Peter Thiel und weitere Szene-Köpfe investieren 40 Millionen in Berliner Fintech Mondu 

  • Series A

Peter Thiel und weitere Szene-Köpfe investieren 40 Millionen in Berliner Fintech Mondu 

  • Profielfoto Fiona Mathewson

Die Konkurrenz um „Buy now, pay later”-Lösungen ist groß. Vorreiter Klarna hat gerade Hunderte Mitarbeiter entlassen. Mondu sichert sich hingegen erneut ein Investment.

Malte Huffmann, Gil Danziger und Philipp Povel (v.l.) gründeten gemeinsam im August 2021 das Fintech Mondu.

Malte Huffmann, Gil Danziger und Philipp Povel (v.l.) gründeten gemeinsam im August 2021 das Fintech Mondu.

Mondu

Neun Monate nach der Gründung des Berliner Fintechs Mondu sammeln die Gründer Malte Huffmann, Philipp Povel und Gil Danziger im Rahmen einer Finanzierungsrunde umgerechnet rund 40 Millionen Euro (43 Millionen US-Dollar) ein.  

Die Series A wird von Valar Ventures angeführt, dem Fonds des Starinvestors Peter Thiel. Zudem gehen Bestandsinvestoren wie der Frühphasen-Investor Cherry Ventures sowie der New Yorker Investor Fintech Collective die Runde mit. Bekannte Business Angels sind auf der Gesellschafterliste ebenfalls aufgeführt, darunter der N26-Finanzchef Jan Kemper sowie die beiden Zalando-Gründer David Schneider und Robert Gentz. Darüber hinaus beteiligt sich der Gründer des Fracht-Startups Forto, Michael Wax, ebenso wie der Google-Entwickler und frühere Rocket-Internet-CMO Arthur Gerigk. 

53 Millionen Euro in neun Monaten

Mit Mondu hat das Gründertrio eine „Buy now, pay later“-Lösung  (BNPL) für kleine und mittelgroße Unternehmen entwickelt. Die junge Firma legt einen besonderen Fokus auf das B2B-Geschäft. Das heißt, dass sich ihr Angebot an Händler wie mittelständische Unternehmen richtet, die ihre Waren zunehmend online einkaufen. Diese können ihr Sortiment im Internet bestellen – und es zu einem späteren Zeitpunkt bezahlen. Die Rechnung übernimmt vorerst der Finanzdienstleister Mondu, bis der Kunde die Summe begleicht. 

Lest auch

Mit dem frisch eingesammelten Geld will die Firma eigenen Angaben zufolge ins europäische Ausland expandieren. Die Gründung ist dabei noch gar nicht so lange her: Huffmann, Povel und Danziger gründeten Mondu im August 2021. Bereits drei Monate später sammelten die Gründer in einer Seed-Finanzierungsrunde umgerechnet rund 13 Millionen Euro (14 Millionen US-Dollar) ein. 

In der Fintech-Branche sind die Mondu-Gründer keine Unbekannten. Der Unternehmensberater Huffmann und Investmentbanker Povel bauten zuvor für Rocket Internet den Zalando-Klon Dafiti auf. Der Modehändler ist heute in Südamerika aktiv. Danziger arbeitete als Produktchef für eine Berliner Leasing-Plattform.

Die Konkurrenz ist groß

Das „Buy now, pay later“-Angebot ist durch andere Anbieter wie Klarna, Ratepay und Billie weit verbreitet. Das schwedische und bisher wertvollste Startup Klarna ist da federführend. Vergangene Woche allerdings gab die Firma bekannt, zehn Prozent seiner Stellen zu streichen. Als einen der Gründe nannte das Milliarden-Fintech die sich verschlechternde Situation auf dem Risikokapitalmarkt.

“>

Externer Inhalt nicht verfügbar

Deine Privatsphäre-Einstellungen verhindern das Laden und Anzeigen aller externen Inhalte (z.B. Grafiken oder Tabellen) und Sozialen Netzwerke (z.B. Youtube, Twitter, Facebook, Instagram etc.) Zur Anzeige aktiviere bitte die Einstellungen für Soziale Netzwerke und externe Inhalte in den Privatsphäre-Einstellungen.

