Resident Evil Requiem im Test: Horror- und Grafik-Feuerwerk

In der letzten Woche ist „Resident Evil Requiem“ für sowohl aktuelle Konsolen als auch den PC erschienen. Ich konnte mittlerweile einen Blick in Capcoms neues Horror-Abenteuer werfen. Dabei sind sowohl die spielerische als auch die technische Umsetzung endlich mal wieder besonders spannend. Allerdings benötigt die PC-Version durchaus noch ein paar Optimierungen.

Hätte ich vorher geahnt, dass „Resident Evil Requiem“ PSSR 2.0 nutzen würde, hätte ich mir wohl die Version für die PlayStation 5 Pro genauer angeschaut. Allerdings ist die PC-Fassung dafür mit Pathtracing gesegnet, was auch sehr interessant anmutet. Dabei bricht das neue Game auch in gewisser Weise mit den beiden direkten Vorgängern, da es zwar möglich ist, in der Ego-Perspektive zu zocken, sich die Third-Person-Ansicht aber eher empfiehlt.

In Sachen Story verkörpert ihr zwei sehr unterschiedliche Protagonisten. So kehrt einerseits der Fanliebling Leon S. Kennedy zurück, auch der Hauptcharakter von „Resident Evil 2“ und „Resident Evil 4„. Neben dem abgebrühten Ex-Polizisten spielt man aber auch noch die in Waffengewalt ungeübte Grace Ashcroft. Durch die beiden sehr unterschiedlichen Charaktere ergeben sich in den jeweiligen Abschnitten auch abweichende, spielerische Herausforderungen. Während ihr als Leon deutlich actionlastiger vorgeht, müsst ihr als Grace in der Regel direkten Bedrohungen bevorzugt aus dem Weg gehen.

Mein Test-System:

  • CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D
  • CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2
  • Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E
  • RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080
  • SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte WD_Black SN850 1 TByte
  • Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte
  • Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)
  • Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)


Resident Evil™ Requiem - [Nintendo Switch 2]


Resident Evil™ Requiem – [Nintendo Switch 2]

  • Resident Evil Requiem ist der neunte Titel in der Resident Evil-Hauptserie. Bereiten Sie sich dich darauf…
  • Eine neue Ära des Survival Horrors beginnt 2026. Technologischer Fortschritt kombiniert mit der…
  • Erleben Sie den klassischen Survival Horror der Serie durch Kampf, Untersuchungen, Rätsel und…

Pathracing kostet mächtig Leistung

„Resident Evil Requiem“ unterstützt auch DLSS 4.5, via Aktivierung über die Nvidia-App, und Multi-Frame-Generation. Auf die künstlich generierten Frames verzichte ich derzeit lieber, wenn es mir möglich ist, denn sie ergeben im Grunde ohnehin erst Sinn, wenn man mindestens 60 fps verbuchen kann. DLSS im Modus „Quality“ ist wiederum in aktuellen Titeln selbst in Verbindung mit meinem leistungsfähigen Rechner kaum mehr wegzudenken, wenn ich maximale Einstellungen und eine hohe Bildrate wünsche – so auch bei Capcoms Horror-Game.

Pathtracing ist dabei optional und zieht nochmal deutlich mehr Leistung als das „einfache“ Ray-Tracing. Im Falle von Ray-Tracing könnt ihr dabei am PC aus den Qualitätsoptionen „Normal“ und „Hoch“ wählen, die allerdings kaum Unterschiede zeigen. Generell ist Ray-Tracing aber zu empfehlen, denn es gibt nicht nur mehr Reflexionen zu sehen, sie sind auch wesentlich stabiler. Zudem kommt die gesamte Beleuchtung viel stimmungsvoller und dynamischer rüber, was gerade bei so einem Titel, der viel mit Licht und Schatten spielt, enorme Wirkung entfaltet.

Pathtracing bietet dann eine nochmals realistischere und filigranere Beleuchtung, zwingt aber selbst mächtige Grafikkarten in die Knie. Wer in 4K mit 60 fps spielen will, wird um DLSS keinesfalls herumkommen und bei Pathtracing muss man schon mit DLSS Performance hantieren. Das Ergebnis kann sich dann aber absolut sehen lassen, zumal Charaktere und Umgebungen sehr detailliert ausfallen, Lediglich bei den Animationen könnte Capcom einen Sprung hinlegen, denn da sind andere Games, wie die Sony-First-Party-Titel, doch etwas weiter.

„Resident Evil Requiem“: Innen ist nicht gleich außen

Generell mischt Capcom in „Resident Evil Requiem“ größere Außenbereiche, die als Hub agieren, mit klassischen, beengten Innenlevels. Und da gibt es dann auch herbe Unterschiede bei der visuellen Qualität. Während die Innenbereiche State of the Art sind, ergeben die Außenareale ein eher gemischtes Bild. Diese wirken ein wenig steril. Zumal auch die Performance in Innenräumen besser ist – da bekommt ihr also mehr Grafikpracht, die auch noch besser läuft.

Doch wie ist eigentlich das Spiel? „Resident Evil Requiem“ findet eine sehr gute Balance aus den Action- und Horror-Elementen vergangener Titel, indem man diese quasi auf zwei verschiedene Protagonisten aufteilt. Das mag etwas plump sein, lockert das Spiel aber gut auf. In gewisser Weise erinnern die Abschnitte mit Grace deswegen eher an die beiden direkten Vorgänger, „Resident Evil 7“ und „Resident Evil Village“, während sich die Kapitel mit Leon wie die logische Fortführung von „Resident Evil 4“ anfühlen. Sollte euch das zusagen, könnt ihr diese Mischung noch verstärken, indem ihr z. B. mit Grace nur im First-Person- und mit Leon nur im Third-Person-Modus spielt.

