Russische Hacker attackieren Router, Verfassungsschutz veröffentlicht Warnhinweis

Obligatorisches Hackerbild

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat zusammen mit dem BND und internationalen Partnern wie dem FBI einen gemeinsamen Warnhinweis veröffentlicht. Es geht um Cyberangriffe der russischen Gruppe APT28, auch bekannt als Fancy Bear oder Forest Blizzard, die dem Militärgeheimdienst GRU zugerechnet wird. Ziel sind angreifbare Internetrouter des Herstellers TP-Link, die frei im Netz erreichbar sind und offenbar seit längerem im Fokus stehen.

Die Angreifer haben weltweit mehrere Tausend dieser Router gekapert. Über die Geräte holen sie sich Zugriff auf Informationen aus Militär, Verwaltung und kritischer Infrastruktur. In Deutschland sind nach Angaben der Behörden rund 30 verwundbare Geräte aufgefallen. Die Betreiber dieser Router wurden ab dem 13. März angesprochen, über die Lage informiert und mit kurzen Härtungsempfehlungen versorgt, etwa Austausch der Hardware, Schließen von offenen Fernzugängen oder Einspielen aktueller Firmware. In einigen Fällen konnte eine tatsächliche Kompromittierung der Geräte durch APT28 bestätigt werden, viele Router wurden inzwischen ersetzt.

Im aktuellen Warnhinweis beschreiben die Behörden das bisher bekannte Vorgehen der Gruppe bei veralteten TP-Link-Modellen. Details zu einzelnen Schwachstellen fallen recht zurückhaltend aus, das BfV analysiert derzeit beschlagnahmte Geräte forensisch, um die eingesetzten Techniken genauer zu verstehen und Muster zu erkennen. Es geht unter anderem darum, wie die Angreifer zunächst Zugriff auf die Router erhalten, wie sie sich im System festsetzen und den Datenverkehr für Spionagezwecke nutzen.

APT28 ist kein neues Gesicht in der deutschen IT-Sicherheitslandschaft. Die Gruppe wird mit dem Angriff auf den Deutschen Bundestag im Jahr 2015 in Verbindung gebracht, tauchte Anfang 2023 im Umfeld der SPD-Parteizentrale auf und wurde im August 2024 auch bei einem Angriff auf die Deutsche Flugsicherung verantwortlich gemacht. Nach Einschätzung der Behörden agiert der Akteur langfristig, sammelt Informationen und nutzt vorhandene Schwächen in der Infrastruktur aus.

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SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2: Neue Gaming-Maus mit 4K-Abtastrate

Der dänische Hersteller SteelSeries bringt mit der Aerox 3 Wireless Gen 2 heute eine neue Gaming-Maus auf den Markt. Diese will nicht ganz so hoch hinaus wie etwa die Razer Viper V4 Pro, welche eine 8K-Abtastrate mitbringt, bietet aber immerhin noch 4K-Polling. Parallel bringt der Hersteller dann auch eine neue Reihe von QcK-Heavy-Mauspads mit farblich abgestimmten Oberflächen auf den Markt.

Die neue Gaming-Maus SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 bietet eine maximale Abtastrate von 4.000 Hz. Als Basis dient der optische Sensor TrueMove 26K mit 1:1-Tracking und 26.000 DPI. Die Tracking-Geschwindigkeit beträgt bis zu 400 IPS, während die maximale Beschleunigung bis zu 40 G beträgt. Die Lift-off-Distanz könnt ihr einstellen. Zudem wirbt der Hersteller mit einer Klick-Reaktionszeit von nur 1,2 ms.

Als Begleit-Software hält die GG-App des Herstellers her. Den mechanischen Schaltern der Maus gesteht SteelSeries eine Lebensdauer von 80 Mio. Klicks zu. Mit 68 g Gewicht ist die Maus nicht unbedingt leicht. Das Gewicht wird auch durch die integrierte RGB-Beleuchtung bedingt. Als Akkulaufzeit sind bis 120 Stunden angegeben, dann allerdings nicht bei maximaler Polling-Rate.