Aktuelle News

#Interview – “Viele Startups messen ihrem Recruiting nicht genug Bedeutung bei”

Das junge FinTech Teylor, das 2018 von Patrick Stäuble in Zürich gegründet wurde, vermittelte zunächst Kredite an Mittelständler. Inzwischen bietet das Unternehmen seine Kredit-Technologie auch Banken an. Ilavska Vuillermoz, Weisshorn Asset und ehemalige Banker investierten zuletzt 6,5 Millionen Schweizer Franken in das Unternehmen. “Vor allem wollen wir das Geld nutzen, um in ganz Europa zu expandieren”, sagt Gründer Stäuble.

40 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Teylor. “2021 konnte Teylor den Umsatz pro Monat durchschnittlich um 30 % steigern und hat für das vierte Quartal 2021 den Break-Even erreicht. Wir haben Bankkunden aus der gesamten DACH-Region und erste Projekte außerhalb des DACH-Raumes. Über unsere Plattform haben wir 2021 ein Kreditvolumen von über zwei Milliarden Euro bearbeitet”, sagt Stäuble zum Stand der Dinge bei Teylor.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Teylor-Macher unter anderem über Technologien, Aufholbedarf und Feedback.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Teylor erklären?


Meine Großmutter kennt noch die Zeit, in der es weder Computer noch das Internet gab. Für einen Kreditantrag musste man zum Bankgespräch und stapelweise Papierkram ausfüllen. Trotz der Digitalisierung in vielen anderen Bereichen ist das im Firmenkundengeschäft heute in vielen Banken immer noch so. Deshalb haben wir eine Software entwickelt, die KMU-Kreditprozesse digitalisiert und automatisiert. Diese nutzen wir, um schnell und unkompliziert über eine digitale Plattform Kredite zu vergeben. Wir stellen die Software außerdem Banken zur Verfügung, um deren Kreditprozesse zu digitalisieren.

War dies von Anfang an euer Konzept, oder hat sich euer Modell seit dem Start irgendwie verändert?


2018 haben wir Teylor zunächst als reine Kreditplattform gegründet. Diese war schnell sehr erfolgreich und wir bekamen Anfragen von Banken, die an unserer Technologie interessiert waren. Anschließend haben wir unsere SaaS-Lösungen entwickelt und auf den Markt gebracht. Da wir über kostengünstige und effiziente digitale Kanäle Zugang zu einer umfangreichen Pipeline an qualitativ hochwertigen Kreditnehmern haben, konnten wir zudem das Interesse verschiedener Debt-Investoren wecken. Seit der Gründung hat sich die Teylor-Plattform somit zu einer ganzheitlichen Lösung für alle Stakeholder des KMU-Kreditmarktes entwickelt.

Ihr konntet kürzlich 6,5 Millionen Schweizer Franken einsammeln. Wofür braucht ihr das Geld?


Vor allem wollen wir das Geld nutzen, um in ganz Europa zu expandieren. Wir haben bereits mehrfache Anfragen von europäischen Banken und sind mit einigen davon schon in fortgeschrittenen Verhandlungen. Außerdem wollen wir einen Teil der Finanzierung in die Weiterentwicklung unserer Tech-Plattform investieren.

Wie ist ist denn die Schweizer Sicht auf die deutsche FinTech- und Startup-Welt?


Im Vergleich zur Schweiz ist die deutsche Szene viel größer. Derzeit tut sich viel im deutschen Markt, vor allem in der Berliner Start-up-Szene. Mit Blick auf die Finanzindustrie sehe ich nach wie vor einen hohen Aufholbedarf bei deutschen Banken, was Möglichkeiten für FinTechs schafft. Außerdem sind deutsche Finanzinstitute auch sehr offen für eine Zusammenarbeit.

Wie genau funktioniert denn euer Geschäftsmodell?


