Die neuen Google Pixel Buds Pro 2 im Ersteindruck

Nach den Pixel Buds Series A hatte ich lange keine TWS-Ohrhörer von Google mehr im Ohr. Den Test der großartigen Pixel Buds Pro, den Gastautor Christian hier seinerzeit verfasst hat, könnt ihr hier nachlesen. Ich habe dieses Jahr nun die Chance erhalten, mir die neuen Pixel Buds Pro 2 über einen längeren Zeitraum anzuhören und möchte euch hier meine Eindrücke schildern.

Mit einem Verkaufspreis von 249 Euro ruft Google hier erneut einen Preis aus, der sich erst einmal durch Qualität und Features rechtfertigen lassen muss. Als Argumente wirft Google hier unter anderem den neuen Tensor A1 als Chip ins Rennen, noch dazu soll die Geräuschunterdrückung verbessert worden sein, man bekommt eine Gesprächserkennung und die Google Pixel Buds Pro 2 sind nach IP5 gegen Staub und Wasser geschützt – das Case allerdings nur nach IPX4. Als Basis für Verbindungen dient Bluetooth 5.4.

Bei der Laufzeit sind jeweils noch einmal eine Stunde mehr drin als noch bei den ersten Pixel Buds Pro. So verspricht Google bis zu 8 Stunden Laufzeit mit aktiviertem ANC, bis zu 12 sollen es ohne sein. Rechnet ihr das Ladecase ein, dann dauert es jeweils 48 bzw. 30 Stunden, bevor ihr wieder eine Steckdose benötigt.

Google hat mir hier ein Sample in der schicken Farbe Wintergreen zukommen lassen, welche einem dezenten Mintgrün entspricht und wirklich gut aussieht. Als weitere Optionen stehen noch Hazel, Porcelain und Peony zur Verfügung. Laut Google fallen die neuen Buds noch einmal 27 % kleiner als die vorherigen Geräte aus und wirken bei der ersten Betrachtung echt winzig. Fast hatte ich befürchtet, dass darunter in meinem gar nicht mal so kleinen Ohr vielleicht der Klang oder noch eher das ANC leiden könnte. Doch dazu später mehr.

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Google Pixel Buds Pro 2 - Wireless Earbuds with Active Noise Cancellation – Bluetooth Headphones - Porcelain

Das Ladecase verfügt über einen kleinen, zusätzlichen Lautsprecher, da sich das Case nun auch via „Mein Gerät finden“ orten und anpingen lässt. Ansonsten hat sich am Case-Design im Grunde nichts getan. Klappt man jenes auf, ploppt auf dem naheliegenden Phone auch direkt die Meldung auf, dass ihr euch mit den Pixel Buds Pro 2 verbinden könnt. Das geht flott von der Hand, ein kurzes Setup führt euch dann in Kürze durch die Bedienung der Buds.

Noch immer wird hier durch Wischgesten und Antippen der Buds bedient, das kennen Besitzer der Vorgängermodelle alles schon. Den ersten richtigen Unterschied bemerkt man dann beim Herausholen der kleinen Buds. Jene verfügen über einen kleinen Stabilisator, der als zusätzliche Halterung im Ohr dient. Ihr setzt die Buds einfach ins Ohr, dreht so lange, bis ihr den sichersten Halt verspürt und könnt die Buds dann verwenden. Das klappt in der Tat genauso simpel, wie es sich liest. Und zugegeben: Der Halt der Pixel Buds Pro 2 ist im Vergleich zu Buds anderer Hersteller, die ich hier noch liegen habe, noch einmal deutlich stabiler. Da sich der wuchtige Kerl hinter diesen Zeilen mittlerweile auch hin und wieder zum Joggen auf die Piste bewegt, ist das auch enorm viel wert.

Google nennt sein ANC, also die aktive Geräuschunterdrückung der Pixel Buds Pro 2, stilvoll „Silent Seal 2.0“ und verspricht, dass hier noch einmal doppelt so viele Geräusche wie bisher unterdrückt werden und durch die Erweiterung des Frequenzbereichs noch mehr Geräuscharten erkannt und unterdrückt werden können. Jetzt fehlt mir – und das wäre mit Sicherheit für viele Besitzer des direkten Vorgängermodells – leider der direkte Vergleich mit den Google Pixel Buds Pro. Doch ich versuche es mal so zu beschreiben: Aus den mitgelieferten Ear-Tips-Größen (XS/S/L gibt’s, Größe M ist vormontiert) hatte ich mich nach ein wenig Ausprobieren für Größe L entschieden. Damit und mit den Stabilisatoren sitzen die Pixel Buds Pro 2 schon einmal so abdichtend in meinen Ohren, dass ich erst angenommen hatte, ANC sei bereits aktiv.

