Philips Hue Signe Gradient Stehlampe: 2.500 Lumen für 300 Euro

Die Produkte von Signifys Marke Philips Hue gehören zu den wohl interessantesten da draußen. Allerdings bietet mittlerweile „jede Butze“ smartes Licht an, sodass man bei Hue das Alleinstellungsmerkmal abseits der Bridge auch im Design sucht. Und bekanntlich rollen im September neue Produkte auf uns zu, darunter ja die Philips Hue Signe Gradient in zwei Ausführungen. Über die Tischlampe berichteten wir bereits, nun wollen wir noch einmal mit der Stehlampe nachlegen.

Die Philips Hue Signe Gradient Stehlampe wird mehrere Farben gleichzeitig darstellen können. Bei Philips gibt man 15.000 Stunden Lebenszeit der LED-Beleuchtung an, 2.500 Lumen nennt das Unternehmen für seine 1,40 Meter Höhe messende Hue Signe Gradient Stehlampe (reine Beleuchtung 1,25 Meter). 300 Euro sollen fällig werden für das Modell als Stehlampe, das kleine Modell bei um 270 Euro liegen.

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Google Home: Verbesserte Einstellungen für Nest-Lautsprecher und Chromecasts

Nest Hub und Hub Max hatten bereits Ende des letzten Jahres eine überarbeitete Ansicht für ihre Einstellungen in der Google-Home-App erhalten. Nun folgen laut 9to5Google auch Nest-Lautsprecher und Chromecast-Geräte. So werden nun auch dort sämtliche Unterpunkte in den beiden Abschnitten „Allgemein“ und „Gerätefunktionen“ aufgelistet. Auch soll nun der Menüpunkt „Gerät entfernen“ ganz unten in der Auflistung eines jeden Geräts besser hervorgehoben werden. Solltet ihr Chromecast-Gerätschaften verwenden, dürft ihr in der App nun per Schnellzugriff den Ambient Mode nutzen. Ältere Chromecast-Versionen bieten zudem unter „Video“ noch eine Funktion, um einen 50-Hz-HDMI-Modus zu verwenden.

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Viomi Alpha UV S9: Der mit dem Licht reinigt

Ich habe mal wieder ein neues Saugroboter-Modell unter meine Fittiche genommen. Ich muss schon gestehen, dass solch ein smarter Reinigungshelfer zu einer der besseren Investitionen der letzten Jahre zählt. Während das Modell aus meinem letzten Test ohne Laser-Navigation, dafür aber mit gut funktionierender optischer Navigation, auskam, ist beim wieder ein Lasermodul vorhanden.

Auch eine Wischfunktion ist zugegen, die findet man inzwischen ja auch in zahlreichen Modellen. Exotisch heraus sticht bei diesem Modell das UV-Licht, welches verspricht im Zuge der Reinigung Bakterien abzutöten. Das ist übrigens der wohl einzige Punkt, welcher den S9 UV vom Standard S9-Modell unterscheidet. Außerdem verfügt der S9 UV über eine Absaugstation.

Zwei Worte zu Viomi: Die sind, wie auch Dreame und Roborock recht eng mit Xiaomi verbandelt. Da gibt es wohl zahlreiche Modelle, die sich nur in Nuancen unterscheiden – hier sind es eben die Reinigung mit UV-Licht sowie die Absaugstation. Recht ähnlich ist auch der Prosenic M8 Pro. So viel vorab: Da ist die App aber für die Tonne, hier setzt man wiederum auf Xiaomis Ökosystem.

Auch ansonsten klingen die technischen Daten solide. Man verfügt, wie viele Modelle, über eine Akkukapazität von 5.200 mAh und bietet eine Reinigungsleistung von bis zu 2.700 pa. Bei niedrigster Reinigungsstufe soll der Akku für mehrere Stunden bzw. knapp 250 Quadratmeter ausreichen. Weitere Besonderheit: Staubbehälter und Wassertank gibt es in einer kombinierten Box, welche mit einem HEPA-Filter versehen ist. Das Ersatzzubehör fällt üppig aus: Neben Ersatzfilter sowie Staubbeutel für die Absaugstation hat man noch einige Einmaltücher zum Wischen beigelegt. Letztere sollen antibakteriell sein.

