Testbericht Apple AirPods Max 2: Neues Hirn, alte Schale

Machen wir uns nichts vor: Wer seit 2020 auf einen echten Nachfolger der AirPods Max gewartet hat, brauchte einen langen Atem. Das kleine „Update“ im Herbst 2024, bei dem Apple lediglich den Lightning-Port durch USB-C ersetzte und neue Farben anmischte, intern aber den H1-Chip beließ, stieß einigen vielleicht sauer auf. Etwas Abhilfe dürfte da aber auf jeden Fall das große 2025er-Update gebracht haben, welches viele gar nicht mehr auf dem Schirm haben, wenn sie über die AirPods Max mit USB-C sprechen. Ich hatte das damals zum Anlass genommen, die AirPods Max 2024 einem Hörtest zu unterziehen.

Doch nun sind sie da: die echten AirPods Max 2. Ich habe mir das neue Over-Ear-Flaggschiff geschnappt und in den letzten Tagen viele, viele Stunden Musik gehört – wobei das ja bei mir nichts Neues ist. Die Kurzfassung vorab: Unter der Haube tut sich mächtig was, aber äußerlich beweist Apple eine fast schon bewundernswerte Gelassenheit.

Die AirPods Max 2 sehen exakt so aus wie das 2024er USB-C-Modell. Wer auf ein faltbares Design für den Rucksack gehofft hat, schaut in die Röhre. Dennoch sind sie im Profil recht schmal und verschwinden bei mir immer hochkant an der Rückentasche des Rucksacks. Ist weniger dick als viele faltbare.

Das Kampfgewicht von stolzen 385 Gramm bleibt unverändert. Damit sind sie weiterhin wohl die schwersten Premium-Over-Ears auf dem Markt für Konsumenten. Wer das Vorgängermodell schon als zu drückend empfand, wird hier vermutlich nicht glücklicher, wobei ich der subjektiven Meinung bin, dass die neuen noch einen Ticken bequemer sitzen. Da hab ich Glück, mich hat das trotz Glatze und Brille nie gestört – und ich trage die Dinger stundenlang. Da klappt mir also nicht der Kopf nach hinten aufgrund des Mehrgewichts…

Das Kopfband (Canopy) ist zwar sehr bequem, neigt aber erfahrungsgemäß nach einiger Zeit zum Ausleiern (zumindest bei den AirPods Max der ersten Generation habe ich da einen Schutz nachgekauft, kostet nur wenige Euro). Vorsicht ist zudem bei schlechtem Wetter geboten: Offiziell wasser- oder schweißfest sind sie immer noch nicht – die Schutzmuscheln könnt ihr aber weiterhin leicht abnehmen und reinigen.

Und ja, auch beim Zubehör bleibt Apple sich treu. Das berühmt-berüchtigte „Smart Case“ ist weiterhin an Bord. Es schützt das Netzgewebe des Kopfbügels nicht und zwingt uns weiterhin dazu, die Kopfhörer dort hineinzustecken, um sie in den Deep-Sleep-Modus zu versetzen. Ein simpler Power-Button? Weiterhin Fehlanzeige. Vermutlich sind das aber keine Probleme für die, die sich in der Vergangenheit bewusst für die AirPods Max entschieden haben. Selbst ich kann gut damit leben, auch bei der ersten Generation, die ich seit 2020 zufrieden (!) im Einsatz habe.

Wenn man das alte Design akzeptiert hat, wird es im Inneren richtig spannend (denn hier spielt die Musik (Wortspiel beabsichtigt)). Apple hat den H2-Chip verbaut und bringt die Over-Ears damit softwareseitig auf das Level der AirPods Pro 2. Und das merkt man im Alltag massiv.

Das Highlight für Menschen, die die Hörer nicht abnehmen, ist die Konversationserkennung (Conversation Awareness). Wer irgendwo angesprochen wird, muss die Kopfhörer nicht mehr abnehmen oder Tasten drücken. Sobald man anfängt zu sprechen, wird die Musik automatisch leise, das ANC deaktiviert sich und die Stimmen der Umgebung werden durch die Mikrofone verstärkt. Hört man auf zu reden, regelt sich die Musik wieder hoch. Das hat in meinem Testlauf erstaunlich gut funktioniert, wobei ich das schon erwartbar fand – ich kenne es ja aus den AirPods Pro (ab v2).

Dazu gesellen sich die euch vielleicht bekannten smarten Kopf-Gesten: Wer in der Bahn nicht laut rufen will, um einen Anruf anzunehmen, nickt einfach mit dem Kopf. Kopfschütteln lehnt den Anruf ab. Für Gamer und Video-Cutter wichtig: Dank Bluetooth 5.3 ist die Latenz (insbesondere im Game Mode) laut Apple deutlich gesunken.

Klanglich gehörten die AirPods Max für mich schon immer zur Oberklasse, aber die zweite Generation legt noch eine kleine Schippe drauf. Wobei ich schon einmal schrieb: Wer da jetzt absolut riesige Sprünge, total Neues und derbe Verbesserungen beschreibt, der sagt da nicht ganz die Wahrheit.