Was einem mehr zusagt, ist Geschmackssache. Da „Resident Evil 4“ mein Lieblingsteil der Reihe ist, haben mir die Abschnitte mit Leon noch etwas besser gefallen. Auch den Zombies verpasst man dabei einen neuen Dreh, da sie Teile ihrer alten Identität behalten. Deswegen können einige von ihnen sogar plump mit Waffen hantieren. Spannung baut Capcom auch dadurch auf, dass einige niedergestreckte Untote abermals in aggressiverer Form wiederauferstehen können. Gerade als Grace muss man sich daher arg in Acht nehmen.

Auch Crafting spielt dabei eine Rolle, denn als FBI-Wissenschaftlerin kann Grace das Blut von Infizierten nutzen, um spezielle Spitzen herzustellen, die jedem Zombie sofort den endgültigen Tod ohne Wiederkehr bescheren. Schafft ihr es, damit einen Gegner schleichend zu erwischen, spart ihr jede Menge Munition. Coole Idee: Grace und Leon treffen anfangs nicht aufeinander, bewegen sich aber durch dieselben Abschnitte. So gilt es manchmal abzuwägen, ob ihr mit einer der Figuren wirklich restlos alles einsackt oder lieber etwas für euren späteren Weg mit dem anderen Charakter liegenlasst.

Schleichen oder ballern?

Ich selbst bin dabei eher der Ballefritze als der Leisetreter, sodass ich bei den Abschnitten von Grace eher ungeduldig geworden bin, während ich als Leon gerne im Zombie-Chaos wagemutige Experimente gewagt habe. Denn ihr könnt auch zu Boden gefallene Waffen von Gegnern oft für einzelne Angriffe verwenden. Obendrein verfügt Leon über eine treue Axt, um Zombies auszuschalten. Allerdings muss diese regelmäßig geschärft werden, bevor sie nichts mehr ausrichtet. Zumal ihr mit der Axt auch Angriffe parieren könnt, was oft lebensrettend wirkt.

Dabei geht es in „Resident Evil Requiem“ nicht nur ums Schießen und Schleichen, denn es gibt auch immer mal wieder Rätsel. Diese sind jedoch meist extrem simpel gehalten, sodass sie zwar kleine Auflockerungen darstellen, aber niemand ernsthaft Hirnschmalz abfordern. Das ist aber fast schon Serientradition, denn schon immer waren die Puzzles in den Spielen der Reihe entweder haarsträubend absurd oder kinderleicht – manchmal auch beides.

Mein Fazit

„Resident Evil Requiem“ präsentiert fast schon zwei Spiele in einem. Die Abschnitte mit Grace sind waschechter Survival-Horror, während es mit Leon deutlich actionlastiger zugeht. Bleibt zu hoffen, dass euch beide Gameplay-Erlebnisse gefallen. Ich habe deutlicher zu Leon tendiert, weiß aber auch die langsameren, gruseligeren Kapitel mit Grace zu schätzen. Zumal in Sachen Story viel Nostalgie mit im Spiel ist – auf fast alle vorherigen Serienteile gibt es in irgendeiner Form Verweise.

Auch technisch erweist sich „Resident Evil Requiem“ als äußerst beeindruckend, könnte am PC aber noch etwas Optimierung vertragen, denn in den Außenarealen erfüllt die Performance nicht immer die Erwartungen. Zudem sind Zombies zwar klassisch für diese Reihe, etwas mehr Vielfalt hätte es bei den Gegnern aber gerne sein dürfen.

Das alles ist jedoch schon wieder Meckern auf hohem Niveau. „Resident Evil Requiem“ führt das Franchise zwar nicht zu neuen Ufern, demonstriert aber konsequent gewohnte Stärken und ist damit für Fans ein bedenkenloser Kauftipp.


Resident Evil™ Requiem - [Playstation 5]


Resident Evil™ Requiem – [Playstation 5]

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Beyerdynamic Amiron 200 im Test

Open-Ear-Kopfhörer legen seit einigen Jahren spürbar zu – und das nicht nur in puncto Beliebtheit, sondern zunehmend auch klanglich. Beyerdynamic macht mit dem neuen Amiron 200 deutlich, dass man das Segment nicht den Sportmarken überlassen will. Anders als das hauseigene Clip-on-Modell Amiron Zero Sport setzt der Amiron 200 auf klassische Ohrbügel. Der Fokus liegt dabei klar auf dem Klang – und das spürt man tatsächlich.

Design und Verarbeitung

Die Amiron 200 sehen zurückhaltend aus. Kein Logo, das sofort ins Auge springt, kein buntes Plastik. Erhältlich in Mattschwarz und Mattweiß wirken die Kopfhörer ordentlich und modern. Die ergonomischen Ohrbügel bestehen aus robustem Kunststoff, der Lautsprecher positioniert sich vor dem Gehörgang.

Mit gut zehn Gramm pro Earbud fallen die Amiron 200 etwas schwerer aus als mancher Konkurrent. Das schlägt sich bei bestimmten Ohrenformen in einem nicht ganz so festen Sitz nieder, beim Tragekomfort an sich macht sich das Gewicht aber kaum bemerkbar. Das Ladecase bringt rund 76 g auf die Waage und ist mit Abmessungen von 87 × 68 × 29 mm eines der größeren Modelle in diesem Segment. Es passt noch in die Hosentasche, trägt dort aber spürbar auf.


Die IP54-Zertifizierung schützt vor Staub und Wasserspritzern – für eine schweißtreibende Runde Joggen oder einen kurzen Schauer reicht das allemal. Schwimmen, duschen oder sie in einer Pfütze zum Verweilen ablegen – alles keine gute Idee für die Amiron 200. Verarbeitung und Haptik sind insgesamt solide.

