Twitch will härter gegen das sogenannte Viewbotting vorgehen. Für diejenigen, die mit dem Begriff nichts anfangen können: Viewbotting meint das künstliche Erhöhen der eigenen Zuschauerzahlen bei Livestreams durch automatisierte Skripte bzw. Programme – durch Bots eben. Diese Taktik wird gerne genutzt, um z. B. Neueinsteigern eine höhere Beliebtheit des Streamers / Livestreams vorzugaukeln, als eigentlich gegeben ist. Viewbotting kann auch Aufstiege in Rankings bedingen oder Werbepartner anlocken.
Auf die Dauer schadet Viewbotting natürlich seriösen Kanälen, die darauf verzichten, und auch Werbepartner zahlen für eine Reichweite, die eigentlich nicht real gegeben ist. Der Twitch-CEO Dan Clancy hat das Thema nun öffentlich angesprochen. Er stellt klar, dass Viewbotting dem gesamten Ökosystem bei Twitch schade. Deswegen gehe man auch mit Erkennungsalgorithmen dagegen vor. Es sei jedoch ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Anbietern von Viewbotting-Diensten, welche ebenfalls immer neue Strategien entwickeln, um die Erkennung auszutricksen.
Zudem müsse man natürlich darauf achten, die echten Zuschauerzahlen dennoch verlässlich zu erfassen. Letzten Endes werde man nun härter durchgreifen. Streamer, die mehrfach bei der Nutzung von Viewbotting ertappt worden sind, werden mit einer zeitweisen Begrenzung ihrer maximal möglichen Zuschauerzahlen leben müssen. Das Limit wird sich daran bemessen, was den zuletzt gemessenen Reichweiten des jeweiligen Kanals ohne Bots entspricht. Wiederholte Verstöße werden zu längeren Einschränkungen führen.
Streamer, die sich zu Unrecht bestraft fühlen, können Widerspruch einlegen Denn: Bedauerlicherweise schicken manchmal auch konkurrierende Kanäle Viewbots zu anderen Livestreams, in eben jener Hoffnung, dass die Rivalen dann Strafen kassieren – auch wenn sie selbst nichts mit der Praxis zu schaffen haben.
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