„Ich mache mit, weil ich das Risiko liebe“ – Wie Kleinanleger den Aktien-Kurs von Windeln.de jetzt in die Höhe treiben

Der Online-Händler Windeln.de verkauft alles, was Eltern für ihr Baby brauchen
Der Online-Händler Windeln.de verkauft alles, was Eltern für ihr Baby brauchen

Seit Ende vergangener Woche ist der Wert der Aktie des Online-Händlers Windeln.de ohne konkreten Anlass um fast 300 Prozent gestiegen.

Die Ursache scheint, ähnlich wie beim Gamestop-Hype, das Traden der Kleinanleger zu sein, die sich in Online-Communitys absprechen, um den Kurs einer ausgewählten Aktie hochzutreiben.

Verbraucherschützer und Experten warnen vor einem Kauf der Aktie.

Als das Münchner Unternehmen Windeln.de 2015 an die Börse ging, konnten sie vermutlich nicht erahnen, was sechs Jahre später passieren würde.

Denn der Online-Händler, der Eltern alles von Babynahrung, Spielzeugen bis hin zu Kinderwagen – und natürlich Windeln – anbietet, hat es seit dem Börsengang nicht geschafft, Geld zu verdienen. Die Unternehmenszahlen kennen nur eine Farbe: rot.

Das Management wurde häufig ausgewechselt, doch Erfolge waren nicht zu verzeichnen. Die Aktie fiel, am 13. Mai erreichte Windeln.de seinen Tiefpunkt, das Wertpapier stand bei 54 Cent und notierte somit auf Pennystock-Niveau. Beim Börsengang hatte der Ausgabepreis noch bei 18,50 Euro gelegen – somit hatte der Kurs 97 Prozent verloren. Der Unternehmenswert war am Boden.

Umso größer ist die Überraschung, wenn man den jetzigen Kursverlauf betrachtet: Aktuell müsst ihr rund 4,80 pro Aktie zahlen. Seit Ende vergangener Woche ist der Aktienwert damit um fast 300 Prozent gestiegen.

Zuletzt hat Henrik Markmann, Analyst von Montega, Ende März das Kursziel auf Sicht von einem Jahr auf 1,60 Euro gelegt und keine Kauf-Empfehlung ausgesprochen.

Der Aktienkurs von Windeln.de ist in den vergangenen Tagen extrem gestiegen
Der Aktienkurs von Windeln.de ist in den vergangenen Tagen extrem gestiegen

Windeln.de

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Der Kursanstieg sei „fundamental nicht gerechtfertigt“

Gibt es neue, erfolgreiche Unternehmenskennzahlen? Hat das Management-Team eine gewinnbringende Strategie vorgestellt? Die Antwort: nein. Es gibt keine konkreten Nachrichten, warum das Unternehmen jetzt so an Wert gewinnt.

Es gibt lediglich Spekulationen über eine möglicherweise steigende Nachfrage aus China nach Babyprodukten. Denn dort hat das chinesische Regime Paaren erlaubt, künftig drei Kinder zu haben. Und da Windeln.de in China 70 Prozent seines Umsatzes generiert, wird argumentiert, dass Windel.de davon profitieren könnte.

Doch die wahre Ursache scheint, ähnlich wie beim Gamestop-Hype, das Traden der Kleinanleger zu sein, die sich in Online-Communitys absprechen, um den Kurs einer ausgewählten Aktie hochzutreiben.

Das sagt auch Montega-Analyst Markmann zu Business Insider: Die Kursentwicklung sei „nicht auf den operativen Erfolg der letzten Wochen/Monate oder die jüngst angekündigte 3-Kind-Politik in China zurückzuführen. Vielmehr auf Berichte in diversen Foren. Dort wird die Aktie unter Kleinanlegern diskutiert und konzentriert nach oben getrieben – ähnlich wie in den Reddit-Foren zu GameStop, AMC etc.“ Der Kursanstieg sei für Markmann „fundamental nicht gerechtfertigt.“

Bedeutet: Wenn genügend Anleger kaufen, steigt der Aktienkurs sehr schnell. Verkauft man zu einem richtigen Zeitpunkt das Wertpapier, kann man seinen Einsatz vervielfachen. Verpasst man den richtigen Moment für den Absprung, kann sehr viel Geld verloren gehen.

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Verbraucherschützerin warnt: „Der Kurs könnte so schnell fallen, wie er gestiegen ist“

Geldanlage-Expertin Sandra Klug von der Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor einem Kauf der Aktie: „Verbraucher, die Aktien von Windeln.de kaufen wollen, sollten das nur mit „Spielgeld“ machen. Also Geld, das sie entbehren können. Ein Gewinn ist nicht garantiert. Der Kurs könnte so schnell fallen, wie er gestiegen ist“, sagt Klug zu Business Insider.

Die aktuelle Kursentwicklung von Windeln.de zeigt, wie „einfach Kurse zu manipulieren“ seien. „Es sieht so aus, als ob es sich nicht um einen Kursgewinn handelt, der durch die langjährige Unternehmensstrategie entstanden ist. Vielmehr scheinen sich Anleger zusammengetan zu haben, um den Kurs in die Höhe zu treiben. Ob wirklich gute Aussichten für das Unternehmen bestehen, darf zumindest bezweifelt werden“, so Klug.

Business Insider fragte zwei Telegram-User, die in der Gruppe „Windeln.de SE Gruppe“ mit hunderten Menschen über den Kurs chatten und zum Kaufen animieren. Die Antworten könnten nicht unterschiedlicher sein.

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„Ich mache da einfach mit, weil ich das Risiko liebe“

Der Kleinanleger, der sich im Chat „Holger“ nennt, sieht „noch großes Potenzial in der Aktie.“ Holger: „Ich besitze nur Windeln in meinem Portfolio und bin mir natürlich schon des Risikos bewusst, aber ich glaube, China möchte die Kinderpolitik lockern und ich glaube, hier kann Windeln schon noch Geld verdienen, vor allem da der asiatische Markt bisher sein Hauptmarkt war.“

Anders sieht es der User „Nikolai“. Er gibt gegenüber Business Insider zu, dass es sich bei ihm um reines Zocken handelt: „Ich habe keine Ahnung von Aktien und liebe einfach Nervenkitzel, wenn man viel Geld verlieren, aber auch gewinnen kann. Das ist der einzige Grund, warum ich investiert habe. Mein Wissen über die Börse kann man mit dem eines Achtklässlers vergleichen. Ich habe keine Ahnung, warum Aktien steigen oder sinken, ich mache da einfach mit, weil ich das Risiko liebe.“

Für Finanzexpertin Katja Eckardt vom Portal „Finanz-Diva““ ist die Sache klar: „Ein Zock, der schnell nach hinten losgehen kann, die Story ist gelaufen“, sagt Eckardt zu Business Insider. „Wer gern Lotto spielt, kommt auf seine Kosten mit der Aktie. Mit Vermögensaufbau und Sicherung hat das nichts zu tun. Ich würde mir mit Windeln im Depot vor Angst in die Hose machen.“

Umstrittenes Werbevideo: Türkei kämpft mit allen Mitteln um Urlauber

Die Strände in Antalya sind aktuell leer: die Türkei hofft auf Touristen für diesen Sommer
Die Strände in Antalya sind aktuell leer: die Türkei hofft auf Touristen für diesen Sommer

Mustafa Ciftci / Anadolu Agency

Ein Werbefilm des türkischen Tourismusministeriums hat für negative Schlagzeilen und viel Kritik aus der Opposition gesorgt.

Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige und war im vergangenen Jahr um rund 70 Prozent eingebrochen.

Die Menschen in der Türkei dürfen bis zum 17. Mai nur aus dringenden Gründen raus, aber Touristen haben freien Passierschein.

Das Werbevideo des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus sollte eigentlich ausländische Touristen locken. Doch innerhalb kürzester Zeit wurde der Werbespot aus dem Verkehr gezogen. Grund dafür war die heftige Kritik der Opposition.

Im Video sieht man das glasklare Meer und zufriedene Hotelgäste: „Saubere Badeorte und geimpftes Personal! Wir nennen es doppelte Sicherheit für den Tourismus! Kommen Sie und genießen Sie in Ruhe.“ Dann sieht man Hotelmitarbeiter, die Touristen mit Masken begrüßen: „Genießen Sie es – ich bin geimpft worden“.

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Der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu kritisierte das Ministerium in Ankara: „Jetzt haben wir endlich auch ein Ministerium, das sein eigenes Volk demütigt.“

Auch der Ex-Wirtschaftsminister kritisierte die Regierung aufs schärfste: „Wir verdienen keine Regierung, die ihre eigenen Bürger für so wertlos hält. Sie haben das Volk ohne Impfstoff gelassen. Sie versenkten das ganze Land, einschließlich der Tourismusindustrie. Das Land kann nicht durch Demütigung oder Täuschung seiner Bürger regiert werden.“

Vergangene Woche hatte der türkische Außenminister bei einem Besuch in Berlin eindringlich bei den Deutschen für Sommerurlaub in der Türkei geworben. Jeden, den Touristen zu Gesicht bekommen könnten, werde man bis Ende Mai impfen, versprach Mevlüt Cavusoglu – und löste damit gleich noch mehr Frustration aus. Die Impfkampagne in der Türkei startete mit schnellem Tempo, verläuft aber inzwischen schleppend. Bis Freitag wurde 17,4 Prozent der türkischen Bevölkerung mindestens einmal geimpft.

Tourismus ist die wichtigste Branche für die Türkei

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in der Türkei und war im vergangenen Jahr um rund 70 Prozent eingebrochen. Im Jahr vor der Pandemie erwirtschaftete die Türkei 20 Milliarden Euro mit Touristen. 2020 brachen die Einnahmen um zwei Drittel ein. Für die Regierung in Ankara ist klar, dass die ohnehin wirtschaftlich angeschlagene Türkei nicht noch mal so eine Saison verkraften kann.

Die Bevölkerung bekommt die Wirtschaftskrise am schwersten zu spüren. Die Inflation liegt aktuell bei rund 17 Prozent. Vor allem Lebensmittel werden immer teurer. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Metropoll“ gaben rund 27 Prozent der Befragten an, mit ihrem Einkommen ihre Grundbedürfnisse nicht decken zu können.

Die türkische Währung steht auch nur knapp über dem Rekordtief. Am Freitagmorgen wurden für einen Euro 10,22 Lira gezahlt, was einem Kurseinbruch von über acht Prozent entsprach.

Türken dürfen nicht raus

Die Menschen in der Türkei dürfen bis zum 17. Mai nur aus dringenden Gründen wie zum Einkaufen oder zum Arztbesuch auf die Straße. Einige Berufsgruppen und Touristen sind ausgenommen – Urlauber dürfen sich frei bewegen.

Die Türken reagierten in den sozialen Medien mit Humor auf diese Regelung der türkischen Regierung. „Türkei unbegrenzt, jetzt ohne Türken erhältlich“, heißt es auf einem Satire-Werbeplakat für Urlaub an den mediterranen Küsten des Landes.

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Hinter der umstrittenen Regelung steht der Versuch der Regierung unter dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, die hohen Fallzahlen in den Griff zu bekommen. Die tägliche Zahl der Neuinfektionen lag noch Mitte April bei mehr als 60 000 Fällen in dem Land, in dem etwa gleich viele Menschen leben wie in Deutschland.

Kritiker warfen Erdogan vor, die Situation selbst verschuldet zu haben, unter anderem, weil er Parteikongresse in vollgepackten Hallen abhielt. Inzwischen sinken die Fallzahlen wieder und lagen nach offiziellen Angaben zuletzt bei unter 20 000 täglich.

WhatsApp rudert zurück: Ablehnung neuer Datenschutz-Regeln hat keine Folgen – vorerst

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WhatsApp rudert zurück: Ablehnung neuer Datenschutz-Regeln hat keine Folgen – vorerst

  • Profielfoto Business Insider Deutschland

Alle Nutzer von Whatsapp können die App auch künftig in vollem Umfang nutzen
Alle Nutzer von Whatsapp können die App auch künftig in vollem Umfang nutzen

Die neuen Regeln zum Datenschutz von Whatsapp hatten zuletzt für Wirbel gesorgt. Wer ihnen nicht zustimmte, sollte bestimmte Funktionen der App nicht mehr nutzen können, hieß es zunächst.

Nun rudert das Unternehmen zurück. Ein Sprecher sagte, es gebe aktuell keine Pläne die Funktionen der App einzuschränken.

Dennoch bleibt umstritten, was das Whatsapp mit den Daten der Nutzer macht – besonders der Austausch dieser Daten mit dem Mutterkonzern Facebook.

Für WhatsApp-Nutzer wird es vorerst keine Folgen haben, nicht den neuen Datenschutz-Bestimmungen des Chatdienstes zuzustimmen. Es gebe aktuell keine Pläne, den Funktionsumfang für sie einzuschränken, sagte ein Sprecher der Facebook-Firma den Technologieblogs „The Next Web“ und „The Verge“. WhatsApp wolle dies nach Beratungen mit Behörden und Experten klarstellen. Stattdessen werde man diese Nutzer „von Zeit zu Zeit“ an das Update erinnern.

WhatsApp hatte die neuen Datenschutz-Bestimmungen vor rund zwei Wochen in Kraft gesetzt. Dabei hieß es, dass Nutzern, die dem Update nicht zustimmen, nach einigen Wochen mit Warnhinweisen der schrittweise Verlust wichtiger Funktionen drohe. „Es ist derzeit nicht geplant, diese Erinnerungen dauerhaft zu machen oder die Funktionalität der App einzuschränken“, heißt es nun auch in den Fragen und Antworten von WhatsApp zu den neuen Bestimmungen. „Es werden aufgrund der Aktualisierung am 15. Mai weder Accounts gelöscht, noch die Funktionalität von WhatsApp eingeschränkt.“

Whatsapp hatte mit Verlust von Funktionen gedroht

Nach bisherigen Ankündigungen sollten die Nutzer mit der Zeit etwa den Zugriff auf ihre Chatliste verlieren, wie WhatsApp in einem Blogeintrag erläuterte. Zunächst sollte man zwar noch eingehende Audio- und Videoanrufe annehmen und über die Benachrichtigungen auch Chat-Nachrichten beantworten können. Einige weitere Wochen später würde WhatsApp dann weder Anrufe noch Nachrichten an ihre Smartphones schicken, lautete die Ansage. Wie lange es bis dahin dauern würde, blieb stets offen.

WhatsApp hatte stets betont, dass mit der Aktualisierung keine erweiterte Datenweitergabe an Facebook verbunden sei. Bei den Änderungen gehe es vor allem darum, bessere Möglichkeiten für Kommunikation mit Unternehmen zu schaffen. Auch an der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der Chat-Inhalte nur für die teilnehmenden Nutzer im Klartext sichtbar sind, werde nicht gerüttelt.

Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar schritt dennoch ein und erließ Mitte Mai vorsorglich eine Anordnung, mit der Facebook die Verarbeitung von WhatsApp-Daten deutscher Nutzer untersagt wurde. Sie gilt für drei Monate, weil in Europa für Facebook die irische Datenschutz-Behörde zuständig ist. WhatsApp entgegnete, die Anordnung basiere „auf einem grundlegenden Missverständnis von Ziel und Folgen des Updates“.

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WhatsApp hatte schon bei der Ankündigung im Januar zurückgewiesen, dass man mehr Daten mit der Mutter teilen werde. Die Einführung der neuen Bestimmungen wurde aber nach Kritik und einer Abwanderung von Nutzern um mehr als drei Monate auf den 15. Mai verschoben.

Zugleich betonte WhatsApp selbst, dass der Nachrichtenaustausch mit Unternehmen anders laufe als mit Familie oder Freunden. „Wenn du mit einem Unternehmen über Telefon, E-Mail oder WhatsApp kommunizierst, kann es die Informationen aus diesen Interaktionen mit dir für eigene Marketingzwecke verwenden. Dies kann auch Werbung auf Facebook einschließen“, hieß es in einer Erläuterung. Nun sollen Nutzer auf die neuen Bestimmungen hingewiesen werden, wenn sie «mit einem Unternehmen kommunizieren wollen, das Unterstützung von Facebook erhält», hieß es in der Stellungnahme an „The Next Web“.

Außerhalb der EU fließen schon seit 2016 einige WhatsApp-Nutzerdaten an Facebook, zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten.

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Prämien, Marktwert, Finanziers: So viel Geld steckt im Champions-League-Finale

Das Finale findet in der portugiesischen Hafenstadt Porto statt
Das Finale findet in der portugiesischen Hafenstadt Porto statt

picture alliance / empics | Nick Potts

Am Samstagabend spielt Manchester City im Finale der Champions League gegen den FC Chelsea.

Beim Marktwert liegt Manchester City klar vorn, auch der wertvollste Spieler des Finals, Kevin de Bruyne, spielt für die „Skyblues“.

Dem Sieger des Finals winken vier Millionen Euro Prämie, wegen der Teilnahme am europäischen Supercup kann er auch mit weiteren Millionen planen.

Am Samstagabend stehen sich der FC Chelsea und Manchester City im Finale der Champions League gegenüber. Dabei geht es auch um viel Geld. Business Insider erklärt die wichtigsten Zahlen.

Welche Prämie erhält der Sieger?

Beide Finalisten erhalten jeweils 15 Millionen Euro, der Sieger anschließend noch einmal vier Millionen Euro zusätzlich. Der Gewinner spielt außerdem im UEFA-Supercup und erhält dafür garantiert weitere 3,5 Millionen Euro, plus eine Million, wenn sie auch diesen Wettbewerb gewinnen.

Auch zuvor hat sich der Wettbewerb für ManCity und Chelsea ausgezahlt. Als Startgeld in der Königsklasse haben sie 15,25 Millionen Euro bekommen, für jeden Sieg in der Gruppenphase gab es 2,7 Millionen, 900.000 Euro für ein Unentschieden. Für das Erreichen des Achtelfinales erhielten sie zusätzlich 9,5 Millionen, für das Viertelfinale 10,5 Millionen und für das Halbfinale 12 Millionen Euro. Ein durch und durch lohnendes Geschäft.

Welches Team hat den höchsten Marktwert?

Nach Angaben von „transfermarkt.de“ hat hier Manchester City klar die Nase vorn. Der Marktwert aller Spieler zusammen beträgt demnach 1,02 Milliarden Euro. Damit hat der Verein den wertvollsten Kader aller Club-Mannschaften weltweit. Der FC Chelsea rangiert in dieser Statistik auf Platz sechs, der Kader des Londoner Vereins ist 786 Millionen Euro wert.

Welcher Spieler hat den höchsten Marktwert?

Erneut ist ManCity hier im Vorteil. Ihr Spielmacher Kevin De Bruyne kommt auf einen Marktwert von 100 Millionen Euro. Der am höchsten bewertete Spieler von Chelsea ist Mason Mount. Der Offensivspieler ist 75 Millionen Euro schwer.

Wer finanziert den FC Chelsea?

In gewisser Weise war der FC Chelsea ein Trendsetter. 2003 stieg der russisch-israelische Milliardär Roman Abramowitsch bei dem Club ein. Er war einer der ersten Großinvestoren und machte den Club dank seines Geldes zu einem Spitzenverein in der englischen Premier League. Seitdem kann Chelsea aus dem Vollen schöpfen: In der Ära unter Eigentümer Abramowitsch hat der Club 1,77 Milliarden Euro in neue Spieler investiert.

Wer finanziert Manchester City?

Der maßgebliche Investor bei Manchester City ist Mansour bin Zayed Al Nahyan, Mitglied der Königsfamilie von Abu Dhabi in den Vereinten Arabischen Emiraten. Über seinen Fonds Abu Dhabi United Group hält er etwas mehr als 86 Prozent an dem Verein. Die restlichen Anteile gehören der China Media Capital Holding aus Schanghai. Mit diesen potenten Geldgebern kann auch Manchester City üppig investieren. Doch weil sie dabei immer wieder gegen die sogenannten Financial-Fair-Play-Regeln sollten sie in dieser Saison sogar von der Champions League ausgeschlossen werden. Der internationale Sportgerichtshof CAS hob das Urteil gegen ManCity auf, nun steht der Club im Finale.

Was kosten die Tickets?

Das Finale sollte ursprünglich in Istanbul stattfinden, doch wegen Corona-Infektionslage entschied die UEFA, das Spiel ins portugiesische Porto zu verlegen. Anders als im vergangenen Jahr dürfen auch Fans ins Stadion.

Insgesamt sind 16.500 Zuschauer zugelassen, das entspricht einer Auslastung von einem Drittel. Davon gingen jeweils 6000 Karten an die beiden Vereine, 1700 landeten im freien Verkauf. Diese Tickets kosteten in der vierten Kategorie 70 Euro, in Kategorie 3 mussten Fans 180 Euro zahlen, Kategorie 2 schlug mit 450 Euro zu Buche, in der höchsten Kategorie waren ganze 600 fällig.

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Wenn das Ersparte beim Amtsgericht landet: Das kann passieren, wenn ihr den Negativzinsen eurer Bank nicht zustimmt

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Wenn das Ersparte beim Amtsgericht landet: Das kann passieren, wenn ihr den Negativzinsen eurer Bank nicht zustimmt

  • Profielfoto Business Insider Deutschland

Eine Bankkarte der Sparkasse
Eine Bankkarte der Sparkasse

picture alliance / Kirchner-Media/Wedel | Kirchner-Media/Wedel

Der Bundesgerichtshof hat jüngst entschieden, dass Banken bei Änderungen von Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Zustimmung ihrer Kunden einholen müssen.

In Düsseldorf hat die Sparkasse 2,43 Millionen Euro beim Amtsgericht wegen „Annahmeverzugs“ der Negativzinsen hinterlegt. Geld von fünf Kunden, die sich nicht zurückgemeldet hatten.

Was jetzt mit dem Geld passiert, wie es die Sparer zurückbekommen und ob auch beim Amtsgericht Negativzinsen fällig werden, hat die „FAZ“ analysiert.

Der Bundesgerichtshof hat jüngst entschieden, dass Banken bei Änderungen von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) die Zustimmung ihrer Kunden einholen müssen. Die vorausgesetzte stillschweigende Zustimmung benachteilige Kunden unangemessen. Viele Banken drehen wegen fehlender Erträge an der Gebührenschraube und ändern ihre AGBs entsprechend. 

Welche Folgen es hat, wenn sich ein Bankkunde nicht auf die Aufforderung der Bank zurückmeldet oder ihr nicht nachkommt, hat die „FAZ“ untersucht.

2,43 Millionen Euro beim Amtsgericht hinterlegt

In Düsseldorf, so die „FAZ“, wolle die Sparkasse gerade Negativzinsen für über 3500 Kunden mit großen Einlagen durchführen. Demnach habe die Sparkasse nach mehrmaliger Aufforderung die Konten von fünf Kunden gekündigt, die sich nicht zurückgemeldet hatten. Die verbliebenen 2,43 Millionen Euro habe die Sparkasse wegen „Annahmeverzugs“ beim Amtsgericht hinterlegt und auf ein Konto bei der Bundesbank überwiesen.

Was passiert nun mit dem Geld? Das Geld zurückzubekommen sei „etwas umständlich“, sagte der Rechtsprofessor Tobias Tröger der „FAZ“. Und: „Das Recht der Bankkunden auf Auszahlung der hinterlegten Einlagen erlischt nach 30 Jahren.“ Sollte das Geld bis dahin nicht abgeholt werden, lande es in der Staatskasse, wie das Amtsgericht und die Sparkasse gegenüber der „FAZ“ bestätigten.

Das Amtsgericht in Düsseldorf verwies darauf, sofern die Sparkasse auf das Recht der Rücknahme verzichte, könnten die Kunden sich direkt an die Hinterlegungsstelle wegen der Herausgabe wenden. Sie könnten ihr Geld dann zurückbekommen, sofern sie sich entsprechend legitimierten.

Werden auch beim Amtsgericht Negativzinsen fällig?

Bleibt die Frage, ob Negativzinsen auch beim Amtsgericht fällig werden? Das Amtsgericht in Düsseldorf sagte auf Anfrage der „FAZ“, für die hinterlegten Beträge würde seitens des Gerichts weder eine positive noch eine negative Verzinsung fällig.

Jedoch teilte die Bundesbank auf Anfrage der „FAZ“ mit, sie werde dem Amtsgericht für die hohen Beträge Negativzinsen in Rechnung stellen. Möglicherweise würden diese am Ende dann doch den Sparern als „Auslagen“ berechnet, glaubt Rechtsprofessor Tröger. Auf die Sparer käme die Höhe der Zentralbankzinsen zu, aktuell minus 0,5 Prozent. Das Amtsgericht Düsseldorf, so die „FAZ“, habe eingeräumt, dass die Kosten, sofern sie anfielen, gegebenenfalls als „Auslagen des Verfahrens“ von der hinterlegten Masse „in Abzug gebracht werden“.   

Mit Material der DPA

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