#Interview – „Netzwerkaufbau ist keine einmalige Sache“

#Interview

“Am Anfang dachten wir, dass ein starkes Produkt und technologische Exzellenz ausreichen würden”, sagt Katharina Hesseler, Gründerin von Omegga. “In der Realität muss man Technologie, industrielle Skalierung und Go-to-Market gleichzeitig sauber aufsetzen”, führt sie aus.

„Netzwerkaufbau ist keine einmalige Sache“

Dienstag, 12. Mai 2026VonAlexander

Das Münchner BioTech Omegga, 2022 von Katharina Hesseler, Till Nöllgen, Paul Günther, Kyle Hiroyasu, Moritz Eder und Clara Kaufhold gegründet, entwickelt eine „optische, Methode zur in-ovo Geschlechtsklassifizierung von frühembryonalen Hühnern“. Das Team möchte so „Millionen männliche Küken davor bewahren, direkt nach dem Schlüpfen getötet zu werden“.

Der englische DeepTech-Investor IQ Capital, der Kölner Investor Capnamic und EIC Fund investierten kürzlich 10 Millionen Euro in das Unternehmen. Das frische Kapital soll unter anderem in die „kommerzielle Skalierung der Lösung zur In-Ovo-Geschlechtsbestimmung“ fließen.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gründerin Katharina Hesseler einmal ausführlich über den Stand der Dinge bei Omegga.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Omegga erklären?

Stell dir vor, bevor ein Küken schlüpft, können wir schon im Ei erkennen, ob es ein Hahn oder eine Henne wird. Die Geflügelindustrie tötet heute Milliarden männlicher Küken direkt nach dem Schlüpfen, weil sie keine Eier legen. Mit künstlicher Intelligenz lösen wir das, bevor es so weit kommt.

War dies von Anfang an Euer Konzept?

Von Anfang an war klar: Wir wollen etwas mit echtem Impact bauen. Wir haben verschiedene Bereiche analysiert und bei der Geschlechtsbestimmung im Ei den größten Gap zwischen Kundenbedarf und verfügbaren Lösungen gesehen – also haben wir genau dort angesetzt.

Wie hat sich Omegga seit der Gründung entwickelt?

Seit unserer Gründung 2022 ist unser Team auf 20 Mitarbeitende gewachsen. 2024 konnten wir einen non-dilutiven EIC-Grant in Höhe von 2,4 Millionen Euro sichern. Ein Kunde ist bereits vollständig operativ, zwei weitere befinden sich in der Implementierungsphase. Mit der Anfang 2026 abgeschlossenen Finanzierungsrunde über 10 Millionen Euro werden wir unser Team nun verdoppeln.

Wie seid Ihr mit euren Investor:innen in Kontakt gekommen?

Netzwerk, Netzwerk, Netzwerk. Wir haben Multiplier aus unserem Netzwerk aktiviert, die warme Intros für uns machen. Netzwerkaufbau ist keine einmalige Sache, sondern eine Beziehungspflege über Jahre.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist seit der Gründung so richtig schief gegangen?

Am Anfang dachten wir, dass ein starkes Produkt und technologische Exzellenz ausreichen würden. In der Realität muss man im DeepTech-Umfeld Technologie, industrielle Skalierung und Go-to-Market gleichzeitig sauber aufsetzen. Diese Komplexität und die enge Verzahnung der Themen haben wir anfangs unterschätzt. Heute arbeiten wir deutlich integrierter, mit schnelleren Feedback-Loops zwischen Kunden, Produktentwicklung und Operations.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?

Wir haben früh auf schnelle Prototypen-Iterationen gesetzt und sehr eng mit unseren Kunden zusammengearbeitet. Dadurch konnten wir ihren Blickwinkel direkt in das Produktdesign einfließen lassen. Statt Perfektion im ersten Schritt anzustreben, haben wir schnell iteriert, gelernt und uns kontinuierlich verbessert. Gleichzeitig ist es uns gelungen, uns früh über Grants zu finanzieren. Gerade für ein CAPEX-intensives Vorhaben mit starkem Forschungsfokus war das essenziell, weil diese Finanzierungsspielräume schafft, ohne kurzfristig rein nach Umsatz bewertet zu werden.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?

