#Brandneu – 5 neue Startups: Lockaly, Constrct, mindocu, HappySupport, Clera

#Brandneu

Die Startup-Welt schläft nie! Zeit, einen Blick auf einige brandneue Unternehmen zu werfen, die man unbedingt auf dem Radar haben sollte. Diese Jungfirmen stellen wir euch heute vor: Lockaly, Constrct, mindocu, HappySupport und Clera.

5 neue Startups: Lockaly, Constrct, mindocu, HappySupport, Clera

Dienstag, 16. Juni 2026VonVeronika

Bei deutsche-startups.de ist wieder Startup-Zeit! Wir zeigen euch heute junge Unternehmen, die in den letzten Wochen und Monaten gegründet wurden – und solche, die sich gerade erst aus dem Stealth-Mode herausgewagt haben. Noch mehr spannende Neugründungen warten in unserem Newsletter Startup-Radar auf euch.

Lockaly

Lockaly aus Düsseldorf ist ein „KI-gesteuertes Event-Ökosystem, das die Entdeckung lokaler Erlebnisse vollständig automatisiert“. „Unser Ziel: Zersplitterte Event-Informationen bündeln und das Stadtleben für Nutzer und Veranstalter digital erlebbar machen”, so das von Abbas Robaei und Hossein Kawianifard ins Leben gerufene Startup. 

Constrct

Bei Constrct aus Wien geht es um Baustoffbeschaffung. Zielgruppe sind  Bauunternehmen, Baustoffhändler, Produkthersteller und Logistikdienstleister. Das Team der Gründer Christoph Oswald und Michael Ramel möchte dabei helfen, „CO2-Emissionen schon während des Bestellprozesses zu visualisieren“.

mindocu

Die Würzburger Jungfirma mindocu, von Johannes Störlein, Oliver Gawron und Anna Manger angeschoben, kümmert sich um eine „intelligente Lösung zur Dokumentation psychischer Gesundheit“. Zielgruppe sind „Sachverständige, Gutachter, Psychologen, Psychiater und andere Fachpersonen“, die psychische oder psychosoziale Gutachten erstellen.

HappySupport 

Hinter HappySupport aus Heilbronn, von Niklas Gysinn und Henrik Roth in Stuttgart an den Start gebracht, steckt eine „selbstaktualisierende Help-Center-Plattform für B2B- und B2C-SaaS-Unternehmen“. Die Software des Startups aktualisiert das Help Center seiner Kund:innen immer dann, wenn sich die Software ändert.

Clera

Das deutsch-amerikanische Startup Clera, von Alexander Farr, Daniel Wintermeyer und Sebastian Scott gegründet, vermittelt Bewerberinnen und Bewerber direkt an Unternehmen. „Statt sich durch ATS-Systeme zu bewerben, erhalten Kandidat:innen eine Auswahl hochrelevanter, warmer Kontakte. Auf Unternehmensseite entfällt aktives Sourcing“, heißt es zum Konzept. 

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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#Interview – „Wir bauen Anleitungen, die sich selbst auf den neuesten Stand bringen“

#Interview

“Der Markt für Dokumentationstools ist von US-Anbietern dominiert. Als junges Startup dagegen anzukommen, die richtigen Taktiken zu wählen und erste Kunden zu gewinnen, war nicht einfach”, sagt Henrik Roth, Gründer von HappySupport.

„Wir bauen Anleitungen, die sich selbst auf den neuesten Stand bringen“

Dienstag, 16. Juni 2026VonAlexander

Das junge Heilbronner Startup HappySupport, 2025 von Niklas Gysinn und Henrik Roth in Stuttgart gegründet, möchte sich als „selbst aktualisierende Help-Center-Plattform für B2B- und B2C-SaaS-Unternehmen“ etablieren.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründer Henrik Roth HappySupport einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter HappySupport erklären?