Die SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 nutzt für kabellose Verbindungen Quantum 4K Wireless, also 2,4 GHz. Es sind aber auch Verbindungen per Bluetooth 5.0 möglich, was zudem per Dual-Funk den schnellen Wechsel zwischen Geräten erlaubt. Bei Bluetooth-Verbindungen ist im Übrigen sogar eine Akkulaufzeit von bis zu 200 Stunden möglich. Laut dem Hersteller ist die Maus sogar vor Staub und Wasser geschützt – dank AquaBarrier. So erfüllt sie trotz Wabengehäuse die Voraussetzungen für die Zertifizierung nach IP54. Auf dem integrierten Speicher der Gaming-Maus könnt ihr fünf Profile ablegen.

Wie schon eingangs erwähnt, frischt SteelSeries parallel noch die QcK-Heavy-Serie von Mauspads mit einer neuen Farbpalette auf. Die QcK Heavy-Mauspads sind in Schwarz sowie in den neuen Farbvarianten Weiß und Magenta erhältlich. Folgende Preise rufen die Dänen aus:

  • Aerox 3 Wireless Gen 2 (Shadow, Ghost, Magenta) – 109,99 Euro
  • QcK Heavy Series (L) – 39,99 Euro
  • QcK Heavy Series (XXL) – 49,99 Euro

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Samsung Galaxy S27: Pro-Modell soll das Lineup umkrempeln




Samsung schraubt offenbar weiter an der Galaxy-S-Reihe, nächstes Jahr soll beim Galaxy-S27-Start ein Pro-Modell dazukommen. Damit würde sich das Lineup von bisher drei Geräten auf vier Modelle erweitern: Galaxy S27, S27 Plus, S27 Pro und S27 Ultra. Aktuell ist das Ultra die einzige echte High-End-Variante, genau da setzt Samsung laut Branchenquellen an. Das bisherige Konzept, alle Premium-Features im Ultra zu bündeln, wirkt im Vergleich zu Apple etwas einseitig. Cupertino fährt seit Jahren vier iPhone-Modelle, mit Standard und Air unten, Pro und Pro Max oben. Samsung hätte mit einem Pro neben dem Ultra zwei High-End-Optionen, ähnelt damit deutlicher der Apple-Strategie, bleibt aber bei der eigenen Namenslogik.

Interessant am Bericht ist vor allem ein Punkt, der aus dem Umfeld des Unternehmens zu hören sein soll: So würde ein neues S27 Pro viele Technik-Features mit dem Ultra teilen, nur eben ohne integrierten Stift. So lässt sich das Ultra klar als Stift-Modell positionieren oder sogar stärker in Richtung anderer Produktlinien verschieben, während das Pro für Nutzer gedacht ist, die Top-Hardware wollen, aber keinen S Pen brauchen. Die Aufteilung zwischen Produktivität und klassischem Flaggschiff wirkt dadurch klarer.

Beim Display könnte sich auch etwas tun. Das S26 Ultra hat mit seinem Privacy Display Aufmerksamkeit geholt, der Bildschirm schirmt Inhalte vor seitlichen Blicken ab, gerade im ÖPNV oder im Flieger vielleicht nicht ganz unwichtig. Nach aktuellen Infos plant Samsung, dieses Privacy-Panel bei der nächsten Generation auf zwei Modelle auszudehnen. Naheliegend ist, dass das neue Pro-Modell so ein Panel bekommt, dazu weiter das Ultra. Das gäbe dem Pro ein klares Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Standard- und Plus-Variante, die mehr auf Mainstream-Nutzer zielen.

Parallel baut Samsung die Foldable-Schiene weiter aus. Für das dritte Quartal ist ein weiteres Fold-Modell mit 4:3-Display im Gespräch, intern oft als Wide Fold bezeichnet. Zusammen mit dem bisherigen Fold und einem Flip würde das Foldable-Lineup dann aus drei Geräten bestehen.

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Testbericht Apple AirPods Max 2: Neues Hirn, alte Schale

Machen wir uns nichts vor: Wer seit 2020 auf einen echten Nachfolger der AirPods Max gewartet hat, brauchte einen langen Atem. Das kleine „Update“ im Herbst 2024, bei dem Apple lediglich den Lightning-Port durch USB-C ersetzte und neue Farben anmischte, intern aber den H1-Chip beließ, stieß einigen vielleicht sauer auf. Etwas Abhilfe dürfte da aber auf jeden Fall das große 2025er-Update gebracht haben, welches viele gar nicht mehr auf dem Schirm haben, wenn sie über die AirPods Max mit USB-C sprechen. Ich hatte das damals zum Anlass genommen, die AirPods Max 2024 einem Hörtest zu unterziehen.

