#DealMonitor – Shift kauft Movinga – Razor Group übernimmt The Stryze Group – Smart Reporting bekommt 15 Millionen

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Razor Group, The Stryze Group, Movinga, Smart Reporting, Tvarit, Prestatech, Equipme, Xilva, AR-Technology, UnitPlus und Compounder.

Shift kauft Movinga – Razor Group übernimmt The Stryze Group – Smart Reporting bekommt 15 Millionen

Montag, 17. April 2023VonTeam

Im #DealMonitor für den 17. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Razor Group / The Stryze Group


Der Amazon-Shop-Betreiber Razor Group übernimmt – wie erwartet – den Wettbewerber The Stryze Group – siehe auch TechCrunch. “Following factory14 and Valoreo, I am excited to announce the acquisition of leading German player The Stryze Group. Particularly, I am excited to onboard Upper90 – a prolific player in the global accelerator space and former investor Stryze & Valoreo. Billy and team at Upper90 have bought int our larger vision as well as our differentiated strategy to turn this vision into reality. Upper90 is underlining their strong conviction by deploying further primary capital into Razor, taking our total Series C raise to over €80 million. Yet another reason for why Razor will thrive in a market where others are forced to cope”, schreibt Razor Group-Gründer Tushar Ahluwalia. Im Zuge der Investmentrunde wird die Razor Group mit 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet. The Stryze Group, das aus dem Unternehmen ManuCo hervorgegangen ist, sammelte in den vergangenen Jahren rund 100 Millionen US-Dollar ein. Mehr über die Razor Group

Movinga


Jetzt offiziell: Das englische Umzugsunternehmen Shift, 2017 gegründet, übernimmt – wie bereits im Februar im Insider-Podcast berichtet – den Berliner Umzugsvermittler Movinga. “It’s a massive milestone for us. We now operate in 7 countries, with a team of over 300 and 1000s of service partners. Considering that 5 years ago the Shift team was just myself and 3 full-timers helping customers in London move things bought online like old fridges, the growth to where we are now is incredible”, schreibt Shift-Gründer Jacob Corlett bei Linkedin. Aus welchen Gründen die Übernahme rechtlich über Jasaarah Investments abgewickelt wurde, bleibt weiter offen. Das Unternehmen Movinga, 2015 gegründet, stand in den vergangenen Jahren gefühlt mehrere Male vor dem Aus. Bis Ende 2020 kostete der Aufbau der Umzugsfirma, an der die Hexal-Gründer zuletzt die Mehrheit hielten, bereits rund 81 Millionen Euro. Im ersten Corona-Jahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen ein Rohergebnis in Höhe von rund 7 Millionen Euro (Vorjahr: 9,4 Millionen). Mehr über Movinga

INVESTMENTS

Smart Reporting


 Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt dem Health-Startup Smart Reporting ein Venture Debt-Darlehen in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung. Das Münchner Unternehmen, 2014 von Wieland Sommer gegründet, entwickelt “eine auf Künstlicher Intelligenz basierende medizinische Dokumentationstechnologie”. Der Frühphasen-Finanzierer yabeo investierte gemeinsam mit Ann-Kristin Achleitner, Wolfgang Reitzle und Rolf Dienst bereits 15 Millionen Euro in Smart Reporting. Mehr über Smart Reporting

Tvarit 


 Momenta und Futury Capital sowie Altinvestor Matterwave Ventures investieren 5 Millionen Euro in Tvarit. Das Unternehmen aus Frankfurt am Main, 2019 von Suhas Patel und Rahul Prajapat gegründet, entwickelt KI-Lösungen für die Fertigungsbranche. “Diese Investition wird dazu verwendet, um die Technologieentwicklung und die globale Präsenz von Tvarit weiter zu beschleunigen”, teilt das Unternehmen mit. Matterwave Ventures, Futury Capital und BMH investierten zuletzt 2,8 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Tvarit

Prestatech


 CDP Venture Capital, Alchimia und Vantage 20 investieren 4 Millionen Euro in Prestatech. Das deutsch-italienische FinTech, 2021 von Christian Nothacker in Berlin gegründet, positioniert sich als “cloud-based platform that provides modern underwriting solutions for lenders and innovative embedded finance products for commercial players”. Das frische Kapital soll unter anderem in den Ausbau des italienischen Geschäftsbetriebs” fließen.