Wenn du eine neue Waschmaschine kaufst, liegt eine Bedienungsanleitung bei. Wird das Modell überarbeitet, druckt der Hersteller eine neue Anleitung. Bei Software passiert das ständig: Knöpfe wandern, Menüs ändern sich, Features kommen dazu. Aber die Anleitungen veralten, weil niemand hinterherkommt. Wir bauen Anleitungen für Software, die sich selbst auf den neuesten Stand bringen, sobald sich die Software verändert. So sehen Kundinnen und Kunden immer eine Anleitung, die zur aktuellen App passt.

Wie genau funktioniert Euer Geschäftsmodell?

Klassisches B2B-SaaS-Abo. Unsere Kunden sind Software-Anbieter, die ein Help Center für ihre Endnutzer betreiben. Wir haben klassische Subscription Pricing, basierend auf der Nutzungsintensität und Funktionsumfang. Der Wert für den Kunden ist messbar: Support-Tickets sinken, weil das Help Center aktuell bleibt, und der Freemium-Funnel funktioniert wieder, weil neue Nutzer eine Antwort finden, statt zu churnen.

Wie ist die Idee zu HappySupport entstanden?

Bei meinem vorherigen Unternehmen neuroflash habe ich den Marketing-Funnel auf einen mittleren siebenstelligen ARR skaliert. Ein Problem war nie zu lösen: Wir haben mindestens einmal pro Woche released, aber das Help Center hing immer drei Monate hinterher. Die Folge: Support erstickte in Tickets, unser AI-Chatbot hat auf veralteten Daten halluziniert, Trial-Nutzer sind in der Aktivierung gescheitert. Irgendwann war klar: Das Problem ist nicht die AI, es ist die Datenqualität darunter. Mein Mitgründer Niklas ist als AI-nativer Fullstack-Entwickler genau die andere Seite davon. Er hat gesagt: Wenn Dokumentation den Code liest statt Pixel aufzunehmen, kann sie sich selbst aktualisieren. Das war die Gründungsidee.

Wie oder wo hast Du Deinen Mitgründer:innen kennengelernt?

Niklas kommt aus Stuttgart, ich aus Frankfurt. Wir sind über das EO Netzwerk und unserem Business Angel Fabian Silberer zusammengekommen. Was uns sofort verbunden hat: Wir haben das gleiche Problem aus zwei Perspektiven gesehen. Ich aus der GTM-Seite mit AI-Chatbots, die an veralteter Doku scheitern. Niklas hatte schon seit Sommer 2025 an HappySupport nebenberuflich gearbeitet und das erste Produkt entwickelt. Seit März 2026 sind wir zusammen unterwegs und es geht schnell vorwärts.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?

Drei Dinge. Erstens, eine Kategorie aufbauen, die viele Käufer noch nicht auf dem Schirm haben. „Selbstaktualisierendes Help Center“ steht in keiner Procurement-Liste. Wir müssen das Problem zuerst benennen, bevor wir die Lösung verkaufen können. Zweitens, mit zwei Gründern und AI-Agents statt einem dreißigköpfigen Team sehr Kapital effizient zu bauen. Jede Entscheidung muss richtig sitzen. Das zwingt zu Disziplin und Fokus. Drittens, erste Traction in einem Crowded Segment – AI für Kundenservice. Der Markt für Dokumentationstools und Help Desk-Lösungen ist von US-Anbietern dominiert. Als junges deutsches Startup dagegen anzukommen, die richtigen Taktiken zu wählen und erste Kunden zu gewinnen, war nicht einfach.

Ihr konntet bereits Investorengelder einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Geldgebern in Kontakt gekommen?

Wir haben eine kleine Pre-Seed-Runde über 200.000 Euro mit drei Geldgebern abgeschlossen: Fabian Silberer, Co-Founder von sevDesk, Benedikt Brand, CEO von Flip, und die L-Bank Baden-Württemberg als institutionelle Komponente. Die beiden Angels kamen aus dem persönlichem Netzwerk. Fabian kennt das Problem aus Sicht eines Unternehmens mit über 130.000 Kunden, die auf veraltete Doku stoßen. Benedikt hatte denselben Pain bei sich im Haus: Sein interner AI-Chatbot lieferte falsche Antworten, weil die Dokumentation nicht aktuell war. Wir haben gezielt Operator-Investoren angesprochen, die das Problem aus eigener Erfahrung kennen, nicht reine Finanzinvestoren mit Pitch-Deck-Brille.