Tragekomfort

Der Sitz ist angenehm. Die weich gummierten Ohrbügel passen sich gut an und erzeugen auch nach längerer Tragedauer keinen Druck. Beim Sport – Crosstraining, Radfahren – bleiben die Earbuds zuverlässig am Ohr. Bei sehr kleinen Ohren kann der Halt sicher etwas locker ausfallen, das sollte man vor dem Kauf im Hinterkopf behalten. Grundsätzlich gilt: Man kann die Amiron 200 problemlos den ganzen Tag tragen, ohne Beschwerden.

Bedienung und App

Gesteuert wird per Touch-Oberfläche an den Treibereinheiten. Tippen, mehrfach tippen, halten – die üblichen Gesten für Wiedergabe, Lautstärke, Spurwechsel und Anrufannahme sind alle dabei. Eine leichte Mulde hilft dabei, die Sensorfläche schnell zu finden, was in der Praxis ordentlich funktioniert. Wischgesten gibt es nicht.

Etwas nervig: Die Amiron 200 besitzen keine Trageerkennung. Musik läuft weiter, wenn man die Kopfhörer abnimmt. Fehlauslösungen der One-Touch-Geste passieren hin und wieder. Beides lässt sich über die App entschärfen – die One-Touch-Geste lässt sich deaktivieren, eine automatische Abschaltung nach einstellbaren Zeiträumen zwischen 15 und 120 Minuten ist ebenfalls konfigurierbar. Wer physische Tasten bevorzugt, wird hier aber eben nicht glücklich.

Die Beyerdynamic-App für iOS und Android ist schlicht und direkt gehalten. Ein 5-Band-Equalizer lässt den Klang individuell anpassen, fünf Genre-Presets wie Rock oder Klassik sind vorinstalliert, eigene Profile lassen sich abspeichern. Dazu kommen Firmware-Updates, Akkuanzeige und flexible Tastenbelegung – sogar für jedes Earbud separat. Was fehlt: Spatial Audio, Health-Tracking, eine Gerät-finden-Funktion oder ein personalisiertes Hörprofil. Für den Grundbedarf reicht die App, wer mehr gewohnt ist, muss Abstriche machen, trotz des einigermaßen hohen Preises.

Bluetooth und Codecs

Bluetooth 5.3 ist an Bord, Multipoint verbindet die Amiron 200 gleichzeitig mit maximal zwei Geräten. Bei den Codecs bleibt Beyerdynamic bei SBC und AAC. LDAC und aptX sind nicht dabei. Für ein offenes Design fällt das klanglich kaum ins Gewicht – aber beim Videoschauen kann die Latenz leicht auffallen.

Klang

Hier wird es richtig interessant. Der Klang der Amiron 200 ist für einen Open-Ear-Kopfhörer schlicht mega! Die Klangbühne ist weit und offen – das fühlt sich stellenweise an wie das Tragen eines guten offenen Over-Ear-Kopfhörers. Instrumente lassen sich gut auseinanderhalten, Stimmen kommen klar und direkt rüber, ohne dass der räumliche Eindruck dabei verloren geht.

Was besonders auffällt: mein Liebling, der Bass. Tiefe Frequenzen gehen bei offenen Kopfhörern durch die Bauart naturgemäß teilweise verloren – die Amiron 200 kompensieren das aber spürbar. Der Tiefton ist kräftig, präsent und durchaus druckvoll. Auch für Genres, die ein solides Fundament im Tieftonbereich brauchen, taugen die Kopfhörer gut.

Die Mitten sind ausgewogen und natürlich. Der Hochtonbereich ist scharf genug für Details, aber nicht so überspitzt, dass er nach längerer Tragedauer anstrengend wird. Das Klangbild klingt rundum super – nicht wie ein Kompromiss, den man eingeht, weil man beim Tragen der Dinger die Umgebung wahrnehmen will.

Mit dem Equalizer lässt sich noch nachsteuern. Die Profile „Bass“ oder „Loudness“ heben Tiefen und Mitten gezielt an und bringen nochmal mehr Druck – besonders für Pop und Rock eine sinnvolle Einstellung. In lauten Umgebungen verliert das offene Design bauartbedingt an Tiefe, das geht aber eben allen Open-Ear-Modellen so. Und: Bei höherer Lautstärke bekommt die Umgebung durchaus etwas mit. Wer im Großraumbüro oder Flieger sitzt, sollte das im Kopf behalten.

Telefonie

Vier Mikrofone – zwei pro Earbud – sind für Telefonate und Geräuschunterdrückung zuständig. In ruhigen Räumen klingt das gut und verständlich. In lauten Umgebungen – Straße, Bahnhof, Innenstadt – lässt die Qualität nach, Umgebungsgeräusche erzeugen einen leichten Echoeffekt. Für gelegentliche Anrufe im Alltag ist das aber akzeptabel. Wer viel draußen telefoniert und dabei auf besonders hohe Sprachqualität angewiesen ist, wird sich daran stören.

Akku

Elf Stunden Laufzeit pro Ladung verspricht der Hersteller, das kann ich so abnicken. Das Ladecase liefert zwei weitere Vollladungen, was auf insgesamt bis zu 36 Stunden hinausläuft. Für einen normalen Arbeitstag, Sport oder Reisen braucht man sich keine Gedanken zu machen. Per Quick Charge lassen sich nach zehn Minuten am USB-C-Kabel rund zwei Stunden Wiedergabezeit herausholen – praktisch, wenn es mal schnell gehen muss. Kabelloses Laden per Qi unterstützt das Case nicht. Das hätte dem Gesamtpaket gutgetan und fehlt auf diesem Preisniveau dann doch.

Fazit

Die Beyerdynamic Amiron 200 kosten 179 Euro und machen das meiste davon richtig. Klanglich gehören sie zu den überzeugendsten Open-Ear-Kopfhörern, die man derzeit kaufen kann. Dazu kommen eine starke Akkulaufzeit, ein bequemer Sitz und solide Verarbeitung.