Doch nun sind sie da: die echten AirPods Max 2. Ich habe mir das neue Over-Ear-Flaggschiff geschnappt und in den letzten Tagen viele, viele Stunden Musik gehört – wobei das ja bei mir nichts Neues ist. Die Kurzfassung vorab: Unter der Haube tut sich mächtig was, aber äußerlich beweist Apple eine fast schon bewundernswerte Gelassenheit.

Die AirPods Max 2 sehen exakt so aus wie das 2024er USB-C-Modell. Wer auf ein faltbares Design für den Rucksack gehofft hat, schaut in die Röhre. Dennoch sind sie im Profil recht schmal und verschwinden bei mir immer hochkant an der Rückentasche des Rucksacks. Ist weniger dick als viele faltbare.

Das Kampfgewicht von stolzen 385 Gramm bleibt unverändert. Damit sind sie weiterhin wohl die schwersten Premium-Over-Ears auf dem Markt für Konsumenten. Wer das Vorgängermodell schon als zu drückend empfand, wird hier vermutlich nicht glücklicher, wobei ich der subjektiven Meinung bin, dass die neuen noch einen Ticken bequemer sitzen. Da hab ich Glück, mich hat das trotz Glatze und Brille nie gestört – und ich trage die Dinger stundenlang. Da klappt mir also nicht der Kopf nach hinten aufgrund des Mehrgewichts…

Das Kopfband (Canopy) ist zwar sehr bequem, neigt aber erfahrungsgemäß nach einiger Zeit zum Ausleiern (zumindest bei den AirPods Max der ersten Generation habe ich da einen Schutz nachgekauft, kostet nur wenige Euro). Vorsicht ist zudem bei schlechtem Wetter geboten: Offiziell wasser- oder schweißfest sind sie immer noch nicht – die Schutzmuscheln könnt ihr aber weiterhin leicht abnehmen und reinigen.

Und ja, auch beim Zubehör bleibt Apple sich treu. Das berühmt-berüchtigte „Smart Case“ ist weiterhin an Bord. Es schützt das Netzgewebe des Kopfbügels nicht und zwingt uns weiterhin dazu, die Kopfhörer dort hineinzustecken, um sie in den Deep-Sleep-Modus zu versetzen. Ein simpler Power-Button? Weiterhin Fehlanzeige. Vermutlich sind das aber keine Probleme für die, die sich in der Vergangenheit bewusst für die AirPods Max entschieden haben. Selbst ich kann gut damit leben, auch bei der ersten Generation, die ich seit 2020 zufrieden (!) im Einsatz habe.

Wenn man das alte Design akzeptiert hat, wird es im Inneren richtig spannend (denn hier spielt die Musik (Wortspiel beabsichtigt)). Apple hat den H2-Chip verbaut und bringt die Over-Ears damit softwareseitig auf das Level der AirPods Pro 2. Und das merkt man im Alltag massiv.

Das Highlight für Menschen, die die Hörer nicht abnehmen, ist die Konversationserkennung (Conversation Awareness). Wer irgendwo angesprochen wird, muss die Kopfhörer nicht mehr abnehmen oder Tasten drücken. Sobald man anfängt zu sprechen, wird die Musik automatisch leise, das ANC deaktiviert sich und die Stimmen der Umgebung werden durch die Mikrofone verstärkt. Hört man auf zu reden, regelt sich die Musik wieder hoch. Das hat in meinem Testlauf erstaunlich gut funktioniert, wobei ich das schon erwartbar fand – ich kenne es ja aus den AirPods Pro (ab v2).

Dazu gesellen sich die euch vielleicht bekannten smarten Kopf-Gesten: Wer in der Bahn nicht laut rufen will, um einen Anruf anzunehmen, nickt einfach mit dem Kopf. Kopfschütteln lehnt den Anruf ab. Für Gamer und Video-Cutter wichtig: Dank Bluetooth 5.3 ist die Latenz (insbesondere im Game Mode) laut Apple deutlich gesunken.

Klanglich gehörten die AirPods Max für mich schon immer zur Oberklasse, aber die zweite Generation legt noch eine kleine Schippe drauf. Wobei ich schon einmal schrieb: Wer da jetzt absolut riesige Sprünge, total Neues und derbe Verbesserungen beschreibt, der sagt da nicht ganz die Wahrheit.