Außerdem gibt es eine zusätzliche Seitenbürste im Lieferumfang. Neben besagter Absaugstation bringt man auch eine Wischplatte mit auswaschbarem Staubtuch mit. Es fehlt eine Unterlage für den parkenden Sauger.

  • Product Name: Viomi Alpha UV(S9)
  • Product Dimension(mm): Ø 350*98mm
  • Runtime / Suitable Area: 220 min (Quiet Mode) / 250 m^2
  • Weight: 8.1kg
  • Battery Capacity: 5200mAh
  • Suction power (pa): 2700
  • Operation Noise (db): 70
  • Climbing ability: 2 cm
  • Miscellaneous
    • 2-in-1 Dust Box Water Tank ( 300 ml 250 ml)
    • Customize the room cleaning sequence
    • Selective Room Cleaning

Zur Inbetriebnahme des Saugroboters genügen wenige Handgriffe. Ladestation einstecken, Roboter in Ladestation setzen und los geht die Blitzeinrichtung. Verwendet wird die Xiaomi-Home-App. Die bietet optional die Verknüpfung mit weiteren Smart-Home-Komponenten. Beim Hinzufügen eines neuen Geräts in der App wird der S9 UV direkt erspäht. Ein Klick sowie die Eingabe des Wi-Fi-Passworts und Angaben zum Aufstellort reichen aus und der Roboter ist betriebsbereit. Voraussetzung ist ein Xiaomi-Account, der Sauger läuft auf dem EU-Server. Jener Account dient auch der Anbindung an die Sprachassistenz seitens Alexa und dem Google Assistant.

Zur App muss ich wohl kaum weitere Worte verlieren, die Xiaomi-Home-App gehört zu den besten, die Saugroboter so mitbringen. Apropos Einstellungsmöglichkeiten: Optional spricht der Roboter mit euch in deutscher Sprache.

Alles Weitere erledigt der Roboter beim ersten Reinigungsvorgang von selbst. Da wird eine Karte angelegt, welche euch neue Optionen eröffnet. So könnt ihr die Räume entsprechend einrichten – was sich bei mir als etwas frickelig herausstellte. Pro Raum könnt ihr den Reinigungsmodus wählen oder aber eine Reihenfolge für die Reinigung der einzelnen Räume festlegen. Auch virtuelle Wände oder No-Go-Zonen lassen sich einrichten. Zudem lässt sich eine No-Go-Zone festlegen, in der nicht gewischt werden soll.

Ob Wasser eingefüllt ist oder der Mopp installiert ist, erkennt der Roboter nicht automatisch, das richtet sich nach der Einstellung, die ihr für den Reinigungsvorgang gebt. Da könnt ihr auch die Wasserdosierung anpassen oder wie gewohnt eben die Saugleistung. Der S9 UV bietet euch die Möglichkeit, mehrere Karten zu speichern. Somit steht einem Einsatz auf mehreren Etagen wenig im Wege.

In Sachen Reinigungsleistung konnte mich der S9 UV überzeugen. Klar gibt es da das eine oder andere Topmodell, wie den Roborock S7, der hat die Nase vorn. Aber das Reinigungsergebnis war stets zufriedenstellend. Mit bis zu 2.700 pa bietet man ausreichend Power. Die Laser-Navigation enttäuscht nicht, der Roboter geht zielstrebig vor und kartografiert Wände und Hindernisse. Vor jenen drosselt er rechtzeitig das Tempo und dockt da wenn überhaupt nur vorsichtig an. Von den Beinen meines Wäscheständers konnte sich der Roboter selbstständig wieder befreien.