Apple verbaut laut eigenen Aussagen einen neuen High-Dynamic-Range-Verstärker. Das Ergebnis? Das Soundprofil wirkt gesamtbetrachtet aufgeräumter. Mitten und Höhen klingen weiterhin natürlich und der Bass ist druckvoll, ohne den Rest der Frequenzen zu vermatschen. Wer Apple Music nutzt, bekommt ein fantastisches Dolby-Atmos-Erlebnis geliefert. Und: Wenn man gerne laut hört, wird man einen Ticken weniger Verzerrungen wahrnehmen – höre ich ganz gut bei meinen Gabber- und Frenchcore-Sessions, oder wenn mal ordentlich Geschrammel anliegt. Aber wie gesagt: Da muss man schon genau hinhören, macht alles in allem aber sehr viel Spaß, wenn man was mit Musik anfangen kann.

Für Audiophile: Wer die Max 2 per USB-C-zu-USB-C-Kabel direkt an den Mac, das iPhone oder das iPad klemmt, bekommt nativ 24-bit/48kHz Lossless Audio. Der kabelgebundene Klang ist schlichtweg phänomenal und holt noch mal  (kleine) Details aus den Tracks. Über Bluetooth gibt es aber weiterhin kein verlustfreies Audio.

Wichtig für Kabelnutzer: Wenn sie Lossless aktiviert haben und einen entsprechenden Titel abspielen, wird das angezeigt. Um zu sehen, ob eine kabelgebundene Verbindung für die Wiedergabe verwendet wird, tippt im Kontrollzentrum auf das Kopfhörer-Symbol, und es wird angezeigt, ob USB-C für Audio verwendet wird (was automatisch geschehen sollte, wenn Nutzer die AirPods Max 2 über ein USB-C-Kabel anschließen).

Das ANC (Active Noise Cancelling) hat laut Apple einen 1,5-fachen Boost bekommen. Im Realtest zeigt sich das vor allem bei tiefen und konstantem Störgedöns. Hier herrscht mit aufgesetzten Max 2 absolute Totenstille. Die machen selbst in normalen Wohnhäusern Spaß, denn da bekommste einfach mal nichts mit, eine nette Sache, wenn man das mag. Gepaart mit dem „Adaptiven Audio“ (einer Mischung aus ANC und Transparenzmodus je nach Umgebungslautstärke) kommt man entspannt durch den Alltag. Nutze ich aber nie.

Eine der unauffälligen Verbesserungen betrifft die Mikrofone. Obwohl diese an derselben physischen Stelle sitzen, holt der H2-Chip über die verbesserte Stimmenisolation gefühlt noch was raus. Die Sprachqualität bei Telefonaten oder Videocalls ist einfach besser.

Und lass uns kurz noch einmal auf das Live-Übersetzen eingehen. Das machen andere ja mittlerweile auch. Aber das ist herrlich. Wie geht das überhaupt? Wenn dein Gesprächspartner spricht: Taste für den Hörmodus antippen, das Mikrofon schnappt die Fremdsprache auf.

Deine AirPods regeln automatisch die Umgebungsgeräusche herunter, und du hörst die übersetzte Sprache fast in Echtzeit direkt in deinem Ohr, ohne dass dir eine App das erst mühsam vorlesen muss. Die Sprachen könnt ihr auswählen, das Ganze funktioniert lokal und ohne Internetanbindung. Logo, ihr habt da ein bisschen Versatz, je nachdem, wie schnell euer Gegenüber spricht. Das Ganze lässt sich auch in der Übersetzen-App nachlesen, da habt ihr ja den Punkt Live.

Bei der Akkulaufzeit bleibt alles beim Alten: bis zu 20 Stunden mit aktiviertem ANC. Das ist okay und bringt einen gut durch Reisen und lange Tage ohne Auflade-Chance, aber verglichen mit Konkurrenten ist das im Jahr 2026 nur noch Mittelmaß. Preislich liegen wir weiterhin bei einer saftigen UVP von rund 549 Euro.

Gefällt mir:

  • Herausragender Klang (subjektiv, meine Ohren)
  • Top ANC & Transparenzmodus: besser als bei den Vorgängern.
  • Smarte Features (H2-Chip): Konversationserkennung, Adaptives Audio und Kopfgesten sind im Alltag ein Mehrwert (wenn man es denn braucht)
  • Bessere Mikrofone: Sehr gute Sprachqualität bei Telefonaten.
  • Lossless Audio via USB-C: Ein Traum für Hi-Res-Fans.

Ansichtssache:

  • Das Smart Case.
  • Komfort & Gewicht: Mit 385 Gramm schwer; das Netzgewebe am Bügel leiert vielleicht mit der Zeit aus.
  • Kein Power-Button: Zwangs-Schlafengehen im Case.
  • Kein faltbares Design: Nimmt euch vielleicht Platz weg.
  • Akkulaufzeit: 20 Stunden sind heute der Konkurrenz unterlegen.
  • Kein USB-C-Klinke dabei

Das Fazit fällt erstaunlich pragmatisch aus. Ich teile das mal in drei Lager:

  1. Ihr habt die AirPods Max der 1. Generation (Lightning, 2020)?


    Das Upgrade könnte es wert sein. Ihr bekommt endlich USB-C, frische Akkus und all die tollen Software-Features (H2-Chip), die euch seit Jahren verwehrt blieben. Ihr hört nur Musik und seid zufrieden? Ja dann lohnt auch kein Upgrade direkt, wartet vielleicht auf Angebote.
  2. Ihr habt die AirPods Max (USB-C Version von 2024)?


