ADO Air 20 Ultra V2026 ausprobiert

Das ADO Air 20 Pro hatte ich euch hier im Blog vor einigen Monaten bereits vorgestellt. Das Teil hat mir damals gut gefallen. Ein kompaktes Bike, solide verarbeitet und der Bafang-Automatikmotor mit zwei internen Gängen machte einen sehr guten Eindruck. Jetzt hat ADO nachgelegt und mit der V2026-Version des Air 20 Ultra das Line-up in mehreren Punkten überarbeitet. Einige der Änderungen sind eher kosmetisch, andere hingegen spürbar. Ich konnte das Rad in den letzten Wochen ausgiebig durch die Gegend scheuchen und habe für euch zusammengefasst, wo sich das Upgrade tatsächlich lohnt.

Was ist neu gegenüber dem Air 20 Pro?

Die entscheidenden Änderungen lassen sich schnell aufzählen: Im Motorgehäuse steckt jetzt die zweite Generation des Bafang-H730-Systems mit einer automatischen 3-Gang-Schaltbox. Das Drehmoment steigt von 40 auf 50 Nm, was laut ADO vor allem im unteren Drehzahlbereich rund 24 % mehr Kraft bedeuten soll. Der mittlere Gang mit 1:1-Übersetzung wurde neu ergänzt und soll die Lücke zwischen Anfahren und Reisegeschwindigkeit geschmeidiger schließen. Dazu kommen ein hochpräziser, beidseitig arbeitender Drehmomentsensor, neue breitere Reifen (CST C-1959 in 20 × 2,0 mit reflektierenden Seitenwänden), ein integriertes Rücklicht ohne Kabelsalat, ein MIK-kompatibler Gepäckträger aus Aluminium und die ADOsense-Software, die das Zusammenspiel aus Motor, Sensor und Getriebe in Echtzeit koordiniert. Neu ist außerdem die Option, das Rad per NFC-Karte oder Smartphone zu entsperren.

Der Rahmen ist weiterhin aus Aluminium und der Akku wie gehabt in der Sattelstütze versteckt. Die Federgabel bekommt in der neuen Version Alubeine statt Stahl und spart damit rund 450 g Gewicht. Insgesamt landet die Waage bei etwa 20 kg inklusive Akku. Das Faltmaß ist im Vergleich nahezu identisch geblieben und passt problemlos in den Kofferraum oder ins Camper-Ablagefach.

Aufbau und erster Eindruck

Die Kiste ist fast dieselbe wie beim ADO Air Pro. Alles ist gut verpackt, die wichtigsten Teile sind vormontiert. In etwa zehn Minuten steht das Rad fahrbereit da. Man muss nur den Lenker aufrichten, Pedale einschrauben, Sattel rein, fertig. Das Werkzeug liegt bei, ist aber in der typischen Qualität. Wer den Vorgänger bereits kennt, wird sich sofort zurechtfinden.

Optisch ist das 2026er-Modell etwas aufgeräumter als die Version von 2025. Die Blinker am Lenker sind verschwunden. Beim Air 20 Pro fand ich die ja auch eher suboptimal umgesetzt. Die konnte man am Tag ohnehin kaum erkennen. Blinker gibt es nicht mehr. Ihr müsst also wie gewohnt den Arm raushalten. Sollte man sowieso auch mit Blinker machen, denn das sieht die StVO so vor. Man spart sich jetzt quasi den Handgriff zum Einschalten des Blinkers.

Die neuen Reifen wirken im direkten Vergleich zum Pro spürbar griffiger und sehen mit den reflektierenden Seitenwänden bei schlechter Sicht deutlich präsenter aus. Wer viel bei Dämmerung oder in der dunklen Jahreszeit unterwegs ist, wird das zu schätzen wissen. Am Grundkonzept hat sich wenig geändert. Das Rad ist dreifach klappbar, etwa 68 × 66 cm zusammengefaltet und wiegt um die 20 kg. Das Rad passt in den Kofferraum unseres Kombis ohne Probleme, in der Bahn bekommt man es mit etwas Geschick auch unter.

Der neue Magnet-Klemmverschluss beim Zusammenfalten hält besser als der am Pro. Wer aus Prinzip jeden Tag damit pendelt und im Berufsverkehr Umstiege hat, sollte das vorher einmal persönlich durchspielen. Für Gelegenheitsnutzer, Camper und Zweitrad-Liebhaber ist das Faltmaß dagegen okay.

Das Rad im Alltag

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Antrieb. Der Bafang-H730 mit drei automatischen Gängen ist das Herzstück des Air 20 Ultra V2026. Beim Pro mit seinen zwei Gängen hatte ich nie das Gefühl, dass etwas fehlt, doch der neue Motor macht einen Unterschied. Der zusätzliche Mittelgang füllt die Lücke zwischen 13 und 19 km/h, also genau den Bereich, in dem man sich in der Stadt die meiste Zeit bewegt. Anfahren, Kreuzung, Anfahren, Kreuzung, exakt dort bringt der dritte Gang spürbar mehr Geschmeidigkeit. Der Übergang zwischen den Gängen passiert automatisch und ist meist kaum zu spüren. Gelegentlich merkt man einen kurzen Ruck beim Hochschalten unter Last, aber das ist die Ausnahme.

Die 50 Nm Drehmoment machen sich beim Anfahren und an kleinen Steigungen deutlich bemerkbar. Das Air 20 Pro hatte damit am Berg durchaus zu arbeiten, schaffte das aber auch. Beim Ultra legt der Motor spürbar schneller los und hält die Drehzahl länger oben. Bei mir in der Gegend, wo es durchaus ein paar gemeine Anstiege gibt, ist das der größte Gewinn. Der Drehmomentsensor arbeitet weiterhin sehr natürlich. Ab der ersten Pedalbewegung ist die Unterstützung da, nicht gefühlt zehn Sekunden später, wie man es von günstigeren Kadenzsensor-Rädern gewohnt ist. Wer gerne dynamischer kurbelt, muss bewusst ein höheres Unterstützungslevel wählen, denn das System will die Trittfrequenz konstant auf rund 60 rpm halten. An der Bremsanlage hat sich nichts getan. Es gibt hydraulische Scheibenbremsen vorne und hinten, die auch bei Nässe zuverlässig greifen.