Die veranschlagten Reinigungszeiten, die der 5.200 mAh große Akku gewährleistet, hält man Pi mal Daumen ein. Gut zu wissen: Im Laserturm an der Oberseite ist ein Bumper verbaut, den hat teils das eine oder andere Modell weggespart. Die Hauptbürste ist anfällig für das Verfangen von Haaren – da gibt es inzwischen bessere Lösungen auf dem Markt.

Andocken ist ein gutes Stichwort, denn die Ladestation beinhaltet wie gesagt eine Absaugstation. Ich persönlich habe das nie vermisst, immerhin reichen auch die internen Behälter oftmals für mehrere Reinigungsvorgänge aus. Den größten Vorteil der Absaugstation sehe ich nicht im Volumen der Staubbeutel von 3 Litern, sondern vielmehr darin, dass beispielsweise Allergiker nicht in direkten Kontakt mit dem Staub geraten. Da beugt man auch mittels HEPA-Filtern vor. Der Staubbeutel ist aber nötig, ohne lässt sich die Station nicht betreiben. Hier lassen sich wohl nur die eigenen Staubbeutel nutzen. Möglicherweise lassen sich herkömmliche Beutel aus dem Supermarkt aber umfunktionieren – erprobt habe ich das bislang aber nicht.

Nach dem Reinigungsvorgang geht die Absaugstation mit einer Power von 950 Watt zu Werke und das wird kurzzeitig spürbar laut – vergleichbar mit dem Turbo-Modus von einem Handsauger. Ein prüfender Blick zeigte: Fast der komplette Inhalt war aus dem Staubbehälter im Roboter abgesaugt – tut also, was es verspricht. Über ein LC-Display gibt man Auskunft über den Füllstand. Auch sonst ist die Absaugstation ein Bolide, verglichen mit sonstigen Ladestationen von Saugrobotern. Unschön: Das Stromkabel auf der Rückseite geht fest in die Station, somit ist ein Austausch nicht ohne weiteres möglich. Dies macht sich auch beim nicht vorhandenen Kabelmanagement bemerkbar, ein kürzeres oder längeres Kabel kann entsprechend nicht verwendet werden.

Ebenfalls ungünstig ist die Positionierung des 2-in-1-Behälters. Der Absaugstation sei Dank braucht man natürlich keinen Zugriff darauf. Auch die 300 Milliliter große Staubkammer fällt aufgrund der Absaugstation nicht ins Gewicht. Die Krux ist es nun allerdings, an die 250 Milliliter große Wasserkammer zu kommen oder aber den Wischmopp anzubringen. Jene befindet sich nämlich aufgrund der Absaugvorrichtung nicht frei zugänglich in Richtung Station. Zum Befüllen mit Wasser oder dem Anbringen des Staubmopps muss der Roboter also von der Station heruntergenommen werden. Er versucht sich sogleich zurück auf die Station“zu kämpfen. Suboptimal.

Auch die Ladekontakte am herausnehmbaren Staubbehälter sehe ich kritisch im Bezug auf die Langlebigkeit. Sonst so? Den Klett zum Anbringen des Staublappens empfand ich als schwer zu handhaben. Kleiner Tipp: Den Wischlappen vor dem Reinigungsvorgang bereits anfeuchten, dann zieht er eher Wasser – die Dosierung lässt sich über die App regeln. Ein Auslaufen des Restfüllstandes des Wassertanks nach erfolgtem Reinigungsdurchgang, wie ihn einige Berichte schildern, konnte ich (bis dato) nicht feststellen.

Die Wischfunktion ist nicht in der Lage zu schrubben, wie es beispielsweise beim Roborock S7 der Fall ist. Nett aber, dass man eine Einstellungsmöglichkeit für den Y-Modus hat. Jener ersetzt dann die schlangenförmigen Reinigungsfahrten. Dort folgt nach „zwei Schritten vorwärts stets ein Schritt zurück“ bei der Reinigung. So erfolgt zumindest ein gründlicheres Wischen. Es mangelt aber am Druck auf den Boden.

