#Interview – “Die Wahrheit ist: Da steckt verdammt viel Arbeit drin”

Das Kölner Startup Planted , das 2021 von Jan Borchert, Heinrich Rauh, Cindy Schüller und Wilhelm Hammes gegründet wurde, möchte seinen “Kund:innen die Möglichkeit geben, aktiv etwas gegen die globale Erwärmung zu unternehmen”. Dazu pflanzt das Unternehmen Mischwälder und kompensiert so CO2-Emissionen. neoteq ventures, Smart Infrastructure Ventures, Rivus Capital und Angel-Investoren wie Julius Göllner, Jochen Berger und Friedrich Neumann investierten zuletzt 1 Millionen Euro in die Jungfirma.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Planted-Gründerin Cindy Schüller über Abomodelle, den Pivot der Jungfirma und Wind.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Planted erklären?


Wir ermöglichen Unternehmen auf einfache und schnelle Art, aktive Klimaretter zu werden. Mithilfe unseres transparenten Abomodells kann die komplette Belegschaft einen Beitrag für einen enkeltauglichen Planeten leisten. Hierfür berechnen wir die durchschnittlichen CO?-Fußabdrücke der Mitarbeiter:innen auf Basis ihrer Reise-Emissionen. Die angefallenen Emissionen gleichen wir dann über globale Klimaschutzprojekte aus. Unter Regie unseres hauseigenen Klimaförsters und Mit-Gründers Jan Borchert pflanzen wir zusätzlich für jedes Teammitglied klimastabile Bäume. So entstehen in ganz Deutschland neue Firmenwälder!

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?


Unseren Pivot! Wir haben uns im Dezember dafür entschieden, unseren Fokus von Privatpersonen auf Unternehmen umzulenken – hier sehen wir den größten Hebel. Unsere Mission bleibt, die Klimakrise zu bekämpfen und das geht nur wenn alle, Privatmenschen und Firmen, mitziehen. Wir sehen, dass die Unternehmen bereit sind, aktiv Verantwortung zu übernehmen und sich zu engagieren. Das macht uns Hoffnung auf eine grüne Zukunft.

Wo steht Planted derzeit, welche Zahlen, Daten und Fakten kannst Du mit uns teilen?


Noch ganz am Anfang – und doch schon auf der Überholspur: Innerhalb eines Jahres hat Planted das Vertrauen von mehr als 1.000 klimapositiven Mitarbeiter:innen aus über 100 tollen Unternehmen wie Gerry Weber, XtraFit, Vivawest, MegaBad oder Electronic Sports League gewonnen. So konnten wir über 100.000 klimastabile Bäume in ganz Deutschland pflanzen und sieben globale Klimaschutzprojekte realisieren. Kurz zur Einordnung: Damit konnten wir die CO?-Emissionen von über 60.000 Flügen zwischen Köln und Barcelona ausgleichen. Mittlerweile sind wir ein 10-köpfiges Team und arbeiten auf Hochtouren am next step: einer eigenen Dekabonisierungs-Software. Damit wird der Klimaschutz noch leichter zugänglich für Unternehmen und noch spielerischer für ihre Mitarbeiter*innen. Diese können nämlich durch individuelle Challenges aktiv CO? reduzieren. Das Ziel: Netto-Null-Emissionen! Dass wir jüngst im Mai mit dem Gründer-Award des Jahres 2022 ausgezeichnet wurden, motiviert uns alle zusätzlich und bestärkt uns enorm.

Gerade konntet ihr 1 Million Euro einsammeln. Wie seid ihr mit euren Investor:innen in Kontakt gekommen?


Um ehrlich zu sein, stellt man sich das von Außen immer ganz leicht vor. Gerade jetzt, wo Green-Tech-Startups hoch im Kurs stehen. Die Wahrheit ist: Da steckt verdammt viel Arbeit drin. Was definitiv geholfen hat, war der Gewinn des Climate Founder Accelerators (2021) und die Teilnahme am SpinLab HHL Accelerator Programms in Leipzig. Dadurch haben wir an Bekanntheit gewonnen und konnten gute Kontakte in die VC-Szene aufbauen. Wichtig ist auch immer das private Netzwerk, dass jeder von uns seit Jahren fleißig pflegt.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Fokus! Es ist verlockend hier und da Opportunitäten mitzunehmen, aber ihr dürft nie das übergeordnete Ziel aus den Augen verlieren. Alles, was dich ablenkt und zu viel Zeit in Anspruch nimmt, muss gecuttet werden.