Welches Projekt steht demnächst ganz oben auf Eurer Agenda?

Wir haben mehrere Unternehmen in der aktiven Pilotphase. Das nächste Ziel ist klar: aus diesen Piloten zahlende Kunden machen und in den kommenden zwölf Monaten auf dreißig bis fünfzig zahlende Accounts zu wachsen. Parallel arbeiten wir den GitHub-Sync als Hauptfunktion fertig. Das ist der Mechanismus, der unsere Anleitungen automatisch aktualisiert, wenn sich der Code beim Kunden verändert. Ohne den sind wir nur ein weiteres Help Center am Markt. Mit ihm gibt es keinen direkten Wettbewerber.

Wo steht HappySupport in einem Jahr?

Wir haben erste Traction mit über 50 zahlenden Kunden und sehen einen skalierbaren Go-to-market Strategie mit der wir dann international schneller skalieren können – das aber weiterhin sehr Kapital effizient und nachhaltig. Das schaffen wir nur mit dem besten Produkt am Markt – das wird unser Hauptfokus sein. Persönliches Ziel daneben: dass jedes deutsche SaaS-Unternehmen weiß, dass sein Help Center nicht von Hand gepflegt werden muss.

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Foto (oben): HappySupport

#DealMonitor – Verdane investiert in Eterno – Cohere übernimmt Reliant AI – Mistral AI kauft Emmi AI

#DealMonitor

#DealMonitor Verdane investiert Millionen in Eterno Getquin erhält 12 Millionen LawX sammelt 7,5 Millionen ein Cohere übernimmt Reliant AI Mistral AI kauft Emmi AI Finanzspritze für HappySupport

Verdane investiert in Eterno – Cohere übernimmt Reliant AI – Mistral AI kauft Emmi AI

Dienstag, 19. Mai 2026VonTeam

Im #DealMonitor für den 19. Mai werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND

Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

INVESTMENTS

Eterno

Der norwegische Investor Verdane investiert wohl mehr als 100 Millionen US-Dollar in Eternosiehe auch Handelsblatt. Die Bewertung des Unternehmens soll dabei auf einen „mittleren dreistelligen Millionenbetrag“ steigen. Eterno, 2020 von Maximilian Waldmann, Frederic Haitz, Timo Rodi und Rohit Dantas gegründet, betreibt „eigene, voll digitalisierte Praxisstandorte in Hamburg, Frankfurt und Berlin, die als moderne Primärversorgungszentren konzipiert sind“. In den vergangenen Jahren flossen bereits rund 40 Millionen in das Unternehmen – insbesondere von „Versicherungen und Krankenkassen, Family-Offices und Privatinvestoren wie Fußball-Weltmeister Mario Götze“. Das frische Kapital soll nun die Skalierung „der KI-nativen Plattform für die ambulante Versorgung beschleunigen“. Derzeit wirkten über 100 Mitarbeitende für Eterno, das mit seiner Software vor allem Compugroup und Medatixx herausfordert. Mehr über Eterno

Getquin 

Der kanadische FinTech-Investor Portage, State Street Investment Management aus Boston, Horizons Ventures, Trade-Republic-Investor Sino, Heartfelt und Co. investieren 12 Millionen Euro in Getquin. Die Investment-App, die 2020 von Raphael Steil und Christian Rokitta gegründet wurde, richtet sich insbesondere an Millennials. „Getquin ist eine Software für Anleger, die ihr Portfolio selber verwalten möchten oder bereits Wertpapiere gekauft haben, die sie optimieren möchten“, teilt das junge Berliner Unternehmen zum Konzept mit. Mit dem frischen Kapital möchte sich Getquin „vom Portfolio-Tracker zu einer digitalen Wealth-Management-Plattform weiterentwickeln, die KI-gestützte Portfolio-Analysen mit persönlicher Finanzplanung für Privatanleger in Europa verbindet“. Clark-Investor Portage und Horizons Ventures, auch bei N26 investiert, investierten zuletzt 15 Millionen US-Dollar in Getquin. Portage hält derzeit 17,3 % an Getquin. State Street Investment Management ist nun mit rund 6,1 % an Bord. Mehr über Getquin