Wer damit leben kann, dass Qi-Lading fehlt, das Case etwas klobig ausfällt und LDAC nicht an Bord ist, bekommt hier ein Paket, das überzeugt. Wer Open-Ear-Kopfhörer sucht und dabei Klangqualität über Komfortfeatures stellt, liegt mit den Amiron 200 richtig.

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Nothing Headphone (a) ausprobiert: So schlägt sich das günstigere Over-Ear-Modell

Nach den Nothing Headphone (1) im vergangenen Jahr (meinen Testbericht lest ihr hier), gibt es jetzt erstmals günstigere Over-Ear-Kopfhörer, die in der (a)-Reihe ihr Zuhause finden: die Nothing Headphone (a). Die fallen mit einem Preisschild von 159 Euro deutlich günstiger aus, als der große Bruder, der bei 299 Euro unterwegs ist.

Alles in allem fand ich die Nothing Headphone (1) ein gelungenes Stück Hardware. Punkten kann Nothing mit Tragekomfort, dem Sound sowie dem Transparenz-Modus. Ungenutztes Potenzial hat man vielmehr bei Spatial Audio liegengelassen. Und: designtechnisch war das letztjährige Modell sicherlich nicht jedermanns Sache. Grund genug, auch einen ersten Blick auf die Headphone (a) zu werfen, die dem Schwestermodell doch in einiger Hinsicht ähneln – wenn auch nicht beim Preis.

Beim (a)-Modell setzt man jetzt an diversen Stellen auf Kunststoff, anstelle von Aluminium. Bei den Bügeln oder auch den Ohrpolstern aus Memory Foam soll aber alles identisch aufgebaut sein. Auch setzt man auf eine identische Bedienung mit verschiedensten Buttons, die mir im Test der Nothing Headphone (1) durchaus zusagte. Die Membran aus Kunststoff (PET PU) ist ebenfalls 40 mm groß und setzt auf titanbeschichtete Treiber.

In Sachen aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) will man Geräusche mit bis zu 40 dB wegblocken. Jene Unterdrückung ist zwar adaptiv, wie bei den Headphone (1), aber nicht mit Echtzeit-Anpassungen. Das ANC greift auf fünf HD-Mikrofone zurück (bei den Headphones (1) sind es sechs.) Weitere Unterscheidung: Man unterstützt Spatial Audio, allerdings statisch und somit ohne Head-Tracking-Funktion. Auch ein Transparenz-Modus ist mit von der Partie. Ebenso Algorithmen, um Nebengeräusche bei Gesprächen aus den Mikrofonen zu filtern. Die Verbindung zum Endgerät erfolgt per Bluetooth 5.4. Unterstützt wird Hi-Res Wireless-Audio dank LDAC-Unterstützung mit 24 Bits/96kHz. In Sachen Codecs stehen zudem AAC und SBC zur Verfügung.

Wenngleich auch die Nothing Headphones (a) die Zugehörigkeit zur Nothing-Familie nicht leugnen können, so fällt das Design deutlich weniger auffällig aus, als bei den Headphones (1). Die Designsprache mit transparenten Elementen ist hier ebenfalls gegeben, aber eben weitaus dezenter, beziehungsweise schlichter.

Die Verarbeitung ist Nothing-typisch gut. Es knarzt nichts und fühlt sich absolut gut an. Die Headphones (1) wirken mit ihren Aluminium-Ohrmuscheln, vor allem im Direktvergleich, aber deutlich hochwertiger. Der Kunststoff fasst sich deutlich wärmer an, als das kühle Alu. Ich für meinen Teil bin gespannt, wie sich der Kunststoff langfristig mit Kratzern schlägt.

Auch die Headphones (a) sind nicht faltbar. Die Ohrpolster lassen sich genauso klappen, Nothing liefert kein Etui mit, sondern lediglich einen Beutel – der doch arg chemisch riecht. Die zwei Euro mehr für eine Art Case wie bei den Headphones (1) wären doch sicherlich drin gewesen, oder? Es gibt zwar eine Seitentasche für Kabel, aber in den Rucksack werfen würde ich den Beutel so nicht. Kompakt zu transportieren sind die Kopfhörer nämlich eben auch nicht. Gleiches Problem wie bei den Geschwistern: Die beiden Hörmuscheln schlagen zusammen, wenn man die Kopfhörer am Kopfband hält. Nur dass hier eben nicht Alu und Alu zusammentreffen.

Der Tragekomfort beider Modelle ist identisch. Das ist toll, denn damit konnten die Headphone (1) bei mir ebenfalls punkten. Die Ohrpolster aus Memory-Foam und gehen problemlos und komplett über die Ohren. Auch das Kopfband ist gepolstert. Die Ohrpolster sind sehr weich und ich hatte keine Probleme, die Kopfhörer auch mehrere Stunden am Stück auf den Ohren zu haben – ganz ohne Druckstellen oder andere Beschwerden. Die Kopfhörer halten zuverlässig auf dem Kopf, dennoch hatte ich hin und wieder ein Gefühl des leichten Verrutschens. Für den Sportgebrauch sind die Kopfhörer nicht gemacht.

Das Gewicht fällt, in Anbetracht der geänderten Materialwahl, mit 310 Gramm durchaus üppig aus. (Zum Vergleich: Die Headphones (1) bringen 329 Gramm auf die Waage.) Das tut dem Tragekomfort aber keinen Abbruch und wirkt sich positiv auf die verbaute Akkukapazität aus. Bei der konkreten Akkulaufzeit fehlt es mir etwas an Langzeiterfahrungen, aber die Kopfhörer sind nach Tagen jeweils stundenweiser Benutzung kaum leer zu bekommen. Dauernutzer dürften da ihren Gefallen dran finden, üppiger als beim Premium-Modell fällt die Laufzeit allemal aus, wenngleich das sehr auf Nutzungsszenarien ankommt und die Verwendung des Hi-Fi-Codecs LDAC sich massiv auf die Laufzeit auswirkt.