Equipme


 La Famiglia, Lightbird, Anamcara und Business Angels wie Ignaz Forstmeier und Charlie Songhurst investieren 3,8 Millionen US-Dollar in Equipme. Das Startup aus Frankfurt am Main, 2021 von Alexandre Seifert und Paul Martin gegründet, positioniert sich als “Operating System for the B2B subscription Economy”. “Equipme is the only supplier-agnostic Equipment-as-a-Service platform that allows companies to integrate any suppliers and service providers into their employee equipment provisioning process”, teilt das Team mit.

Xilva


 Brainforest, Bloomsbury Natural Capital, Insurtech.vc und mehrere Business Angels investieren 1,8 Millionen US-Dollar in Xilva. Das Startup aus Zürich, 2021 von Tim Duehrkoop, Jamie Lawrence, Marike Carstens und Lorenzo Garofano gegründet, positioniert sich als “The Global Forest Marketplace”. “The funds will be used to further develop technological solutions and scale marketing and operations”, teilt das Unternehmen mit.

AR-Technology 


 Onsight Ventures und ein Tiroler Family Office investieren eine siebenstellige Summe in AR-Technology – siehe Brutkasten. Das Startup aus Kufstein, von Richard Hirschhuber und Axel Schnaller gegründet, entwickelt eine Tracking-Technologie für Augmented Reality.

UnitPlus


Exxeta Ventures, Material Ventures, Martin Zielke, Claus Budelmann, Benedikt Franke, Brigitte Zypries, Katrin Stark, Patrick Henning und Philipp Berger investieren eine siebenstellige Summe in UnitPlussiehe private banking magazin. Das Berliner FinTech, das von Sebastien Segue, Fabian Mohr und Kerstin Schneider gegründet wurde, setzt auf ein Bankkonto, bei dem das vorhandene Geld in ETFs angelegt wird. Über die dazugehörige Mastercard können die Nutzer:innen dabei quasi mit ihrem angelegten Geld Shoppen gehen. Mehr über UnitPlus

Compounder


Aschendorff Next, die Beteiligungsholding der Unternehmensgruppe Aschendorff, allygatr und Business Angel Marco Aschinger investieren in Compounder. Das Startup, 2020 von Evelyn Wagner, Paula Vorbeck und Carmine Siena in Köln gegründet, möchte den Studienbewerbungsprozess für Studierende und Hochschulen erleichtern. Mehr über Compounder

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Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – IntegrityNext bekommt 100 Millionen – Raisin sammelt 60 Millionen ein – saas.group kauft zenloop

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um IntegrityNext, Raisin, comstruct, NautilusLog, Grinol, Raketenstart, Colibri Energy, Board Owl und zenloop.

IntegrityNext bekommt 100 Millionen – Raisin sammelt 60 Millionen ein – saas.group kauft zenloop

Donnerstag, 23. März 2023VonTeam

Im #DealMonitor für den 23. März werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

IntegrityNext


Der Wachstumsinvestor EQT Growth investiert 100 Millionen Euro in IntegrityNext. Das bisher gebootstrappte Unternehmen aus München, 2016 von Martin Berr-Sorokin, Simon Jähnig und Nick Heine gegründet, sieht sich als “führende Softwarelösungen für Umwelt-, Sozial- und Governance-Zertifizierung (ESG) in Europa”. Nach eigenen Angaben verfügt das Unternehmen derzeit über “mehr als 200 Kunden und monitort fast eine Million Lieferanten”. Das IntegrityNext-Team plant nun, “seine führende Position in Deutschland weiter auszubauen und sein Kernprodukt zu erweitern, um anstehende europäischen Vorschriften über seine Plattform abzubilden”.

Raisin


 M&G Investments und Altinvestoren wie Goldman Sachs investieren 60 Millionen Euro in Raisin. “With the new investment, we aim to give more consumers access to simple and convenient products by investing in new features, even simpler processes and broader accessibility, and to accelerate growth in expanding markets such as the United States, where we entered in 2020 and already manage significantly over $1 billion AuM”, teilt das Unternehmen mit. Das Berliner FinTech, bekannt für Weltsparen und Zinspilot, wurde 2012 von Tamaz Georgadze, Frank Freund und Michael Stephan gegründet. 2021 fusionierte die Spareinlagen-Plattform mit dem Hamburger Wettbewerber Deposit Solutions. Im Zuge der Investmentrunde stieg die Bewertung der Jungfirma auf über 1 Milliarde US-Dollar. Die neue Bewertung ist nicht bekannt, zuletzt hieß es aber, dass das Unternehmen bei der laufenden Investmentrunde eine Bewertung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro anstrebe. Mehr über Raisin