    Schwierige Kiste. Wenn euch der reine Klang reicht, behaltet sie. Wenn ihr aber tagtäglich neidisch auf die Konversationserkennung eurer AirPods Pro schielt und das bessere ANC wollt, verkauft die alten und holt euch die Max 2.
  3. Ihr wollt zum ersten Mal AirPods Max kaufen?


    Wenn ihr tief im Apple-Ökosystem steckt, keine Probleme mit einem schweren Kopfhörer habt und das nötige Kleingeld locker sitzt, bekommt ihr hier die vermutlich am besten klingenden und smartesten Over-Ears für eure Apple-Geräte. Bei dem Preis ist halt die ganze „Verwobenheit“ mit dem Apple-Kosmos mit drin, die Features verzahnt im System bekommt ihr nur hier.

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Razer Viper V4 Pro und Gigantus V2 Pro im Test

Razer hat Ende März 2026 seine neue Gaming-Maus Viper V4 Pro vorgestellt. Passend dazu hat man auch die Mauspads der Reihe Gigantus V2 Pro auf den Markt gebracht. Da ich schon das Vorgängermodell für euch ausprobieren konnte, habe ich mir auch den neuen Nager für E-Sportler einmal für euch angeschaut. Lohnt sich hier ein Upgrade?

Die Razer Viper V4 Pro verzichtet zugunsten eines möglichst geringen Gewichts auf eine RGB-Beleuchtung, was mir persönlich nur recht ist. Ich brauche beim Zocken keine Lichtshow, die mich ablenkt, und deaktiviere derlei Spielereien immer sofort. Im direkten Vergleich mit dem Vorgängermodell steigert die neue Gaming-Maus die Sensorauflösung von 35.000 auf 50.000 DPI und senkt zugleich das Gewicht um 5 g. Obendrein hat Razer die Tracking-Geschwindigkeit von 750 auf 930 IPS und die maximale Beschleunigung von 70 auf 90 G erhöht.

Kategorie Spezifikation
Formfaktor Symmetrisch, für Rechtshänder optimiert (Claw- & Fingertip-Grip)
Gewicht 49 g (Black Edition), 50 g (White Edition)
Sensor Razer Focus Pro 50K Optical Sensor Gen 3
Max. DPI 50.000 DPI
Tracking-Geschwindigkeit 930 IPS
Max. Beschleunigung 90 G
Polling-Rate (kabellos) 8.000 Hz (mit HyperSpeed Wireless Gen 2)
Bewegungslatenz 0,36 ms
Klicklatenz 0,33 ms (mechanische Seitentasten)
Switches Optische Razer-Switches (Lebensdauer: 100 Mio. Klicks)
Scrollrad Optisches Esports-Scrollrad (taktiles Feedback, präzises Tracking)
Tasten 6 programmierbare Tasten
Oberfläche Smooth-Touch-Beschichtung (griffig, weich)
Kabellose Technologie Razer HyperSpeed Wireless Gen 2
Dongle Halbkuppelförmiges Design, höhere Antenne, LED-Statusanzeigen
Akkulaufzeit Bis zu 180 Stunden
Onboard-Speicher 1 Profil (speichert DPI, Tastenbelegung, Performance-Settings)
DPI-Feinjustierung DPI-Schritte einzeln einstellbar; Lift-off/Landing-Distance in 26 Stufen
Software Razer Synapse Synapse Web
Unterseitentaste Power (3 s halten) DPI-Schalter (kurz drücken)
Standard-DPI-Stufen 400 / 800 / 1600 / 3200 / 6400
Kompatibilität PC (Windows), kabellos über Dongle
Besondere Features Getrennte Seitentasten, Smooth-Touch-Finish, schnelle Onboard-Anpassungen
Preis 179,99 Euro

Die Preisempfehlung bleibt mit 179,99 Euro identisch. Allerdings findet ihr die Razer Viper V3 Pro im Handel aktuell auch schon für um die 130 Euro, weil sie eben länger auf dem Markt ist. Geeignet ist die Viper V4 Pro, wie das Vorgängermodell, für Rechtshänder mit Claw- und Fingertip-Grip. Es kommt ein symmetrisches Design zum Einsatz. Beeindruckend ist die Verlängerung der Akkulaufzeit – von maximal 95 Stunden beim Vorgängermodell hin zu bis zu 180 Stunden bei der Viper V4 Pro. In beiden Fällen gilt dieser Wert für eine Polling-Rate von 1.000 Hz und nicht die maximal möglichen 8.000 Hz.

Ausstattung und Verarbeitung

Die Razer Viper V4 Pro nutzt ein verbessertes, optisches Scrollrad und einen anderen Dongle, als bei dem Vorgängermodell. So handelt es sich nicht um einen kleinen Stick, sondern mehr um einen Puck. Generell ähnelt die Verarbeitung in meinen Augen stark dem Vorgängermodell und selbst die Maße sind extrem ähnlich. Das geringere Gewicht merkt man im direkten Vergleich vielleicht als E-Sportler, für mich als regulären Player ist das aber im Alltag doch schwer zu erkennen. Wichtig zu wissen: Per Bluetooth könnt ihr die Gaming-Maus nicht verbinden, kabellos seid ihr auf 2,4 GHz und damit eben den Dongle angewiesen.

