#DealMonitor – LiveEO erhält 28 Millionen – waterdrop bekommt 11 Millionen – Norvestor übernimmt Debtist

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#DealMonitor LiveEO erhält 28 Millionen Atlantic Grupa investiert 11 Millionen Euro in waterdrop Norvestor übernimmt Inkasso-Startup Debtist Coupons4u kauft Webgears Gutscheindienste ab

LiveEO erhält 28 Millionen – waterdrop bekommt 11 Millionen – Norvestor übernimmt Debtist

Mittwoch, 6. Mai 2026VonTeam

Im #DealMonitor für den 6. Mai werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE



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INVESTMENTS

LiveEO

Der junge DefenseTech-Investor Helantic, b2venture, Nordic Ninjas, DeepTech & Climate Fonds (DTCF), Matterwave, MMC, Segenia, Greencode, EIC und Andy von Bechtolsheim sowie ein nicht genannter Lead-Investor investieren 28 Millionen Euro in das Soonicorn LiveEO. Das Startup aus Berlin, 2017 von Sven Przywarra und Daniel Seidel gegründet, analysiert durch Künstliche Intelligenz die Aufnahmen von Satellitenaufnahmen seiner Kunden und bietet auf dieser Grundlage eine Lösung zur Überwachung der Infrastruktur, wie zum Beispiel Bahntrassen und Hochspannungsleitungen, an. Das frische Kapital soll „die weitere Expansion von LiveEO in den zivilen Kernmärkten der Infrastrukturüberwachung vorantreiben“. Das Unternehmen sieht seine Zukunft aber auch im derzeit boomenden DefenseTech-Segment. Dual-Use lautet das Schlagwort. Der japanische Geldgeber NordicNinja und DeepTech & Climate Fonds (DTCF) investierten zuletzt 25 Millionen Euro in LiveEO. Insgesamt flossen bereits rund 78 Millionen in das Unternehmen. Mehr über LiveEO

waterdrop

Das kroatische Konsumgüter-Unternehmen Atlantic Grupa investiert 11 Millionen Euro in waterdrop. „This enables Atlantic Grupa to gain direct insights into the business while actively supporting the brand’s future development and growth“, heißt es in einer Presseinfo. waterdrop, 2016 von Martin Murray gegründet, setzt auf “kleine, kompakte Würfel, die pures Wasser im Handumdrehen in ein erfrischendes Getränk verwandeln”. Zuletzt peilte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 150 Millionen an. Tennisstar Novak Djokovic investierte zuletzt eine siebenstellige Summe in waterdrop. Temasek, Bitburger Ventures und Founders Future investierten zuvor zudem 60 Millionen Euro in das Unternehmen, das sich langfristig an der Börse sieht. Mehr über Waterdrop

MERGERS & ACQUISITIONS

Norvestor Debtist

Der skandinavische Private-Equity-Investor Norvestor übernimmt die Mehrheit am Inkasso-Startup Debtist (Frankfurt am Main). „Mit Norvestor im Rücken will Debtist seine Position als KI-native Plattform weiter ausbauen. Der Fokus liegt darauf, die bestehende Technologie weiter auszubauen, neue Märkte schneller zu erschließen und den Zugang zu professionellem Forderungsmanagement weiter zu vereinfachen“, teilen die Unternehmen mit. Im Zuge der Mehrheitsübernahme soll Debtist mit rund 100 Millionen Euro bewertet worden sein – siehe Finance Forward. Debtist, 2023 von Matteo Benedetti, Tony Zabel und Brandon Baumgarten gegründet, positioniert sich als „technologiegetriebenes Unternehmen für Forderungsmanagement und Inkasso“. altitude, 10x Value Partners und mehrere Business Angels investierten zuletzt eine sechsstellige Summe in Debtist. Zuletzt expandierte das Team nach Schweden und Dänemark. Aktuell beschäftigt Debtist rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Team fährt derzeit 15 Millionen Annual Recurring Revenue (ARR) ein. Mehr über Debtist

Coupons4u Webgears

Der Chemnitzer Gutscheinanbieter Coupons4u (Coupons.de) übernimmt von der österreichischen Webgears Group Gutscheindienste wie Gutscheinsammler.de, Reduc.fr und Cupones.es. Die Webgears Group bleibt auch nach dem Verkauf als Unternehmen bestehen, zieht sich aber aus dem B2C-Gutscheingeschäft zurück. Das Unternehmen konzentriert sich künftig auf eigene Technologieprodukte. Mehr über Coupons4u