comstruct


 Rivus Capital, another.vc und Angel-Investoren wie Mario Götze, foodspring-Gründer Tobias Schuele, Schüttflix-Gründer Christian Hülsewig und Procuros-Gründer Patrick Thelen investieren 1,2 Millionen Euro in comstruct. Das Startup aus München, das von Henric Meinhardt, Julian Hufnagel, Jonas Beckort und Dominik Brosch gegründet wurde, kümmert sich um die Kommunikation in der Bauindustrie. Ziel ist es, die “Kommunikation sowie Geschäftsbeziehungen zwischen Bauunternehmen und ihren Zulieferern” zu vereinfachen. Mehr über comstruct

NautilusLog


Das Family Office D-Arbor Capital, das zum Logistikunternehmen Dettmer Group gehört, investiert in NautilusLog. Das Hamburger Startup, 2012 von Moritz Klemke, Sven Hamer, Otto Klemke und Ingo Klemke gegründet, positioniert sich als digitales Logbuch. “Die Mittel aus der Serie-A-Finanzierungsrunde werden für weiteres internationales Wachstum, Teamerweiterung und zum Ausbau von Dienstleistungen der Plattform verwendet, um die schnell wachsende globale Kundennachfrage bedienen zu können”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über NautilusLog

Grinol


ESB Invest und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (MBMV) investieren 900.000 Euro in Grinol. Das GreenTech, 2019 von Martin und Ulrich Wirtz in Murchin gegründet, möchte die “die Energieversorgung in Deutschland grüner machen”. Konkret hat das Unternehmen “ein patentiertes BAF-Verfahren zur Herstellung von Kraftstoffen aus biogenen Abfallstoffen entwickelt”. Die Jungfirma “vertreibt ihre Anlagen für die Produktion von grünem Heizöl in ganz Deutschland”.

Raketenstart


Das Business Angel-Netzwerk Croton Capital (Anna Fedulow, Barbara Clarke, Delphine Mousseau), FastBill-Gründer René Maudrich, Nadine Lilienthal, Magda Grünenwald und Cantabrigia Ventures (Lars A. Rosumek und René A. Pfromm) investieren in Raketenstart. Beim Kölner Startup, das 2021 von Madeleine Heuts gegründet wurde, handelt es sich um eine “digitale Rechtsabteilung für Startups, Gründer und Selbständige”. Das LegalTech soll dabei den “gesamten Rechtsberatungsbedarf” für Existenzgründer abdecken. Mehr über Raketenstart

Colibri Energy


 Emerald Technology Ventures, Nabtesco Technology Ventures (NTV) und ABN AMRO Sustainable Impact Fund investieren in Colibri Energy. Das Unternehmen aus Frankfurt am Main bzw. Berlin, 2015 gegründet, positioniert sich als “Anbieter von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Fahrzeuge in der Flughafen- und Industrielogistik”.

Board Owl


 Der Berliner Venture Capitalist allygatr investiert in Board Owl. Das Startup aus Zürich, gegründet von Daniel Aghdami, Sasha Savic und Delphine Trabaldo Togna, verknüpft “Entscheidungsträger:innen mit passenden Unternehmen”. “Nach Erfolgen in Asien und Europa startet Board Owl jetzt auch in Deutschland”, heißt es in der Presseaussendung.

MERGERS & ACQUISITIONS

zenloop


Die deutsch-amerikanische saas.group, eine Art Dachholding für SaaS-Firmen von Tim Schumacher, Tobias Schlottke und Ulrich Essmann, übernimmt das insolvente Berliner Startup zenloop, eine SaaS-Lösung für Feedbackmanagement – siehe Gründerszene. Das 2016 von den Flaconi-Gründern Paul Schwarzenholz und Björn Kolbmüller gegründete Unternehmen zenloop, erwirtschaftete 2021 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau der Jungfirma bis Ende 2021 rund 11,3 Millionen. signals Venture Capital, Nauta Capital und Piton Capital investierten zuletzt  – im Sommer 2020 – 6,1 Millionen Euro in zenloop. Insgesamt flossen somit mehr als 12 Millionen Euro in das Unternehmen. Zuletzt wähnte sich das zenloop-Team auf dem Weg in die Profitabilität. Zuvor trennte sich das Unternehmen aufgrund von sinkenden Umsätzen von 60 seiner 80 Mitarbeiter:innen. Nach einem geplatzten Wandeldarlehen schlitterte das Unternehmen dann in die Insolvenz. Mehr über zenloop

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#DealMonitor – Interface Capital investiert in RobCo – GGF setzt auf Vegdog – Übermorgen investiert in Biosimo

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um RobCo, Vegdog, Biosimo, Beyto und Cobe.

