Das Google Pixel 9 im ersten Eindruck

Wirft man mal einen Blick in unsere Suche, dann lässt sich sehr schnell erkennen, wie oft die neue Pixel-9-Geräteserie in den vergangenen Monaten bereits Thema bei uns gewesen ist. Dabei sind zumindest in Anbetracht der mittlerweile ja auch offiziell vorgestellten Hardware keine unglaublichen Sprünge zur Vorgängerserie zu erwarten gewesen.

Wie in den letzten Jahren auch, hatte Google mir die Möglichkeit gegeben, die aktuelle Gerätereihe vorab auszuprobieren und euch damit ein wenig näherzubringen, was euch mit den neuen Modellen des Pixel 9 erwartet. Seht das Ganze hier bitte eher als Ersteindruck, ich konnte mit den Geräten bisher noch nicht so ausgiebig agieren, als dass ich schon jede noch so kleine Funktion bis ins Detail ausprobiert hätte.

Ihr kennt es mittlerweile: Die vollständigen Specs des neuen Pixel 9 rattere ich an dieser Stelle nicht erneut runter, stattdessen gibt es jene hier noch einmal in ausführlich nachzulesen. Nur die wichtigsten Eckdaten wollte ich noch einmal erwähnt wissen. Allem voran setzt das Google Pixel 9 auf ein überarbeitetes Design mit einem kantigen Rahmen und etwas mehr Rundungen in den vier Displayecken. Der Kamerahügel ist ebenso überarbeitet, diesmal dann eher im Pillendesign gehalten, statt wie seit dem Pixel 6 als eine Art Visor. Zudem setzt die neue Gerätefamilie mehr denn je auf das Buzzword KI, unter anderem auch aufgrund des neuen Tensor G4 SoCs, der euch Gemini als Assistenz aufs Handy bringt. KI bringt dann außerdem einige neue Funktionen in die Kamera des Pixel 9.

Doch eins nach dem anderen. Wer hier schon länger liest, weiß vielleicht inzwischen auch, dass das Pixel 8 Pro aus dem vergangenen Jahr der finale Grund für mich war, mein iPhone als Daily Driver abzulegen und stattdessen wieder voll auf Android zu setzen. Das tatsächlich einzige, dass ich von meinem (zugegebenermaßen „alten“) iPhone 12 noch immer vermisste, war der kantige Rahmen. Jener lag mir persönlich einfach noch besser in der Hand als es das Pixel 8 Pro tat, unabhängig von der eh recht glatten Rückseite. Ein Smartphone kommt bei mir auf kurz oder lang in eine Hülle, das erfordert mein Alltag einfach. Die neuen Pixel-9-Modelle bringen 2024 nun also genau jene Änderung am Design, die mir noch so schmerzlich fehlte.

So fasst sich das neue Gerät einfach noch besser als bisher, zudem ist dieses Jahr jetzt auch das Pro-Modell in derselben Größenordnung unterwegs wie das einfache Pixel 9. Das macht eben jenes Pro-Modell in meinen Augen zum – jetzt will ich den Ausdruck auch mal verwendet haben – absoluten Sweet Spot der Reihe. Denn die Größe des Pixel 9 / 9 Pro ist im Grunde für die meisten Hände einfach perfekt, dank des Rahmens greift es sich noch sicherer denn je. Zudem verzichtet Google beim kleinen Pixel 9 Pro auf keinerlei Features vom Pixel 9 Pro XL. Bei all der Freude über die Kanten, wäre mir zu Beginn fast untergegangen, dass der SIM-Slot unten ans Gerät gewandert ist. Die Tasten wirken meiner Meinung nach noch mehr nach Premiumklasse als bisher. Jene sitzen angenehm fest im Gerät, der Druckpunkt ist etwas fester als beim Vorgänger. Auch das verstärkt den Eindruck, hier ein wirklich hochwertiges Gerät in den Händen zu halten.

Dabei gefällt mir persönlich der matte Rahmen des Pixel 9 noch einen Deut besser als die polierten Rahmen der Pro-Modelle. Aber das sind subjektive Eindrücke, das sieht jeder für sich anders. Nicht leugnen lässt sich aber dennoch die Ähnlichkeit zu Geräten aus Cupertino, gerade wenn man ein aktuelles iPhone-Modell in einer ähnlichen Farbgebung neben das Pixel 9 legt. So geschehen zu Besuch bei Caschy, wo wir uns beide einig waren, dass auf den ersten Blick im Grunde vor allem das Kameramodul verrät, welche Marke da gerade vor einem liegt. Aber das ist in meinem Fall auch eine zu begrüßende Entscheidung, diese ganzen abgerundeten Displaykanten waren seit Tag 1 nie meins.

Glossy oder matt, was darf’s sein?

Das Gewicht der neuen Modelle ist im direkten Vergleich zu den Vorgängern minimal gestiegen, sorgt aber ebenfalls für ein noch besseres Handling. Dennoch sollte diese Info nicht ungenannt bleiben, ich kenne so einige Personen, die viel Wert darauf legen, dass ihr Smartphone bloß nicht zu schwer ausfällt – da können ein paar Gramm schon eine Kaufentscheidung beeinflussen. Was mir ebenfalls gut am Pixel 9 gefällt, ist der mattierte Kamerabuckel. Nicht wegen seiner neuen Form – die wird jeder für sich mögen oder eben nicht. Nein, eher die Tatsache, dass Google nicht einfach nur einen glänzenden Visor verbaut hat, sondern die Sensoren mit einer mattierten Metalloberfläche umgibt.

Google hat selbstverständlich auch neue, eigene Hüllen für die Pixel-9-Reihe veröffentlicht. Beim Pixel 8 Pro fühlte sich die hauseigene Hülle ob des verwendeten Materials einigermaßen flott „schmierig“ an, irgendwie fehlte es am nötigen Grip, zudem störten die teils sehr weichen Kanten im Bereich der Tasten und unten am Ladeport. Hier hat Google bei den neuen Hüllen ordentlich nachgebessert. Man kann sie also meiner Meinung nach durchaus auf lange Zeit hin nutzen, ohne sich für eine besser verarbeitete umsehen zu müssen. Ansonsten bietet Google in seinem Store auch die neuen Lederhüllen von Bellroy an – meine persönlichen Favoriten.

Das neue Actua-Display verspricht eine maximale Helligkeit von 2.700 Nits. Das ist nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis sehr positiv wahrzunehmen. In den vergangenen Tagen war es immer mal wieder recht sonnig. In hohen Helligkeitseinstellungen hatte ich überhaupt keine Schwierigkeiten, dabei alles auf dem Display zu erkennen. In Sachen Smoothness beim Bedienen und auch in der Darstellung von Farben sehe ich als Otto Normalbürger, wenn überhaupt, nur marginale Verbesserungen gegenüber dem Pixel 8 / Pixel 8 Pro.

