#DealMonitor – the nu company sammelt 14 Millionen ein – Boxine geht per SPAC-IPO an die Börse – Carbonfuture bekommt 2,8 Millionen

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um the nu company, Carbonfuture, Coinpanion, PlusDental und Boxine.

the nu company sammelt 14 Millionen ein – Boxine geht per SPAC-IPO an die Börse – Carbonfuture bekommt 2,8 Millionen

Dienstag, 31. August 2021VonTeam

Im aktuellen #DealMonitor für den 31. August werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

the nu company


 DLF Venture, Five Seasons Ventures und DX Ventures, der Inevstmentableger von Delivery Hero, investieren gemeinsam mit Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, BackBone Ventures sowie Square One Foods 14 Millionen Euro in the nu company. Das Food-Startup aus Leipzig, das 2016 gegründet wurde, bietet unter der Marke nucao vegane und zuckerreduzierte Schokoriegel an. “Die Series A hilft uns dabei weitere Produkte auf den Markt zu bringen, die eine echte positive Veränderung im Massenmarkt herbeiführen können”, teilt das Unternehmen mit. ForestFinance, Formel-1-Weltmeister Rosberg, Develey-Geschäftsführer Michael Durach und Square One Foods investierten zuletzt rund 3,7 Millionen Euro in the nu company.

Carbonfuture


 Der Zürcher ClimateTech-Investor Übermorgen Ventures, Wi Venture und seed speed Ventures, der Frühphaseninvestor von Carsten Maschmeyer, investieren 2,8 Millionen Dollar in Carbonfuture – siehe Gründerszene. Das Freiburger Startup positioniert sich als “Marktplatz und Plattform für hochwertige und wirkungsvolle Kohlenstoffsenken-Credits”. Es geht somit um den Handel mit Emissionsrechten. “Wir unterstützen Unternehmen und Organisationen weltweit auf ihrem Weg zu echter Klimaneutralität”, teilt die Jungfirma mit. Carbonfuture wurde 2020 von Matthias Ansorge, Marcel Eichler, Natasha Schaufler, Hannes Junginger und Andreas Hölzl gegründet.

Coinpanion


Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Patrick Pöschl (Scalable Capital), Christopher Oster (Clark), Florian Gschwandtner (Runtastic), Johann “Hans” Hansmann und Frank Westermann (mySugr) investieren 1,8 Millionen Euro in Coinpanion. Das Startup, das 2019 von Alexander Valtingojer, Matthias Zandanel, Saad J. Wohlgenannt und Aaron Penn in Wien gegründet, ermöglicht seinen Nutzer:innen Krypto-Investments. “Die 1,8 Millionen Euro Kapital sollen vor allem in das weitere Wachstum fließen. Wir wollen unser starkes Nutzer*innen-Wachstum weiter ausbauen. Außerdem planen wir, innerhalb eines Jahres von 18 auf 50 Mitarbeiter zu wachsen”, teilt das FinTech mit.

PlusDental 


Germany’s Next Topmodel-Star Bruce Darnell investiert in PlusDental, das gerade massiv Mitarbeiter entlassen hat. Der Einstieg erfolgt im Rahmen einer Werbekooperation. Der TV-Star wird “Brand-Ambassador von PlusDental in TV-Spots sowie einer Out-of-Home-Kampagne”. Das Berliner Startup, das 2017 von Constantin Bisanz, David Khalil, Peter Baumgart und Lukas Brosseder ins Leben gerufen wurde, positioniert sich im Bereich “digitale Zahnmedizin und ästhetische kieferorthopädische Korrekturen mit transparenten Zahnschienen”. Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren schon knapp 100 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über PlusDental

STOCK MARKET

Boxine


 Das Düsseldorfer Unternehmens Boxine, bekannt für die Toniebox und die Tonies, geht – wie erwartet – via 468 SPAC I an die Börse.  “Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wird Boxine mit einem pro-forma Unternehmenswert von 870 Millionen Euro und einem pro-forma Eigenkapitalwert von 990 Millionen Euro bewertet”, teilen die Unternehmen mit. Mit der Toniebox und den dazugehörigen Tonies haben die Gründer Patric Faßbender und Marcus Stahl 2014 ein Audiosystem für Kinder erschaffen. In diesem Jahr peilt das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 170 Millionen Euro an. Im Vorjahr waren es 137 Millionen. Der SPAC-IPO wird Boxine “voraussichtlich einen Bruttoerlös von 400 Millionen Euro einbringen”. Hinter 468 SPAC I verbirgt sich der noch junge Geldgeber 468 Capital (unter anderem Ex-Rocket Internet-Macher Alexander Kudlich). Die Münchner Industrieholding Armira, der Movinga-Investor Santo Venture Capital und Zalando-Gründer Robert Gentz kauften das Düsseldorfer Unternehmen Boxine 2019, wohl für rund 300 Millionen Euro. Mehr über Boxine