Apple verbaut laut eigenen Aussagen einen neuen High-Dynamic-Range-Verstärker. Das Ergebnis? Das Soundprofil wirkt gesamtbetrachtet aufgeräumter. Mitten und Höhen klingen weiterhin natürlich und der Bass ist druckvoll, ohne den Rest der Frequenzen zu vermatschen. Wer Apple Music nutzt, bekommt ein fantastisches Dolby-Atmos-Erlebnis geliefert. Und: Wenn man gerne laut hört, wird man einen Ticken weniger Verzerrungen wahrnehmen – höre ich ganz gut bei meinen Gabber- und Frenchcore-Sessions, oder wenn mal ordentlich Geschrammel anliegt. Aber wie gesagt: Da muss man schon genau hinhören, macht alles in allem aber sehr viel Spaß, wenn man was mit Musik anfangen kann.

Für Audiophile: Wer die Max 2 per USB-C-zu-USB-C-Kabel direkt an den Mac, das iPhone oder das iPad klemmt, bekommt nativ 24-bit/48kHz Lossless Audio. Der kabelgebundene Klang ist schlichtweg phänomenal und holt noch mal  (kleine) Details aus den Tracks. Über Bluetooth gibt es aber weiterhin kein verlustfreies Audio.

Wichtig für Kabelnutzer: Wenn sie Lossless aktiviert haben und einen entsprechenden Titel abspielen, wird das angezeigt. Um zu sehen, ob eine kabelgebundene Verbindung für die Wiedergabe verwendet wird, tippt im Kontrollzentrum auf das Kopfhörer-Symbol, und es wird angezeigt, ob USB-C für Audio verwendet wird (was automatisch geschehen sollte, wenn Nutzer die AirPods Max 2 über ein USB-C-Kabel anschließen).

Das ANC (Active Noise Cancelling) hat laut Apple einen 1,5-fachen Boost bekommen. Im Realtest zeigt sich das vor allem bei tiefen und konstantem Störgedöns. Hier herrscht mit aufgesetzten Max 2 absolute Totenstille. Die machen selbst in normalen Wohnhäusern Spaß, denn da bekommste einfach mal nichts mit, eine nette Sache, wenn man das mag. Gepaart mit dem „Adaptiven Audio“ (einer Mischung aus ANC und Transparenzmodus je nach Umgebungslautstärke) kommt man entspannt durch den Alltag. Nutze ich aber nie.

Eine der unauffälligen Verbesserungen betrifft die Mikrofone. Obwohl diese an derselben physischen Stelle sitzen, holt der H2-Chip über die verbesserte Stimmenisolation gefühlt noch was raus. Die Sprachqualität bei Telefonaten oder Videocalls ist einfach besser.

Und lass uns kurz noch einmal auf das Live-Übersetzen eingehen. Das machen andere ja mittlerweile auch. Aber das ist herrlich. Wie geht das überhaupt? Wenn dein Gesprächspartner spricht: Taste für den Hörmodus antippen, das Mikrofon schnappt die Fremdsprache auf.

Deine AirPods regeln automatisch die Umgebungsgeräusche herunter, und du hörst die übersetzte Sprache fast in Echtzeit direkt in deinem Ohr, ohne dass dir eine App das erst mühsam vorlesen muss. Die Sprachen könnt ihr auswählen, das Ganze funktioniert lokal und ohne Internetanbindung. Logo, ihr habt da ein bisschen Versatz, je nachdem, wie schnell euer Gegenüber spricht. Das Ganze lässt sich auch in der Übersetzen-App nachlesen, da habt ihr ja den Punkt Live.

Bei der Akkulaufzeit bleibt alles beim Alten: bis zu 20 Stunden mit aktiviertem ANC. Das ist okay und bringt einen gut durch Reisen und lange Tage ohne Auflade-Chance, aber verglichen mit Konkurrenten ist das im Jahr 2026 nur noch Mittelmaß. Preislich liegen wir weiterhin bei einer saftigen UVP von rund 549 Euro.

Gefällt mir:

  • Herausragender Klang (subjektiv, meine Ohren)
  • Top ANC & Transparenzmodus: besser als bei den Vorgängern.
  • Smarte Features (H2-Chip): Konversationserkennung, Adaptives Audio und Kopfgesten sind im Alltag ein Mehrwert (wenn man es denn braucht)
  • Bessere Mikrofone: Sehr gute Sprachqualität bei Telefonaten.
  • Lossless Audio via USB-C: Ein Traum für Hi-Res-Fans.