Eines der mittlerweile regelrecht unangenehm oft verwendeten Marketing-Buzzwords ist „Künstliche Intelligenz / KI“. Auch Google ist nicht müde geworden, seine neue Gerätereihe mit allerhand KI-Features zu bewerben. Für jene sorgt allem voran Gemini als neuer integrierter Assistent. Diese Änderung begrüßen noch nicht unbedingt alle Nutzer, schließlich stellte jener sich in der Vergangenheit bei dem einen oder anderen gerne mal quer, wenn er Erinnerungen oder einen Wecker stellen sollte, etc. Der bisherige Google Assistant ist noch immer pfiffiger unterwegs, wenn es um direkte Befehle geht, die ausgeführt werden sollen. Gemini versteht sich eher als KI, die vor allem auch bei komplexen Problemen helfen können soll. Bilder erstellen, Inhalte zusammenfassen, Informationen querbeet aus den eigenen Diensten zusammentragen und so weiter. Da muss Google auch erst noch ein wenig nachbessern, bis Gemini auch die haushaltsüblichen Dinge wieder problemlos erledigt. Dennoch agiere ich mittlerweile viel mit Gemini, er lernt dazu, antwortet dank neuer Hardware auch ein wenig schneller als noch auf dem Pixel 8 Pro.

Die Leistung des Pixel 9 im Alltag brauche ich eigentlich gar nicht allzu groß zu beschreiben. Im Alltag spüre ich keinerlei Unterschied im Vergleich zum direkten Vorgänger, eher war es wie ein 1:1-Softwarewechsel, die nun einfach in einem neuen Gerät  wie gehabt weiterarbeitet. Nun gehöre ich aber auch nicht zur Generation der Mobile-Gamer, die oft rechenintensive Games am Smartphone daddelt. Wenn ihr euch daran gestört haben solltet, dass euch das Pixel 8 / 8 Pro für eure Spiele nicht leistungsstark genug gewesen ist, dann schaut auch lieber an der neuen Pixel-9-Serie vorbei. Hier ändert sich nichts. Das soll keineswegs heißen, dass die Modelle schwach auf der Brust sind – nur grafiklastige Games sind einfach nicht die Stärke der Pixel-Phones.

Als Nutzer, der ein schnelles Smartphone im Alltag zur Hand haben will, begeistern mich die Pixel-Phones aber seit jeher. Da ruckelt nichts, Apps starten enorm flott, App-Switching geht sehr schnell von der Hand. Ihr dürft eben schlicht nicht erwarten, dass das neue Pixel 9 riesige Performancesprünge machen würde – das tut es nicht.

Ebenso wenig überraschend sollte demnach auch sein, dass die neue Kamerahardware zwar erneut großartige Fotos knipsen lässt, rein von der Bildqualität aber ebenfalls eher marginale Verbesserungen anzubieten hat. Die Ultraweitwinkelkamera löst mittlerweile mit 48 MP auf, das Blickfeld liegt nun bei 126 Grad. Heißt also noch mehr Bildinhalte möglich, mit höherer Auflösung. Das sind aber eher die kleinen Verbesserungen. Die Hauptkamera löst indes erneut mit 50 MP auf, mit f/1.7-Blende. In meinem Test hatte ich den Eindruck, dass der Autofokus noch ein wenig schneller zuschlägt als der des Pixel 8 Pro. Zumindest wirkte dies in meinem 1:1-Vergleich so – wohlgemerkt NICHT unter Laborbedingungen. Die Fotos des Pixel 9 gelingen aber erneut schnell und sehen großartig aus, was auch diese Gerätereihe wieder perfekt zu Point-and-Shoot-Geräten macht. Hier geht’s zum Download der Originalbilder, die mit dem Pixel 9 und Pixel 9 Pro XL während des Testzeitraums angefertigt wurden.

Eine der KI-Funktionen, die hierzulande auch direkt von Anfang an auf den neuen Pixel 9 zu finden sein wird, ist „Mich hinzufügen“. Konnte man in den Demos beim Google-Event schon ausreichend sehen und sorgt dank KI quasi dafür, dass der Fotograf eines Gruppenfotos nachträglich automatisch ins Bild editiert wird, nachdem er von einer anderen Person allein im selben Motiv aufgenommen wird. Dabei werden euch zum einen die beiden Einzelfotos von euch und der Gruppe gespeichert, zudem natürlich auch das KI-bearbeitete Ergebnis. Das klappt erstaunlich gut und wird mit Sicherheit das eine oder andere Foto retten können.

Mit „Mich hinzufügen“ lassen sich auch andere Dinge anstellen

Eine weitere KI-Funktion, die mich durchaus beeindrucken konnte, kennen Nutzer der Galaxy-S24-Reihe bereits. Ihr markiert einen Bereich im Bild, den ihr von der KI verändern wollt. Das meint aber nicht nur Größe und Position, sondern vor allem den Inhalt. Sprich: Wenn ich mir einen Papagei auf die Schulter setzen lassen möchte, obwohl ich an schlimmer Ornithophobie leide, dann kreise ich im Editor meine Schulter und den kleinen Bereich darüber ein, sage der KI „Papagei auf Schulter“ oder einfach „Papagei“ und nach wenigen Sekunden werden mir mehrere Ergebnisse präsentiert. Das klappt je nach Motiv aber auch nicht immer perfekt. Unserem frechen Kater einen Heiligenschein zu verpassen, wollte einfach nicht gelingen. Ob das nun am Ende an seiner persönlichen Einstellung zum Thema liegt oder die Umsetzung für die KI einfach zu viel war – ich weiß es nicht.

Die KI-Apps „Pixel Studio“ als auch „Pixel Screenshots“ sind auf meinem Testgerät zwar verfügbar, funktionieren aber in der von mir gewählten Sprache nur in Teilen oder gar nicht. Darum habe ich mich dazu entschlossen, dazu erst zu einem anderen Zeitpunkt etwas zu berichten.