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – Atmos bekommt 25,7 Millionen – atronus erhält 11 Millionen – Linexa sammelt 2 Millionen ein

#DealMonitor

#DealMonitor SpaceTech Atmos bekommt 25,7 Millionen ElderTech Patronus erhält 11 Millionen IndustrialTech Linexa sammelt 2 Millionen ein Nachtzug-Startup Nox Mobility bekommt 2 Millionen

Atmos bekommt 25,7 Millionen – atronus erhält 11 Millionen – Linexa sammelt 2 Millionen ein

Mittwoch, 22. April 2026VonTeam

Im #DealMonitor für den 22. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE



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INVESTMENTS

Atmos

Der paneuropäische Frühphasen-Investor Balnord (Luxemburg, Danzig, Berlin), der französische Aerospace-Investor Expansion, Keen Defence and Security, OTB Ventures, High-Tech Gründerfonds (HTGF), APEX Ventures, Seraphim, Faber, E2MC, Kirch Ventures, Lennertz & Co., Mätch VC, MBG Baden-Württemberg und Tech Horizons sowie European Innovation Council (EIC) investieren 25,7 Millionen Euro in Atmos. Das NewSpace-Startup aus Rheinmünster, das vom Luft- und Raumfahrtingenieur Sebastian Klaus gegründet wurde, kümmert sich um die Entwicklung und Herstellung von wiederverwendbaren Raumkapseln. Bereits im April 2025 absolviert die Jungfirma ihren ersten Testflug. „The funding will support an initial three-vehicle PHOENIX 2 fleet, the launch of ATMOS WORKS for governmental and defence customers, and development of PHOENIX 3, the company’s next-generation orbital return vehicle“, teilt das Team zum Investment mit. In den vergangenen Jahren flossen bereits rund 45 Millionen in Atmos. Balnord hält derzeit 7,7 % am Unternehmen. Auf den Amadeus APEX Technology Fund entfallen 7,6 %. Expansion ist mit 7,4 % an Bord. Mehr über Atmos

Patronus 

Der Wiener Investor 3TS Capital Partners, Grazia Equity sowie die Altinvestoren Singular, Burda Principal Investments, Adjacent, NAP und UVC Partners investieren 11 Millionen Euro in Patronus. Das Berliner Startup, 2020 von Ben Staudt und Tim Wagner gegründet, positioniert sich als „Sicherheits- und Begleitlösung für Senioren“. Das frische Kapital soll in „den Ausbau der Marktführerschaft im mobilen Notrufsegment sowie in neue Produktbereiche rund um Familie, Wohlbefinden und – als nächsten großen Schritt – einen KI-Begleiter für den Alltag“ fließen. Singular, Adjacent, Burda Principal Investments, Cavalry und UVC Partners investierten zuletzt 27 Millionen Euro in Patronus. Insgesamt sammelte die Jungfirma nun bereits rund 45 Millionen in Patronus. Derzeit arbeiten rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Startup. Singular hielt vor der aktuellen Investmentrunde knapp 20,6 % an Patronus. Mehr über Patronus

Linexa

Der Berliner Frühphasen-Investor Project A Ventures und Business Angels wie Thomas Böck, Bastian Nominacher und Christian Schlögel investieren 2 Millionen in Linexa. Das Münchner DeepTech, 2025 von Viktor Stryczek, Alexandros Vassiliadis und Tobias Drees gegründet, tritt an, um „jahrzehntealte Steuerungstechnik herstellerübergreifend zu entschlüsseln und Europas Fabriken KI-fähig zu machen“. Das frische Kapital soll in den „Ausbau der Plattform und das Wachstum des Teams“ fließen. Project A hält nun rund 19 % am IndustrialTech-Unternehmen. Mehr über Linexa

Nox Mobility

Der Berliner Investor IBB Ventures, der italienische Investors Tommaso Lucca und Business Angels wie HomeToGo-Gründer Patrick Andrae investieren 2 Millionen Euro in Nox Mobility. Das Startup aus Berlin, 2025 von Thibault Constant, Janek Smalla und Artur Hasselbach gegründet, setzt auf „Nachtzüge mit vollständig privaten Räumen“. Das frische Kapital soll „in den Teamaufbau, den Bau eines Mockups in Originalgröße sowie die Vorbereitung der ersten Strecken, die 2027 an den Start gehen sollen“ fließen. Mehr über Nox

