Diese futuristischen Fertig-Tinyhouses kosten 77.000 Dollar und können in Großbritannien bereits bestellt werden

Home » Leben » Wohnen »

Diese futuristischen Fertig-Tinyhouses kosten 77.000 Dollar und können in Großbritannien bereits bestellt werden

Während der Pandemie waren Fertig-Tinyhouses plötzlich heiß begehrt. Wie auch bei Wohnmobilen stieg das Interesse während des Lockdowns sprunghaft an. Ein Unternehmen aus Singapur will aus diesem Trend nun Kapital schlagen und seine Produkte nach Europa bringen. Nestron heißt die Marke und fasst den futuristischen Look ihrer kleinen Häuschen in einem Instagram-Post wie folgt zusammen: „Elon Musk baut Raketen, wir bauen Nester!“

Ihre Tinyhouses sind mittlerweile ein „weltweites Phänomen“ geworden – so formulierte es zumindest Choco Toh vom Marketing-Team im Dezember bei der US-Ausgabe von Business Insider. Die Häuser seien ein solcher Erfolg gewesen, dass die Website von Nestron angesichts der „überwältigenden“ Nachfrage mehrfach in die Knie ging.

Nun haben die Köpfe hinter Nestron Großbritannien als nächsten Markt auserkoren. Genauer gesagt die englische Stadt Northampton, etwa 100 Kilometer nördlich von London. Toh zufolge will Nestron zehn Verkäufe abschließen, bevor sie wirklich in Europa an den Start gehen. Das Unternehmen schätzt aber, dass es bereits bis Ende des Jahres mehr als 100 Häuser in Großbritannien verkaufen wird. „Wir glauben, dass es mit dem Anstieg der Marketingaktivitäten nach unserem Debüt fast 100.000 potenzielle Käufer in Großbritannien gibt, was unseren lokalen Distributoren ein explosives und kontinuierliches Wachstum bescheren wird“, schreibt Toh in einer E-Mail.

Aktuell erschweren die Störungen im weltweiten Handelsverkehr auf dem Seeweg und die überlasteten Häfen Nestrons internationale Expansion. Doch bevor wir uns anschauen, wie das Unternehmen mit diesen Problemen umgegangen ist, werfen wir erstmal einen Blick in den Cube One und den Cube Two, die je nach Konfiguration zwischen 34.000 und 77.000 US-Dollar kosten.

Ein Blick ins Innere der futuristischen Fertig-Tinyhouses von Nestron

Ein Blick ins Innere der futuristischen Fertig-Tinyhouses von Nestron


  • Gestatten: Der Nestron Cube One. Das günstigere Tinyhouse-Modell des Unternehmens aus Shanghai geht in Großbritannien an den Start und soll zwischen 34.000 und 52.000 US-Dollar kosten.


    Und es geht noch deutlich futuristischer: Der Cube Two könnte auch Teil einer Marskolonie sein. Preislich bewegt er sich etwas höher, zwischen 59.000 und 77.000 US-Dollar.


    Die Preise variieren stark – je nach Zusatzausstattung, die von Solarzellen über beheizte Fußböden bis hin zu weiteren Smart-Geräten reicht.


    Nestron hat beide Tinyhouses lange vor seinen Expansionsplänen vorgestellt, seitdem aber die Größe angepasst: Der Cube One ist um etwa 1,5 Quadratmeter gewachsen, der Cube Two sogar um 2,3.


    Werfen wir einen Blick in den etwa 14,5 Quadratmeter großen Cube One.


    Wie in jedem normalen Haus verfügt das Wohnzimmer über einen Esstisch und ein Sofa, während das Schlafzimmer einen Beistelltisch, einen Kleiderschrank und natürlich ein Bett bietet.


    Im Badezimmer des Cube One findet ihr neben der Toilette auch die Dusche, einen Handtuchhalter und ein Waschbecken – alles in einem Bereich.


    Auf Annehmlichkeiten wie die futuristische Beleuchtung, Ablagen, elektrische Jalousien und einen Lautsprecher müsst ihr nicht verzichten. Und natürlich ist auch eine Klimaanlage eingebaut.


    Nun zum etwas größeren Cube Two. Das Tinyhouse ist an den gegenüberliegenden Enden mit zwei Betten ausgestattet und kann drei bis vier Personen beherbergen.


