#DealMonitor – #EXKLUSIV Solarisbank bekommt 160 Millionen – Cusp Capital investiert in SimplyDelivery – Hedosophia investiert in Kaia Health

#DealMonitor

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Solarisbank, SimplyDelivery, Kaia Health, Cevotec und mymoria.

#EXKLUSIV Solarisbank bekommt 160 Millionen – Cusp Capital investiert in SimplyDelivery – Hedosophia investiert in Kaia Health

Montag, 12. Juli 2021VonTeam

Im aktuellen #DealMonitor für den 12. Juli werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Solarisbank


 Decisive Capital Management und die Altinvestoren investieren nach unseren Informationen 160 Millionen Euro in die solarisBank. Das junge Banking as a Service-FinTech steigt dabei – wie erwartet – zum Unicorn auf. Die Post-Money-Bewertung liegt bei 1,36 Milliarden Euro. Die solarisBank, die von Marko Wenthin, Andreas Bittner und Peter Grosskopf gegründet wurde, verfügt über eine Vollbanklizenz und ist deswegen ein wichtiger Partner zahlreicher Unternehmen. HV Capital, yabeo, Vulcan Capital, Samsung Catalyst Fund und Storm Ventures investierten zuletzt 60 Millionen Euro in die solarisBank. Insgesamt flossen nun schon mehr als 320 Millionen in das FinTech. Mehr im aktuellen Insider-Podcast #EXKLUSIV

SimplyDelivery


Der junge Essener Kapitalgeber Cusp Capital, hervorgegangen aus Tengelmann Ventures, investiert gemeinsam mit Fortino 10 Millionen Euro in SimplyDelivery. Die Bewertung liegt nach unseren Informationen zwischen 30 und 40 Millionen Euro. Das bisher gebootstrappte Berliner Unternehmen positioniert sich als “Managementsystem für Lieferdienste und Restaurants”. Das Unternehmen, das 2014 von Björn Wisnewski, Ronny Rohland und André Wenzel gegründet wurde, beschäftigt derzeit 80 Mitarbeiter:innen. International lässt sich SimplyDelivery mit Unternehmen wie Olo oder Slice vergleichen. Mehr im aktuellen Insider-Podcast #EXKLUSIV

Kaia Health


Ein nicht genannter “führender Wachstumsfonds” sowie die Altinvestoren investieren kürzlich 65 Millionen Euro in das Münchner Health-Startup Kaia Health. Bei dem nicht genannten Investor handelt es sich nach unseren Informationen um Geldgeber Hedosophia, den sehr stille Geldgeber rund um Michael Bloomberg und Ian Osborne. Hedosophia investierte in der Vergangenheit in Unternehmen wie N26, Raisin, Bitpanda, Scalable Capital, sennder, Billie und flaschenpost.de. Das Unternehmen, das 2016 von Konstantin Mehl, Gründer von Foodora, und Manuel Thurner gegründet wurde, entwickelt digitale Therapien für chronische Erkrankungen. Insgesamt flossen nun schon 110 Millionen Euro in Kaia Health. Nach eigenen Angaben nutzen bereits “mehr als 500.000 Anwender die digitalen Therapieprogramme von Kaia Health”. Mehr im aktuellen Insider-Podcast #EXKLUSIV

Cevotec


Das inhabergeführte Unternehmen GFM – in der dritten Generation im Bereich des Sondermaschinenbaus tätig – übernimmt 49 % an Cevotec. Das 2015 von Felix Michl, Thorsten Gröne, Neven Majic und Klaus Drechsler gegründete Unternehmen aus Taufkirchen bei München bietet mit “Fiber Patch Placement die erste Produktionstechnologie für Carbonbauteile (CFK) an, die mit Patchlaminaten arbeitet und es Herstellern ermöglicht, komplexe Bauteile in hohen Stückzahlen zu fertigen”. In der Vergangenheit investierten Fuji Industries, Bayern Kapital und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) in Cevotec.