Ansichtssache:

  • Das Smart Case.
  • Komfort & Gewicht: Mit 385 Gramm schwer; das Netzgewebe am Bügel leiert vielleicht mit der Zeit aus.
  • Kein Power-Button: Zwangs-Schlafengehen im Case.
  • Kein faltbares Design: Nimmt euch vielleicht Platz weg.
  • Akkulaufzeit: 20 Stunden sind heute der Konkurrenz unterlegen.
  • Kein USB-C-Klinke dabei

Das Fazit fällt erstaunlich pragmatisch aus. Ich teile das mal in drei Lager:

  1. Ihr habt die AirPods Max der 1. Generation (Lightning, 2020)?


    Das Upgrade könnte es wert sein. Ihr bekommt endlich USB-C, frische Akkus und all die tollen Software-Features (H2-Chip), die euch seit Jahren verwehrt blieben. Ihr hört nur Musik und seid zufrieden? Ja dann lohnt auch kein Upgrade direkt, wartet vielleicht auf Angebote.
  2. Ihr habt die AirPods Max (USB-C Version von 2024)?


    Schwierige Kiste. Wenn euch der reine Klang reicht, behaltet sie. Wenn ihr aber tagtäglich neidisch auf die Konversationserkennung eurer AirPods Pro schielt und das bessere ANC wollt, verkauft die alten und holt euch die Max 2.
  3. Ihr wollt zum ersten Mal AirPods Max kaufen?


    Wenn ihr tief im Apple-Ökosystem steckt, keine Probleme mit einem schweren Kopfhörer habt und das nötige Kleingeld locker sitzt, bekommt ihr hier die vermutlich am besten klingenden und smartesten Over-Ears für eure Apple-Geräte. Bei dem Preis ist halt die ganze „Verwobenheit“ mit dem Apple-Kosmos mit drin, die Features verzahnt im System bekommt ihr nur hier.

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Razer Viper V4 Pro und Gigantus V2 Pro im Test

Razer hat Ende März 2026 seine neue Gaming-Maus Viper V4 Pro vorgestellt. Passend dazu hat man auch die Mauspads der Reihe Gigantus V2 Pro auf den Markt gebracht. Da ich schon das Vorgängermodell für euch ausprobieren konnte, habe ich mir auch den neuen Nager für E-Sportler einmal für euch angeschaut. Lohnt sich hier ein Upgrade?

Die Razer Viper V4 Pro verzichtet zugunsten eines möglichst geringen Gewichts auf eine RGB-Beleuchtung, was mir persönlich nur recht ist. Ich brauche beim Zocken keine Lichtshow, die mich ablenkt, und deaktiviere derlei Spielereien immer sofort. Im direkten Vergleich mit dem Vorgängermodell steigert die neue Gaming-Maus die Sensorauflösung von 35.000 auf 50.000 DPI und senkt zugleich das Gewicht um 5 g. Obendrein hat Razer die Tracking-Geschwindigkeit von 750 auf 930 IPS und die maximale Beschleunigung von 70 auf 90 G erhöht.

Kategorie Spezifikation
Formfaktor Symmetrisch, für Rechtshänder optimiert (Claw- & Fingertip-Grip)
Gewicht 49 g (Black Edition), 50 g (White Edition)
Sensor Razer Focus Pro 50K Optical Sensor Gen 3
Max. DPI 50.000 DPI
Tracking-Geschwindigkeit 930 IPS
Max. Beschleunigung 90 G
Polling-Rate (kabellos) 8.000 Hz (mit HyperSpeed Wireless Gen 2)
Bewegungslatenz 0,36 ms
Klicklatenz 0,33 ms (mechanische Seitentasten)
Switches Optische Razer-Switches (Lebensdauer: 100 Mio. Klicks)
Scrollrad Optisches Esports-Scrollrad (taktiles Feedback, präzises Tracking)
Tasten 6 programmierbare Tasten
Oberfläche Smooth-Touch-Beschichtung (griffig, weich)
Kabellose Technologie Razer HyperSpeed Wireless Gen 2
Dongle Halbkuppelförmiges Design, höhere Antenne, LED-Statusanzeigen
Akkulaufzeit Bis zu 180 Stunden
Onboard-Speicher 1 Profil (speichert DPI, Tastenbelegung, Performance-Settings)
DPI-Feinjustierung DPI-Schritte einzeln einstellbar; Lift-off/Landing-Distance in 26 Stufen
Software Razer Synapse Synapse Web
Unterseitentaste Power (3 s halten) DPI-Schalter (kurz drücken)
Standard-DPI-Stufen 400 / 800 / 1600 / 3200 / 6400
Kompatibilität PC (Windows), kabellos über Dongle
Besondere Features Getrennte Seitentasten, Smooth-Touch-Finish, schnelle Onboard-Anpassungen
Preis 179,99 Euro