Für meinen Test hat mir die weiße Version der Gaming-Maus vorgelegen, die gut zu meinem Tower von be quiet! passt. Im Übrigen bewirbt Razer die Viper V4 Pro auch mit deutlich gesunkenen Latenzen, was aber auch ein Aspekt ist, der primär bei der E-Sports-Zielgruppe wirklich Relevanz hat. Selbiges gilt im Übrigen auch für die maximale Polling-Rate von 8.000 Hz. Die nutzt euch wirklich nur etwas, wenn ihr kompetitive Multiplayer-Titel zockt und zudem ein Display mit sehr hoher Bildwiederholrate, im Idealfall mindestens 240 Hz, einsetzt.

Warum nicht einfach dennoch auf 8K gehen? Haben ist ja besser als Brauchen, oder? Nun ja, so einfach ist das nicht, denn bei maximaler Polling-Rate sinkt die Akkulaufzeit drastisch. Meine Empfehlung daher: Wenn ihr nicht exzessiv Multiplayer-Titel zockt, dann reichen 1.000 Hz als Polling-Rate locker aus. Die Switches der Razer Viper V4 Pro sind im Übrigen im Betrieb etwas lauter als die des Vorgängermodells, lösen dafür aber schneller aus.

Das optische Scrollrad arbeitet nicht nur sanfter als bei der Viper V3 Pro, es sollte auch weniger anfällig für Verschleiß sein. Genau das war bei den Vorgängermodellen wohl bei vielen Gamern ein Problem, wenn man sich mal so in Communitys umhört. Da kann ich aber aufgrund meiner kurzen Testphase natürlich noch kein Langzeiturteil abgeben.

Praxistest der Razer Viper V4 Pro

In Sachen Ergonomie empfinde ich die Razer Viper V3 Pro als dem Vorgängermodell extrem ähnlich. Die 5 Gramm Gewichtsunterschied haben sich in meinem Alltag nicht wirklich bemerkbar gemacht. Auch bei der Viper V4 Pro stört mich etwas die Höhe der seitlichen Tasten, die etwas zu hoch liegen, um sie jederzeit bequem zu erreichen. Als Begleit-App dient im Übrigen wieder Synapse 4. In der Software oder alternativ der funktional allerdings eingeschränkten Web-Oberfläche könnt ihr die Polling-Rate anpassen, die Tastenbelegung für euch einrichten, verschiedene Profile anlegen und mehr.

Dazu gibt es Zusatzfunktionen wie Smart Tracking. Dieses Feature sorgt dafür, dass auch bei unterschiedlichen Unterlagen eine konstante Lift-Off-Distanz gewährleistet bleibt. Motion-Sync wiederum soll dafür sorgen, dass die von der Maus gesendeten Signale zu den Abfrageintervallen eures Gaming-PCs stammen. So sollen sich sauberere Bewegungen ergeben. Viele der Optionen von Synapse 4 werden die Gamer allerdings überfordern, die nicht gerade im E-Sports-Profibereich unterwegs sind. Es handelt sich eher um Funktionen für den letzten Feinschliff.

Der hochempfindliche Sensor der Razer Viper V4 Pro, der Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3, ist auf dem Papier beeindruckend. Ich möchte aber mal denjenigen sehen, der mit der maximalen Empfindlichkeit von 50.000 DPI im Alltag zurechtkommt. Das galt vorher im Grunde auch schon für die 35.000 DPI des Vorgängermodells. Technisch ist dem Hersteller da also ein beeindruckender Sprung gelungen, in der Praxis werden die meisten Gamer davon aber nicht viel bemerken und ohnehin deutlich geringere DPI-Stufen verwenden.

So hat mir das Zocken von Spielen wie „Battlefield 6“, „Metro: Exodus“ oder „Crimson Desert“ mit der Razer Viper V4 Pro viel Spaß gemacht und die Präzision der Eingabe sowie die Reaktionsfreude der Maus sind erstklassig. Doch da auch ich kein E-Sportler bin, ist die Gaming-Maus für mich ein sehr dezentes Upgrade.

Das Gigantus V2 Pro

Razer hat mir im Zuge des Tests auch das Mauspad Gigantus V2 Pro in gleich zwei Varianten zukommen lassen: Control und Balance. Control ist auf eine hohe Reibung ausgelegt, damit ihr möglichst präzise, feine Anpassungen vornehmen könnt. Balance geht einen Mittelweg aus Kontrolle und Geschwindigkeit. Tatsächlich variiert das Gleitverhalten der Viper V4 Pro auf den beiden jeweils 500 x 480 x 4 mm großen Mauspads merklich. Sie kosten im Übrigen jeweils 59,99 Euro.

Nach dem Auspacken rochen die beiden Pads im Übrigen sehr chemisch, sodass sie erst einmal einen Tag auf dem Balkon verbringen durften. Tatsächlich hat sich die Verwendung der Mauspads dann aber beim Zocken stärker bemerkbar gemacht, als ich das vorab per se gedacht habe. Meistens zocke ich zwar privat mit einem Controller, auch am an den TV angeschlossenen Gaming-PC, aber mir hat speziell die Balance-Version des Gigantus V2 Pro wirklich gut gefallen.

Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass sich der Preis von 59,99 Euro nur für diejenigen unter euch lohnen wird, die sehr viel mit einer hochwertigen Gaming-Maus zocken und im – ihr ahnt es – kompetitiven Multiplayer unterwegs sind.

Mein Fazit zur Razer Viper V4 Pro und dem Gigantus V2 Pro

Die Razer Viper V4 Pro ist durch und durch eine gelungene Evolution der Viper V3 Pro. Doch die meisten Spec-Aufwertungen, wie der hochauflösendere Sensor, nutzen wirklich nur E-Sportlern etwas. Immerhin können alle anderen von der deutlich erhöhten Akkulaufzeit profitieren. Ergonomisch hat sich hingegen im Grunde nichts getan.