Bei so viel KI-Gefrickel, mehr Helligkeit und verbessertem Display, muss der Akku doch auch schneller runter sein als bei den bisherigen Modellen? Hier schafft es Google mit dem Tensor G4 erneut ganz gut, die in den Pressemeldungen so oft erwähnte 24-Stunden-Laufzeit einzuhalten. In meinem Fall ist am Ende des Tages bislang noch immer gut Akku (rund 25 – 30 %) übrig. Ich kenne aber auch genügend Personen, die bereits nach einem halben Tag „normaler Nutzung“ bereits mit ihrem Pixel ans Kabel müssen – das wird sich auch mit dem Pixel 9 nicht ändern. Am ersten Tag, nachdem ich die Testgeräte erhalten habe, wurden jene kurz eingerichtet und aufgeladen. Los ging es mit der Nutzung dann richtig erst ab Tag 2, dann aber auch mit >>aller Gewalt<<, sprich: KI-Features testen, reichlich Fotos machen, Display auf 100 %, Dienste einrichten, viel Social Media. Da hielt der Akku dann etwa bis 17 Uhr, danach war dann aber auch Sense. Dank Schnellladung sind die Geräte aber auch alle einigermaßen schnell wieder einsatzbereit. Für rund 60 % Ladung benötigte ich hier 40 Minuten.

Subjektiv betrachtet scheint Google aber auch am Telefoniererlebnis geschraubt zu haben. Ich habe hier den Eindruck, dass die Software noch besser Nebengeräusche ausblenden lassen kann, das allgemeine Telefonieren ist mit einem hörbar besseren Erlebnis möglich. Erneut stört mich aber, dass die höchste Lautstärkeeinstellung des Pixels dafür sorgt, dass mein Gegenüber viel zu laut zu hören ist, meine Umgebung so im Grunde hervorragend mittelefonieren kann. Hier muss ich grundsätzlich zwei oder drei Klicks auf der Lautstärkewippe nach unten machen.

Was ich bislang nicht feststellen konnte, sind Probleme mit der produzierten Abwärme vom Gerät. Bei der Vorgängerserie erhielt ich hin und wieder die Rückmeldung, dass die Geräte im Betrieb mit Android Auto oder beim Filmen enorm heiß werden konnten. Bei letzterem habe ich das leider auch schon mal erleben müssen, der Akku war dabei entsprechend arg belastet. Jene Szenarien sind mir (bisher) aber noch nicht mit dem Pixel 9 passiert. Genauso habe ich versucht nachzuahmen, dass ein Pixel-Phone in Kombination mit einer Videoaufnahme während der Nutzung von Android Auto stotternde, gar krass verzögerte Videos aufnehmen soll. Gesehen habe ich es persönlich mal mit einem Pixel 8 Pro, sogar reproduzierbar. Das Pixel 9 hat hier im Test anstandslos mitgespielt, darf auch gern so bleiben.

An dieser Stelle würde ich meinen ersten Eindruck aber auch erst einmal beenden wollen. Die von Google ausgerufenen Preise für die neuen Geräte sind zugegebenermaßen diskussionwürdig. Gerade dann, wenn neue Modelle vielleicht gar nicht so viel Neues im Vergleich zu den direkten Vorgängern bieten. Ich behaupte mal, dass das Pixel 9 sich als Bundle mit der neuen Pixel Watch 3 oder mit einem ersten Preisnachlass nach geraumer Zeit besser vermarkten ließe. Bislang kann nur gemutmaßt werden, was das Unternehmen im kommenden Jahr mit dem Pixel 10 (oder Pixel X?) abliefern wird. So bleibt zum aktuellen Pixel 9 zu sagen, dass es sich um ein gemütliches Update handelt, wenn man nur mal auf die aktuelle Hardware blickt. In Verbindung mit dem Tensor G4, Gemini und den KI-Funktionen (derer es hierzulande ja auch noch mehr werden sollen) könnte man zumindest als Besitzer eines Pixel 6 oder 7 überlegen, zuzugreifen. Besitzer des direkten Vorgängers können meiner Meinung nach sicherlich noch mindestens ein Jahr warten – sofern sie nicht ebenso gallig auf das neue Design sind wie ich es war.

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Maidesite TO1 Pro: Elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch ausprobiert

Das Kabel-Management bedarf noch der entsprechenden Überarbeitung – seht bitte darüber hinweg

Home-Office ist inzwischen für viele ein Thema. Im Zuge der Ausstattung eines Arbeitszimmers in den eigenen vier Wänden lohnt es sich sicherlich, auch einen höhenverstellbaren Schreibtisch in Erwägung zu ziehen. Da gibt es mittlerweile etliche Hersteller und auch vom Hersteller Maidesite haben wir bereits das eine oder andere Exemplar unter die Lupe genommen. Mit dem Maidesite TO1 Pro habe ich mir zudem ein günstigeres Modell des Herstellers angeschaut.

Der Maidesite TO1 Pro ist elektrisch höhenverstellbar zwischen 71 und 116 Zentimetern. Für größere Personen könnte das unter Umständen schon schwierig werden. Erhältlich sind die Farben Schwarz, Weiß sowie Grau. Bis zu 80 Kilogramm soll das Gestell aushalten, sprich da ist auch ein Setup mit zwei Monitoren kein Problem, hochwertigere Modelle liegen hier allerdings deutlich drüber. Über das Control-Panel lassen sich zwei vordefinierte Höhen abspeichern. Auch eine Kabelwanne liegt dem Lieferumfang bei, in die eine Steckdosenleiste mit sechs Schuko-Steckern passt – praktisch. Zu irgendeiner Lösung von Kabel-Management sollte man bei höhenverstellbaren Schreibtischen wohl immer greifen, wenn auf dem Tisch nicht gerade nur ein Notebook, sondern mindestens ein Monitor seinen Platz findet.

Tischplatten passen auf den TO1 Pro von 100 bis 180 x 50–80 Zentimeter. Auch wenn die Tischplatten aus dem Angebot von Maidesite qualitativ über einer Standard-Ikea-Platte liegt (logisch, kostet auch ein Vielfaches), würde ich da eher auf eine Echtholzplatte ein Auge werfen und ein paar Euro mehr in die Hand nehmen. Kurz zwei Worte zu den Standard-Platten: Die Kabeldurchführung per Plastik-Luke wirkt etwas billig. Vorteil: vorgebohrte Löcher fürs Gestell, wenn man zur Kombi greift.

Der Aufbau ist hier aber auch mit der Massivholzplatte ohne Vorbohren hier kein Hexenwerk gewesen. Die Anleitung ist hierfür gut dokumentiert und auch entsprechendes Werkzeug für die vorgebohrten Löcher liegt dem Lieferumfang bei. In einer knappen halben Stunde war das Gestell an der Holzplatte montiert und die notwendigen Kabel zusammengesteckt.