Doch das änderte sich dann mit der Geste „Länger Gedrückthalten“ an einem der beiden Buds, welche dann tatsächlich mal ANC aktiviert hat. Von jetzt auf gleich Ruhe, Sohnemann musste schon ordentlich schreien, damit ich ihn registriere. Minimal lassen sich besonders hohe Töne noch leise im Ohr ausmachen, wenn man mit aktivierter Geräuschunterdrückung besonders darauf achtet. Dann darf aber parallel keine Musik laufen. Denn sobald jene auf „normalen“ Lautstärken eingeschaltet ist, höre ich solche Geräusche nicht mehr heraus. Mein Eindruck vom optimierten ANC ist also durchaus ein sehr guter.

Nach ausgiebigem Testen der neuen Buds Pro 2 kann ich sagen, dass ihr Klang mich persönlich in vielerlei Hinsicht überzeugen kann. Besonders hervorzuheben ist der Bass, der sich als angenehm kräftig erweist. Er bringt eine Tiefe und Intensität mit sich, die vor allem bei basslastigen Musikgenres wie EDM, Dubstep und Co. zur Geltung kommt. Doch auch Tracks wie „Blinding Lights“ von The Weeknd oder „Bad Guy“ von Billie Eilish entfalten mit den Buds Pro 2 eine gute Dynamik.

Die Mitten und Höhen kommen ebenfalls größtenteils klar und präzise zum Vorschein. Vocals und Instrumente werden dabei aber nicht immer einwandfrei getrennt, was mir unter anderem bei „Bohemian Rhapsody“ von Queen aufgefallen war, was ich grundsätzlich laut hören muss. Der Klang bleibt dennoch recht klar und ausgewogen, ohne dass einzelne Frequenzbereiche überbetont wirken. Es wäre jedoch nicht fair, die neuen Buds nun als die besten Ohrhörer auf dem Markt zu bezeichnen. Es gibt sicherlich Modelle, die in puncto Klangqualität noch einen Schritt weitergehen und vielleicht noch mehr Feinheiten und Nuancen herausarbeiten. Dennoch bieten die Buds Pro 2 ein sehr gutes Hörerlebnis, das die meisten Nutzer zufriedenstellen wird – vor allem in Kombination mit dem wirklich guten ANC.

Wie schon erwähnt, verfügen die neuen Buds Pro 2 auch über einen Konversationsmodus. Die Geräte erkennen also, wenn ihr euch mit anderen Personen unterhalten möchtet, schalten entsprechend in den Transparenzmodus und pausieren die Musikwiedergabe. Das benötigt so etwa 1 bis 2 Sekunden eurer Stimme und wird bei Erkennung mit einem kurzen Signaltönchen im Ohr bestätigt. Im Test probierte ich auch aus, ob mein Gegenüber die Konversation „erzwingen“ kann. Dazu musste mein Sohn schon sehr klar und deutlich aus kürzester Distanz mit mir sprechen, damit die Geräte quasi von ihm ausgelöst wurden. Im Normalfall benötigt es also den Träger der Buds, um den Konversationsmodus zu initialisieren. Sorgt dann aber eben auch dafür, dass Gespräche im TV oder vor euch im Bus sitzend nicht andauernd eure Wiedergabe pausieren. Was ich gern variieren können möchte, wäre die Dauer, die es benötigt, dass die Wiedergabe nach dem Beenden der Unterhaltung wieder von selbst startet. Das dauert mir hin und wieder noch zu lange, räumt im Umkehrschluss aber natürlich auch genügend Zeit ein, falls es noch Weiteres zu besprechen gibt.