Das Mauspad Gigantus V2 Pro ist eine ideale Ergänzung, spielt aber ebenfalls vor allem dann seine Stärken aus, wenn ihr exzessiv kompetitive Multiplayer-Games zockt. Die Kombination mit der Razer Viper V4 Pro ist schon eine ziemliche Premium-Nummer, die hochpräzises Zocken erlaubt – allerdings auch ins Geld geht.

Aktuell kostet die Razer Viper V4 Pro fast 50 Euro mehr als das immer noch exzellente Vorgängermodell. Entsprechend würde ich erst zum Nachfolgemodell greifen, wenn sich der Preis etwas reduziert hat. Denn für die meisten Gamer werden die technischen Mehrwerte im Alltag den Aufpreis nicht wert sein. Für sich genommen liegt hier eine erstklassige Gaming-Maus vor, die für E-Sportler ihre Daseinsberechtigung hat.

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„Death Stranding 2: On the Beach“: PC-Fassung angespielt

Im letzten Jahr ist Hideo Kojimas „Death Stranding 2: On the Beach“ für die Sony PlayStation 5 erschienen. Ich habe das Game „damals“ an der PlayStation 5 Pro auch getestet. Grundsätzlich hat es mir gut gefallen, ein richtiger Fan der Marke werde ich aber wohl nicht mehr. Zu monoton ist mir im Gesamtbild das Lieferboten-Gameplay. Inzwischen liegt jetzt auch eine Portierung für den PC vor. Lohnt sich hier ein zweiter Blick?

Am Gameplay hat sich natürlich nichts getan. Weiterhin dreht sich die Handlung um eine postapokalyptische Erde, in welcher Sam Porter Bridges, via Motion Capturing verkörpert und im englischsprachigen Originalton auch gesprochen von Norman Reedus („The Walking Dead“), dazu beiträgt die Menschheit wieder zu vernetzen. Dafür liefert er allerlei Komponenten von A nach B. Im Grunde ist „Death Stranding 2: On the Beach“ also eine einzige Fetch-Quest.

Allerdings setzt das Sequel stärker als der Erstling auf Kämpfe und gibt euch zudem häufig Fahrzeuge an die Hand, sodass das Gameplay insgesamt rasanter ausfällt. Das wird einigen Gamern als willkommene Auflockerung erscheinen, während andere bedauern werden, dass ein Teil des meditativen Flairs des Erstlings entschwunden ist. Aber wie steht es denn um die Technik der PC-Fassung von „Death Stranding 2: On the Beach“? Gestemmt wurde die Entwicklung dabei von Nixxes.

Mein Test-System:

CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D


CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2


Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E


RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30


Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080


SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte WD_Black SN850 1 TByte


Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte


Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)


Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)

„Death Stranding 2: On the Beach“ ist eine gelungene Portierung

Sony und Kojima Productions haben sich für „Death Stranding 2: On the Beach“ auf dem PC einen denkbar ungünstigen Veröffentlichungszeitraum gewählt. Denn das Spiel ist am selben Tag erschienen wie „Crimson Desert“. Kein Wunder also, dass das Game in Communities und Presse weitgehend untergegangen ist. Da muss sich Sony bei solchen Aktionen irgendwo auch nicht wundern, wenn sich die hauseigenen PC-Portierungen schlechter verkaufen als erwartet. Dabei bietet die PC-Umsetzung gegenüber der bereits exzellenten PS5-Version einige Vorzüge.

Beispielsweise könnt ihr „Death Stranding 2: On the Beach“ auch im Ultrawide-Format zocken. Dafür benötigt ihr nicht zwangsweise einen Ultrawide-Monitor. Vielmehr lässt sich das Format auch an 16:9-Displays aktivieren, wenn ihr dann mit den schwarzen Balken leben könnt. Ich konnte den Titel zudem in höchsten Einstellungen bei 4K-Auflösung und leichtem Upscaling via DLSS im Qualitätsmodus mit 60 fps zocken. So kommt eine wesentlich höhere Bildqualität als an der PS5 zustande – potenter Rechner vorausgesetzt. Am Ende bekommt ihr also 60 fps mit deutlich höherer Auflösung und mehr Grafikpracht als an einer PlayStation 5 Pro. Das lohnt sich definitiv.

„Death Stranding 2: On the Beach“ unterstützt auch die (Multi)-Frame-Generation von Nvidia. Ich bin aktuell kein Fan der Technik, weil mir der Bruch zwischen flüssiger Darstellung und der Eingabeverzögerung zu groß ist. Allerdings könnt ihr damit natürlich die Bildrate noch deftig erhöhen. Nvidia Reflex kann dann eingreifen, um den Input-Lag zumindest etwas in den Griff zu bekommen. Alternativ könnt ihr im Übrigen auch das PICO-Upscaling der Decima-Engine verwenden. Das ist durchaus eine brauchbare Alternative zu DLSS. Das Bild wird damit zwar spürbar softer, dafür ist das Bild aber etwas sauberer bzw. ruhiger, denn es gibt weniger Artefakte.