Sehr gelungen aus meiner Sicht: die taktilen Bedienelemente. Die sagten mir schon im letztjährigen Test zu und sind hier identisch. Man verzichtet gänzlich auf Touch-Bedienelemente oder gleichartige Tasten. Jede Taste/ Tastenart hat ihre eigene Funktion, die sich problemlos und auch blind ertasten lässt.

So kann man mit dem Roller durch Drehen sehr präzise die Lautstärke steuern und diesen auch für eine weitere Funktion verwenden (Play/Pause bzw. die ANC-Modi bei langem Drücken). Das Padel erlaubt durch das Klappen in zwei Richtungen das Springen zum nächsten Titel. Zudem gibt es einen dedizierten Ein/-Ausschalter. Sprich: Drücken und halten – auf gut Glück – und so Geschichten, die andere Hersteller machen, gibt es hier nicht.

Kommen wir zum Herzstück: dem Sound der Nothing Headphones (a). Ich habe die Kopfhörer nun über diverse Stunden auf den Ohren gehabt und mit verschiedensten Geräten und Übertragungswegen (Neben Bluetooth kann man Audio-Geräte auch über Klinke oder USB-C anbinden.) Probe gehört.

Ohne Direktvergleich muss ich sagen, dass der Sound zwar differenziert, für meinen Geschmack oftmals etwas zu flach ist. Das fällt im Direktvergleich zu den Headphones (1) dann doch nochmals stärker auf. Diese würde ich tendenziell als neutraler abgestimmt beschreiben und im Direktvergleich sind bei den Headphones (a) die Höhen leider wesentlich weniger ausgeprägt. Grundsätzlich fallen die Headphones (a) basslastiger aus, wenngleich die Tiefen der Headphones (1) kraftvoller und pointierter ausfallen, etwa in den Anfangssekunden bei Opalite (Taylor Swift). Problemlos lassen sich Songs jedoch auch in hohen Lautstärken genießen.

Aktive Nebengeräusche , etwa mein 3D-Drucker, wurden beim Arbeiten sauber unterdrückt. Normale Störgeräusche, wie eine befahrene Straße oder Staubsaugerlärm ebenfalls. Mit laufender Musik bekommt man alleine durch die passive Geräuschunterdrückung nur sehr wenig von der Umgebung mit. Vor allem mit tiefen Frequenzen kommt die aktive Geräuschunterdrückung ganz gut klar. Alleine die Geräuschunterdrückung (Modus: hoch), ohne laufende Musik, reicht nicht aus, um nebebei laufende Gespräche oder auch Videokonferenzen wegzufiltern.

Das ANC ist ebenfalls dynamisch, regelt aber nicht so flott nach wie bei den Headphones (1), so das Datenblatt. In der Alltagsnutzung ist mir dahingehend aber nichts aufgefallen. Zumindest nichts, was ich in einem Blindtest zu einhundert Prozent unterscheiden könnte oder das ANC der Headphones (a) als massives Downgrade empfände. Auch der Transparenz-Modus macht wieder Laune und ist vor allem für diese Preiskategorie echt gut. Das wirkt echt als hätte man keine Kopfhörer auf den Ohren.

Ansonsten? Spatial Audio gibt es, allerdings fixiert und ohne Head-Tracking. Macht den Sound tatsächlich etwas voller, aber nichts was mich da nun wirklich überzeugt. Da hätte ich von den Headphones (1) damals auch mehr erwartet, was das Thema mit 3D-Audio-Inhalten, gerade bei Filmen, angeht. Die Audioqualität für Telefongespräche geht in Ordnung und ist durchschnittlich. Nicht besonders herausragend, aber mein Gegenüber und ich konnten uns problemlos verständigen.

Weitere Details, wie die App-Anbindung, sind fast identisch: Die Konfiguration und Anpassungen ans eigene Hörvergnügen erfolgen über die Nothing-X-App. Da kann man auch Anpassungen an den Tasten vornehmen oder weitere Einstellungen tätigen. Eine Over-Ear-Erkennung gibt es hier nicht. Die war bei den Headphones (1) in meinem Test ohnehin nicht sehr zuverlässig, und bei der Akkulaufzeit dürfte es nicht ins Gewicht fallen, falls die Kopfhörer doch mal angeschaltet bleiben.

Unterm Strich? Für 159 Euro hat Nothing hier in meinem Ersteindruck ein ordentliches Gesamtpaket geschnürt. Klar, die Abstriche zum großen Bruder merkt man, aber wer einen Allrounder mit ordentlichem Tragekomfort und hochwertiger Verarbeitung sucht. Der sollte die Nothing Headphone (a) durchaus mal in die engere Wahl nehmen.

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Das neue Google Pixel 10a im Test

Google hat mit der A-Serie schon länger ein echt konkurrenzfähiges Smartphone am Markt. Mit dem 9a hatte Benny bereits angemerkt, dass da ein echter Konkurrent für die Oberklasse heranwächst. Und jetzt liegt hier das Pixel 10a auf meinem Schreibtisch, das erneut zu einem Preis ab 549 Euro zu haben ist. Auf dem Papier klingt das erst einmal gut. Im Alltag wird dann aber klar: Wir haben es hier eher mit einem Pixel 9a Plus zu tun als mit einem echten Generationswechsel. Doch fangen wir von vorn an.