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – GoStudent wird mit Millionen von DST Global zum Unicorn – Myos bekommt 25 Millionen – Tencent übernimmt Yager

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um das neue Unicorn GoStudent, Myos, Airbank, Yager und Tencent sowie Twist und GreenMobility.

GoStudent wird mit Millionen von DST Global zum Unicorn – Myos bekommt 25 Millionen – Tencent übernimmt Yager

Dienstag, 22. Juni 2021Vonds-Team

Im aktuellen #DealMonitor für den 22. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

GoStudent


 DST Global, SoftBank, Tencent und Dragoneer sowie Altinvestoren wie Coatue, Left Lane Capital und DN Capital investieren 205 Millionen Euro in GoStudent. Das EdTech wird dabei mit 1,4 Milliarden Euro bewertet und steigt somit zum Unicorn auf. “Mit der neuen Finanzierung beläuft sich die Gesamtinvestition von GoStudent auf über 291 Millionen Euro”, teilt das Unternehmen mit. Erst im März dieses Jahres sammelte GoStudent 70 Millionen Euro ein. Das Wiener Startup, das sich als E-Learning-Dienst positioniert und auf kostenpflichtige Einzelkurse setzt, wurde 2017 von Gregor Müller, Felix Ohswald und seinem Bruder Moritz Ohswald gegründet. “Das Investment wird genutzt, um die globale Expansion weiter voranzutreiben”, schreibt das Unternehmen. Über 500 Mitarbeiter:innen wirken bereits für das junge Unternehmen. Mehr über GoStudent

Myos 


 Xploration Capital, Fasanara Capital und Tomahawk, also Cédric Waldburger, investieren 25 Millionen Euro in Myos – siehe FinanceFWD. Das Startup, das 2018 von Nikolaus Hilgenfeldt ins Leben gerufen wurde, versorgt Händler mit Betriebsmitteln (Working Capital). Das Unternehmen nutzt dabei “die Transparenz und Datenverfügbarkeit auf E-Commerce-Plattformen, um das Kreditrisiko auf Basis des Umsatzpotenzials von Handelsprodukten zu bewerten”. Die Deutsche Handelsbank, Mountain Partners, BTH, Avala Capital, die raisin-Gründer, Tim Marbach und Gerald Schönbucher investierten 2019 bereits 10 Millionen Euro in Myos.

Airbank 


 New Wave, Speedinvest, Calm/Storm Ventures, Tiny.VC und einige Angel-Investoren investieren 2,5 Millionen Euro in Airbank. Das Berliner Startup, das 2021 von Christopher Zemina, zuletzt Principal bei Speedinvest, und Patrick de Castro Neuhaus gegründet wurde, kann man als eine Art CFO-Cockpit bezeichnen. In der Selbstbeschreibung heißt es: “Cashflow Management Lösung für Startups und KMUs, die alle Geschäftskonten und Finanzdaten an einem Ort vereint, reibungslose Liquiditätskontrolle und -planung ermöglicht und den Zahlungsverkehr vereinfacht”. Über den Einstieg von Speedinvest hatten wir bereits Anfang April im Insider-Podcast berichtet.

MERGERS & ACQUISITIONS

Yager


Der chinesische Internetriese Tencent übernimmt die Mehrheit am Berliner Gamesstudio Yager – siehe GamesWirtschaft. Yager, das 1999 von Timo Ullmann, Uwe Bennecke, Roman Golka, Philipp Schellbach und Mathias Wiese gegründet wurde, ist insbesondere für den Antikriegs-Ego-Shooter “Spec Ops: The Line” und das Weltraum-Action-Spiel “Dreadnought” bekannt. Tencent stieg bereits 2020 bei Yager und hielt zuletzt 25 % am Unternehmen. 140 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Yager.