    Aber der Esstisch im Cube Two ist deutlich größer…


    … und es gibt Dachfenster für mehr natürliches Licht. So könnt ihr nachts selbst im Haus die Sterne beobachten.


    Beide Modelle sind isoliert und verfügen durch Nestrons „Canny“, einem System mit künstlicher Intelligenz, auch über Smart-Home-Funktionen


    Ihr fragt euch vielleicht, wie Nestron seine Fertig-Tinyhouses in einem Stück nach Europa schaffen will.


    Trotz dieser „Basis“ kam es bei Nestron, wie bei anderen Unternehmen auch, zu Verzögerungen.


    Aber anstatt seinen Kunden zusätzliches Geld für den sofortigen Versand zu berechnen, pausierte Nestron zunächst den Versand, bis die Kosten wieder gesunken sind.


    Trotz dieses Umwegs waren die Versandkosten immer noch höher als erwartet – zum Teil, weil das Unternehmen und seine Distributoren immer noch den Zeitplan für das Europadebüt einhalten wollten.


    Um den Transport zu erleichtern, haben die Tinyhouses eingebaute ausfahrbare Haken, die sie kranfähig machen.


    Und alle kleinen Wohneinheiten sind zudem in wasserdichtes Gewebe verpackt, sowohl um Rost zu vermeiden als auch um eine einfache Kontrolle zu ermöglichen.


    Die Exemplare in Großbritannien werden es potenziellen Kunden ermöglichen, „direkt mit Nestron-Geräten in Berührung zu kommen“, so Toh. „Die Erfahrung wird definitiv das Marktinteresse und die Kaufkraft beeinflussen.“

    hier.

Aktuelle News

Richard Bransons Weltallflug war erfolgreich – damit ist er Jeff Bezos und Elon Musk zuvorgekommen

Home » Wirtschaft »

Richard Bransons Weltallflug war erfolgreich – damit ist er Jeff Bezos und Elon Musk zuvorgekommen

Das Team an Bord der Unity22 von Virgin Galactic. Von links nach rechts: Dave Mackay, Chef-Pilot, Colin Bennett, Leitender Betriebsingenieur, Beth Moses, Leitender Astronaut, Richard Branson, Gründer von Virgin Galactic, Sirisha Bandla, Vizepräsident für Regierungsangelegenheiten und Forschungsbetrieb, Michael Masucci, Pilot.
Das Team an Bord der Unity22 von Virgin Galactic. Von links nach rechts: Dave Mackay, Chef-Pilot, Colin Bennett, Leitender Betriebsingenieur, Beth Moses, Leitender Astronaut, Richard Branson, Gründer von Virgin Galactic, Sirisha Bandla, Vizepräsident für Regierungsangelegenheiten und Forschungsbetrieb, Michael Masucci, Pilot.

Virgin Galactic/UPI Photo via picture alliance

Es ging nicht ganz pünktlich los, wie so oft, bei geschichtlichen Meilensteinen, aber schließlich startete der britische Unternehmer Richard Branson am Sonntagnachmittag gegen 16:45 Uhr deutscher Zeit mit seinem eigenen Raumschiff in den Weltraum. Damit kam er seinem Milliardärs-Kollegen Jeff Bezos um neun Tage zuvor sowie dem Tesla-Chef Elon Musk. Branson ist in der „VSS Unity“ mit fünf weiteren Astronauten im Schlepptau eines Trägerflugzeugs von dem kommerziellen Weltraumbahnhof Spaceport America im US-Bundesstaat New Mexico abgehoben. Der gesamte Flug funktionierte wie geplant und das Raumschiff landete wieder sicher am Boden.

In etwa 15 Kilometer Höhe hat das Mutterflugzeug das Raumschiff abgesetzt. Danach beschleunigte das Raumschiff mit eigenem Antrieb auf mehr als die dreifache Schallgeschwindigkeit und erreichte erfolgreich drei Schwellen und so nach und nach eine Höhe von über 80 Kilometern. Nach wenigen Minuten ging es dann wieder Richtung Erde.