MERGERS & ACQUISITIONS

mymoria


Das Berliner Unternehmen mymoria, ein digitales Bestattungshaus übernimmt Bestattungen D. Schulz und Bestatter Erbacher im Raum Pforzheim. “Die Übernahmen sind neben eigenen Bestattungsboutiquen und Franchise-Filialen Teil der Wachstumsstrategie zum Marktführer, auch über die Online-Services hinaus”, teilt das Unternehmen mit. Kalodion, das Family Office des saarländischen Unternehmers David Zimmer, die Investmentgruppe Egora Holding und die Altinvestoren investierten kürzlich 15 Millionen Euro in mymoria. Mehr über mymoria

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#Offline – Das millionenschwere Logistik-Startup Fliit steht vor dem Aus

#Offline

Investoren wie BTH Technologie Holding, b10, die Reederei Maersk, Alstin Capital, WestTech Ventures, IBB Ventures und PDV Inter-Media Venture investieren in den vergangenen Jahren rund 13 Millionen Euro in das Logistik-Unternehmen Fliit. Nun ist das Startup insolvent.

Das millionenschwere Logistik-Startup Fliit steht vor dem Aus

Mittwoch, 7. Juli 2021VonAlexander Hüsing

Das junge Berliner Startup Fliit, das im Segment Lebensmittel-Logistik unterwegs ist, ist insolvent und steht vor dem Aus. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Berliner Rechtsanwalt Knut Rebholz bestellt. Fliit, das konkret Transportfahrten für Lebensmittel vermittelt, wurde 2016 von Flavio Alari und Nils Hempel gegründet. Nach eigenen Angaben war die Jungfirma sogar “die einzige digitale Spedition mit Spezialisierung auf Lebensmittel”.

Investoren wie BTH Technologie Holding, b10, die Reederei Maersk, Alstin Capital, WestTech Ventures, IBB Ventures und PDV Inter-Media Venture investieren in den vergangenen Jahren rund 13 Millionen Euro in das Logistik-Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 6,4 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es gerade einmal 3,9 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Fliit bis Ende 2019 bereits 10,3 Millionen. Damals wirkten durchschnittlich 48 Mitarbeiter:innen für das Unternehmen.

Im Jahresabschluss gibt es auch einige spannende Zeilen zum finanziellen Stand der Dinge bei Fliit: “Die Gesellschaft befindet sich derzeit in ersten erfolgversprechenden Gesprächen mit diesen über eine neue Finanzierungsrunde, die im Frühjahr 2021 stattfinden soll. Wir gehen davon aus, dass bestehende und neue Gesellschafter in Zukunft weitere liquide Mittel zur Verfügung stellen und wir weitere Finanzierungsquellen erschließen können, um ggf. eintretende Planabweichungen zu kompensieren”. Dieses Vorhaben scheint dann nicht geklappt zu haben.

Logistik-Themen waren in der deutschen Startup-Szene zuletzt ein Riesenthema. Der japanische Kapitalgeber Softbank investierte zuletzt etwa gemeinsam mit Citi Ventures und G Squared sowie Altinvestoren wie Northzone, Cherry Ventures und Unbound beachtliche 240 Millionen US-Dollar in Forto. Die Bewertung lag bei 1,2 Milliarden Euro. Die Jungfirma vermittelt Aufträge zur Container-Beförderung an Transportunternehmen. Dementsprechend kommt die Insolvenz von Fliit überraschend. Lebensmittel-Logistik dürfte im Corona-Jahr aber nicht einfach gewesen sein.

TippStartups, die 2021 bereits gescheitert sind

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Foto (oben): Fliit

#Interview – “Habt Geduld, bleibt kritisch. Denkt groß! Lasst euch nicht abschrecken”

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Alexander Piutti, Gründer von SPRK. Das Startup tritt an, “die Lebensmittelverschwendung zusammen mit allen Teilnehmern der Lieferkette signifikant zu reduzieren und langfristig zu vermeiden”.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?


Ich stehe in der Regel früh auf, mache vor dem Frühstück die Tagesplanung und bearbeite die ersten Mails. Im Sommer drehe ich oft mit dem Mountainbike eine Runde durch den Wald, genieße die Natur und die wunderbare Morgenstimmung, das ist immer ein top Start in den Tag – egal wie das Wetter ist. Gegen 9 Uhr startet der Austausch: zum Beispiel per Daily Stand-up mit dem Team oder bei Gesprächen mit Partnerinnen und Partner der Lieferkette sowie der Abnehmerseite. Oder es stehen Telefonate an mit strategischen Partnerinnen und Partnern sowie Investorinnen und Investoren.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?


Familie. Das erdet mich. Zwei kleine Kinder zuhause – das ist der komplette Tapetenwechsel und macht mir den Kopf frei. Das sind ein paar Stunden digitaler Detox. Danach geht’s in der Regel nochmal an den Schreibtisch. 

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?


