#Interview – “Mit meinen Gedanken bin ich immer bei der Arbeit”

#Interview

Gründeralltag – gibt es das überhaupt? “Verschiebe die Dinge nicht auf den nächsten Tag. Denn müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen, nicht die, die wir tun”, rät Sidney von Guggenberg, Gründerin von Cheer anderen Jungunternehmer:innen.

“Mit meinen Gedanken bin ich immer bei der Arbeit”

Freitag, 2. Juni 2023VonTeam

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Sidney von Guggenberg, Gründerin von Cheer. Das Startup aus Wien setzt auf Bio-Tampons und Arnikapflaster.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?


Um 08:30 Uhr mit einem Latte Macchiato. Ich überprüfe meine E-Mails, Slack-Nachrichten und den Kalender. Dann fange ich an die Aufgaben auf meiner To-do-Liste zu priorisieren und anschließend fange ich an sie zu erledigen. Meistens höre ich beim Arbeiten Musik. Mein Lieblingslied zum Arbeiten ist zurzeit MoneyOnMyMind von UPSAHL feat. Absofacto.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?


Für mich ist es schwierig ganz abzuschalten. Mit meinen Gedanken bin ich eigentlich immer bei der Arbeit. Wenn ich aber ins Gym gehe kann ich mindestens teilweise abschalten. Beim Padel spielen kann ich mich auch gut abreagieren und komme auf andere Gedanken.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?


Dass es in einem einzigen Tag so viele Höhen und Tiefen gibt. Manchmal fühle ich mich überwältigt und befinde mich oft in Stresssituationen. Was ich davon bereits gelernt habe ist zu vermeiden, alles auf einmal zu tun. Ich fokussiere mich auf eine Sache nach der anderen. Wenn ich mich in einer schwierigen Situation befinde erinnere ich mich an die Worte meiner Omi: “Wo Verstand und Herz zugleich sich regen, bringt der Fleiß Erstaunliches zuwege.” Ich versuche das große Bild zu sehen und mich auf meine Ziele zu konzentrieren, anstatt mich auf die Herausforderungen und Schwierigkeiten zu fixieren.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?


Es gibt natürlich mehrere, ich denke die Marktvalidierung ist eine große Herausforderung. Gibt es Nachfrage? Wieso kaufen so wenige? Stimmt der Preis? Natürlich aber auch der Wettbewerb, der bei Periodenprodukten sehr groß ist. Immerhin kauft die Mehrheit der Frauen konventionelle Tampons, die günstiger sind. Viele Frauen wissen nicht über die schädlichen Chemikalien und Pestizide in konventionellen Tampons bescheid. Deshalb ist es unsere Aufgabe mit Cheer Frauen darüber aufzuklären.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?


Ich denke, Fehler gehören zum Gründungsprozess dazu und können wertvolle Lektionen bieten. Es ist wichtig, aus ihnen zu lernen und nicht zu sehr daran zu hängen. Ich denke ein Fehler war in meinem Fall, dass ich hätte früher mehr Umfragen machen sollen, um das Abo noch besser an die Bedürfnisse der Frauen anzupassen.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?


Ich denke als Erstes sollte man sich im persönlichen Umfeld umschauen und diese nach Empfehlungen zu bitten. Möglicherweise kennt ein Freund oder Familienmitglied jemanden, der über die erforderlichen Fähigkeiten und Erfahrungen verfügt. Wenn dies nicht möglich ist, ist LinkedIn weiterzuempfehlen. Da kann man Stellenanzeigen veröffentlichen.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?


Bleibe fokussiert und lass dich nicht von Enttäuschungen runterkriegen. Verschiebe die Dinge nicht auf den nächsten Tag. Denn müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen, nicht die, die wir tun. Sei offen und flexibel, um dich an neue Herausforderungen anzupassen und Neues dazu zu lernen. Löse Probleme im Team, denn jede Perspektive kann helfen. Zudem solltest du dir Zeit für Hobbys und deine Gesundheit nehmen. Und schließlich: Mache dein Hobby zum Beruf, dann brauchst Du ein Leben lang nicht arbeiten.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?