Nachdem das von dem Mutterflugzeug losgelassene Raumschiff das Weltall erreicht hatte, wollte eigentlich Richard Branson ein paar Worte live aus dem All an die Welt richten, jedoch gab es hier scheinbar technische Schwierigkeiten, weshalb seine Rede nicht übertragen werden konnte. Zwischenzeitlich sah man jedoch einen fröhlichen Richard Branson, der die Hand seines Co-Astronauten schüttelte. Das Videomaterial von Bord solle jedoch im Nachhinein übertragen werden.

Ihr könnt den Live-Stream auch im Nachhinein hier noch einmal angucken:

“>

Externer Inhalt nicht verfügbar

Ihre Privatsphäre-Einstellungen verhindern das Laden und Anzeigen aller externen Inhalte (z.B. Grafiken oder Tabellen) und Sozialen Netzwerke (z.B. Youtube, Twitter, Facebook, Instagram etc.)

Zur Anzeige aktivieren Sie bitte die Einstellungen für Soziale Netzwerke und externe Inhalte in den Privatsphäre-Einstellungen.

Gewohnt humorvoll inszenierte Branson seinen Start des kommerziellen Weltraumtourismus, als Astronaut 001 mit der „Licence to thrill“, wie er sagt, (in Anlehnung an James Bonds 007 „Licence to kill“) zeigt er in dem Livestream, wie er das Raumschiff betreten hat. US-Comedian Steven Colbert moderierte den Live-Stream und der Pop-Sänger Khalid trat auf.

Das Unternehmen hat seit Dezember 2018 dreimal Menschen mit seinem wiederverwendbaren Raketenflugzeug, genannt SpaceShipTwo, geflogen. Aber bei zwei dieser Flüge waren nur Virgin-Galactic-Piloten beteiligt. Nur bei einem der Flüge wurde bisher ein Passagier mitgenommen. Am Sonntag hat das SpaceShipTwo-Flugzeug, genannt VSS Unity, die erste vollständige Crew des Unternehmens auf mehr als 50 Meilen über der Erde befördert.

Ziel von Branson, aber auch von Amazon-Gründer Jeff Bezos und Tesla-Chef Elon Musk ist es, ins Geschäft mit dem Weltraumtourismus einzusteigen. Bezos will am 20. Juli mit seiner Rakete mehr als 100 Kilometer hoch fliegen. Elon Musk und Bezos wünschten Branson im Vorfeld Erfolg und kündigten an, sich den Start anzusehen. Das Rennen der Milliardäre um den ersten kommerziellen Start ins All hat wohl der Brite Richard Branson gewonnen. Wenn dabei alles gut geht, will er das gleiche Erlebnis bald vielen Touristinnen und Touristen ermöglichen.

Lest auch

Aktuelle News

Fußball-Aktien zur EM: Gutes Investment oder Finger weg? Das solltet ihr vor dem Kauf wissen

Hohe Emotionen beim Fußball: Hier spricht Toni Kross mit dem Schiedsrichter, Ronaldo steht daneben
Hohe Emotionen beim Fußball: Hier spricht Toni Kross mit dem Schiedsrichter, Ronaldo steht daneben

picture alliance / Laci Perenyi | Laci Perenyi

Kaum eine Fußball-Aktie hat in den vergangenen 20 Jahren an Wert gewonnen. In Deutschland gibt es zwei Börsen-gelistete Fußballklubs: Borussia Dortmund und die SpVgg Unterhaching.

Ein Grund sei laut Fondsmanager Christoph Frank die Rücksichtnahme auf Fans, die andere Ziele verfolgen, als die Investoren. Somit werden Entscheidungen in Klubs getroffen, die aus Investorensicht nicht optimal seien.

Analyst Marcus Silbe ist optimistischer: „Wenn man in große, börsennotierte Klubs investiert, kann man langfristig nicht viel falsch machen.“

Wäre das Wembley-Stadion eine Aktie, würde der Kurs raketenhaft steigen, denn die Nachfrage am Sonntag wäre enorm. An dem Tag spielen die „Three Lions“ – der Spitzname der englischen Fußball-Nationalmannschaft – gegen die „Squadra Azzurra“, die Fußball-Truppe der Italiener, im Finale der Europameisterschaft.

