Deutschland will schneller digital werden – fürchtet dennoch den Anschlussverlust

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KI-generiert: Das deutsche Neuland

Wer schon mal stundenlang auf einen Termin beim Amt gewartet oder festgestellt hat, dass der gewünschte Verwaltungsvorgang nach wie vor nur mit ausgedrucktem Formular funktioniert, kennt das Gefühl. Deutschland digitalisiert sich irgendwie – aber nur sehr, sehr zäh. Diese Wahrnehmung belegt jetzt auch eine repräsentative Erhebung des Digitalverbands Bitkom, für die gut 1.000 Personen ab 16 Jahren befragt wurden.

73 Prozent der Befragten finden, dass die Digitalisierung hierzulande zu langsam vorangeht. Davon sagen 46 Prozent sogar, der Prozess laufe „viel zu langsam“ ab – weitere 27 Prozent empfinden ihn als „eher zu langsam“. Zum Vergleich: 2024 lag dieser Wert noch bei 59 Prozent. Die Ungeduld ist also gewachsen, und zwar merklich. Gleichzeitig ist der Anteil derer, die das aktuelle Tempo für angemessen halten, von 16 auf 10 Prozent gesunken. Nur 13 Prozent empfinden die Entwicklung als zu schnell.

Soweit, so klar. Nur steckt in der Sache ein echter Widerspruch, der die Diskussion komplizierter macht. Fast die Hälfte der Befragten – konkret 45 Prozent – hat nämlich Angst, bei einem rasanten technischen Wandel den Anschluss zu verlieren. Man will also mehr Tempo, aber die Sorge, dabei abgehängt zu werden, sitzt tief. Wenig überraschend verteilt sich diese Angst nicht gleichmäßig über alle Altersgruppen.

Bei den 16- bis 49-Jährigen liegen die Werte zwischen 35 und 36 Prozent. Ab 50 Jahren steigt die Zahl auf 46 Prozent, bei den 65- bis 74-Jährigen auf 53 Prozent, und wer über 75 ist, äußert zu 67 Prozent die Sorge, technologisch nicht mehr mithalten zu können. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es einen Unterschied: 40 Prozent der Männer teilen diese Bedenken, bei den Frauen sind es 49 Prozent. Ein Gegenmittel soll der bundesweite Digitaltag am 26. Juni 2026 sein.

An diesem Tag sollen lokale, hybride und rein digitale Veranstaltungen stattfinden: Workshops, Beratungsangebote und offene Gesprächsrunden rund um Themen wie digitale Sicherheit und den Alltag mit neuen Technologien. Das Ziel ist, Menschen praktisches Wissen zu vermitteln und die Hemmschwelle gegenüber digitalen Werkzeugen zu senken.

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