Wo steht Planted in einem Jahr?


Im Sommer 2023 soll unsere Dekarbonisierungs-Software etabliert sein. Hier wollen wir einen echten Mehrwert für den “unternehmerischen Umweltschutz” leisten – unter anderem durch lokale Klimaschutzmaßnahmen, wie die Wiederbewaldung klimastabiler Mischwälder in Deutschland. Dabei soll jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter eine aktive Rolle einnehmen und Verantwortung für ein zukunftsfähiges Morgen übernehmen. Unsere Software wird die Unternehmen auch bei der Auseinandersetzung mit ESG („Environment, Social, Governance“) unterstützen. Unternehmen müssen ihre ESG-Aktivitäten verbessern und transparent reporten. Mit uns an ihrer Seite werden sie dies noch leichter und sichtbarer schaffen.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?


Gute Frage. Berlin sieht sich oft als Nabel der Startup-Welt, was sicherlich auch in vielerlei Hinsicht gerechtfertigt ist – viele sehr gute Talente sitzen in Berlin. Die Startups sind sehr präsent und vor allem stärker im Fokus der VCs, die dort auch mehr vertreten sind. Für Köln spricht: Hier kannst du eine gewisse Zeit unter dem Radar fliegen. Du entwickelst Ideen, nimmst du ausreichend Zeit für die Ausarbeitung und musst nichts schnell übers Knie brechen, um der erste im Markt zu sein. So kannst du die ersten Fehler beseitigen, ohne dass viel Wind darum herrscht.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?


Ganz ehrlich: Da fällt mir spontan leider nicht viel zu ein. Außer, wer es in Köln schafft, hat auf jeden Fall alles richtig gemacht. Köln begreift sich nicht gerade als Startup-Metropole, was bei den Potenzialen und Möglichkeiten sehr schade und ausbaufähig ist. Aber die kölsche Art, frei und offen miteinander umzugehen, wird uns dabei sicherlich helfen.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünschst Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Erstens: Unsere Startup-Szene soll weiter wachsen und gedeihen. Ich wünsche mir einen regen Austausch unter den Startups! Der zweite Wunsch geht an das Land NRW: schnellere und einfachere Fördermittel für Gründende! Wir sind die Glücklichen, die sich über das Gründerstipendium freuen durften. Das Stipendium ist eins der wenigen Möglichkeiten, Subventionen zu bekommen. Allerdings dauerte es nach Beantragung über ein Jahr bis wir den Zuschuss bekamen. Eine lange Zeit, gerade in der Gründungsphase. In Ostdeutschland gibt es zum Beispiel deutlich attraktivere Förderungen. Mein dritter Wunsch ist persönlicher Natur: Ich war zuletzt öfters auf Events in Berlin, die von oder für Gründerinnen ausgerichtet wurden. Ich habe so viele spannende und inspirierende Frauen kennengelernt. Für viele Frauen ist Netzwerken oft nicht intuitiv und auch ich musste das erst lernen. Wir sollten uns gegenseitig noch mehr die Hand reichen, uns fördern und uns gegenseitig mitziehen. Ich wünsche mir, dass wir in Köln mehr solcher Networking-Events haben. Um Frauen aktiv zu stärken und sichtbar zu machen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Planted

#DealMonitor – Great Hill investiert 180 Millionen in Echobot-Leadfeeder-Fusion – Unicorn Omio sammelt 80 Millionen ein

Im #DealMonitor für den 21. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Omio


Die amerikanische Investmentbank Lazard Asset Management, Stack Capital Group, NEA, Temasek und Co. investieren 80 Millionen US-Dollar in Omio. Über das Berliner Unicorn, 2013 von Naren Shaar gegründet, können Nutzer Bahn-, Bus- sowie Flugtickets vergleichen und auch buchen. Temasek, Kinnevik, Goldman Sachs, NEA und Kleiner Perkins investierten im Sommer 2020 rund 100 Millionen Dollar in das Travel-Startup. Insgesamt flossen nun schon rund 380 Millionen Dollar in Omio. “Aus dem Unternehmensumfeld heißt es jedoch, es habe sich um eine Flat Round gehandelt – die Bewertung ist also im Vergleich zur Vorrunde gleich geblieben”, schreibt Gründerszene zum Investment. “Diese Finanzierung durch eine starke Investorengruppe nach mehr als zwei harten Jahren unterstreicht das enorme Potenzial unseres Geschäftsmodells sowie unsere Überzeugung, dass das menschliche Bedürfnis zu reisen ungebrochen ist. Das eingeworbene Kapital wird umsichtig eingesetzt, um die globalen Expansionsaktivitäten, einschließlich Unternehmenskäufe, wieder voranzutreiben”, teilt Omio mit. Mehr über Omio