Eine Erfahrung, die ich nicht nur bei der Gründung von SPRK.global gemacht habe, sondern auch schon bei vorherigen Unternehmungen ist, dass es immer vier Dinge braucht: Begeisterung, als Voraussetzung zur Partner- und Kundengewinnung – sonst kann man auch niemanden auf die Reise mitnehmen, Beharrlichkeit (‘persistance’) – also, jede Menge Steine umdrehen und das übergeordnete Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, Flexibilität – oft kommt es anders als man denkt und last but not least: Geduld, was auch nach vielen Jahren Unternehmertum noch immer nicht zu meinen Stärken zählt. Bis zur Gründung von SPRK.global war es eine lange und spannende Reise – von der Idee bis zur Umsetzung sind gut vier, fünf Jahre vergangen. In der Zeit habe ich unzählige Gespräche mit unterschiedlichen Stakeholdern aus der Lebensmittelbranche geführt, aber auch mit kommerziellen und gemeinnützigen Abnehmerinnen und Abnehmern. Das sind sehr unterschiedliche Zielgruppen. Dazu braucht es quasi eine Art Getriebe im Kopf, um die unterschiedlichen Agenden und Bedürfnisse der Zielgruppen übereinander zu bekommen. Ich habe enorm viel gelernt – auch über mich selbst – und auf Basis der Rückmeldungen den Ansatz immer wieder hinterfragt und mit den Partnerinnen und Partnern optimiert, bis ich wusste: So klappt es! 

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?


In der Phase vor der Gründung ist es alles entscheidend, Vertrauen mit den Entscheiderinnen und Entscheidern aufzubauen. Lebensmittelverschwendung ist ein sensibles Thema und es braucht Empathie für den Gegenüber als Teil der Lieferkette. Keiner hat ein vollständiges Bild, wir setzen es langsam zusammen. Das heisst gerade zu Beginn: Meetings, Meetings, Meetings – bis die Annahmen validiert sind, das innovative Business-Modell auf Herz und Nieren geprüft und bestätigt ist und man für sich selber klärt: Lohnt sich der Aufwand? Das meine ich auch finanziell – aber eben nicht ausschließlich. Bis zur Gründung habe ich die Idee von SPRK aus eigener Tasche finanziert. Ich habe als Familienvater jahrelang auf Einkommen verzichtet, es gab viele Gespräche am Küchentisch, bei denen es darum ging, wie lange das noch gehen soll. Und damit bin ich beim zweiten Aspekt: Den Nerven. Gründen ist unfassbar aufregend, aber auch nervenaufreibend. Zum Glück ist SPRK nicht das erste Business, das ich auf die Beine stelle – daher konnte ich oft auf meine Erfahrung zurückgreifen und in kritischen Phasen immer wieder reflektieren, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin. 

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?


Ich denke ich habe in den Jahren keinen Fehler ausgelassen, wirklich. Anfangs habe ich mich auf Leute eingelassen, die sich gut verkauft haben, letztlich aber nicht lieferten, was sie versprochen hatten. Das gefährdet das Vorhaben. Daher: Lieber mehr Zeit mitbringen, um das Team, Partnerinnen und Partner sowie Investorinnen und Investoren in Ruhe kennenzulernen und so ein stabiles Venture aufzubauen. Das ist mitunter eine schwierige Abwägung: schnell sein versus in Ruhe abwägen. Langfristig schafft die Ruhe aber Qualität und Sicherheit – und zahlt sich aus. 

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Startup?


Super wichtige Frage, die uns auch aktuell besonders beschäftigt. Denn wir wachsen und suchen in verschiedenen Bereichen neue Kolleginnen und Kollegen, vor allem im Bereich IT-Development für unsere kuratierte Marketplace Plattform. Ein gutes Netzwerk ist Gold wert, aber wir stellen auch fest, dass es ruhig noch mehr Portale geben könnte, auf denen Jobs im Tech- & Impact-Bereich vorgestellt werden. Letztlich kommt es im persönlichen Kennenlernen darauf an, ob man zusammenpasst und das gleiche Verständnis für das Business hat. Spirit und Persönlichkeit sind am Ende wichtiger, als die eine Fähigkeit bei der man (noch) kein Häckchen setzen kann im Lebenslauf. 

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?