Geregelt wird das Ganze, wie beim Pro, über ein Farbdisplay am Lenker. Drei Tasten, fertig. Die neue ADOsense-Software bringt dabei keine revolutionären Änderungen auf dem Schirm. Neu ist die Möglichkeit, das Rad per NFC-Karte oder Smartphone zu entsperren. Ich hatte das zuerst als Gimmick abgestempelt, ist aber in der Tat ganz nützlich. Einfach Handy an den Sensor halten, Rad geht an. Keine PIN, kein App-Öffnen, kein Fummeln. Die ADO-App selbst ist wie gehabt kein Highlight. Fahrstatistiken, Navigation, Lichtsteuerung, das funktioniert alles, lädt aber spürbar langsam. Ich nutze die App im Alltag praktisch gar nicht.

Am Akku hat sich nichts Grundlegendes geändert. In der Sattelstütze steckt die bekannte 37V/10Ah-Zelle mit rund 370 Wh. Mit dem neuen Motor und dem feineren Zusammenspiel über die Software komme ich aber etwas weiter als beim Pro, obwohl ich ohnehin nur zuschalte, wenn notwendig. ADO gibt bis zu 100 km an, was der Best-Case-Wert unter optimalen Bedingungen ist. Bei mir zu Hause, mit einer Mischung aus flacher Stadt und kleinen Hügeln, lande ich mit überwiegendem Eco-Modus bei etwa 75 km. Im reinen Sport-Modus sind es je nach Tagesform eher bis 55 km.

Das Laden dauert vier bis sechs Stunden, der Akku lässt sich weiterhin samt Sattel aus dem Rahmen ziehen und bequem in die Wohnung mitnehmen. Wer im Keller lädt, kann das Ganze auch am Rad selbst erledigen. Neu ist, dass Akku und Ladegerät die EN50604-1-Norm erfüllen, also gewisse europäische Sicherheitsstandards für Lithium-Akkus. Das Thema hatte gerade in der Kommentarspalte des Pro-Tests für Diskussion gesorgt. Insofern ist das ein relevanter Schritt.

Fazit

Das ADO Air 20 Ultra V2026 ist genau das, was man sich als Nachfolger wünscht, nämlich eine sinnvolle, fokussierte Weiterentwicklung, ohne das gute Konzept des Pro zu verschlimmbessern. Der neue 3-Gang-Motor mit 50 Nm Drehmoment macht im Alltag einen spürbaren Unterschied, die neuen Reifen sind ein echter Sicherheitsgewinn und die NFC-Entriegelung ist eines dieser Features, das man nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte. Kleinigkeiten wie der verbesserte Magnetverschluss und die EN50604-1-Zertifizierung des Akkus sind zusätzlich Punkte, die beim Gesamteindruck helfen.

Natürlich gibt es auch hier Dinge, die man mit dem richtigen Augenmaß einordnen muss. Die ADO-App bleibt mittelmäßig. Die 20 kg Gewicht sind für ein Faltrad ordentlich. Wer jeden Tag Bahnsteige wechselt, dem wird das nicht unbedingt gefallen. Und der Preis von 1.899 Euro ist kein Schnäppchen, bewegt sich aber angesichts der verbauten Technik und des Carbonriemens im üblichen Bereich. Wer bereits das Air 20 Pro oder ein ähnliches Modell hat und damit glücklich ist, muss meiner Meinung nach nicht wechseln. Wer aber neu einsteigt, vor der Wahl zwischen Pro und Ultra steht oder hügeligere Gegenden bewohnt, der sollte zum Ultra V2026 greifen.

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SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2: Gaming-Maus mit Waben-Optik im Test

Der dänische Hersteller SteelSeries hat Anfang April die neue Gaming-Maus Aerox 3 Wireless Gen 3 vorgestellt. Es handelt sich hier um ein Mittelklasse-Modell zum Preis von 109,99 Euro. Dabei bringt der Nager 4K-Polling, eine Empfindlichkeit von 26.000 DPI und ein auffälliges Waben-Design mit. Ich habe mir das Eingabegerät einmal für euch angeschaut.

Es handelt sich bei der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 um eine Gaming-Maus für Casual- und Core-Gamer, nicht aber für E-Sportler. Für Letztere ist das Gewicht mit 68 g eindeutig zu hoch. Dieses Segment überlässt man also Konkurrenzmodellen wie der nur 50 g schweren Razer Viper V4 Pro. Auch die Abtastrate entspricht mit 4.000 Hz dem mittleren Preissegment, da Oberklassemodelle inzwischen auf 8.000 Hz setzen. Allerdings möchte ich da einwenden, dass selbst 4.000 Hz für die meisten Spieler im Alltag sinnfrei bleiben. Davon profitiert ihr nur, wenn ihr einen Monitor mit sehr hoher Bildwiederholrate, mindestens 240 Hz, nutzt – und kompetitive Multiplayer-Games auf hohem Niveau zockt.

Technische Eckdaten SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2

Kategorie Spezifikation
Sensor SteelSeries TrueMove 26K (optisch)
Max. DPI 26.000 DPI
IPS 400 IPS
Beschleunigung 40 G
Polling-Rate 4.000 Hz (4K Wireless)
Reaktionszeit 0,25 ms (4× schneller als Vorgänger)
Tastenanzahl 6
Schalter Mechanische Schalter, ausgelegt auf 80 Mio. Klicks
Beleuchtung 3-Zonen RGB
Konnektivität 2,4 GHz Quantum 4K Wireless Bluetooth 5.0 USB-C
Akkulaufzeit abhängig vom Modus (typisch 140–180 Stunden)
Schutzklasse IP54 AquaBarrier (Staub- & Spritzwasserschutz)
Gewicht 68 g
Gehäuse Perforiertes Lightweight-Design
Gleitfüße 100 % PTFE
Abmessungen (L × B × H) 120,55 × 67,03 × 37,98 mm
Kabel USB-C zu USB-A, 1,8 m, Stoffummantelung
Kompatibilität Windows, macOS, Linux, Xbox
Preis 109,99 Euro

Auch die Empfindlichkeit von 26.000 DPI reicht meiner Meinung nach im regulären Alltag voll aus, denn das ist schon sehr filigran und in den meisten Szenarien zu hoch, da ihr easy mit minimalen Bewegungen komplett über den Screen fegt. Spannend ist, dass die SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 trotz ihres auffälligen Wabendesigns nach IP54 vor Staub und Wasser geschützt ist. Im integrierten Speicher der Maus könnt ihr dabei fünf Profile ablegen.