Enpal


 Prime Capital stellt dem Berliner Unicorn Enpal im Rahmen eines nachrangigen Mezzanine-Darlehen 70 Millionen Euro zur Verfügung. “Diese Finanzierungszusage schließt sich der Finanzierung durch von BlackRock beratene Fonds vom September 2021 von 345 Millionen Euro an”, teilt das Unternehmen mit. Das 2017 von Mario Kohle (Käuferportal-Gründer), Viktor Wingert und Jochen Ziervogel gegründete Unternehmen, das Solaranlagen vermietet, sammelte nun schon 800 Millionen Euro ein – “davon 500 Millionen Refinanzierungskapital und 300 Millionen Wachstumskapital”. In der Presseaussendung heißt es weiter: “Zugleich arbeitet Enpal daran, mit bestehenden und neuen Geldgebern weitere Finanzierungslinien aufzunehmen, um damit die Fremdkapitalzusagen auf über 1 Milliarde Euro zu steigern”. Mehr über Enpal 

Wingcopter 


Die Rewe Group, Salvia, XAI Techologies, der japanischen Handelskonzern Itochu sowie Altinvestoren wie Futury Capital und Xplorer Capital investieren 42 Millionen Euro in Wingcopter. Das Startup aus Weiterstadt, das Transportdrohnen für humanitäre und zivile Anwendungen entwickelt, wurde 2017 von Tom Plümmer, Jonathan Hesselbarth und Ansgar Kadur gegründet. “Die neue Finanzierung ermöglicht es Wingcopter, seine Drone-Delivery-Dienstleistungen rund um den Globus auszubauen”, teilt das Unternehmen mit. Xplorer Capital aus dem Silicon Valley und der hessische Geldgeber Futury Regio Growth Fund sowie Futury Ventures und Hessen Kapital investierten zuletzt 22 Millionen US-Dollar in Wingcopter. Mehr über Wingcopter

TradeLink


Insight Partners und die Altinvestoren Point Nine Capital und Fly Ventures investieren 12 Millionen Euro in TradeLink. Das Münchner Startup, das Anfang 2020 von Frederic Krahforst, Tobias Nendel (Outfittery-Mitgründer) und Michael Bücker gegründet wurde, positioniert sich als “digitale Lösung für Liefer- und Transportabstimmung rund um das Lager”. Zielgruppe sind insbesondere Logistikleiter, Kontraktlogistiker und Lagerleiter. “The funding will be used to enhance the functionalities of the SaaS platform and scale marketing and sales activities to deliver the simplest and most effective platform to collaborate in logistics and supply chains. We are really excited about the future”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über TradeLink 

Kranus Health


 Der französische Investor Karista, Peak Pride, Altinvestoren wie High-Tech Gründerfonds (HTGF) und A Round Capital sowie mehrere Angel-Investoren investieren 6,5 Millionen US-Dollar in Kranus Health. Das Berliner Startup, von Thilo Kleinschmidt und Jens Nörtershäuser gegründet, möchte “Männern durch einen einfachen und unkomplizierten Zugang zu neuester medizinischer Versorgung ein gesünderes und längeres Leben ermöglichen”. “Das Geld investieren wir in den Ausbau des Vertriebs in Deutschland, um möglichst viele Patienten mit unserer Therapie zu erreichen”, teilt das Unternehmen mit. Mehr über Kranus Health

Roq.ad


DNX Ventures, AperiamVentures und OCA Ventures investieren 7 Millionen US-Dollar in Roq.ad. “Roq.ad will use the funding to expand commercial and technology teams, fuel growth in new segments and geographies, and accelerate the distance between its product and competitors”, teilt das Unternehmen mit. Das Berliner Unternehmen, 2015 vom Ex-madvertise-Macher Carsten Frien in Berlin gegründet, ermöglichte einst Werbetreibenden Storytelling über verschiedene Endgeräte zu betreiben. Inzwischen positioniert sich die Jungfirma als “GDPR/CCPA-compliant, probabilistic, multi-device identity resolution provider”. K – New Media, Astutia Ventures, pd ventures, NWZ Digital, media more Venture und diverse weitere Investoren setzten in der Anfangszeit auf Roq.ad. Bis Ende 2017 flossen rund 1,7 Millionen in das Startup. Im Rahmen einer Planinsolvenz erfolgte 2019 der Neustart von Roq.ad. Mehr über Roq.ad

Vaeridion 


Jetzt offiziell: Vsquared Ventures, Project A Ventures und Finanzcheck.de-Gründer Andreas Kupke investieren – wie Ende Mai im Insider-Podcast berichtet – in Vaeridion. Im Rahmen der Investmentrunde fließen 3,2 Millionen Euro. Das Startup aus München, das von den ehemaligen Airbus-Mitarbeitern Sebastian Seemann und Ivor van Dartel gegründet wurde, kümmert sich um “Green Air Mobility”. Das elektrische Flugzeug der Jungfirma soll neun Passagiere plus Crew bis zu 500 Kilometer transportieren können. Mehr über Vaeridion

Evy Solutions


“Gesellschafter sowie Bestandsinvestoren” investieren 1,6 Millionen Euro in Evy Solutions. Das Kölner Startup, 2017 von Michael Vogel und Arian Storch gegründet, kümmert sich um KI-gestützte Dokumentenverarbeitung und Prozessautomatisierung. “Wir werden das Geld für den weiteren Ausbau unseres Geschäfts in der DACH-Region nutzen”, teilt die Jungfirma mit.  27 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Evy Solutions. Mehr über Evy Solutions

TextCortex


 btov Partners, Speedinvest, Entrepreneur First sowie Business Angels wie Amar Shah und Holger Hengstler investieren 1,2 Millionen US-Dollar in TextCortex. Das Startup aus Berlin, von Dominik Lambersy und Ceyhun Derinbogaz gegründet, generiert auf Knopfdruck kurze Social-Media-Texte. “Use our AI product description generator tool to create unique, captivating & SEO-optimized content for your Ecommerce store within seconds. Start creating product descriptions that convert”, heißt es auf der Website.

renovido


Nicht genannte Geldgeber investieren eine siebenstellige Summe in renovido. Das Startup aus Mönchengladbach, 2020 von Julian Roth-Schmidt und Willi Rack gegründet, bietet Küchen-Abos an. “Um ein Küchen-Abo mit so niedrigen Preisen realisieren zu können, haben wir die Produktauswahl und den Prozess bis ins letzte Detail optimiert”, heißt es auf der Website. 8 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für renovido.

MERGERS & ACQUISITIONS

Echobot


Das Karlsruher Sales-Intelligence-Unternehmen Echobot und das finnische Unternehmen Leadfeeder, das sich um Web-Visitor-Analyse kümmert, fusionieren. Das amerikanische Private-Equity-Unternehmen Great Hill Partners “setzt 180 Millionen Euro ein, um den Zusammenschluss zu unterstützen und dem neu gegründeten Unternehmen dabei zu helfen, seine Produktinnovationen voranzutreiben, seine Vertriebstrukturen zu erweitern und das internationale Wachstum zu beschleunigen”. Weitere 50 Millionen Euro stehen für weitere Übernahmen zur Verfügung. Das neue Unternehmenmit Hauptsitz in Karlsruhe beschäftigt 250 Mitarbeiter:innen. Echobot wurde 2011 von Bastian Karweg gegründet. Leadfeeder ging 2012 an den Start.

VENTURE CAPITAL

G D Ventures


Die Europäische Investitionsbank (EIB) und G D Ventures, der Venture Capital-Ableger des Sicherheitsunternehmens Giesecke Devrient (G D), gründen eine “Co-Investment-Plattform zur Investition in europäische TrustTech-Startups”. Die beiden Partner stellen dafür jeweils 25 Millionen Euro zur Verfügung. “Ziel des Fonds ist es, in die Entwicklung innovativer Lösungen zu investieren, die dazu beitragen, das Vertrauen (Trust) in eine digitale (Tech) Gesellschaft zu stärken. Dazu zählen unter anderem Lösungen für Cybersecurity, Technologien zum Schutz der Privatsphäre, das Management digitaler Identitäten, sowie sichere Authentifizierungs- und Zahlungssysteme”, heißt es in der Presseaussendung.

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Foto (oben): azrael74

#Interview – “Manchmal sollte man einfach ins kalte Wasser springen”

Das Kölner Startup Rental Holidays, das von Jasper Fiebelkorn, Marius Ruppel und Jan Woltering geründet wurde, bietet Besitzer:innen von Reisemobilen und Caravans die Möglichkeit, ihr Gefährt an andere Privatpersonen zu vermieten. “Das Inserieren ist kostenfrei. Wir erheben eine Servicegebühr für Vermittlung und Versicherung, die dem Vermieter vom Mietpreis abgezogen wird, sobald eine Buchung zustande kommt. Der Vermieter kann seinen Preis selber festlegen und somit bestimmen, wie viel er verdienen möchte”, sagt Gründer Fiebelkorn zum Konzept.

Im Interview mit deutsche-startups.de sprechen die drei Rental Holidays-Macher über Standschäden, Leidenschaft und Gründungsambitionen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Rental Holidays erklären?


Fiebelkorn: Weißt Du, Oma, so wie das Wohnmobil unserer Familie draußen vor der Tür, so stehen auch viele andere Wohnmobile und Wohnwagen viele Wochen im Jahr ungenutzt auf einem Stellplatz, in der Garage oder einfach auf der Straße rum. In dieser “ungenutzten” Zeit verursacht der Camper trotzdem Kosten wie Versicherung, Steuern, Finanzierungsraten, Reparaturkosten uvm. Ich möchte daher mit Rental Holidays Privatleuten die Möglichkeit geben, ihren Camper zu vermieten, wenn sie ihn gerade nicht selbst brauchen, um so ein bisschen Geld damit zu verdienen und die laufenden Kosten zu reduzieren – oder gar ganz abzudecken. Ein Punkt ist uns dabei total wichtig: Die normale KFZ-Versicherung deckt normalerweise keine Mietgeschäfte ab. Deswegen haben Marius und ich die Zurich Versicherung als exklusiven Partner dazu geholt. Die Zurich Versicherung bietet unseren Kunden ein super Versicherungspaket an, so dass der private Camperbesitzer oder die private Camperbesitzerin im Zeitraum der Vermietung über unsere Plattform immer optimal abgesichert ist: Voll- und Teilkaskoversicherung, Haftpflichtversicherung und Pannenschutzbrief sind automatisch immer direkt dabei und die Einrichtung und Einbauten können zusätzlich über die Interieur-Versicherung abgedeckt werden. So kannst Du mit Deinem Camper sicher Geld verdienen und bekommst auch nicht die nervigen Standschäden – und um die Vermittlung kümmert sich Rental Holidays. Alles total easy.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?


Fiebelkorn: Das Inserieren ist bei Rental Holidays völlig kostenfrei. Wir erheben eine Servicegebühr für Vermittlung und Versicherung, die dem Vermieter vom Mietpreis abgezogen wird, sobald eine Buchung zustande kommt. Der Vermieter kann seinen Preis selber festlegen und somit bestimmen, wie viel er pro Nacht verdienen möchte. D.h. der Vermieter legt den Mietpreis fest, das System berechnet direkt die Servicegebühr und der Vermieter sieht sofort seinen Ertrag.

Wie ist die Idee zu Rental Holidays entstanden?


Fiebelkorn: Die Idee zu Rental Holidays kam mir bereits im Oktober 2016 auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Damals war ich im Auftrag für den Hersteller Eura Mobil aus Sprendlingen tätig. Durch Zufall bin ich mit einem Endkunden ins Gespräch gekommen, der gerade ein Reisemobil bei einem Händler bestellt hat. Dieser fragte mich, ob es die Möglichkeit gäbe sein Freizeitfahrzeug zu vermieten, um damit die Finanzierungsraten zu tilgen. In diesem Moment wusste ich, dass ich Rental Holidays gründen würde. Zeitgleich fing allerdings auch mein Studium an der Technischen Hochschule in Köln an. Ich entschied mich also vorerst das Studium anzutreten und meine Idee nach dem Studium umzusetzen. An dieser Stelle möchte ich jungen Gründern direkt einen Tipp geben: Wenn Ihr eine Idee habt, für die Ihr mehr brennt als für alles andere auf der Welt, wägt gut ab, ob Ihr zuerst den “normalen” Bildungsweg wählt und erst im Anschluss eure Idee umsetzt. Manchmal sollte man einfach ins kalte Wasser springen. Für mich war es allerdings die richtige Entscheidung, da ich aus dem Studium an der TH Köln viel mitgenommen habe, was mich heute zu einem viel effektiveren Jungunternehmer macht. Außerdem habe ich im Studium meinem Co-Founder Marius Ruppel kennengelernt, der die Vision von Rental Holidays von Tag Eins an mit mir geteilt hat und meine Kompetenzen perfekt ergänzt. Ich habe Rental Holidays gegründet, um meine Leidenschaft für digitale Geschäftsmodelle mit meiner Begeisterung für die Caravaning-Markt zu verbinden.

Ruppel: Ich verbringe selbst seit vielen Jahren die Urlaube im Camper. Nach den Gesprächen mit Jasper war mir klar: Ich möchte die Vermietung von Campern im Sinne der Nutzer gestalten. Versicherungsprodukte und Prozesse schaffen, die einen sorgenfreien Urlaub garantieren und meine Leidenschaft für diese individuelle Reiseform mit meinen beruflichen Erfahrungen in der Versicherungsbranche verbinden.

Woltering: Ich bin letztes Jahr als erster Mitarbeiter bei Rental Holidays eingestiegen. Mich hat die Idee fasziniert, gemeinsam im Team Camper-Sharing auf ein neues Level zu bringen. Ich nahm die Herausforderung an, eine so komplexe Plattform “from scratch” aufzubauen. Als mich die Gründer dann gefragt haben, ob ich Teil vom Management-Board werden möchte, war ich direkt begeistert und freue mich nun darauf, gemeinsam zu wachsen. Mein Ziel ist es, ein starkes Tech-Team aufzubauen und so aktiv für ständigen Fortschritt zu sorgen.

Wie oder wo hast Du Deine Mitgründer:innen kennengelernt?


Fiebelkorn: An Marius ist mir tatsächlich als erstes sein toller umgebauter Camper aufgefallen, der eines Tages vor der TH stand. Wir haben uns wie schon erwähnt während des Studiums in Köln über unsere gemeinsame Leidenschaft für Camping kennengelernt und schnell festgestellt, dass das Interesse an digitalen Geschäftsprozessen uns darüber hinaus verbindet. Jan war dann unser erster Mitarbeiter, also Mitarbeiter der ersten Stunde. Wir haben schnell festgestellt, dass er die gleiche Leidenschaft für unser Thema hat, wie Marius und ich. Damit war uns schnell klar, dass er unbedingt mit ins das Gründerteam kommen muss.

Wo steht Rental Holidays in einem Jahr?


Fiebelkorn: In einem Jahr möchten wir Rental Holidays als Marke etabliert haben und in Deutschland weitreichend vertreten sein. Wir wollen uns durch kontinuierlichen Fortschritt auszeichnen und private Wohnmobil- und Wohnwagenbesitzer von unserem Portal überzeugen. Zusätzlich möchten wir das Team um circa 18 Mitarbeiter erweitert haben. Außerdem möchten wir weitere Länder in der DACH-Region erschießen. Mit unserem Sharing-Modell, das den Menschen den Einstieg in diese Reiseform deutlich erleichtert, und somit einer weiteren Verbreitung des „Reisens im Camper“ möchten wir außerdem dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck der Reisebranche zu verringern.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?

Fiebelkorn: Wir als Gründer haben unsere Wurzeln in Köln und möchten unseren Teil dazu beitragen, Köln als Startup-Standort nachhaltig zu stärken. Natürlich ist Berlin anziehend aufgrund seiner starken Infrastruktur im Bereich VCs & Tech, aber wir haben uns ganz bewusst für Köln entschieden. NRW ist außerdem ein starkes Bundesland, wenn man sich die Zulassungszahlen bei Wohnmobilen und Wohnwagen anschaut. Unser Management-Team besteht aus einem starken interdisziplinären Team aus Business (Caravaning & Insurance) und Tech. Außerdem haben wir ein super spannendes Thema. Wir zählen auf den Support aller Campingliebhaber vor allem aber aller Camper aus NRW.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?


Fiebelkorn: Ein Startup großzuziehen, stellt einen wohl immer vor viele Herausforderungen, egal wo man in der Republik gründet. Wir haben gemerkt, dass wir in Köln als Tech-Startup, viel durch lokale Medien, Banken und Netzwerk aus der Umgebung gepusht werden. Vielleicht lieg das daran, dass hier nicht jeden Tag ein neues Tech-Startup aus dem Boden sprießt.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Fiebelkorn: Ich würde mir wünschen, dass mehr Gründer, die aus NRW oder sogar direkt aus Köln kommen, auch in NRW oder Köln bleiben, um zu gründen. Mittlerweile haben wir auch hier im Umland tolle Accelerator-Programme und eine vernünftige Infrastruktur von Angels und VCs.

Ruppel: Besonders wünschenswert wäre es Köln auch als Tech-Standort zu fördern: Es wäre wichtig für Köln und die Region, dass sich die Stadt immer weiter zu einem Tech-Standort entwickelt. Menschen mit Gründungsambitionen im Tech-Bereich sollten das vorhandene Öko-System vor Ort nutzen und auch hier gründen. Man sollte junge Talente an den Hochschulen bereits für die Startup Szene zu gewinnen und Initiativen entwickeln, um mehr junge Menschen an Berufe im Tech-Bereich heranzuführen.

Woltering: Das Recruiting von Entwicklern, die aus Köln kommen oder hier arbeiten wollen, ist wirklich schwer. Hier sollten politische Initiativen ergriffen werden, um den Startups aus der Region zu helfen, es sollte mehr finanzielle Förderprogramme für junge Startups bei der Einstellung von Mitarbeiter mit Schwerpunkt Tech geben. Natürlich gibt es gewisse Förderprogramme, aber gute Entwickler kosten nun mal viel Geld.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): Rental Holidays

#Brandneu – 7 frische Kölner Startups, die jeder kennen sollte

#Brandneu

In Köln tummeln sich zahlreiche spannende Startups. Hier wieder einige – insbesondere sehr junge – Kölner Startups, die wir ganz genau im Auge behalten. Dies wären Anymate Me, Less Waste Box, Frag die Apotheke, Matchilla, velio, Max Talent und onpreo.

7 frische Kölner Startups, die jeder kennen sollte

Donnerstag, 12. Mai 2022VonTeam

In Köln und Umgebung lässt es sich gut leben, feiern und gründen. Auch in den vergangenen Wochen und Monaten sind wieder einige spannende neue Startups in Köln entstanden. Einige sehr junge Startups davon stellen wie an dieser Stelle einmal vor.

Anymate Me


Das junge Unternehmen Anymate Me, das von den beiden contextlearn-Macher:innen Julia Leduc und Kay Law gegründet wurde, macht aus Texten Videos. Auf der Website heißt es: “With Anymate Me, you can create realistic looking AI videos in just a few clicks.”

Less Waste Box


Das Kölner Startup Less Waste Box bietet einen Lieferdienst für nachhaltigen Bürobedarf. Die Bestellungen werden aktuell innerhalb von Köln mit dem Fahrrad geliefert. Das Sortiment umfasst etwa umweltfreundliche Schreibwaren, recyceltes Druckerpapier, plastikfreie Handseife sowie Fair Trade-Kaffee.

Frag die Apotheke


Frag die Apotheke, von Steffen Kuhnert gegründet, entwickelt eine Frage-App rund um die Themen Gesundheit und Medikation. Zum Konzept heißt es weiter: “Wir arbeiten an der Lösung, bei der wir nah an unseren Kunden bleiben und unsere Stärke – die 24/7 Beratung – ins Digitale holen.”

Matchilla


Hinter Matchilla, das von den Contilla-Machern René Kühn und Christoph Teubert gegründet wurde, verbirgt sich eine B2B-Matching-Plattform für digitales Marketing. Das Startup unterstützt dabei “Entscheider aus Marketing und Kommunikation von Mittelständlern bis hin zu großen Brands beim Auswahlprozess für externe Dienstleister”.

velio


Das junge Unternehmen velio setzt auf Fahrräder: “Wir bei velio lieben zwei Dinge – Fahrräder und Technologie. Durch die Kombination beider bauen wir die Plattform rund um den Kauf, Verkauf aber vor allem die Verwaltung deines Fahrrads”, teilt das Unternehmen mit.

Max Talent


Das Startup Max Talent möchte Unternehmen und Talente aus dem MINT-Bereich zusammenbringen. Dazu schreiben die Rheinländer: “Dank unseres stetig wachsenden Pools aus Ingenieuren und Naturwissenschaftlern sind wir dazu in der Lage, maßgeschneiderte Recruiting-Lösungen anzubieten.”

onpreo


Das Unternehmen onpreo beschreibt sich selbst als “intelligente Makler-Software, die mit Technologie alle Makler unterstützt”. onpreo automatisiert dabei “die Leadgenerierung, die Immobilien-Preisfindung, die Vermarktung und das gesamte Management für Immobilienmakler”.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): Shutterstock

#Interview – “Wir limitieren die Auswahl drastisch und bieten Komplettpakete an”

#Interview

“Wir entwickeln Radbekleidung, die eine optimale Balance zwischen Ästhetik, Preis und Performance bietet”, sagt Caroline Päffgen, Gründerin von straede. “In einem Jahr wollen wir den deutschen Markt durchdrungen haben und unsere Wahrnehmung als Love Brand gefestigt haben.”

“Wir limitieren die Auswahl drastisch und bieten Komplettpakete an”

Mittwoch, 27. April 2022VonAlexander Hüsing

Das Kölner Fashion-Startup straede, das von Caroline Päffgen und Lukas Viehof gegründet wurde, setzt auf “minimalistische Radbekleidung”. Business Angels wie Sebastian Siebert (policendirekt), Björn Korbmüller (Zenloop), Simon Staib (Eqolot), Sven Lackinger und Maximilian Messing (Sastrify) sowie Tobias Weiper und Marik Herrmann (Vation) investierten bereits eine sechsstellige Summe in das junge Unternehmen.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründerin Päffgen das Konzept hinter straede einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter straede erklären?


Ganz einfach: Wir entwickeln Radbekleidung, die eine optimale Balance zwischen Ästhetik, Preis und Performance bietet. Zudem möchten wir den Kaufprozess einfacher gestalten: Es werden nur wenige, gut durchdachte Produkte in Zusammenarbeit mit der Community entwickelt.

Welches Problem genau wollt Ihr mit straede lösen?


Der Radsport-Bekleidungsmarkt bietet vor allem Einsteigern schier endlose Möglichkeiten und es ist oft nicht klar, welche Art der Kleidung auf dem Rad benötigt wird. Zudem herrscht eine technische Sprache vor, die Nutzer eher verwirrt als den Entscheidungsprozess vereinfacht. Der Preis ist darüber hinaus ein wichtiges Entscheidungskriterium, wobei ästhetische, gut aussehende Kleidung oft sehr teuer ist. Einzelne Käufe führen zu Outfits, die nicht gut zusammenpassen. Kurzum: Es gibt kaum einfache Möglichkeiten, modische und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Fahrradbekleidung zu fairen Preisen zu kaufen. Mit straede wollen wir dieses Problem folgendermaßen lösen. Wir limitieren die Auswahl drastisch und bieten Komplettpakete – Bundles – an. Wir konzentrieren uns auf minimalistische und modische Designs, die zu einem vernünftigen Preis erworben werden können. Wir kombinieren die beiden ersten Aspekte mit einem hervorragenden und gründernahem Kundenservice.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet straede ein Erfolg?


Wir befinden uns in einem Markt, in dem der Onlinehandel erst in den letzten Jahren an Relevanz gewonnen hat. Mit einem starken E-Commerce-Fokus, neuen Werbeformaten und insbesondere Kundennähe wollen wir uns von anderen Playern differenzieren. Dazu kommen erfahrene Business Angels, die uns in unserer Entwicklung unterstützen und uns mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wer sind eure Konkurrenten?


Grundsätzlich gibt es eine Vielzahl an Marken im Radbekleidungs-Markt, die verschiedene Segmente bedienen. Vor allem im Premium-Bereich gibt es einige etablierte Player. Auf der anderen Seite stehen wiederum Generalisten wie Decathlon oder Aldi, die beispielsweise Radtrikots ohne wirkliches Storytelling sehr günstig verkaufen.

Wo steht straede in einem Jahr?


In einem Jahr wollen wir den deutschen Markt durchdrungen haben und unsere Wahrnehmung als Love Brand mit einer starken Community gefestigt haben. Mit dieser Basis wollen wir 2023 den europäischen Markt erschließen und uns hier in den kommenden Jahren zu eine der führenden Marken für Radbekleidung entwickeln.

Reden wir zudem noch über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?


Die Lokalität! Auch wenn Berlin sicherlich das größere Netzwerk hat, schätzen wir vor allem die Nähe der Kölner Start-up-Community und deren Verbundenheit. Darüber hinaus sind wir als Kölner sehr eng mit unserer Heimat verbunden.

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?


In Berlin ist es sicherlich noch immer einfacher zu netzwerken. Allerdings gefällt uns in Köln die entspannte Atmosphäre und die Bodenständigkeit – hier hilft jeder jedem.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Erstens: Weitere Gründer:innen, die sich hier ansiedeln und die Community bereichern. Zweitens: Mehr Konferenzen und Events, auf denen sich Gründer austauschen können. Drittens: Umsetzung von fahrradfreundlichen Wegen und innovativen Verkehrslösungen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): straede

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