Design und Haptik: flacher und schicker

Der erste Blick aufs Pixel 10a fällt auf den fehlenden kleine Kamerabuckel. Beim 9a war die Erhebung rund um das Pill-förmige Kameramodul zumindest noch leicht spürbar, jetzt ist die Rückseite komplett flach. Das Dual-Kamera-System schließt bündig mit der Rückseite ab, was nicht nur handwerklich ein schöner Schritt ist, sondern meiner Meinung nach auch der Hand mehr schmeichelt. Außerdem wackelt das Telefon nicht mehr, wenn es auf dem Tisch liegt.

Die Rückseite selbst ist wieder aus einem matten Kunststoff gefertigt. Der Rahmen selbst ist aus satiniertem Aluminium, das laut Google zu 100 Prozent aus recyceltem Material besteht. Das fühlt sich in Summe alles wertig an, wenn man nicht gerade von einem 1000-Euro-Smartphone kommt, das hauptsächlich aus Glas und Metall besteht.

Die Verarbeitung sitzt, die Spaltmaße passen, und mit 183 Gramm liegt das Gerät angenehm in der Hand. Farblich hat Google wieder etwas draufgelegt: Obsidian, Fog, Lavender und das knallige Berry stehen zur Auswahl.Der IP68-Schutz ist auch beim 10a wieder dabei. In dieser Preisklasse ist das keine Selbstverständlichkeit und ein Argument. Das Displayglas hat Google auf Gorilla Glass 7i aktualisiert und damit ebenfalls einen guten Schritt vorwärts vom Vorgänger gemacht. Die Abmessungen sind mit 153,9 × 73 × 9 mm quasi nahezu identisch mit dem 9a.

Display

Beim Bildschirm hat Google beim 10a ordentlich nachgearbeitet. Wir sprechen von einem 6,3-Zoll-pOLED-Panel mit 1080 × 2424 Pixeln bei 422 ppi. Das ist dieselbe Auflösung wie beim Vorgänger, aber bei der Helligkeit hat sich was getan. Bis zu 2.000 Nits für HDR-Inhalte und 3.000 Nits Spitzenhelligkeit sind Werte, die man sonst eher im Flaggschiff-Bereich findet. Im Test lässt sich das Gerät auch bei direkter Sonneneinstrahlung prima ablesen.

Die adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz (Google nennt das Smooth Display) sorgt für weiche Animationen beim Scrollen. Aber Obacht: Ab Werk ist das deaktiviert. Ihr müsst das also erst anschalten. Warum Google das nicht direkt aktiv setzt, kann ich nicht nachvollziehen. Vermutlich setzt man auf optimierte Akkuwerte in den Benchmarks. Die Farbdarstellung und der Kontrast sind OLED-typisch stark und die Schwarzwerte ohnehin einwandfrei.

Das Seitenverhältnis 20:9 macht das Telefon handlich im Hochformat, Filme und Serien schauen macht Spaß. Im Vergleich zum 9a ist der Helligkeitsunterschied der wohl deutlichste Fortschritt beim Bildschirm.

Performance

Unter der Haube werkelt beim Pixel 10a der Google Tensor G4. Das ist derselbe Chip, der auch schon im Pixel 9a steckte. Dazu kommen der Titan M2 Sicherheitschip und 8 GB LPDDR5X Arbeitsspeicher. Das ist exakt dieselbe Konfiguration wie beim Vorgänger, und das ist offen gesagt der größte Wermutstropfen dieses Modells. Da hätte sich der geneigte Käufer schon ein bisschen Fortschritt erwartet.

Im Alltag merkt man das aber kaum. Apps öffnen flott, Social Media, Messaging, YouTube, Streaming, das alles läuft flüssig und ohne Ruckler. Wer gelegentlich zockt, kommt auch klar. Aber aufpassen, denn der Tensor G4 ist kein Leistungsmonster, und wer High-End-Gaming oder schwere Videoproduktion erwartet, der greift lieber zu einem anderen Gerät.

Was jedoch wirklich relevant ist, ist der Arbeitsspeicher. Die 8 GB RAM reichen für heute, aber die versprochenen 7 Jahre Updates wirken mit dieser Konfiguration auf lange Sicht gewagt. Beim Pixel 10 und Pro hat Google KI-Features wie Magic Cue oder Pixel Screenshots eingeführt, die mehr RAM voraussetzen. Auf dem 10a fehlen diese beispielsweise. Ob einen das stört, ist sicher persönlich vollkommen verschieden. Wer aber in drei oder vier Jahren noch vollumfänglich updateseitig mitspielt, der könnte sich die Frage stellen, ob ein direkter Vorgänger oder ein günstig bekommenes Pixel 10 nicht die klügere Wahl gewesen wäre.

Kamera

Verbaut ist im Pixel 10a wieder ein Dual-Kamera-System mit einer 48-Megapixel-Weitwinkelkamera mit f/1.7-Blende, optischer Bildstabilisierung und 1/2-Zoll-Sensor, dazu eine 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera mit einer Blende von f/2.2 und 120 Grad Sichtfeld. Das ist exakt dieselbe, die auch schon beim 9a zum Einsatz kam.

Was Google aber traditionell auszeichnet, ist die Software dahinter, und die macht auch beim 10a eine sehr gute Arbeit. Fotos sehen in 99 Prozent der Situationen einfach gut aus. Sie sind scharf, detailreich, mit natürlichen Farben und viel Dynamik. Bei Tageslicht müssen sich die Ergebnisse vor keinem Smartphone dieser Preisklasse verstecken, oft auch nicht vor teureren Geräten.

Bei Nacht schlägt sich das 10a dank Nachtsicht-Modus wacker. Die offene Blende hilft beim Lichteinfall und der bekannte Pixel-Algorithmus arbeitet zuverlässig. Astrofotografie ist ebenfalls mit an Bord – ein Feature, das man von vielen Pixel-Modellen kennt und in dieser Preisklasse suchen muss.

Der neue Kamera-Coach gibt Tipps bei der Aufnahme und auch Neu gestalten (Reimagine), Beste Aufnahme und der Magische Radierer sind mit an Bord. Der Magic Eraser ist nach wie vor einer der besten seiner Art am Markt, da hat Apple mit dem Gegenstück noch SEHR VIEL Nachholbedarf, auch wenn Google die Cloud dafür nutzt und Apple das lokal macht.

Der größte Kompromiss bleibt der fehlende optische Zoom. Beim Zoomen werden die Fotos digital aufgeblasen, da kann auch Googles Software nicht zaubern. Wer oft und gerne zoomt und dennoch sehr gute Ergebnisse will, der kommt um das Pixel 10 oder 10 Pro nicht herum.

Videos nimmt das 10a in 4K bei bis zu 60 fps auf, inklusive optischer und elektronischer Bildstabilisierung. Die Stabilisierung arbeitet sehr gut, Videos wirken ruhig und professionell. HDR-Video fehlt leider weiterhin.

Akku

Mit 5.100 mAh hat das Pixel 10a den bisher größten Akku der A-Reihe und das merkt man im Alltag sehr. Im normalen Betrieb hält das Gerät locker über den Tag, oft sogar bis in den nächsten. Bei moderater Nutzung mit etwa drei bis vier Stunden Bildschirmzeit hatte ich abends regelmäßig noch 40 bis 50 Prozent übrig. Anderthalb Tage Nutzung sind realistisch, unter günstigen Bedingungen sogar mehr. Das sind echt gute Ergebnisse.

Beim Laden hat Google beim 10a Gas gegeben. Bis zu 45-Watt-Schnellladen (PPS-kompatibel) ist ein deutlicher Sprung gegenüber den 23 Watt des Vorgängers. In etwa 30 Minuten kommt man auf rund 50 Prozent Ladung, eine volle Ladung dauert knapp über eine Stunde. Ausreichend schnell, meiner Meinung nach. Kabelloses Laden ist ebenfalls mit an Bord, aber nicht im schnellsten Modus.

Google AI & Software

Kommen wir noch einmal kurz zur KI. Hier läuft Gemini Nano on-device, Gemini Live ist dabei, Circle to Search ebenfalls. Live-Übersetzung, Anrufassistent, Spam-Erkennung, all das gehört zum gewohnten Paket.

Was fehlt, sind die neueren KI-Features aus dem Pixel-10-Lineup: Magic Cue und Pixel Screenshots sind dem 10 und Pro vorbehalten – schlicht weil das 10a nicht genug RAM mitbringt. Das ist kein Beinbruch für den Alltag, aber ein Punkt, den man kennen sollte, wenn man die KI-Versprechen von Google zu wörtlich nimmt.

Was gibt’s sonst noch?

Der optische Fingerabdrucksensor unter dem Display funktioniert zuverlässig, ist aber etwas langsamer als ein Ultraschallsensor. Manchmal muss man den Finger sehr präzise platzieren, aber in Summe geht das alles reibungslos. Gesichtserkennung als Alternative geht ebenfalls sauber.

Netzwerkseitig ist das 10a gut aufgestellt: Wi-Fi 6E, Bluetooth 6, 5G Sub-6 GHz, NFC. Für Notfälle gibt es neu den Notruf über Satellit, ein Feature, das man nie benötigt, aber in dem Moment, wo man es doch braucht, Gold wert ist.

Die Stereolautsprecher klingen für ein Mittelklasse-Gerät ordentlich und die Geräuschunterdrückung beim Telefonieren arbeitet zuverlässig.

Fazit

Das Pixel 10a ist ein sehr gutes Smartphone geworden. Es ist aber kein großes Update im Vergleich zum Vorgänger.

Für wen ist das Pixel 10a also? Wer gerade von einem zwei oder drei Jahre alten Gerät kommt, wird vom 10a begeistert sein. Gute Kamera, lang durchhaltender Akku, saubere Software, fairer Preis. Wer aber schon ein 9a besitzt und auf den Sprung hofft, der ist hier falsch. Bleibt beim 9a oder greift zum Pixel 10, das momentan zu sehr ähnlichen Preisen zu haben ist und mit dem Tensor G5 und mehr RAM die bessere Langzeitinvestition darstellt.

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Beelink ME Pro NAS: Kompaktes NAS mit cleveren Ideen und ein paar Tücken

NAS-Systeme gibt es mittlerweile ja wie Sand am Meer. Auch Beelink ist mittlerweile in das Geschäft eingestiegen, nachdem man sich im Mini-PC-Markt ausgetobt hat. Nach dem Überraschungserfolg des ME Mini NAS war ich neugierig, wie hoch Beelink die Messlatte diesmal mit dem ME Pro legt. Herausgekommen ist ein ultrakompaktes 2-Bay-NAS mit einigen Innovationen, aber auch ein paar Eigenheiten, die man kennen sollte.

Erster Eindruck & Verpackung

Das Beelink ME Pro NAS ist alles andere als Standard. Das Gehäuse ist mit 166 x 121 x 112 mm wirklich winzig und damit kleiner als viele Mini-PCs. Die Verarbeitung wirkt hochwertig und das Metallgehäuse fühlt sich stabil an. Im Karton findet man außerdem alles, was man braucht: Netzteil, Schrauben und ein kleiner Schraubendreher. Das Zubehör ist platzsparend im Festplattenrahmen verstaut. Kein loses Herumfliegen, kein unnötiger Verpackungsmüll. Man denkt erst, es fehlt was, da man nur das Gehäuse auspackt. Das Ganze ist durchdacht und hebt sich von vielen Mitbewerbern ab.

Hier mal die wichtigsten Specs im Überblick:

  • Intel N95 (4 Kerne, 4 Threads, 6 MB Cache)
  • 12 GB LPDDR5 RAM (fest verlötet, kein Upgrade möglich)
  • 2x SATA 3,5″/2,5″ HDD/SSD-Bays
  • 3x M.2 NVMe (1x PCIe 3.0 x2, 2x PCIe 3.0 x1)
  • 1x 5GbE, 1x 2,5GbE
  • WiFi 6 und Bluetooth 5.4 integriert
  • Modularer Mainboard-Schlitten für spätere Upgrades

Die Kombination aus 5GbE, WiFi 6 und drei NVMe-Slots ist in dieser Preisklasse und Größe relativ selten. Gerade für ambitionierte Nutzer, die mehr als nur einfache Dateifreigaben wollen, ist das ein echtes Plus. Die meisten Konkurrenten bieten hier maximal 2,5GbE. Dazu gibt es WiFi 6 und Bluetooth 5.4 – praktisch für die Erstinstallation oder wenn das NAS mal temporär ohne Kabel ins Netz soll. Die Antenne ist ins Frontpanel integriert, es gibt also keine abstehenden Teile. WiFi ist bei einem NAS immer nur eine Notlösung, für Dauerbetrieb sollte man auf Kabel setzen.

Das ME Pro ist ein Windows-Rechner. Man kann das zwar als NAS betreiben, würde ich aber nicht empfehlen. Am besten man schmeißt da TrueNAS oder ein anderes NAS-System drauf.

Installation & Praxiserfahrung

Die erste Einrichtung ist schnell erledigt, aber man merkt dem Gerät die Kompaktheit an. Die Festplatten werden klassisch verschraubt, kein Tool-less-System wie bei manchen großen NAS. Der Schraubendreher ist zwar dabei, aber sehr klein und damit für große Hände etwas fummelig. Die NVMe-Slots sind über eine Bodenklappe erreichbar, auch hier braucht es Fingerspitzengefühl, weil alles sehr eng sitzt.

Das Netzteil ist extern, was die Wärmeentwicklung im Gehäuse reduziert. Die Lüftersteuerung arbeitet angenehm leise. Damit bleibt das NAS auch unter Last akustisch unauffällig. Im Alltag auf dem Schreibtisch oder im Wohnzimmerregal fällt das Gerät somit kaum auf.

Ein echtes Highlight ist das modulare Mainboard-Konzept. Das Board sitzt auf einem Schlitten und lässt sich mit wenigen Handgriffen aus dem Gehäuse ziehen. Beelink verspricht, dass es künftig alternative Boards mit AMD- oder ARM-CPUs geben soll. Das Gehäuse und die Laufwerksaufnahmen bleiben dann erhalten. Das ist ein spannender Ansatz, der das NAS zukunftssicher machen könnte – vorausgesetzt, Beelink liefert die versprochenen Upgrades auch wirklich. Das sollte man beim Kauf bedenken.

Im Alltag merkt man aber auch, dass das Gehäuse extrem eng gebaut ist. Wer oft Laufwerke tauscht oder viel bastelt, wird mit klassischen, größeren NAS-Systemen glücklicher. Die Montage ist präzise, aber nicht werkzeuglos. Für den normalen Nutzer, der einmal einrichtet und dann Ruhe haben will, ist das aber kein Problem.

Im Test lief das Beelink ME Pro NAS mit dem N95 und 12 GB RAM. Die Performance ist für typische NAS-Aufgaben mehr als ausreichend: Dateifreigaben, Medienstreaming, Docker-Container und sogar leichte Virtualisierung laufen problemlos. RAM könnte immer mehr sein, aber mit 12 GB kann man schon was anstellen. Erweiterbarkeit hätte ich hier aber gern gesehen, gerade in Zeiten von LLMs.

Hier nochmal für euch ein paar Ergebnisse von den üblichen Benchmarks. Erwartet kein Performancewunder. Anspruchsvolles kann man damit nicht machen. Hier könnten dann eher die ARM- oder Ryzen-Chips greifen.

Die drei M.2-Slots sind praktisch, aber nicht alle gleich schnell: Slot 1 bietet PCIe 3.0 x2, die anderen beiden nur x1. Für das Systemlaufwerk sollte man also unbedingt Slot 1 nutzen. Für Cache oder weniger anspruchsvolle Aufgaben reichen die langsameren Slots aber aus.

Im Vergleich zu klassischen NAS-Systemen wie Synology, QNAP oder UGREEN punktet das Beelink ME Pro vor allem bei Kompaktheit und Netzwerk (je nach Modell natürlich). Die großen Marken bieten dafür meist mehr Software-Komfort, einfachere Erweiterbarkeit und ein größeres Ökosystem. Wer aber Wert auf Hardware-Power und Flexibilität legt, bekommt mit dem Beelink ein spannendes Paket.

Das Fazit

Das Beelink ME Pro NAS ist ein mutiger Gegenentwurf zu klassischen NAS-Systemen. Kompakt und mit ein paar cleveren Ideen – vor allem das modulare Mainboard und die starke Netzwerkausstattung stechen heraus. Die Kompaktheit bringt aber auch Einschränkungen: wenig Platz im Inneren, keine RAM-Upgrades, und die Montage ist nichts für Grobmotoriker.

Wer ein NAS sucht, das wenig Platz braucht, schon etwas mehr RAM bietet und mit schnellen Netzwerkanschlüssen punktet, sollte das Beelink ME Pro auf dem Zettel haben. Wer maximale Aufrüstbarkeit oder ein großes Software-Ökosystem will, bleibt besser bei den etablierten Marken.

Das Beelink ME Pro NAS gibt es aktuell in mehreren Ausführungen ab 369 US-Dollar. Für die gebotene Hardware ist das fair bepreist.

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