Ohne einer E-Commerce-Plattform, aber auch nicht ohne Facebook und Instagram Ads. Mit diesem Marketing-Tool kann ich mit dem Zielgruppen-Targeting sicherstellen, dass meine Anzeigen von Personen gesehen werden, die am ehesten an mein Produkt interessiert sind. Außerdem sind Facebook und Instagram relativ kosteneffektiv, da ich nur für die Anzeigen bezahle, die tatsächlich angesehen oder geklickt werden. Das Beste ist aber, dass ich die Ads mit meinem Team überwachen und optimieren kann.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?


Das wichtigste für ein gutes Arbeitsklima ist auf jeden Fall respektvoll miteinander umzugehen. Regelmäßige Meetings minimieren Konflikte und Missverständnisse. Das Allerwichtigste finde ich aber, dass sich alle im Team mit dem Unternehmen identifizieren können und gemeinsame Visionen haben, die sie verbindet. Bei uns ist ein gemeinsames Ziel, die Periode zu entstigmatisieren und Frauen mit Bio-Tampons und schmerzlindernden Schmerzpflastern zu helfen. Wir möchten den Frauen Gründe geben deren Periode zu feiern. Mit diesem Gedanken entstand übrigens auch der Firmenname: Cheer.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?


Als Tampon verkleidet am Stephansplatz zu stehen. Vorerst war ich ein wenig aufgeregt und hatte Angst vor bösen Blicken. Diese Blicke gab es auch, allerdings fühlte ich mich nicht unwohl. Ich denke wer so etwas Natürliches, wie die Menstruation nicht sehen möchte, ist ignorant. Es geht nämlich alle etwas an. Ohne die Menstruation gebe es keinen von uns.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag aus? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Foto (oben): Cheer

#Interview – “Zu Beginn wollten wir zu schnell zu viel auf einmal”

Das Berliner Fitness-Startup 150 Minuten, das 2021 von Martin Voss und Sebastian Vogel gegründet wurde, positioniert sich als “Online-Fitnessstudio für Menschen ab 50″. “Das Besondere sind die digitalen Live-Trainings über Videokonferenz, bei denen die Trainer:innen direkt Rückmeldung zur Ausführung der Übungen geben. Diese Kontaktmöglichkeit verbessert die Motivation der Teilnehmer:innen enorm und schafft eine persönliche Atmosphäre, die von vielen positiv empfunden wird”, sagt Gründer Vogel.

Derzeit trainiert eine dreistellige Zahl Menschen regelmäßig bei 150 Minuten, das bereits von Atlantic Labs unterstützt wird. “Außerdem haben wir unseren ersten Firmenkunden, was uns neben dem B2C-Geschäft noch weitere interessante Möglichkeiten eröffnet: Viele etablierte Unternehmen in Deutschland haben eine Belegschaft mit einem Durchschnittsalter rund 44 und werden in den nächsten Jahren mit vielen Herausforderungen des demografischen Wandels konfrontiert”, führt Vogel aus.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der 150 Minuten-Macher außerdem über Muskelgruppen, Selbstreflexion und Gesundheitsberatungen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter 150 Minuten erklären?


150 Minuten ist das erste medizinisch fundierte Online-Fitnessstudio für Menschen ab 50. Viele ältere Menschen möchten ihre Fitness mit regelmäßigem Training verbessern, finden aber kein für sie passendes Angebot. 150 Minuten richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die ganz bewusst wieder mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren möchten, um so Alterserscheinungen vorzubeugen oder sie abzumildern. Es ist ein höchst flexibler und dabei sehr individueller Fitness-Begleiter im Alltag. Das Besondere an unserem Konzept sind die digitalen Live-Trainings über Videokonferenz, bei denen die Trainer:innen direkt Rückmeldung zur Ausführung der Übungen geben. Diese Kontaktmöglichkeit verbessert die Motivation der Teilnehmer:innen enorm und schafft eine persönliche Atmosphäre, die von vielen positiv empfunden wird. Unsere Live-Kurse werden ergänzt durch eine Vielfalt von aufgezeichneten Trainings in der Mediathek.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?


Nein, nicht grundsätzlich verändert, aber wir haben das Konzept seit dem Start immer besser auf die Zielgruppe ausgerichtet. Über mehrere Monate haben wir gemeinsam mit Menschen dieser Altersgruppe unsere Trainings getestet, weiterentwickelt und angepasst. Durch das Feedback der Teilnehmer:innen haben wir ein ideal zugeschnittenes Kursprogramm für Menschen ab 50 Jahren erstellt. Die Trainings sind von unserem Team aus Ärzt:innen medizinisch geprüft und decken alle Muskelgruppen und Körperzonen ab. Seit kurzem haben wir zusätzlich spezielle, 10-minütige Kurz-Trainings mit ins Programm genommen, bei denen häufige Beschwerden im Alter gezielt angegangen werden.

Wie funktioniert denn euer Geschäftsmodell?


Wir bieten drei verschiedene Abo-Modelle für unsere Nutzer:innen an: Basic, Active und Star. Die Preise variieren dann nach Anzahl der Live- und Videotrainings oder Personal Training Sessions. 

Wie genau hat sich 150 Minuten seit der Gründung entwickelt?


Wir haben zunächst ein Trainingsportfolio mit einer Gruppe von Testteilnehmer:innen aufgebaut. Die ersten Kurse haben wir von Sebastians Wohnzimmer aus gestreamt: Sebastian als Trainer vor der Kamera, Martin als Techniker hinter der Kamera. Nach und nach kamen Profi-Trainer:innen hinzu mit unterschiedlichen Schwerpunkten, so dass es neue Trainingsinhalte gab. Dazu kam eine verbesserte Technik. Parallel dazu haben wir einen MVP von unserer Onlineplattform gebaut und angefangen, unser Team zusammenzustellen. Wir haben im Herbst erfolgreich unsere Testphase abgeschlossen und die überwältigende Mehrheit unserer Testteilnehmer:innen zu zahlenden Kund:innen konvertiert. Mittlerweile haben wir eine dreistellige Anzahl von zahlenden Kunden und wachsen weiter – unser Angebot überzeugt die Zielgruppe. Aber wir wollen natürlich noch bekannter werden – der Bedarf ist wirklich groß, aber wir müssen von Interessent:innen noch leichter gefunden werden

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist 150 Minuten inzwischen?


Mittlerweile trainiert eine dreistellige Zahl von Menschen regelmäßig mit uns. Außerdem haben wir unseren ersten Firmenkunden, was uns neben dem B2C-Geschäft noch weitere interessante Möglichkeiten eröffnet: Viele etablierte Unternehmen in Deutschland haben eine Belegschaft mit einem Durchschnittsalter rund 44 und werden in den nächsten Jahren mit vielen Herausforderungen des demografischen Wandels konfrontiert: zum Beispiel Fachkräftemangel und Ausfälle durch Krankheit – da können Unternehmen mit uns vorbeugen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Zu Beginn wollten wir zu schnell zu viel auf einmal, es fehlte ein wenig der realistische Fokus. Anfangs haben wir auch unterschätzt, wie schnell wir zum Beispiel einen Hiring-Prozess durchziehen müssen, um die besten Talente für uns zu gewinnen. Wichtig ist bei allem natürlich immer die kritische Selbstreflexion und die engagierte Begleitung des Business durch unbestechliche Experten, die nicht vor klaren Worten zurückschrecken.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Im Mittelpunkt stand bei uns immer der direkte Austausch mit der Zielgruppe. Wenn das Unternehmen erfolgreich sein soll, müssen ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Am Anfang haben wir mit sehr vielen Menschen über unsere Geschäftsidee diskutiert und uns in unserem Netzwerk ausgetauscht. Dabei konnten wir sehr stark von den Erfahrungen anderer zu Streaming, Digitalprodukt, und Marketing profitieren. Der regelmäßige Austausch mit unserem Netzwerk hat uns ganz sicher vor einigen Fehlern bewahrt. Aber wer Neuland betritt, wird natürlich auch immer wieder zu Fehleinschätzungen kommen. Wichtig ist es dann, beharrlich an den Kernzielen festzuhalten und die Fehlentwicklungen möglichst rasch zu korrigieren. Dabei muss man natürlich von mancher liebgewonnenen Vorstellung Abschied nehmen und zu echter Veränderung bereit sein.

Wo steht 150 Minuten in einem Jahr?


In einem Jahr haben wir eine vierstellige Zahl an zahlenden Kund:innen sowie Kooperationen mit einer zweistelligen Zahl an Firmenkunden. Wir wollen unser Angebot ausweiten in Richtung umfassende Gesundheitsberatung, zum Beispiel auch Ernährungstipps aufnehmen. Wir wollen Menschen dabei unterstützen, einen gesunden Lebensstil für sich zu entwickeln. Wir werden auch weiter in die Technologie investieren, um unseren Mitgliedern den Umgang mit der Technik und die Kommunikation mit unseren Trainer:innen zu erleichtern. Kurz gesagt: Wir arbeiten hart, aber mit viel Spaß, daran, der beste Begleiter für gesundes Altern zu sein.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): 150 Minuten

#Interview – “Man fühlt sich ständig wie auf einer Achterbahn”

#Interview

Gründeralltag – gibt es das überhaupt?” Ich war während eines Putsch-Versuchs in Äthiopien. Auf einmal waren alle Straßen gesperrt und das Internet wurde einfach abgeschaltet”, sagt Kalie-Martin Cheng, Gründer von Plastic2Beans, über sein wildestes Startup-Erlebnis.

“Man fühlt sich ständig wie auf einer Achterbahn”

Mittwoch, 3. Mai 2023VonTeam

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Kalie-Martin Cheng, Gründer von Plastic2Beans. Das Kölner Startup setzt auf “Specialty Coffee mit Recycling-Impact”. Zur Idee schreibt das Team: “Gemeinsam mit unseren Partner:innen vor Ort wollen wir die Kunststoffindustrie in Entwicklungsländern nachhaltiger machen”.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?


Morgens ist erstmal Kinder in die Kita bzw. Schule bringen angesagt, dann geht’s mit einem Cortado ab ins Daily mit Robin, meinem Co-Founder, um die Ziele des Tages zu besprechen.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?


Im Sommer im Sand beim Beachvolleyball, mit der Gitarre und sonst immer gerne mit den Kindern. Die Große ist jetzt alt genug um ab und zu ein paar Runden Mario-Kart zu zocken 🙂

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?


Das man sich ständig fühlt wie auf einer Achterbahn. In einem Moment fliegst du vor Glück und im nächsten zieht es dir den Boden unter den Füßen weg und andersrum.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?


Die Gründung an sich war recht easy, wir haben ziemlich schnell das Gründerstipendium.NRW bekommen und waren damit ein Jahr abgesichert. Es hat sich auch alles sehr organisch entwickelt, vom ersten Treffen mit Abi im Schwimmbad im April 2018 über die Bewerbung beim Gateway Exzellenz Startup Center der Uni Köln, die uns das Gründerstipendium vorgeschlagen haben bis zur offiziellen Gründung im November und den ersten Kaffeeverkäufen ist nicht viel Zeit vergangen. Die wirklichen Herausforderungen kamen erst später mit Corona und Co. Da standen wir vor der Herausforderung, dass wir ursprünglich als Bürokaffee-Marke gestartet sind und auf einmal niemand mehr im Office war. Wir haben dann den Pivot zum Lebensmitteleinzelhandel gemacht. Wir haben viel gelernt in der Zeit.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?


Falsche Personalentscheidungen, man sollte mehr auf sein Bauchgefühl hören und schneller die Reißleine ziehen. Das ist für alle Beteiligten die bessere Lösung.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?


Mit Bauchgefühl, dem richtigen Netzwerk und einer tollen Vision, die wir teilen. Und natürlich mit Catch Talents.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?


Immer erst die Finanzierung sichern. Mit Existenzängsten lassen sich keine Visionen umsetzen. Es gibt einige tolle Förderprogramme, die man gerade am Anfang gut nutzen kann. Und habt keine Angst!

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?


Ohne das Dropshipping unserer Rösterei und die gute Kooperation gäbe es uns nicht. Mondo hat auch alle unsere Ideen zur Nachhaltigkeit direkt umgesetzt, bester Partner!

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?


Wir haben einmal die Woche ein gemeinsames Mittagessen und mit dem Cafe-Team im zweimonatigen Rhythmus eine Feedback-Runde, wo Verbesserungsvorschläge aufgenommen werden und geschaut wird, was wir bisher geschafft haben.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?


Ich war während eines Putsch-Versuchs in Äthiopien, für die erste GIZ-Studie, die wir über den Recyclingsektor vor Ort geschrieben haben. Auf einmal waren alle Straßen in der Hauptstadt Addis gesperrt und das Internet wurde einfach abgeschaltet. Wir wussten erst nicht was los ist. Es hieß erst von offizieller Seite, dass das Militär für Gehaltsverhandlungen zum Präsidentenpalast gezogen ist. Der Präsident hat die Situation entschärft, indem er mit den Soldaten Liegestütze gemacht hat. Das es letztlich doch ein Putschversuch war kam erst Monate später raus. Im positiven Sinne war der wildeste Moment, als wir realisiert haben, das unser Input dazu beigetragen hat ein neues Gesetz ins Leben zu rufen, dass es in Äthiopien seit Oktober 2022 verbietet farbige PET-Flaschen auf den Markt zu bringen. Das bedeutet, dass nun 140 Millionen Kilogramm PET jährlich besser recyclebar sind und der Wert des Materials seit dem um das dreifache gestiegen ist. Dadurch verdienen die Sammler:innen auf der Straße mehr und die Sammelquoten steigen.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag aus? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 550 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Plastic2Beans

#Interview – “Ich habe mich beruflich noch nie so frei gefühlt”

#Interview

Gründeralltag – gibt es das überhaupt? “Unser Gründerteam hat sich in einem Jahreskurs gefunden. Dort hatten wir unabhängig voneinander dieselbe Idee: Reinigungsmittel ohne Wasser und ohne Kunststoffverpackung”, erzählt ooohne-Gründerin Carolin Möllenbeck.

“Ich habe mich beruflich noch nie so frei gefühlt”

Freitag, 28. April 2023VonTeam

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Carolin Möllenbeck, Gründerin von ooohne. Das Startup aus Telgte bietet Reinigungsmittel, “die auf das Wesentliche reduziert sind”.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?


Den ganz normalen Arbeitsalltag gibt es bei uns nicht! Mal bereite ich eine Messe vor, mal bin ich auf dem Weg zu meinem Mitgründer in Berlin in den Coworking-Space oder ich packe und versende Produktmuster für unser Panel. An manchen Tagen stelle ich unsere Reiniger bei einer Promotion-Aktion im Biomarkt vor… Aber wenn es ein Schreibtisch-Tag ist, startet der meist nach einer Runde um den Block mit einem schönen Kaffee in der Hand. So simuliere ich mir den Arbeitsweg, bevor es im Homeoffice losgeht. Das klappt aber nur in den Sommermonaten.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?


Das übe ich noch (lacht). Hörbucher, Podcasts, am einfachsten ist es aber mit Sport.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?


Was ich definitiv gern früher gewusst hätte: wie toll es ist, zu gründen! Ich habe mich beruflich noch nie so frei gefühlt und so viel gelernt wie in den 4 Jahren, seit ich mich mit der Gründung beschäftige. Hätte ich das gewusst, hätte ich bestimmt schon ein paar Jahre früher losgelegt. An Infos hat es uns nicht gemangelt. Ich habe mit einem Entrepreneurship-Jahreskurs gestartet. Für mich doppelt gut, denn dort habe ich meinen Mitgründer Jan gefunden und wir hatten von Anfang an ganz viel Austausch mit anderen Gründer:innen und Workshops und dadurch jede Menge Informationsquellen.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?


Vor der Gründung auf die Idee zu kommen, dass Gründen überhaupt eine Option für mich ist. In meinem Umfeld (Familie/Freunde) war niemand selbständig oder hat gegründet. Als der Wunsch während des Studiums in mir aufkam, habe ich mich nicht getraut. So war ich zunächst angestellt. Zwar habe ich dort viel gelernt, war aber nicht so richtig glücklich. Seit der Gründung Hersteller zu finden, die in plastikfreie Verpackungen abfüllen können. Die Reinigungsmittelbranche ist sehr auf Plastik fixiert. Genau das zu verändern ist ja unser Ziel. Beim Waschpulver und Spülmaschinenpulver haben wir das schon geschafft. Bei unserem ersten Produkt – Hand-Spülmittel – sind wir noch immer nicht ganz am Ziel. Plastikfrei zwar schon, aber die Abfüllung müssen wir noch selbst organisieren.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?


Oha… unsere Fuck up-Liste ist lang und wächst kräftig. Zum Beispiel haben wir uns bei unserem ersten Produkt (Hand-Spülmittel zum Anmischen mit Leitungswasser) ordentlich verzettelt. Statt bald nach der Produktentwicklung zu starten, haben wir uns Ewigkeiten mit der Verpackung aufgehalten, um direkt alle Kriterien zu erfüllen: Recyclingpapier, ohne Plastikbeschichtung, in Deutschland gefertigt, mit ökologischen Farben bedruckt… Das Ergebnis war eine wunderschöne Schachtel. Das Problem: Sie musste von Hand abgefüllt werden, was unser Hersteller nicht mit erledigen konnte. Unser Learning: wir starten jetzt schneller mit neuen Produkten, auch wenn sie noch nicht 100 % unseren Anforderungen entsprechen. Ein Beispiel: Nach Spülmittel und Waschpulver haben wir Reiniger zum Anmischen herausgebracht. Also Pulver, aus dem man sich selbst mit Leitungswasser flüssigen Bad-, Küchen- oder Allzweckreiniger herstellt. Deren Papiertüten haben eine ganz dünne PE-Beschichtung. Bis wir eine bessere Lösung dafür finden.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?


Mit gutem Karma (lacht). Unsere erste Kollegin hat zunächst ein Praktikum bei uns gemacht. Jetzt arbeitet sie neben ihrem Studium für uns weiter und macht tolle TikTok-Videos für ooohne. Also sind wir jetzt zu dritt. Unser Gründerteam hat sich in einem Jahreskurs gefunden. Dort hatten wir unabhängig voneinander dieselbe Idee, die wir hintereinander gepitched haben: Reinigungsmittel ohne Wasser und ohne Kunststoffverpackung.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?


Sucht euch Mitstreiter:innen und legt los! Und: immer um Hilfe fragen. Ich hätte nie gedacht, wie einfach das ist und wie gerne andere Menschen einfach so anderen unter die Arme greifen.

Ohne welches externe Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?


Shopify. Nextcloud. Signal. Meine Kaffeemachine.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?


Wir haben eine geschäftliche Fernbeziehung – Münster – Berlin. Das klappt durch täglichen Austausch per Signal, Telefon oder Zoom. Aber regelmäßige Treffen vor Ort dürfen nicht fehlen. Meist fahre ich nach Berlin. Mein Mitgründer ist gerade Papa geworden.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?


Manchmal denke ich, seit einer ganzen Weile ohne Einkommen zu leben, ist das krasseste… manchmal, dass Jan und ich während unserer Transparenzwoche vor


laufender Kamera buchstäblich die Hosen runter gelassen haben.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag aus? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Foto (oben): ooohne

#Interview – “Gründung bedeutet Mut und Durchhaltevermögen”

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Gordon Prox, Gründer des Hamburger Startups el origen. Das Food-Startup bietet faire und nachhaltige Snacks an.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?


Was ich wirklich sehr genieße: Es gibt keinen “Normalen Arbeitsalltag”, es gleicht eher einem wilden Abenteuer! Hinzu kommt der Fakt, dass ich seit kurzem frischgebackener Vater bin und neben den ganzen wundervollen Eindrücken zu Hause auch nur wenig Schlaf meinen Tag krönt. Aber das ist nichts, worüber ich mich beschweren würde – ich liebe es! Je nach anstehenden Terminen entscheide ich, ob ich im Büro oder von zu Hause aus arbeite. Mein Tag beginnt in der Regel sehr früh und geht bis spät in den Abend hinein (was aber auch daran liegt, dass ich mega ineffizient arbeite). Und nach meinem Job als Gründer/Geschäftsführer verwandele ich mich in einen Content Creator – ein Hobby, das mir auch sehr viel Freude bereitet.


Trotz des vollen Terminkalenders versuche ich immer noch, so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie zu verbringen. Manchmal ist es schwierig, alle Verantwortlichkeiten unter einen Hut zu bringen, aber ich liebe die Abwechslung und Herausforderungen, die jeder Tag mit sich bringt.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?


Ich muss sagen, ich bin ein echter Workaholic und liebe meinen Job einfach! Doch selbst der positivste Stress kann auf Dauer ermüdend sein. Um meinen Kopf wieder freizubekommen und neue Energie zu tanken, brauche ich einfach eine Abwechslung. Sport ist da mein absolutes Go-To, um mich auszupowern und meine Gedanken zu sortieren. Aber auch ein Buch im Restaurant oder das Bereisen eines neuen Landes kann inspirierend sein. Und wenn ich mal keine Zeit oder Muße für größere Unternehmungen habe, gehe ich einfach in den Wald spazieren. Da höre ich das Zwitschern der Vögel, das Rauschen des Windes und atme die frische Luft – das erdet mich und lässt mich wieder voll durchstarten.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?


Also ganz ehrlich, wer hätte gedacht, dass die Food-Welt so ein verrückter Haufen ist? Ich liebe es ja wirklich, aber manchmal muss ich einfach nur den Kopf schütteln. Die Strukturen sind so veraltet, dass es für junge Unternehmen echt schwer ist, Fuß zu fassen. Besonders der Vertrieb über Strecke ist eine Welt für sich und bindet viele Kapazitäten. Aber hey, das Gute am Gründen ist ja, dass man oft gar nicht wissen will, was einen erwartet – denn wenn man es wüsste, würde man wahrscheinlich nicht anfangen, oder? Es geht darum, wie man mit den Hürden umgeht und darauf reagiert. Und glaubt mir, hier gibt es genug Herausforderungen, um ein ganzes Kochbuch zu füllen! Aber das ist es auch, was diese Welt so spannend macht – man weiß nie, was als nächstes kommt.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?


Da ich vor der Gründung quasi keine Vorkenntnisse im Bereich des Lebensmittelmarktes hatte, war vor allem der Start von el origen eine große Herausforderung. Da kamen auf einmal Sachen auf mich zu, mit denen ich mich vorher kaum auseinandergesetzt hatte. Bio-Zertifizierungen, Logistikabläufe oder die Suche passender Produzenten – das war alles sehr viel auf einmal. Eine Menge Schweiß, Energie und natürlich die motivierten Menschen, die mir tatkräftig zur Seite standen, haben es möglich gemacht, dass ich heute mit Stolz auf das blicken kann, was wir bisher schon erreicht haben.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?


Also, mal ehrlich: wer macht keine Fehler? Wir sind doch alle nur Menschen und das gehört einfach zum Leben dazu. Wichtig ist nur, dass wir aus unseren Fehlern lernen, offen mit ihnen umgehen können und sie nicht wiederholen. Denn nur so können wir wachsen und besser werden. Das gilt auch für unser Unternehmen – wir machen auch mal Fehler, aber wir ziehen daraus die richtigen Schlüsse und verbessern uns jeden Tag ein Stückchen mehr. Aber was wirklich das Allerwichtigste ist, ist das Team. Egal, was kommt, ich weiß, dass ich mich auf meine Mitstreiter:innen verlassen kann. Zusammen sind wir unschlagbar und können jede Hürde meistern. Früher habe ich das vielleicht nicht so auf dem Schirm gehabt, aber mittlerweile weiß ich: Das Team ist das Herzstück des Unternehmens und wir müssen alles dafür tun, dass es funktioniert und alle ihre 100% geben können.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?


In der heutigen Zeit geht es bei der Mitarbeiter:innengewinnung zum Glück nicht mehr nur um den monetären Aspekt. Vielmehr suchen Arbeitnehmer:innen nach Unternehmen, die ihre Werte teilen und mit denen sie sich identifizieren können. Deshalb ist es umso wichtiger, einen klaren Purpose zu haben und diesen auch zu leben. Wenn Mitarbeiter:innen das Gefühl haben, dass sie einen sinnvollen Beitrag leisten und Teil einer größeren Vision sind, steigt ihre Motivation und ihr Engagement. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass ein starker Purpose der Schlüssel zu einem erfolgreichen Unternehmen ist und dafür sorgt, dass sich die richtigen Menschen dafür finden und das Team zusammenhält.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?


Gründung bedeutet Mut und Durchhaltevermögen. Habt den Mut, Fehler zu begehen. Wir selbst haben am Anfang einige Fehler gemacht und viel daraus gelernt. Alle Entscheidungen, ob richtig oder falsch, bringen dich weiter und erweitern euer Wissen. Steht zu euch und euren Ideen. Gebt nicht so schnell auf, arbeitet weiter an euch, werdet besser und versucht es wieder. Nehmt Hilfe an! Wenn ihr nicht weiterwisst oder vor scheinbar unlösbaren Problemen steht, holt euch Feedback und Rat aus eurem Umfeld. Oft kommt Hilfe aus unerwarteten Richtungen, es entstehen neue Netzwerke und gemeinsam ist man viel stärker, als man denkt. Findet Menschen, die euch auf der Reise begleiten, die Mission teilen und die gemeinsam an einem Strang ziehen.

Ohne welches externe Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?


Missive ist ein E-Mail-Tool, das den Workflow optimiert und dein Team dazu befähigt, produktiver zu sein und effizienter zusammenzuarbeiten. Ich liebe es!

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?


Vertrauen ist das Stichwort. Auch wenn das sehr banal klingt, musste auch ich erstmal lernen, dass ich nicht alles kontrollieren muss, was meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen machen. Ganz im Gegenteil: Ich gebe jedem/jeder die Freiheiten, die er oder sie braucht, um produktiv zu sein und habe vollstes Vertrauen in die Kompetenzen und die Zuverlässigkeit von jedem Teammitglied. So ist die Stimmung im Team, egal wie stressig es auch gerade ist, immer (oder zumindest meistens ) harmonisch. Und das ist für mich persönlich am wichtigsten.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?


Wir haben letztes Jahr mit unseren Sweet Snacks die Vox-Show “Die Leckerste Idee Deutschlands” gewonnen. Mit unserem originellen Konzept haben wir uns gegen neun


andere Startups durchgesetzt und einen unglaublichen Meilenstein erreicht. Doch das war erst der Anfang einer sehr wilden Reise. Wir haben nämlich auch eine sensationelle Listung in allen 3.700 Rewe-Märkten gewonnen – ein riesiger Erfolg für uns! Natürlich gab es dabei auch Herausforderungen, aber wir haben daraus unglaublich viel gelernt und konnten auch viel optimieren. Ehrlich gesagt könnte ich allein über dieses wilde Erlebnis ein ganzes Buch schreiben!

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag aus? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Foto (oben): el origen

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