Ich trage die Buds Pro 2 nicht nur abends beim Bloggen und wenn ich mich zum Laufen raus begebe, sondern hin und wieder auch auf dem Weg zur Arbeit. Da ich das mit dem Rad erledige, wird hier natürlich nicht im ANC-, sondern im Transparenzmodus gefahren. Die restliche Wiedergabe nehme ich aber im Grunde ausschließlich mit aktiviertem ANC vor und würde darum auch behaupten wollen, dass Google mit den „bis zu 8 Stunden“ Laufzeit nicht zu viel versprochen hat. Zehn Stunden waren hier mehrmals möglich, dabei aber eben auch die Zeiten im Transparenzmodus.

Die Möglichkeit, Multipoint-Verbindungen mit den Pixel Buds Pro 2 aufzubauen, schätze ich mittlerweile enorm. Vor allem am Abend, wenn ich erst noch Musik über das Pixel-Phone höre, dann aber auch schnell auf das MacBook wechseln kann, um dort einfach weiterzuhören. Die Wiedergabe der Musik muss dazu auf dem ersten Gerät dann aber gestoppt werden. Werde ich angerufen, kann ich schnell das Telefonat über die Buds entgegennehmen, obwohl ich doch gerade noch mit dem MacBook verbunden war. Zudem sind die Wisch- und Tippgesten recht schnell ins Blut übergegangen, die Aktion für das Gedrückthalten der Touchoberfläche der beiden Buds kann optional individualisiert werden.

Wer suchet, der findet. Auch das Case der Pixel Buds Pro 2 kann via „Mein Gerät finden“ wiedergefunden werden.

Google Gemini lässt sich mit den Pixel Buds Pro 2 nun außerdem erstmals direkt über Ohrhörer auslösen. Genau wie schon beim Google Assistant bekommt ihr hier erstmal „intelligente“ Unterstützung auf allgemeine Fragen und mehr. Aber mit Gemini geht nun natürlich auch deutlich mehr und das kann unter Umständen hier und da auch vorteilhaft sein, wenn man den Dienst dann direkt im Ohr hat. So lassen sich – nur als Beispiel – unterwegs schnell Informationen zu Denkmälern abrufen, falls man da mal mehr Informationen braucht. Ich denke mal, der größte Nutzen zeigt sich wahrscheinlich dann, wenn man ihn benötigt und Gemini dann schnell hilfreiche Infos ins Ohr säuseln kann.

Bei mir haben sich die neuen Pixel Buds Pro 2 jedenfalls zu den neuen Lieblings-In-Ears hochgemausert. Das liegt vor allem am wirklich guten Klang, dem großartigen ANC und dem einwandfreien Halt, den ich bei so kleinen Buds absolut nicht erwartet hätte. Fraglich bleibt, ob euch das alles dann auch 249 Euro wert ist? Zumal das Vorgängermodell zum Teil schon für unter 150 Euro zu bekommen ist. Ich behaupte aber dennoch, dass Testhörer, die im Fachmarkt ihres Vertrauens oder bei Bekannten mal für eine Weile mit den neuen Buds Pro 2 hantieren durften, meinem am Ende doch größtenteils positiven Fazit zustimmen werden. Am Tag habe ich schon echt ausgesprochen oft Musik auf dem Ohr und mit den neuen Buds macht das schlicht noch mehr Laune als bisher.

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Amazfit T-Rex 3 erhält einen speziellen Hyrox-Race-Modus

Amazfit hat seine aktuelle Outdoor-Smartwatch T-Rex 3 gerade erst Anfang September 2024 vorgestellt, da erhält das Wearable auch schon ein nützliches Update mit einer neuen Funktion: dem speziellen Hyrox-Race-Modus. Dieser Modus trackt dann automatisch alle neun Disziplinen dieses Sports. Ebenfalls nutzbar ist da die Überwachung des Ausdauer-, Funktions- und Krafttrainings zur Vorbereitung auf Hyrox-Wettkämpfe.

Der Hyrox-Race-Modus wurde laut Amazfit in enger Zusammenarbeit mit Hyrox entwickelt und zeichnet alle Trainingseinheiten auf. Diese sind in der Reihenfolge der Hyrox-Wettbewerbe angeordnet. Es genügt jeweils ein Knopfdruck und die Amazfit T-Rex 3 beginnt mit der Überwachung des nächsten Workouts. Darüber hinaus können ihr die Einstellungen personalisieren und Daten wie die Dauer einzelner Übungen, die Herzfrequenz oder deren prozentualen Maximalwert beobachten.

Der Hyrox-Race-Modus beinhaltet sowohl Einzel- und Doppelstarts als auch Team-Staffelstarts. Euch sagt Hyrox auf Anhieb so gar nichts? Der Indoor-Wettbewerb Hyrox stellt eine Mischung aus Ausdauersport und funktionellen Übungen dar. Der Erfolg hängt hier davon ab, die bestmögliche Balance zwischen Kraft, allgemeiner Fitness und Tempo zu finden. Weltweit laufen Hyrox-Wettbewerbe identisch ab: Es werden acht Kilometer gelaufen, die von acht Trainingsstationen unterbrochen werden. Nach dem ersten Kilometer erwartet die Athleten ein Ski-Ergometer, das eine 1.000-Meter-Skipiste simuliert.

Weitere Stationen sind: Schieben und Ziehen eines beladenen Schlittens über 50 Meter, ein 80-Meter-Burpee-Weitsprung, 1.000 Meter Rudern, ein 200-Meter-Farmer’s Carry und Sandsack-Lunges. Die letzte Station nach dem achten Lauf-Kilometer ist der Wallball, wobei ein Medizinball aus der Hocke geworfen wird. Die Frauen müssen 75, die Männer 100 Wiederholungen schaffen. Gewinner des Hyrox-Wettbewerbs ist die Person, die alle Trainingseinheiten am schnellsten absolviert.

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Apple Watch Series 10 im Test

Die Apple Watch Series 10 ist auf dem Markt und seitdem an meinem Handgelenk. Zeit für ein paar Worte. Die Apple Watch präsentiert sich zwar in bekanntem Design, verfügt jedoch jetzt über das bisher größte Display, welches sogar den Bildschirm der Apple Watch Ultra übertrifft – das merkt man besonders, wenn man von einem älteren Modell wechselt. Die größere Schrift und der zusätzliche Platz verbessern die Darstellung von Inhalten.

Zudem geht das Display nahtloser in das abgerundete Gehäuse über, was zu einem harmonischeren Gesamtbild führt. Die Series 10 ist schlanker, was manche sicherlich eleganter finden. Ausgestattet mit einem „Wide Angle OLED“-Display, ist dieses um 40 Prozent heller, wenn es aus verschiedenen Winkeln betrachtet wird und bleibt dabei energieeffizient, selbst bei einer Aktualisierungsrate von einmal pro Sekunde. Die Uhr ist in den Farben Schwarz, Silber und Rosé Gold erhältlich, wobei Apple die Aluminiumlegierung laut eigener Aussagen optimiert hat.

Die Serie 10 ist zudem die dünnste Uhr, die es bisher von Apple gibt, mit einer Dicke von 9,7 Millimetern. Viele interne Komponenten wurden weiter verkleinert, einschließlich der Lautsprecher, die jetzt um 40 Prozent kleiner sind. Musik und Podcasts können direkt über den Lautsprecher abgespielt werden (macht das bitte nicht in der Öffentlichkeit). Außerdem bleibt die Smartwatch wasserdicht bis zu einer Tiefe von 50 Metern.

Im Inneren schlägt der neue S10-Chip, der schneller ist als bisherige SIPs (System-in-Package). Die üblichen Features wie Siri on Device etc. sind dadurch noch schneller, Hintergrundgeräusche können durch KI ausgeblendet werden, wenn telefoniert wird. Zu watchOS 11 haben wir bereits etliches gesagt. Wirklich neu ist die Erkennung von Schlafapnoe. Das ist eine Erkrankung, bei der die Atmung wiederholt aussetzt, was den Schlaf stört. Unbehandelt kann sie zu Bluthochdruck, Typ 2 Diabetes und Herzproblemen führen.

Die Series 10 erhält auch den Tiefenmesser und den Sensor für die Wassertemperatur. Den hatte bisher nur die Apple Watch Ultra. Damit wird die Uhr nützlicher, wenn man Fan von Tauchen oder Schnorcheln ist. Die Küsteninformationen wurden in Apple Maps speziell für Surfer etc. verbessert.

Zum Design: Muss man mögen. Ich mag es, aber auch das der Ultra. Die Series 10 hebt das Ganze noch auf ein neues Level, wenn man es schlicht und elegant mag. Großes Display, dünne und leichte Smartwatch. Man muss aber schon sehr genau hinschauen, um die Unterschiede zum direkten Vorgänger zu erkennen. Ich denke, damit hat Apple sein Design für die nächsten 3 bis 4 Jahre gefunden.