Twist


 Der dänische GreenMobility übernimmt das Stuttgarter Startup Twist. “Damit wird das Unternehmen aus Kopenhagen erstmals auf dem deutschen Markt aktiv”, heißt es in der Presseaussendung.  Twist bietet seit 2020 elektrisches Car- und Roller-Sharing für kleinere Städte und Gemeinden an. Die Jungfirma wurde von EnBW und dem Company Builder Bridgemaker angeschoben.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – Celonis bekommt 1 Milliarde – Flixbus sammelt 650 Millionen ein – Tier Mobility bekommt 60 Millionen

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Celonis, Flixbus, Tier Mobility, Cognigy, OroraTech, Evana, Bikemap, WeProfit und Fyppit.

Celonis bekommt 1 Milliarde – Flixbus sammelt 650 Millionen ein – Tier Mobility bekommt 60 Millionen

Mittwoch, 2. Juni 2021Vonds-Team

Im aktuellen #DealMonitor für den 2. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Celonis


Durable Capital Partners, T. Rowe Price Associates, Franklin Templeton, Splunk Ventures und “eine Gruppe weiterer Investoren” sowie Altinvestoren wie Arena Holdings investieren 1 Milliarde US-Dollar in das Process Mining-Grownup Celonis. Eine solche Summe sammelte bisher noch kein Startup auf seinen Schlag ein. Die Bewertung liegt bei 11 Milliarden Dollar. Damit ist Celonis das erste deutsche Decacorn. Mit dem Begriff werden Unternehmen beschrieben, die mindestens mit 10 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Mehr im ausführlichen Artikel zum Decacorn-Investment

Flixbus


Jetzt offiziell: Canyon Partners aus Los Angeles investiert gemeinsam mit Altinvestoren wie General Atlantic, Permira, TCV, HV Capital, Blackrock, Baillie Gifford und Silverlake 650 Millionen US-Dollar Eigen- und Fremdkapital in FlixMobility, das Unternehmen hinter Flixbus und Flixtrain. Die Bewertung steigt auf 3 Milliarden Dollar. “Die Investition unterstützt die Strategie von FlixMobility, das größte Netzwerk in den USA, Großbritannien und Portugal anzubieten und die führende Position in der Türkei, Frankreich und Osteuropa weiter auszubauen. Darüber hinaus plant das Unternehmen bereits, nach einer pandemiebedingten Pause, in neue Märkte zu expandieren”, teilt das Unternehmen mit. TCV, Permira, HV Capital, General Atlantic und Silverlake investieren zuletzt rund 500 Millionen Euro in das Unternehmen. Im Insider-Podcast hatten wir bereits vor wenigen Tagen über eine anstehende Investmentrunde bei Flixbus berichtet. Die von uns berichteten 300 Millionen Dollar sind dabei das erwähnte Eigenkapital, der Rest Fremdkapital. Mehr über Flixbus

Tier Mobility


Goldman Sachs stellt dem millionenschweren Berliner Mobility-Startup Tier, das E-Scooter und Roller anbietet, eine sogenannte Asset-Backed-Finanzierung in Höhe von 60 Millionen US-Dollar zur Verfügung. “The debt facility from the leading investment banking, securities and investment management firm is the first of such scale in micro-mobility and will fuel TIER’s e-scooter fleet expansion for 2021”, heißt es in der Presseaussendung. Investoren wie SoftBank, Mubadala Capital, Northzone, Goodwater Capital und White Star Capital investierten bereits in Tier. Das Unternehmen wurde 2018 von Lawrence Leuschner, Matthias Laug und Julian Blessin gegründet. Mehr über Tier Mobility

Cognigy


 Insight Partners. DN Capital, Global Brain, Nordic Makers, Inventures und Digital Innovation and Growth investieren 44 Millionen US-Dollar in Cognigy. Das Düsseldorfer Unternehmen, das 2016 von Philipp Heltewig und Sascha Poggemann gegründet wurde, entwickelt einen Künstliche Intelligenz-Service, Kundenanfragen zu managen. Zu den Kunden des Unternehmens gehören unter anderem Lufthansa, BioNTech und Daimler. Bis Ende 2019 flossen bereits rund 6,5 Millionen Euro in Cognigy. Mit dem frischen Kapital möchte das Unternehmen “sein weltweites Kundenwachstum fördern, neue Partnerschaften vorantreiben und die marktführenden Funktionen seiner Plattform kontinuierlich weiterentwickeln, um die Einführung von Künstlicher Intelligenz auf Unternehmensebene zu beschleunigen”. Mehr über Cognigy