Wer Ahnung von Fußball hat und Profit daraus schlagen will, könnte es mit Sportwetten versuchen. Doch nicht nur damit kann Geld verdient werden, auch im Kapitalmarkt ist der Fußball längst angekommen. Nationalmannschaften gibt es da nicht, aber einige Vereine haben sich schon aufs Börsenparkett getraut. So sind europäische Klubs wie Ajax Amsterdam, AS Rom, Manchester United, Sporting Lissabon oder Olympique Lyon nicht nur Fußballvereine sondern börsennotierte Unternehmen.

Fußballvereine können nicht so vorausplanen wie Apple oder Amazon

In Deutschland gibt es aktuell zwei gelistete Fußballklubs: Borussia Dortmund und die SpVgg Unterhaching. Der BVB ist im Jahr 2000 an die Börse gegangen, Unterhaching erst 2019. Schaut ihr euch die Entwicklung an, sieht der Kursverlauf nicht gerade erfreulich aus. Seit Börsenstart ist die Aktie des BVBs um knapp 36 Prozent gefallen, Unterhachings um 26 Prozent. Auch sonst hat kaum eine Fußballaktie in den vergangenen 20 Jahren an Wert gewonnen.

Ein Grund, warum Fußball-Aktien so schlecht laufen, ist, dass diese Wertpapiere sehr stark schwanken und oftmals von „Glück und Pech“ beim Fußballspiel abhängen, erklärt Christoph Frank im Gespräch mit Business Insider. Frank ist seit 25 Jahren am Aktienmarkt aktiv und geschäftsführender Gesellschafter der Pfp Advisory, einem Fondsberater aus Frankfurt.

Glück und Pech führen dazu, dass es für Vereine langfristig schwierig ist, zu planen, was Wachstum angeht, erklärt der Aktienexperte. Im Vergleich zu den Fußballklubs können beispielsweise Apple und Amazon einen Zehn-Jahresplan aufstellen und vorausplanen, was wann gemacht werden soll. „Bei Fußballvereinen ist so etwas schwierig, weil der Erfolg von so vielen Dingen abhängt, die nicht planbar sind.“ Dies könnte zum Beispiel ein verletzter Spieler oder ein verschossener Elfmeter sein.

Lest auch

Fans haben andere Ziele als klassische Investoren

Zudem gibt es einen wichtigen Faktor, der bei anderen Aktien gar keine Rolle spielt: die Fans. „Das hat man in keiner anderen Branche. Eine Interessensgruppe, die im Schnitt eine etwas andere Zielsetzung hat als es üblicherweise Investoren haben.“ Denn die Ziele der Fans „beißen sich oft mit denen der klassischen Aktionäre“, sagt Frank.

Ein ganz typischer Konfliktfall sei die Ausschüttung der Dividende. „Da fragen sich die meisten Fans oder Vereinsmitglieder, ob es nicht besser wäre, das Geld beispielsweise in neue Spieler zu investieren, statt an Investoren auszuschütten.“ Das sei auch eine legitime Perspektive, nur eben nicht die Sicht eines Investors, erklärt der Fondsmanager.

Wenn sich beispielsweise ein Vereinsboss über Finanzen äußert, müsste er, so Frank, immer mindestens mit einem „halben Auge auf die Fans schielen“ und versuchen, deren Stimmung widerzuspiegeln. Er könnte nicht wie CEOs aus anderen Branchen sagen: Wir sind so erfolgreich, weil wir zum dritten Mal hintereinander eine Dividende ausschütten und eine Kursperformance von 50 Prozent gemacht haben, wenn der Club gleichzeitig aus der Champions League fliegt – „das würde kein Fan verstehen“. Diese Rücksichtnahme auf die Fans, die laut Frank ein „berechtigtes Interesse“ daran haben, andere Ziele als ökonomische zu verfolgen, führe dazu, dass oft Entscheidungen in Clubs getroffen werden, die aus Investorensicht nicht optimal seien.

