EU-Kommission prüft Übernahme von Ceconomy durch JD.com




In Brüssel schaut man sich gerade ein größeres Ding genauer an. Die EU-Kommission hat eine Untersuchung eingeleitet, weil der chinesische Riese JD.com die deutsche Ceconomy AG schlucken will. Zu Ceconomy gehören die bekannten Marken MediaMarkt und Saturn. Das Problem bei der Geschichte ist die Verordnung über drittstaatliche Subventionen. Die Kommission hat die Befürchtung, dass JD.com staatliche Hilfe aus China kassiert hat, was den Wettbewerb hierzulande verzerren könnte.

In der Vorprüfung kam heraus, dass JD.com wohl Steueranreize, Zuschüsse und günstige Finanzierungen erhalten hat, die dem chinesischen Staat zugerechnet werden. Das Geld könnte dafür gesorgt haben, dass JD.com im Bieterstreit um Ceconomy einen Preis auf den Tisch legen konnte, bei dem andere nicht mithalten konnten. Zudem steht die Frage im Raum, ob das fusionierte Unternehmen nach dem Deal durch diese Finanzspritzen Vorteile im europäischen Markt hätte, die schlicht nicht fair gegenüber der Konkurrenz sind.

JD.com ist eine Holding mit Sitz auf den Kaimaninseln, die vor allem in China im E-Commerce und in der Logistik stark ist. Ceconomy hingegen ist der Platzhirsch im stationären Handel mit Technik in Deutschland und anderen EU-Ländern. Seit Mitte 2023 gibt es diese strengen Regeln für Firmen, die ordentlich Umsatz in der EU machen und gleichzeitig hohe Summen an staatlicher Unterstützung aus Nicht-EU-Ländern einstreichen. Konkret geht es um Unternehmen mit mindestens 500 Millionen Euro Umsatz in der EU, die über 50 Millionen Euro (rund 50 Millionen Euro) an Zuwendungen aus Drittstaaten erhalten haben.

Die Kommission hat nun 90 Arbeitstage Zeit für die Prüfung. Bis zum 2. Oktober 2026 muss eine Entscheidung her. Am Ende kann die Behörde die Übernahme entweder ganz verbieten, Auflagen erteilen oder grünes Licht geben. Man darf gespannt sein, ob MediaMarkt und Saturn demnächst tatsächlich fest in chinesischer Hand landen oder ob die Wettbewerbshüter den Riegel vorschieben.

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DSA: EU verpasst Temu eine hohe Strafe

Die Bundesregierung will sich den Online-Shop Temu genauer anschauen.


Die Europäische Kommission greift beim Billig-Marktplatz Temu durch. Wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Dienste (DSA) muss das Unternehmen eine Geldbuße von 200 Millionen Euro zahlen. Der Kern des Problems liegt in der mangelhaften Bewertung systemischer Risiken. Temu hat es versäumt, den Verkauf illegaler Produkte auf der eigenen Plattform vernünftig zu analysieren.

Stattdessen gab es nur allgemeine Informationen zum E-Commerce, während konkrete Nachweise zum eigenen Dienst fehlten, so die EU-Beamten. Die Kommission stellte fest, dass die Gefahr für Käufer massiv unterschätzt wurde. Ein Mystery-Shopping-Test zeigte heftige Mängel auf. Viele Ladegeräte bestanden grundlegende Sicherheitsprüfungen nicht und bei Babyspielzeug gab es Risiken durch gefährliche Chemikalien oder Kleinteile, die zum Ersticken führen können.

Auch die Empfehlungsalgorithmen und Werbeprogramme mit Influencern wurden nicht ausreichend auf ihr Potenzial geprüft, die Verbreitung solcher Schrott-Ware zu fördern. Temu hat nun bis zum 28. August 2026 Zeit, einen Aktionsplan vorzulegen. Darin müssen Maßnahmen stehen, wie die Verstöße abgestellt werden. Sollte der Plan nicht ausreichen oder nicht umgesetzt werden, drohen weitere Zwangsgelder.

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Hetzner Server: Es wird teurer

Der Cloud-Anbieter Hetzner passt zum 15. Juni 2026 die Preisgestaltung für Cloud- und Dedicated-Server an, es wird also teurer. Wer bereits aktive Instanzen nutzt, kann erst einmal durchatmen, denn die Änderungen greifen nur bei neuen Bestellungen oder wenn ein bestehender Server skaliert wird. Bestehende Verträge laufen zu den alten Konditionen weiter. Hetzner begründet diesen Schritt mit den gestiegenen Kosten für Hardware auf dem Markt und möchte zudem das eigene Portfolio vereinheitlichen. Künftig basieren alle Modelle auf klar definierten Servertypen mit den ergänzenden Produktbezeichnungen „-1“, „-2“ und „-3“. Dadurch entfällt die Notwendigkeit individueller RAM- und Speicherkonfigurationen, sagt man.

Andere Dienste wie das Webhosting, Managed Server, Storage-Lösungen oder der Object Storage bleiben von der Erhöhung verschont (ach, da war ja was). Wer seine Infrastruktur über die API oder automatisierte Skripte verwaltet, sollte die neuen Tarife zeitnah einpflegen, damit am Stichtag die Kalkulation noch stimmt. Konkrete Preise nannte man noch nicht, die will man dann zum Zeitpunkt der Umstellung bekanntgeben – ein schräger Move.

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Gmail-Konten direkt in Proton Mail verwalten




Der Umzug von Gmail zu einem anderen Anbieter scheitert oft an der Bequemlichkeit. Wer will schon alle Kontakte informieren oder hunderte Accounts bei Onlinediensten umstellen? Proton Mail macht die Sache nun deutlich entspannter und erlaubt die direkte Integration von Gmail in die eigene Oberfläche.

Nach der Verknüpfung landen die Nachrichten des Google-Kontos im Proton-Postfach. Der Clou dabei ist, dass Nutzer so die Gmail-App vom Smartphone werfen können. Proton filtert zudem Tracker und Werbung aus den einlaufenden Mails. Werden Nachrichten zwischen zwei bei Proton eingebundenen Gmail-Konten verschickt, greift sogar eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Google kann dann beim Inhalt nicht mehr mitlesen.

Technisch gesehen bekommt Proton über die Gmail-Schnittstelle nur die nötigen Rechte zum Abrufen der Mails, während Google keinen Zugriff auf das restliche Proton-Postfach erhält. Das Feature wird aktuell schrittweise verteilt. In den Einstellungen findet sich der Punkt zum Import via Easy Switch, wo das Gmail-Konto verbunden wird. Das klappt übrigens auch mit Outlook oder Yahoo.

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O2 und Blau: Doppeltes Roaming-Datenvolumen zur Fußball-WM und für den Sommerurlaub

Photo by Sandro Schuh on Unsplash

Wer im Sommer die Koffer packt oder zur Weltmeisterschaft nach Nordamerika jettet, schaut beim Datenverbrauch im Nicht-EU-Ausland oft genauer hin (sofern nichts Lokales in der Nähe ist). Telefónica bohrt für diesen Zeitraum die Option Roaming Plus World bei den Marken O2 und Blau auf. Vom 1. Juni bis zum 31. August 2026 gibt es das doppelte Datenvolumen zum bisherigen Preis. Das Paket deckt über 100 Länder ab, darunter die WM-Gastgeber USA, Kanada und Mexiko, aber auch Ziele wie Ägypten, Vietnam oder Tansania.

Vertragskunden bekommen in diesem Fenster 4 GB statt der üblichen 2 GB für 14,99 Euro bei einer Laufzeit von einem Monat. Wer Prepaid nutzt, erhält 2 GB statt 1 GB für 9,99 Euro, wobei dieses Paket sieben Tage lang gültig bleibt. Die Buchung läuft einfach über den bestehenden Tarif, sodass keine zusätzliche eSIM oder ein Zweitgerät nötig ist. Ist natürlich die Frage, ob man das wirklich für den Fußball verballern mag.

In den USA, Kanada und Mexiko arbeitet Telefónica mit allen dortigen Netzbetreibern zusammen. Das bedeutet Zugriff auf 5G und LTE für mobiles Internet sowie Telefonate über VoLTE. Weltweit hat der Anbieter die Partnerschaften auf rund 230 Netze in 110 Ländern ausgebaut, in denen Kunden mit dem 5G-Standard surfen können.

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