Die Preisempfehlung bleibt mit 179,99 Euro identisch. Allerdings findet ihr die Razer Viper V3 Pro im Handel aktuell auch schon für um die 130 Euro, weil sie eben länger auf dem Markt ist. Geeignet ist die Viper V4 Pro, wie das Vorgängermodell, für Rechtshänder mit Claw- und Fingertip-Grip. Es kommt ein symmetrisches Design zum Einsatz. Beeindruckend ist die Verlängerung der Akkulaufzeit – von maximal 95 Stunden beim Vorgängermodell hin zu bis zu 180 Stunden bei der Viper V4 Pro. In beiden Fällen gilt dieser Wert für eine Polling-Rate von 1.000 Hz und nicht die maximal möglichen 8.000 Hz.

Ausstattung und Verarbeitung

Die Razer Viper V4 Pro nutzt ein verbessertes, optisches Scrollrad und einen anderen Dongle, als bei dem Vorgängermodell. So handelt es sich nicht um einen kleinen Stick, sondern mehr um einen Puck. Generell ähnelt die Verarbeitung in meinen Augen stark dem Vorgängermodell und selbst die Maße sind extrem ähnlich. Das geringere Gewicht merkt man im direkten Vergleich vielleicht als E-Sportler, für mich als regulären Player ist das aber im Alltag doch schwer zu erkennen. Wichtig zu wissen: Per Bluetooth könnt ihr die Gaming-Maus nicht verbinden, kabellos seid ihr auf 2,4 GHz und damit eben den Dongle angewiesen.

Für meinen Test hat mir die weiße Version der Gaming-Maus vorgelegen, die gut zu meinem Tower von be quiet! passt. Im Übrigen bewirbt Razer die Viper V4 Pro auch mit deutlich gesunkenen Latenzen, was aber auch ein Aspekt ist, der primär bei der E-Sports-Zielgruppe wirklich Relevanz hat. Selbiges gilt im Übrigen auch für die maximale Polling-Rate von 8.000 Hz. Die nutzt euch wirklich nur etwas, wenn ihr kompetitive Multiplayer-Titel zockt und zudem ein Display mit sehr hoher Bildwiederholrate, im Idealfall mindestens 240 Hz, einsetzt.

Warum nicht einfach dennoch auf 8K gehen? Haben ist ja besser als Brauchen, oder? Nun ja, so einfach ist das nicht, denn bei maximaler Polling-Rate sinkt die Akkulaufzeit drastisch. Meine Empfehlung daher: Wenn ihr nicht exzessiv Multiplayer-Titel zockt, dann reichen 1.000 Hz als Polling-Rate locker aus. Die Switches der Razer Viper V4 Pro sind im Übrigen im Betrieb etwas lauter als die des Vorgängermodells, lösen dafür aber schneller aus.

Das optische Scrollrad arbeitet nicht nur sanfter als bei der Viper V3 Pro, es sollte auch weniger anfällig für Verschleiß sein. Genau das war bei den Vorgängermodellen wohl bei vielen Gamern ein Problem, wenn man sich mal so in Communitys umhört. Da kann ich aber aufgrund meiner kurzen Testphase natürlich noch kein Langzeiturteil abgeben.

Praxistest der Razer Viper V4 Pro

In Sachen Ergonomie empfinde ich die Razer Viper V3 Pro als dem Vorgängermodell extrem ähnlich. Die 5 Gramm Gewichtsunterschied haben sich in meinem Alltag nicht wirklich bemerkbar gemacht. Auch bei der Viper V4 Pro stört mich etwas die Höhe der seitlichen Tasten, die etwas zu hoch liegen, um sie jederzeit bequem zu erreichen. Als Begleit-App dient im Übrigen wieder Synapse 4. In der Software oder alternativ der funktional allerdings eingeschränkten Web-Oberfläche könnt ihr die Polling-Rate anpassen, die Tastenbelegung für euch einrichten, verschiedene Profile anlegen und mehr.