LawX 

Der New Yorker Investor Motive Partners, Wenvest Capital aus München, xdeck aus Köln und SIVentures aus Leipzig sowie Business Angels wie Christoph Cordes und Ralph Müller investieren 7,5 Millionen Euro in LawX. Das Berliner LegalTech, 2024 von Norman Koschmieder, Sara Brinkmann und Torben Rabe gegründet, entwickelt ein KI-gestütztes Betriebssystem für juristische Arbeit. „LawX adressiert damit eine strukturelle Krise im Rechtsmarkt: steigende Nachfrage trifft auf Fachkräftemangel und veraltete Softwarestrukturen“, teilt das Team mit. Derzeit kommt das Unternehmen auf 1 Millionen Annual Recurring Revenue (ARR). Mehr über LawX

HappySupport 

sevDesk-Gründer Fabian Silberer, Flip-Gründer Benedikt Brand und L-Bank Baden-Württemberg investieren 200.000 Euro in HappySupport. Das Startup aus Heilbronn, 2025 von Niklas Gysinn und Henrik Roth in Stuttgart gegründet, möchte sich als „selbstaktualisierende Help-Center-Plattform für B2B- und B2C-SaaS-Unternehmen“ etablieren. Mehr über HappySupport

MERGERS & ACQUISITIONS

CohereReliant AI

Das kanadische KI-Startup Cohere, das sich kürzlich mit Aleph Alpha zusammengeschlossen hat, übernimmt das Berliner KI-Startup Reliant AI. Mit der Übernahme möchte das Unternehmen seine „Präsenz im weltweiten Gesundheits- und Life-Sciences-Sektor deutlich ausbauen“. Das Startup mit Sitz in Berlin und Montreal (Kanada), 2023 von Karl Moritz Hermann und Marc Bellemare gegründet, entwickelt eine KI-Workbench, die die Datenverarbeitung in der Biopharma-Industrie beschleunigen soll. Tola Capital, Inovia Capital und Mike Volpi investierten zuletzt 11,3 Millionen US-Dollar in Reliant AI. Gründer Hermann wird künftig als VP of AI Verticalizations in Berlin für Cohere. Mitstreiter Bellemare wird VP of Modeling in Montreal. Mehr über Reliant AI

Mistral AI – Emmi AI

Der französische KI-Gigant Mistral AI (Paris) übernimmt das österreichische Startup Emmi AI (Linz). „Laut Branchen-Insidern dürfte der Deal aber zu den größten Exits der österreichischen Startup-Geschichte zählen – und über jener Übernahme von Runtastic durch Adidas im Jahr 2015 für 220 Millionen Euro liegen“, heißt es bei Brutkasten. Das Startup aus Linz, 2024 vom Knip-Gründer Dennis Just, Johannes Brandstetter und Miks Mikelsons gegründet, setzt auf „Real-Time AI-Driven Industrial Simulation“. Konkret entwickelt das Unternehmen KI-Systeme für Simulationen in der Auto-, Energie- und Halbleiterbranche. Der Wiener Geldgeber 3VC (Jodel, Simpleclub, Avi Medical), der Wiener Early-Stage-Investor Speedinvest, der französische Geldgeber Serena und Push Ventures aus Wien investierten zuletzt 15 Millionen Euro in die Jungfirma. Im Zuge der Übernahme soll die Marke Emmi AI verschwinden. Mehr über Emmi AI

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Foto (oben): azrael74

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