Krypto-Startup Coinpanion stockt Millionenrunde auf

Alles, was man über Fintech-Startups wissen muss. Auf einen Blick. Die Kurznachrichten aus der Branche könnt ihr hier verfolgen.

12. April 2022: Das Wiener Krypto-Startup Coinpanion hat seine Seed-Finanzierungsrunde von ursprünglich 1,8 Millionen Euro auf nunmehr 5,6 Millionen Euro aufgestockt. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Investiert haben demnach der US-VC Wicklow Capital, der ehemalige CMO von Bitpanda sowie die Gründer der Kreditvergleichs-Plattform Finanzcheck.de, Andreas Kupke und Moritz Thiele. Auch der Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner ist schon länger in dem Unternehmen investiert. Coinpanion bietet eine Onlineplattform für den Einstieg in den Kryptomarkt an. Statt in einzelne Kryptowährungen zu investieren, können Nutzer hier diversifizierte Portfolios besparen. Auf diese Weise lässt sich das Risiko minimieren. (Quelle: Unternehmen, hue)

Pausder und Schürrle steigen in Fintech Bling ein

6. April 2022: Mit seiner Kreditkarte für Kinder hat Bling-Gründer Nils Feigenwinter jüngst prominente Investoren überzeugt. Ziel seines Finanz-Startups ist es, Kindern den Umgang mit Geld schrittweise beizubringen. Edtech-Gründerin Verena Pausder und Ex-Fußballweltmeister André Schürrle sicherten Feigenwinter Geld für die weitere Entwicklung seiner Pre-Paid-Karte und Bling-App zu, die im Mai 2022 auf den Markt kommen sollen. Außerdem beteiligt sich der Berliner Risikokapitalgeber La Famiglia an dem Startup. Investorin Pausder fände es gut, Kinder und Jugendliche so in die Welt des digitalen Zahlens und der Geldanlagen einzuführen. Profifußballer Schürrle wisse, wie er sagt, aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, sich als junger Mensch mit Finanzen zu beschäftigen. Er ist bereit, Feigenwinter die nächsten fünf bis sieben Jahre finanziell zu unterstützen. Je nach Alter können Eltern die Bling-Konten ihrer Kinder anpassen und Sicherheitsfunktionen freischalten. Außerdem gibt die App Tipps zum Sparen, vor größeren Ausgaben können Sparziele festgelegt werden. Eltern können Taschengeldzahlungen an Aufgaben im Haushalt knüpfen. Zudem ist es nicht möglich, die Konten zu überziehen, Abonnements abzuschließen oder Käufe auf Rechnung zu tätigen (Quelle: faz.net, mm).

25 Millionen für Expresssteuer

5. April 2022: Die New Yorker Private Equity und Venture Capital Firma Insight Partners investiert gemeinsam mit Project A Ventures 25 Millionen Euro in die Hamburger Express Group. Das berichtete das Onlineportal EU Startups. Das bekannteste Unternehmen der Express-Gruppe ist Expresssteuer, ein Tool, mit dem die Gründer Otto Normalbürgern bei ihrer Steuererklärung unter die Arme greifen wollen. Damit machen die Hamburger nach eigenen Angaben bereits 45 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Nun wollen sie mit Hilfe des frischen Geldes ins europäische Ausland expandieren und angrenzende Produkte in weiteren Fintech-Branchen auf den Markt bringen. (Quelle: EU Startups, nak)

Russischer Oligarch Oleg Boyko stößt Anteile an deutschen Fintechs ab

4. April 2022: Wie das Onlinemagazin Finance Forward berichtet, verkauft der russische Unternehmer Oleg Boyko teilweise seine Anteile an den deutschen Kredit-Startups Vexcash und Spotcap (ein Rocket Internet Fintech). Zu den Gründen dafür zitiert das Magazin eine vor Kurzem herausgegebene Mitteilung der Investmentfirma 4finance Holding, über die Boyko investiert ist. Demnach habe Boyko seine Anteile an 4finance bereits Mitte März von 49 auf 27 Prozent reduziert, weitere „De-Investitionen” seien geplant. Diese Entscheidung stehe laut der Mitteilung im direkten Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine. Auch erfahre man da, dass rund zehn Prozent von Boykos Anteilen an Verwandte gehen sollen, die „ukrainische Staatsbürger” seien. Der Name des Oligarchen tauche bis dato nicht in den aktuellen Sanktionen gegen Putin auf, stehe aber auf einer sogenannten „Putin-Liste” des US-amerikanischen Finanzministeriums, so Finance Forward. (Quelle: Finance Fwd, nak) 

Ex-Penta-Chef baut Kreditkarten-Fintech um

24. Februar 2022: Bereits vor Monaten kündigte das Münchner Kreditkarten-Startup Crosscard an, sich neu aufstellen zu wollen. Der Schritt ist nun offiziell vollzogen. Crosscard, ein Spinoff des deutsch-britischen Hidden Champions PPRO, setzt künftig auf eine Banking-as-a-Service-Plattform. Mit der sollen Banken, Fintechs und andere Unternehmen eigene Angebote für Zahlungskonten und Karten machen können. Das bisherige Geschäft mit Kreditkartenlösungen für große Unternehmen und Endkunden bleibt bestehen. Mit der Umstellung einher geht auch eine Namensänderung: Crosscard heißt künftig Dock Financial. Für den Pivot verantwortlich ist CEO Marko Wenthin, der Gründer des Fintechs Solarisbank ist und Manager von Penta war. Gemeinsam mit PPRO-Gründer Philipp Nieland kaufte er im Sommer 2021 die bestehenden Gesellschafter aus Crosscard heraus. (Quelle: Unternehmen und Finance Forward, gr)

Millionenrunde für Finanzcoach Forget Finance

14. Februar 2022: Einen hohen siebenstelligen Betrag soll das Berliner Fintech Forget Finance laut Finance Forward eingesammelt haben. Kommentieren wollte das Startup die Runde nicht. Über die App von Forget Finance erhalten Nutzer Empfehlungen zu Sparplänen, ein Chatbot hilft bei konkreten Fragen. Die Firma ist knapp zwei Jahre alt, künftig will das Fintech auch eigene Banking-Produkte anbieten. Das Wachstum und die Entwicklung haben nun der Berliner Seed-VC Btov, UVC Partners aus München und TA Ventures aus Frankfurt finanziert sowie diverse Business Angels aus der ersten Runde. (Quelle: Finance Forward, lks)

N26 verliert erneut Top-Managerin

25. Januar 2022: Die Smartphone-Bank N26 hat offenbar Probleme, seine Führungskräfte langfristig an sich zu binden. Mit Adrienne Gormley verlässt nun die Chief Operating Officer (COO) das Berliner Fintech. Die frühere Dropbox-Managerin wurde im Oktober 2020 eingestellt und übergibt Ende April ihre Aufgaben dem jetzigen CFO Jan Kemper. Einen Ersatz sucht N26 eigenen Angaben zufolge nicht, Kemper wird dann beide Rollen übernehmen. Gormley war die letzte Frau im C-Level des Unicorns, Personalchefin Eva Glanzer ist nur vorübergehend in der Managerebene eingestellt. Die Fluktuation bei N26 ist nicht nur im Gesamtteam hoch, auch in der Führungsetage hat die 2013 gegründete Online-Bank in den vergangenen zwei Jahren mehrere Top-Personalien verloren. (Quelle: Unternehmen, lks)

Trade Republic holt zwei Top-Banker in die Geschäftsführung

19. Januar 2022: Der Berliner Neobroker Trade Republic ändert seine Führungsriege: Andreas Torner und Gernot Mittendorfer sollen nach Informationen von Finanz-Szene.de die Geschäftsführung übernehmen. Demnach sollen sie die bisherigen Geschäftsführer Andreas Willius und Karsten Müller ablösen. Torner war zuletzt für die deutsche Bank tätig, Mittendorfer saß sechs Jahre lang im Finanzvorstand der größten österreichischen Bank „Erste Group”. Trade Republic wurde 2016 von Christian Hecker und Thomas Pischke in München gegründet und zählt heute zuden wertvollsten Fintechs in Europa, in das prominente Investoren wie Sequoia oder Peter Thiel investiert haben. (Quelle: Finanz-Szene.de, fm)

Banxware sammelt 10 Millionen Euro ein

13. Januar 2021: Das Berliner Kreditstartup Banxware hat in einer Seed-Erweiterungsrunde 10 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wird das Investment von dem britischen VC-Unternehmen Element Ventures. D4 Ventures, FinVC, die Varengold Bank sowie der High-Tech Gründerfonds (HTGF) beteiligen sich indes als Co-Investoren. Das Fintech vergibt Kredite zwischen 15.000 bis 30.000 Euro an Plattformhändler. Die Kapitalspritze solle dazu dienen, das Angebot der Firma weiterzuentwickeln sowie das Team zu vergrößern. Banxware wurde 2020 von der Ratepay-Gründerin Miriam Wohlfarth, Jens Röhrborn, Fabian Heiss und Nicolas Kipp gegründet. (Quelle: Unternehmen, fm) 

Berliner Fintech Re:cap sammelt 10 Millionen Euro ein

16. Dezember 2021: Das Berliner Fintech Re:cap hat 10 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wird das Investment vom Berliner Wagniskapitalgeber Project A und Felix Capital aus London. Über die Plattform des Startups sollen sich Softwarefirmen wiederkehrende Einnahmen im Voraus ausbezahlen lassen können. Die Darlehen sollen von institutionellen Geldgebern zur Verfügung gestellt werden. Neben diesem Investment hat das Berliner Startup weitere 90 Millionen Euro an Fremdkapital eingesammelt. Dieses Geld soll in die Firmen fließen, die sich über die Plattform vorfinanzieren lassen wollen. Paul Becker und Jonas Tebbe haben Re:cap Anfang 2021 gegründet. Zuvor hat sich das Gründerduo mit dem digitalen Vermögensverwalter Liqid einen Namen in der Fintech-Szene gemacht. (Quelle: Unternehmen, fm)

Berliner Geldanlage-Fintech Othoz erhält 10 Millionen Euro

14. Dezember 2021: Das Berliner Fintech Othoz hat eine Series-A-Finanzierung in Höhe von zehn Millionen Euro abgeschlossen. Zu den Geldgebern gehören unter anderem der Münchner VC Acton Capital, der Unternehmen wie das milliardenschwere Fintech Mambu zu seinen Beteiligungen zählt. Zu den weiteren Geldgebern zählt der etwa ehemalige SAP-Manager Werner Brandt. Othoz wurde 2017 von Daniel Willmann, Mathias Eitz, Ronald Richter gegründet und hat sich auf KI-geleitete Geldanlage spezialisiert. Zur Zielgruppe gehören neben Privatanlegern vor allem Banken und Family Offices. (Quelle: Unternehmen/Financefwd, hue)

Berliner NFT-Fintech kassiert 12 Millionen

29. November 2021: Das deutsche NFT-Fintech Timeless hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von zwölf Millionen Euro abgeschlossen. Der schwedische Geldgeber EQT hat neun Millionen Euro investiert, weitere drei Millionen kommen von Altinvestoren wie Porsche Ventures oder EOS VC sowie La Roca Capital. Über die Investment-App von Timeless können Nutzer Anteile an seltenen Sneakern und Uhren erwerben und von deren Wertentwicklung profitieren. Gegründet wurde das Fintech 2018 von Jan Karnath, Andreas Joebges und Malte Häusler. (Quelle: Financefwd, hue)

Cavalry Ventures investiert 4 Millionen Euro in Teenager-Bank Pockid

18. November 2021: Das Hamburger Fintech Pockid hat im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde vier Millionen Euro Wagniskapital eingesammelt. Diese wird vom Berliner Frühphasen-Investor Cavalry Ventures angeführt. Zudem beteiligt sich Vorwerk Ventures an der Runde. Mit dem Geld soll unter anderem das Produkt des Startups weiterentwickelt werden. Pockid ist eine Banking App, über die speziell Teenager ein Konto eröffnen sowie ihre Einnahmen und Ausgaben analysieren können. Das Konto funktioniert auf Guthabenbasis und kann nicht überzogen werden. Jes Hennig, Max Schwarz, Timo Steffens und Deepankar Jha haben das Startup 2020 gegründet. Derzeit zählt das Fintech elf Mitarbeiter. (Quelle: Unternehmen, fm) 

Insurtech Ottonova sammelt 40 Millionen Euro ein

5. August 2021: Das Münchner Krankenversicherungs-Fintech Ottonova hat eine weitere Finanzierung in Höhe von 40 Millionen Euro abgeschlossen. Bei dem frischen Kapital soll es sich zur Hälfte um ein Wandeldarlehen handeln. Die Runde wird von dem VC Earlybird angeführt. Auch die Bestandsinvestoren sind mitgezogen. Zuletzt gab es 60 Millionen Euro von der Debeka, Holtzbrinck Ventures, Vorwerk Ventures, Btov und Sevenventures. Mit dem frische Kapital sollen Partnerschaften ausgebaut werden, über die sich die Policen vertreiben lassen. Das Insurtech wurde im Juni 2017 gegründet und bietet unter anderem eine digitale Krankenvollversicherung und eine Zahnzusatzversicherung an. (Quelle: Finance Forward und Finanz-Szene.de, mw)

Finleap Connect kauft spanisches Open-Banking-Startup

28. Juli 2021: Finleap-Connect kauft das Open-Banking-Startup My Value Solutions. Zum Kauf macht der Vorstandschef keine Angaben, jedoch sei laut Medienberichten eine Bewertung im einstelligen Millionenbetrag wahrscheinlich. My Value wurde 2009 gegründet und hilft vorwiegend spanischen Finanzinstituten dabei, Bankdaten zu sammeln und zu sortieren. Diese Technologie will Finleap-Connect nun auch anderen Dienstleistern wie Versicherungen und Fintechs zur Verfügung stellen – besonders außerhalb Spaniens. Derzeit beschäftigt Finleap-Connect 160 Mitarbeiter, durch die Übernahme kommen nun 27 dazu. Das Technologieunternehmen ist aus dem Zusammenschluss der Unternehmen Finreach und Figo hervorgegangen und betreibt eine Open-Banking-Plattform, worüber Kunden Zugriff auf mehr als 3600 Banken in Europa erhalten. (Quelle: Handelsblatt, fm)

Verbriefungsportal Acatus im Insolvenzverfahren

27. Juli 2021: Das Berliner Startup Acatus hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, wie aus dem öffentlichen Register hervorgeht. Das Fintech verschickt Einzelverbriefungen, wandelt über sein Kreditportal also Vermögenswerte in Wertpapiere und Anleihen um. Gegenüber Finance Forward sagt das Fintech, dass eine geplante Finanzierungsrunde geplatzt sei. Für das Kreditportal solle aber ein Käufer gefunden werden, der das Modell weiterführt. Erst Anfang des Monats hat Acatus-Mitgründerin und CEO Marie Louise Seelig die Firma verlassen. Die genauen Hintergründe sind nicht bekannt, laut Finance Forward wünschten sich die Investoren aber grundsätzlich ein Team mit mehr Banking-Expertise. (Quelle: Finance Forward, lks)

88 Millionen für Online-Vermögensverwalter Liquid

16. Juli 2021: Der Online-Vermögensverwalter Liquid hat in einer aktuellen Finanzierungsrunde 88 Millionen Euro erhalten. Die liechtensteinische Privatbank LGT ist mit einem Anteil von schätzungsweise knapp unter 30 Prozent bei dem Fintech eingestiegen. Mit dem Geld wolle man neue Mitarbeitende einstellen „vor allem das Wachstum in Süd- und Mitteleuropa beschleunigen“, sagte Liquid-Gründer Christian Schneider-Sickert dem Handelsblatt. Sein Unternehmen verwaltet derzeit nach eigenen Angaben mehr als 1,4 Milliarden Euro. (Quelle: Handelsblatt, tib)

800-Millionen-Runde mit Softbank: N26-Rivale Revolut nun 33 Milliarden wert

15. Juli 2021: Der britische N26-Konkurrent Revolut hat in einer Finanzierungsrunde mit Softbank und Tiger Global mehr als 800 Millionen US-Dollar (676 Millionen Euro) eingesammelt. Die Unternehmensbewertung liegt nun bei 33 Milliarden Dollar (28 Milliarden Euro). Für seine derzeit 16 Millionen Kunden will das Unternehmen nach eigenen Angaben eine „Super-App“ bauen, in der Kunden all ihre Finangeschäfte regeln können, aber auch andere Dienstleistungen bekommen. Als nächsten Markt peilt Revolut demnach Indien an. (Quelle: Finance Forward, tib)

Nächstes Unicorn? Investor bewertet Raisin DS mit 1,3 Milliarden

12. Juli 2021: Die deutsche Startup-Szene darf sich über ein neues Einhorn freuen – zumindest laut dem schwedischen Investor Kinnevik. Dieser schreibt, das kürzlich durch eine Fusion geschaffene Fintech Raisin DS habe einen „Fair Value“ von 1,3 Milliarden Euro. Ende Juni hatten Raisin und Deposit Solutions, Betreiber Zinsportale Weltsparen und Zinspilot, ihren Zusammenschluss verkündet. Kinnevik war schon länger an Deposit Solutions beteiligt. Die Zahlen des Investors geben laut Finance Forward auch Aufschluss über das Kräfteverhältnis in der fusionierten Firma: Die Raisin-Gesellschafter halten demnach rund zwei Drittel der Anteile, die von Deposit Solutions ein Drittel. (Quelle: Finance Forward, tib)

Helu holt sich 4,2 Millionen Euro von Promi-Investoren

8. Juli 2021: Das Wiener Software-Fintech Helu hat 4,2 Millionen Euro (5 Millionen US-Dollar) in seiner Seed-Runde eingesammelt. Bei der Erweiterung der Runde haben sich Atlantic Labs sowie Wefox-Gründer Fabian Wesemann und Bitpanda-Gründer Eric Demuth beteiligt. Helu wurde 2020 gegründet und hat eine Finanzplanungs-Software für Steuerberatungen und kleinere Unternehmen entwickelt. Die Idee: Über das Online-Tool können Mitarbeiter zusammen an den Geschäftsdaten arbeiten. (Quelle: Finance Forward und Unternehmen, mw)

8 Millionen für Krypto-Startup Blockpit

7. Juli 2021: Die österreichische Firma Blockpit bekommt in einer Series-A-Runde etwa acht Millionen Euro. Das Geld stammt von Investoren aus dem Fintech- und Blockchain-Bereich, darunter Middle Game Ventures, Fabric Ventures, Force over Mass Capital, Tioga Capital, Avaloq und der Bestandsinvestor Venionaire. Das Startup hat die Software Cryptotax entwickelt, mit der etwa Krypto-Trader und -Investoren ihre Steuererklärung machen können. Die Resultate werden anschließend von Wirtschaftsprüfungskanzleien überprüft. Mit der Kapitalerhöhung will das Startup sein Produkt weiterentwickeln und in weitere Länder expandieren. Die Software ist bereits in sechs Ländern erhältlich, Florian Wimmer hat das Startup 2017 gegründet. (Quelle: Unternehmen, fm)

Krypto-Startup Nuri sammelt 9 Millionen ein

28. Juni 2021: Vor wenigen Wochen firmierte sich das Berliner Krypto-Fintech Bitwala in Nuri um. Jetzt kann das Unternehmen eine neue Finanzierungsrunde vermelden. Neun Millionen Euro kamen von bestehenden Investoren zusammen, darunter der staatliche Fonds Coparion. Als Neugesellschafter ist DIP Capital an Bord. Nuri erweitert damit seine 15-Millionen-Runde aus dem vergangenen Winter. Das Unternehmen wurde 2015 von Jan Goslicki, Benjamin Jones und Jörg von Minckwitz gegründet und fing als Krypto-Tauschplattform an. Anfang 2018 brach dieses Geschäftsmodell jedoch zusammen, als ein Partner keine Lizenz mehr von Visa bekam. Bitwala stellte sein Produkt auf ein eigenes Bankkonto auf Blockchain-Basis mit Krypto-Wallet um. Das Konto läuft über die Solarisbank. (Quelle: Finance Forward, hue)

Auto1 Fintech will vier Millionen mit Token-Finanzierung einsammeln

Der Fahrzeugfinanzierer Auto1 Fintech plant, vier Millionen Euro Darlehen über Blockchain-Wertpapiere einzusammeln. Dabei handelt es sich um ein Security Token Offering (STO). Die Token-Finanzierung richtet sich an professionelle Geldgeber, die ab einem Wert von 200.000 Euro investieren können. Das Offering soll über die Investitionsplattform Ive.one abgewickelt werden. Mit dem Darlehen will Auto1 Fintech den Einkaufspreis von Fahrzeugen für Autohändler vorfinanzieren. Das Fintech hat sich 2020 nach einem Streit mit den Gründern von der Gebrauchtwagenplattform Auto1 abgespalten. (Quelle: Finance Forward, mw)

Anti-Geldwäsche-Startup bekommt Millionen

23. Juni 2021: Hawk AI aus München hat in der Series A etwa 8,5 Millionen Euro (10 Millionen Dollar) eingesammelt. Geld bekam das Fintech von Blackfin Capital Partners aus Paris und vom Samwer-VC Picus Capital. Das Unternehmen der Gründer Tobias Schweiger und Wolfgang Berner wurde 2018 gegründet und analysiert Transaktionsdaten von Banken, um Geldwäsche aufzudecken. 30 Mitarbeiter gehören zur Firma. Schweiger und Berner starteten zuvor das Zahlungs- und Risikomanagement-Tool Pay.On, das sie 2015 für 200 Millionen Dollar verkauften. (Quelle: Finance Forward, gr)

Myos: Vorfinanzierer für Onlineshops erhält 25 Millionen

22. Juni 2021: Das Berliner Fintech Myos hat Fremdkapital aufgenommen und ein Investment erhalten. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 25 Millionen Euro, die genaue Aufteilung ist nicht bekannt. Neu bei dem Startup eingestiegen sind Xploration Capital und Fasanara Capital, außerdem beteiligte sich der VC Tomahawk von Cédric Waldburger. Myos gibt Onlinehändlern Kredite zur Vorfinanzierung ihrer Waren, bislang sollen insgesamt 30 Millionen Euro geflossen sein. Laut CEO Nikolaus Hilgenfeldt will die Firma nun nach Großbritannien expandieren. (Quelle: Finance Forward, tib)

Ex-Speedinvest-Principal holt sich Millionen für sein Fintech

22. Juni 2021: Christopher Zemina hat vier Jahre lang für den Wiener VC Speedinvest in Fintechs investiert. Im Januar gründete er mit Airbank selbst eins und hat sich nun eine Seed-Finanzierung über 2,5 Millionen Euro gesichert. Geld kommt von New Wave, einem neuen europäischen Seed-Fonds einer ehemaligen Accel-Investorin, seinem früheren Arbeitgeber Speedinvest, Tiny VC sowie einigen Investoren sowie Scouts von Accel und Sequoia. Airbank bietet Mittelständlern und Startups eine Software an, über die sie in Echtzeit ihre Finanzen und damit die Liquidität im Blick behalten können. (Quelle: Unternehmen, lks)

#DealMonitor – Unicorn Grover sammelt 330 Millionen ein – Productsup bekommt 70 Millionen – Warehousing1 sammelt 10 Millionen ein

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Grover, Productsup, Warehousing1, Markt Pilot, Legendary Play, Optimate, livil, Ceezer, Goodly Innovations, Bling und Cylindo.

Unicorn Grover sammelt 330 Millionen ein – Productsup bekommt 70 Millionen – Warehousing1 sammelt 10 Millionen ein

Donnerstag, 7. April 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 7. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Grover 


Jetzt offiziell: Der Climate-Tech-Fonds Energy Impact Partner und Fasanara Capital investieren 110 Millionen Eigenkapital bzw. 220 Millionen Fremdkapital in Grover. “Mit der Eigenkapitalfinanzierung überschreitet Grover erstmals die Milliardenbewertung”, teilt das Unternehmen mit. Grover ist damit – wie bereits im aktuellen Insider-Podcast berichtet – ein Unicorn. Im Zuge der investmentrunden investieren auch Co-Investor Partners, Korelya Capital, Mirae Asset-LG Electronics New Growth Fund, Viola Fintech, Assurant, coperion, Media-Fonds German Media Pool und SevenVentures in das Unternehmen. Das Berliner Startup, das insbesondere Unterhaltungselektronik vermietet, wurde 2015 von Michael Cassau gegründet. Der englische Kapitalgeber Fasanara Capital stellte Grover im Rahmen einer sogenannten Asset-Backed-Finanzierung bereits mehr als 1 Milliarde US-Dollar zur Verfügung. “Mit dem frisch eingesammelten Kapital will Grover sein unternehmerisches Ziel, den Zugang zu Technik-Produkten zu revolutionieren, weiter vorantreiben. Zudem plant das Berliner Start-Up-Unternehmen die Expansion in weitere Länder, sowie den massiven Ausbau seiner Abonnentenzahlen in bestehenden Märkten wie Deutschland, Österreich, Spanien, den Niederlanden sowie den USA, beschleunigen”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Grover

Productsup 


 Bregal Milestone und Nordwind Capital investieren 70 Millionen US-Dollar in Productsup. “Die Investition wird es Productsup ermöglichen, seine Produktentwicklung weiter voranzutreiben, Fusions- und Akquisitionsmöglichkeiten zu nutzen, sein Partnernetzwerk zu stärken und in neue Märkte zu expandieren, um seine Position als führende globale Lösung für den Erfolg im Handel zu festigen.”, teilt das Unternehmen mit. Das Berliner Unternehmen, das 2010 von Kai Seefeldt und Johannis Hatt gegründet wurde, kümmert sich um “Datenintegration im E-Commerce”. Nordwind Capital und die Deutsche Handelsbank investieren zuletzt 20 Millionen Dollar in das Unternehmen, das von Vincent Peters und Stefan Sonntag geführt wird. Insgesamt flossen nun schon mehr als 115 Millionen Dollar in Productsup. 250 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Productsup. Mehr über Productsup

Warehousing1


 Schenker Ventures, die Logistiktochter Bahn-Tochter DB Schenker, Aster Capital, Wille Finance, HV Capital und Base10 Partners investieren 10 Millionen Euro in Warehousing1 – siehe Handelsblatt. Das Berliner Startup, das 2018 von Nico Szeli, Nils Aschmann und Fabian Sedlmayr in München gegründet wurde, positioniert sich als “Fulfillment-Service für schnell wachsende E-Commerce-Unternehmen”. HV Capital, Base10 Partners, Discovery Ventures sowie die sennder-Gründer David Nothacker, Nicolaus Schefenacker und Julius Köhler investierten zuvor bereits eine siebenstellige Summe in das Logistik-Unternehmen. Warehousing1 ist das erste Investment von Schenker Ventures. Mehr über Warehousing1

Markt Pilot


Der Kölner Frühphasen-Investor Capnamic Ventures investiert 6,2 Millionen Euro in Markt Pilot. Das junge Unternehmen aus Esslingen, das 2020 von Tobias Rieker und Amin Oumhamdi gegründet wurde, setzt auf eine Software für Maschinenunternehmen, die Wettbewerbspreise und -lieferzeiten von Ersatzteilen automatisiert recherchiert. Mehr als 70 Unternehmen aus dem Segment Maschinen- und Anlagenbau setzen bereits auf die Jungfirma. 58 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Markt Pilot. 

Legendary Play


Bitkraft Ventures, MTG, 1Up Ventures und Level Up investieren 4 Millionen US-Dollar in Legendary Play. Das Unternehmen aus Berlin, das 2017 von Roman Frank, Philipp Karstaedt und Arvid Hahn als Meta Games gegründet wurde, entwickelt Mobile Games für mobile E-Sports-Fans. “The funding will enable Legendary Play to develop new mobile games designed for the esports audience”, teilt das Unternehmen mit.

Optimate 


Das Technologieunternehmen Trumpf investiert 3,2 Millionen Euro in sein Spin-off Optimate. Das Unternehmen aus Stuttgart, das 2020 von Jonas Steiling und Martina Trinczek gegründet wurde, entwickelt eine KI-basierte Softwarelösung, mit der Blechbearbeiter ihre Bauteile verbessern können. Das Ziel dabei ist es, dadurch die Herstellkosten in der Blechbearbeitung zu senken. 7 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Optimate.

livil


bmp Ventures investiert 1,2 Millionen in livil. Das Startup aus Moers, das 2020 von Nils Frers gegründet wurde, gibt Autofahr:innen die Möglichkeit, E-Mails, Instant Messages und Co. während der Fahrt via Spracheingabe zu nutzen. ??”Man kann sich das modulare Software-System wie einen Adapter vorstellen, der diverse Office-Tools standardisiert und miteinander im Fahrzeug nutzbar macht”, teilt die Jungfirma mit. Zielgruppe sind Privatpersonen als auch Geschäftskunden.

Ceezer


Jetzt offiziell: Picus Capital investiert – wie Ende Januar im Insider-Podcast berichtet – 1 Million Euro in Ceezer. Das ClimateTech aus Berlin, das von Magnus Drewelies, zuletzt Park Now, und Jan Oltmanns, zuletzt BCG, gegründet wurde, positioniert sich als “digital-first carbon bank”. Auf der Website heißt es: “Ceezer uses external and proprietary data to help companies seamlessly offset and remove the footprint they cannot currently reduce.”

Goodly Innovations


 Bayern Kapital, BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft, ein “Family Office sowie Business Angels” investieren eine siebenstellige Summe in Goodly Innovations. Das Unternehmen aus München, das 2016 von Robert Hoffmeister gegründet wurde, entwickelt eine Augmented-Reality-Systems namens OptiworX, das die Effizienz in der Produktion der Pharma- und Biotech-Industrie verbessern und Kosteneinsparungen ermöglichen soll.

Bling 


Der Berliner Geldgeber La Famiglia, Fußballweltmeister André Schürrle und Unternehmerin Verena Pausder investieren in Bling. Das Berliner FinTech, das 2021 von Nils Feigenwinter gegründet wurde, setzt auf eine Konto-Lösung mit Pre-Paid-Karte und App, die sich an Jugendliche und Familien richtet. “Mit Bling bezahlen Kinder & Jugendliche selbständig. Und mit der dazugehörigen App lernen sie den Umgang mit Geld”, teilt das Satrtup zum Konzept mit.

MERGERS & ACQUISITIONS

Cylindo 


Das Unternehmen Chaos, das kürzlich aus der Fusion von Enscape und der Chaos Group entstanden ist, übernimmt Cylindo, das auf 3D-Produktvisualisierungen setzt. “Der Zusammenschluss, den die bestehenden Investoren LEA Partners und TA Associates unterstützen, ermöglicht Chaos das umfassende Ökosystem für 3D-Visualisierung weiter auszubauen. Gemeinsam wollen Cylindo und Chaos den Bereich 3D-Visualisierung weiter demokratisieren, indem sie 3D-, Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Technologien und -Inhalte leichter zugänglich machen”, teilt das Unternehmen mit.

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Foto (oben): azrael74

#Gastbeitrag – Mit Schwarzen Schwänen kämpfen – wie gründet es sich in Zeiten von Covid-19 und Wirecard?

Alles sah bestens aus, als mein Partner Fabian Terner und ich im Frühjahr 2020 unsere neue Firma pliant gründen wollten. Ziel unseres Startups: zum führenden Anbieter der neuesten Generation von Firmenkreditkarten aufzusteigen. Wir beide waren schon lange in der Fintech-Szene aktiv und so hatten wir im März 2020 viele Angebote von Investoren auf dem Tisch, die unser Unternehmen finanzieren wollten. Wir mussten uns nur das beste Angebot und den passendsten Partner aussuchen. Doch dann schlugen das Coronavirus und die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu.

Weite Teile des Geschäftslebens standen still. Firmen mussten ihr Businessmodell anpassen – und keiner unserer potenziellen Investoren war mehr für uns verfügbar. Angebote wurden zurückgezogen, manche Kapitalgeber sind gar nicht mehr ans Telefon gegangen. Diejenigen, die wir überhaupt erreichen konnten, sagten uns: „Wir wissen nicht, was passiert. Wir kümmern uns nur noch ums Bestandsportfolio.“ Für uns, wie für andere Unternehmen, begann eine unsichere Zeit; bei uns verschärft dadurch, dass es uns in einer äußerst ungünstigen Lage traf. Schließlich hatten wir nichts als die Idee in der Hand und brauchten nun Geld, um unsere Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Doch Investoren flüchteten damals vor unbekannten und völlig neuen Investments.

Ein Lichtblick nach zwei Monaten Warten

Zum Glück fingen sich im weiteren Verlauf die meisten Firmen – ja manche, zumeist digitale Geschäftsmodelle explodierten förmlich. Die anfängliche drastische Zurückhaltung unserem Fintech gegenüber löste sich etwas auf und so gewannen wir im Mai 2020 ein Family Office, das in uns investierte. Die Corona-Vorschriften führten allerdings dazu, dass wir längere Zeit auf einen Notartermin warten mussten, um die Gesellschaft zu gründen. Dann aber konnten wir mit zehn Leuten loslegen und unser Produkt entwickeln. Alles lief nach Plan – dachten wir.

Kreditkarten haben naturgemäß viel mit der Abwicklung von Geldströmen und Zahlungen zu tun – und als unseren Bankenpartner hatten wir uns ausgerechnet eine Firma namens Wirecard ausgesucht. Wir waren neu am Markt, mussten bei ihnen in Vorleistung gehen und als erste Rate eine sechsstellige Summe überweisen. Am 16. Juni informierte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY den Wirecard-Aufsichtsrat, kein Testat für das Jahr 2019 zu erteilen. Zu groß waren die Ungereimtheiten, vor allem zum Verbleib von 1,9 Milliarden Euro. Genau an diesem Tag wäre unsere Überweisung fällig gewesen. Auch dort ging plötzlich keiner mehr ans Telefon. Doch die Nachricht über die mittlerweile amtlichen Verfehlungen Wirecards kamen für uns gerade noch rechtzeitig und waren eindeutig. Sonst wäre unser Geld und das der Investoren unwiderruflich verloren gewesen.

Wirecard implodierte, wir haben weiter an unserem Produkt gebaut, brauchten aber einen Bankenpartner – so wie Tausende Ex-Wirecard-Kunden, die nun zur selben Zeit auf der Suche nach einem Zahlungsdienstleister waren. Es war ja nicht so, dass Wirecard gar keine Kunden hatte. Das merkten wir, als wir als unbeschriebenes Blatt bei den einschlägigen Dienstleistern anriefen – die sich angesichts des unverhofften Kundenansturms nicht um eine junge Firma mit Null-Umsatz in der Testphase kümmerten, sondern um etablierte Unternehmen. Wir standen in der Warteschlange ganz hinten, das wurde uns immer wieder verdeutlicht.

Der Fall Wirecard bremste monatelang

Auf diese Weise haben wir zwei bis drei weitere Monate verloren. Erst im Dezember 2020 konnten wir schließlich die erste Testtransaktion durchführen. Monate nach dem ursprünglichen Termin, und so langsam ging uns das Geld aus. Doch immerhin waren unsere Kosten überschaubar und wir noch nicht live. Parallel dazu kam Ende 2020 der zweite Lockdown. Daran allerdings hatten sich schon alle Akteure gewöhnt und es hatte kaum gravierende Auswirkungen für uns. Nun aber schlug die Wirecard-Pleite ein zweites Mal zu. Die Regulatoren traten auf den Plan und verlangten von unserer Partnerbank, die gemeinsam definierten Prozesse noch einmal komplett aufzuarbeiten. Damit verzögerte sich der Start erneut, obwohl auf der operativen und technischen Seite bereits alles fertig war. Wir konnten die zusätzliche Zeit zwar produktiv nutzen, unser Produkt noch besser zu machen, wären aber gerne schon viel früher als erst im zweiten Quartal 2021 live gegangen.

Es war eine beängstigende Achterbahnfahrt – und das über Monate. Rund acht Wochen davon mussten wir warten, ohne selbst irgendetwas tun zu können, um den Prozess zu beschleunigen. Heute können wir mit zwei lachenden Augen auf die vergangenen anderthalb Jahre blicken. Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände, für die wir nichts konnten – mit denen man aber als Gründer immer leben muss. Wir haben jedenfalls viel aus dieser frühen Phase gelernt. Unter anderem, wie wichtig es ist, inmitten von großer Unsicherheit einen kühlen Kopf zu bewahren, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Und inzwischen freuen wir uns, sagen zu können, dass der Start von pliant mehr als gelungen ist. Nach unserer bereits sehr erfolgreichen Seed-Finanzierung letzten Sommer sind wir im Herbst so stark gewachsen, dass wir die Runde schon kurz vor Jahresende noch einmal signifikant aufstocken konnten und auch mussten, um dem weiteren Wachstum gerecht zu werden. Dass wir nur wenige Monate nach dem Go-live bereits mehr als 20 Millionen US-Dollar an Finanzierung einsammeln würden, hätten wir uns Anfang 2020 noch überhaupt nicht vorstellen können.

Das Coronavirus hat auch die Wirtschaftswelt auf den Kopf gestellt und neue Geschäftsmodelle befördert. In Krisenzeiten entstehen neue Bedürfnisse. Dadurch, dass kontaktloses Zahlen durch Covid-19 relevanter und beliebter wurde, stieg auch bei Vorständen und Beschäftigten – unserer Zielgruppe – die Nachfrage nach unseren Kreditkarten.

Über den Autor


Malte Rau ist CEO und Co-Gründer des Berliner Fintechs pliant. Seit über zehn Jahren arbeitet er im Fintech- und Bankenbereich mit Stationen bei KPMG, der Kreditkartenplattform auxmoney und Rocket Internet. Sein Anspruch ist es, mit pliant die digitale Kreditkartenlösung für maximale Flexibilität und Ersparnis an Unternehmen zu bringen.

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Foto (oben): Shutterstock

#DealMonitor – Embedded Capital investiert in bezahl.de – Finabro bekommt Millionen – Creandum setzt auf Passionfroot

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um bezahl.de, Finabro, Nostos Genomics, Passionfroot, 506, SK Gaming und Immozy.

Embedded Capital investiert in bezahl.de – Finabro bekommt Millionen – Creandum setzt auf Passionfroot

Freitag, 4. Februar 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 4. Februar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

bezahl.de


Embedded Capital, der neue Fonds von Ramin Niroumand und Michael Hock, sowie Marco Schnabl investieren 5 Millionen Euro in bezahl.de. Das Startup aus Köln, das 2018 von Lasse Diener und Ulrich Schmidt gegründet wurde, kümmert sich um Forderungs- und Zahlungsmanagement. “Im Automotive Umfeld konnte sich die Plattform mit ihrem ganzheitlichen und vertikalen Lösungsansatz bereits zum Branchenstandard für Forderungs- und Zahlungsmanagement entwickeln”, teilt das Unternehmen mit. Angel-Investoren wie Rolf Christof Dienst, Carlo Kölzer, Kai Siersleben, Gerhard Cromme und Carl-Peter Forster investierten zuvor bereits in bezahl.de. 70 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für bezahl.de.

Finabro


 Lansdowne Partners, Venpace, Nikolaus von Bomhard, Maciej Kranz und Altinvestoren wie Uniqa Ventures investieren 5 Millionen Euro in Finabro. Das InsurTech aus Wien, das 2017 von Sören Obling gegründet wurde, setzt auf betriebliche Altersvorsorge (bAV).  “Ziel ist, mithilfe der digitalen Lösung die Verbreitung betrieblicher Altersvorsorgeprodukte zu beschleunigen und somit einen Beitrag zur Stärkung der Pensionssysteme zu leisten”, teilt das Unternehmen mit.

Nostos Genomics


 42CAP, Frontline Ventures, Amino Collective, Entrepreneur First, Konstantin Mehl (Kaia Health), Robert Fenton (Qualio), Mark Evans (Kindred Capital) und Acequia Capital investieren 5 Millionen Euro in Nostos Genomics. Das Berliner Unternehmen, das 2018 von David Gorgan und Rocío Acuña Hidalgo gegründet wurde, kümmert sich um die KI-gesteuerte Erkennung von Erbgut bedingten Krankheiten. “Our variant interpretation platform enables genetic testing labs to give more people with genetic diseases a clear and fast diagnosis”, teilt das Unternehmen mit.

Passionfroot


Der schwedische Geldgeber Creandum und einige Angel-Investoren investierten bereits im Dezember 3,4 Millionen US-Dollar in Passionfroot – siehe Linkedin. Das Startup aus Berlin, das 2021 von Jennifer Phan, Jens Joseph Mannanal und Michelle Tian gegründet wurde, richtet sich an die Creator Economy. Das Unternehmen verspricht dabei: “We bring everything from your creator business at a glance for your financial and mental wellbeing”.

506


 Siegfried Milly und Alexander Zrost, die Gründer der Infoniqa Gruppe sowie Leo Strohmayr (Ex-Invest-Vorstand) investieren 1 Million Euro in 506. “Mit den nun verfügbaren Mitteln wird nicht nur die Produktentwicklung beschleunigt, sondern auch der weitere Ausbau bei Marketing Data Projekten im DACH-Raum vorangetrieben”, schreibt das Unternehmen. Das Startups aus Linz, das 2020 von Gerhard Kürner und Andreas Stöckl gegründet wurde, positioniert sich als “Marketing Data Science-Vorreiter für datenschutzkonforme Analyse, Visualisierung und Aktivierung von digitalen Besucher- und Kundendaten”.

SK Gaming


Der Lebensmittelriese Rewe investiert in SK Gaming. “Esport hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark entwickelt und erreicht eine junge, aktive Zielgruppe, der sich REWE unter anderem auch als attraktiver Arbeitgeber präsentieren will”, teilt das Unternehmen mit. Das Kölner Unternehmen, das 1997 von Alexander T. Müller gegründet wurde, nimmt unter anderem an Games wie League of Legends, Clash Royale, FIFA20 und Hearthstone teil. Deutsche Telekom, der 1. FC Köln und Daimler investierten zuvor bereits in das Unternehmen. Mehr über SK Gaming

Immozy


Angel-Investoren wie Heiko Hubertz investieren eine mittlere sechsstellige Summe in Immozy. Das PropTech aus Hamburg, das 2021 von Ralf Baumann gegründet wurde, setzt auf einen Matching-Algorithmus, um passende Immobilien zu finden. “Das Angebot richtet sich primär an Privatpersonen, die eine Immobilie zur Selbstnutzung kaufen möchten und im aktuell schwierigen Marktumfeld oft kaum zum Zuge kommen”, teilt das Unternehmen mit.

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Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – myposter übernimmt Juniqe – Banxware sammelt 10 Millionen ein – 468 Capital investiert in CereGate

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Juniqe und myposter, Nitrado und MCProHosting, Banxware, Qdrant, CereGate, Greenpass, academa und Squared.

myposter übernimmt Juniqe – Banxware sammelt 10 Millionen ein – 468 Capital investiert in CereGate

Mittwoch, 12. Januar 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 12. Januar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Juniqe 


Das Bergkirchener Unternehmen myposter – bzw. der myposter-Eigner RMR Verwaltungs GmbH – übernimmt nach unseren Informationen das kunstvolle Berliner Startup Juniqe. Das Unternehmen, das 2014 von Lea Lange, Marc Pohl und Sebastian Hasebrink gegründet wurde, sammelte in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro ein – unter anderem von Highland Europe, Vorwerk Ventures, Redalpine und dem High-Tech Gründerfonds (HTGF). Highland Europe hielt vor dem Exit 26,1 % der Juniqe-Anteile. Vorwerk Ventures 14,3 %, Redalpine 11,1 % und der HTGF 7,1 %. Im Jahre 2019 erwirtschaftete Juniqe ein Rohergebnis in Höhe von 9,7 Millionen Euro bzw. 16,6 Millionen Euro Umsatz. Der Jahresfehlbetrag lag bei 2,5 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau der Jungfirma bis Ende 2019 bereits über 26 Millionen. Der “nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag” lag Ende 2019 bereits bei rund 6,7 Millionen. In den vergangenen Jahren stützen die Gesellschafter Juniqe mit mehreren Wandeldarlehen, die mehrmals verlängert bzw. erweitert wurden. Dadurch war die Finanzierung des Unternehmens zuletzt “gemäß Business Plan bis mindestens Ende 2021” gesichert. Der Verkauf an myposter dürfte deswegen kein euphorischer Exit gewesen sein, sondern eher das rettende Ufer für das junge Kunst-Unternehmen aus der Hauptstadt. Das der Exit, der formal Ende Dezember abgeschlossen wurde, bisher zudem nicht offiziell verkündet wurde, spricht ebenfalls eher für einen Fire Sale als für einen guten Exit für die beteiligten Investoren. Das myposter-Team verkündet aber auch sonst – außer Produktnachrichten – kaum unternehmensnahe Neuigkeiten. myposter, 2010 von Rene und Marc Ruhland gegründet, erwirtschaftete 2019 ein Rohergebnis in Höhe von 14,1 Millionen. Der Jahresüberschuss lag bei 184.368 Euro. Als Prognose gab das Unternehmen zuletzt dies hier aus: “Für das Geschäftsjahr 2020 wurde für die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz- und EBIT-Entwicklung eine Prognose aufgestellt. Diese besagt, dass der Umsatz im kommenden Jahr weiter wachsen wird. Somit wird sich auch das Betriebsergebnis positiv entwickeln”. Mehr über Juniqe #EXKLUSIV

MCProHosting


Nitrado übernimmt MCProHosting. “Mit der Übernahme positioniert sich die Nitrado Group als klarer Marktführer für Mincraft-Hosting in der englischsprachigen Welt, insbesondere in den USA, sowie als weltweite Nummer eins im Gameserver-Hosting”, teilt das Unternehmen mit. Nitrado, 2001 von Marco Balle und Marcel Bößendörfer in Karlsruhe gegründet, betreibt Rechenzentren auf vier Kontinenten. Die Private Equity-Firma Flex Capital übernahm zuletzt die Mehrheit am Unternehmen.

INVESTMENTS

Banxware 


 Element Ventures, D4 Ventures, FinVC, die Varengold Bank und die Altinvestoren Force over Mass, VR Ventures, der High-Tech Gründerfonds (HTGF) sowie einige Business Angels investieren 10 Millionen Euro in Banxware. Das Berliner FinTech, 2020 von der bekannten FinTech-Gründerin Miriam Wohlfarth, Jens Röhrborn, Fabian Heiss und Nicolas Kipp gegründet, vergibt Kredite an Plattformhändler. Der HTGF, Force over Mass, VR Ventures und Co. investierten zuletzt 4 Millionen Euro in das Unternehmen. “Banxware wird die Investition nutzen, um das Angebot an eingebetteten Finanzdienstleistungen weiterzuentwickeln, sein Team zu vergrößern und um Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing auf digitale Plattformen in ganz Europa auszuweiten”, teilt die Jungfirma mit. Mehr über Banxware 

Qdrant


 42CAP und IBB Ventures investieren 2 Millionen Euro in Qdrant. Das Deep-Tech-Startup aus Berlin, das 2021 von Andre Zayarni und Andrey Vasnetsov gegründet wurde,  entwickelt Open-Source-Technologien, um KI-Lösungen samt Metric Learning voranzutreiben. Mit einer neuronalen Suchmaschine bietet das Unternehmen bereits einen Service mit einer “praxistauglichen API” zum Speichern, Suchen und Verwalten von Vektoren. “Mit dem Kapital soll die firmeneigene Open-Source-Suchmaschine für neuronale Daten weiterentwickelt und die Gemeinschaft der Early Adopters vergrößert werden. Langfristiges Ziel ist es, die Zukunft der neuronalen Suche erheblich voranzutreiben und eine neue Ära der angewandten KI einzuläuten”, teilt das Unternehmen mit.

CereGate


 468 Capital und re.Mind sowie die Altinvestoren TruVenturo, Heal Capital und High-Tech Gründerfonds (HTGF) investieren in CereGate. Das Unternehmen aus Hamburg, das 2019 von Balint Varkuti gegründet wurde, entwickelt software-basierte Lösungen für den Bereich Computer-Gehirn-Schnittstellen.  “Im aufstrebenden Bereich der Neurowissenschaften ist CereGate in der Lage, die Behandlung neurologischer Erkrankungen zu revolutionieren, indem es mit dem menschlichen Gehirn durch einen einzigartigen Software-First-Ansatz interagiert”, teilt das Unternehmen mit. TruVenturo, Heal Capital und der HTGF investierten bereits 2020 in das Unternehmen.

Greenpass 


 Peak Pride, Pi Labs, der aws Gründerfonds und die Haselsteiner Familienprivatstiftung investieren eine siebenstellige Summe in das Wiener ClimateTech Greenpass. Das Spin-Off der Universität für Bodenkultur Wien und dem Unternehmen Green4Cities, das 2018 von Florian Kraus und Bernhard Scharf gegründet wurde, setzte auf eine “All-in-One Software-as-a-Service (SaaS) zur gesamtheitlichen Bewertung, Optimierung und Zertifizierung der Umweltauswirkungen von Immobilien und Freiräumen hinsichtlich sechs Themenfelder: Klima, Wasser, Luft, Biodiversität, Energie und Kosten”.

academa


Business Angels wie Robert Maier, Michael Schrezenmaier, Oliver Roskopf, Philipp Kreibohm, Manfred Merle, Jan Kemper, Marcus Erken und Just Beyer investieren in academa. Das GovTech-Startup aus Aachen, das 2020 von Patrick Neubert und Luis Hesemann gegründet wurde, kümmert sich um die Fort- und Weiterbildung innerhalb der öffentlichen Verwaltung. Zielgruppe sind unter anderem Behörden, Ministerien und Hochschulverwaltungen.

VENTURE CAPITAL

Squared


Die Baumarktkette OBI legt sich mit Squared eine Innovatoions- und Inkubationseinheit zu. “Dabei werden die Synergien von OBI unter einem Dach genutzt. Die drei Bereiche Venture Building, Venture Client und Venture Growth bilden eine Innovationsarchitektur, die neue Geschäftsideen schnell validiert und damit in die Realität und zum Kunden bringt”, teilt das Unternehmen mit. Geführt wird das Team von Dennis Hornung. Mit plants legt Squared zunächst einmal eine Home Gardening-Plattform auf.  “Nach dem Start von OBI Next als Innovationszentrum in Köln im Jahr 2017 baut SQUARED auf dem Fundament auf, zukunftsweisende Technologien zu nutzen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln”, lässt OBI zum Start von Squared weiter wissen.

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Foto (oben): azrael74

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