Interface Capital investiert in RobCo – GGF setzt auf Vegdog – Übermorgen investiert in Biosimo

Freitag, 11. November 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 11. November werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

RobCo


Der Berliner Geldgeber Interface Capital, hinter dem Pitch-Gründer Christian Reber und Blinkist-Gründer Niklas Jansen stecken, investierte nach unseren Informationen inzwischen nicht nur in Paretos, sondern auch in das Münchner Robotik-Startup RobCo. Das Startup, das einen modularen Industrieroboter anbietet, wurde 2020 von Roman Hölzl, Constantin Dresl und Paul Maroldt gegründet. “Durch die einzigartige Software sind sie innerhalb von Minuten einsatzbereit” verspricht das junge Unternehmen. Zu den weiteren Investoren der Jungfirma gehören insbesondere Freigeist Capital (Frank Thelen). Mehr über RobCo#EXKLUSIV

Vegdog 


 Der Berliner Impact-Investor Green Generation Fund (GGF) investiert gemeinsam mit dem Startup Family Office (SFO), einem weiteren Family Office aus München und dem Altinvestor Katjesgreenfood 3,5 Millionen Euro in Vegdog – wie wir vorab in Erfahrung bringen konnten. Das Unternehmen aus München, 2015 von Tessa Zaune-Figlar und Valerie Henssen ins Leben gerufen, positioniert sich als Shop für veganes Hundefutter. GGF hält nun 13,7 % an Vegdog. Katjesgreenfood ist weiter mit 15,1 % an Bord. Mehr über Vegdog #EXKLUSIV

Biosimo


 Übermorgen Ventures investiert in Biosimo. Das Startup aus Zürich, von Sotiria Mostrou und Maximilian Moser gegründet, kümmert sich um nachhaltige Chemikalien. “We are a chemical engineering start-up aiming to develop and operate processes to produce bio-based platform chemicals. With our bio-based chemicals, every-day products like textiles, glues, and films can become greener without changing design, supply chain, or market price”, heißt es zum Konzept.

MERGERS & ACQUISITIONS

Beyto


Die Osnabrücker Muuuh! Group übernimmt die Berliner Vioce-Agentur Beyto, 2019 von Claudius Herz und Maik Metzen gegründet. “Beyto wird als eigenständige Agenturmarke weitergeführt. Bereits vor zwei Jahren hat die Muuuh! Group die Agentur Future of Voice übernommen. Mit der heute bekannt gegebenen Verstärkung durch Beyto unterstreicht Muuuh! die große strategische Bedeutung von intelligenten Sprachassistenten für das Unternehmen, das damit zur ersten Adresse für Voice im deutschsprachigen Raum wird”, teilt das Unternehmen mit.

Cobe


Die Hamburger Etribes Group übernimmt die UX/UI-Agentur Cobe. “Nachdem wir bereits im Sommer 2021 den Berliner Venture Builder Pacemakers Digital Ventures übernommen und uns im Juli 2022 mit Orbit aus Hamburg, einer der renommiertesten Adressen im Corporate Venturing, zusammengeschlossen haben, feiern wir gemeinsam mit Cobe nun die dritte M&A-Transaktion seit 2021”, teilt Etribes mit.

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#DealMonitor – Holidu sammelt 100 Millionen ein – anvajo bekommt 17,7 Millionen – gigmit übernimmt Gigscene

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Holidu, anvajo, i2 invest, aspaara, 7Lytix, Gigscene und gigmit. Zudem legt Vireo Ventures den Vireo Electrification Fund (50 Millionen) auf.