Kleiner Hinweis: Beim ersten Spielstart führt „Death Stranding 2: On the Beach“ einen längeren Shader-Kompilierungsvorgang durch. Das kostet je nach CPU etwas Zeit, erspart euch aber im laufenden Gameplay Ruckler. Und so ist dieser Titel dann auch eine absolut saubere PC-Portierung mit modernen Komfortfunktionen wie DLSS und anderen Upscaling-Techniken, Frame-Generation, Reflex, Ultrawide-Support und mehr.

Mein Kurzfazit

„Death Stranding 2: On the Beach“ ist ein Spiel, an dessen Gameplay und absurder Story sich die Geister scheiden. Das bleibt auch bei der PC-Fassung freilich so. Technisch sieht es anders aus, denn Nixxes hat eine saubere Portierung vorgelegt, die moderne Technik wie DLSS einbezieht. So habt ihr die Chance, das neueste Spiel von Hideo Kojima am Rechner in der mit Abstand besten, technischen Qualität zu genießen.

Selbst die bereits beeindruckende PS5-Pro-Version lässt die PC-Fassung hinsichtlich Ray-Tracing, Auflösung, Bildqualität und Details also alt aussehen. Das alles macht das Spiel weder besser noch schlechter, trägt aber natürlich zum Genuss bei. Schade, dass Sony sich entschieden hat, „Death Stranding 2: On the Beach“ ausgerechnet am 19. März 2026 zu veröffentlichen – zeitgleich mit „Crimson Desert“. So fürchte ich, dass große Teile der Zielgruppe entweder gar nicht oder erst deutlich verspätet ihren Blick auf das Abenteuer von Sam Porter Bridges richten werden.

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Reolink Solar Floodlight Cam im Test: Solarbetrieben, 2K-Auflösung und Flutlicht

Ich war zugegebenermaßen etwas überrascht, dass Reolink als sein neuestes Sicherheitskamera-Modell nicht die nächste, noch besser auflösende und mit noch mehr KI-Features ausgestattete PTZ-Kamera vorgestellt hat. Stattdessen handelt es sich um die Reolink Solar Floodlight Cam – das Novum steckt hier quasi schon direkt im Namen. Es ist also eine durch Solarenergie betriebene Akkukamera, welche statt einer einfachen LED gleich auf die neue Floodlight-Technologie setzt, welche auch bei den letzten Premium-Kameras verbaut worden wird. Dafür kostet das Solarmodell dann aber auch „nur“ 100 Euro – was ihr für diesen immer noch nicht unbedingt günstigen Preis erwarten könnt, das möchte ich euch hier in den nächsten Zeilen berichten.

Eigenschaft Spezifikation
Video & Audio
Image Sensor 1/3″ CMOS Sensor
Resolution 2560×1440 (4MP) @15fps
Lens f=2.3mm, fixed F=2.2
Video Compression H.264 / H.265
Field of View H: 124.5°, V: 69.6°, D: 150.5°
Frame Rate 10 – 15fps (default: 15fps)
Code Rate Mainstream: 1024Kbps, 1536Kbps (default: 1536Kbps)


Substream: 64Kbps, 128Kbps (default: 128Kbps)
Infrared Night Vision Up to 10 meters (33ft); LED: 1pcs/850nm (Auto-switching with IR-cut filter)
Color Night Vision With floodlights
Color Temperature 3000K – 6000K
Brightness Up to 1000 lumens, adjustable
Audio Two-way audio
Power
Battery Capacity 7800mAh
Battery Life 3 months
Solar Panel 3W
Interface
Power Port USB Type-C
SD Card Slot Max. 512GB microSD card
Reset Button YES
Audio In/Out Built-in microphone and speaker
Wi-Fi
Wireless Standard IEEE 802.11 ac/a/b/g/n/ax
Operating Frequency 2.4GHz / 5GHz WiFi 6
Wireless Security WPA / WPA2 / WPA3
Software Features
OS Supported PC: Windows, Mac OS


Smartphone: iOS, Android
Max. User Access Max. 12 simultaneous streams (2 main & 10 sub streams)

Ihr bekommt also eine Netzstrom-unabhängige Kamera mit Flutlicht, 150 Grad Ultraweitwinkel-Sensor mit 2K/4MP HD-Auflösung und dem Versprechen vom Hersteller, dass dem 7.800 mAh starken Akku quasi nie der Saft ausgeht, da die SolarEase genannte Technologie selbst bei wenig Sonnenlicht ausreichend Energie in die Zellen pumpen können soll. Ist der Akku einmal vollgeladen, dann soll jener ohne weitere Zufuhr von Energie bis zu 3 Monate durchhalten. Das konnte ich nun bislang so natürlich nicht ausprobieren, halte ich ob der bis zu 1.000 Lumen Helligkeit (Lichtwärme anpassbar zwischen 3.000 bis 6.000 Kelvin) der Flutlichter aber auch eher für eine geschönte Angabe á la „wenn kein Flutlicht genutzt wird, keine Objekterkennung stattfindet und überhaupt nichts vor der Kamera passiert“.

An Hardware erwartet euch hier eher aktuelle Standardkost, WiFi 6 wird unterstützt, sowohl auf dem 2,4- als auch auf dem 5-GHz-Band. Zwei-Wege-Audio ist ebenso am Start, man soll sich zur Not mit dem ungewollten Besuch auch unterhalten können. Ihr bekommt einen PIR-Sensor, der Bewegung bei Personen, Tieren oder Fahrzeugen erkennt und euch dies auch optional meldet, die Reichweite liegt hier bei bis zu 10 Metern – im Test hat mich die Kamera aber auch schon bei mindestens 15 Metern korrekt als Schwein Person identifiziert und so gemeldet. Auch die Aufnahme lässt sich dann entsprechend so nutzen, dass bei Erkennung eines solchen Triggers aufgezeichnet wird.