Ausstattung und Verarbeitung

Das im Vergleich mit Premium-Mäusen höhere Gewicht der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 ergibt sich auch aus dem Funktionsumfang. Denn es sind sowohl eine prägnante RGB-Beleuchtung als auch Bluetooth als zusätzliche Verbindungsoption an Bord. Die meisten Gamer werden aber sicherlich für kabellose Verbindungen Quantum 4K Wireless, also 2,4 GHz, einspannen. Alternativ geht ihr per Kabel bzw. USB-C ans Werk. Darüber wird die Maus auch aufgeladen.

Als Begleit-App der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 dient GG. Die Anwendung hatte ich euch ja schon im Test des Premium-Headsets Arctis Nova Elite vorgestellt. Die App ist vollgepackt mit Funktionen, wirkt aber anfangs geradezu erschlagend. Das machen andere Hersteller zugegebenermaßen am PC aber auch nicht wirklich besser.

Das Design der Gaming-Maus ist sicherlich Geschmackssache. Im Grunde blickt ihr wegen der offenen Wabenstruktur ziemlich frei auf das Innere. Die mir für meinen Test vorliegende Version „Ghost“ ist also fast schon transparent. Bei angeschalteter RGB-Beleuchtung hat das am ehesten seinen Charme, ansonsten kann die Optik durchaus etwas billig wirken.

Die Maus ist dabei eher klein geraten und fühlt sich in großen Pranken nicht so recht wohl. Der Hersteller bewirbt sie für den Claw- oder Fingerspitzengriff. Ich selbst verwende Gaming-Mäuse inzwischen meistens im Palm-Griff, wodurch sich die Aerox 3 Wireless Gen 2 für mich nie so ganz „richtig“ anfühlte, was aber Geschmackssache ist.

Das Waben-Design der Maus mag optisch kontrovers sein, hat aber Vorteile. An eure Hände kommt mehr Luft, sodass sie weniger schwitzig werden. Auch gefällt mir die matte, leicht angeraute Oberfläche der Aerox 2 Wireless Gen 2 hervorragend, denn da hat man ordentlich Grip. Es gibt da also sowohl Licht als auch Schatten. An der Unterseite sitzt im Übrigen ein Button, der zwischen den Verbindungsmodi wechselt. Zusätzlich sitzen zwei Tasten an der linken Seite und vier an der Oberseite, klickbares Scrollrad mitgezählt.

Praxistest der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2

Die SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 hat für mich das gleiche ergonomische Problem wie Razers Viper V4 Pro, nämlich, dass die seitlichen Tasten etwas zu weit oben sitzen, um sie bequem zu erreichen. Das fällt hier aufgrund der kompakteren Maße aber noch stärker ins Gewicht. Speziell den hinteren Button erreiche ich nur mit unangenehm gekrümmtem Daumen. Die Maus ist also besser für kleinere Hände geeignet bzw. im Palm-Grip wirklich nicht so gut zu benutzen.

Befürworten kann ich, dass an der Oberseite eine dedizierte Taste zum Wechseln der DPI-Stufen sitzt. Letztere könnt ihr in der Begleit-App GG für euch festlegen. Wie schon erwähnt, halte ich die maximal möglichen 26.000 DPI für zu hoch. Ich nutze persönlich da eher im Alltag 12.000 DPI, woran man sich noch gut gewöhnen kann und auch in Spielen locker flutscht. In Bezug auf die Abtastrate reichen für meine Bedürfnisse 1.000 Hz, auch in Games, voll aus. Alles andere zieht nur die Akkulaufzeit unnötig nach unten.

Versteht mich nicht falsch: Die 4K-Polling-Rate hat für Multiplayer-Enthusiasten ihre Daseinsberechtigung. Aber die meisten Gamer werden in der Praxis, auch mangels eines HFR-Monitors (High Refresh Rate) vermutlich den Unterschied kaum oder gar nicht bemerken. Die mechanischen Switches der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 empfinde ich als relativ laut, man kann sie jedenfalls gut heraushören, sodass sie als Office-Nager weniger prädestiniert ist.

Dennoch kann dafür natürlich Bluetooth als alternative Verbindungsmöglichkeit eine nette Lösung sein. Oder falls ihr keine Lust habt, den Dongle zwischen Desktop-PC und Notebook umzustecken, verwendet ihr etwa am stationären Gaming-Rechner 2,4 GHz und unterwegs reicht Bluetooth dann eventuell ab und an aus. Die RGB-Beleuchtung der Maus ist im Übrigen auch abschaltbar, dann wirkt das Honigwaben-Design aber aus meiner Sicht wirklich gar nicht mehr ansehnlich.

Mausbewegungen werden präzise von der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 verarbeitet, da gibt es keine Inkohärenzen. Die Tasten lassen sich dabei umbelegen, sodass ihr etwa die seitlichen Buttons je nach Spiel für euch einrichten könnt. Für Linkshänder ist diese Gaming-Maus im Übrigen nicht geeignet. Mir hat beim Spielen dabei vor allem der Grip der Oberfläche gefallen und das „luftige“ Honigwabendesign – auch wenn es eben optisch eher nicht mein Fall ist.

Zumindest hatte ich weder in Shootern wie „Battlefield 6“ noch in Rollenspielen wie „Kingdom Come: Deliverance 2“ irgendwelche Probleme. Dank der großen Füße gleitet die Maus zudem hervorragend. Hier hat SteelSeries also saubere Arbeit abgeliefert.