Mein wichtigster Tipp ist: Arbeitet Kunden-fokussiert. Der echte Stresstest für jedes Produkt ist nicht die interne Meinung, sondern ob der Markt es wirklich annimmt. Deshalb so früh wie möglich mit Kunden sprechen, Feedback einholen, testen und daraus lernen. Wer nah am Kunden baut, trifft in der Regel deutlich bessere Entscheidungen – schneller und mit weniger Umwegen.

Wo steht Omegga in einem Jahr?

In einem Jahr wollen wir unser Team deutlich ausgebaut, weitere Kunden operativ live und unsere Technologie im Markt noch breiter etabliert haben. Gleichzeitig soll Omegga als einer der führenden Anbieter in unserem Segment deutlich sichtbarer geworden sein – personell, technologisch und kommerziell.

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Foto (oben): Omegga 

Google Home: Das sind die Neuerungen

Es passiert in den vergangenen Wochen recht viel bei Google Home, das kennt man gar nicht vom Unternehmen. Die haben ihre Smart-Home-Plattform gefühlt ja eher links liegen gelassen in der letzten Zeit. Wie immer gibt es unterschiedliche Neuerungen, von denen nicht alle Nutzer etwas haben. Auf der einen Seite gibt es Neuerungen für Nutzer des Sprachassistenten Gemini für Google Home, (nur im Early Access nutzbar). Auf der anderen Seite gibt es Neuerungen für die Google-Home-App selbst. Aber der Reihe nach.

Wer die Vorabversion von Gemini für Home nutzt, bekommt auf Smart Displays nun eine schnelle Feedback-Möglichkeit über Daumen-Symbole spendiert. Das soll dabei helfen, die Sprachsteuerung gezielter zu verbessern. Unter der Haube hat Google ebenfalls nachgebessert. Abfragen zum Kameraverlauf greifen nun auf Informationen zurück, die Nutzer zuvor explizit gespeichert haben. Wer etwa hinterlegt hat, dass der Babysitter Carsten heißt, kann direkt fragen, wann Carsten nach Hause gekommen ist. Auch der Home Brief ist mit an Bord, der auf Lautsprechern eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse des Tages liefert.

Die Geschwindigkeit bei der Geräteausführung stand diesmal laut Google im Fokus. Befehle wie das Einschalten des Lichts sollen nun spürbar schneller verarbeitet werden. Das gilt auch für das Setzen von Weckern und Timern, bei denen die Wartezeit verkürzt wurde. Interessant ist die Lockerung bei den Inhaltsfiltern für Erwachsene. Während Jugendschutzfilter für junge Nutzer aktiv bleiben, rückt Gemini nun auch Rezepte für alkoholische Getränke wie Margaritas heraus, was vorher oft blockiert wurde. Falls das nicht klappt, lohnt ein Blick in die Einstellungen für Digital Wellbeing in der Google-Home-App.

Die Home-App selbst landet bei Version 4.16 und bringt Neuerungen für Thermostate mit. Nutzer eines Nest-Thermostats können die automatische Steuerung basierend auf der Außentemperatur jetzt mit einem Tippen pausieren, ohne den kompletten Zeitplan umzuwerfen. Auf iOS-Geräten lassen sich zudem kompatible Drittanbieter-Thermostate und Klimaanlagen nun genauso umfangreich steuern wie unter Android.

Auch bei der Ersteinrichtung neuer Hardware vereinfacht Google den Prozess. Statt sich durch Menüs zu hangeln und zu rätseln, ob ein Gerät nun via Matter oder Google Nest eingebunden werden muss, führt ein neuer QR-Code-Scanner direkt zum richtigen Pfad. Die Verteilung der neuen Funktionen hat bereits begonnen. Für mich derzeit und immer noch das schlechteste Smart-Home-System, zu dem man greifen kann, leider.

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Philips Hue: Neue Firmware-Updates für die Bridge v2 und Bridge Pro

Die kleine Servicenachricht für alle Nutzer von Philips Hue. Signify hat neue Firmware-Updates für seine Steuerzentralen veröffentlicht. Das Update betrifft sowohl die klassische Bridge v2 als auch die leistungsstärkere Bridge Pro.

Große neue Features solltet ihr mit diesem Schwung allerdings nicht erwarten. Die Changelogs für beide Modelle lesen sich identisch und fallen gewohnt knapp aus. Signify spricht von „mehreren kleinen Änderungen hinter den Kulissen“, um die Performance und Zuverlässigkeit der Hardware zu verbessern, klassische Wartungsarbeit also, nachdem man mit dem letzten Update harte Matter-Probleme bekämpfen musste.