Die Metallfüße des Schreibtischs wirken hochwertig, die Verarbeitung ist einwandfrei und wie zu erwarten. Im Gestell des TO1 Pro verbirgt sich nur ein Motor, der die Tischplatte laut Datenblatt mit 25 mm/s nach oben bzw. unten bugsiert, das ist doch recht langsam – insbesondere unter Beladung. Für mich ist das für den regulären Preis von 299 Euro eher ein No-Go. Da bietet die Konkurrenz im Angebot bereits ein Gestell mit zwei Motoren und die paar Euro würde ich auch immer mehr in die Hand nehmen ein. Immerhin: Der Motor ist angenehm leise und es gibt ein Antikollisionssystem, welches den Verstellvorgang unterbricht.

Habt ihr zwei Höhen als Favoriten hinterlegt, dann genügt ein Tastendruck und der Tisch fährt auf die gewünschte Höhe. Die zwei Höhen sind ausreichend, wobei ich auch gerne eine weitere Position habe, in der ich meinen Schreibtischstuhl unter den Tisch schieben kann. Die Pfeiltasten nach oben bzw. unten müssen gedrückt gehalten werden – gerade im Hinblick auf die Geschwindigkeit eine nervige Angelegenheit. Das Bedienfeld zeigt stets die aktuelle Höhe an, die Druckpunkte der Tasten sind ansprechend. Mit dem sogenannten HSM-Modus konnte ich persönlich nichts anfangen. Das ist sicher Geschmackssache und ich kann die Grundidee nachvollziehen, aber alle paar Minuten leichte Hebe- und Senkbewegungen sind für mich dann nicht vonnöten. Dann stelle ich mir lieber bewusst einen Timer und stelle mich hin bzw. setze mich wieder.

Unterm Strich? Der T01 Pro liefert das, was die technischen Spezifikationen erwarten lassen und ist zum regulären Preis von 299 Euro schlicht zu teuer. Persönliche Meinung: Paar Euro mehr auf den Tisch legen und ein Gestell mit zwei Motoren im Angebot holen und auch bei der Tischplatte nicht sparen, lieber eine massive Platte verwenden. Gerade wer viel im Home-Office sitzt, der wird viel Zeit an diesem Tisch verbringen und dann sollte man hier nicht wegen ein paar Euro knausern – gleiches gilt übrigens auch für einen ordentlichen Stuhl.

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Ausprobiert: Die Apple Vision Pro

Ob man Apple-Produkte nutzt oder nicht: Vermutlich ist niemand darum herumgekommen, etwas von der Apple Vision Pro gehört zu haben – ob man will oder nicht. Gerade, wenn man Genre-technisch in Medien wie dem unseren unterwegs ist, ist man da sicherlich auf dem Stand der Dinge.

Ich hatte nun auch endlich mal die Möglichkeit, mir die Vision Pro anzuschauen. Ich werde die ganzen technischen Details einmal heraushalten, denn über die haben wir schon einige Male berichtet. Der Artikel bezieht sich softwaretechnisch auf die derzeit aktuelle Version des Systems visionOS, da die Version 2 davon nur als Beta verfügbar ist, die ich vor diesem Beitrag noch nicht installieren wollte.

AVP: App Launcher

Apple liefert alles mit, um in virtuelle und in Augemted-Reality-Welten einzutauchen. Die Vision Pro, 600 Gramm schwer, lässt sich leicht befestigen. Das Solo Band aus Strickgewebe sitzt am Hinterkopf und lässt sich über einen Drehregler schnell strammer und loser stellen. Kein langes Frickeln. Drehen und gut. Das sind so kleine Finessen, die ich mag. Apple hat einen eigenen Anschluss für das Akkupack an der Vision Pro entwickelt. Das Akkupack ist so groß wie eine Powerbank und bietet Energie für bis zu zwei Stunden. Das Kabel und das Pack störten mich nicht – und wer dauerhaft durchziehen will, klemmt die Powerbank per USB-C einfach irgendwo an.

App Store

Einmal aufgesetzt, kann es gleich schon losgehen. Theoretisch. Sicherlich wird sich jeder erst einmal umschauen, ob alles abgedichtet ist. Obwohl sich im Nasenbereich ein kleines schwarzes Tuch befindet, ist die Vision Pro nicht zu 100 % dicht. Ein Umstand, der euch aber garantiert nach den ersten Minuten der Nutzung nicht mehr auffallen wird. Für die Brillenträger: Nein, ihr könnt nicht mit Brille darunter. Entweder Kontaktlinsen oder Zeiss Optical Inserts käuflich dazu erwerben.

Apple Arcade

Erstmals aufgesetzt, erfolgt die Einrichtung. Koppeln mit dem Account, dies das. Danach wird die Bewegung eurer Augen und eure Hände vermessen. Die Bedienung ist einfach, wie genial. Menüpunkte werden mit den Augen ausgewählt, ausgewählt und bestätigt mit einem Tipp zischen Daumen und Zeigefinger. Scrollen ist ebenfalls möglich und es gibt eine virtuelle Tastatur.

Ins Netz gegangen

Die Vision Pro verfügt über eine Eye-Tracking-Technologie, bei der Infrarot-Kameras die Augenbewegungen der Nutzer verfolgen und analysieren, wohin sie sehen. Kameras, die nach außen gerichtet sind, erfassen hingegen die Handbewegungen und interpretieren bestimmte Gesten als Klicks. So kann ich beispielsweise durch Ansehen eines Links im Browser und eine einfache Handbewegung diesen anklicken. Funktioniert gut und ist flott erledigt.

Draußen, aber dennoch woanders

Apples visionOS ist neu, aber ich behaupte, dass da jeder innerhalb weniger Minuten klarkommt. Jedem, dem ich die AVP gab, kam innerhalb weniger Augenblicke damit zurecht. Das ist wichtig für so eine Geräteklasse.

Für mich wirklich extrem gut: Die Qualität der Wiedergabe. Mein erster Anlaufpunkt waren die virtuellen Umgebungen. Ihr müsst euch das so vorstellen: Ihr könnt die ganzen Fenster und Apps frei im Raum verteilen. Ihr seht also eure echte Umgebung und könnt dort mit den Inhalten aus dem System agieren. Nett, wenn man etwas von seiner Umgebung mitbekommen will. Ich fand die Umgebungen toll. Da sitzt man an einem See und kann seine Fenster öffnen und „arbeiten“. Die Immersion ist gewaltig, man ist mittendrin. Mich hat es entspannt. Einfach mal raus.

Apple TV

Zahlreiche Dinge sind möglich. Man kann seinen Mac auf die Brille spiegeln und vice versa. So saß ich also am See und habe meinen Fußballmanager gespielt. Dabei konnte ich das Arbeitsfenster frei verschieben, auch in der Größe. Allerdings ist in meinen Augen das Dargestellte nie so scharf gewesen, wie mein Monitor selbst. Dennoch war das schon gut. Anders sah es bei den Apps aus, die man im Store der Vision Pro bekommt. Die sind nativ und dafür ausgelegt. Gerade die immersiven Spiele waren doch schon ganz nett, wobei man halt doch noch recht weit weg ist vom „Ready Player One“-Feeling.

Fotos

Wozu die AVP auch prädestiniert ist, ist der reine Konsum von Inhalten. Apple liefert immersive Demos mit, die mich komplett abgeholt haben. Die Wiedergabequalität und die Technik dürften allen Produkten, die ich so nutzte, überlegen sein. Die immersiven Inhalte sind 8K-Aufnahmen mit einem Sichtfeld von 180 Grad. Ob auf dem Hochseil, beim Parcours oder im Stadion – das wirkte teilweise mehr mittendrin als das echte Mittendrin. Irre.

Persona

Und wenn man dann noch als alter Doku-Fan hautnah an Dinosauriern und noch lebenden Tieren ist, entlockt mir das einfach ein wirkliches WOW! Das war und ist schon krass. Allerdings muss man dazu sagen: Von den immersiven Inhalten gibt es für mich viel zu wenig, ich kann mich kaum satt sehen. Aber das funktioniert halt auch nicht für jeden Inhalt. Und wenn man ganz genau hinschaut, hat es nicht nur Vorteile. Beim freien Drehen oder Umschauen sind dann schon durch die Aufnahmetechnik irgendwo mal Unschärfen zu erkennen. Man ist zwar mittendrin, aber dennoch nicht 360°. Alternativ kann man auch zahlreiche Inhalte in 3D schauen, auch ein unfassbarer Spaß. Am Ende blieb für mich die Erkenntnis: Immersives 180°-Video hat einen riesigen Sprung nach vorn gemacht.

Zocken am See

Was ebenfalls möglich ist, ist das Erstellen eigener „räumlicher“ Videos. Dafür nimmt man die Brille oder das iPhone 15 Pro. So aufgenommene Inhalte lassen sich dann auf der AVP wiedergeben und man ist ebenfalls gut mittendrin im Geschehen. Erinnerungen können so anfassbarer, ja, lebendiger wirken. Wer schon mit dem iPhone Panoramafotos machte, der kann diese auch passend betrachten. Tatsächlich ein Heidenspaß, kein Vergleich mit der Darstellung auf dem iPhone oder dem Monitor. Ich war mal vor vielen Jahren in Griechenland und habe da von hoch gelegenen Stellen Panoramabilder der Umgebung gemacht. Mit der AVP war ich dann plötzlich, wenn auch statisch, wieder mittendrin.

Im Joshua Tree

Natürlich habe ich auch versucht, zu arbeiten. Ich kann mir vorstellen, dass es in Bereichen, in denen der dreidimensionale Blick ein Vorteil ist, Sinn ergibt. Dinge drehen und zeigen, designen, Videokonferenzen mit dem eigens erstellten Avatar (die Persona), dies, das. Ich selbst wurde eher nüchtern, abseits des Konsums abgeholt. Selbstverständlich habe ich die ganzen Apps ausprobiert und wollte natürlich auch schreiben. Ich sage es mal so: Ich habe recht zügig aufgehört, mit der virtuellen Tastatur zu arbeiten. Buchstabe für Buchstabe, mit oder ohne automatischer Wortersetzung, ist wirklich PITA (pain in the ass). Das empfand ich als absolut anstrengend.

Da ist man derzeit noch sicherlich flott dabei, Sprachsteuerung oder externe Eingabegeräte zurate zu ziehen. Das funktioniert übrigens auch super, da Hände und Tastaturen super ausgeschnitten und eingeblendet werden, wenn man nach unten schaut. Eine extreme Hilfe für Menschen, die nicht mit 10 Fingern schreiben. Kein Witz, ich nutze, ebenfalls nur wenige Finger, weiß aber meist, wo alles ist, wenn ich meine eingerockten Tastaturen nutze. Da merkt man, dass sich jemand Gedanken gemacht hat, dass das wirklich jeder bedienen kann. Als Arbeitsgerät betrachtet, ist das auch schon nett. Man muss nur in der Sparte arbeiten, die das so nutzt. Hier ein Element, da ein Fenster – nice.

Grundsätzlich halte ich die AVP schon für ein technisches Meisterwerk, auch wenn ich der Meinung bin, dass sie derzeit eher eine Nische bedient. Für Forschung und Entwicklung sehe ich großes Potenzial mit dem Erstling. Günstigere Nachfolger müssen kommen, um Casual-Nutzer abzuholen, denn knapp ab 4.000 Euro werden derzeit abseits der genannten Sparten vermutlich nur Tech-Enthusiasten ausgeben. Solche Geräte müssen etwas für jeden sein, nicht nur für irgendwelche Social-Media-Heiopeis und Schwätzer, die heute Threads-, gestern Podcast-Berater, aber morgen VR/MR-Experte etc. sind.

Ich für meinen Teil hoffe, dass VR/MR mehr im Mainstream ankommt, schaue ich mir aber VR-Hardware-Projekte so in den letzten Jahren an, dann ist da nicht wirklich viel übriggeblieben, was wirklich breit genutzt wird. Selbst günstigere Produkte, die weniger leisten (Meta Quest), sind ja Nische.

Angebot

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OnePlus 12 im Langzeittest: OnePlus hat es noch drauf

Durch die Patentstreitigkeiten mit Nokia war OnePlus einige Jahre vom deutschen Markt verschwunden. Schade, denn in meinen Augen haben die Chinesen da echt immer gute Smartphones für den hiesigen Markt am Start gehabt und auch etwas Konkurrenz hat bekanntlich noch nie dem Android-Portfolio geschadet. Umso erfreulicher war für mich, dass das OnePlus 12 kurz nach seinem Start dann doch auch noch in Deutschland gestartet ist. Ich habe also nicht gezögert, als sich mir die Möglichkeit bot, auf die Probe zu stellen, ob OnePlus es auch weiterhin auf dem Kasten hat, das aktuelle Flaggschiff in den vergangenen Monaten unter die Lupe zu nehmen. Immerhin liegt mein letzter Testbericht eines OnePlus-Smartphones inzwischen knapp zwei Jahre zurück. Mir liegt die große Variante mit 16 GB Arbeitsspeicher sowie 512 GB Speicherplatz in der Farbe Flowy Emerald vor.