Ich habe hier im Test zuerst einmal per USB-C-Anschluss dafür gesorgt, dass der Akku der Kamera komplett aufgeladen ist, seitdem kümmert sich aber das 3-Watt-Panel um die Stromversorgung. Und ehrlicherweise scheint das Konzept SolarEase aufzugehen. Die Akkuanzeige landete bislang noch nie unter 98 %, wobei es hier schon mehrere Tage gegeben hat, wo statt Sonne nur fröhliches Grau und Regen vorherrschten. Mit Sicherheit bekommt man den Akku dennoch schneller gefordert, wenn die Flutlichter alle paar Minuten angehen, aber das passiert bei uns im Garten eher selten.

Das Bild des 1/3-Zoll-CMOS-Sensors mit seinen 4 MP ist tagsüber ausreichend scharf, in der Nacht leidet der Detailreichtum trotz Flutlicht aber dennoch. Gesichter lassen sich auf 3 Meter Abstand vielleicht noch gut erkennen, wenn da auf 8 Metern Entfernung aber ein Einbrecher durch den Garten flitzt, würde ich mich nicht darauf verlassen, denjenigen anhand seines Gesichts identifizieren zu können. Daran ändert auch der allgemeine IR-Nachtmodus nichts.

Bei Tag

Bei Nacht

Immer noch bei Nacht, aber mit Flutlicht auf 80 %

Der Klang der Lautsprecher geht klar, ebenso die Lautstärke. Bei dem Preis erwarte ich keine perfekte Klangkulisse wie bei einem direkten Dialog miteinander, etwas dumpf klingt der Ton aber dennoch. Zu begrüßen ist die auch hier wieder wahnsinnig einfache Einrichtung und Einbindung in die Reolink-App. In jener hat sich seit meinen letzten beiden Reolink-Tests (1 und 2) aber nun auch nichts weiter getan, was ich hier noch als neu vorstellen müsste. So oder so hat sich die App ordentlich gemausert und gehört definitiv zu den besseren auf dem Markt.

Bei uns habe ich die Reolink Solar Floodlight Cam mit im Reolink-Home-Hub eingerichtet, jener speichert also auch die Aufnahmen lokal im Haus, ohne dass ich eine SD-Karte in der Kamera haben muss. Das ist aber natürlich dennoch möglich, einen Cloud- oder Abo-Zwang gibt es auch weiterhin nicht. Bis zu 512 GB microSD-Karten sind hier möglich.

Was den einen oder anderen hier eventuell stören könnte, ist die starre Kameraausrichtung des Sensors, da ihr hier eben keinerlei PTZ-Funktionalität bekommt. Das weiß man aber eigentlich spätestens beim Klick auf den Kaufen-Button, darum ist das nun definitiv kein Manko.

Fazit? Gutes Gesamtpaket für den Preis, das Flutlicht ist schon ein echter Mehrwert hier, da die sonstigen LED-Funzeln hin und wieder echt sehr schwach ausfallen. Ebenso lobenswert, dass das Flutlicht für den Akku keinen Genickbrecher darstellt, jener dank Solarpanel sogar bei schwachem Licht ausreichend Energie tanken kann, um lange durchzuhalten. Und wenn es dann doch mal den Ausnahmezustand geben sollte, dass der Akku wider Erwarten leergeht, gibt es das Laden per USB-C-Anschluss. Das Kamerabild ist nicht auf Highend-Niveau, langt für das Meiste aber locker.

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Geekom A5 Pro im Test: Kompakter Alltagsrechner für den Schreibtisch

Ich habe mir in den vergangenen Tagen den kleinen Mini PC von Geekom, den A5 Pro mal genauer anschauen dürfen. Das Gerät positioniert sich in der Preisklasse um 600 Euro und richtet sich an Nutzer, die einen unauffälligen Rechner für das heimische Arbeitszimmer oder den Büroalltag suchen.

Das Ding ist noch einmal auffallend kleiner als mein letzter Beelink-Mini-PC und die sind schon lütt. Der Hersteller gibt die Abmessungen mit 112 mal 112 mal 37 Millimetern an. Damit nimmt der Computer auf der Tischplatte kaum mehr Platz ein als ein Kaffeebecher. Das Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt. Die Verarbeitungsqualität macht bei genauerer Betrachtung einen soliden Eindruck. Spaltmaße sind gleichmäßig, auf unsaubere Kanten trifft man nicht. Wer den Rechner gar nicht auf dem Tisch stehen haben möchte, kann die mitgelieferte VESA-Halterung nutzen. Damit lässt sich der Computer an der Rückseite eines kompatiblen Monitors verschrauben. So verschwindet die Technik komplett aus dem Blickfeld.