Habt Geduld, bleibt kritisch. Denkt groß! Lasst euch nicht abschrecken. Geht die wirklich großen Probleme an, da ist volles Potenzial. Hinterfragt euer Modell und baut auf die Expertinnen und Experten, die sich in eurem Business-Bereich auskennen – z. B. frühzeitig einen guten Beirat aufbauen als Advisory Board zu den einzelnen Facetten, die euer Venture braucht. Das gibt euch Rückenwind und Glaubwürdigkeit. Und natürlich: Habt den Mut, mit euren Ideen rauszugehen. Gerade im Bereich Impact gibt es noch viele spannende Lücken, die es zu füllen gilt. 

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?


Google Suite inkl. Google Drive. Das ist eine hammer Erleichterung für alle. Gemeinsames Arbeiten online, sowohl intern wie extern. So werden zum Beispiel keine unterschiedlichen Textversionen mehr als Dokument per Mail verschickt, was insbesondere bei komplexen Themen und größeren Teilnehmergruppen nicht funktioniert. Also, in Prozesse investieren, um synchronisiert zu arbeiten und schnell zu bleiben. Das hilft dem Venture, ein ‘edge’ aufzubauen und diesen auch zu halten. 

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?


Uns ist regelmäßiger Austausch auf Augenhöhe super wichtig und auch, dass der Spaß nicht zu kurz kommt – und das meinen wir ernst. Unser Vorhaben ist ambitioniert und anspruchsvoll. Es gibt niemanden im Markt, den wir als Vorbild nehmen können. Wir sind Pioniere. Es ist wichtig, gemeinsame Erfolge zu feiern und nicht einfach weiter zu hasten von Etappenziel zu Etappenziel. Rauf und runterschalten, je nach Situation. Da ist es wieder, das Getriebe. 

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?


Young Sohn ist als Co-Founder der XTC Extreme Tech Challenge und als ehemaliger Präsident von Samsung Electronics nach unserem weltweit ersten Platz bei der XTC in 2020 (Kategorie Smart Cities) bei uns als Investor eingestiegen. Danach hat sich auch eine wunderbare Beziehung aufgebaut, wofür ich sehr dankbar bin. Dies nur als Beispiel. Also, nichts ist unmöglich. Man muss die Dinge gedanklich einfach zulassen, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch wirklich passieren. Think big! 

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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Foto (oben): SPRK

#DealMonitor – GoStudent wird mit Millionen von DST Global zum Unicorn – Myos bekommt 25 Millionen – Tencent übernimmt Yager

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Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um das neue Unicorn GoStudent, Myos, Airbank, Yager und Tencent sowie Twist und GreenMobility.

GoStudent wird mit Millionen von DST Global zum Unicorn – Myos bekommt 25 Millionen – Tencent übernimmt Yager

Dienstag, 22. Juni 2021Vonds-Team

Im aktuellen #DealMonitor für den 22. Juni werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

GoStudent


 DST Global, SoftBank, Tencent und Dragoneer sowie Altinvestoren wie Coatue, Left Lane Capital und DN Capital investieren 205 Millionen Euro in GoStudent. Das EdTech wird dabei mit 1,4 Milliarden Euro bewertet und steigt somit zum Unicorn auf. “Mit der neuen Finanzierung beläuft sich die Gesamtinvestition von GoStudent auf über 291 Millionen Euro”, teilt das Unternehmen mit. Erst im März dieses Jahres sammelte GoStudent 70 Millionen Euro ein. Das Wiener Startup, das sich als E-Learning-Dienst positioniert und auf kostenpflichtige Einzelkurse setzt, wurde 2017 von Gregor Müller, Felix Ohswald und seinem Bruder Moritz Ohswald gegründet. “Das Investment wird genutzt, um die globale Expansion weiter voranzutreiben”, schreibt das Unternehmen. Über 500 Mitarbeiter:innen wirken bereits für das junge Unternehmen. Mehr über GoStudent

Myos 


 Xploration Capital, Fasanara Capital und Tomahawk, also Cédric Waldburger, investieren 25 Millionen Euro in Myos – siehe FinanceFWD. Das Startup, das 2018 von Nikolaus Hilgenfeldt ins Leben gerufen wurde, versorgt Händler mit Betriebsmitteln (Working Capital). Das Unternehmen nutzt dabei “die Transparenz und Datenverfügbarkeit auf E-Commerce-Plattformen, um das Kreditrisiko auf Basis des Umsatzpotenzials von Handelsprodukten zu bewerten”. Die Deutsche Handelsbank, Mountain Partners, BTH, Avala Capital, die raisin-Gründer, Tim Marbach und Gerald Schönbucher investierten 2019 bereits 10 Millionen Euro in Myos.