Dazu gibt es Zusatzfunktionen wie Smart Tracking. Dieses Feature sorgt dafür, dass auch bei unterschiedlichen Unterlagen eine konstante Lift-Off-Distanz gewährleistet bleibt. Motion-Sync wiederum soll dafür sorgen, dass die von der Maus gesendeten Signale zu den Abfrageintervallen eures Gaming-PCs stammen. So sollen sich sauberere Bewegungen ergeben. Viele der Optionen von Synapse 4 werden die Gamer allerdings überfordern, die nicht gerade im E-Sports-Profibereich unterwegs sind. Es handelt sich eher um Funktionen für den letzten Feinschliff.

Der hochempfindliche Sensor der Razer Viper V4 Pro, der Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3, ist auf dem Papier beeindruckend. Ich möchte aber mal denjenigen sehen, der mit der maximalen Empfindlichkeit von 50.000 DPI im Alltag zurechtkommt. Das galt vorher im Grunde auch schon für die 35.000 DPI des Vorgängermodells. Technisch ist dem Hersteller da also ein beeindruckender Sprung gelungen, in der Praxis werden die meisten Gamer davon aber nicht viel bemerken und ohnehin deutlich geringere DPI-Stufen verwenden.

So hat mir das Zocken von Spielen wie „Battlefield 6“, „Metro: Exodus“ oder „Crimson Desert“ mit der Razer Viper V4 Pro viel Spaß gemacht und die Präzision der Eingabe sowie die Reaktionsfreude der Maus sind erstklassig. Doch da auch ich kein E-Sportler bin, ist die Gaming-Maus für mich ein sehr dezentes Upgrade.

Das Gigantus V2 Pro

Razer hat mir im Zuge des Tests auch das Mauspad Gigantus V2 Pro in gleich zwei Varianten zukommen lassen: Control und Balance. Control ist auf eine hohe Reibung ausgelegt, damit ihr möglichst präzise, feine Anpassungen vornehmen könnt. Balance geht einen Mittelweg aus Kontrolle und Geschwindigkeit. Tatsächlich variiert das Gleitverhalten der Viper V4 Pro auf den beiden jeweils 500 x 480 x 4 mm großen Mauspads merklich. Sie kosten im Übrigen jeweils 59,99 Euro.

Nach dem Auspacken rochen die beiden Pads im Übrigen sehr chemisch, sodass sie erst einmal einen Tag auf dem Balkon verbringen durften. Tatsächlich hat sich die Verwendung der Mauspads dann aber beim Zocken stärker bemerkbar gemacht, als ich das vorab per se gedacht habe. Meistens zocke ich zwar privat mit einem Controller, auch am an den TV angeschlossenen Gaming-PC, aber mir hat speziell die Balance-Version des Gigantus V2 Pro wirklich gut gefallen.

Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass sich der Preis von 59,99 Euro nur für diejenigen unter euch lohnen wird, die sehr viel mit einer hochwertigen Gaming-Maus zocken und im – ihr ahnt es – kompetitiven Multiplayer unterwegs sind.

Mein Fazit zur Razer Viper V4 Pro und dem Gigantus V2 Pro

Die Razer Viper V4 Pro ist durch und durch eine gelungene Evolution der Viper V3 Pro. Doch die meisten Spec-Aufwertungen, wie der hochauflösendere Sensor, nutzen wirklich nur E-Sportlern etwas. Immerhin können alle anderen von der deutlich erhöhten Akkulaufzeit profitieren. Ergonomisch hat sich hingegen im Grunde nichts getan.

Das Mauspad Gigantus V2 Pro ist eine ideale Ergänzung, spielt aber ebenfalls vor allem dann seine Stärken aus, wenn ihr exzessiv kompetitive Multiplayer-Games zockt. Die Kombination mit der Razer Viper V4 Pro ist schon eine ziemliche Premium-Nummer, die hochpräzises Zocken erlaubt – allerdings auch ins Geld geht.

Aktuell kostet die Razer Viper V4 Pro fast 50 Euro mehr als das immer noch exzellente Vorgängermodell. Entsprechend würde ich erst zum Nachfolgemodell greifen, wenn sich der Preis etwas reduziert hat. Denn für die meisten Gamer werden die technischen Mehrwerte im Alltag den Aufpreis nicht wert sein. Für sich genommen liegt hier eine erstklassige Gaming-Maus vor, die für E-Sportler ihre Daseinsberechtigung hat.

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