Unter der Haube verrichtet ein Prozessor von AMD seinen Dienst. Konkret kommt der Ryzen 5 7530U zum Einsatz. Dieser Chip ist mit sechs physischen Kernen ausgestattet und kann zwölf Threads parallel abarbeiten. Der Basistakt liegt in einem moderaten Bereich, bei Bedarf taktet die CPU jedoch auf bis zu 4,5 Gigahertz hoch. Solche Spezifikationen reichen für alle gängigen Routineaufgaben aus. AMD gibt für den Prozessor einen Stromverbrauch von 15 Watt an. Für die grafische Darstellung ist eine in den Hauptprozessor integrierte Radeon-Grafikeinheit zuständig. Dem Chip stehen in der mir vorliegenden Variante 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Als lokaler Datenspeicher ist eine SSD mit einem Terabyte Kapazität verbaut. Ab Werk ist Windows 11 Pro als Betriebssystem installiert, laut Angaben des Herstellers wird Linux offiziell unterstützt.

Direkt über den Hersteller kostet der Geekom A5 Pro (2026 Edition) aktuell 619 Euro. Über den Code „CS5PRO7P“ erhaltet ihr allerdings 12 % Rabatt. Falls ihr lieber via Amazon.de zuschlagen wollt, dann ist auch das möglich – auch dort könnt ihr den erwähnten Code einsetzen. Der Rabatt kann bis 31. Mai 2026 in Anspruch genommen werden.

In der Praxis zeigt die genannte Hardwarekombination, wofür sie konzipiert wurde. Wer klassische Bürosoftware nutzt, dutzende Tabs im Browser geöffnet hält und regelmäßig an Videokonferenzen teilnimmt, wird von der Leistung nicht enttäuscht. Das System reagiert zügig auf Eingaben und lässt sich bei solchen Aufgaben nicht aus der Ruhe bringen. Man merkt im Arbeitsablauf keinen Unterschied zu einem großen Desktop-Rechner.

Geekom hat bei diesem Modell versucht, einen guten Mittelweg für die sonst oft recht begrenzten Anschlüsse an einem Mini PC zu finden. An der Vorderseite und Rückseite befinden sich insgesamt sechs USB-Ports. Drei davon arbeiten mit dem Standard USB 3.2 Gen 2 und sind im klassischen Typ-A-Format gehalten. Zwei weitere Ports nutzen denselben Standard, allerdings als Typ-C. Zusätzlich existiert ein USB-2.0-Anschluss. Dieser langsamere Port eignet sich, um den Empfänger einer drahtlosen Maus oder Tastatur einzustecken, da diese Peripheriegeräte keine hohen Datenraten benötigen. Für den Anschluss von Bildschirmen sind zwei HDMI-2.0-Schnittstellen integriert. Nutzt man diese zusammen mit den Typ-C-Ports, lassen sich laut Spezifikationen bis zu vier Monitore mit 4K-Auflösung gleichzeitig ansteuern. Ergänzt wird das Ganze durch einen Leseschlitz für SD-Karten, eine 3,5-Millimeter-Audiobuchse und einen Netzwerkanschluss, der Datenraten von 2,5 Gigabit pro Sekunde unterstützen soll.

Für die Benchmark-Enthusiasten

Geekbench CPU

Geekbench GPU

Cinebench

Neben der kabelgebundenen Netzwerkanbindung verfügt das Gerät über Funkmodule für drahtlose Verbindungen. Unterstützt werden Wi-Fi 6 sowie Bluetooth 5.2. In der Testumgebung arbeiteten die Verbindungen allesamt stabil. Es traten keine unerwarteten Verbindungsabbrüche oder dergleichen auf.

Beim A5 Pro kommt ein Kühlsystem zum Einsatz, das vom Hersteller als IceBlast-3.0 bezeichnet wird. Gemäß den offiziellen Spezifikationen soll der Geräuschpegel im Betrieb unter der Marke von 30 Dezibel bleiben. Im Testbetrieb bestätigte sich dieser Eindruck. Der verbaute Lüfter agiert echt leise – nicht unhörbar, und erzeugt bei Büroarbeiten lediglich ein leises Rauschen.

Der eingesetzte Prozessor ist auf Effizienz getrimmt und verfügt nicht über die architektonischen Reserven einer Workstation-CPU. Sobald Aufgaben anstehen, die massive Rechenleistung erfordern, zeigt das System dann auch seine Schwächen. Das gilt vor allem für die integrierte Grafikeinheit. Wer hochauflösende Videos schneiden möchte oder komplexe 3D-Modelle rendert, wird mit langen Wartezeiten konfrontiert. Gaming habe ich außer Genshin Impact gar nicht weiter ausprobiert, das muss man beim Blick auf die Specs aber auch nicht. Die Hardware ist schlichtweg nicht dafür konzipiert, aktuelle Spiele mit realistischer Grafik flüssig darzustellen. Gelegentliches Spielen von älteren Titeln oder weniger anspruchsvollen Spielen ist im Bereich des Möglichen, sofern man die Detailstufe reduziert. Wer ernsthaft am Rechner spielen möchte, muss nach Systemen Ausschau halten, die eine dedizierte Grafikkarte besitzen.

Wer einen älteren Rechner in Rente schicken möchte und seinen Computer primär für Textverarbeitung, E-Mails, Tabellen und das Surfen im Web nutzt, erhält ein passendes System. Die Verarbeitung des Gehäuses ist einwandfrei, die Arbeitsgeschwindigkeit für normales Arbeiten ausreichend und das Schnittstellenangebot durchdacht. Erfreulich ist die geringe Lautstärke im laufenden Betrieb. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass diese Geräteklasse nicht für rechenintensive Hobbys oder anspruchsvolles Gaming ausgelegt ist. Wer diese Rahmenbedingungen akzeptiert, findet in dem kleinen Kasten einen verlässlichen Begleiter für den digitalen Alltag.

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