Anthropic hat mit Claude Opus 4.8 ein frisches Update veröffentlicht, das vor allem die Zuverlässigkeit und Präzision bei anspruchsvollen Problemstellungen verbessern soll. Nutzer erhalten durch eine neue Aufwandssteuerung die volle Kontrolle über den Rechenaufwand und das Token-Budget, wodurch die Rechenintensität flexibel an die jeweilige Aufgabe angepasst werden kann.
Eine wesentliche Neuerung für die Softwareentwicklung sind die Dynamic Workflows, die mittels zahlreicher Sub-Agenten selbst umfangreiche Code-Migrationen eigenständig bewältigen können. Zudem wurde die Fehlererkennung optimiert, sodass das Modell Unsicherheiten klarer kommuniziert und so wohl auch deutlich seltener Programmierfehler übersehen soll.
Während die Preise für Standard-Token stabil bleiben, bietet ein beschleunigter Modus nun eine wesentlich kosteneffizientere Nutzung bei höherer Geschwindigkeit. Parallel dazu bereitet das Unternehmen mit Projekt Glasswing spezialisierte Sicherheitsanwendungen vor, um zukünftig noch leistungsfähigere und sicherere KI-Modelle bereitzustellen.
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YouTube probiert gerade etwas aus, das den gewohnten Algorithmus-Feed ein Stück weit aufbrechen soll. Statt wie bisher ausschließlich auf automatisch kuratierte Inhalte zu setzen, ermöglicht eine neue Funktion das Erstellen eigener Video-Feeds – durch Eintippen eines Textes. Direkt vorab: Das Ganze startet wie so oft vorerst in den USA, wird hier also noch ein wenig auf sich warten lassen.
Sichtbar wird das Feature als neuer Chip im oberen Bereich der Startseite. Wer darauf tippt, landet in einem Textfeld, in dem sich konkrete Wünsche formulieren lassen. Eingaben wie „Geführte Meditationen unter 10 Minuten“ oder „Zeig mir etwas außerhalb meines üblichen Feeds“ erzeugen dann eine eigene, sich laufend aktualisierende Videoübersicht. Diese soll sich laut YouTube jederzeit ändern lassen, indem der Text im Kopfbereich des Feeds einfach neu geschrieben wird. Für den schnellen Einstieg schlägt YouTube auch ein paar fertige Beispiel-Prompts vor.
Was die Verfügbarkeit angeht, ist die Funktion aktuell noch stark eingeschränkt. Der Rollout läuft gestaffelt und richtet sich zunächst an eingeloggte Nutzer in den USA. Sowohl die mobile App als auch die Desktop-Version werden unterstützt, allerdings ist das Feature vorerst auf Englisch begrenzt. Außerdem gilt eine technische Voraussetzung: Der personalisierte Feed erscheint nur dann, wenn in den Kontoeinstellungen der Such- und Wiedergabeverlauf aktiviert ist. Falls die generierten Ergebnisse nicht das treffen, was man sich bei der Eingabe gedacht hat, lässt sich das direkt über das Drei-Punkte-Menü des Chips als Feedback melden.
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In der 3D-Druck-Szene hat vor allem der Maker „Ratdoux“ zuletzt von sich reden gemacht, da er mit einem Orca-Slicer-Fork an den Start gegangen ist, der das sogenannte „Full Spectrum“-System bietet. Hierbei handelt es sich, ganz vereinfacht gesagt, um ein experimentelles Farbmischsystem, das die Möglichkeiten eines regulären Mehrfarbdruckers massiv erweitert.
So lassen sich hier schon dadurch viel mehr Farbnuancen erstellen, indem man zwei oder mehr Farben Schicht für Schicht abwechselnd drucken kann, was dann optisch für ein Vermischen und damit eine neue Farbe sorgt. Bei einer Schichthöhe von 0,1 mm nimmt das menschliche Auge aus normalem Betrachtungsabstand zwei alternierende Schichten – sagen wir Schwarz und Weiß – einfach als Grau wahr.
Klar, bei genauerer Betrachtung fällt der Trick dennoch auf, aber hier wird sich mit Sicherheit noch einiges in Zukunft herausholen lassen. Radu, wie der Gute eigentlich heißt, wurde mittlerweile von Snapmaker engangiert und bringt seine Lösung unter anderem nun auch in deren Orca-Slicer.
Nun stellt Prusa Research mit ColorMix eine neue Open-Source-Softwarelösung vor, die das Farbspektrum im 3D-Druck durch optische Mischung drastisch erweitert. Anstatt nur die geladenen Filamentfarben zu nutzen, erzeugt das System auch hier durch abwechselnde dünne Schichten verschiedener Materialien zahlreiche neue Farbtöne.
Die Technologie basiert auf dem CMYKW-Farbmodell und nutzt mathematische Korrekturen, um die Farbergebnisse auf Basis realer Druckmessungen präzise vorherzusagen. Diese Neuerung wird direkt in PrusaSlicer und EasyPrint integriert, um den Workflow für Nutzer intuitiver zu gestalten. Ziel des Projekts ist es, den mehrfarbigen 3D-Druck so einfach und kreativ wie das Malen auf einer Leinwand zu machen. Durch die Veröffentlichung unter der MIT-Lizenz lädt Prusa die Community ein, das Modell durch eigene Daten und Messungen stetig zu verbessern.
Prusa hat den Ansatz von Ratdoux aufgegriffen und mit ColorMix nun ein eigenes System entwickelt, das direkt in den Slicer integriert ist und auf gemessenen FDM-Drucken basiert. Ein wichtiger Unterschied zu bisherigen Systemen liegt im Farbmodell. Viele bestehende Lösungen setzen auf CMYW, also Cyan, Magenta, Gelb und Weiß. Das Problem dabei: Ohne echtes Schwarz entstehen tiefe Töne oft nur als unsauberes Blaugrau. Prusa ColorMix erweitert das um ein dediziertes Schwarz zum CMYKW-Modell, was kontrastreiche und farbechtere Mischungen ermöglicht. Wie das alles genau funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.
Hardwareseitig ist das System nicht auf einen bestimmten Drucker festgelegt. Es funktioniert mit Toolchangern wie dem Prusa XL oder dem CORE One INDX genauso wie mit Single-Nozzle-Systemen mit Filamentwechseleinheiten wie der Bambu Lab X1C oder dem Prusa MK4S MMU. Toolchanger profitieren dabei von schnelleren Abläufen, benötigen aber präzise XY-Offsets. Single-Nozzle-Systeme produzieren bei jedem Farbwechsel systembedingt etwas Ausschuss durch den Spülvorgang.
Softwareseitig läuft die Integration über die Materialdatenbank OpenPrintTag und ist ab PrusaSlicer 2.9.6 sowie in EasyPrint verfügbar. Die Oberfläche ist so gestaltet, dass geladene Filamente direkt als Farbpalette erscheinen und ähnlich wie in einem einfachen Zeichenprogramm auf das 3D-Modell aufgetragen werden können. Das Repository prusa3d/prusa-fdm-mixer enthält neben dem TypeScript-Code auch einen C 17-Port sowie Browser-Anwendungen, mit denen sich eigene LAB-Farbwerte per Colorimeter einpflegen lassen – damit die Vorhersagegenauigkeit auch für Drittanbieter-Filamente mit der Zeit besser wird.
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Microsoft bastelt an einer neuen Option für den Speicherplatz bei OneDrive. Unter der Roadmap-Nummer 562352 wird ein Pay-as-you-go-Modell eingeführt. Administratoren erhalten damit die Möglichkeit, Speicherbegrenzungen für einzelne Konten flexibel aufzuheben. Statt starrer Lizenzpakete wird der zusätzliche Platz einfach nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet. Das Ganze richtet sich vorerst an die Web-Plattform und deckt verschiedene Cloud-Umgebungen ab.
Die Vorschau sowie die allgemeine Verfügbarkeit sind für Juli 2026 geplant. Bisher mussten Nutzer oft in teurere Tarife wechseln oder Zusatzpakete buchen, wenn der Platz knapp wurde. Mit der neuen Funktion lassen sich gezielt Nutzer bestimmen, die über ihr Limit hinausgehen dürfen, ohne dass direkt für die gesamte Belegschaft neue Lizenzen fällig werden.
Microsoft verspricht sich davon mehr Flexibilität bei der Verwaltung von Datenmengen im Unternehmensumfeld. Ob und wie Privatnutzer von dieser verbrauchsabhängigen Abrechnung profitieren, bleibt abzuwarten. Die Integration erfolgt direkt über das Microsoft 365 Admin Center. Genaue Preise stehen noch nicht fest, werden sich aber vermutlich an den üblichen Azure-Konditionen für Cloud-Speicher orientieren.
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Der deutsche Anbieter Tuta bringt frischen Wind in sein Ökosystem und schraubt an der Geschwindigkeit. Wer Tuta Mail, den Kalender oder Drive nutzt, bekommt jetzt ein paar nützliche Neuerungen serviert. Wer seine E-Mails gerne mit Regeln sortiert, kennt das Problem: Ändert man eine Regel, griff diese bisher oft nur für neue Nachrichten. Jetzt gibt es in den Einstellungen unter E-Mail einen Knopf, um Posteingangsregeln manuell erneut auf den vorhandenen Bestand anzuwenden. Das ist praktisch für Ordnungsliebhaber, die beispielsweise Mails von der Bank nachträglich wegsortieren wollen.
Beim Thema Speed hat das Team ebenfalls nachgelegt. Die Synchronisierung läuft nun flotter ab, was vor allem Nutzern auffällt, die nicht direkt aus Deutschland auf die Server zugreifen. Auch die Suche innerhalb der verschlüsselten Daten wurde beschleunigt. In naher Zukunft soll die Suche standardmäßig das komplette Postfach erfassen, ohne dass der Zeitraum händisch angepasst werden muss.
Für die Verwaltung von Terminen sind Verbesserungen bei den Erinnerungen geplant, damit diese zuverlässiger aufschlagen. Außerdem können Nutzer bald Zeitzonen direkt beim Erstellen von Terminen festlegen. Die Regeln für den Posteingang erhalten zudem Erweiterungen, um Mails automatisch mit Labels zu versehen oder direkt als gelesen zu markieren.
Tuta Drive macht ebenfalls Fortschritte. Nachdem der verschlüsselte Cloud-Speicher erst nur im Browser und in einer geschlossenen Testphase verfügbar war, ist er nun in die Desktop-Clients integriert, auch für Linux. Apps für Android und iOS stehen auf der Roadmap, bevor die offene Beta für alle startet.
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