eufyCam S3 Pro: Ein Blick auf die neue Kamera mit Farbnachtsicht

Unter der Marke eufy hat Anker neulich die Sicherheitskamera eufyCam S3 Pro vorgestellt, die als verbesserte Version der vorherigen eufyCam S3 gilt. Diese neue Kamera zeichnet sich durch eine Farbnachtsicht und weitere technische Neuerungen aus. Ein Grund, mir den Spaß mal anzuschauen. Die eufyCam S3 Pro ist mit einem 1/1,8 Zoll CMOS-Sensor ausgestattet und bietet eine Blendenöffnung von f/1.0. Für die Bildverarbeitung nutzt das Gerät einen KI-basierten Bildsignalprozessor (ISP), der es ermöglicht, auch bei Dunkelheit farbige, fast taghelle Bilder ohne externe Beleuchtung zu erzeugen. Diese Fähigkeit wird von Anker als MaxColor-Vision-Technologie beworben.

Zur Bewegungserkennung kombiniert die Kamera Radar- und passive Infrarot-Technologie (PIR) und verwendet Algorithmen, um Bewegungen präzise zu erkennen und Falschalarme zu minimieren. Die S3 Pro bietet eine 4K-Auflösung und einen achtfachen Zoom. Zusätzlich verfügt sie über ein Zwei-Wege-Audio-System, das Gespräche mit Personen in einer Entfernung von bis zu acht Metern ermöglicht. Außerdem kann bei Bedarf eine laute Sirene von 105 Dezibel aktiviert werden. Funktioniert wie beschrieben, wobei die Lautsprecher okay sind – nicht HiFi – aber man kann sich unterhalten. Grundsätzliche App-Funktionen kennen die Nutzer von eufy-Cams sicherlich schon, ansonsten sollten Interessierte einen Blick auf diesen Beitrag werfen, dennoch mal ein paar Screenshots, die selbsterklärend sind:

Die Energieversorgung der Kamera kann über ein eingebautes Solarpanel oder alternativ über einen USB-C-Anschluss erfolgen. Eine Stunde Sonnenlicht pro Tag ist ausreichend für den Betrieb über das Solarpanel. Der eingebaute Akku mit einer Kapazität von 13.000 Milliamperestunden bietet Unterstützung während ausgedehnter Dämmerungsphasen. Zusätzlich ist die Möglichkeit gegeben, ein größeres XL-Solarpanel zu erwerben und anzuschließen.

Das Paket, welches ich getestet habe, kostet 699 Euro (UVP), hierbei handelt es sich um das Standard-Bundle mit zwei S3 Pro-Kameras, einer HomeBase 3 (S380) und einem zusätzlichen XL-Solarpanel. Kleiner Tipp am Rande: Anker-Produkte immer im Angebot kaufen – Rabattaktionen gibt es oft. Im Vergleich zur UVP zum Start der Solarcam eufyCam 3 ist das Paket also mal eben 100 Euro teurer.

Das Einrichten hat super funktioniert, das ist alles wie immer. Die App ist schon ganz gut, nervt aber ab und an mit Aktionen, Rabatten und Werbegedöns. Das sollte nicht sein. Die Cam unterstützt unterschiedliche Betriebsmodi und die hängen gar ab von der Anschlussart.

Die S3 Pro haben ja ein Solarpanel verbaut – es sind 2 Cams im Paket, aber nur ein weiteres „Notfall“-Panel, welches extern angeschlossen wird. Das bedeutet für euch: Solargedöns bietet keine Daueraufzeichnung, dann wäre der Akku der Cam direkt leer. Für die Platzierung bedeutet dies auch, dass ein Ort mit Sonneneinfall gewählt werden sollte. Und nicht mal dann ist klar, dass ihr über den Winter kommt. Ich habe zwei Solar-Cams auf unserem Grundstück verbaut und je nach Bewegungshäufigkeit / Aufnahmefrequenz wird deren Akku temporär leergesaugt und die Sonne im Winter reicht im schlechtesten Falle nicht aus, um das ordentlich zu handhaben. Nicht kirre machen lassen von mir, KANN passieren, muss nicht, wenn ihr gut justiert.

Testszenario aktuell: eufyCam S3 Pro, knapp 3 Tage im direkten Einfall Tageslicht, sofern vorhanden: weit über 100 Ereignisse erkannt, 16 Aufzeichnungen, dann alle halbe Stunde einen Snapshot – 89 % Restakku (aber erst bei 77 % in den Test gestartet). So darf das bleiben. Ansonsten müsst ihr Abstriche machen, um Energie zu sparen: Statt auf generelle Erkennung kann man auf Erkennung von Menschen umschalten – oder man nutzt Aktivitätszonen. Das spart Akku, glaubt mir.

Aber hey, man kann die Cam ja über USB-C aufladen. Ich habe mal getestet, ob der USB-C-Anschluss auch zur Stromversorgung genutzt werden kann. Ja, das geht und dann klappt es sogar mit der Daueraufzeichnung auf der Base. Aber: Ein Netzteil und ein langes Kabel sind natürlich nicht im Lieferumfang dabei. Da müsste man sich dann eventuell was für den Außenbereich besorgen, wenn man das möchte. Und dann muss man natürlich sehen, wie man das verbaut – der Anschluss ist nämlich nicht hinten bei der Aufhängung, sondern unten. Hätte man charmanter lösen dürfen:

Funktionell? Schaut euch die Fotos im Beitrag mal an. Das sind Aufnahmen bei uns, während es komplett dunkel war. Nein, dabei wurde kein Scheinwerferlicht eingeschaltet. Das ist schon wirklich sehr gut – keine schwarze Magie, sondern Magie „in Farbe und bunt“. Gefällt mir sehr und die Leute bei eufy haben damit einen guten Job gemacht.