Holidu sammelt 100 Millionen ein – anvajo bekommt 17,7 Millionen – gigmit übernimmt Gigscene

Mittwoch, 19. Oktober 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 19. Oktober werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Holidu


 Northzone, HV Capital, Vintage Investment Partners und Communfund Capital sowie Altinvestoren wie Prime Ventures, EQT Ventures, coparion, Senovo, Lios Ventures und Possible Ventures (Chris Hitchen) investieren 100 Millionen Euro in Holidu. “Die Runde umfasst auch eine Venture Debt über 25 Millionen Euro von Claret Capital und der Silicon Valley Bank”, heißt es in der Presseaussendung. Das Startup, das 2014 von den Brüdern Johannes und Michael Siebers gegründet wurde, kümmert sich um das “Suchen und Buchen von Ferienhäusern”. “Die neuen Mittel werden für die Eröffnung weiterer Niederlassungen in Europa verwendet. Zudem soll das organische und anorganische Wachstum in den bestehenden Märkten beschleunigt und in die Produktentwicklung auf den eigenen Plattformen investiert werden”, teilt das Unternehmen mit. 500 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Holidu. Insgesamt flossen nun schon mehr als 200 Millionen Euro in die Ferienhausplattform. Mehr über Holidu

anvajo 


Das Pharmazieunternehmen Meddice Arzneimittel, Johnsonville Ventures, Elber Beteiligungen, Think.Health und Die Bru?ckenköpfeX investieren 17,7 Millionen Euro in anvajo. Das Unternehmen aus Dresden, 2016 als Spin-off der Technischen Universität Dresden gegründet, entwickelt “innovative und digitale Lösungen fu?r die Analyse von Flu?ssigkeiten – mit besonderem Augenmerk auf den Gesundheitsbereich”. “Die Gelder sollen genutzt werden, um den Launch in humanmedizinischen Märkten zu beschleunigen sowie die bestehenden Point of Care-Produkte des Unternehmens zu stärken”, teilt das Unternehmen mit.

i2 invest


Mehrere Business Angels ein englischer Hedge Fund-Manager und zwei Family Offices investieren 3,8 Millionen Schweizer Franken in i2 invest. Das Zuger FinTech, 2017 von Gregor Stadelmann, Marco Müller, Markus Benz und Dominik Hertig gegründet, “digitalisiert alle entscheidenden Schritte von Investments in Darlehen”. Das FinTech kümmert sich dabei um “Investment Monitoring, Risikomanagement, Buchhaltung, Cash-Flow Management und Kredit-Bewertung.

aspaara


Wingman Ventures, Gentian und mehrere Business Angels investieren 2 Millionen Schweizer Franken in aspaara. Das Unternehmen aus Zürich, 2015 von Alexander Grimm und Kevin Zemmer gegründet, positioniert sich als “KI-Lösung für intelligente Personaleinsatzplanung”. “The funding will allow aspaara to further improve its commercial software and expand its business operations beyond Switzerland”, teilt das Unternehmen mit.

7Lytix


OÖ HightechFonds und Element Beteiligungs GmbH investieren einen siebenstelligen Betrag in 7Lytix – siehe Brutkasten. Das Linzer Startup, 2016 von Franziskos Kyriakopoulos gegründet, “macht die neuen Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz für jede Branche und jedes Business zugänglich und vor allem anwendbar”.

MERGERS & ACQUISITIONS

Gigscene


Das Berliner Startup gigmit, das Bands auf die Bühne bringt und hilft Clubs Bands zu entdecken, übernimmt den französischen Live-Musik-Marktplatz-Unternehmen Gigscene, 2018 von Adéla Sundby und Jan Sundby in Paris gegründet. “Die Übernahme ist auch ein wichtiges Signal an den französischen Musikmarkt. gigmit ist in Europa sehr aktiv, insbesondere in Großbritannien und in der GSA-Region. Frankreich darf dabei nicht vergessen werden. Mit tausenden von talentierten Acts und ebenso vielen Veranstaltungsorten und Festivals war es nur natürlich, sich mit Gigscene zusammenzuschließen, um unser Netzwerk zu erweitern”, heißt es in der Presseaussendung. Mehr über gigmit

VENTURE CAPITAL

Vireo Ventures


Der Berliner Frühphasengeldgeber Vireo Ventures legt mit dem Vireo Electrification Fund einen Fonds für das “Electrification Ecosystem” auf. Im Top sind bereits 50 Millionen Euro. Hinter Vireo Ventures steckt das ehemalige Team von Innogy Ventures, dem Venture-Capital-Arm von RWE, und Sven Heiligtag, ehemals Senior Partner bei McKinsey. Vireo Ventures investierte in den vergangenen Monaten bereits in Unternehmen wie Liefergrün, Heycharge und Green Fusion. Mehr über Vireo Ventures

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#Interview – “Viele Startups messen ihrem Recruiting nicht genug Bedeutung bei”

Das junge FinTech Teylor, das 2018 von Patrick Stäuble in Zürich gegründet wurde, vermittelte zunächst Kredite an Mittelständler. Inzwischen bietet das Unternehmen seine Kredit-Technologie auch Banken an. Ilavska Vuillermoz, Weisshorn Asset und ehemalige Banker investierten zuletzt 6,5 Millionen Schweizer Franken in das Unternehmen. “Vor allem wollen wir das Geld nutzen, um in ganz Europa zu expandieren”, sagt Gründer Stäuble.

40 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Teylor. “2021 konnte Teylor den Umsatz pro Monat durchschnittlich um 30 % steigern und hat für das vierte Quartal 2021 den Break-Even erreicht. Wir haben Bankkunden aus der gesamten DACH-Region und erste Projekte außerhalb des DACH-Raumes. Über unsere Plattform haben wir 2021 ein Kreditvolumen von über zwei Milliarden Euro bearbeitet”, sagt Stäuble zum Stand der Dinge bei Teylor.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Teylor-Macher unter anderem über Technologien, Aufholbedarf und Feedback.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Teylor erklären?


Meine Großmutter kennt noch die Zeit, in der es weder Computer noch das Internet gab. Für einen Kreditantrag musste man zum Bankgespräch und stapelweise Papierkram ausfüllen. Trotz der Digitalisierung in vielen anderen Bereichen ist das im Firmenkundengeschäft heute in vielen Banken immer noch so. Deshalb haben wir eine Software entwickelt, die KMU-Kreditprozesse digitalisiert und automatisiert. Diese nutzen wir, um schnell und unkompliziert über eine digitale Plattform Kredite zu vergeben. Wir stellen die Software außerdem Banken zur Verfügung, um deren Kreditprozesse zu digitalisieren.

War dies von Anfang an euer Konzept, oder hat sich euer Modell seit dem Start irgendwie verändert?


2018 haben wir Teylor zunächst als reine Kreditplattform gegründet. Diese war schnell sehr erfolgreich und wir bekamen Anfragen von Banken, die an unserer Technologie interessiert waren. Anschließend haben wir unsere SaaS-Lösungen entwickelt und auf den Markt gebracht. Da wir über kostengünstige und effiziente digitale Kanäle Zugang zu einer umfangreichen Pipeline an qualitativ hochwertigen Kreditnehmern haben, konnten wir zudem das Interesse verschiedener Debt-Investoren wecken. Seit der Gründung hat sich die Teylor-Plattform somit zu einer ganzheitlichen Lösung für alle Stakeholder des KMU-Kreditmarktes entwickelt.

Ihr konntet kürzlich 6,5 Millionen Schweizer Franken einsammeln. Wofür braucht ihr das Geld?


Vor allem wollen wir das Geld nutzen, um in ganz Europa zu expandieren. Wir haben bereits mehrfache Anfragen von europäischen Banken und sind mit einigen davon schon in fortgeschrittenen Verhandlungen. Außerdem wollen wir einen Teil der Finanzierung in die Weiterentwicklung unserer Tech-Plattform investieren.

Wie ist ist denn die Schweizer Sicht auf die deutsche FinTech- und Startup-Welt?


Im Vergleich zur Schweiz ist die deutsche Szene viel größer. Derzeit tut sich viel im deutschen Markt, vor allem in der Berliner Start-up-Szene. Mit Blick auf die Finanzindustrie sehe ich nach wie vor einen hohen Aufholbedarf bei deutschen Banken, was Möglichkeiten für FinTechs schafft. Außerdem sind deutsche Finanzinstitute auch sehr offen für eine Zusammenarbeit.

Wie genau funktioniert denn euer Geschäftsmodell?