Airbank 


 New Wave, Speedinvest, Calm/Storm Ventures, Tiny.VC und einige Angel-Investoren investieren 2,5 Millionen Euro in Airbank. Das Berliner Startup, das 2021 von Christopher Zemina, zuletzt Principal bei Speedinvest, und Patrick de Castro Neuhaus gegründet wurde, kann man als eine Art CFO-Cockpit bezeichnen. In der Selbstbeschreibung heißt es: “Cashflow Management Lösung für Startups und KMUs, die alle Geschäftskonten und Finanzdaten an einem Ort vereint, reibungslose Liquiditätskontrolle und -planung ermöglicht und den Zahlungsverkehr vereinfacht”. Über den Einstieg von Speedinvest hatten wir bereits Anfang April im Insider-Podcast berichtet.

MERGERS & ACQUISITIONS

Yager


Der chinesische Internetriese Tencent übernimmt die Mehrheit am Berliner Gamesstudio Yager – siehe GamesWirtschaft. Yager, das 1999 von Timo Ullmann, Uwe Bennecke, Roman Golka, Philipp Schellbach und Mathias Wiese gegründet wurde, ist insbesondere für den Antikriegs-Ego-Shooter “Spec Ops: The Line” und das Weltraum-Action-Spiel “Dreadnought” bekannt. Tencent stieg bereits 2020 bei Yager und hielt zuletzt 25 % am Unternehmen. 140 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für Yager.

Twist


 Der dänische GreenMobility übernimmt das Stuttgarter Startup Twist. “Damit wird das Unternehmen aus Kopenhagen erstmals auf dem deutschen Markt aktiv”, heißt es in der Presseaussendung.  Twist bietet seit 2020 elektrisches Car- und Roller-Sharing für kleinere Städte und Gemeinden an. Die Jungfirma wurde von EnBW und dem Company Builder Bridgemaker angeschoben.

Achtung! Wir freuen uns über Tipps, Infos und Hinweise, was wir in unserem #DealMonitor alles so aufgreifen sollten. Schreibt uns eure Vorschläge entweder ganz klassisch per E-Mail oder nutzt unsere “Stille Post“, unseren Briefkasten für Insider-Infos.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

#Zahlencheck – Verlust beim Urban Sports Club steigt auf 32 Millionen

#Zahlencheck

Der Rohergebnis beim Urban Sports Club stieg zuletzt auf 9,6 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag des Berliner Fitness-Startups stieg gleichzeitig auf beachtliche 32,1 Millionen. Im Jahr zuvor waren es gerade einmal 6,7 Millionen.

Verlust beim Urban Sports Club steigt auf 32 Millionen

Donnerstag, 17. Juni 2021VonAlexander Hüsing

Das Berliner Startup Urban Sports Club, ein millionenschwerer Anbieter für Sportflatrates, legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019. Im Vor-Corona-Jahr erwirtschaftete das Unternehmen ein Rohergebnis in Höhe von 9,6 Millionen Euro, nach rund 3,9 Millionen im Jahr zuvor. “Dieses Wachstum resultiert zum einen aus dem Gewinn neuer Mitglieder und aus den im Geschäftsjahr 2019 erfolgten strategischen Fusionen.”, teilt die Jungfirma mit.

Der Urban Sports Club, der 2012 von Benjamin Roth und Moritz Kreppel gegründet wurde, hatte in den vergangenen Jahren gleich mehrere Wettbewerber übernommen – etwa 99Gyms, Fitengo, Somuchmore, FITrate und OneFit. Der Jahresfehlbetrag des Startups stieg 2019 auf 32,1 Millionen. Im Jahr zuvor waren es nur 6,7 Millionen. Das Startup führt diese Verluste auf “die Expansion und die Wachstumsstrategie zurück”. Insgesamt kostete der Aufbau des Urban Sports Club bereits rund 39,3 Millionen.

In den vergangenen Jahren wanderten bis Ende 2019 auch schon rund 81 Millionen in das Fitness-Unternehmen. Zudem floss bereits weiteres Kapital in die Jungfirma: “Zur Stärkung der Liquidität und zur Sicherstellung der Finanzierung weiterer Expansionen hat die Gesellschaft im März 2020 eine Finanzierungsrunde geschlossen. Diese wurde am 6. März 2020 beschlossen und am 18. März 2020 in das Handelsregister eingetragen. Des Weiteren wurde im Oktober 2020 ein Wandeldarlehen im zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen”.