„Da sitzen oft Leute in der Führungsetage, die nicht unbedingt so viel Ahnung von Finanzplanung haben“

Darüber hinaus seien die Strukturen in den Klubs nicht professionell auf den Kapitalmarkt ausgerichtet, erklärt der Analyst. „Da sitzen oft Leute in der Führungsetage, die enorm viel Ahnung von Fußball haben, aber vielleicht nicht unbedingt so viel Ahnung von Finanzplanung oder Investor Relations.“ Das liege daran, dass oftmals nicht der „ökonomische Sachverstand“ das letzte Wort hat, sondern der sportliche. „Was ja nicht per se falsch ist, aber diesen Fokus aufs Sportliche muss man als Investor einfach kennen und berücksichtigen. Sportliche Erfolge stehen hier oft über allem und nicht finanzielle.“

Einer der größten, wenn nicht sogar der größte Erfolg für Fußballvereine ist es, die Champions League zu gewinnen. Laut Frank hat die Champions League einen „sehr großen“ Einfluss auf den Aktienkurs. „Reicht es noch für die Champions League oder reicht es nicht? Wenn der Verein gerade so um Platz 4 herumschwankt und dann etwas Überraschendes passiert, sieht man häufiger am Montag, also nach dem entsprechenden Bundesligaspieltag, eine starke Kursreaktion bei der betroffenen Aktie“, berichtet der Börsen-Experte. Denn würde der Klub die Champions League verpassen, würden viele Millionen Euro an ihm vorbeiziehen, die eigentlich schon eingeplant waren.

Die Frage, ob etwa der BVB deutscher Meister wird, ist aus Investorensicht weitaus weniger wichtig, als die Teilnahme in der Champions League, erklärt Frank. „Wichtig ist, dass man da dabei ist, weil da das große Geld verdient wird.“

Lest auch

„Riesen-Transfers haben den größten Einfluss auf den Aktien-Kurs“

Für Marcus Silbe, Chef des Analysehauses FMR Frankfurt Main Research, sieht das ein wenig anders. Für ihn ist der größte Einfluss auf die Fußball-Aktie das Transfergeschäft: „Sportliche Erfolge sind wichtig. Wenn man die Champions League gewinnt, ist das super. Aber die größten Aktien-Sprünge macht der Verein bei großen Transfers, die vor allem überraschend sind oder deutlich über dem Marktwert liegen.“ Wenn Spieler zu höheren Preisen verkauft werden, steigert das den Wert des Vereines – und das ist laut Silbe, was wirklich zählt.

Da die Transferperiode bis August noch läuft, glaub er nicht, dass die aktuelle Europameisterschaft großen Einfluss auf die Fußball-Aktien haben wird. Es würden währenddessen viele Investoren auf Nachrichten warten, dass Spieler verkauft werden. „Ob ein Spieler ein paar schöne Tore bei der EM gemacht hat, ist egal. Denn Riesen-Transfers haben den größten Einfluss auf den Aktien-Kurs. Eine Aktie kann nur dann extrem steigen, wenn sich was verändert. Und es verändert sich nur was, wenn ein Spieler geht.“

Frank ist hingegen der Meinung, dass die Europameisterschaft den Kurs der Fußball-Aktien beeinflusst: „Das ist eine Bühne, auf die gefühlt die halbe Welt schaut, und die Spieler stehen im Schaufenster. Wenn sie dort starke Leistungen zeigen oder auch enttäuschen, kann das einen starken Einfluss auf die Aktien ihrer Vereine haben – sofern die Klubs überhaupt gelistet sind.“ 

„Kaufen und liegen lassen ist bei Fußballaktien meist nicht die beste Strategie“

Silbe ist Fan der Fußball-Aktien und sagt ganz deutlich: „Wenn man in große, börsennotierte Klubs investiert, kann man langfristig nicht viel falsch machen.“ Der Aktien-Experte ist der Meinung, dass das Ende der Pandemie sich „extrem positiv“ auf den europäischen Fußball auswirken kann und dementsprechend auch auf die Fußball-Aktien.

Zwei Vereine haben es ihm besonders angetan: Der BVB und Ajax Amsterdam. Der Analyst findet beide Klubs „deutlich unterbewertet“ und meint, dass langfristig diese Aktien steigen werden. „Beide Vereine sind sportlich in den vergangenen Jahren gut gelaufen, sie spielen in der Champions League, haben gute Transfers.“

Im Gegensatz dazu findet Frank, dass Fußball-Aktien für kurzfristig orientierte Anleger „sehr interessant“ sein können. Denn die kurzfristigen Bewegungen können Anleger bei Fußball-Aktien mitnehmen, es gebe „viele schöne Zacken“, die gehandelt werden können. Auf längere Sicht ist Frank aber nicht so optimistisch, wie Silbe: „Kaufen und liegen lassen ist dagegen bei Fußballaktien meist nicht die beste Strategie. Mit Blick auf die vergangenen 20 Jahre sprechen die empirischen Befunde schon eher gegen einen Erfolg.“

