WireGuard für Windows: Erste Aktualisierung seit langer Zeit bringt Bugfixes und Performance-Verbesserungen

Nach einer längeren Pause gibt es wieder ein Update für den WireGuard-Client unter Windows. Normalerweise verschickt der Entwickler keine separaten Ankündigungen für Windows-Software, weil der integrierte Updater die Anwender ohnehin informiert. Wegen der langen Pause und einiger Medienberichte der letzten Tage gab es diesmal aber doch eine Nachricht an die Mailingliste.

Mn hat sowohl den Low-Level-Kernel-Treiber und die API-Schnittstelle namens WireGuardNT als auch die Management-Software, Kommandozeilen-Tools und Benutzeroberfläche von WireGuard für Windows aktualisiert. An neuen Funktionen gibt es die Möglichkeit, einzelne erlaubte IP-Adressen zu entfernen, ohne dabei Pakete zu verlieren, was bereits unter Linux und FreeBSD implementiert wurde. Außerdem lassen sich jetzt sehr niedrige MTU-Werte für IPv4-Verbindungen einstellen.

Der Hauptfokus liegt aber woanders. Es wurden massenhaft Bugfixes und Performance-Verbesserungen eingebaut. Viel wichtiger ist aber die Code-Vereinfachung, die dadurch möglich wurde, dass man die minimal unterstützte Windows-Version nach oben geschraubt hat. Dadurch konnten die Entwickler jede Menge Kompatibilitäts-Hacks, alternative Code-Pfade, merkwürdige Logik und dynamisches Dispatching über Bord werfen. Das Projekt steht jetzt auf einem solideren Fundament, ohne den ganzen alten Ballast mitschleppen zu müssen.

Weil es das erste Windows-Release seit längerer Zeit ist, bittet Projektleiter Jason Donenfeld die Anwender um Tests und Rückmeldungen. Das Team hat zwar schon ausgiebig getestet, sogar auf Windows 10 1507 Build 10240, der ältesten noch unterstützten Windows-Version, die Microsoft selbst längst nicht mehr supportet. Aber man weiß ja nie, ob sich nicht doch irgendwo eine Regression eingeschlichen hat. Ihr seht am Update, das Microsoft-Konto des Entwicklers wurde also wieder freigeschaltet, wir berichteten ja über die Sperre. Ging schneller als gedacht.

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Windows 11 Systemsteuerung: Es gibt Gründe für die Nichtabschaffung

Microsoft schraubt seit gefühlten Ewigkeiten an der Idee, die klassische Systemsteuerung in Windows 11 komplett durch die Einstellungen-App zu ersetzen. Laut einem Bericht von Windows Latest läuft der Umbau im Hintergrund, fertig ist das ganze Thema aber längst nicht. Vor allem alte Zöpfe rund um Hardware und Treiber machen angeblich den Wechsel zäh.

March Rogers, Partner Director of Design bei Microsoft, erklärt, dass man Schritt für Schritt Funktionen aus der Systemsteuerung in die Einstellungen-App rüberzieht. Ziel ist eine einheitliche Oberfläche, damit Konfigurationen nicht mehr auf mehrere Fenster verteilt sind. Klingt logisch, in der Praxis hängt Windows aber an einem riesigen Fuhrpark aus älterer Hardware, Treibern und Firmennetzen, die seit Jahren so laufen wie sie eben laufen. Wenn Microsoft hier einfach die Systemsteuerung rausnimmt, kann es wohl mit Druckern, Netzwerkkram und Spezialhardware schnell knirschen.

Viele Admins und Poweruser greifen genau aus solchen Gründen noch auf die alte Oberfläche zurück. In Bereichen wie erweiterten Netzwerkoptionen, Druckerverwaltung oder feiner Gerätekonfiguration bietet die Systemsteuerung nach wie vor mehr Stellschrauben und wirkt zuverlässiger als die moderne Einstellungen-App. Dem können wohl sicherlich viele unserer Leser beipflichten.

Ein Punkt sind wohl auch die Gerätetreiber. Zahlreiche Drucker und Netzwerkgeräte nutzen für Einrichtung und Verwaltung ältere Konfigurationswege, die in der Einstellungen-App bisher nicht komplett abgebildet sind. Microsoft kann hier nicht einfach umschalten, ohne dass im Zweifel in Unternehmen plötzlich kein Drucker mehr druckt oder ein VPN nicht mehr aufbaut. Solange das nicht sauber gelöst ist, bleibt die Systemsteuerung im System.

Microsoft fährt deshalb eine vorsichtige Strategie und geht in kleinen Schritten vor, statt auf einen harten Schnitt zu setzen. Einen klaren Termin für die komplette Abschaltung der Systemsteuerung gibt es nicht. Gut möglich, dass beide Welten noch einige Zeit parallel existieren, auch wenn immer mehr Menüpunkte in den Einstellungen landen. Ich meine, geht ja nun auch schon ewig so.

Und hey: Ich bin doch sicherlich nicht der einzige, der seit diesem Tipp aus dem Jahre 2009 mit dem „Windows God Mode“ für die Systemsteuerung arbeitet, oder? Das klappt mit dem Ordnernamen GodMode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}  ja auch heute noch 🙂

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Microsoft sperrt Konto von VeraCrypt-Entwickler: Windows-Version hängt in der Luft




VeraCrypt-Nutzer schauen gerade etwas in die Röhre. Mounir Idrassi, der Hauptentwickler hinter der Software (die echt noch bei Sourceforge rumhängt), meldet sich nach längerer Funkstille zurück und hat schlechte Nachrichten im Gepäck. Microsoft hat sein Konto gesperrt, das er seit Jahren zum Signieren von Windows-Treibern und dem Bootloader genutzt hat.