Die Details zu den Versionen:

  • Bridge v2: Software-Version 1977090000
  • Bridge Pro: Software-Version 2071318010

Wie üblich bei Signify, werden die Updates in Wellen ausgerollt. Es kann also sein, dass die neue Version bei euch noch nicht sofort in der App auftaucht. Wer die „Automatischen Updates“ in der Hue-App aktiviert hat, bekommt die neue Firmware ohnehin im Hintergrund eingespielt.

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Aqara Multi-State Sensor P100: Ab sofort bei Amazon verfügbar

Aqara hat den Multi-State Sensor P100 bereits Anfang des Jahres auf der CES 2026 gezeigt. Dieser ist mit einer 9-Achsen-Sensorik (Beschleunigungssensor, Gyroskop, Magnetometer, etc.) sowie KI-Algorithmen ausgestattet und sei in der Lage, Vibrationen, Bewegungen, Klopf- bzw. Tippimpulse, Stürze (Erschütterungen) und Neigungen zu erkennen. Damit eignet sich der Sensor nicht nur für den Rahmen an der Haustür. Neben seiner Funktion als Tür- und Fensterkontakt seien typische Nutzungsszenarien das Wackeln von Glas oder das Erschüttern einer Vitrine.

Auch dieser Sensor passt zu Aqaras Dualprotokoll-Strategie: Sowohl Zigbee als auch Thread sind mit von der Partie. Der P100 ist außerdem Matter-fähig, was eine Anbindung an verschiedenste Smart-Home-Plattformen erlaubt. Im Zigbee-Betrieb an einem Aqara-Hub spielt der Sensor aber erst sein volles Potenzial aus:

Caschy hat den kompakten Sensor bereits unter die Lupe genommen. Der Aqara Multi-State Sensor P100 schlägt mit 29,99 Euro zu Buche und ist in Weiß sowie Schwarz erhältlich. Ab sofort nicht nur über den offiziellen Aqara-Shop, sondern unter anderem auch bei Amazon.

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Twitch geht härter gegen Viewbotting vor

Twitch will härter gegen das sogenannte Viewbotting vorgehen. Für diejenigen, die mit dem Begriff nichts anfangen können: Viewbotting meint das künstliche Erhöhen der eigenen Zuschauerzahlen bei Livestreams durch automatisierte Skripte bzw. Programme – durch Bots eben. Diese Taktik wird gerne genutzt, um z. B. Neueinsteigern eine höhere Beliebtheit des Streamers / Livestreams vorzugaukeln, als eigentlich gegeben ist. Viewbotting kann auch Aufstiege in Rankings bedingen oder Werbepartner anlocken.

Auf die Dauer schadet Viewbotting natürlich seriösen Kanälen, die darauf verzichten, und auch Werbepartner zahlen für eine Reichweite, die eigentlich nicht real gegeben ist. Der Twitch-CEO Dan Clancy hat das Thema nun öffentlich angesprochen. Er stellt klar, dass Viewbotting dem gesamten Ökosystem bei Twitch schade. Deswegen gehe man auch mit Erkennungsalgorithmen dagegen vor. Es sei jedoch ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Anbietern von Viewbotting-Diensten, welche ebenfalls immer neue Strategien entwickeln, um die Erkennung auszutricksen.

Zudem müsse man natürlich darauf achten, die echten Zuschauerzahlen dennoch verlässlich zu erfassen. Letzten Endes werde man nun härter durchgreifen. Streamer, die mehrfach bei der Nutzung von Viewbotting ertappt worden sind, werden mit einer zeitweisen Begrenzung ihrer maximal möglichen Zuschauerzahlen leben müssen. Das Limit wird sich daran bemessen, was den zuletzt gemessenen Reichweiten des jeweiligen Kanals ohne Bots entspricht. Wiederholte Verstöße werden zu längeren Einschränkungen führen.

Streamer, die sich zu Unrecht bestraft fühlen, können Widerspruch einlegen Denn: Bedauerlicherweise schicken manchmal auch konkurrierende Kanäle Viewbots zu anderen Livestreams, in eben jener Hoffnung, dass die Rivalen dann Strafen kassieren – auch wenn sie selbst nichts mit der Praxis zu schaffen haben.

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