Lest auch

Cristiano Ronaldo und Paul Pogba legen sich mit den EM-Sponsoren Coca-Cola und Heineken an — nun droht die Uefa mit Geldstrafen

Christiano Ronaldo hat statt Coca-Cola eine Flasche Wasser stehen
Christiano Ronaldo hat statt Coca-Cola eine Flasche Wasser stehen

Photo by UEFA/UEFA via Getty Images

Die Superstars Cristiano Ronaldo und Paul Pogba haben sich bei der Fußball-EM mit den Sponsoren Coca-Cola und Heineken angelegt.

Portugals Kapitän Ronaldo schob bei einer Pressekonferenz verächtlich zwei Flaschen Coca-Cola zur Seite und tauschte sie gegen Wasser. An der Börse verlor Coca-Cola zeitlgleich vier Milliarden Dollar an Wert. Das könnte aber auch einen anderen Grund haben.

Der französische Nationalspieler Paul Pogba übernahm die Aktion später gegen den EM-Sponsor Heineken-Bier.

Cristiano Ronaldos Wegnahme von zwei Coca-Cola-Flaschen während einer Pressekonferenz bei der Fußball-Europameisterschaft hat den Aktienkurs des Getränkekonzerns um 4 Milliarden Dollar fallen lassen, berichtet die britische Zeitung The Guardian.

Portugals Kapitän ist ein bekannter Gesundheitsfanatiker und machte deutlich, was er von dem zuckerhaltigen Erfrischungsgetränk hält. Während einer Pressekonferenz in Budapest am Montag stellte der 36-Jährige die Coca-Cola-Flaschen mit verächtlicher Geste zur Seite.

Im Video könnt ihr die Geste von Ronaldo sehen:

“>

Externer Inhalt nicht verfügbar

Ihre Privatsphäre-Einstellungen verhindern das Laden und Anzeigen aller externen Inhalte (z.B. Grafiken oder Tabellen) und Sozialen Netzwerke (z.B. Youtube, Twitter, Facebook, Instagram etc.)

Zur Anzeige aktivieren Sie bitte die Einstellungen für Soziale Netzwerke und externe Inhalte in den Privatsphäre-Einstellungen.

Stattdessen ersetzte er sie durch eine Flasche Wasser, bevor er auf Portugiesisch sagte „Agua!“. Das schien eine Ermutigung zum Wasser trinken zu sein.

Marktwert von Coca-Cola ist gefallen

Der Aktienkurs von Coca-Cola fiel fast unmittelbar nach Ronaldos Geste von 56,10 Dollar auf 55,22 Dollar, ein Minus von 1,6 Prozent. Der Marktwert von Coca-Cola sank von 242 Milliarden Dollar auf 238 Milliarden. Das entspricht einem Rückgang von 4 Milliarden Dollar.

Coca-Cola, einer der offiziellen Sponsoren der Euro 2020, antwortete am Dienstag mit einer Erklärung, dass „jeder ein Recht auf seine Getränkevorlieben“ hat, mit unterschiedlichen „Geschmäckern und Bedürfnissen“. Ein Sprecher sagte zum Guardian: „Den Spielern wird bei der Ankunft auf unseren Pressekonferenzen neben Coca-Cola und Coca-Cola Zero Sugar auch Wasser angeboten.“

Dass Ronaldos Geste solche Ausmaße nach sich zog, dürfte auch an der Fangemeinde des Stars liegen. Ronaldo hat sich in den letzten Jahren als Social-Media-Star etabliert, der aktuell fast 300 Millionen Instagram-Abonnenten hat.

Mittlerweile ist eine neue Erklärung aufgetaucht, warum der Aktienkurs von Coca-Cola fiel: Der Tag von Ronaldos Pressekonferenz war auch der Stichtag, an dem die Coca-Cola-Aktie erstmals ohne das Bezugsrecht für die bevorstehende Dividende gehandelt wurde – also die Ausschüttung an die Aktionäre.