Getestet habe ich die Farbe Jet Black in Alu. Erinnert ihr euch noch an das iPhone in Jet Black? Genau diese Farbe ist es, nur mit weniger Fläche für Fingerabdrücke. Geschaut habe ich natürlich ein wenig auf die Akkulaufzeit und die Zeit zum Wiederaufladen. Finde die Diskussionen immer lächerlich, wenn Leute sagen, dass sie sich keine Smartwatch kaufen, solange diese nicht mindestens eine Woche Laufzeit hat. Muss man halt schauen, wie man das handhabt. Wer mit der Apple Watch ins Bett geht, der soll vielleicht mal während der Dusche oder so das Ding laden – oder zur Ultra greifen.

Die Apple Watch Series 10 bietet gegenüber den Modellen Series 9 und Ultra 2 den Vorteil des schnelleren Ladens. Die Series 10 lässt sich von 0 auf 80 % in rund 30 Minuten aufladen, im Vergleich zu 45 Minuten bei der Series 9 und 60 Minuten bei der Ultra 2. Zudem kann die Series 10 nach rund 10 Minuten am Ladegerät genügend Energie aufnehmen, um Schlaftracking-Funktionen zu nutzen. Offiziell gibt Apple eine Akkulaufzeit von 18 Stunden aus, wobei man im Schlafmodus natürlich weniger Energie verbraucht als am Tag. Im Test kam ich gar nach hinten raus mit etwas mehr Laufzeit hin, aber das liegt echt an der Benutzung, den Bewegungen und der Umgebungshelligkeit.

Das Problem an meinem Bericht ist, dass ich nichts zur Schlafapnoe schreiben kann. Vermutlich habe ich keine. Hätte ich eine, würde ich rund 30 Sitzungen mit meiner Series 10 benötigen. Die Überwachungsfunktion der Apple Watch bezüglich Schlafapnoe wird nicht offiziell diagnostisch sein. Vielmehr wird sie den Nutzer darauf hinweisen, dass ein Risiko für Schlafapnoe bestehen könnte.

Die Daten, die von der Apple Watch geliefert werden, sollen als nützliches Indiz dienen (technische Details gibt es hier). Apple hat die Absicht, dass diese Informationen die Nutzer ermutigen, einen Arzt zu konsultieren. Der Arzt kann dann gegebenenfalls einen traditionellen Schlaftest vorschlagen. Finde ich grundsätzlich gut, meinem Schwiegervater hat damals schon die Funktion der Erkennung von Vorhofflimmern geholfen. Das kann unter Umständen schon mal lebensrettend sein.

Das Display der Apple Watch Series 10 ist tatsächlich besser geworden. Sie wirkt von der Seite heller, ob man das haben muss, ist natürlich immer Nutzersache. Ich schaue meistens direkt auf die Uhr und selbst beim Sport muss ich nicht seitlich oder seitlich runterschauen. Aber hey, das Display macht die Series 10 zu einer besseren Uhr, ihr könnt, je nach Zifferblatt, auch die Sekundenanzeige sehen. Whoop whoop!

Grundsätzlich habe ich eine Ultra 1 im Einsatz. Das Display der Ultra habe ich keineswegs vermisst. Die Series 10 ist mit einem Gewicht, das ungefähr die Hälfte beträgt, und einer Dicke von 9,7 mm, die rund 30 Prozent geringer ist als bei der Ultra, deutlich kompakter (dennoch mag ich das Ultra-Design mehr).

Series 10 vs Ultra v1

Ansonsten ist alles an Bord, was Nutzer vermutlich an ihrer Apple Watch schätzen. Eine grundsätzliche Empfehlung gebe ich, wie üblich, nicht ab. Wer die Series 7,8 oder 9 hat und zufrieden ist, wem keine Sensoren für irgendeine Erfassung fehlen, der sollte weiterhin das Modell nutzen. Alle anderen bekommen nun eine Top-Uhr, die ein bisschen wie das iPhone ist. Die jährlichen Rieseninnovationen fehlen, man bekommt kleine, wichtige und nützliche Änderungen präsentiert. Und als Wenig- oder Gelegenheitssportler muss man auch nicht wirklich eine Ultra haben (die um einiges teurer ist). Klaro, Action-Button, eine laute Sirene und so – aber es soll Menschen geben, die eine elegante Apple Watch ohne Klimbim wollen. Mit der Series 10 bekommen sie das derzeit schlankeste Modell mit einem tollen Display. Zu haben ist sie ab 449 Euro, bzw. 479 Euro für das Modell mit 46 mm. Letzteres habe ich für meinen Test verwendet, das wäre auch meine persönliche Wahl, wenn ich jetzt von einer Apple Watch vor der Series 7 aktualisieren würde.

Technische Daten der Apple Watch Series 10





Material: Aluminium mit Ion-X-Glas; Titan mit Saphirglas


Prozessor: S10 SiP


Betriebssystem: watchOS 11


Display: Always-On-OLED, 2.000 Nits max. Helligkeit


Konnektivität: WLAN, Bluetooth, optional LTE


Akkulaufzeit: 18 Stunden mit Schnellladung. Von 0 auf 80 Prozent in 30 Minuten.


Abmessungen: 42 mm: 42 mm x 36 mm x 9,7 mm; 46 mm: 46 mm x 39 mm x 9,7 mm


Gewicht: 42 mm: 29,3 g Aluminium und 34,4 g Titan; 46 mm: 35,3 g Aluminium und 41,7 g Titan


Sensoren: optischer Herzfrequenzmesser, EKG-Sensor, SpO2, Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Lichtsensor, Barometer, Höhenmesser, Temperatursensor, Tiefenmesser, Wassertemperatursensor, Kompass


GPS: integriertes GPS, GLONASS, GALILEO, QZSS und Beidou


Wasserbeständigkeit: WR50, IP68

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Wear OS 5: Rollout pausiert

Vermeintlich gute Kunde gab es jüngst für Nutzer der Pixel Watch 1 und der Pixel Watch 2. Die sollten das September-2024-Software-Update, das das Upgrade auf Wear OS 5 beinhaltet, bekommen. Das kam auch schon bei vielen Nutzern mit seinen Neuerungen an. Nun hat Google bestätigt: Die Verteilung wurde pausiert. Einige Benutzer haben festgestellt, dass ihre Uhren schwergängig reagieren oder gar nur noch einen schwarzen Bildschirm anzeigen (Fastboot und Werksreset werden dann fällig). Google sucht nun den Fehler, wird diesen beheben und dann die Verteilung von Wear OS 5 wieder starten.

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Apple Vision Pro: Neue Version mit mehr Leistung und KI

Apples Vision Pro hat erst kürzlich mit dem Update auf visionOS 2 neue Funktionen spendiert bekommen (wir berichteten). Dennoch ist Apples Einstieg ins Spatial Computing nicht wirklich weit verbreitet, was sicherlich auch dem Preis geschuldet ist. Ein Nachfolger steht aber schon im Raum, wie Apple-Analyst Ming-Chi Kuo wissen will.

Die Massenproduktion der neuen Vision Pro mit M5-Prozessor wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2025 beginnen, so Kuo. Ein zentrales Verkaufsargument wird die Integration von Apple Intelligence mit Spatial Computing sein. Die bedeutendste Hardwareänderung wird das Upgrade auf den M5-Prozessor (derzeit M2) sein, um die Rechenleistung erheblich zu steigern. Andere Hardware-Spezifikationen und Designs sollen sich nicht wesentlich ändern, was zu niedrigeren Kosten und Preisen beitragen könnte. Könnte, nicht muss. Hauptsächlich soll es auch so sein, dass man den Verkauf durch ein Mehr an möglichen Nutzungsszenarien ankurbeln möchte.

Eine der größten Designherausforderungen für die Vision Pro und ähnliche Head-Mounted-Displays ist die Notwendigkeit, die Mensch-Maschine-Benutzeroberfläche intuitiver und effizienter zu gestalten. Hier dürften Apple Intelligence und GenAI erhebliche Verbesserungen mit sich bringen. Die Kombination aus Eye Tracking, Gestensteuerung und Apple Intelligence soll das Benutzererlebnis im räumlichen Computing optimieren, spekuliert Kuo. Zukünftige Kostensenkungen, Verbesserungen bei Gewicht und Akkulaufzeit sind ebenfalls zu erwarten.

Mal schauen, was dieser Bereich noch so bringt, Meta hat da jüngst auch Neues aus dem Hut gezaubert.

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