Die zwei Magic-Modi, und nein, es liegt nicht an den Solarlichtquellen im Vordergrund. Die Cam rockt auch ohne so etwas:

S/W-Modus:

Scheinwerfer:

Und damit wäre schon alles gesagt. Das Bundle ist preislich schon nicht günstig, allerdings hat man alles an Funktionen und die Aufnahmen auf Wunsch daheim, ohne Abo. Ich wüsste jetzt nicht, warum ich Ring, Arlo und Co. empfehlen sollte, wenn es solche Produkte gibt, die ohne Abo funktionieren. Anmerkung noch: Ich konnte die Cam und die Software vorab in der Beta testen, verkauft und beworben wird sie mit HomeKit-Unterstützung, das soll nach Release im Oktober mit reinkommen. Wie das Ganze dann funktioniert, verrate ich dann in einem separaten Beitrag.

Ist die eufyCam S3 Pro eine Empfehlung? Unsere Leser wissen, dass ich generell keine grundsätzlichen Empfehlungen ausspreche. Euch reicht eine Nachtsicht über Infrarot oder ihr lasst bei Bewegungserkennung den Scheinwerfer einer Cam anschalten? Ihr wollt bestenfalls eine Kamera, die ihr einfach outdoor an den Strom klemmen könnt? Dann könnt ihr eher zu Produkten wie der eufyCam E330 Professional greifen (Unser Test: eufyCam E330 Professional). Kostenpunkt beim Verfassen des Beitrags: 366 Euro für den Doppelpack mit Basis.

Ihr meint, das Beschriebene oben passt für euch? Erste Rabattaktion abwarten. Mein Wunsch? Die Cam mit der Möglichkeit, wirklich kabelgebunden zu arbeiten. Das wäre Pro. Anschluss für den Strom auf der Rückseite, vernünftige Netzteile – fertig. Denn das Bild ist wirklich 1a, sowohl am Tage als auch in der Nacht. Und die Erkennung von Dingen, inkl. bekannter Gesichter, funktioniert auch 1a.

3840×2160p Auflösung bei 15 fps

1/1,8″ gestapelter CMOS-Sensor

F1.0 Blende

135° Sichtfeld

WDR-Unterstützung

KI-gestützter ISP

MaxColor Vision

Radar- und PIR-Sensoren

12 m Erkennungsbereich

2-Wege-Kommunikation mit Geräuschreduzierung

100 dB Sirene

13.000 mAh Batteriekapazität

24/7 Aufzeichnung im kabelgebundenen Modus

IP67 staub- und wasserfest

Betriebstemperaturbereich von -20 bis 50 °C (-4 bis 122 °F)

Kompatibel mit S380 HomeBase 3 (Modell T8030)

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„God of War Ragnarök“: Die PC-Fassung im Kurztest

Ich habe „God of War Ragnarök“ 2022 für die PlayStation 5 getestet und hatte viel Spaß mit dem Titel. Jetzt liegt endlich eine Portierung für den PC vor. Dabei berücksichtigt man moderne Features wie Nvidia DLSS für hochwertiges Upscaling, Ultrawide-Unterstützung für Monitore in den Formaten 21:9 und 32:9 sowie natürlich erhöhte Auflösung und mehr. Ich habe mir das Game nochmals im Kurztest am Rechner für euch angeschaut.

Neben Nvidia DLSS beherrscht „God of War Ragnarök“ im Übrigen auch die Upscaling Techniken AMD FidelityFX Super Resolution (FSR) 3.1 und Intel XeSS 1.2. Steuern könnt ihr das Spiel am Rechner sowohl mit dem DualShock 4 bzw. dem DualSense der PlayStation-Konsolen als auch etwa dem Xbox-Controller. Ich nutze am Rechner letzteren, da er mit so gut wie allen Titeln kompatibel ist und mit seinem USB-Dongle kabellos mit geringer Latenz genutzt werden kann.

Erhältlich ist „God of War Ragnarök“ sowohl via Steam als auch über den Epic Games Store. Der Preis beträgt 59,99 Euro. Obacht: Zur Nutzung ist ein PSN-Konto notwendig. Dies hat viele PC-Gamer verärgert und für eine wahre Flut negativer Bewertungen gesorgt. Mich persönlich stört das nicht unbedingt, da ich ohnehin über ein PSN-Account verfüge. Ich kann den Ärger aber nachvollziehen.

„God of War Ragnarök“: Einer der besten PlayStation-Exklusivtitel ist jetzt noch besser

Wer mehr zum Gameplay und der Story dieses Titels wissen will, den verweise ich an mein oben verlinktes PS5-Review. „God of War Ragnarök“ ist jedoch auch für die PlayStation 4 erschienen und das merkt man dem Spiel auch an. So gibt es weder an der PS5 noch jetzt am PC etwa Ray-Tracing und es kommt noch ein gewisses Last-Gen-Feeling rüber. Das finde ich aber nicht so schlimm, denn die Charaktermodelle sehen hervorragend aus und zeigen am PC jetzt ihre wahre Pracht. So konnte man an der Konsole von nativer 4K-Auflösung weitgehend nur träumen, kann diese aber an einem fähigen Gaming-PC auch ohne Upscaling bei 60 fps und maximalen Einstellungen halten. Zumindest in meinem Fall war dies mit einer Nvidia GeForce RTX 4080 problemlos möglich.

Portiert worden ist das Spiel von Jetpack Interactive, die reichlich Anpassungsmöglichkeiten im Optionsmenü hinterlegt haben. Vorbildlich finde ich, dass man auch eine Begrenzung der Framerate vornehmen kann und Nvidias DLAA auch ohne DLSS-Upscaling für ein sauberes Bild sorgen darf. Obendrein zeigt das Spiel schon im Optionsmenü an, wie viel des VRAM bei den aktuellen Settings belegt wird. Dabei habe ich „God of War Ragnarök“ sogar einmal auf dem Ayaneo Kun angeschmissen. Wer Abstriche bei den Einstellungen macht, kann den Titel tatsächlich auch unterwegs zocken. Und selbst in 1080p mit mittleren Einstellungen sieht das Game immer noch richtig gut am kleinen Bildschirm aus.

Ein wenig kurios: Offiziell unterstützt „God of War Ragnarök“ auch die automatische Frame-Generierung von Nvidia DLSS, die hat an meinem PC aber partout nicht funktionieren wollen. Vermutlich braucht es da noch 1 bis 2 Patches. Auch ein wichtiger Hinweis: Das Spiel benötigt einen gigantischen Download: Satte 175 (!) GByte müsst ihr auf eure SSD schleifen. Dafür könnt ihr diesen First-Party-Titel dann am Rechner in einer Qualität spielen, welche die PS4- und PS5-Fassungen klar aussticht.

So merke ich in letzter Zeit immer wieder, dass ich mich dabei erwische, Sonys grandiose First-Party-Spiele nochmal am Rechner auszuprobieren und dann hängenzubleiben. Deswegen habe ich z. B. „Ghost of Tsushima“ ein zweites Mal komplett durchgezockt, weil der Titel in nativem 4K mit 60 fps eben nochmal richtig Gas gibt.

Mein Fazit

Für mich persönlich ist „God of War Ragnarök“ einer der besten First-Party-Titel für die PlayStation 5 und in der technisch nunmehr besten Version am PC unbedingt einen Blick wert. Grundsätzlich ist das Spiel gut optimiert und läuft sogar an PC-Gaming-Handhelds mit angepassten Settings sehr gut. Ich hoffe nur, dass die Entwickler sich die Unterstützung von Nvidia DLSS 3 bzw. der Frame-Generierung nochmal anschauen und einen Patch nachreichen. Zumindest an meinem Test-PC funktionierte diese Funktion aktuell leider nicht.

Generell lohnt sich die PC-Fassung von „God of War Ragnarök“ absolut – selbst wenn ihr eine etwas ältere Grafikkarte besitzt. Jetzt muss ich nur aufpassen, dass ich dieses Epos nicht noch einmal von Anfang an komplett in nativem 4K durchzocke, denn dann wäre der Ehekrach hier zu Hause wohl vorprogrammiert.

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Magic: The Gathering – „Duskmourn“ im ersten Eindruck

Am Freitag ist für das Urgestein unter den Trading Card Games (TCG), Magic: The Gathering (MTG), die neue Erweiterung namens „Duskmourn“ erschienen. Offenbar wollte man bei Wizards of the Coast das niedliche „Bloomburrow“ von Ende Juli 2024 nicht lange als neuestes Set verweilen lassen. Mit „Duskmourn“ erscheint thematisch ein extremer Konterpunkt, denn statt um possierliche Tierchen geht es hier um blutigen Horror. Ich habe mal einen kleinen Blick auf die neuen Karten gewagt.

Dazu muss ich sagen, dass ich bei Magic: The Gathering eher Gelegenheitsspieler bin. Falls ihr also nach einer filigranen Auswertung der einzelnen Karten sucht oder eine Einschätzung ihres aktuellen und zukünftigen Werts fahndet, dann bin ich nicht der perfekte Ansprechpartner. Am Ende bin ich also nur ein einfacher MTG-Spieler, der seine ersten Eindrücke schildert.

„Duskmourn: Haus des Schreckens“, wie das Set mit vollständigem Titel heißt, fokussiert sich also auf Horror. Dabei mischt man Elemente, die an Horror-Franchises aus den 1980er-Jahren erinnern, mit modernen Einsprengseln. Kenner werden da etliche Anspielungen auf reale Marken wie Stephen Kings „Es“, „Poltergeist“ oder auch „Chucky – die Mörderpuppe“ entdecken. Ein Faible für Horror kann also nicht schaden, um das Flavor dieser Edition zu schätzen zu wissen.

Magic: The Gathering „Duskmourn: Haus des Schreckens“ – die frischen Mechaniken

Mit jedem neuen Set halten auch neue Mechaniken Einzug – und alte Kniffe kehren zurück. Selbstverständlich verhält es sich so auch mit „Duskmourn“. So gibt es nun „Räume“. Das sind Verzauberungen mit eben dem Untertyp „Raum“. Diese Karten sind geteilt und ihre beiden Hälften durch eine Tür getrennt. Spielt ihr also einen Raum aus, müsst ihr eine der Hälften wählen. Beide gleichzeitig zu wirken, ist nicht möglich. In der Regel lässt sich eine Hälfte günstig ausspielen – die andere verschlingt viel Mana. Die beim Ausspielen noch versperrte Hälfte, könnt ihr allerdings auch nachträglich öffnen, wenn der Raum bereits im Spiel liegt. Dafür bezahlt ihr die entsprechenden Manakosten und wirkt die Entsperrung wie eine Hexerei.

Allerdings ist das Entsperren einer Raumhälfte eine Sonderaktion, die nicht direkt auf dem Stack beantwortet oder gekontert werden kann. Sind beide Seiten eines Raums entsperrt, greifen auch beide Auswirkungen. Somit können Räume ziemlich mächtig werden. Wichtig jedoch: Kommt ein Raum ins Spiel ohne aktiv gewirkt zu werden, z. B. aus dem Friedhof, bleiben zunächst beide Hälften versperrt.

Neu ist auch die Schlüsselwortaktion „Manifestiere das Grauen“. Dabei seht ihr euch die obersten beiden Karten eurer Bibliothek an – eine davon könnt ihr verdeckt ins Spiel bringen (manifestieren), die andere landet im Friedhof. Die verdeckte Karte ist automatisch eine 2/2 farblose Kreatur ohne Namen, Manakosten, Fähigkeiten oder Kreaturentypen. Ist die Karte, die ihr verdeckt hingelegt habt, von Natur aus eine Kreatur, könnt ihr sie jederzeit für ihre Manakosten aufdecken. Das kann also für ziemlich starke Überraschungen sorgen.

Dann wäre da noch die Fähigkeit „Überlebenskunst“. Diese Fähigkeit wird in der zweiten Hauptphase ausgelöst, wenn die jeweilige Kreatur getappt ist. Unter Überlebenskunst sind verschiedene Effekte gebündelt, die sich je nach Kreatur unterscheiden, da gibt es also ein Sammelsurium. Gemeinsam ist allen Kreaturen mit diesem Skill, dass sie auch den neuen Kreaturentyp Überlebender aufweisen.

Und noch mehr neue Mechaniken in „Duskmourn“: Unheimlich und unheilsdrohend

Damit sind aber noch nicht alle neuen Mechaniken abgedeckt, denn es ist auch noch „Unheimlich“ dabei. Auch hier können sich hinter der Fähigkeit je nach Karte unterschiedliche Auswirkungen verbergen. Sie werden immer ausgelöst, wenn eine Verzauberung unter eurer Kontrolle ins Spiel kommt oder ein Raum entsperrt wird. „Unheilsdrohend“ wiederum prangt auf einigen neuen Herrscher-Karten und erlaubt es, diese Karten für alternative Kosten zu wirken. Kann also mehr Flexibilität ins Spiel bringen.

Mir persönlich gefallen von den neuen Mechaniken vor allem die Räume, denn grundlegend sind das einfach facettenreiche Karten, die man auch z. B. in Legacy-Partien gebrauchen kann. Da ist es immer etwas schwierig, wenn Karten in einer Edition sehr starke Synergieeffekte ausschließlich mit anderen Karten aus demselben Set entwickeln. Auch das Manifestieren ist da aber eine schöne Mechanik, kennt man aber auch schon aus vorherigen Sets – ohne den Zusatz des Grauens.

Vom Artwork her finde ich die Räume allerdings weniger schön anzusehen, denn ich mag diese Doppel-Designs im Querformat persönlich überhaupt nicht und habe diesen Look schon in der Vergangenheit bemängelt. Was wiederum die Horror-Ästhetik generell betrifft, so finde ich die Idee mit den Doppelbelichtungskarten ganz ansprechend. Solche Karten sehen etwas surrealer aus und erinnern ein wenig an die alten Tage von MTG, als man bei den Artworks noch teilweise sehr experimentierfreudig gewesen ist.

Auch die Karten mit dem paranormalen Kartenrand gefallen. Sie passen zum Flavor und haben einen eigenen, prägnanten Look, der mich ein wenig an eine Mischung aus alten Horror-Comics und „Wasteland“ erinnert.

Mein Fazit

„Duskmourn“ gefällt mir in der Aufmachung sehr und die vielen kleinen Horror-Anspielungen auf reale Marken sind gelungen. Auch sind die neuen Mechaniken nicht so isoliert, dass sie nur im Modus Standard funktionieren, sondern auch Legacy-Spielern wie mir selbst gelegen kommen. Obendrein ist dieses Set nach meinem Eindruck wieder mit mehr Spielstärke gesegnet als die meisten Erweiterungen davor – inklusive „Bloomburrow“. Wer allerdings genau darauf achtet, das Meiste für sein Geld zu erhalten, sollte Einzelkarten und keine Booster oder Bundles kaufen.

Ich selbst finde „Duskmourn“ im Ergebnis sehr stark und habe mir selbst auch privat das kommende Nightmare Bundle bestellt, weil ich das Horror-Flavor schlichtweg mag. Somit hoffe ich, dass auch ihr mit diesem Set für Magic: The Gathering euren Spaß habt.

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Apple Watch Series 10 im Test

Die Apple Watch Series 10 ist auf dem Markt und seitdem an meinem Handgelenk. Zeit für ein paar Worte. Die Apple Watch präsentiert sich zwar in bekanntem Design, verfügt jedoch jetzt über das bisher größte Display, welches sogar den Bildschirm der Apple Watch Ultra übertrifft – das merkt man besonders, wenn man von einem älteren Modell wechselt. Die größere Schrift und der zusätzliche Platz verbessern die Darstellung von Inhalten.

Zudem geht das Display nahtloser in das abgerundete Gehäuse über, was zu einem harmonischeren Gesamtbild führt. Die Series 10 ist schlanker, was manche sicherlich eleganter finden. Ausgestattet mit einem „Wide Angle OLED“-Display, ist dieses um 40 Prozent heller, wenn es aus verschiedenen Winkeln betrachtet wird und bleibt dabei energieeffizient, selbst bei einer Aktualisierungsrate von einmal pro Sekunde. Die Uhr ist in den Farben Schwarz, Silber und Rosé Gold erhältlich, wobei Apple die Aluminiumlegierung laut eigener Aussagen optimiert hat.

Die Serie 10 ist zudem die dünnste Uhr, die es bisher von Apple gibt, mit einer Dicke von 9,7 Millimetern. Viele interne Komponenten wurden weiter verkleinert, einschließlich der Lautsprecher, die jetzt um 40 Prozent kleiner sind. Musik und Podcasts können direkt über den Lautsprecher abgespielt werden (macht das bitte nicht in der Öffentlichkeit). Außerdem bleibt die Smartwatch wasserdicht bis zu einer Tiefe von 50 Metern.

Im Inneren schlägt der neue S10-Chip, der schneller ist als bisherige SIPs (System-in-Package). Die üblichen Features wie Siri on Device etc. sind dadurch noch schneller, Hintergrundgeräusche können durch KI ausgeblendet werden, wenn telefoniert wird. Zu watchOS 11 haben wir bereits etliches gesagt. Wirklich neu ist die Erkennung von Schlafapnoe. Das ist eine Erkrankung, bei der die Atmung wiederholt aussetzt, was den Schlaf stört. Unbehandelt kann sie zu Bluthochdruck, Typ 2 Diabetes und Herzproblemen führen.

Die Series 10 erhält auch den Tiefenmesser und den Sensor für die Wassertemperatur. Den hatte bisher nur die Apple Watch Ultra. Damit wird die Uhr nützlicher, wenn man Fan von Tauchen oder Schnorcheln ist. Die Küsteninformationen wurden in Apple Maps speziell für Surfer etc. verbessert.

Zum Design: Muss man mögen. Ich mag es, aber auch das der Ultra. Die Series 10 hebt das Ganze noch auf ein neues Level, wenn man es schlicht und elegant mag. Großes Display, dünne und leichte Smartwatch. Man muss aber schon sehr genau hinschauen, um die Unterschiede zum direkten Vorgänger zu erkennen. Ich denke, damit hat Apple sein Design für die nächsten 3 bis 4 Jahre gefunden.

Getestet habe ich die Farbe Jet Black in Alu. Erinnert ihr euch noch an das iPhone in Jet Black? Genau diese Farbe ist es, nur mit weniger Fläche für Fingerabdrücke. Geschaut habe ich natürlich ein wenig auf die Akkulaufzeit und die Zeit zum Wiederaufladen. Finde die Diskussionen immer lächerlich, wenn Leute sagen, dass sie sich keine Smartwatch kaufen, solange diese nicht mindestens eine Woche Laufzeit hat. Muss man halt schauen, wie man das handhabt. Wer mit der Apple Watch ins Bett geht, der soll vielleicht mal während der Dusche oder so das Ding laden – oder zur Ultra greifen.

Die Apple Watch Series 10 bietet gegenüber den Modellen Series 9 und Ultra 2 den Vorteil des schnelleren Ladens. Die Series 10 lässt sich von 0 auf 80 % in rund 30 Minuten aufladen, im Vergleich zu 45 Minuten bei der Series 9 und 60 Minuten bei der Ultra 2. Zudem kann die Series 10 nach rund 10 Minuten am Ladegerät genügend Energie aufnehmen, um Schlaftracking-Funktionen zu nutzen. Offiziell gibt Apple eine Akkulaufzeit von 18 Stunden aus, wobei man im Schlafmodus natürlich weniger Energie verbraucht als am Tag. Im Test kam ich gar nach hinten raus mit etwas mehr Laufzeit hin, aber das liegt echt an der Benutzung, den Bewegungen und der Umgebungshelligkeit.

Das Problem an meinem Bericht ist, dass ich nichts zur Schlafapnoe schreiben kann. Vermutlich habe ich keine. Hätte ich eine, würde ich rund 30 Sitzungen mit meiner Series 10 benötigen. Die Überwachungsfunktion der Apple Watch bezüglich Schlafapnoe wird nicht offiziell diagnostisch sein. Vielmehr wird sie den Nutzer darauf hinweisen, dass ein Risiko für Schlafapnoe bestehen könnte.

Die Daten, die von der Apple Watch geliefert werden, sollen als nützliches Indiz dienen (technische Details gibt es hier). Apple hat die Absicht, dass diese Informationen die Nutzer ermutigen, einen Arzt zu konsultieren. Der Arzt kann dann gegebenenfalls einen traditionellen Schlaftest vorschlagen. Finde ich grundsätzlich gut, meinem Schwiegervater hat damals schon die Funktion der Erkennung von Vorhofflimmern geholfen. Das kann unter Umständen schon mal lebensrettend sein.

Das Display der Apple Watch Series 10 ist tatsächlich besser geworden. Sie wirkt von der Seite heller, ob man das haben muss, ist natürlich immer Nutzersache. Ich schaue meistens direkt auf die Uhr und selbst beim Sport muss ich nicht seitlich oder seitlich runterschauen. Aber hey, das Display macht die Series 10 zu einer besseren Uhr, ihr könnt, je nach Zifferblatt, auch die Sekundenanzeige sehen. Whoop whoop!

Grundsätzlich habe ich eine Ultra 1 im Einsatz. Das Display der Ultra habe ich keineswegs vermisst. Die Series 10 ist mit einem Gewicht, das ungefähr die Hälfte beträgt, und einer Dicke von 9,7 mm, die rund 30 Prozent geringer ist als bei der Ultra, deutlich kompakter (dennoch mag ich das Ultra-Design mehr).

Series 10 vs Ultra v1

Ansonsten ist alles an Bord, was Nutzer vermutlich an ihrer Apple Watch schätzen. Eine grundsätzliche Empfehlung gebe ich, wie üblich, nicht ab. Wer die Series 7,8 oder 9 hat und zufrieden ist, wem keine Sensoren für irgendeine Erfassung fehlen, der sollte weiterhin das Modell nutzen. Alle anderen bekommen nun eine Top-Uhr, die ein bisschen wie das iPhone ist. Die jährlichen Rieseninnovationen fehlen, man bekommt kleine, wichtige und nützliche Änderungen präsentiert. Und als Wenig- oder Gelegenheitssportler muss man auch nicht wirklich eine Ultra haben (die um einiges teurer ist). Klaro, Action-Button, eine laute Sirene und so – aber es soll Menschen geben, die eine elegante Apple Watch ohne Klimbim wollen. Mit der Series 10 bekommen sie das derzeit schlankeste Modell mit einem tollen Display. Zu haben ist sie ab 449 Euro, bzw. 479 Euro für das Modell mit 46 mm. Letzteres habe ich für meinen Test verwendet, das wäre auch meine persönliche Wahl, wenn ich jetzt von einer Apple Watch vor der Series 7 aktualisieren würde.

Technische Daten der Apple Watch Series 10





Material: Aluminium mit Ion-X-Glas; Titan mit Saphirglas


Prozessor: S10 SiP


Betriebssystem: watchOS 11


Display: Always-On-OLED, 2.000 Nits max. Helligkeit


Konnektivität: WLAN, Bluetooth, optional LTE


Akkulaufzeit: 18 Stunden mit Schnellladung. Von 0 auf 80 Prozent in 30 Minuten.


Abmessungen: 42 mm: 42 mm x 36 mm x 9,7 mm; 46 mm: 46 mm x 39 mm x 9,7 mm


Gewicht: 42 mm: 29,3 g Aluminium und 34,4 g Titan; 46 mm: 35,3 g Aluminium und 41,7 g Titan


Sensoren: optischer Herzfrequenzmesser, EKG-Sensor, SpO2, Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Lichtsensor, Barometer, Höhenmesser, Temperatursensor, Tiefenmesser, Wassertemperatursensor, Kompass


GPS: integriertes GPS, GLONASS, GALILEO, QZSS und Beidou


Wasserbeständigkeit: WR50, IP68

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Xiaomi 14T Pro im Test: Die Leica-Kamera überzeugt endlich

Xiaomi hat heute mit den Xiaomi 14T Pro und 14T zwei neue Smartphones vorgestellt. Dabei handelt es sich nicht um neue Flaggschiffe, aber mindestens das Pro-Modell kann man durchaus zur Oberklasse zählen. Dieses mobile Endgerät konnte ich schon vor dem Launch ausprobieren und liefere euch daher direkt einen ersten Test. So konnte mich das Xiaomi 14T Pro in den letzten Tagen jedenfalls überzeugen.

Dabei nutze ich aktuell immer noch das Xiaomi 12 Pro als Hauptgerät. Das erwähne ich, damit ihr wisst, wie meine Ausgangsposition ist. So habe ich über die Jahre immer wieder gerne die Smartphones von Xiaomi verwendet und mich dabei auch sehr an den Launcher des Herstellers gewöhnt. Das galt zuvor für MIUI und betrifft jetzt auch HyperOS. Das Xiaomi 14T Pro bedingt für mich also in Sachen Software keine große Eingewöhnung – immerhin ist auch hier Android 14 mit HyperOS vorinstalliert. Die restlichen, technischen Daten findet ihr in der nachfolgenden Übersicht.

Technische Eckdaten Xiaomi 14T Pro

  • Display: 6,67 Zoll, AMOLED, 2.712 x 1.220 Pixel, 144 Hz, HDR10 , Dolby Vision, 4.000 Nits, PWM-Dimming mit 3.840 Hz
  • OS: Android 14 mit HyperOS
  • SoC: MediaTek Dimensity 9300
  • RAM: 12 GByte
  • Speicherplatz: 1 TByte
  • Triple-Hauptkameras: 50 (Weitwinkel, OIS) 50 (Telephoto) 12 (Ultra-Weitwinkel) Megapixel
  • Frontkamera: 32 Megapixel
  • Akku: 5.000 mAh mit 120-Watt-Schnellladung, kabellose Aufladung mit 50 Watt
  • Schnittstellen: NFC, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, 4G / 5G, GPS, USB-C, Dual-SIM
  • Besonderheiten: Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos, Leica-Branding für die Kamera, IP68, Zertifizierung für Hi-Res Audio (Wireless), Fingerabdruckscanner unter dem Bildschirm
  • Maße / Gewicht: 160,4 x 75,1 x 8,39 mm / 209 g
  • Preis: 999,90 Euro

Für meinen Test habe ich von Xiaomi die Variante des Xiaomi 14T Pro mit der maximalen Speicherausstattung, also 1 TByte, erhalten. Im Handel ist das Smartphone jedoch auch mit 256 und 512 GByte zu haben. Als Farbvariante hat mich Titan Black erreicht. Alternativen sind in Titan Blue und Titan Grey erhältlich. Das mobile Endgerät wird auch mit KI-Features wie Circle to Search und Gemini beworben, wobei das inzwischen nicht mehr unbedingt etwas Besonderes ist.

Ausstattung und Verarbeitung des Xiaomi 14T Pro

Das Xiaomi 14T Pro enthält im Lieferumfang kein Netzteil. Es liegen dem Smartphone allerdings eine Anleitung, eine SIM-Nadel und ein USB-C-Kabel bei. Auch eine Schutzhülle liegt in der Verpackung und die ist von gar nicht mal so schlechter Qualität. So handelt es sich nicht um eine labbrige Silikonhülle, sondern ein recht festes Plastik-Case. Ich persönlich würde mir als Nutzer aber dennoch eine noch etwas bessere Schutzhülle anschaffen. Ich schwöre da tatsächlich auf Spiegns Rugged-Armor-Cases, die mir über die Jahre so manches Smartphone vor einem Totalschaden bewahrt haben.

Das Xiaomi 14T Pro mit der im Lieferumfang enthaltenen Schutzhülle.

Das Xiaomi 14T Pro mit der im Lieferumfang enthaltenen Schutzhülle.

Dabei merkt man dem Xiaomi 14T Pro seinen Preis optisch und haptisch an. Die matte Rückseite hat je nach Lichteinfall einen sehr schönen Schimmer-Effekt. Sie ist wenig empfindlich für Fingerabdrücke, sieht also auch dann top aus, wenn ihr keine Schutzhülle verwendet. Inmitten des Kamerahügels ist das Leica-Branding sehr dezent untergebracht, was ich ansprechend finde.

An der linken Seite findet ihr keinerlei Tasten, stattdessen sitzen rechts untereinander die Lautstärkewippe und der Powerbutton. Der SIM-Einschub sitzt links unten neben dem USB-C-Port. Den Speicherplatz erweitern, könnt ihr bedauerlicherweise nicht – microSD-Speicherkarten werden nämlich nicht unterstützt. Vorne sitzt unter dem Bildschirm der Fingerabdruckscanner, der in meinem Testzeitraum absolut tadellos funktioniert hat.

Insgesamt erfindet das Xiaomi 14T in Sachen Design das Rad sicherlich nicht neu, macht aber optisch und haptisch einen sehr wertigen Eindruck und gefällt ohne aufdringlich zu sein. Einziger Kritikpunkt: Ab Werk ist auch etwas Bloatware vorinstalliert. Allerdings war das in der Vergangenheit bei Xiaomi schon drastischer, denn dieses Mal fehlen immerhin die sonst gewohnten Abzock-Games. Folgende Drittanbieter-Apps, abseits von Xiaomi und Google selbst, sind ab Werk an Bord: AliExpress, Amazon, Amazon Music, Bing, Booking.com, Facebook, LinkedIn, Netflix, Opera, Spotify, TikTok und WPS Office. Alle Apps lassen sich auch deinstallieren.

Benchmarks und Leistung

Das Xiaomi 14T Pro ist mit seinem Dimensity 9300 , 12 GByte RAM und 1 TByte Speicherplatz üppig ausgestattet. Da sollte also in der Praxis z. B. auch flüssige Bearbeitung von Bildern und Videos sowie das ein oder andere Spielchen drin sein. Ich liefere euch da immer gerne Benchmarks. Die synthetischen Ergebnisse sind zwar freilich mit Vorsicht zu genießen, zumal auch das Betriebssystem und der Launcher für Unterschiede sorgen können, liefern aber eine gewisse Vergleichbarkeit.

Wie sich das Xiaomi 14T Pro da in PCMark, AI Benchmark, Geekbench und Geekbench AI geschlagen hat, seht ihr unten in den Screenshots. Kurz gehalten, ist das Smartphone definitiv ein potentes Gerät, das alle aktuellen Anforderungen erfüllen sollte.

Solltet ihr euch wundern, dass ich keine Benchmark-Ergebnisse aus 3DMark vorweisen kann: Die App war leider vor Release am Xiaomi 14T Pro tatsächlich gesperrt, sodass ich keine Verbindung mit den Servern herstellen konnte. Aus Jux könnt ihr die restlichen Ergebnisse ja z. B. einmal mit dem Asus Zenfone 11 Ultra vergleichen, um die Performance einzuordnen. So werdet ihr feststellen, dass die GPU des Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 dann doch eine ganze Ecke stärker ist, sich der MediaTek Dimensity 9300 aber sonst generell gut zu behaupten weiß.

Im Alltag wird es so oder so darauf hinauslaufen, dass ihr die maximale Leistung nur in 3D-Games anzapfen werdet. Auch dafür ist das Xiaomi 14T Pro durchaus geeignet, wer es aber auf viel Mobile Gaming anlegt, wird mit einem Kandidaten mit dem erwähnten Qualcomm-Chip doch besser beraten sein. Ansonsten bringt das 14T Pro kaum etwas aus der Fassung. Zumindest ich konnte da im Alltag kein Stottern, Ruckeln, Verzögerungen oder andere Auffälligkeiten beobachten.

Display und Kamera

Der AMOLED-Bildschirm des Xiaomi 14T Pro kann auf der automatischen Einstellung richtig hell werden und ist somit auch bei Sonnenlicht klar lesbar. Richtig stark ist auch die HDR-Wiedergabe, die mein Xiaomi 12 Pro dann doch alt aussehen lässt. Da zahlt sich die deutlich höhere Spitzenhelligkeit aus. Relativ vage gehalten sind jedoch die Display-Settings, bei denen ihr selbst etwas probieren solltet. Immerhin gibt es z. B. unter „Erweiterte Einstellung“ die Möglichkeit gezielt den DCI-P3 oder sRGB-Farbaum auszuwählen. Dort könnt ihr auch einzelne Settings wie etwa die Sättigung, Kontrast und Gamma filigran anzupassen. Ich habe aber tatsächlich „Originalfarbe Pro“ gewählt und „Adaptive Farben“ sowie eine etwas wärmere Farbgebung eingerichtet. Das ist zwar ausdrücklich nicht die akkurateste Einstellung, aber sehr angenehm für die Augen – auch bei wenig Licht.

Auch bezüglich der Bildwiederholrate könnt ihr wählen, ob stur möglichst immer ein Wert angelegt wird oder das Smartphone je nach Inhalt anpassen darf. Da könnt ihr aber nur starre 60 Hz oder „bis zu 144 Hz wählen“. Letzteres umschreibt Xiaomi bewusst so, da die vollen 144 Hz nur in ausgewählten Games tatsächlich zur Verfügung stehen. Sonst arbeitet das Xiaomi 14T Pro mit maximal 120 Hz.

Xiaomi hält Wort und liefert auch bei wenig Licht, siehe die Bilder oben, richtig gute Aufnahmen. Allerdings werden im Nachtmodus Highlights sehr überbetont und es fällt der Kamera schwer die rechte Balance zu finden. Ironischerweise habe ich das Gefühl, dass die Aufnahmen bei wenig Licht ohne den Nachtmodus daher besser gelingen als mit. Generell kommen aber, sicherlich dank des großen Kamerasensors Leica Light Fusion 900, wirklich gute Aufnahmen heraus, selbst wenn die Beleuchtung herausfordernd ist.

Auch Porträtaufnahmen gelingen, selbst wenn manchmal etwas unsauber ausgeschnitten wird. In aller Regel entsteht aber eine recht natürlich wirkende Tiefenunschärfe und die Bilder gefallen mir persönlich richtig gut.

Auch die Telephoto-Kamera braucht sich nicht zu verstecken und arbeitet verlässlich. Die Fotos weisen einen hohen Detailgrad auf und gelingen ohne Umschweife.

Die Ultraweitwinkel-Kamera ist die einzige, die ich eher als zweckmäßig bezeichnen würde. Hier fehlt es dann gegenüber der Weitwinkel-Kamera deutlich an Dynamik. Die Ergebnisse gehen in Ordnung, das Xiaomi 14T Pro sticht hier aber nicht aus der Masse heraus. Videos kann das Smartphone natürlich ebenfalls aufnehmen: Maximal sind in 4K mit HDR 30 fps möglich – ohne HDR dann 60 fps.

Zu erwähnen ist, dass ihr beim Xiaomi 14T Pro generell aus zwei Leica-Bildmodi wählen könnt: „Lebendig“ oder „Natürlich“. Ich habe alle obigen Bilder im Modus „Natürlich“ geknipst, der mir passend zur Benennung am neutralsten erschien.

Selfies könnt ihr mit der Frontkamera mit 32 Megapixeln knipsen. Diese ebenfalls wirklich sehr gut – und können durch verquere „Verschönerungseffekte“ aufgepeppt werden.

Mein Fazit

Das Xiaomi 14T Pro liefert mit seiner Leica-Kamera endlich die Fotoqualität ab, die ich mir schon vom Vorgängermodell erhofft hatte. Der Hersteller hält somit auch sein Versprechen, bei wenig Licht besonders gute Bilder zu zaubern. Wie andere Modelle des Herstellers, hat aber auch das neue Smartphone die Tendenz, Bilder überzubelichten. Das kann man aber stets leicht korrigieren, indem man die Helligkeit vorm Knipsen etwas nach unten regelt.

Optisch und haptisch ist das Xiaomi 14T Pro ein sehr ansprechendes Gerät – speziell die matte, aber schimmernde Rückseite macht etwas her. Das AMOLED-Display liefert speziell bei HDR eine tolle Darstellung und auch die Leistung lässt aus meiner Sicht keine Wünsche offen. Zwar ist etwas Bloatware vorinstalliert, diese lässt sich aber entfernen – und umfasst dieses Jahr immerhin keine Abzock-Games.

In der Summe liefert Xiaomi mit dem Xiaomi 14T Pro ein erstklassiges Smartphone ab, welches das geschafft hat, woran das 13T Pro noch scheiterte: mein Xiaomi 12 Pro abzulösen.

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