Coca-Cola schüttet vierteljährlich Dividenden aus. In diesem Fall geht es um die Dividende für das zweite Quartal in Höhe von 42 Cent je Aktie, die am 1. Juli fließen wird. Ohne das Bezugsrecht für die Dividende sind die Aktien entsprechend weniger Wert. Die jüngsten Kursverluste entsprachen daher auch in etwa der zu erwartenden Gewinnausschüttung, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Ob Ronaldo das wusste und seine Aktion dementsprechend auf diesen Zeitpunkt legte, dürfte nur er selbst wissen – und vielleicht findige PR-Berater.

Ronaldos Geste findet erste Nachahmer

Aber egal, ob in vollem Bewusstsein oder per Zufall: Mit seiner Geste könnte der portugiesische Nationalspieler einen Trend losgetreten haben, den ersten Nachahmer fand er bereits. Nach der erfolgreichen Partie gegen Deutschland am Dienstag tat der französische Nationalspieler Paul Pogba das gleiche wie Christiano Ronaldo. Diesmal traf es jedoch nicht Coca-Cola, sondern die Brauerei Heineken.

Pogba verzichtete im Gegensatz zu Ronaldo auf Anmerkungen und verstaute das alkoholfreie Bier unter dem Tisch. Während Ronaldos Aktion auf einen gesundheitlichen Aspekt anspielte, könnte die Ablehnung Pogbas religiöse Motive haben. Der Spieler von Manchester United ist praktizierender Muslim und verzichtet getreu seines Glaubens auf Alkohol.

Drohende Geldstrafen

Laut einem Bericht der „Bild“ haben die Uefa-Sponsoren wenig Verständnis für die Aktion. Turnierchef Martin Kallen erklärte, man habe den teilnehmenden Teams nochmal die Regeln eingeschärft: „Es ist wichtig, weil die Sponsoreneinnahmen wichtig für das Turnier und den europäischen Fußball sind“, wird er von der „Bild“ zitiert. Die Abmachungen mit den Sponsoren müssten eingehalten werden. Bei den Spielen muslimischen Glaubens soll es allerdings eine Ausnahme geben. Auf ihren Pulten sollen die Bierflaschen entfernt werden.

Sollte es zu weiteren Aktionen, wie der von Ronaldo kommen, behält sich die Uefa Maßnahmen vor. Das treffe laut Kallen zwar nicht die Einzelspieler, aber es gebe die Möglichkeit, dass die Verbände zahlen müssten.

Lest auch

Interne Analyse: Was BMW am Model 3 von Tesla kritisiert – und mit seinem i4-Stromer besser machen will

Home » Wirtschaft »

Interne Analyse: Was BMW am Model 3 von Tesla kritisiert – und mit seinem i4-Stromer besser machen will

  • Profielfoto Henning Krogh

Neuer BMW i4 in der bis zu 225 km/ h schnellen Spitzenversion M50 an Stromladesäule
Neuer BMW i4 in der bis zu 225 km/ h schnellen Spitzenversion M50 an Stromladesäule

BMW

  • Gnade den Münchnern, wenn das Elon Musk erfährt: Eine interne Analyse von BMW nennt jetzt Schwachpunkte des US-Rivalen Tesla unverhohlen beim Namen.
  • Die vertrauliche Übersicht der Münchner zeigt zudem auf, dass ihr E-Auto i4 neben dem Model 3 auf den Polestar 2 von Geely zielt – nicht aber auf einen Audi oder Mercedes.
  • Schlicht „Hey Siri“ werden i4-Fahrer ihrem Automobil zurufen können, um dessen Sprachassistenten zu aktivieren – endlich entfällt das Drücken auf den Push-to-talk-Button.

Auf seinen neuen Stromer i4 – als Typ M50 immerhin 400 kW/ 544 PS – stark – ist der Autohersteller BMW mächtig stolz. „Das viertürige Gran Coupé verbindet progressives Design mit herausragender Aerodynamik, elektrisierender Fahrdynamik, Komfort sowie hoher Reichweite dank außergewöhnlicher Effizienz“, heißt es in einer aktuellen Inhouse-Übersicht der Münchner mit der Überschrift „Product Highlights“.

Mehr noch, lobt die Verfasserin aus der BMW-Fachabteilung CB-32 in ihrer Einleitung: „Fahrfreude prägt den BMW i4 damit ebenso wie ein nachhaltiger Ansatz: Dazu gehört die Langzeitqualität mit acht Jahren Gewährleistung (bis maximal 160.000 km) für den Hochvoltspeicher ebenso wie eine ressourcenschonende Produktion“.

So weit, so werblich.

Ganz besonders interessant für Externe allerdings sind jene beiden Schlusskapitel der neunseitigen Broschüre, die sich mit dem „Wettbewerb“ beschäftigen und das „Fazit“ beinhalten. Kein Wunder, dass die gesamte „Verkaufsargumentation“ mit dem Hinweis „Nur für den internen Gebrauch“ gekennzeichnet ist. Das komplette BMW-Schreiben zum i4 liegt Business Insider vor.

Auto Insider

Der neue Automobil-Newsletter

Überaus aufschlussreich etwa im Hinblick auf die Zielrivalen des E-BMW sind diese Passagen: „Der neue BMW i4 tritt im Handel aktuell vornehmlich gegen das Tesla Model 3 als wichtigsten Wettbewerber an, der Polestar 2 aus dem chinesischen Geely-Konzern ist nur auf wenigen Märkten ein Wettbewerber.“ Und, mit freundlichem „Servus“ aus München nach Ingolstadt und Stuttgart: „Audi und Mercedes haben in dieser Fahrzeugklasse aktuell kein Angebot.“

Dann folgen Beispiele für Licht und Schatten beim US-Konkurrenten: „Die Fahrleistungen des Tesla Model 3 werden von den Medien ebenso gelobt wie das Fahrverhalten“, räumt BMW ein. Und fügt sogleich hinzu: „Deutliche Kritik ernten die umständliche Bedienung und die Verarbeitungsqualität.“ Auch der Autopilot sei umstritten. So biete Teslas Model 3 zwar ein „reduziertes Cockpit mit großem Display, über das die meisten Funktionen gesteuert werden“. Die Einschränkung folgt sogleich: „Der Blick dorthin lenkt allerdings stark vom Verkehrsgeschehen ab.“

 Screenshot zu Eckdaten von fünf E-Mobilen aus BMW-internem Konkurrenzcheck
Screenshot zu Eckdaten von fünf E-Mobilen aus BMW-internem Konkurrenzcheck

Dass BMW hier und auf anderen Feldern deutlich besser zu sein glaubt, geht aus den zehn zentralen Verkaufsargumenten im „Fazit“ hervor: Das „BMW iDrive mit BMW Curved Display und BMW Operating System 8 als neue Form der ergonomisch perfekten Fahrerorientierung“, wird dort ebenso gerühmt wie „zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten z. B. bei Rädern und Farben“. Bei Tesla, monieren auf möglichst zahlreiche Optionen erpichte Interessenten immer wieder, ist die Auswahl vergleichsweise arg limitiert.

Auch an Nerds, die nicht nur einem gängigen Klischee nach zu Teslas treuesten Fans zählen, hat der deutsche Premiumanbieter gedacht: „Digitale Dienste und modernste Assistenzsysteme steigern Sicherheit und Komfort, Remote Software Upgrade hält BMW i4 immer auf dem neusten Softwarestand“, heißt es aus dem Ressort CB-32.

Und: „Umfangreiche Lade-Serienausstattung und maßgeschneiderte Ladelösungen von BMW Charging für schnelles, komfortables und einfaches Laden. Überwachung und Steuerung von Ladevorgängen via My BMW App.“

Lest auch

Rund um Apple CarPlay wiederum lassen die Bayern wissen: „Sichere Nutzung der iPhone Apps während der Fahrt. Integration der Inhalte in BMW Head-Up Display und neu beim BMW i4 Apple Maps auch im Instrumentenkombi; außerdem Unterstützung des Apple Sprachassistenten – neu – ohne Betätigung des Push-to-talk-Buttons, einfach durch die Aktivierung per Sprachbefehl ‚Hey Siri’“.

Schön und gut, doch was ist dem Einsatz rarer Rohstoffe, die obendrein oftmals unter zutiefst prekären Bedingungen gewonnen werden? Dazu vermerkt das vertrauliche BMW-Vademekum schlicht: „Effizienter E-Antrieb der 5. Generation ohne Einsatz von Metallen Seltener Erden“.

Lest auch

Aktuelle News

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies