Android wird zum Agenten: So plant Google die Sicherheit bei Gemini




Google baut Android etwas um. Weg vom reinen Betriebssystem, hin zu einem System, das mit Gemini Intelligence mitdenkt. David Kleidermacher von Google hat nun dargelegt, wie das Ganze abgesichert wird, damit der Nutzer nicht die Kontrolle verliert. Im Kern geht es darum, dass das Smartphone Aufgaben übernimmt, Formulare ausfüllt oder Apps steuert, während der Datenschutz gewahrt bleibt.

Alles basiert auf Freiwilligkeit. Wer Gemini für das automatische Ausfüllen von Daten nutzen möchte, muss das explizit einschalten. Das gilt auch für die Steuerung von Apps, die im Laufe des Jahres kommt. Der Nutzer bestimmt im System, welche Anwendungen der Assistent überhaupt anfassen darf. Käufe müssen zudem immer bestätigt werden, Gemini darf also nicht eigenmächtig das Konto leeren. Auch bei proaktiven Funktionen wie Magic Cue entscheidet der Anwender per Klick oder in den Einstellungen, ob Daten geteilt werden.

Technisch setzt Google auf Bewährtes und Neues. Der Private Compute Core und geschützte virtuelle Maschinen sichern die Daten ab, die im Hintergrund für Vorschläge verarbeitet werden. Gegen Angriffe wie Prompt Injection baut Google Schutzmaßnahmen ein, die ähnlich wie die Sicherheitsfunktionen in Chrome funktionieren sollen. Ein Großteil der Infrastruktur entspricht dabei dem Standard, den Google ohnehin für seine Dienste nutzt.

Transparenz sei ein wichtiger Punkt, damit man weiß, was das Gerät gerade treibt. Wenn Gemini eine App steuert, lässt sich der Fortschritt live verfolgen. Ein Hinweisschild am oberen Bildschirmrand zeigt dauernd an, wenn der Assistent aktiv ist, und lässt sich nicht einfach wegwischen. Im Privatsphäre-Dashboard taucht bald eine Übersicht auf, welche KI-Assistenten in den letzten 24 Stunden auf welche Apps zugegriffen haben. Teile des Codes sind zudem quelloffen und können von Experten überprüft werden. Google möchte diese Sicherheitsvorgaben als Standard für alle Entwickler auf der Plattform etablieren. Man darf gespannt sein, wie sich das im Alltag schlägt – gerade bei weniger versierten Anwendern.

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3D-Emojis sollen im Laufe des Jahres auf den Pixel-Smartphones ausrollen

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Look der Emojis, auch unter der Android-Plattform, stetig weiterentwickelt. Man denke da noch an Zeiten der Blob-Emojis der 2010er zurück. Emojis erlauben es, Gefühle und andere Inhalte in kompakter Form zu vermitteln. Mit Noto 3D hat Google jetzt eine neue Emoji-Kollektion vorgestellt. Diese sollen wesentlich lebendiger ausfallen, um Gefühle online besser rüber zu bringen, so Google. Google führt die neuen 3D-Emojis sukzessive ein. Im Laufe des Jahres soll es mit den Pixel-Smartphones losgehen.

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Android Pause Point: Googles Feature gegen sinnlose Handy-Nutzung

Kennt man ja – man greift zum Handy, scrollt eine Weile durch irgendwelche Feeds und merkt irgendwann, dass man eigentlich gar keinen konkreten Grund hatte, das Gerät überhaupt in die Hand zu nehmen. Dabei kann schon allerhand Zeit einfach so vergehen, ohne dass dabei irgendetwas Sinnvolles rausgekommen wäre.

App-Timer gibt es zwar schon eine Weile, aber die lassen sich meist mit einem Tipp wegdrücken. Komplette Sperren wiederum sind im Alltag oft unpraktisch, weil man manche Apps eben doch manchmal braucht. Das kommende Feature Pause Point von Google versucht, genau diesen Mittelweg zu finden.

Wer eine ablenkende App öffnet, bekommt zunächst zehn Sekunden Pause – quasi als eine Art kurzen Moment der Besinnung, warum man die App gerade öffnet. In dieser Zeit lässt sich eine kurze Atemübung machen oder ein Timer setzen, damit das Scrollen nicht ausufert. Wer mag, kann sich auch Lieblingsfotos anzeigen lassen oder zu Alternativvorschlägen wechseln, etwa einem Hörbuch.

Wer das Feature deaktivieren will, kommt nicht einfach durch einen schnellen Toggle in den Einstellungen davon. Pause Point verlangt dafür einen Neustart des Telefons – das soll verhindern, dass man die Funktion im schwachen Moment mal eben abschaltet.

Ob das im Alltag wirklich funktioniert, hängt natürlich von der eigenen Disziplin ab. Aber der Ansatz, nicht mit harten Sperren zu arbeiten, sondern mit einem kleinen bewussten Moment vor der Nutzung, klingt zumindest realistischer als totale Verbote.

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Android 17: Fokus auf Content Creation und professionelle Video-Workflows

Das kommende Android-Update auf Version 17 richtet sich laut Google stärker als bisher an sogenannte Content Creator und professionelle Anwender. Statt wie gewohnt nur auf App-Ebene zu reagieren, verankert Google neue Werkzeuge direkt im System – und holt sich dafür dann auch namhafte Partner wie Meta und Adobe ins Boot.

Als Neuerung gibt es da beispielsweise die sogenannte Screen-Reactions-Funktion. Wer Reaktions-Videos dreht, hat aktuell hier und da folgendes Problem: Man braucht entweder eine externe App oder bastelt sich mit einem Greenscreen-Setup etwas zusammen. Screen Reactions löst das, indem Bildschirminhalt und Frontkamera gleichzeitig aufgezeichnet werden – alles systemseitig, ohne Umwege. Der Rollout startet im Sommer, zunächst auf Pixel-Geräten.

Was die Instagram-Integration angeht, hat Google offenbar eng mit Meta zusammengearbeitet. In der Praxis war es lange ein Ärgernis, dass Aufnahmen direkt in der Instagram-App spürbar schlechter aussahen als das, was die native Kamera-App liefert. Ultra HDR, systemseitige Videostabilisierung, der bekannte Night Sight Nachtmodus und eine überarbeitete Upload-Pipeline sollen die Lücke schließen.

Die Edits-App, die es bislang nur für Android gibt, bekommt ebenfalls Zuwachs. Neu sind zwei KI-gestützte Funktionen, die komplett auf dem Gerät selbst laufen – also ohne Cloud-Anbindung. Smart Enhance skaliert und optimiert Foto- und Videomaterial per Knopfdruck, Sound Separation trennt verschiedene Tonspuren voneinander – also etwa Wind, Hintergrundgeräusche und Sprache – und erlaubt es, diese einzeln zu pegeln oder ganz zu entfernen.

Wer auf einem Tablet arbeitet, profitiert davon, dass Instagram jetzt vollständig für größere Android-Displays optimiert wurde. Außerdem: Adobe Premiere soll für Android erscheinen, inklusive spezieller Vorlagen für YouTube Shorts. Für den wirklich professionellen Bereich führt Android 17 außerdem das Format APV (Advanced Professional Video) ein. Dieser Videocodec zielt auf hohe Speichereffizienz bei gleichzeitig professioneller Bildqualität ab. Aktuell läuft er auf dem Samsung Galaxy S26 Ultra und dem vivo X300 Ultra, weitere Geräte mit Snapdragon 8 Elite Chipsatz sollen im Laufe des Jahres folgen.

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Android Auto: Google bringt KI und 3D-Navigation auf das Dashboard

Google plant eine umfassende Modernisierung von Android Auto und seinem integrierten System Google Built-in, um die Nutzererfahrung in weltweit Millionen von Fahrzeugen zu verbessern. Die Neuerungen umfassen ein modernisiertes Design (Material 3 Expressive) mit anpassbaren Widgets sowie eine immersive 3D-Navigation. Gebäude, Brücken und Geländeformen werden plastisch dargestellt, Fahrspuren, Ampeln und Stoppschilder treten klarer hervor. Wer ein Fahrzeug mit fest verbautem Google-System fährt, bekommt noch mehr: Dort greift das System auf die Frontkamera des Autos zu und analysiert in Echtzeit, auf welcher Fahrspur man sich gerade befindet.

Hervorzuheben ist aber auch die Einbindung von Gemini, welche kontextbezogene Unterstützung bei Nachrichten bietet und als digitales Fahrzeughandbuch fungiert (Fragen zu Warnleuchten im Cockpit stellen oder ausrechnen lassen, ob ein bestimmtes Möbelstück in den Kofferraum des eigenen Modells passt). Während der Fahrt stehen verbesserte Sicherheitsfunktionen im Fokus, während im Stand hochauflösendes Videostreaming und hochwertiger Sound – Dolby Atmos, sofern die Fahrzeughardware das hergibt – ermöglicht werden sollen. Diese Updates werden schrittweise bei führenden Automobilherstellern eingeführt, wobei der volle Funktionsumfang von der jeweiligen Hardware des Fahrzeugs abhängt.

Zu den ersten Herstellern, die die neuen Funktionen ausrollen, zählen BMW, Mercedes-Benz, Volvo, Ford, Hyundai, Kia, Renault, Škoda, Genesis sowie Mahindra und Tata. Die Updates kommen gestaffelt im Laufe des Jahres, und nicht jedes Feature steht auf jedem Fahrzeug oder Smartphone zur Verfügung – das hängt von der verbauten Hardware ab. Wer ein aktuelles Modell mit Google Built-in fährt, dürfte aber ziemlich vollständig von den Neuerungen profitieren.

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