Auf die technischen Details will ich gar nicht zu detailliert eingehen. In Kürze daher: Im OnePlus 12 steckt ein 6,82 Zoll (ca. 17 cm) großes Display, welches mit 3168 x 1440 Pixeln auflöst und mit einer adaptiven Bildwiederholrate von 120 Hz um die Ecke kommt. Unter der Haube werkelt der Snapdragon 8 Gen 3, dem wahlweise 12 bzw. 16 GB Arbeitsspeicher (LPDDR5X) zur Seite stehen. Beim Speicherplatz gibt es 256 GB oder 512 GB UFS-4.0-Speicher. Der 5.400 mAh große Akku lässt sich mit 100-Watt-Schnellladung per USB-C (SuperVOOC) oder 50 Watt kabellos (AirVOOC) wieder aufladen. Bei der Kamera setzt OnePlus auf ein Gespann aus drei Linsen. Als Hauptkamera verbaut das Unternehmen einen 50 Megapixel Sony LYT-808-Sensor. Die Ultraweitwinkel-Linse bringt den Sony IMX581 mit 48 Megapixeln mit. Neu ist eine 64-Megapixel-Periskop-Kamera mit dreifachem, optischem Zoom.

Ausgepackt & angefasst: Der Ersteindruck

Rein optischer Natur hat sich bei OnePlus etwas getan. So ist der Kamera-Bump auf der Rückseite nicht nur größer geworden, um nicht zu sagen auf eine immense Größe angewachsen, dieser steht auch ein gutes Stück aus dem Smartphone hervor. Einen Pluspunkt will ich dennoch bereits an dieser Stelle anbringen: Alle vier Linsen stecken unter einer gemeinsamen Glasabdeckung auf gleicher Höhe. Hat den Vorteil, dass sich hier kein Staub um die Erhöhungen sammelt (das ist bei meinem 15 Pro Max beispielsweise sehr signifikant).

Auch Fingerabdrücke auf den Linsen sind dadurch einfacher zu beseitigen. Ansonsten: Die mattierte Rückseite fasst sich angenehm an und gibt dem sonst recht flutschigen Smartphone etwas mehr Grip – eine Hülle ist hier aber quasi Pflicht. Fingerabdrücke können der Rückseite nichts anhaben. Übrigens: Trotz der Abmaße des 6,82-Zoll-Displays liegt das OnePlus 12 gut in der Hand – klein und kompakt sind hier aber eher Fremdwörter.

Auf der Front gibt es leicht abgerundete Kanten am Display. Ich dachte davon wäre man abgekommen, stört mich in der Stärke aber auch nicht sonderlich. Die angenehme Gestenbedienung wiegt das auf, auch wenn – persönliche Meinung – ich da eher der Fan von komplett flachen Displays bin. Die Displayränder sind schmal und symmetrisch, die Frontkamera per Punch-Hole ausgespart (irgendwie tut sich da nichts mehr und beim 7 Pro mit der Popup-Kamera, war man einst Vorreiter). Das Display-Panel selbst sorgt für den entsprechenden Wow-Moment. Das Panel macht einen super Eindruck und wird wirklich ansprechend hell. Es gehört für mich zu den besten Panels, die derzeit so in Smartphones verbaut werden. Gerade unter Sonneneinstrahlung ist eine ansprechende Display-Helligkeit durchaus nützlich.

Performance: Schnell, schneller, OnePlus 12

Es gibt derzeit wohl kaum ein Flaggschiff-Gerät, bei dem man groß über die Performance schimpfen könnte. Moderne Chips tun da wirklich einen guten Job und im Zusammenspiel mit einem 120-Hz-Display wirkt das alles wirklich sehr fluffig und Apps starten schnell. OnePlus hat da mit OxygenOS scheinbar einige Optimierungen vorgenommen, für mich läuft das OnePlus 12 beispielsweise um einiges runder als die aktuellen Pixel-Modelle und auch im sonstigen Vergleich ist es derzeit wohl eines der performantesten Geräte. Auf dem OnePlus 12 läuft OxygenOS 14.0 auf Basis von Android 14, jedoch mit einigen netten Zusatz-Funktionen. Das hat als Gesamtpaket mit dem damaligen OxygenOS leider nur noch wenig gemein. Immerhin wirkt inzwischen alles einheitlicher, alteingesessene OnePlus-Nutzer müssen hier dennoch in den sauren Apfel beißen. Mit vier Jahren Android-Updates gewinnt man ebenso wenig einen Preis, da müsste man gegenüber den sieben Jahren bei Google wohl mal ordentlich nachlegen. Die performante Hardware gibt es sicherlich her, dass das Smartphone auch dann noch eine gute Figur macht.

Kamera

Bei der Kamera bringt das OnePlus 12 ein mächtiges Gespann mit. So setzt man beim Hauptsensor auf 50 Megapixel mit Sonys LYT-808 und optischer Bildstabilisierung. Die Ultraweitwinkel-Linse ist mit einem 48-Megapixel-Sensor und 114 Grad Sichtfeld bestückt. OnePlus setzt jetzt, und das dürfte wohl die größte Neuerung sein, auf einen dreifachen Zoom mit Periskop-Linse für den Tele-Bereich, dies entspricht hier einem Äquivalent von 70 mm Brennweite. Dahinter steht ein 64-Megapixel-Sensor. Ein Album mit diversen Testfotos findet ihr hier.

Der Hauptsensor des OnePlus 12 macht einen prima Job und OnePlus kann da als Gesamtpaket gesehen durchaus mit einem iPhone 15 Pro (Max) oder einem Google Pixel 8 Pro mithalten. Die Aufnahmen sind scharf, Farben wirken natürlich und vor allem das natürliche Bokeh des großen Sensors möchte ich an dieser Stelle positiv hervorheben. Punkten kann OnePlus wie bereits damals mit HDR-Aufnahmen.

Der Hauptsensor arbeitet auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut, hier gibt es dann aber kleinere Abstriche bei der Farbgebung bzw. dem Weißabgleich.

Die Ultraweitwinkel-Linse sorgt dank Autofokus auch im Makro-Bereich für ordentliche Aufnahmen. Im Vergleich zur Hauptkamera hat man hier kleinere Einbußen bei der Schärfe, ohne den Direktvergleich machen die Aufnahmen einen ordentlichen Eindruck.

Mangels Periskop-Linse war vor allem der Tele-Bereich bei OnePlus immer unterdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Flaggschiff-Smartphones. Mit dem Teleobjektiv lassen sich jetzt auch Resultate mit Zoom bei guten Lichtverhältnissen sehen.

In Sachen Kamera liefert man wohl im Vergleich bei der Frontkamera am schwächsten ab.

Weitere Kleinigkeiten

Die verbauten Lautsprecher im Gerät sind klar und können ganz schön laut werden. OnePlus ist nach wie vor unter den Champions, einst liebevoll von mir Druckbetankung genannt, was das kabelgebundene Aufladen mit 100 Watt angeht. Das geht flott. Eine vollständige Aufladung des 5400 mAh großen Akkus dauert kabelgebunden (100 Watt) weniger als eine halbe Stunde und passt auch spontan am Morgen rein. Kabellos (50 Watt) ist man mit einer knappen Stunde ebenfalls flott bedient, allerdings nur mit proprietärem Ladezubehör. Manko hier: Qi2 ist nicht mit von der Partie.

Der Fingerabdruckscanner liegt unter dem Display und ist optisch. Er reagiert schnell und zuverlässig, dennoch hätte ich mir hier jetzt mal den Sprung zu Ultraschall gewünscht. Der Alert Slider, für mich nach wie vor der Schalter schlechthin, wenn es um den Stumm-Modus geht, ist wieder mit dabei. Den mag ich ganz besonders. Außerdem ist der Vibrationsmotor auf einem gewohnt hohen Niveau. Überraschend: Im OnePlus 12 gibt es einen IR-Blaster, das war bisher sonst eher so ein Ding bei Xiaomi. Schöne Sache: Es gibt physisches Dual-SIM und es kann zudem auch eine physische SIM sowie eine eSIM auf Wunsch eingesetzt werden.

Fazit: Gelungenes Gesamtpaket, gelungenes Comeback

Für einen derzeitigen Straßenpreis zwischen 849 Euro (12 GB RAM und 256 GB Speicherplatz) und 899 Euro (16 GB RAM und 512 GB Speicherplatz – fairer Aufpreis muss man sagen) bietet OnePlus mit dem OnePlus 12 ein rundes Flaggschiff-Smartphone, welches mit diversen Platzhirschen in vielen Bereichen mindestens mithalten kann. Stärken hat man vor allem im Bereich Performance sowie beim Display. Kleinere Schwächen im Vergleich, die man bei Vorgängermodellen beispielsweise im Tele-Bereich bei der Kamera hatte, hat man inzwischen aufgeholt. Für mich gehört OnePlus damit auch weiterhin zur ernstzunehmenden Flaggschiff-Riege, mit einem Gerät, was man durchaus in die engere Auswahl nehmen sollte. Unterm Strich: Mit dem OnePlus 12 gelingt OnePlus sehr wohl das Comeback auf den hiesigen Markt.

Ein paar Worte zur OnePlus Watch 2

Mit der OnePlus Watch 2 gibt es auch ein weiteres Comeback, und zwar im Smartwatch-Segment. 2021 konnte man mit dem Erstlingswerk nicht sonderlich überzeugen: die OnePlus Watch war eher ein Fitness-Armband im Uhren-Design. Mit der zweiten Generation hat sich einiges getan. Und so verwendet man jetzt Wear OS, was die Uhr in vielfacher Hinsicht funktional aufwertet. Hier muss ich wohl wenig Worte zu verlieren, so gibt es über den Google Play Store zahlreiche Apps. Im Blog sind bereits einige Testberichte zu (aktuellen) Wear-OS-Smartwatches nachzulesen. Für Fitness-Anwendungen setzt man auf die eigene OHealth-App, die einen übersichtlichen, wenngleich oberflächlichen Einblick in sportliche Aktivitäten gibt – es ist eben keine Fitness-Uhr, andere Smartwatch-Hersteller bieten da dennoch mehr Einblicke und Analysen.

Die Uhr im Edelstahl-Chassis ist hervorragend verarbeitet, mit ihren knapp 80 Gramm (mit Armband) aber auch kein Leichtgewicht. Mit der OnePlus Watch 2R gibt es eine leichtere und günstigere Alu-Variante. Für meinen Geschmack (und meine kleinen Handgelenke) ist die Uhr mit ihren 46 mm bzw. das 1,43 Zoll (3,63 cm) große, leicht abgerundete AMOLED-Display zu wuchtig. Das Display lässt sich gut ablesen, einzig unter direkter Sonneneinstrahlung wird es teils schwieriger. Schöne Sache: Es passen handelsübliche Armbänder mit 22 Millimeter Breite. Die werden mit den üblichen zwei PINs an die Uhr geklemmt. Die „Krone“ dient leider nur als Knopf und lässt sich nicht drehen, das finde ich bei der Konkurrenz praktischer gelöst.

Ansonsten? Die Ladeschale mit vier Pins kommt ohne Kabel mit USB-C-Anschluss. Das ist kompakt und lässt sich somit mit verschieden-langen oder bereits angesteckten USB-C-Kabeln verbinden. Finde ich nett umgesetzt.

Beim Prozessor setzt OnePlus mit dem Snapdragon W5 Gen1 auf einen optimierten Smartwatch-Chipsatz. Der ist von der Performance ordentlich, alles läuft flüssig und nichts ruckelt. Lediglich manche Apps brauchen teils eine Gedenksekunde zum Öffnen. Eine Cellular-Variante mit eSIM/ mobilen Daten gibt es leider übrigens nicht.

Dafür gibt es mit dem BES2700 einen zweiten Chipsatz, der auf Effizienz ausgelegt ist. Ich hatte eingangs unterschlagen, dass WearOS nicht das einzige Betriebssystem ist, sondern man hält zumindest zum Energiesparen an RTOS fest. Und das ist in der Tat eine besondere Geschichte, denn OnePlus spart in diesem Modus tatsächlich genug Energie ein, um die Uhr über mehrere Tage – je nach Nutzungsverhalten – mit Saft zu versorgen. RTOS geht hierbei mit abgespeckten Funktionen einher, Benachrichtigungen werden jedoch weiterhin alle vom Smartphone gezeigt. Man bringt hier schlicht die Vorteile der Effizienz der alten Uhrengeneration mit dem Funktionsumfang der WearOS-Welt in Einklang – mit Erfolg.

Besonders intensiv zerrt, wie soll es anders sein, ein Sporttracking mit GPS am Akku. Die Uhr schlägt zuverlässig vor, eine begonnene Lauf-Aktivität aufzuzeichnen und pausiert bzw. setzt diese auch fort. Daten wie GPS, Puls etc. sind jenen der Apple Watch sehr ähnlich und entsprechend genau gewesen.

Wen die Größe nicht stört oder wer gar eine größere Smartwatch sucht, der sollte die OnePlus Watch 2 mal unter die Lupe nehmen. Insbesondere für OnePlus-Smartphone-Nutzer bietet sie ein perfektes Zusammenspiel und für knapp 299 Euro bekommt man doch einiges geboten.

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Dyson Wash G1: Der Wischsauger im Test

Dyson hat vor nicht allzu langer Zeit seinen ersten Kandidaten im Bereich der Wischsauger vorgestellt. Dieser hört auf den Namen Dyson Wash G1 und ist speziell dafür gedacht, Hartböden zu säubern. Teppich kann man damit nicht reinigen – das direkt vorweg. Ich bin nun schon eine Weile mit dem Gerät in meinem Haus unterwegs und konnte mir eine Meinung bilden.

Dyson ist eigentlich Spezialist im Bereich der Staubsauger, man hat aber bereits einen ersten Schritt mit dem Dyson V15s detect Submarine im Bereich der nassen Reinigung gemacht. Der Wash G1 hat sich Diverses bei der dort genutzten Wischdüse abgeschaut, macht aber auch einiges anders. Dyson hat sich nach etlichen Jahren der Forschung dagegen entschieden. Stattdessen werden bei dem Gerät zwei entgegengesetzt rotierende Walzen mit Wasser gleichmäßig befeuchtet. Diese rollen über den Boden und nehmen feinen und groben Dreck auf. Der grobe Dreck landet in einer separaten Schale in der Düse. Das dreckige Wasser wird von den Walzen abgestreift und in einen separaten Schmutzwassertank geführt. Man trennt also flüssig und fest.

Doch kehren wir zum Anfang zurück. In der Kiste liegt der Wischsauger selbst, der zügig über das Zusammenstecken der zwei Teile zusammengebaut werden kann, ein Netzteil inklusive Ladekabel und eine Dockingstation, die aber nichts weiter ist, als eine Kunststoffschale, in die das Gerät gestellt wird.

Der Wash G1 fügt sich nahtlos in die Designsprache des Herstellers ein. Er ist natürlich etwas klobiger als die Saug-Geschwister, aber es kommen wie üblich dunkler Kunststoff, rote Knöpfe zum Abnehmen von Teilen und ein farblich abgesetzter Stab inklusive Steuereinheit zum Einsatz. Besonders ist hier, dass man den Griff ergonomisch abwinkelt. Das ist vor allem beim Reinigen deutlich angenehmer. Eine Anzeige am Kopf gibt euch die nötigen Informationen zum Reinigungsmodus und zur Laufzeit. Die Verarbeitungsqualität ist meiner Meinung nach in Ordnung, obwohl ich von Dyson deutlich Besseres gewohnt bin. Vor allem die abnehmbaren Teile sind ungewohnt wackelig und wirken wenig robust. Da kann man bei dem Preis mehr erwarten.

Eingerichtet ist das Gerät schnell, denn die dazugehörige Dyson-App hat beim Wash G1 lediglich den Nutzen, dass man Informationen zur Einrichtung, Pflege etc. findet. Eingerichtet wird hier nichts. Mein registriert lediglich die Seriennummer, um Service beziehen zu können.

Also geht es auch schon los mit der wilden Fahrt über den Hartboden. Obwohl, nicht ganz. Bevor ihr wirklich startklar seid, muss der Frischwassertank noch mit Wasser befüllt werden. Dazu nimmt man die Einheit mit Frisch- und Schmutzwassertank vom Gerät und füllt klares Wasser ein. Einen Reiniger muss man nicht einsetzen. Dann kommt die Einheit wieder zurück in das Gerät und man kann starten.

Das Gerät kann sowohl trocknen als auch nassen Schmutz entfernen. Ihr müsst vor dem Reinigen also nicht noch separat staubsaugen – außer den Teppichen natürlich. Über den Button am Display könnt ihr einstellen, wie viel Wasser ihr zur Reinigung verwenden möchtet. In der Regel reicht die geringste, genauer gesagt mittlere Einstellung. Nur bei wirklich hartnäckigem Schmutz benötigt man die maximale Menge oder den Boost-Modus.

Das Gerät wiegt knapp 5 Kilogramm und ist damit kein Leichtgewicht. Dennoch gleitet man wirklich mühelos über den Boden. Für seine Größe ist er sehr wendig und kann komplett flachgelegt werden, um auch unter Möbeln reinigen zu können. Da er ordentlich Gewicht mitbringt, ist der Druck auf den Boden und den Dreck auch entsprechend groß. Dadurch wird der Schmutz wirklich erstaunlich gut weggewischt. Im Vergleich zum Roborock Flexi Pro ist er schneller, wenn es um gröberen und eingetrockneten Dreck geht. Der Wash G1 kann auch mit großen Müslikörnern umgehen. Da hat der Flexi Pro mehr Mühe, beseitigt aber auch so ziemlich alles. Das Reinigungsergebnis ist hervorragend. Keine Schlieren und der Boden sieht wirklich sehr sauber aus. https://youtu.be/vvx6VMY1QOA

Dyson sagt, dass man mit wenig Wasser viel Boden reinigen kann. Demnach soll eine Füllung des 1-Liter-Tanks für 290 Quadratmeter reichen. Ich habe in unserem Haus knapp 130 Quadratmeter Hartboden. Bei den Reinigungsaktionen musste ich mindestens ein Mal nachfüllen. Mit einer Akkuladung komme ich gerade so durch alle Räume. Laut Dyson liegt die Laufzeit bei 35 Minuten, was ich bestätigen kann. Der Flexi Pro von Roborock ist ausdauernder.

Seid ihr mit der Reinigung fertig, wird das Schmutzwasser einfach ausgeschüttet und ausgespült. An der Düse zieht man das Fach für den groben Dreck einfach heraus und spült das durch. Danach kann der Wash G1 in der Dockingstation verbracht werden. Als letzte Aktion betätigt man den Button zur Selbstreinigung. Dann spült der Wash G1 die Schläuche, Bürsten etc. durch. Was bei diesem Gerät jedoch fehlt, ist das System zur Trocknung. Der Flexi Pro trocknet die Walzen noch und wäscht sie zudem mit heißem Wasser. Auch nach mehreren Durchgängen riecht der Dyson Wash G1 jedoch nicht.

In Summe bin ich zufrieden mit dem, was Dyson hier als Jungferngerät hingelegt hat. Es gibt etwas Luft nach oben im Bereich der Verarbeitung und bei der Konkurrenz hat man bessere Systeme zur Reinigung / Trocknung parat. Der Knackpunkt ist bei Dyson jedoch wie üblich der Preis. Knapp 700 Euro möchte man für das Gerät haben und liegt damit ein gutes Stück höher als die Top-Modelle der Konkurrenz.

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