OroraTech


 Bayern Kapital, Ananda Impact Ventures, Findus Ventures, APEX Ventures und “ein Konsortium erfahrener Business Angels” investieren 5,8 Millionen Euro in OroraTech.Das Münchner Unternehmen positioniert sich als “kommerzieller Anbieter von Satelliten, die – mit Infrarot-Kameras ausgestattet – Buschfeuer überall auf der Welt frühzeitig entdecken und überwachen können”. Das junge Startup entstand als Spin-off des Raumfahrtlehrstuhls der TUM. Mehr über OroraTech

Evana


 Wecken & Cie., AC X und das Schweizer Family Office Arventus sowie die Altinvestoren Patrizia und AM Alpha investieren 10 Millionen Euro in das PropTech Evana. “Das Unternehmen nutzt die Finanzierung, um Evana als führende Plattform für das digitale Daten- und Dokumenten-Management in Europa und Technologieführer für Künstliche Intelligenz in der Immobilienwirtschaft zu etablieren”, heißt es in der Presseaussendung. Das 2015 gegründete PropTech (Frankfurt am Main und Saarbrücken) beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter:innen.

Bikemap


 Der niederländische Investors Ponooc, der auch bei Swapfiets und Unu an Bord ist, investiert eine siebenstellige Summe in das Wiener Startup Bikemap. Die Jungfirma bezeichnet sich selbst als “bisher größte nutzer:innengenerierte Fahrradroutensammlung der Welt”. Die Bikemap-App, die 2014 gegründet wurde, bietet nach eigenen Angaben “mehr als sieben Millionen Routen in über 100 Ländern” an. 30 Mitarbeiter:innen arbeiten für das Unternehmen.

WeProfit


Angel-Investoren wie Clemens Bollinger, Vahe Andonians, Armen Kocharyan, Ara Abrahamyan und Jörg-Matthias Butzlaff investieren 330.000 US-Dollar in WeProfit. Das Startup aus Frankfurt am Main bringt sich als “Software Development-Marktplatz” in Stellung. Über die Plattform können Unternehmen “passende und gescreente Geschäftspartner für Software Development-Projekte finden”. WeProfit wurde von Sahak Artazyan, Matteo Emmanuello und Arsen Abrahamyan gegründet.

Fyppit


Der Berliner Geldgeber APX, hinter dem Axel Springer und Porsche stecken, investiert in Fyppit. Das Berliner Startup, das 2020 von Harsha Jagasia, Tobias Lehmann und Andy Seto gegründet wurde, bietet einen Online-Marktplatz an, bei dem Kundinnen und Kunden “Waren direkt von ihren lokalen Geschäften mit Lieferung am selben Tag bestellen können”.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#Interview – “Rasantes Wachstum lässt sich leider oft nicht mit Qualität vereinbaren”

Das junge Unternehmen waterdrop setzt auf “kleine, kompakte Würfel, die pures Wasser im Handumdrehen in ein erfrischendes Getränk verwandeln”. Drei Jahre nach der Gründung erwirtschaftete das Wiener Unternehmen bereits einen Umsatz von 22 Millionen Euro. “2020 konnten wir über 40 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften und für 2021 erwarten wir eine Verdopplung. Der Umsatz für 2021 setzt sich umgerechnet aus 200 Millionen Drops zusammen”, sagt Gründer Martin Murray.

Vor drei Jahren war das waterdrop-Team in der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” zu Gast. “Wir waren 2018, also ein Jahr nach Launch, in der Show. Die mediale Aufmerksamkeit, die wir durch die Ausstrahlung erhalten haben, war natürlich enorm und ein echter push der Bekanntheit von waterdrop. Die Server liefen nach dem TV-Auftritt heiß und uns kannten auf einmal Millionen Menschen in Deutschland. Wir hatten alleine in den ersten 24 Stunden nach Ausstrahlung 30.000 neue Kunden”, blickt Murray zurück.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der waterdrop-Gründer außerdem über Plastikflaschen, den Massenmarkt und Strohhalme.

Wie würdest Du Deiner Großmutter waterdrop erklären?


waterdrops sind kleine, kompakte Würfel, die pures Wasser im Handumdrehen in ein erfrischendes Getränk verwandeln. Sie enthalten keinen Zucker, dafür natürliche und wertvolle Inhaltsstoffe und helfen dabei, die empfohlenen zwei bis drei Liter Wasser am Tag zu trinken. Somit muss man nichts mehr in Plastikflaschen packen und durch die Gegend fahren, sondern macht sich selbst mit Leitungswasser bequem sein eigenes Getränk.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?