Die Teylor-Plattform ist das Bindeglied zwischen KMU, Banken und Debt-Investoren. Wir bieten KMU eine schnelle, unkomplizierte Online-Finanzierung während wir Banken Software-as-a-Service-Lösungen zur Digitalisierung ihrer Kreditprozesse zur Verfügung stellen. Zudem bekommen Debt-Investoren über unseren Kreditfonds einfachen Zugang zu unserer KMU-Kreditpipeline und profitieren von unseren digitalen Vertriebskanälen und Risiko-Tools. Mit diesem Ansatz lösen wir das strukturelle Ertragsproblem des KMU-Kreditmarkts nicht nur teilweise, sondern ganzheitlich für alle involvierten Stakeholder. Unser Vorteil dabei ist, dass wir drei unterschiedliche Ertragsquellen haben und Synergien im Finanzierungs- und Softwaregeschäft nutzen können. Wir haben somit einen enormen Wettbewerbsvorteil. Denn die meisten Fintechs machen nur Tech und die meisten Finanzierungsunternehmen nur Finanzierung. Wir machen beides.

Wie ist überhaupt die Idee zu Teylor entstanden?


Vor Teylor habe ich zunächst als Produktmanager und anschließend als Head of Business Development bei einem Zürcher Fintech gearbeitet. Während dieser Zeit stand ich im Austausch mit vielen Banken und mir fiel auf, dass es im Privatkundengeschäft vonseiten der Banken bereits umfangreiche digitale Angebote gibt. Der KMU-Markt wurde jedoch komplett vernachlässigt. Dieses Problem wollte ich mit Teylor lösen. Später wurde uns bewusst, dass die mangelnde Digitalisierung nicht nur ein Problem für KMU ist, sondern auch für Banken und Kapitalgeber. Deshalb sind nach dem Launch der Kreditplattform später die Softwaresparte und der Kreditfonds entstanden.

Wie hat sich Dein Teylor seit der Gründung entwickelt?


2018 habe ich Teylor alleine gestartet und dann die ersten zwei Mitarbeiter eingestellt. Inzwischen besteht das Team aus 40 Mitgliedern. Wir suchen auch weiterhin nach Verstärkung, denn wir verzeichnen starkes Wachstum. 2021 konnte Teylor den Umsatz pro Monat durchschnittlich um 30 % steigern und hat für das vierte Quartal 2021 den Break-Even erreicht. Wir haben Bankkunden aus der gesamten DACH-Region und erste Projekte außerhalb des DACH-Raumes. Über unsere Plattform haben wir 2021 ein Kreditvolumen von über zwei Milliarden Euro bearbeitet.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Bislang ist eigentlich nichts so richtig schief gelaufen. Natürlich hat COVID auch unser Kreditgeschäft eingetrübt – so wie bei allen anderen Kreditplattformen und Banken – aber das konnten wir durch das starke Wachstum im Softwaregeschäft mehr als ausgleichen. Was für uns, wie sicherlich auch für die meisten Startups, zeitweilig herausfordernd war, ist die richtigen Leute für das Team zu finden. Mittlerweile gelingt uns das ganz gut, da wir im Markt einen gewissen Bekanntheitsgrad haben und wir sowohl in den Junior-Positionen als auch für das Senior Management sehr gute Kandidaten finden.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Wir haben sehr gut und schnell auf die Anforderungen des Marktes reagiert. Wir haben von Anfang an den Ansatz verfolgt, unsere Lösungen schnell auf den Markt zu bringen, um schnell Feedback zu bekommen und dieses dann auch zügig umzusetzen. Daraus sind neue Produkte entstanden wie etwa unser SaaS-Geschäft und der Kreditfonds. Aber auch die bestehenden Lösungen entwickeln wir konstant weiter basierend auf dem Feedback unserer Kunden. Aufgrund dieses agilen Ansatzes ist es uns gelungen, das am Markt führende Angebot zu entwickeln und uns von der Konkurrenz abzusetzen.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründern mit auf den Weg?


Hört auf eure Kunden! Statt de facto ein Produkt für sich selbst zu entwickeln, sollte man so schnell wie möglich an den Markt, um Feedback zu bekommen. Das ist entscheidend. Außerdem ist das Team enorm wichtig. Das klingt nach einer Binsenweisheit, aber ich sehe viele Startups, die ihrem Recruiting nicht genug Bedeutung beimessen. Dabei kann man mit dem richtigen Team jede Herausforderung meistern.

Wo steht Teylor in einem Jahr?


Wir wollen in diesem Jahr weiter aggressiv wachsen. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Unser Ziel ist es, die europaweit führende KMU-Kreditplattform zu werden. Außerdem wollen wir die Plattform weiter ausbauen und weitere Softwaremodule entwickeln. In einem Jahr wird keine Bank, keine KMU und kein Finanzierer mehr an Teylor vorbeikommen.

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Foto (oben): Teylor

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