Mein Fazit

Die SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 ist eine grundsolide Gaming-Maus, die ohne Schnörkel ihren Dienst verrichtet. Sie ist allerdings eher für kleinere Hände geeignet und primär im Claw- und Fingertip-Griff nutzbar. Im Palm-Grip wird es meiner Erfahrung nach schwierig. Dass auch Bluetooth als alternative Verbindungsoption zu 2,4 GHz an Bord ist, ist ein Mehrwert, wenn ihr zwischen mehreren Systemen wechselt.

Das Honigwaben-Design sagt mir persönlich visuell nicht sonderlich zu, besonders bei abgeschalteter RGB-Beleuchtung wirkt es doch eher altmodisch. Dank der matten, leicht texturierten Waben-Oberfläche hat man beim Zocken einen sicheren und gleichzeitig luftigen Griff. Empfindlichkeit und Abtastrate reichen im Alltag mit Sicherheit für die meisten Gamer absolut aus, es sei denn, ihr zockt wirklich kompetitiv im E-Sport-Bereich. Dann wäre das Gewicht der Aerox 3 Wireless Gen 2 aber ohnehin zu hoch. So sehe ich hier eine wirklich brauchbare Gaming-Maus vorliegen, die nur für mich persönlich einen Tick zu klein geraten ist.

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Segway Navimow i208 LiDAR: Flinker Mähroboter im Test

Wer das Blog schon länger verfolgt, der weiß ganz genau, dass ich ein riesiger Fan von Technik bin, die mir im Alltag tatsächlich Zeit schenkt, anstatt mich mit kompliziertem Gedöns zu nerven. Und wenn es ein Thema gibt, das bei Gartenbesitzern regelmäßig für Schweißperlen auf der Stirn sorgt, dann ist es das Verlegen von Begrenzungsdrähten für Mähroboter. Wer hat schon Lust, sein halbes Grundstück umzugraben oder hunderte Plastikhaken in den Boden zu hämmern?

Auch Segway hat mit dem Navimow i208 ein Gerät auf den Markt geworfen, das genau dieses Problem aus der Welt schafft. Ich habe mir den kabellosen Gesellen mal ausleihen und ansehen können. Gartenarbeit macht mir zwar Spaß und beruhigt sogar, aber Mähen ist da eher weniger mein Ding. Die Einrichtung ist beim i208 (ich nutze die kleine, 800-Quadratmeter-Variante) eher ein Videospiel als harte Arbeit. Man schnappt sich sein Smartphone und steuert den Roboter wie ein ferngesteuertes Auto einmal komplett an den Außenkanten des Rasens entlang, das klappt besser als die Autoerkundung.

Der Mäher merkt sich diesen Weg über eine Kombination aus GPS-Daten und Kamerasensoren und erstellt so eine virtuelle Landkarte. Das ist eigentlich ratz fatz erledigt. Falls ihr später ein neues Blumenbeet anlegt oder den Pool aufstellt, müsst ihr nicht wieder Kabel flicken, sondern passt einfach die Karte in der App an. Das ist genau der Komfort, den man braucht.

Und wo wir bei technischen Spielereien sind: Ihr habt eine Anhebungserkennung, Geo-Fence-Alarm, eine GPS-Verfolgung und…..Apples Wo ist? Das hilft Android-Nutzern wenig, aber Apple-Nutzer können so In-App tracken, wo der Lümmel ist. Wer mag, der kann den Robo auch über Google Home und Alexa befehligen.

Ansonsten? Unter der Haube steckt eine Technik, die Segway EFLS LiDAR nennt. Das ist im Grunde eine sehr präzise Satellitennavigation, die durch eine KI-Kamera namens VisionFence unterstützt wird. Diese Kamera ist der eigentliche Clou an der Sache.

Viele Mäher kommen ins Straucheln, wenn sie unter dichte Bäume fahren oder nah an hohen Hauswänden arbeiten müssen, weil dann das Signal vom Himmel abreißt. Hier springt die Kamera ein und übernimmt die Orientierung. Außerdem erkennt sie Hindernisse  zuverlässig.

Ob da nun ein Igel durch den Garten spaziert, die Kinder ihr Spielzeug vergessen haben oder der Gartenschlauch noch in der Sonne liegt, der Navimow erkennt das Objekt und umfährt es bestenfalls, ohne alles kurz und klein zu häckseln. Ich habe das ohne lebendige Kinder oder Igel getestet, in meinem Fall wurde nichts geschreddert.

Ein weiterer Punkt, der mir gut gefällt, ist die Art und Weise, wie das Gerät arbeitet. Er fährt nicht nach dem Chaos-Prinzip kreuz und quer über die Fläche, bis zufällig alles gemäht ist, sondern zieht für meine Augen saubere, parallele Bahnen. Das sorgt für ein sehr gleichmäßiges Schnittbild. Es gibt sogar echt schräges Zeug, so ist ein Kreativ-Tool dabei, da zeichnet ihr Muster in die App, die dann auf den Rasen umgesetzt werden. Why not?

Ansonsten gibt es das Übliche, will meinen: Zonen-Management, Zeitpläne, wetterabhängiges Mähen und so. Segway gibt bis 110 Minuten Mähzeit mit einer Ladung an, das kommt gut hin, da schafft er über 200 Quadratmeter.

Was die Reinigung angeht, ist der i208 erstaunlich unkompliziert. Er ist nach IP66 gegen Strahlwasser geschützt. Das bedeutet für euch, dass ihr ihn nach getaner Arbeit einfach mit dem Gartenschlauch abspritzen könnt, um Grasreste und Dreck zu entfernen. Alternativ einfach den Schmodder trocknen lassen und abbürsten.

Natürlich gibt es auch ein paar Dinge, die man vor dem Kauf wissen sollte, denn die eierlegende Wollmilchsau ist auch dieser Roboter nicht. Ein Kritikpunkt ist für euch vielleicht die Schnitthöhenverstellung (2 bis 7 cm, 22 cm Breite, 6 Klingen). Während die teureren Serien von Segway das bequem per App erledigen, müsst ihr beim i208 noch selbst Hand anlegen und an einem mechanischen Drehrad am Gehäuse drehen. Das ist kein Weltuntergang, wirkt aber im Vergleich zum restlichen High-Tech-Paket fast schon ein bisschen altmodisch.

Bedenkt, dass die Navigation zwar sehr gut ist, aber eben immer noch einen halbwegs freien Blick zum Himmel benötigt. Wer einen extrem schmalen Garten direkt zwischen hohen Betonmauern hat, könnte eventuell an die Grenzen der Technik stoßen. Da ich an allen Seiten Abstand habe, passte aber alles. Übrigens Abstand: Schaltet in der App Edge Sense an, damit mäht er auch an den Rändern noch einmal einen Ticken genauer.

Ein weiterer Punkt ist die Konnektivität. Ab Werk funkt der Mäher im heimischen WLAN. Es gibt aber auch Mobilfunk. Das erste Jahr ist Connect kostenlos, danach kostet es extra, und das sollte man bei der Kalkulation auf dem Schirm haben (30 Ocken im Jahr, vielleicht braucht ihr es aber auch nicht).

Auch bei der Steigung ist irgendwann Schluss. 45 Prozent schafft er offiziell, was für die meisten Gärten absolut ausreicht, aber bei richtig steilen Hanglagen wird er nicht glücklich. Das manuelle Fahren ist auch spaßig, der Kleine ist wendig und flott, da hatte ich schon ganz andere Kandidaten. Macht Laune. Da solltet ihr aber schauen, dass ihr nicht auf 20 mm stellt, wenn ihr Löcher im Boden hat, das kann dann Navigationsschwierigkeiten geben.

Unterm Strich muss man sagen, dass Segway hier ein Paket geschnürt hat, das schon gut passt. Die Kiste arbeitet sehr solide, der Rasen hat ein gutes, sogar anpassbares, Schnittbild-  und flugs eingerichtet ist er auch. Das muss man sich allerdings auch leisten wollen, derzeit wird er für knapp unter 1.000 Euro angeboten. Wer eine unkomplizierte Lösung für Flächen bis etwa achthundert Quadratmeter sucht, sollte sich den i208 definitiv genauer anschauen. Am Ende des Tages macht er genau das, was er soll: Er kümmert sich um den Rasen, während ihr entspannt ein Kaltgetränk auf der Terrasse genießt. Schon lange keinen Robo mehr gehabt, der eine so gute App hatte und sich gut manuell lenken lässt….

Kategorie Eigenschaft Details
Mähleistung Empfohlene Rasenfläche Bis zu 800 m²
Max. Steigung 45 % (ca. 24°)
Flächenleistung / Ladung ca. 265 m²
Navigation Technologie EFLS LiDAR (LiDAR Vision AI)
Hindernisvermeidung VisionFence (KI-gestützt)
Begrenzung Kabellos (virtuell)
Mähsystem Schnittbreite 22 cm
Schnitthöhe 20 – 70 mm (elektrisch)
Kantenmähen EdgeSense (bis 5 cm Randabstand)
Technik Geräuschpegel 59 dB(A)
Schutzklasse IP66 (strahlwassergeschützt)
Akku Kapazität 5,1 Ah (ca. 160 min Laufzeit)
Technische Daten: Segway Navimow i208 LiDAR

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Arzopa Z3FC im Test: Ein mobiler Monitor für Arbeit und Gaming mit 180 Hz

Wer viel reist, kennt das Problem mit dem kleinen Bildschirm am Laptop sicher. Der Platz reicht auf dem Bildschirm nicht für mehrere Fenster. Beim Spielen an Konsolen fehlt in manchen Situationen ein größerer Monitor. In meinem Fall suchte ich schon seit geraumer Zeit nach einer simplen Lösung, den doch recht begrenzten Platz auf dem Display meines MacBooks Air M1 zu erweitern. Dann wurde mir der Arzopa Z3FC zum Test angeboten. Dabei handelt es sich um einen portablen Bildschirm mit einer Bilddiagonale von 16,1 Zoll. Das Panel löst mit 2560 mal 1440 Pixeln auf, also 2,5K-Auflösung. Die Bildwiederholrate liegt bei maximal 180 Hertz.

Der Z3FC demonstriert den aktuellen Stand der Technik. Ein solches Panel in einem dünnen Gehäuse war früher undenkbar. Das Gehäuse des Monitors besteht aus einer Aluminiumlegierung. Die Farbe erinnert an das Space Grau von Apple. Man merkt jedenfalls, dass das hier kein billiges Plastikgehäuse ist. Die Verarbeitung wirkt robust, nichts knarzt oder wackelt. Das Gewicht liegt bei rund 780 Gramm. Die Dicke misst weniger als einen Zentimeter. Damit verschwindet das Gerät mühelos im Rucksack oder zumindest in der mitgelieferten Schutzhülle.

Der erste Eindruck beginnt beim Auspacken. Im Lieferumfang befindet sich der Monitor. Dazu gibt es die besagte Schutzhülle aus einem grauen, weichen Material. Für den sicheren Transport wäre ein festes Case aber sicher nützlicher. Arzopa legt drei Kabel bei, zwei USB-C-Kabel und ein Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel. Ein Netzteil ist nicht im Karton, der Monitor bezieht seinen Strom über das verbundene Gerät. Alternativ nutzt man ein eigenes Netzteil. Eines der mitgelieferten Kabel besitzt einen gewinkelten Stecker. Das verhindert das Abknicken des Kabels auf dem Tisch.

Auf der Rückseite befindet sich ein ausklappbarer Ständer, jener ist bündig in das Gehäuse integriert. Man passt den Neigungswinkel stufenlos an. Der Ständer hat Gummifüße und erlaubt zudem das Aufstellen im Querformat und im Hochformat. Bisher erweckt das Ganze den Eindruck, dass hier recht lange verlässlicher Halt durch das Ständerkonzept gegeben ist.

Auf der linken Seite befinden sich die Anschlüsse. Es gibt zwei USB-C-Ports. Beide unterstützen die Übertragung von Bildsignalen und Strom. Die Anschlussvielfalt erlaubt das Durchschleifen von Strom: Man schließt ein Ladegerät an den Monitor an, das zweite Kabel führt dann zum Laptop. Diese Funktion erfordert aber eben ein starkes Netzteil. Ein 65-Watt-Netzteil reicht für die meisten Anwendungen aus. Daneben sitzt der Mini-HDMI-Anschluss, ein großer HDMI-Anschluss wäre mir hier lieber gewesen, ein entsprechendes Kabel liegt dem Gerät ja aber wenigstens bei. Auf der linken Seite finden sich zudem die Bedienelemente. Ein Schalter dient der Navigation durch das Menü, eine Taste fungiert als Zurück-Knopf und als Ein-Ausschalter. Die Menüsteuerung über das Wipprad erfordert anfängliche Geduld – ein Drücken nach oben öffnet das Menü für die Helligkeit, ein Drücken nach unten steuert die Lautstärke, ein Druck auf den Schalter bestätigt die Auswahl. Die Möglichkeit, das Farbbild über RGB-Regler anzupassen, existiert ebenso. Das bieten nicht alle Konkurrenten.

Das eigentliche IPS-Panel misst 16,1 Zoll in der Diagonale. Die Auflösung von 2560 mal 1440 Pixeln sorgt für ein scharfes Bild, die Pixeldichte ist hoch, wodurch Texte gestochen scharf wirken. Die maximale Helligkeit gibt der Hersteller mit 400 Nits an. Bildspiegelungen sind da, aber nicht so störend krass wie auf einigen anderen Displays. Die Farben wirken lebendig, für die professionelle Bildbearbeitung reicht die Farbgenauigkeit aber nicht aus. So gibt es zum Beispiel leichte Abweichungen bei Blautönen. Für den Alltag und für Spiele genügt das aber locker. Der Kontrast zeigt die typische Schwäche eines IPS-Panels – Schwarz wirkt eher wie ein dunkles Grau. Das Panel punktet mit seiner Blickwinkelstabilität. Schaut man von der Seite auf das Bild, bleiben die Farben stabil.

Ein zentrales Merkmal ist die Bildwiederholrate von maximal 180 Hertz. Beim Scrollen durch Webseiten zieht der Text keine Schlieren. Bei Spielen entfaltet die hohe Rate dann aber erst ihr volles Potenzial. Über den USB-C-Anschluss erreicht der Monitor die vollen 180 Hertz, hier habe ich das mal am Asus ROG Ally ausprobiert. Nutzt man den HDMI-Anschluss, sinkt die Rate auf 144 Hertz. Der Monitor bietet AMD FreeSync, die Reaktionszeit liegt bei neun Millisekunden. E-Sportler spüren hier dann sicher schon eine möglicherweise störende Verzögerung – die meisten Zocker dürften sich daran aber nicht stören. Der Z3FC unterstützt zudem HDR. Dem Panel fehlt hier aber die nötige Spitzenhelligkeit und der Kontrast für einen echten HDR-Effekt. Das Bild wirkt dadurch mit HDR eher flach.

Ein Schwachpunkt sind die eingebauten Lautsprecher. Es handelt sich hierbei aber auch nur um zwei Ein-Watt-Strahler, da darf man nun auch keine Höchstleistungen von erwarten. Die Lautstärke reicht für Videokonferenzen, für Musik oder effektvolle Spiele fehlt dann natürlich das Volumen. Der Klang scheppert schon sehr auf hohen Stufen. Man greift dann besser zu Kopfhörern, allerdings müssen die dann mit dem Hauptgerät verbunden werden, der Monitor hat hierfür keinen Anschluss.

Der Stromverbrauch hält sich in Grenzen. Eine Powerbank reicht, um den Monitor stundenlang zu betreiben. Eine Touch-Funktion benötige ich hier persönlich nicht, das Fehlen jener sollte einem aber dennoch vor dem Kauf bewusst sein. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 230 Euro. Im Handel sinkt der Preis in regelmäßigen Abständen. Man findet das Gerät hier und da auch schon günstiger. Ohne die 180 Hz gibt es aber eben auch allerhand Alternativen auf dem Markt, die dann zum Teil schon für unter 100 Euro zu bekommen sind.

Unterm Strich ist der Arzopa Z3FC ein solider portabler Monitor, der seine Stärken klar in der Kombination aus Schärfe, Bildflüssigkeit und Mobilität hat. Das Aluminiumgehäuse fühlt sich wertig an, die hohe Bildfrequenz macht sich im Alltag und beim Gaming gleichermaßen bemerkbar, und die Helligkeit reicht für die meisten Einsätze. Die Schwächen – Mini-HDMI statt normalem HDMI, mäßiger Kontrast, schwache Lautsprecher und eine HDR-Funktion, die kaum etwas bringt – sind eher typisch für IPS-Panels in dieser Klasse und kein wirklicher Grund, vom Kauf abzuraten. Wer einen tragbaren Zweitmonitor sucht, der mehr kann als die übliche Full-HD-60-Hertz-Kost, findet im Z3FC eine der interessanteren Optionen auf dem Markt.

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Amazfit T-Rex Ultra 2: Outdoor-Smartwatch im Test

Amazfit hat kürzlich mit der T-Rex Ultra 2 eine neue Outdoor-Smartwatch für gehobene Ansprüche vorgestellt – zum entsprechenden Preis. Das Wearable kostet nämlich satte 549,90 Euro. Bei so einer Preisempfehlung muss man sich schon etwas direkter am Platzhirsch Garmin messen lassen. Punkten soll das neue Modell unter anderem mit einer gegenüber dem Vorgängermodell um 74 % erhöhten Akkukapazität und leichtem Titan (Grade 5) für die Gehäuseunterseite, die Lünette und die Tasten. Ich konnte die kluge Uhr inzwischen für euch ausprobieren.

Auch wenn die Nummerierung etwas inkonsequent wirkt: die Amazfit T-Rex Ultra 2 ordnet sich im Line-up des Anbieters noch oberhalb der von Benny getesteten T-Rex 3 Pro ein. Das spiegelt sich unter anderem in der Größe wider, denn mit ihrem 51-mm-Gehäuse ist diese Smartwatch ein ganz schöner Brecher. Für zierliche Handgelenke ist dieser Hoschi aus meiner Sicht jedenfalls nichts. Das Gewicht beträgt 89,2 g und ist am Handgelenk entsprechend spürbar. Aber: Dieses Modell will auch keine Alltagsuhr sein, sondern visiert speziell Menschen an, die sich gerne in die ungezähmte Wildnis wagen.

Technische Eckdaten der Amazfit T-Rex Ultra 2

Kategorie Spezifikation
Gehäusematerial Titan Güteklasse 5
Display 1,5 Zoll, AMOLED (480 x 480 Pixel)
Displaymaterial Saphirglas
Spitzenhelligkeit 3.000 Nits
Abmessungen 51 × 51 × 14,3 mm
Taschenlampe Ja (weißes oder grünes Licht)
Audio Mikrofon & Lautsprecher
Bluetooth-Anrufe Ja
Sportmodi 180
Wasserbeständigkeit 10 ATM, bis 45 m Freitauchen, Sporttauchen
Navigation Vorinstallierte Offline-Karten, Basiskarten, Höhenlinienkarten, Skigebietskarten, POI-Suche, Routenplanung, Rundreisen, automatische Routenneuberechnung
Armbandbefestigung 26-mm-Schnellverschluss
Batteriekapazität 870 mAh
Typische Akkulaufzeit Bis zu 30 Tage
GPS – Präzisionsmodus Bis zu 50 Stunden
Betriebssystem Zepp OS 5
Besondere Funktionen Zweifarbige Taschenlampe, Barometer- & Sturmwarnungen, Höhenwarnungen, Zepp Coach, BioCharge, BioTracker, NFC-Zahlungen (Zepp Pay), Wi-Fi (2,4 GHz)

Die Amazfit T-Rex Ultra 2 bietet euch 170 Sportmodi an, integriert Offline-Karten und bietet auch Mikrofon und Lautsprecher sowie eine integrierte Taschenlampe. Selbst bei Temperaturen von bis zu -30 Grad Celsius soll die Outdoor-Smartwatch noch voll funktionstüchtig bleiben. Ist es sonnig statt kalt, bleibt das AMOLED-Display dank einer Helligkeit von bis zu 3.000 Nits gut ablesbar. Eure Offline-Karten, auch Höhen- und Skipistenmaterial, könnt ihr auf 64 GByte Speicherplatz ablegen.

Ausstattung und Verarbeitung der Amazfit T-Rex Ultra 2

Die Amazfit T-Rex Ultra 2 erwies sich vor der Installation des ersten Firmware-Updates als etwas störrisch. Beispielsweise „scheiterte“ die erste Kopplung mit meinem Smartphone. Nun, zumindest erhielt ich jene Meldung, alles funktionierte aber dennoch. Generell stotterte das ganze System aber hart umher, ein Phänomen, das ich so noch bei keinem anderen Wearable der Marke bemerken konnte. Nach der Aktualisierung lief dann aber alles wie gewohnt. Als Begleitung dient hier die Zepp-App, ihr könnt aber dank eigener Wi-Fi-Schnittstelle z. B. auch Updates ohne greifbares Phone direkt auf die Smartwatch laden. Dauert allerdings eine Weile, denn die Uhr unterstützt nur das 2,4-GHz-Band.

Die Verarbeitung der massiven T-Rex Ultra 2 ist schon richtig gut und das Titan an Lünette, Tasten und Unterseite macht einen sehr wertigen Eindruck. Das Armband lässt sich dabei über einen Klickverschluss leicht befestigen. Gleich vier Buttons sind zur Bedienung vorhanden, daran muss man sich anfangs etwas gewöhnen. Im Lieferumfang liegt auch ein kleiner Ladepuck bei. Ein passendes USB-C-Kabel und Ladegerät müsst ihr aber selbst vorhalten. Oben sitzt im Übrigen auch die kleine LED-Taschenlampe der Watch.

Das AMOLED-Display der Amazfit T-Rex Ultra 2 kann unter direkter Sonneneinstrahlung im automatischen Modus extrem hell werden und bleibt so immer gut lesbar. Was wiederum die Watchfaces betrifft, so habt ihr da in der Zepp-App eine breite Auswahl aus kostenlosen und kostenpflichtigen Pendants. Im Gegensatz zu den günstigeren Modellen von Amazfit nutzt die T-Rex Ultra 2 für besonders schnelle und genaue Ortung Dual-Band-GPS, was auf jeden Fall ein Mehrwert sein kann, wenn ihr es ganz genau haben wollt.

Obligatorischer Hinweis zu den NFC-Zahlungen: Die funktionieren nur via Curve. Zielgruppe der Amazfit T-Rex Ultra 2 sind dabei offiziell nicht Gelegenheitssportler. Vielmehr sind es in erster Linie anspruchsvolle Kletterer, Wanderer und Ausdauersportler, die z. B. auch in abgelegenen Gebieten unterwegs sind, in denen es oft schlecht mit einer Internetverbindung aussieht. Denn jene Gruppe profitiert ganz besonders von den Offline-Karten und der präzisen Navigation. Die Offline-Karten der Smartwatch unterscheiden nämlich z. B. zwischen unbefestigten Wegen und asphaltierten Straßen. Kombiniert mit Turn-by-Turn-Navigation über sechs Satellitensysteme ist die Uhr somit auch für mehrtägige Expeditionen ausgelegt.

Nochmal betonen möchte ich, dass diese Rugged-51-mm-Smartwatch ein richtiger Brecher ist. Mit dem Armband wiegt die Amazfit T-Rex Ultra 2 rund 80 g – das merkt man am Handgelenk. Nebenbei beim Tippen tragen – das macht daher keinen Spaß. Laut Amazfit hält die Uhr auch Freitauchen bis 45 m Tiefe aus – das habe ich nicht aufs Exempel geprüft, glauben wir es dem Hersteller also einmal. Typisch für den Anbieter ist die Akkulaufzeit ziemlich beeindruckend. Selbst mit voller Standorterkennung für die Navigation sind bis zu 50 Stunden drin – bei normaler Nutzung rund 30 Tage. Das kommt nach meiner Erfahrung gut hin, es dauert eine ganze Weile, den Akku leerzusaugen.

Auch wenn die Amazfit T-Rex Ultra 2 links und rechts Tasten mitbringt, hat es bei mir beim Krümmen des Handgelenks keine versehentlichen Betätigungen gegeben. Das liegt einerseits an der Dicke der Smartwatch und andererseits an den robusten Titan-Tasten, die ein wenig Druck voraussetzen, der nicht so leicht nebenbei zustande kommt.

Praxistest

Die Amazfit T-Rex Ultra 2 verfügt über Lautsprecher und Mikrofon. Der Speaker ist ab Werk ziemlich aktiv, da er bei Workouts regelmäßig Ansagen macht. Dies kann man glücklicherweise granular deaktivieren. Ihr habt also die Chance, das Plappermaul z. B. nur beim Training abzuschalten oder systemweit die Sounds auszuknipsen. 180 Sportmodi stehen zur Auswahl. Wer die Uhr im Fitnessstudio nutzt und an verschiedenen Geräten trainiert, wird aber weiterhin damit leben müssen, dass ihr entweder zerschossene Ergebnisse erhaltet, oder an jeder Station ein neues, passendes Training starten müsst.

In der Begleit-App Zepp könnt ihr euch auf Wunsch auch Trainingspläne erstellen lassen, das ist aber so eine Spielerei, die auch Gemini und Co. für euch übernehmen können. Die Amazfit T-Rex Ultra 2 hat bei mir beim Tippen keine Phantomschritte gezählt, lange tragen mochte ich sie am Rechner allerdings nicht. Dafür ist sie schlichtweg zu schwer und klobig. Dabei kann euch die Smartwatch natürlich auch auffordern stündlich aufzustehen, euren Puls überwachen, den Schlaf tracken, das Wetter anzeigen und was man so gewohnt ist.

Beim Laufen hat die Amazfit T-Rex Ultra 2 nach meinem Eindruck zu hohe Pulsraten gemessen, was auch der Vergleich mit Ruhezeiten zeigt, wo die Ergebnisse realistischer wirken. Da würde ich mich auf die Genauigkeit also beim Training leider nicht zu sehr stützen. Eine EKG-Funktion fehlt, aber die Uhr kann die Blutsauerstoffsättigung und euer Stresslevel schätzen. Es gibt übrigens in der Zepp-App auch einen App-Store mit Zusatzanwendungen und natürlich Watchfaces. Manche Apps und Zifferblätter sind kostenlos, andere erhaltet ihr nur gegen Geld. Ihr könnt auch eigene Musikdateien auf den großzügigen Speicher des Wearables hieven. Direkte Vernetzungen mit z. B. den Offline-Funktionen von Musikstreaming-Diensten wie Spotify gibt es jedoch nicht. Ihr könnt die Musikwiedergabe des Smartphones über die Uhr jedoch fernsteuern.

Vorausgesetzt, ihr erteilt die entsprechenden Berechtigungen, zeigt euch die Amazfit T-Rex Ultra 2 auch Benachrichtigungen an und ihr könnt zumindest auf SMS auch an der Uhr antworten. Anrufe lassen sich an der Uhr ebenfalls annehmen oder ablehnen. Auch die Offline-Navigation funktioniert mit heruntergeladenen Karten grundsätzlich gut, ist aber ziemlich sperrig zu bedienen an dem kleinen Bildschirm. Als Standard sind nur Basis-Karten enthalten. Wollt ihr wirklich genau navigieren und Details sehen, müsst ihr zusätzliche Detailkarten für das jeweilige Gebiet vorab herunterladen. Das ist kostenlos. Wollt ihr allerdings Laufstrecken vorab kreieren / übertragen, kommen manchmal komische Dinge heraus. Etwa gibt es in der Nähe hier ein Naturschutzgebiet und die Smartwatch wollte mich vereinfacht gesagt zum Teil lieber durch wilde Trampelpfade schicken als über die breiten Hauptwege, was eine seltsame Wahl ist.

Das GPS-Tracking ist allerdings tatsächlich extrem genau, sodass ihr auch kleine Schwenks beim Laufen am Ende beim Nachvollziehen eurer Route exakt nachvollziehen könnt. Praktisch ist tatsächlich auch die integrierte Taschenlampe, die beim Wandern auch mal einen dunklen Weg erleuchten kann. Die LED-Lampe leuchtet wahlweise weiß oder grün. Das bringt aber eher mal beim Spazierengehen was, denn beim schnelleren Laufen benötigt ihr immer noch eine stärkere Stirnlampe.

Mein Fazit

Die Amazfit T-Rex Ultra 2 ist eine aufgewertete Version der T-Rex 3 Pro, die beim Preis etwas über das Ziel hinausschießt. Denn angesichts der Kosten von 549 Euro muss man sich mit z. B. der Suunto Vertical 2 oder auch der Garmin Venu X1 messen. Beide Modelle sind für den Sport ziemlich stark und bieten aus meiner Sicht umfangreichere bzw. ausgereiftere Ökosysteme. Hier kann man Amazfit kleinere Schwächen angesichts des Preises schlichtweg nicht mehr verzeihen.

Im Ergebnis ist die Amazfit T-Rex Ultra 2 eine extrem robuste, aber auch sehr massive, Outdoor-Smartwatch mit technischen Ecken und Kanten, wie die Routenplanung und die ungenaue Pulsmesssung zeigen. Stärken sind das exakte GPS-Tracking, die hervorragende Verarbeitung und das helle Display. Für viele Anwende dürfte aber am Ende des Tages die T-Rex 3 Pro das bessere Deal sein – oder eines der genannten Konkurrenzmodelle in der gleichen Preisklasse.

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