Unsere Mission, es den Leuten möglichst einfach zu machen, ausreichend Wasser zu trinken, ist geblieben. Zentraler Bestandteil dabei sind auch immer noch unsere Microdrinks. Mittlerweile bieten wir zehn unterschiedliches Sorten, darunter fruchtige, Kräuternoten oder mit Koffein an. Im Herbst 2020 haben wir unser Angebot um die Microteas, die heiß getrunken werden, ergänzt. Eine Vielzahl von Accessoires, wie Flaschen, Tumbler, Strohhalme oder die Signature Gläser runden unser Angebot ab und machen täglich Lust, mehr Wasser zu trinken. Für 2021 wollen wir neben heißen und kalten Drinks noch eine dritte Säule, die wir Drink-Tech nennen, aufbauen. Unser Ziel ist es, die Getränkeindustrie smart zu machen und zu revolutionieren. Mehr kann ich noch nicht verraten, aber da wird dieses Jahr noch einiges kommen.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?


Wir gehören zu denen, die die Krise nicht getroffen hat – ganz im Gegenteil sogar. Dank unseres digitalen Geschäftsmodells haben wir auch in der Krise viele Chancen nutzen können. Natürlich sind unsere 15 stationären Läden stark betroffen gewesen, andererseits konnten wir vor allem Online ein enormes Wachstum verbuchen. Insgesamt konnten wir durch unsere Kundennähe, dem verstärkten Bewusstsein für Gesundheit und Nachhaltigkeit sowie unserem E-Commerce Geschäft unseren Umsatz auf über 40 Millionen Euro steigern. Auch in 2021 sehen wir keinen Einbruch und erwarten sogar eine weitere Umsatzverdopplung.

Wie ist überhaupt die Idee zu waterdrop entstanden?


Ich hatte schon immer eine Passion zur Getränkeindustrie, da ich leidenschaftlicher Wassertrinker bin und ich immer fasziniert davon war, wie sich so eine große Industrie über Dekaden nicht verändert hat. Ich war immer schon überzeugt, dass ich mal selbst gründen werde. Die Idee hatte ich 2015 im Flieger von Singapore nach Hongkong während meines MBAs. Ich wurde wie immer gefragt “Was wollen Sie trinken?” – Wie immer trank ich nur Wasser, nur ich habe mir gedacht “Es wäre doch spannend, wenn ich jetzt was dabei hätte, das ich bequem ins Wasser geben kann, um ihm etwas mehr “Pepp” zu geben.” Ich war so verliebt in die Idee, dass ich überzeugt war, dass ich den Getränkemarkt mit meiner Idee nachhaltig verändern kann. Unsere Microdrinks lösen fast alle Probleme, die die Getränkeindustrie hat! Zum Beispiel Verpacken in PET-Flaschen, lange Transportwege, keine wirkliche Möglichkeit des Online Vertriebs – um nur drei Aspekte zu nennen. Also habe ich mich “literally” ins kalte Wasser gestürzt und angefangen an waterdrop zu arbeiten.

Wie hat sich waterdrop seit der Gründung entwickelt?


Waterdrop ist mittlerweile eines der am schnellsten wachsenden E-Commerce Unternehmen Europas. Die Mission von waterdrop besteht weiterhin darin, Menschen zu helfen, mehr Wasser zu trinken, dabei gleichzeitig den Verbrauch von Plastik und CO2 zu reduzieren.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist waterdrop inzwischen?