Laut Idrassi kam das aus dem Nichts. Keine Mail, keine Vorwarnung, keine Begründung. Beim Login erscheint nur der Hinweis, dass das Konto dicht ist, laut Microsoft ohne Möglichkeit auf Einspruch. Idrassi hat nach eigenen Angaben versucht, über mehrere Support-Kanäle jemanden zu erreichen, gelandet ist er aber immer nur in automatisierten Antworten und Bot-Schleifen. Einen richtigen Ansprechpartner hat er nicht zu fassen bekommen. Was muss das für ein Horror sein.

Für VeraCrypt bedeutet das konkret, dass es aktuell keine neuen signierten Versionen für Windows gibt. Linux und macOS kann er weiter bedienen, aber der Großteil der Nutzer sitzt nun einmal auf Windows. Ohne Code-Signing-Zertifikat und ohne Zugriff auf das Microsoft-Konto klemmt jede Veröffentlichung, die einen signierten Treiber oder Bootloader braucht. Genau das ist bei einer Verschlüsselungssoftware zentral, denn Windows lässt unsignierte Komponenten nur mit Klimmzügen oder gar nicht durch.

Für Nutzer heißt das, dass VeraCrypt unter Windows zwar weiterläuft, Updates und Fehlerbehebungen aber erst einmal feststecken. Wer auf die Software angewiesen ist, sollte das im Hinterkopf behalten.

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Windows App Mobile für iOS und iPadOS: Neues Liquid-Glass-Design, alte Systeme raus




Microsoft schraubt weiter an seiner Remote-Desktop-Lösung für Apple-Geräte, die den bescheuerten Namen „Windows App Mobile“ trägt. Mit Version 11.3.0 zieht ein frisches Design ein, gleichzeitig wird die Supportkeule geschwungen, ältere Systeme fallen raus.

Die App setzt jetzt auf das Liquid-Glass-Design aus iOS 26. Microsoft hat dafür das iOS SDK aktualisiert und die Oberfläche umgebaut. Optisch passt sich die App damit stärker an das System an, Transparenzen und Glaseffekte inklusive. Im Zuge dessen ist auch die Favoritenansicht umgezogen, Favoriten sitzen nun oben im Bereich über den Geräte- und Appseiten und sind so schneller erreichbar.

Unter Personalisierung lassen sich Licht- und Dunkelmodus der App schalten, dazu kommt eine Auswahl für den Icon-Stil. Wer mit den Glaseffekten nichts anfangen kann oder auf dem iPhone-Bildschirm den Durchblick verliert, kann die Intensität des Glass-Looks anpassen, also die Transparenz reduzieren und Kanten kräftiger darstellen, angelehnt an die Opazitätseinstellungen, die Apple mit iOS 26,1 eingeführt hat.

Der Haken an der Sache: Mit Version 11,3,0 stellt Microsoft die Systemanforderungen um. Statt iOS und iPadOS 17 und neuer ist ab sofort iOS und iPadOS 26 Pflicht. Geräte, die dort nicht mehr landen, hängen auf älteren App-Versionen fest und bekommen die neuen Funktionen nicht. Wer produktiv mit Azure Virtual Desktop oder Remote Desktop auf iPhone oder iPad arbeitet, sollte also vor dem Update checken, welche Systemversion noch drin ist.

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PeaZip 11: Frische Version bringt mehr Tempo und ein paar Komfortfunktionen

Lange her: Vor fast 19 Jahren berichtete ich erstmals über PeaZip, damals eine schickere Alternative mit Dateimanager-Flair zum Packer 7Zip, aber eben darauf aufbauend. PeaZip ist nun in Version 11.0.0 erschienen (und seit langem auch für macOS und Linux zu haben, neben Windows) und bringt vor allem Optimierungen unter der Haube, da kann man ja eigentlich nicht mehr soooo viel dran machen. Die Entwickler setzen jetzt auf 7z/p7zip 26.00 und Pea 1.30 als Backend, das ist die Basis für die eigentliche Archivarbeit.

Im Bereich Code hat sich einiges getan. Die Einstellungen für die Browser-Optimierungsstufen wurden überarbeitet, damit das Programm mit verschiedenen Archivtypen und großen Archiven flotter und gleichmäßiger arbeitet. Die Berechnung der Ordnerinhalte in Archiven hängt jetzt besser an diesen Optimierungsstufen, das soll lange Wartezeiten bei vielen Dateien reduzieren. Auch die Voranalyse der Archive, also die Prüfung des Inhaltsverzeichnisses, wurde überarbeitet.

Gerade bei großen Archiven mit vielen Einträgen wird der Schritt laut Changelog deutlich schneller abgewickelt. Die Darstellung der Archivstruktur im Baum wurde ebenfalls beschleunigt und ebenfalls an die Optimierungsstufen gekoppelt. Daneben gibt es eine Reihe von Fehlerkorrekturen, etwa bei der Passwortabfrage für verschlüsselte ARC-Archive, bei Icons von Lesezeichen, Verlauf und Tabs, der Aktualisierung der Brotkrumen-Navigation und der Übersetzung spezieller Ordnernamen in Lesezeichen. Außerdem verhindert PeaZip nun mehrere automatische Öffnen-Vorgänge bei komprimierten tar-Archiven, bis das Archiv geschlossen und neu geöffnet wurde. Das Changelog ist wesentlich länger, aber das schaut ihr euch bei Interesse selbst an. Keine Neuerfindung, eher ein Verbessern von Bestehendem.

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