Mercedes stellt innerhalb eines halben Jahres rund 1500 Softwareingenieure ein — dank lukrativen Angeboten des Autobauers

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Mercedes stellt innerhalb eines halben Jahres rund 1500 Softwareingenieure ein — dank lukrativen Angeboten des Autobauers

  • Profielfoto Philip Kaleta

Mercedes Benz.

Mercedes Benz.

DROFITSCH/EIBNER, dpa

Die Stuttgarter haben Mitte vergangenen Jahres verkündet, 3000 Softwareingenieure einstellen zu wollen. Die Coder sind aktuell die Stars des Arbeitsmarktes: knapp und ungeheuer nachgefragt.

Nach Informationen von Business Insider sucht gerade etwa auch die Deutsche Bank händeringend Softwareingenieure und will auch rund 3.000 Techies weltweit einstellen.

Mercedes ist es nun gelungen, in etwas mehr als einem halben Jahr 1.500 Software-Spezialisten weltweit einzustellen.

Sie sind aktuell die Stars des Arbeitsmarktes, sie sind selten und alle wollen sie einstellen: die Softwareingenieure. Egal ob Auto-, Finanz- oder Handelsbranche, alle suchen nach Tech-Talenten, weil die Produkte der Konzerne und der Markt selbst sich in hoher Geschwindigkeit digitalisiert.

Jüngst hat die Personalchefin von BMW bekannt gegeben, 6000 neue Mitarbeiter in Deutschland einzustellen – ein großer Teil der gesuchten Mitarbeiter sind Softwareingenieure. Nach Informationen von Business Insider sucht auch die Deutsche Bank weltweit mehr als 3000 Softwareingenieure, das Geldhaus will unter anderem Apps selbst programmieren. Der Tech-Vorstand des Geldhauses, Bernd Leukert, sagte zu Business Insider, dass Software heute wettbewerbsrelevant sei für die großen Player auf dem Finanzmarkt, man wolle sich dabei nicht abhängig machen von Dritten.

Der Wettbewerb um die Softwarespezialisten ist also aktuell heiß. Mercedes ist derweil ein kleiner Coup gelungen. Die Stuttgarter haben im Sommer vergangenen Jahres bekannt gegeben, dass auch sie weltweit 3000 Coder suchen für ihre Plattform MBOS.

Business Insider hat nun aus Unternehmenskreisen erfahren, dass Mercedes mittlerweile gut die Hälfte dieser Stellen besetzen konnte, in etwas mehr als einem halben Jahr. Der Stern des Autoerfinders leuchtet also noch – die Softwaretalente könnten wohl auch zu Tech-Giganten wie Amazon, Google oder Apple gehen.

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Das Experiment von Personalvorständin Kohleisen geht auf

Die Mercedes-Vorstände Sabine Kohleisen (Personal) und Sajjad Khan (Software, hat Mercedes mittlerweile verlassen) hat sich allerdings im vergangenen Jahr eine Besonderheit überlegt für die Talente. Die Autobauer zahlen ordentliche Gehälter, die durch tarifiert sind dank der mächtigen Betriebsräte bei Mercedes, VW und BMW.

So sind im Tarif auch genau Arbeitsstunden, Urlaub und andere Sozialleistungen geregelt. Den einen bietet das viel Sicherheit, für andere, vor allem jüngere Mitarbeiter, kann das auch wie ein etwas festes Korsett wirken, das wenig Platz für Flexibilität lässt. Die Kultur in der Tech-Branche ist eigentlich ein Antipode zu dem Auto-Tarif – dort locken vor allem viel Flexibilität, projektorientiertes Arbeiten, wenig feste Zeiten und leistungsorientierte Entlohnung, die stark auf Bonifikationen setzt.

Kohleisen und Khan haben in einem neuen Tarifvertrag für Coder und Elektroingenieure versucht, beide Welten zu vereinen: Die Talente können sich ihre Arbeitszeit weitgehend selbständig einteilen, arbeiten projektorientiert und erhalten bei guten und außergewöhnlichen Leistungen relativ hohe Boni – und dabei ein Grundgehalt, das höher ausfallen soll als in der Tech-Branche. Dem Erfolg der Stellenbesetzungen nach, scheint das Experiment von Kohleisen und Khan geglückt zu sein.  

Aktuelle News

#Brandneu – 5 neue Startups: byder.io, emiwa, ConBotics, flowplace, Fraankly

#Brandneu

Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier wieder einige ganz junge Startups, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Startups vor: byder.io, emiwa, ConBotics, flowplace und Fraankly.

5 neue Startups: byder.io, emiwa, ConBotics, flowplace, Fraankly

Donnerstag, 27. Januar 2022VonTeam

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die zuletzt aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

byder.io


Das HR-Startup byder.io möchte die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Personaldienstleistern vereinfachen. Das Unternehmen zentralisiert dafür Angebot und Nachfrage sowie “den gesamten externen Personalbeschaffungsprozess digital, transparent und standardisiert”.

emiwa


emiwa bietet eine Vergleichsplattform für E-Mietwagen. Dabei sind alle Autos 100 % elektrisch, Hybridfahrzeuge und Verbrenner sind explizit von der Listung ausgeschlossen. Aktuell kann man den Service bereits in einigen Metropolregionen nutzen. Zur Flotte gehören unter anderem der Tesla Model S.

ConBotics


ConBotics aus Berlin entwickelt Robotiklösungen für die Baubranche, insbesondere einen “Maler-Roboter, der eine automatisierte Oberflächenbeschichtung in Innenräumen vornehmen kann”. Anfallende Aufträge sollen so “deutlich schneller und mit weniger Personalaufwand zu bewältigen” sein.

flowplace


Das Leipziger Startup flowplace positioniert sich als Talentmatching-Plattform. “flowplace ist der Ort, an dem Talente sichtbar werden und Menschen produktiv zusammen kommen. Daraus entsteht eine Win-Win Situation, die deine Organisation zum natürlichen Wachstum führt”, teilt das Unternehmen in eigener Sache mit.

Fraankly


Fraankly aus Wien setzt auf “ehrliches und offenes Feedback”. Das Startup stellt seinen Kunden dafür einen sicheren Raum zum Austausch zur Verfügung. “This is crucial if you want really honest feedback to improve your outputs”, schreiben die Gründer.

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Foto (oben): Shutterstock

„Kauft’s mir das Unternehmen“: Ex-VW-Chef Ferdinand Piëch wollte 2013 nach einer Probefahrt offenbar Tesla übernehmen

„Kauft’s mir das Unternehmen“: Ex-VW-Chef Ferdinand Piëch wollte 2013 nach einer Probefahrt offenbar Tesla übernehmen

Eiin Tesla Model S wird bei einer Messe in Peking ausgestellt.

Eiin Tesla Model S wird bei einer Messe in Peking ausgestellt.
picture alliance/dpa/MAXPPP

Der ehemalige VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch soll 2013 die Übernahme Teslas geplant haben. Das berichtet das „Manager Magazin“.

Piëch hatte angeblich schon Investmentbanker angeheuert. Elon Musk ließ VW jedoch abblitzen, noch bevor es zu ernsthaften Gesprächen kam.

Ein Sprecher von VW wollte den Bericht nicht kommentieren.

Ferdinand Piëch gehörte zu jenem Typus Manager, der selten ein Nein akzeptiert. Als starker Mann bei VW trimmte er das Unternehmen zum Weltkonzern, erst als Vorstandsvorsitzender, später als Aufsichtsratschef. Umso erstaunlicher ist eine Anekdote über den 2019 verstorbenen Autoboss, über die das „Manager Magazin“ am Freitag berichtet.

Nach einer Testfahrt mit einem Tesla Model S im Juli 2013 soll Piëch so angetan von dem E-Auto gewesen sein, dass der damalige VW-Aufsichtsratschef einen Übernahmeplan schmiedete. „Kauft’s mir das Unternehmen“, so habe sein Auftrag gelautet, zitiert das „Manager Magazin“ eine ungenannte Quelle.

VW-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn und Chefentwickler Ulrich Hackenberg seien davon jedoch weniger begeistert gewesen. Dennoch wurde der Plan konkret. In den Wochen nach der Probefahrt habe Piëch Investmentbanker ins Boot geholt und ein Team aufgebaut, um ein Angebot vorzubereiten. Doch Tesla-Chef Elon Musk ließ sie abblitzen.

Volkswagen wollte zu der angeblichen Tesla-Kaufofferte von 2013 auf Anfrage von Business Insider keinen Kommentar abgeben.

Fest steht: Eine (Mehrheits-)Beteiligung an Tesla wäre im Nachhinein wohl ein lukratives Geschäft gewesen. Tesla war im Sommer 2013 an der Börse etwas über 16 Milliarden US-Dollar wert. Heute liegt die Marktkapitalisierung bei 590 Milliarden Dollar — mehr als 36 Mal so viel.

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Dieser Artikel erschien bei Business Insider bereits im März 2021. Er wurde nun erneut geprüft und aktualisiert.

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