Unter den “Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern”, die sich auf 40 Millionen belaufen, findet man im Jahresabschluss einen weiteren Hinweis auf vorherige Wandeldarlehen. Diese “betreffen zwei Wandeldarlehen, die im Geschäftsjahr 2019 geschlossen wurden”.  Finanziell war der Urban Sports Club somit vor Corona gut aufgestellt.  Für das Corona-Jahr rechnete das Team der Jungfirma zuletzt beim Rohergebnis mit einer “kleinen Steigerung im niedrigen einstelligen Bereich”. Hinsichtlich des EBITDA 2020 erwartete das Unternehmen “eine leichte Verbesserung. Es wird aufgrund laufender Investitionen in die Expansion jedoch weiterhin negativ sein”.

Im Zuge der Corona-Pandemie setzte das Unternehmen massiv auf Online-Kurse. Inzwischen erweiterte die Jungfirma ihr Angebot auch um On-demand-Kurse: “Mitglieder können flexibel zwischen des Besuchs im Studio, der Teilnahme an Outdoor-Workouts, dem Trainieren zu Hause per Livestream und dem neuen Angebot aus On-demand-Kursen wählen”. Eine Entwicklung, die es ohne die Corona-Krise sicherlich so früh in der Expansionsphase nicht gegeben hätte.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* USC konnte im Geschäftsjahr 2019 seine Umsätze signifikant steigern und die Kooperationen mit den Partnern weiter ausbauen. Das positive Rohergebnis konnte hierbei um 140 % gesteigert werden. Der Jahresfehlbetrag von TEUR 32.125 ist auf die Expansion und die Wachstumsstrategie des Urban Sport Clubs zurückzuführen.


* Das Rohergebnis ist um TEUR 5.565 gestiegen. Ursächlich hierfür ist vor allem das starke Wachstum der USC. Dieses Wachstum resultiert zum einen aus dem Gewinn neuer Mitglieder und aus den im Geschäftsjahr 2019 erfolgten strategischen Fusionen.


* Der Personalaufwand ist aufgrund des starken Mitarbeiterwachstums stark angestiegen. In 2019 waren durchschnittlich 217 Mitarbeiter beschäftigt, während in 2018 durchschnittlich 100 Mitarbeiter beschäftigt waren.


* Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 18.214 angestiegen. Ursächlich hierfür sind vor allem gestiegene Marketingkosten, Beratungskosten im Zusammenhang mit den in 2019 getätigten Akquisitionen und höhere Mietkosten, da wir aufgrund des rasanten Mitarbeiterwachstums mehr Platz benötigen.


* Das EBITDA ist somit aufgrund der hohen Investitionen in neue Mitarbeiter, Marketing, neue Büroräume, Beratungskosten etc. weiterhin negativ. Dies deckt sich mit der Geschäftsplanung und dient der Finanzierung unserer Expansionspläne.


* Für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir die folgende Entwicklung für unsere wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren: Hinsichtlich des Rohergebnisses gehen wir trotz der Corona-Krise von einer kleinen Steigerung im niedrigen einstelligen Bereich aus. Hinsichtlich des EBITDA 2020 erwarten wir eine leichte Verbesserung. Es wird aufgrund laufender Investitionen in die Expansion jedoch weiterhin negativ sein.


* Bezüglich der Mitarbeiterbindung erwarten wir einen weiteren Personalausbau in 2020 und wir werden weiter laufend überprüfen, welche Vorteile wir unseren Mitarbeitern bieten können, um die Mitarbeiterzufriedenheit und somit die Mitarbeiterbindung zu steigern.


* Zur Stärkung der Liquidität und zur Sicherstellung der Finanzierung weiterer Expansionen hat die Gesellschaft im März 2020 eine Finanzierungsrunde geschlossen. Diese wurde am 6. März 2020 beschlossen und am 18. März 2020 in das Handelsregister eingetragen. Des Weiteren wurde im Oktober 2020 ein Wandeldarlehen im zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen.

Urban Sports Club im Zahlencheck

2019: 9,6 Millionen Euro (Rohergebnis); 32,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2018: 3,9 Millionen Euro (Rohergebnis); 6,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2017: 1,9 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)


2016: 309.572 Euro (Jahresfehlbetrag)


2015: 391.316 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Urban Sports Club/Klaus_Mellenthin

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