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#DealMonitor – Ororatech sammelt 25 Millionen ein – Parto erhält 2,5 Millionen – Nomos sammelt 2,1 Millionen ein

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#DealMonitor Ororatech sammelt 25 Millionen ein Parto erhält  2,5 Millionen Innok Robotics bekommt 2,17 Millionen Nomos sammelt 2,1 Millionen ein Zenesis streicht siebenstellige Summe ein Finanzspritze für Nenna AI

Ororatech sammelt 25 Millionen ein – Parto erhält 2,5 Millionen – Nomos sammelt 2,1 Millionen ein

Dienstag, 15. Oktober 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 15. Oktober werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Ororatech


Der belgische Geldgeber Korys, hinter dem die Familie Colruyt (u.a. Einzelhandel) steckt, Bayern Kapital und European Circular Bioinvestment Fund (ECBF) investieren 25 Millionen Euro in Ororatech. Das Münchner Unternehmen, von Thomas Grübler, Björn Stoffers, Florian Mauracher und Rupert Amann gegründet, positioniert sich als “kommerzieller Anbieter von Satelliten, die – mit Infrarot-Kameras ausgestattet – Buschfeuer überall auf der Welt frühzeitig entdecken und überwachen können”. Edaphon, Findus Venture, Ananda Impact Ventures und Co. investierten zuletzt 15 Millionen Euro in das Unternehmen. Zuvor bereits 5,8 Millionen Euro in OroraTech. “Die Mittel aus der Finanzierungsrunde werden vor allem für die Weiterentwicklung der OroraTech-Technologien sowie für die strategische Expansion in weitere Märkte genutzt werden”, teilt das Team mit. Mehr über OroraTech

Parto


Heal Capital, Motive Ventures und Business Angels wie Sebastian Johnston und Malte Rau investieren 2,5 Millionen Euro in Parto. Das FinTech aus Hamburg, von Ruuky-Gründer Jes Hennig, Christoph Roling und Thomas Heuck zunächst als Participayed gegründet möchte sich als “digitale All-in-one Zahlungslösung für Sozial- und Pflegeeinrichtungen” etablieren. Das Team schreibt zur Idee: “Partos Lösung entlastet Mitarbeitende und ermöglicht Menschen in Betreuung finanzielle Unabhängigkeit.”

Innok Robotics


  Das Privatinvestoren-Netzwerk Companisto investiert 2,17 Millionen Euro in Innok Robotics. Die Firma aus Regenstauf, 2012 von Alwin Heerklotz gegründet, setzt auf “voll integrierte AMR-Systeme, die sowohl Software als auch Fahrzeug-Hardware sowie modernste 2D- und 3D-Sensorik auf Basis Künstlicher Intelligenz umfassen”. Prolimity Capital Partners und der Unternehmer Heinz Ferchau, Gründer von Ferchau Engineering, investierten zuletzt 5 Millionen Euro in das Innok Robotics. Mehr über Innok Robotics

Nomos


Speedinvest und Business Angels wie Eric Quidenus-Wahlforss, Henrik Langeland, Nicolas Benady und das Gründungsteam von Forto investieren 2,1 Millionen US-Dollar in Nomos. Das Berliner EnergyTech-Startup, von Nils Bitzer und Stefan Gerbes gegründet, bietet “Herstellern und Installateuren von Wärmepumpen und Solarprodukten eine Schnittstelle für dynamische Stromtarife an”. Mit dem frischen Kapital möchte das Team “sein Entwicklerteam ausbauen und das Produktangebot erweitern”.

Zenesis 


 TGFS Technologiegründerfonds Sachsen, das Ingenieurbüro Hubert Beyer und Alinvestor Kampmann Group investieren eine siebenstellige Summe in Zenesis. Das Leipziger Startup, von Gilles Dostert, Gabor Süli und Sabrina Donatelli gegründet, hat sich das Thema Gebäudeplanung auf die Fahnen geschrieben. Zur Idee teilt das Team mit: “Zenesis ist die einzige Komplettlösung für die Automatisierung von Standardabläufen im Planungsprozess der technischen Gebäudeausrüstung.” Mehr über Zenesis

Nenna AI


Die Business Angels Christian Henschel, Jörg Ontrup, Andreas Nickel, Benjamin Minack und Jens Spyrka investieren eine ungenannte Summe in Nenna AI. Das KI-Startup aus Berlin, von Alexander Siebert, Max Flöttmann, Florian Spengler und Lars Moll gegründet, bietet Unternehmen “eine umfassende AI Enablement Plattform zur sicheren und datenschutzkonformen Nutzung von KI-Lösungen”. Mehr über Nenna AI

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#Gastbeitrag – So treiben Startups das neue Space Race an

Das Weltall ist wieder en vogue. Das zeigen nicht nur die großen Geschichten von neuen Mondmissionen und herabfallendem Weltraumschrott am Himmel: Der Geotech-, NewSpace- und SpaceTech-Bereich ist auch ein Schauplatz für die deutsche Startup-Landschaft. Wo findet das neue Space Race statt und wie sieht der Markt dafür aus?

New Space: Das neue Wettrennen ins All

Schon seit dem Start von Sputnik I in 1957 sind Satelliten das wichtigste Mittel, mit dem der Mensch seine Fühler in den Kosmos ausstreckt. Doch ein Satellitenstart ist schon lange kein bahnbrechendes und kostspieliges Unterfangen mehr. Die Kosten für einen Start sind um 80 bis 90 Prozent gefallen und das spiegelt sich in der Menge wider: Im Zeitraum von 1993 bis 2020 sind 2.000 Satelliten von der Erde gestartet. Im Jahr 2023 allein waren es 3.000 Starts.

Ein Beispiel für effektive Kostensenkung von Weltraumstarts zeigt SpaceX, welches einem erfolgreichen Start ihrer Starship-Rakete Stück für Stück näher kommt. Verglichen mit seinem Vorgänger kann Starship die Kosten per Kilogramm Ladung, um ein 50-faches reduzieren und somit Anwendungsfälle ermöglichen, die bis dahin nicht kosteneffektiv waren.

Und auch unsere Augen und Ohren ins All sind offener denn je. Neben optischen Bildern gewinnen Radar, Radiofrequenz und hyperspektrale Technologien an Bedeutung, was zu einer vielfältigen Datenerfassung und neuen Anwendungsfällen führt – vor allem in wechselseitiger Kombination. Und auch künstliche Intelligenz und Machine Learning spielen eine entscheidende Rolle beim aktuellen Space Race, um der wachsenden Datenmengen Herr zu werden. Analysen, die zuvor bis zu sieben Jahre dauerten, können dank dieser Technologien nun in knapp zwei Minuten durchgeführt werden.

Anwendungsfälle: Von der Theorie zur Praxis

Gerade Laien sind sich häufig nicht sicher, wo genau der praktische Nutzen von Weltraumtechnologie liegt. Hilfreich ist da der Blick aus Satelitenperspektive in ca. 2.000 Kilometer, wo die meisten von unseren künstlichen Begleitern kreisen. Diese können Infrastruktur, Agrarwirtschaft, und natürlich seit langem schon militärisch relevante Ziele überwachen.

So nutzt die Deutsche Bahn zum Beispiel Satellitenbilder des Berliner Startups LiveEO. Vom Weltall aus lässt sich der Zustand von hunderten Kilometern Bahngleisen im Blick behalten. So kann die Bahn aus der Ferne frühzeitig Schäden oder Störungen ermitteln. Auch die Landwirtschaft kann durch Satellitendaten effizienter und nachhaltiger werden, zum Beispiel durch intelligente Überwachung von Anbauflächen oder Ernteschätzungen. In einer McKinsey-Studie machen bereits 29 % der Ackerbauern und 45 % der Spezialkulturen anbauenden Landwirte Gebrauch von Satellitendaten oder haben es vor.

Der Space-Tech-Markt: Eine Landschaft im Wandel

Der Markt für Erdbeobachtung (Earth Observation, EO) wird von Forschern auf einen Wert zwischen 9 und 17 Milliarden Euro im Jahr 2022 geschätzt. Prognosen deuten auf ein jährliches Wachstum von über 10% in den kommenden Jahren hin, mit dem Potenzial, dass der EO-Markt bis 2027 bis zu 31 Milliarden Euro erreichen könnte.

Fortschritte in der Satellitentechnologie und KI-Analytik sind die hauptsächlichen Motoren dieses Wachstums. Die Wertschöpfungskette lässt sich in drei Phasen beschreiben: 

  • Die erste besteht aus Satellitenmissionen und beinhaltet den Start und die operativen Tätigkeiten. Ein klassisches Beispiel sind die Aktivitäten von SpaceX, welches nahezu 90 % der Satellitenstarts in 2022 verantwortete. 
  • Die zweite Phase ist die Datenakquise, bei der hochauflösendes Bildmaterial, Infrarotdaten und andere geospatiale Informationen gesammelt, an die Erde geschickt und gespeichert werden – zum Beispiel durch Unternehmen wie Capella Space, ICEYE oder Umbra
  • Diese Daten sind es, die in der dritten Phase, der Analytik, zum Einsatz kommen. Mithilfe von Machine Learning und KI werden aus den Rohdaten Erkenntnisse gewonnen. Die Analytik besitzt den größten Marktanteil in der Erdbeobachtung und besitzt zugleich das größte Wachstumspotenzial. Auf die Analytik von Weltraumdaten haben sich unter anderem LiveEO, cervest oder Earth AI spezialisiert.

Erst im Februar hat GP Bullhound eine Finanzierungsrunde in Höhe von 29 Millionen US-Dollar für das Unternehmen LeoLabs angeführt, welches eine KI-gestützte Software-Infrastruktur für Weltraumaktivitäten entwickelt. Mit einem eigenen globalen Netzwerk aus Bodenradaren und Analysefähigkeiten liefert LeoLabs umfangreiche Datenmengen zur Erdumlaufbahn. So hilft das Unternehmen, das Risiko für Kollisionen auf ein Minimum zu reduzieren. Die über 7.000 Satelliten von LeoLabs beobachteten Satelliten können in der Low Orbit Visualization in Echtzeit erkundet werden.

KI in der Zukunft der Erdbeobachtung

Der KI-Boom befeuert auch den New Space Sektor: Grundlagenmodelle (Foundation Models), basierend auf großen Bildmodellen (LVMs) setzen neue Potenziale bei der Datenauswertung frei. Beobachter versprechen sich besonders viel von der Verbindung von Erdbeobachtungsdaten mit großen Sprachmodellen (LLMs) oder multimodalen Sprach-Bild-Modellen. 

Unternehmen wie BeZero kombinieren Erdbeobachtungsdaten mit lokalen Klimadaten, machen Zusammenhänge sichtbar und helfen beispielsweise bei der Bewertung von Klimakompensationsprojekten. Belastbare Klimaschutzmaßnahmen, die diese Bezeichnung verdienen, lassen sich nur mit einer klaren Datenlage, wie sie die Fernerkundung per Satellit bietet, planen und überwachen.

Fazit

Die Anzahl der Satelliten, die ins All geschossen werden, wir weiter rapide zunehmen, vor allem, sobald Starship marktreif ist. So werden auch immer mehr Unternehmen im Weltraumsektor tätig sein und an wirtschaftlicher Relevanz gewinnen. Parallel werden die Produkte und Dienstleistungen, die Satelliten nutzen, immer leistungsfähiger werden. Selbst, wenn die sichtbaren Auswirkungen im Alltag noch gering scheinen: Wir befinden uns mitten in einer neuen Ära der Raumfahrt.

TippNewSpace-Startups, die alle auf der Agenda haben sollten

Über den Autor


Martin Rezaie ist DACH-Geschäftsführer von GP Bullhound.

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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3 

#StartupTicker – +++ Helsing +++ ESOP +++ Scale-up-Playbook +++ Pleitewelle +++ SpaceTech +++ Crosslend +++

#StartupTicker

#StartupTicker Helsing steigt zum Unicorn auf Deutschland gilt plötzlich als ESOP-Paradies  Scale-up-Playbook: So zieht ihr Investor:innen das Geld aus der Tasche Großes Startup-Sterben in Österreich Wie Startups zum Mond wollen So steht es um Crosslend

    Helsing     ESOP     Scale-up-Playbook     Pleitewelle     SpaceTech     Crosslend

Freitag, 15. September 2023VonTeam

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 15. September).

#STARTUPTICKER

Helsing 


Ein neues Einhorn! Das junge Münchner KI-Startup Helsing, 2021 gegründet, sammelt in einer neuen Investmentrunde über 200 Millionen Euro ein und steigt dabei rund 30 Monate nach der Gründung zum Unicorn auf. Die Bewertung liegt bei 1,7 Milliarden Euro. General Catalyst, die Saab Gruppe und laut Handelsblatt auch La Famiglia investieren 209 Millionen Euro in das DefenseTech-Unternehmen, dass auf “entscheidende KI-Fähigkeiten für den Sicherheits- und Verteidigungsbereich” setzt. Die Jungfirma selbst nennt sich “KI-Verteidigungsunternehmen”.  General Catalyst hält nun knapp 9,4 % an Helsing. Mehr über Helsing

ESOP


ESOP-Paradies Deutschland!Der bekannte Venture-Capital-Geber Index Ventures sieht Deutschland nach der kürzlichen Veröffentlichung des Gesetzentwurfs für das Zukunftsfinanzierungsgesetz in Sachen Mitarbeiterbeteiligung auf den Weg nach ganz oben. Sollte das Gesetz ohne wesentliche Änderungen in Kraft treten, werde Deutschland seine erreichte Punktzahl im vc-eigenen Rewarding-Talent-Ranking “mehr als verdoppeln und damit von seiner langjährigen Position als Schlusslicht zu den USA aufschließen”. Die Verbesserung sei vor allem auf die Lösung der Dry-Income-Problematik zurückzuführen –  durch die Verlegung der Besteuerung der Anteile auf den Zeitpunkt des Verkaufs, teilt der Investor mit. Das Ranking basiert auf sechs Faktoren – darunter Anwendungsbereich, Ausübungspreis, Behandlung von Minderheitsgesellschaftern und die steuerliche Behandlung. Mehr über Mitarbeiterbeteiligungen

Scale-up-Playbook


Ein Leitfaden für aufstrebende Unternehmen! Der bekannte europäische Risikokapitalgeber XAnge liefert in brandneuen Playbook “The Series B Blueprint: A Guide for Early-Stage Founders” spannende Hilfestellungen, wie Gründerinnen und Gründer ihr Unternehmen “in Bezug auf Führung, Datenmanagement, Team- und Organisationsstruktur aufstellen müssen, um zukünftig noch an die großen Gelder zu kommen”. Das Team hinter dem Scale-up-Playbook – darunter Valerie Bures (XAnge), Cyril Bertrand (XAnge) und Nina Mayer (Earlybird) – untersuchte und analysierte für das Playbook mehr als 250 Startups. 

Pleitewelle


Startup-Sterben in Österreich! In den vergangenen Monaten sind so viele deutsche Startups wie seit Jahren nicht mehr gescheitert. Und auch in Österreich zeigt sich die aktuelle Krise derzeit von ihrer ganz unangenehmen Seite. Alleine in den vergangenen rund acht Wochen sind bei unseren Nachbarn Startups wie Pixofarm (AI-gestützte Smartphone-Lösung für Obstbauern), xamoom (Location-Service), Talto (Employer-Branding-Plattform), Die Schlaue Box (Lern-Tool für Kinder), Teachis (Software für Lehrer:innen), Skilltree (HR-Software), Trality (Krypto-Dienst), Hitbox (Live-Streaming), Aisemo (Vernetzung von Maschinenpark), Midnightdeal (Travel) und goUrban (Shared-Mobility-Dienst) gescheitert. Der Schaden für das aufblühende Ökosystem ist enorm, auch wenn die ganz großen (und millionenschweren) Pleiten bisher ausgeblieben sind. Mehr in unserer Offline-Rubrik

#LESENSWERT

SpaceTech


“Wie deutsche Start-ups zum Mond wollen. Der Erdtrabant weckt wieder große Fantasien. Fernab von Utopien entsteht schon jetzt ein florierendes Geschäft – das deutsche Start-ups wie Neurospace von Irene Selvanathan nicht verpassen wollen.” Mehr beim Manager Magazin

Crosslend


“Momentan geht ja alle naslang irgendwo in Deutschland ein Fintech pleite. Spektakulär indes sind die wenigsten dieser Fälle. Meist handelt es sich um eher schwachbrünstige Player, für die es dann halt irgendwann nicht mehr reicht. Deutlich anders allerdings liegen Dinge bei einem Fall, den Finanz-Szene am Mittwoch entdeckt hat.” Mehr bei Finanz-Szene

#DEALMONITOR

Investments & Exits


  Tilta sammelt 30 Millionen Fremdkapital ein viboo bekommt 1,5 Millionen Funke steigt bei iamstudent ein Preventio und PipePredict fusionieren Event Inc kauft Honest. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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