Seit der Gründung ist der Umsatz von waterdrop rapide gewachsen: Im ersten Jahr – 2017 – erreichten wir 700.000 Euro Umsatz, in Jahr zwei standen wir bei 5 Millionen Euro, in Jahr drei dann sogar bei 22 Millionen Euro. Ein Team von über 200 Menschen mit Headquarter in Wien sorgt dafür, dass es waterdrop in über 10 Ländern online und in insgesamt 15 Stores gibt. So hat das Team bereits über 1.000.000 Kunden zu waterdrop Fans gemacht – und es werden täglich mehr! Außerdem konnten wir als eins der wenigen europäischen Startups erfolgreich in den USA launchen. 2020 konnten wir über 40 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften und für 2021 erwarten wir eine Verdopplung. Der Umsatz für 2021 setzt sich umgerechnet aus 200 Millionen Drops zusammen. Also eine ganze Menge Würfel! Mit diesen 200 Millionen Drops können 100 Millionen Liter Wasser befruchtet werden, was dem 14-fachen Volumen des gesamten Bierkonsums (7 Mio. Liter) am Münchner Oktoberfest entspricht. Nicht nur das Volumen ist erstaunlich, auch die Anzahl der eingesparten Plastikflaschen. 100 Millionen 0.5l Plastikwasserflaschen können somit eingespart werden. Als kleiner Vergleich: Würde man diese 100 Millionen Plastikflaschen aufeinanderstapeln, würde man auf eine Distanz von 20.000 km kommen – die Strecke von Berlin bis nach Los Angeles und zurück!

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Wir hatten durch unser Wachstum oft mit Qualitäts- und Lieferproblemen zu kämpfen. Wir verkaufen mittlerweile Millionen von Drops und abertausende von Flaschen im Monat und das war für unser kleines Team oft zu viel. Leider lässt sich rasantes Wachstum oft nicht mit kontinuierlicher Qualität vereinbaren – da haben wir viel gelernt.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Um die geringe Wahrscheinlichkeit zu nutzen, eine erfolgreiche Firma zu gründen, muss schon vieles richtig laufen, man braucht aber auch gehörig viel Glück da auch das Timing essentiell ist. Die wichtigsten Themen aus meiner Sicht waren das komplementäre Gründerteam, der extrem starke Focus auf unsere Community von Tag 1 an und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkt und Design, weil es immer etwas gab, womit wir nicht 100 % zufrieden waren. Außerdem hatten wir immer große Pläne und auch keine Scheu Fehler zu machen: Nicht umsonst hängt bei uns ganz groß im Büro: “If everything is under control, you are just not going fast enough”

Wie viele andere Startups habt ihr bereits an der Vox-Show “Die Höhle der Löwen” teilgenommen. Hat sich die Teilnahme an der Show für euch gelohnt?


Ja, auf jeden Fall hat es sich gelohnt. Alleine die TV Erfahrung mitzuerleben ist klasse und die Reichweite in Deutschland ist sehr stark. Mit der Familie Wöhrl haben wir einen weiteren langfristigen Partner gewinnen können, mit dem wir sehr gut zusammenarbeiten.

Welchen Einfluss genau hatte die Vox-Show auf eure Entwicklung?


Wir waren 2018, also ein Jahr nach Launch, in der Show. Die mediale Aufmerksamkeit, die wir durch die Ausstrahlung erhalten haben, war natürlich enorm und ein echter push der Bekanntheit von waterdrop. Die Server liefen nach dem TV-Auftritt heiß und uns kannten auf einmal Millionen Menschen in Deutschland. Wir hatten alleine in den ersten 24 Stunden nach Ausstrahlung 30.000 neue Kunden!

Was rätst Du anderen Gründern, die bei der Gründershow mitmachen wollen?


Solltest du eine Einladung für die Show bekommen und dein Produkt eignet sich für den Massenmarkt, dann “go for it!”! Die Teilnahme bei der “Höhle der Löwen” allein ist allerdings keine Erfolgsgarantie. Als Tipp kann ich noch jedem Empfehlen, vor der Show ein Medientraining zu machen. Es ist schon sehr eigenartig sich selbst im Fernsehen zu sehen und durch das Training hat man ein bisschen Übung. Außerdem sollte man genau abwägen welches “Angebot” man am Ausstrahlungstag macht.

Wo steht waterdrop in einem Jahr?


Wir werden unsere Produktpalette weiter um sehr spannende neue Produkte erweitern. Außerdem werden wir einen Fokus auf die Skalierung in den USA legen. Ich kann noch nicht all zu viel verraten, aber die Themen “Drink-Tech” und auch Lösungen für verunreinigtes Leitungswasser stehen auf der Agenda. Die Mission wird aber immer die gleiche bleiben: Alles, was wir tun, zahlt darauf ein, dass wir unseren Kunden helfen, mehr Wasser zu trinken und somit mehr für die Umwelt sowie auch für die individuelle Gesundheit zu tun.

Tipp: Waterdrop: Wie die große Vision den Deal klar macht

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): waterdrop

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies