#Umfrage – “Es wäre hilfreich, wenn es mehr lokale Risikokapitalgeber gäbe”

#Umfrage

Köln ist und bleibt eine Startup-Hochburg! Aber was wünschen sich Gründerinnen und Gründer für den Startup-Standort Köln? “Es fehlt an flexiblen Büroflächen, besonders wenn Startups wachsen und größere Räume benötigen”, sagt Santosh Satschdeva, Gründer von MySchleppApp.

“Es wäre hilfreich, wenn es mehr lokale Risikokapitalgeber gäbe”

Mittwoch, 30. Oktober 2024VonTeam

Regelmäßig bitten wir Gründerinnen und Gründer aus der Startup-Hochburg Köln zum großen Startup- und Standort-Interview. Eine Frage, die wir dabei allen jungen oder erfahrenen Entrepreneurinnen und Entrepreneuren stellen lautet: “Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?” Hier mehrere Antworten gebündelt in der praktischen Übersicht.

Erstens: Weiterhin tollen Support der lokalen Händler. Zweitens: Mehr Radwege. Drittens: Aufmerksamkeit und ein bisschen Support durch die Stadt.


Thomas Krämer, Forest Gum

Wir sind mit dem Startup-Standort Köln sehr zufrieden und haben von den vielfältigen Fördermöglichkeiten, die Köln und NRW bieten, stark profitiert. Für den Standort Köln habe ich jedoch zwei kleinere Wünsche: Erstens, eine bessere Koordination und weniger Fragmentierung der verschiedenen Startup-Programme und -Initiativen. Eine gut abgestimmte Förderlandschaft würde es uns erleichtern, schneller die passenden Ressourcen und Unterstützung zu finden und effektiver zu nutzen. Zweitens, wünsche ich mir frischen Wind bei den Netzwerkevents. Neue, wertvolle Kontakte zu knüpfen ist in der Startup-Welt schließlich immer von großer Bedeutung. Und wenn es noch ein dritter Wunsch sein soll, dann das Köln sich genauso weiterentwickelt wie bisher. Die Stadt geht in die absolut richtige Richtung, und ich hoffe, dass dieser Fortschritt auch künftig anhält!


Nele Stadtbaeumer, grievy

Drei weitere, richtig starke Erfolgsstories aus Köln, die es zu einem globalen Industry Leader schaffen.


Lasse Diener, bezahl.de

Erstens: Verbesserte Infrastruktur. Schnellere und zuverlässigere Bahnverbindungen ins Ruhrgebiet und in die deutschen Metropolen. Zweitens: Visum und Förderprogramme für Tech Talente. Unkompliziertes Einstellen von Tech-Talenten aus dem Ausland. Drittens: Weitere Startup-Erfolgsstories im Rheinland wie LeanIX, DeepL, SoSafe, etc.


Nick Stodt, peopleIX

Erstens: Köln verzeichnet eine wachsende Anzahl von Investoren, aber es gibt noch nicht so viele Venture-Capital-Firmen und Business Angels wie in Berlin oder München. Startups, die größere Finanzierungsrunden abschließen möchten, müssen oft außerhalb der Region suchen. Es wäre hilfreich, wenn es mehr lokale Risikokapitalgeber gäbe, die gezielt in regionale Startups investieren. Zweitens: Zwar gibt es in Köln bereits einige Co-Working-Spaces und Gründerzentren, aber es fehlt an genügend erschwinglichen und flexiblen Büroflächen, besonders wenn Startups wachsen und größere Räume benötigen. Eine gut abgestimmte Förderlandschaft würde es uns erleichtern, schneller die passenden Ressourcen und Unterstützung zu finden und effektiver zu nutzen. Eine gut abgestimmte Förderlandschaft würde es uns erleichtern, schneller die passenden Ressourcen und Unterstützung zu finden und effektiver zu nutzen. Die Stadt könnte Maßnahmen ergreifen, um den Zugang zu bezahlbaren Gewerbeflächen zu verbessern und damit Startups in verschiedenen Wachstumsphasen zu unterstützen. Drittens: Die Universitäten und Fachhochschulen in Köln sind bereits gut vernetzt, aber es gibt noch Raum für eine engere Zusammenarbeit zwischen Forschung und Gründern. Mehr technologische Transferprogramme, Inkubatoren an Universitäten und spezielle Förderungen für studentische Gründungen könnten dazu beitragen, dass mehr Forschungsergebnisse in Startups umgesetzt werden.


Santosh Satschdeva, MySchleppApp

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): MySchleppApp

#Umfrage – “Es ist einfacher ein Local Hero zu sein”

#Umfrage

Köln rockt! Aber was genau ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt? “Köln ist zwar nicht so bekannt wie Berlin, hat sich aber zu einem wichtigen Standort für junge, innovative Unternehmen entwickelt”, sagt Santosh Satschdeva, Gründer von MySchleppApp.

“Es ist einfacher ein Local Hero zu sein”

Mittwoch, 23. Oktober 2024VonTeam

Regelmäßig bitten wir Gründerinnen und Gründer aus der Startup-Hochburg Köln zum großen Startup- und Standort-Interview. Eine Frage, die wir dabei allen jungen oder erfahrenen Entrepreneurinnen und Entrepreneuren stellen lautet: “Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?” Hier mehrere Antworten gebündelt in der praktischen Übersicht.

In Köln lassen sich schnell neue Kontakte knüpfen. Wir sind offen, herzlich und gehen unkompliziert aufeinander zu – das ist typisch für die rheinische Mentalität. Die Leute sind gut drauf. Es gibt ein starkes Gemeinschaftsgefühl, wo man sich unter die Arme greift. Obwohl Köln eine größere Stadt ist, ist die Start-up-Szene wirklich überschaubar. Die Berliner Szene kenne ich nur von einzelnen tollen Startups und bin selbst nicht sehr oft vor Ort. Ich denke aber die große Vielfalt bringt einen enormen Vorteil und bei Events und Konferenzen gibt es super Netzwerkmöglichkeiten. Dort triffst du auf Talente und Ideen aus der ganzen Welt, was den Austausch und die Inspiration auf ein anderes Level hebt.


Thomas Krämer, Forest Gum

Da wir mit grievy bisher keine Niederlassung in Berlin haben, kann ich nur spekulieren. Ich vermute Köln bietet im Vergleich zu Berlin: stärkere Sichtbarkeit, leichtere Fördermöglichkeiten und eine große Vielfalt an Unternehmens-Kunden. Andererseits denke ich, dass es in Berlin einfacher ist, wichtige Stakeholder aus der Startup-Szene kennenzulernen und wertvolle Vernetzungen zu schaffen. Die Stadt bietet zahlreiche Gelegenheiten, um Kontakte zu knüpfen und sich mit relevanten Akteuren der Branche auszutauschen. In Köln trifft man jedoch regelmäßig vertraute Gesichter.


Nele Stadtbaeumer, grievy

Es ist einfacher in Köln ein Local Hero zu sein, der sowohl für die Presse als auch potenzielle Talente sichtbar ist. Außerdem fällt es uns hier leichter, Geschäftsbeziehungen aufzubauen – das liegt wohl an der Rheinländischen, offenen Art. Das Netzwerk an Gründer:innen und Investor:innen sowie die Events sind aber natürlich bei weitem nicht mit denen in Berlin zu vergleichen. Der Mittelpunkt der Startup Welt ist weiterhin Berlin – auch wenn unser persönlicher Mittelpunkt Köln ist.


Lasse Diener, bezahl.de

In Köln lassen sich schneller und direkter persönliche Kontakte knüpfen, was insbesondere für junge Startups äußerst wertvoll ist. Berlin bietet durch die internationale Bekanntheit als Startup-Hub einen Vorteil in der Sichtbarkeit.


Nick Stodt, peopleIX

Köln ist zwar nicht so bekannt wie Berlin, hat sich aber in den letzten Jahren zu einem wichtigen Standort für junge, innovative Unternehmen entwickelt. In Köln ist die Startup-Szene kleiner und übersichtlicher als in Berlin. Dadurch ist es oft einfacher, Zugang zu relevanten Kontakten zu finden und in bestehende Netzwerke aufgenommen zu werden. Die Start-up-Community ist gut vernetzt, und der Austausch zwischen Gründern, Investoren und Mentoren ist persönlicher. Dies kann gerade für neue Gründer hilfreich sein, da sie schneller Unterstützung und Rat finden. Berlin hingegen bietet einen größeren Zugang zu internationalen Talenten, Risikokapital und mehr Aufmerksamkeit. Beide Städte haben also ihre eigenen Vorteile – die Wahl hängt stark davon ab, welche Prioritäten Gründer haben und in welcher Branche sie tätig sind.


Santosh Satschdeva, MySchleppApp

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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#Interview – “Das B2C-Modell hat sich nicht durchgesetzt”

Das Kölner Unternehmen MySchleppApp, 2016 von Frank Heck und Santosh Satschdeva gegründet, positioniert sich als “digitales, flächendeckendes Pannenhilfenetzwerk”. Anfangs setzte das Team auf B2C, schwenkte dann aber ins B2B-Segment rüber. Zu den Kunden der Jungfirma gehören Automobilhersteller, Fuhrparkmanager und Leasing-Unternehmen. Kürzlich wanderte das Unternehmen unter das Dach von hlpy aus Italien.

“Die Übernahme durch hlpy ermöglicht uns weiteres Wachstum. Gemeinsam bedienen wir nun nicht mehr nur Deutschland und Österreich, sondern auch Italien, Frankreich und Spanien. Das schafft Synergien und neue Kunden auf beiden Seiten”, sagt MySchleppApp-Macher Satschdeva.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Satschdeva außerdem über organisches Wachstum, mediale Aufmerksamkeit und Nischen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter MySchleppApp erklären?


Unser Geschäftsmodell ist ziemlich einfach: Wir verbinden Menschen, die mit ihrem Auto liegengeblieben sind, mit Abschleppdiensten, die das Auto schnell abholen und in die Werkstatt bringen. MySchleppApp verdient Geld, indem wir eine Gebühr für diese Vermittlung nehmen.

Zum Start habt Ihr auf B2C gesetzt. Inzwischen liegt Euer Fokus auf B2B. Wie kam es zu diesem Wandel?


Das B2C-Modell hat sich aufgrund der starken Konkurrenz nicht durchgesetzt. Unseren ersten großen B2B-Kunden fanden wir schließlich in Bosch, mit denen wir noch heute zusammenarbeiten. Es hat sich gezeigt, dass wir in der B2B-Nische wirtschaftlich arbeiten und unseren Platz finden können. Inzwischen betreuen wir namhafte Unternehmen wie z.B. Tesla, die Deutsche Post, Signal Iduna oder BYD.

Wie hat sich MySchleppApp seit der Gründung entwickelt?


Vom Büro in den eigenen vier Wänden sind wir nach einem Zwischenstopp am Kölner Startplatz inzwischen in einem wunderschönen Büro-Gebäude in Köln-Porz angekommen. Wir sind von 3 auf 15 Mitarbeiter gewachsen und werden dieses Jahr noch zwei weitere Arbeitsplätze besetzen. Unser Pannenhilfe-Netzwerk ist in Deutschland flächendeckend und umfasst etwa 1.500 Dienstleister. Wir bearbeiten jährlich etwa 55.000 Pannen.

Gerade wurdet Ihr von hlpy übernommen. Wie genau geht es nun weiter für Euch?


Die Übernahme durch hlpy ermöglicht uns weiteres Wachstum. Gemeinsam bedienen wir nun nicht mehr nur Deutschland und Österreich, sondern auch Italien, Frankreich und Spanien. Das schafft Synergien und neue Kunden auf beiden Seiten.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Wir haben eine neue Version unserer Partner-App für die Abschleppdienste gelauncht, die leider einige Bugs enthielt. So konnten wir mehrere Tage keine Aufträge an unser Netzwerk versenden, bis das Thema wieder im Griff war.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Zum einen ist da die Teilnahme am TV-Format “Die Höhle der Löwen”, die uns 2017 große mediale Aufmerksamkeit gebracht hat. Das hat uns natürlich sehr geholfen, interessante Kontakte zu knüpfen. Zum anderen war die Änderung unserer Strategie von B2C auf B2B ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Besonders wichtig war für uns auch das langsame, aber organische Wachstum und dass wir keine Investoren, dafür aber einen langen Atem hatten.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Hartnäckig bleiben. Innovativ sein. Sich von Misserfolgen nicht entmutigen lassen. Immer weitermachen.

Wo steht MySchleppApp in einem Jahr?


In einem Jahr werden mit mit hlpy zu einer starken Gemeinschaft zusammengewachsen sein. Wir sind bereits einer der führenden Anbieter für digitale Pannenhilfe in Deutschland und Österreich. Unsere jährlichen Wachstumsraten liegen bei über 130 % – und so darf es gerne weitergehen.

Reden wir über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?


Die Kölner Startup-Szene ist dynamisch und vielfältig. Wir haben nur die besten Erinnerungen an unsere Zeit am Kölner Startplatz. Dort haben wir viele tolle Menschen kennengelernt und die Weichen für unser Business gelegt. Der Startplatz ist übrigens ein besonders wichtiges Gründerzentrum, das regelmäßig Workshops, Events und Networking organisiert. Köln ist außerdem bekannt für seine Medien- und Kreativwirtschaft, aber auch Startups in den Bereichen Technologie, E-Commerce, Mobilität und FinTech haben hier ihren Platz. Besonders stark sind hier die digitalen Geschäftsmodelle, wie etwa E-Commerce-Plattformen oder Apps, aber auch im Bereich Software-as-a-Service (SaaS) gibt es viele spannende Unternehmen. Wir sind und bleiben Köln-Fans!

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?


Köln ist zwar nicht so bekannt wie Berlin, hat sich aber in den letzten Jahren zu einem wichtigen Standort für junge, innovative Unternehmen entwickelt. In Köln ist die Startup-Szene kleiner und übersichtlicher als in Berlin. Dadurch ist es oft einfacher, Zugang zu relevanten Kontakten zu finden und in bestehende Netzwerke aufgenommen zu werden. Die Startup-Community ist gut vernetzt, und der Austausch zwischen Gründern, Investoren und Mentoren ist persönlicher. Dies kann gerade für neue Gründer hilfreich sein, da sie schneller Unterstützung und Rat finden. Berlin hingegen bietet einen größeren Zugang zu internationalen Talenten, Risikokapital und mehr Aufmerksamkeit. Beide Städte haben also ihre eigenen Vorteile – die Wahl hängt stark davon ab, welche Prioritäten Gründer haben und in welcher Branche sie tätig sind.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Erstens: Köln verzeichnet eine wachsende Anzahl von Investoren, aber es gibt noch nicht so viele Venture-Capital-Firmen und Business Angels wie in Berlin oder München. Startups, die größere Finanzierungsrunden abschließen möchten, müssen oft außerhalb der Region suchen. Es wäre hilfreich, wenn es mehr lokale Risikokapitalgeber gäbe, die gezielt in regionale Startups investieren. Zweitens: Zwar gibt es in Köln bereits einige Co-Working-Spaces und Gründerzentren, aber es fehlt an genügend erschwinglichen und flexiblen Büroflächen, besonders wenn Startups wachsen und größere Räume benötigen. Die Stadt könnte Maßnahmen ergreifen, um den Zugang zu bezahlbaren Gewerbeflächen zu verbessern und damit Startups in verschiedenen Wachstumsphasen zu unterstützen. Drittens: Die Universitäten und Fachhochschulen in Köln sind bereits gut vernetzt, aber es gibt noch Raum für eine engere Zusammenarbeit zwischen Forschung und Gründern. Mehr technologische Transferprogramme, Inkubatoren an Universitäten und spezielle Förderungen für studentische Gründungen könnten dazu beitragen, dass mehr Forschungsergebnisse in Startups umgesetzt werden.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 735 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): MySchleppApp

#Interview – “Wir haben rund zwölf Millionen Packungen verkauft”

#Interview

Bei Forest Gum dreht sich alles um Kaugummis. “Wir müssen uns jeden Tag mit den Big Playern der Süßwarenindustrie messen und sowohl die Verbraucher:innen als auch den Einzelhandel davon überzeugen, dass es Alternativen zum heutigen Standard gibt”, sagt Gründer Thomas Krämer.

“Wir haben rund zwölf Millionen Packungen verkauft”

Mittwoch, 18. September 2024VonAlexander Hüsing

Das Kölner Startup Forest Gum, 2019 von Thomas Krämer gegründet, setzt auf “umweltfreundlicher Kaugummis und Fruchtgummis”. Derzeit arbeiten 11 Mitarbeitende für das Unternehmen. “Unsere Produkte sind deutschlandweit in über 11.000 Filialen erhältlich. Seit 2019 haben wir rund zwölf Millionen Packungen Kaugummi verkauft und dadurch bereits über 60 Tonnen Plastik eingespart”, sagt Gründer Krämer zum Stand der Dinge bei Forest Gum.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Forest Gum außerdem über Visionen, Mentalitäten und Kontakte.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Forest Gum erklären?


Oma, du hast dein Leben lang auf Plastik gekaut. Denn herkömmliche Kaugummis werden aus Erdöl gemacht und damit aus ähnlichen Stoffen wie Autoreifen oder Plastikflaschen. Damit deine Enkel das nicht auch machen müssen, habe ich eine natürliche Alternative erfunden und ein Unternehmen gegründet. Wir verkaufen superleckere Kaugummis und mittlerweile auch Fruchtgummis, auf Plastik verzichten wir dabei. Unsere Kaugummis haben eine natürliche Kaumasse aus Chicle, einem Baumharz aus Zentralamerika. Unsere Fruchtgummis sind in einer kompostierbaren Tüte verpackt. Der weltweit ersten Verpackung für Fruchtgummis, die aus nachwachsenden Rohstoffen gemacht wird! Und Oma, weil der Wald uns so am Herzen liegt, haben wir mit dem Verkauf unserer Produkte ein 100 Hektar großes Waldstück in der Nähe von Köln zum Schutzgebiet für Bäume, Pflanzen und Tiere gemacht. Hier darf sich die Natur ganz von allein erholen, renaturieren nennt man das. Lass uns da mal spazieren gehen und ein bisschen durchatmen.

Wie hat sich Forest Gum seit der Gründung entwickelt??


Wir sind von einem kleinen Start-up aus Köln zu einem führenden Anbieter umweltfreundlicher Kaugummis und Fruchtgummis geworden. Unser Team ist mittlerweile auf elf Mitarbeiter:innen gewachsen, die alle eine Leidenschaft für Waldschutz und Plastikvermeidung teilen. Unsere Produkte sind deutschlandweit in über 11.000 Filialen erhältlich. Seit 2019 haben wir rund zwölf Millionen Packungen Kaugummi verkauft und dadurch bereits über 60 Tonnen Plastik eingespart. Zusätzlich haben wir unser „Projekt Wildwuchs“ ins Leben gerufen, mit dem wir 100 Hektar Wald schützen und renaturieren, um CO2 zu binden und die Biodiversität zu fördern.

Ihr seid in diesem Jahr bereits fünf Jahre im Markt. Was waren in all diesen Jahren die größten Herausforderungen?


Die größte Herausforderung für uns war es, in einer von Plastik dominierten Branche wie der Süßwarenindustrie nachhaltige Alternativen zu etablieren. Wir müssen uns jeden Tag mit den Big Playern der Süßwarenindustrie messen und sowohl die Verbraucher:innen als auch den Einzelhandel davon überzeugen, dass es gesündere und umweltfreundlichere Alternativen zum heutigen Standard gibt. Zudem war die Entwicklung unserer kompostierbaren Verpackung für die Fruchtgummis eine Hürde, da sie anfangs nicht mit den vorhandenen Maschinen kompatibel war. Wir mussten viel experimentieren und anpassen, um unsere Vision in die Realität umzusetzen.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Mein Tipp an andere Gründer:innen: Glaubt als Team fest an eure Vision und bleibt dran. Fragt euch immer mal wieder, ob ihr noch treu zu den Anfängen und eure ursprüngliche Vision seid. Insbesondere in der sonst so schnelllebigen FMCG-Branche brauchen nachhaltige Veränderungen Zeit. Die muss man einplanen und möglichst gut Kurs halten. Für mich gilt zudem: arbeitet zuerst mit eurem Team, bevor ihr externe Expertise einholt. Fragt euch regelmäßig, was euer Team braucht und wie ihr alle am besten einbeziehen könnt.

Wo steht Forest Gum in einem Jahr?


Wir haben schon große Pläne für 2025, können aber noch nicht alles verraten. Sicher ist jedoch, dass wir mit einer neuen Produktkategorie im Süßwarenregal vertreten sein werden. Wir planen, neue Sorten unserer Fruchtgummis auf den Markt zu bringen und unser Kaugummi-Angebot um weitere spannende Geschmacksrichtungen zu erweitern. Wir freuen uns schon sehr darauf, die Süßwarenbranche weiter zu revolutionieren!

Reden wir über Köln. Wenn es um Start-ups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?


Die Start-up-Szene in Köln mag kleiner sein als die in Berlin, aber sie ist unglaublich offen und herzlich, mit einer starken Gemeinschaft. Hier kennt man sich, ist gut vernetzt und hilft sich gegenseitig. Mit der rheinischen Mentalität kommt man schnell ins Gespräch und kann sich wertvolle Tipps und Inspiration von anderen Start-ups holen. Zudem liegt Köln geographisch sehr praktisch mit Blick auf die großen Kunden aus der Einzelhandelswelt.

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?


In Köln lassen sich schnell neue Kontakte knüpfen. Wir sind offen, herzlich und gehen unkompliziert aufeinander zu – das ist typisch für die rheinische Mentalität. Die Leute sind gut drauf. Es gibt ein starkes Gemeinschaftsgefühl, wo man sich unter die Arme greift. Obwohl Köln eine größere Stadt ist, ist die Start-up-Szene wirklich überschaubar. Die Berliner Szene kenne ich nur von einzelnen tollen Startups und bin selbst nicht sehr oft vor Ort. Ich denke aber die große Vielfalt bringt einen enormen Vorteil und bei Events und Konferenzen gibt es super Netzwerkmöglichkeiten. Dort triffst du auf Talente und Ideen aus der ganzen Welt, was den Austausch und die Inspiration auf ein anderes Level hebt.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Erstens: Weiterhin tollen Support der lokalen Händler. Zweitens: Mehr Radwege. Drittens:  Aufmerksamkeit und ein bisschen Support durch die Stadt.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Forest Gum

#Interview – “Die schlaflosen Nächte haben sich mehr als gelohnt”

Das Kölner Startup grievy hat sich der digitalen Trauerbegleitung und –unterstützung verschrieben. “Wir nehmen Trauernde in den schwersten Zeiten ihres Lebens an die Hand. Dazu haben wir grievy entwickelt. Eine vertrauenswürdige, barrierearme und sofortige digitale Lösung für den Trauerprozess”, schreibt das Team der Gründer:innen Nele Stadtbaeumer, Daniel Bachmann und Aenis Chebil zur Idee. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründerin Stadtbaeumer das Konzept hinter grievy einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter grievy erklären?


Ich würde meiner Großmutter erklären, dass wir bei grievy Menschen nach dem Tod einer nahestehenden Person zur Seite stehen. Wenn ein geliebter Mensch verstirbt, kann es schwierig sein, die Vielzahl an Gefühlen zu verarbeiten. Man fühlt sich möglicherweise allein oder von den vielen Entscheidungen, die getroffen werden müssen, überwältigt. Wir haben verschiedene Lösungen entwickelt, die wie eine helfende Hand in der Trauer funktionieren, damit diese Person sich besser fühlt und wieder glücklicher wird. Man kann dort lernen, wie man mit seinen Gefühlen umgeht, sich mit anderen Trauernden in einem geschützten Rahmen austauschen und es gibt auch Experten, die einem zuhören und helfen. Es ist, als ob man einen guten Freund immer bei sich hat, wenn man ihn braucht.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?


Unser Geschäftsmodell basiert auf einer SaaS-Lösung. Unsere Hauptkunden sind Bestattungshäuser, Lebensversicherungen und andere Unternehmen, die ihren eigenen Kunden die Trauerbegleitung mit grievy als zusätzlichen Service anbieten möchten. Wir bieten unterschiedliche Modelle an, die flexibel auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Geschäftskunden zugeschnitten sind. Diese Modelle variieren je nach Anzahl der Nutzer, die auf unsere Plattform zugreifen können, sowie dem Umfang der bereitgestellten Services. Auf diese Weise können wir unseren Geschäftskunden maßgeschneiderte Lösungen anbieten, die genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.

Wie ist die Idee zu grievy entstanden?


Als ich 24 Jahre alt war, verstarb mein Vater plötzlich. Ich erlebte, wie konservativ und veraltet die Bestattungsbranche damals an vielen Stellen war. Als Psychologin begann ich mich zu fragen, ob ich die Einzige war, die sich nach dem Verlust alleingelassen fühlte. Also führte ich Interviews mit über 200 Angehörigen, und die Antwort war eindeutig: Mehr als 90 % fühlten sich nach der Beisetzung allein gelassen. Da ich im Rahmen meiner Promotion eng mit dem Thema “Digital Health” gearbeitet habe, hat schlussendlich eins zum anderen geführt und grievy ist entstanden. Der Tod meines Vaters liegt nun fast sechs Jahre zurück. Seitdem hat sich in der Branche viel verändert, und in den letzten zwei Jahren haben wir uns mit grievy als fester Player und Marktführer im Bereich der digitalen Trauerbegleitung etabliert.

Wie oder wo hast Du Deinen Mitgründer:innen kennengelernt?


Daniel Bachmann (CTO) und Aenis Chebil (COO) habe ich 2020 im Rahmen eines Universitätsprojekts kennengelernt. Auf der eher schwierigen Suche nach Entwicklern wandte ich mich an die FH Aachen, die glücklicherweise gerade ein Projektseminar gestartet hatte, bei dem kleine Gruppen von Studierenden Unternehmensprojekte bearbeiten. So stand ich neben renommierten Unternehmen mit meiner Idee für grievy. Daniel und Aenis waren zwei der Studierenden, mit denen wir gemeinsam den ersten MVP entwickelt haben. Ich könnte nicht mehr Glück mit den beiden an meiner Seite haben. Wir haben uns alle über die letzten Jahre wachsen gesehen und gemeinsam jede Herausforderung als Team gemeistert. Dabei ergänzen wir uns nicht nur fachlich, sondern auch persönlich. Und von uns Dreien im Gründungsteam sind wir mittlerweile auf ein Team aus acht Personen angewachsen.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?


Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, fallen mir zwei große Herausforderungen ein. Einmal, als wir am Wendepunkt standen, ob wir Finanzierung aufnehmen möchten oder bootstrapped unsere gesamte Energie in unsere Sales-Pipeline stecken. Wir haben uns damals genau an einem Scheitelpunkt befunden, wo der bootstrapped-Weg durchaus realistisch, wenn auch risikoreicher war. Jetzt, acht Monate später, bin ich stolz, dass wir uns für diesen Weg entschieden haben. Wir sind bootstrapped und können uns selber tragen. Im Zuge dieser Entscheidung kam auch eine zweite größere Herausforderung: Wenn man Sales in hoher Intensität betreibt, lernt man schnell, an welchen Stellen das Geschäftsmodell noch Schwachstellen birgt. Wir haben über die letzten Monate unser Geschäftsmodell und unser Pricing noch einmal stark optimiert, viel getestet und an unsere Kunden angepasst. Rückblickend würde ich sagen: Das Risiko und die schlaflosen Nächte haben sich mehr als gelohnt.

Es herrscht weiter leichte Krisenstimmung in der deutschen Startup-Szene. Mit welchen Erwartungen blickst Du auf die kommenden Monate?


Ich kann hier nur für uns sprechen, aber ich blicke sehr positiv auf die kommenden Monate, da wir nicht auf externe Investments angewiesen sind. Besonders in Zeiten, in denen die Finanzierungslandschaft angespannt ist, bietet der bootstrapped Ansatz viele Vorteile. Natürlich ist dieser Weg nicht für jedes Geschäftsmodell ideal, aber für uns ermöglicht er eine größere Unabhängigkeit und Flexibilität.

Wo steht grievy in einem Jahr?


In einem Jahr sehe ich grievy in einer Phase des starken Wachstums. Da wir in der DACH-Region bereits stark aufgestellt sind, planen wir aktuell unsere Schritte in Richtung Internationalisierung voranzutreiben und unsere Präsenz in weiteren Märkten auszubauen. Außerdem erweitern wir unser Produkt derzeit um einen ganzen neuen Bereich der Begleitung, um noch gezielter auf die Bedürfnisse unserer Trauernden einzugehen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau unserer B2B-Partnerschaften, um langfristige Kooperationen zu stärken und neue gewinnbringende Partnerschaften zu erschließen. So möchten wir unsere Position als führender Anbieter im Bereich der Trauerbegleitung weiter festigen.

Reden wir über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?


Köln und ganz Nordrhein-Westfalen haben sich als spannende und attraktive Startup-Standorte etabliert. Was Köln für uns besonders reizvoll macht, ist zum einen die extreme Sichtbarkeit in der Startup- und Unternehmens-Szene, die wir hier als junges Unternehmen erlangen dürfen. Zum anderen bietet Köln den großen Vorteil, von der gesamten Startup-Landschaft in Nordrhein-Westfalen zu profitieren. Köln liegt im Herzen von NRW, was den Zugang zu einer Vielzahl von Ressourcen, Events und Fördermöglichkeiten in anderen Städten wie Aachen, Düsseldorf oder dem Ruhrgebiet ermöglicht. Zusätzlich ist es für uns entscheidend, dass in Köln und Umgebung eine hohe Dichte an potenziellen Kunden vorhanden ist. Dies vereinfacht den Sales-Prozess und das Partner Management erheblich und unterstützt uns dabei, unser Geschäft effektiv auszubauen. Und last but not least: es ist wahr, was man über Köln sagt. Die Stadt und die Menschen haben ganz viel Herz und man fühlt sich schnell sehr wohl.

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?


Da wir mit grievy bisher keine Niederlassung in Berlin haben, kann ich nur spekulieren. Ich vermute Köln bietet im Vergleich zu Berlin: stärkere Sichtbarkeit, leichtere Fördermöglichkeiten und eine große Vielfalt an Unternehmens-Kunden. Andererseits denke ich, dass es in Berlin einfacher ist, wichtige Stakeholder aus der Startup-Szene kennenzulernen und wertvolle Vernetzungen zu schaffen. Die Stadt bietet zahlreiche Gelegenheiten, um Kontakte zu knüpfen und sich mit relevanten Akteuren der Branche auszutauschen. In Köln trifft man jedoch regelmäßig vertraute Gesichter.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Wir sind mit dem Startup-Standort Köln sehr zufrieden und haben von den vielfältigen Fördermöglichkeiten, die Köln und NRW bieten, stark profitiert. Für den Standort Köln habe ich jedoch zwei kleinere Wünsche: Erstens, eine bessere Koordination und weniger Fragmentierung der verschiedenen Startup-Programme und -Initiativen. Eine gut abgestimmte Förderlandschaft würde es uns erleichtern, schneller die passenden Ressourcen und Unterstützung zu finden und effektiver zu nutzen. Zweitens, wünsche ich mir frischen Wind bei den Netzwerkevents. Neue, wertvolle Kontakte zu knüpfen ist in der Startup-Welt schließlich immer von großer Bedeutung. Und wenn es noch ein dritter Wunsch sein soll, dann das Köln sich genauso weiterentwickelt wie bisher. Die Stadt geht in die absolut richtige Richtung, und ich hoffe, dass dieser Fortschritt auch künftig anhält!

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): grievy

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