Die Teylor-Plattform ist das Bindeglied zwischen KMU, Banken und Debt-Investoren. Wir bieten KMU eine schnelle, unkomplizierte Online-Finanzierung während wir Banken Software-as-a-Service-Lösungen zur Digitalisierung ihrer Kreditprozesse zur Verfügung stellen. Zudem bekommen Debt-Investoren über unseren Kreditfonds einfachen Zugang zu unserer KMU-Kreditpipeline und profitieren von unseren digitalen Vertriebskanälen und Risiko-Tools. Mit diesem Ansatz lösen wir das strukturelle Ertragsproblem des KMU-Kreditmarkts nicht nur teilweise, sondern ganzheitlich für alle involvierten Stakeholder. Unser Vorteil dabei ist, dass wir drei unterschiedliche Ertragsquellen haben und Synergien im Finanzierungs- und Softwaregeschäft nutzen können. Wir haben somit einen enormen Wettbewerbsvorteil. Denn die meisten Fintechs machen nur Tech und die meisten Finanzierungsunternehmen nur Finanzierung. Wir machen beides.

Wie ist überhaupt die Idee zu Teylor entstanden?


Vor Teylor habe ich zunächst als Produktmanager und anschließend als Head of Business Development bei einem Zürcher Fintech gearbeitet. Während dieser Zeit stand ich im Austausch mit vielen Banken und mir fiel auf, dass es im Privatkundengeschäft vonseiten der Banken bereits umfangreiche digitale Angebote gibt. Der KMU-Markt wurde jedoch komplett vernachlässigt. Dieses Problem wollte ich mit Teylor lösen. Später wurde uns bewusst, dass die mangelnde Digitalisierung nicht nur ein Problem für KMU ist, sondern auch für Banken und Kapitalgeber. Deshalb sind nach dem Launch der Kreditplattform später die Softwaresparte und der Kreditfonds entstanden.

Wie hat sich Dein Teylor seit der Gründung entwickelt?


2018 habe ich Teylor alleine gestartet und dann die ersten zwei Mitarbeiter eingestellt. Inzwischen besteht das Team aus 40 Mitgliedern. Wir suchen auch weiterhin nach Verstärkung, denn wir verzeichnen starkes Wachstum. 2021 konnte Teylor den Umsatz pro Monat durchschnittlich um 30 % steigern und hat für das vierte Quartal 2021 den Break-Even erreicht. Wir haben Bankkunden aus der gesamten DACH-Region und erste Projekte außerhalb des DACH-Raumes. Über unsere Plattform haben wir 2021 ein Kreditvolumen von über zwei Milliarden Euro bearbeitet.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Bislang ist eigentlich nichts so richtig schief gelaufen. Natürlich hat COVID auch unser Kreditgeschäft eingetrübt – so wie bei allen anderen Kreditplattformen und Banken – aber das konnten wir durch das starke Wachstum im Softwaregeschäft mehr als ausgleichen. Was für uns, wie sicherlich auch für die meisten Startups, zeitweilig herausfordernd war, ist die richtigen Leute für das Team zu finden. Mittlerweile gelingt uns das ganz gut, da wir im Markt einen gewissen Bekanntheitsgrad haben und wir sowohl in den Junior-Positionen als auch für das Senior Management sehr gute Kandidaten finden.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Wir haben sehr gut und schnell auf die Anforderungen des Marktes reagiert. Wir haben von Anfang an den Ansatz verfolgt, unsere Lösungen schnell auf den Markt zu bringen, um schnell Feedback zu bekommen und dieses dann auch zügig umzusetzen. Daraus sind neue Produkte entstanden wie etwa unser SaaS-Geschäft und der Kreditfonds. Aber auch die bestehenden Lösungen entwickeln wir konstant weiter basierend auf dem Feedback unserer Kunden. Aufgrund dieses agilen Ansatzes ist es uns gelungen, das am Markt führende Angebot zu entwickeln und uns von der Konkurrenz abzusetzen.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründern mit auf den Weg?


Hört auf eure Kunden! Statt de facto ein Produkt für sich selbst zu entwickeln, sollte man so schnell wie möglich an den Markt, um Feedback zu bekommen. Das ist entscheidend. Außerdem ist das Team enorm wichtig. Das klingt nach einer Binsenweisheit, aber ich sehe viele Startups, die ihrem Recruiting nicht genug Bedeutung beimessen. Dabei kann man mit dem richtigen Team jede Herausforderung meistern.

Wo steht Teylor in einem Jahr?


Wir wollen in diesem Jahr weiter aggressiv wachsen. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Unser Ziel ist es, die europaweit führende KMU-Kreditplattform zu werden. Außerdem wollen wir die Plattform weiter ausbauen und weitere Softwaremodule entwickeln. In einem Jahr wird keine Bank, keine KMU und kein Finanzierer mehr an Teylor vorbeikommen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Teylor

#DealMonitor – Shoutout übernimmt Fandreams – Vice Golf bekommt 14 Millionen – 10x Founders setzt auf Tilta

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Fandreams und Shoutout sowie Vice Golf, Tilta und Lambus.

Shoutout übernimmt Fandreams – Vice Golf bekommt 14 Millionen – 10x Founders setzt auf Tilta

Freitag, 6. Mai 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 6. Mai werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Fandreams


Das Berliner Unternehmen Shoutout, eine Plattform für personalisierte Promi-Videogrußbotschaften, übernimmt – wie wir vorab in Erfahrung bringen konnten – seinen Wettbewerber Fandreams. “Rund 50 weitere Celebrities befinden sich nun im Portfolio von Shoutout und Kundinnen sowie Kunden werden seit heute bereits online von fandreams.de auf shoutout.de weitergeleitet”, teilt das Unternehmen mit. Shoutout, von Constantin Sandritter und Noel Lorenz gegründet, sowie Fandreams, gegründet von Jens Scheidemann und Daniel Dreier, gingen beide 2020 an den Start. Personalisierte Promi-Videogrußbotschaften sind seit einiger Zeit ein kleiner Renner, zahlreiche junge Firmen setzen auf diesen Trend. #EXKLUSIV

INVESTMENTS

Vice Golf


Der Private Equity-Investor Oakley Capital investiert 14 Millionen US-Dollar in Vice Golf. Das Münchner D2C-Unternehmen, das 2012 von Ingo Düllmann und Rainer Stöckl gegründet wurde, setzt auf “hochwertigste Golfprodukte”. “Oakley’s investment will help the business to accelerate its growth, product diversification strategy and internationalisation”, heißt es in der Presseaussendung. Das Unternehmen erwirtschaftete 2020 einen Umsatz in Höhe von 35 Millionen Euro (Vorjahr: 22 Millionen). Der Jahresüberschuss lag bei rund 3 Millionen (Vorjahr: 533.281 Euro). 22 Mitarbeiter:innen arbeiteten 2020 durchschnittlich für das Unternehmen.

Tilta


Der noch junge Geldgeber 10x Founders und Solarisbank-Gründer Marko Wenthin investieren eine siebenstellige Summe in Tilta – siehe FinanceFWD. Das Berliner FinTech, das 2022 vom ehemaligen Finiata-Team Jan Enno Einfeld, Ingmar Stupp und Christoph Nicola gegründet wurde, positioniert sich als “The next-gen collateralised SME buy-now-pay-later solution for B2B platforms and marketplaces”. Der polnische Geldgeber Manta Ray Ventures übernahm das Kredit-Startup Finiata gerade. In den vergangenen Jahren wurde Finiata von Stupp und Einfeld geführt.

Lambus


 NBank Capital investiert eine sechsstellige Summe in das Reise-Startup Lambus – siehe VC Magazin. Das Unternehmen aus Osnabrück, das von Hans Knöchel und Anja Niehoff gegründet wurde, positioniert sich als “All-in-One Reise-App”. Die Anwendung bietet Buchungsbestätigungen, Routenhighlights, Fotos und Reisekosten. In der neunten Staffel der Gründershow “Die Höhle der Löwen” investierte Sales-Löwe Carsten Maschmeyer 500.000 Euro in Lambus und sicherte sich dabei 18 % am Unternehmen. Der Deal platzte aber nach der Show. Mehr über Lambus

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#DealMonitor – Ninox bekommt 8 Millionen – DFKP sammelt 5 Millionen ein – Fretello bekommt 3 Millionen

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Ninox, Deutsche Firmenkredit Partner, Fretello, Cinector, Packwise und HeyPractice.

Ninox bekommt 8 Millionen – DFKP sammelt 5 Millionen ein – Fretello bekommt 3 Millionen

Mittwoch, 27. April 2022VonTeam

Im #DealMonitor für den 27. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Ninox 


Der französische Geldgeber Hi Inov, VI Partners aus der Schweiz sowie die Altinvestoren btov Partners, IBB Ventures investieren 8 Millionen Euro in Ninox. Das Berliner Startup, das 2013 von Frank Böhmer gegründet wurde, setzt auf eine No-Code-Plattform, mit der Unternehmen die Möglichkeit haben, Geschäftsprozesse zu digitalisieren und Workflows zu automatisieren. Ende 2018 sammelte das Startup via Seedmatch bereits 500.000 Euro ein. 2019 schließlich investierten btov Partners und Co. 3 Millionen US-Dollar in das Startup. Mehr über Ninox

Deutsche Firmenkredit Partner


 HW Capital, die Beteiligungsgesellschaft der Interhyp-Gründer Robert Haselsteiner und Marcus Wolsdorf, investiert rund 5 Millionen Euro in Deutsche Firmenkredit Partner (DFKP). Das Berliner FinTech, das 2019 von Paul Weber gegründet wurde, positioniert sich als Vermittler von Betriebsmittelkrediten, Investitionsdarlehen, Leasing, und Mietkauf- sowie Einkaufsfinanzierungslösungen.


Fretello


 Der European Super Angels Club, der finnische Geldgeber Sparkmind, die Tractive-Mitgründer Michael Tschernuth und Michael Lettner sowie der OÖ HightechFonds investieren 3 Millionen Euro in Fretello. Das Wiener EdTech, das von Florian Lettner und Wolfgang Damm gegründet wurde, entwickelt “mobile Apps, um Musiker beim Erlernen von Musikinstrumenten mithilfe von interaktiven Lerninhalten zu unterstützen”. Mehr über Fretello

Cinector 


Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) investiert 2,5 Millionen Euro in Cinector. Das Startup aus Mittweida, das 2015 von Thomas Schmieder, Tobias Tauscher und Enrico Pisko gegründet wurde, kümmert sich um “virtuelle Kommunikation”. Mit der Cinector-Software lassen sich Inhalte für die Unternehmenskommunikation erstellen. “Dabei benötigt der Anwender keine professionellen Vorkenntnisse – der vorlagenbasierte Workflow macht die Videoproduktion einfach und routiniert”, teilt die Jungfirma mit.

Packwise


 Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) sowie die Family Offices Hüttenes hoch drei und Golzern Holding investieren eine siebenstellige Summe in Packwise. Das IndustrialTech-Unternehmen aus Dresden, das 2017 von Gesche Weger, Felix Weger und René Bernhardt gegründet wurde, ermöglicht Unternehmen der “Chemie- Pharma- und Lebensmittelbranche  Transparenz entlang der Supply Chain zu gewinnen”.

HeyPractice


 Gunter Dueck (Ex-CTO von IBM), Michal Jarocki (Director Sales Commerzbank), Markus Eisel (Syrocon) und Joachim Pawlik (Pawlik Consultants) investieren eine sechsstellige Summe in HeyPractice. Das EdTech aus Wuppertal, das von David Neuendorf und Christian Panne gegründet wurde, positioniert sich als “adaptive und KI-unterstützte Lernumgebung, die es Unternehmen ermöglicht, Schulung- und Weiterbildungsformate gezielt mit praxisnahen Übungen zu verknüpfen”.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#Interview – Kreditangebote speziell für Ärzte – und zwar ohne “bürokratischen Papierkram”

#Interview

Fleming fordert die Apobank heraus. “Wir sehen uns als exklusiver Finanzlösungsanbieter für Heilberufe. Als junges Startup bieten wir bereits jetzt schon umfangreiche Produktpaket an, die sich an die Bedürfnisse von Ärzten und Zahnärzten in ihrer jeweiligen Entwicklungsphase anpassen”, sagt Gründer Cesar Hussmann.

Kreditangebote speziell für Ärzte – und zwar ohne “bürokratischen Papierkram”

Mittwoch, 27. April 2022VonAlexander Hüsing

Das Berliner FinTech Fleming, das von Cesar Hussmann und Christoph Schütte gegründet wurde, setzt auf “smarte Finanzlösungen” für Ärzt:innen und Zahnärzt:innen. Dabei setzt das Team insbesondere auf Geschwindigkeit! “Fleming bietet Medizinern den einfachsten und digitalsten Zugang zur Finanzierung der eigenen Praxis an. Binnen weniger als zehn Minuten kann nicht nur die Anfrage für eine Investitionssumme gestellt, sondern zeitgleich binnen 48 Stunden der erste Kreditcheck vollzogen werden”, sagt Gründer Hussmann.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der Fleming-Macher das Konzept einmal ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Fleming erklären?


Fleming ist die Plattform die sämtliche Nachfragen abdeckt, die mit Banking und Finanzierung für Ärzte und Zahnärzte zusammenhängen.  Fleming bietet Medizinern den einfachsten und digitalsten Zugang zur Finanzierung der eigenen Praxis an. Binnen weniger als zehn Minuten kann nicht nur die Anfrage für eine konkrete Investitionssumme via Fleming gestellt, sondern zeitgleich binnen 48 Stunden der erste Kreditcheck inklusive Zinsindikation vollzogen werden. Wenn alle Daten passen, bekommen angehende selbständige Mediziner das Geld für die eigene Praxis überwiesen, ohne dass dabei eine Wucht an Vor-Ort-Terminen oder bürokratischem Papierkram bewältigt werden muss.

Welches Problem genau wollt Ihr mit Fleming lösen?


Junge Mediziner eint ein großes Ziel: Die überwältigende Mehrheit will nach erfolgreich abgeschlossenem Medizinstudium, Approbation und Facharztausbildung den Weg in die eigene Selbständigkeit gehen. Dafür brauchen Ärzte eine eigene Praxis. Was in der Theorie einfach klingt, ist in der Praxis höchstkomplex. Damit sich gelernte Mediziner auf dem Weg zum Unternehmertum nicht verirren, braucht es lösungsorientierte Partner. Das größte Problem: Eine hervorragende Ausbildung zum Mediziner macht noch lange keinen Unternehmer, da betriebswirtschaftliche Kenntnisse im Studium nicht gefragt werden. Nach ihrem Studium tragen Ärztinnen und Ärzte mit Niederlassungsabsichten auf einmal die Verantwortung für ein kleines Unternehmen. Sie müssen Mitarbeiter führen, medizinisches Equipment organisieren, einen Praxisalltag planen. Hinzu kommt die richtige Kundenansprache, damit sich die Menschen überhaupt erst in ihre Praxis bewegen. Zur Zeit gibt es keine einheitliche Finanz -und Bankingplattform, welche den  Finanzierungs-  und das Bankingprozess hinter einer Praxis erleichtern.

Wie ist die Idee zu Fleming entstanden?


Die Idee hinter Fleming ist eine sehr Persönliche. Schließlich ist mein Bruder selber niedergelassener Zahnarzt. An seinem Beispiel konnte ich nachvollziehen, wie kompliziert, bürokratisch und kostenintensiv der Schritt in die medizinische Selbstständigkeit ist. Zudem erhielt ich sehr schnell Rückmeldung auf Ideen und Vorschläge, die das Problem lösen können. Mir ist es bis heute eine sehr große Hilfestellung, dass direkt in meinem persönlichen Umfeld ein Involvierter ansprechbar ist.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?


Wir haben bereits Kunden und generieren Umsätze. Wir sehen uns als exklusiver Finanzlösungsanbieter für Heilberufe. Als junges Startup bieten wir bereits jetzt schon umfangreiche Produktpaket an, die sich an die Bedürfnisse von Ärzten und Zahnärzten in ihrer jeweiligen Entwicklungsphase anpassen. Dies geht von der Vermittlung über die Beratung bis hin zu eigenen Finanz- und Banking- Produkte. Je nach Produktart erzielen wir Erträge durch Zinsmargen, Provision, Cashback oder Gebühren.

Wo steht Fleming in einem Jahr?


Wir wollen in den kommenden Monaten weiter an die Erweiterungen und Automatisierung der Praxiskredite arbeiten und das beste Finanzerlebnis für Zahnärzte sowie Ärztinnen und Ärzte anbieten. Dazu gehören neben der Skalierung des Business die Entwicklung unseres Betriebskredit, zur Vorfinanzierung von Betriebsausgaben und Liquiditätsengpässen, sowie die Integration einer Bankkarte für approbierte Mediziner.

Foto (oben): Fleming

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies