Europas Smartphone-Markt legt wieder zu

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Der europäische Smartphone-Markt zeigt sich zum Jahresauftakt 2026 überraschend stabil. Zumindest aktuelle Zahlen der Marktforscher von Omdia sollen ein Wachstum von zwei Prozent auf insgesamt 33 Millionen Geräte im ersten Quartal belegen, wobei Russland in dieser Statistik außen vor bleibt. Die Nachfrage der Käufer ist stabil, gleichzeitig haben Händler ihre Lagerbestände frühzeitig aufgefüllt, um möglichen Engpässen bei den Bauteilen zuvorzukommen.

Ein Blick auf die Hersteller zeigt ein gewohntes Bild mit kleinen Verschiebungen. Samsung verteidigt den Spitzenplatz mit 12,6 Millionen verkauften Einheiten und einem Plus von drei Prozent. Hier zog vor allem das günstige Galaxy A16 4G die Zahlen nach oben, was Verzögerungen bei den teureren Modellen wie dem S26 abfing. Apple auf Rang zwei legte sogar um neun Prozent auf 8,8 Millionen iPhones zu. Das iPhone 17 ist gefragt, und auch ältere Modelle wie das iPhone 15 finden weiterhin Abnehmer.

Xiaomi kämpft hingegen mit Lieferproblemen und verzeichnet ein Minus von 15 Prozent auf 4,5 Millionen Geräte. Trotzdem stieg der durchschnittliche Verkaufspreis um 21 Prozent an, weil vor allem die teuren Serien wie das Xiaomi 17 in Ländern wie Deutschland gut laufen. Motorola wächst derweil ordentlich um 17 Prozent auf 1,9 Millionen Einheiten, während Oppo nach der Rückkehr auf weitere Märkte wieder zulegt und nun auch Realme sowie OnePlus unter einem Dach neu sortiert. Den stärksten Sprung machte Honor mit einem Wachstum von über 60 Prozent durch ein breiteres Angebot in unteren Preisklassen.

Auffällig ist der Preisanstieg. Der durchschnittliche Verkaufspreis in Europa kletterte auf einen Rekordwert von 580 Euro. Das liegt unter anderem daran, dass billige Smartphones unter 200 Euro kaum noch verfügbar sind und nur noch ein Viertel des Marktes ausmachen. Die Branche verlagert den Fokus weg von reinen Stückzahlen hin zu teureren Geräten, um die Marge zu halten.

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 sieht es jedoch weniger rosig aus. Experten rechnen mit einem Rückgang der Lieferungen um zwölf Prozent, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Grund sind massive Engpässe bei Speicherbausteinen, die die Preise weiter treiben könnten. Aktuell bunkern Händler noch Ware, doch eine Marktbereinigung scheint unausweichlich, sobald die Preise für Komponenten wieder stagnieren. Käufer müssen sich also auf ein teures Jahr einstellen.

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