alle anderen haben die Wahl aus Play und Collector Boostern sowie entsprechenden Displays, einem Einstiegs-Kit, einem Bundle mit 9 Play Boostern plus kleinen Extras und mehreren Commander Decks. Wer einfach die „Bloomburrow“-Welt niedlich findet und mal lose bei Magic: The Gathering hineinschnuppern will, der kauft sich vielleicht schlichtweg das Einstiegs-Set mit zwei spielfertigen Decks und probiert sich aus.

Die neuen Mechaniken von „Bloomburrow“

Ohne anzüglich zu werden, hat Wizards of the Coast die Lieblingstätigkeit der Kaninchen eingewoben: Nachwuchs zu bekommen. Die Fähigkeit „Nachwuchs“ ist aber nicht nur auf die Hoppler beschränkt. Karten mit diesem Schlüsselwort geben euch die Option, beim Ausspielen zusätzliche Spruchkosten zu bezahlen, um mehrere Kreaturen-Spielsteine zu erhalten – ihren Nachwuchs eben. Diese Spielsteine sind in allen Aspekten Kopien der Mutter / des Vaters, haben aber nur Power und Toughness von 1/1.

Obendrein gibt es jetzt die Fähigkeit des „Verschenkens“ bzw. des „Geschenks“. Dabei wechselt die jeweilige Karte natürlich nicht dauerhaft den Besitzer, wandert aber unter die Kontrolle eures Gegners. Was durch das Verschenken passiert, ist je nach Karte unterschiedlich. Beim „Welpenraub“ darf der Gegner beispielsweise eine Karte ziehen. Geschenke sind immer optional, wenn ihr sie aber nicht versprecht bzw. herausrückt, entsteht euch beim Aussprechen der jeweiligen Zaubersprüche ein Nachteil. Es ist also ein Geben und Nehmen, was euch taktischen Spielraum eröffnet.

Das „Hamstern“ erlaubt es euch für zusätzliche Kosten oft sehr mächtige Effekte auszulösen. Etwa könnt ihr so mit dem Ostreomagier-Adept Kreaturenzauber aus dem Friedhof wirken. Damit das klappt, müsst ihr aber jeweils auch eine Speise opfern oder drei Karten aus dem Friedhof ins Exil schicken.

Dann hätten wir noch „Tapfer“ als neues Schlüsselwort.  Tapfer wird immer ausgelöst, wenn eine Kreatur zum ersten Mal in einem Zug das Ziel eines Zauberspruchs oder einer Fähigkeit wird, den ihr kontrolliert. Was dann genau passiert, ist je nach Kreatur verschieden. Der Wachmaus-Veteran etwa erhält in diesem Fall 1/ 0 und Erstschlag und löst Hellsicht 1 aus.

Auch das sogenannte „Aufbieten“ ist neu. Diese Fähigkeit wird ausgelöst, wenn ihr in einem Zug eine bestimmte Menge an Mana ausgegeben habt. Etwa erhält die Schrottklingen-Schergin, nachdem ihr das insgesamt vierte Mana in einem Zug für das Wirken von Zaubersprüchen ausgegeben habt, erhält sie 2/ 1.

Recht ungewöhnlich sind dann einige Karten, die sich an den Jahreszeiten orientieren – wie die Zeit des Webens. Diese führen das neue Symbol der Pfotenabdrücke ein, das ausschließlich auf diesen Karten verwendet wird. Diese können nicht angespart werden, sondern sind mehr ein Gimmick, denn ihr könnt hier im Wesentlich entscheiden, welche Aspekte des entsprechenden Zauberspruchs ihr kombiniert – und auch Effekte mehrmals auslösen. Im Falle der Zeit des Webens etwa könntet ihr auch fünfmal eine Karte ziehen, wenn ihr das wünscht. Auch hier geht es also vor allem um taktische Flexibilität.

Mein Ersteindruck von „Bloomburrow“

Im Design und Flavor finde ich „Bloomburrow“ als neue Erweiterung für Magic: The Gathering extrem gelungen. Dadurch, dass man hier eine weitgehend isolierte Welt geschaffen hat, bietet sich das Set natürlich auch für Neueinsteiger an. Auch die Mechaniken, wie etwa Nachwuchs, passen dabei wunderbar zu der Idee. Dafür sehen langjährige Fans eben kaum Charaktere aus anderen Sets wieder, sieht man von einigen abgewandelten Planeswalkern ab.

Und ob einem das niedlich-putzige Design von „Bloomburrow“ zusagt, ist natürlich Geschmackssache. Ist aber vielleicht für Familien auch ganz nett, wenn ihr es denn wagen wollt, diesen Geldmagneten Kindern und Jugendlichen aus dem eigenen Haushalt näherzubringen. Allerdings ist Magic: The Gathering so komplex, dass das Spiel ohnehin erst ab einem gewissen Alter Reiz ausübt.

Gut gefällt mir, dass man bis auf der „Verschenken“, welches manchmal andere Karten aus „Bloomburrow“ mehr oder minder voraussetzt, keine wirklich isolierten Mechaniken eingewoben hat. Das erlaubt es in Modern- und Legacy-Spielen ebenfalls viel mit dem Set anzufangen. Selbst meine Frau (ja, ich bin seit kurzem verheiratet), fand einige Zeichnungen auf den „Bloomburrow“-Karten unheimlich putzig – vom eigentlichen Spielen bekam sie dann allerdings eher Kopfschmerzen.

Mein Ergebnis: Was meinen subjektiven Eindruck von der Spielstärke der Karten ergibt, scheint „Bloomburrow“ eher im unteren Mittelfeld angesiedelt zu sein. Das Flavor ist aber großartig und es gibt viele taktische Optionen. Somit ist die Edition aus meiner Sicht eine spaßige Sache geworden

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