Und dann wäre da noch die „Reinigung mit dem Licht“. An der Unterseite hat man ein UV-Licht verbaut, welches nach Angaben des Herstellers Bakterien nahezu vollständig abtötet. Das lässt sich von mir wenig nachprüfen. Das Prinzip ist bekannt und kommt auch in kleinen Boxen zur Reinigung von Smartphones erfolgreich zum Einsatz. Damit sagt man also nicht nur Staub und Schmutz den Kampf an, sondern auch Bakterien. Insofern sie wirklich effektiv funktioniert: eine sinnvolle Sache insbesondere in Bad, Flur und Küche.

Zusammenfassend lässt sich der Viomi S9 UV als solides Gerät bezeichnen. In den meisten Bereichen hält man da seine Verkaufsversprechen. Für den S9 ohne UV-Reinigung werden knapp 529 Euro fällig – mit Absaugstation eine Ansage, wenn man sie denn braucht. Für das UV-Modell werden knapp 560 Euro fällig, also kein saftiger Aufpreis. Die Sache mit dem Wasser- und Staub-Tank, welcher sich nicht auf der Ladestation befüllen bzw. wechseln lässt empfinde ich als Fehlkonstruktion. Man kann sich damit arrangieren, sind aber Dinge, die wenig durchdacht sind. Ebenso das fest fixierte Kabel an der Absaugstation.

Die Reinigungsleistung ist zufriedenstellend, das Wischen wie beim Gros der Modelle eher ein Staubwischen. Neben der Absaugstation ist es durchaus auch wichtig, sich zu fragen, ob man Vertrauen in die UV-Reinigung hat, sodass man diese unbedingt mit an Bord haben will. Denn mit diesen extra Funktionen hebt man sich zwar von anderen Modellen ab, die schlagen aber mit dem einen oder anderen Euro zu Buche. Auch für die Staubbeutel entstehen da Folgekosten – die nimmt man als Allergiker sicher in Kauf. Andere sollten sich aber fragen, ob es den zusätzlichen Müll, der dabei entsteht, wirklich benötigt. Ein Betrieb ohne Absaugstation bzw. Staubbeutel ist nicht möglich.

Schön, dass man seitens Viomi auf die App von Xiaomi setzt. Da macht man definitiv alles richtig. Mir gefallen die Einstellungsmöglichkeiten, die man da anbietet. Oftmals stimmt die Hardware des Saugroboters, aber die App ist suboptimal. Hier passt das.

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IKEA SYMFONISK Picture Frame angehört: Wenn euch die Wand beschallt

Da ist das Ding! IKEA hat einen neuen Lautsprecher aus der SYMFONISK-Reihe vorgestellt, der auf den Namen Picture Frame hört. Treffender kann man einen Namen für einen Bilderrahmen wohl nicht wählen.

Doch es ist eben nicht nur ein Bilderrahmen, ein Lautsprecher versteckt sich darin, der von Sonos kommt und auch die entsprechenden Eigenschaften hinsichtlich der Systemintegration mitbringt.  Der Rahmen ist 41 Zentimeter breit, 57 Zentimeter hoch und 6 Zentimeter tief. In der Box liegt noch eine Aufhängung, Füße zum Dämpfen von Vibrationen, etwas Papierkram und ein 3,5 Meter langes Kabel. Ich habe mich für den Test gegen das Aufhängen entschieden und die Aufstellvariante genutzt.

Dazu nehmt ihr die zwei Füße und drückt diese in die dafür vorgesehenen Mulden im Rahmen. Netzkabel rein, in die Führung schieben und anstecken. Aufstellen – und schon kann die Einrichtung losgehen. Diese geht Sonos-typisch leicht von der Hand. Die Sonos-App führt euch nahtlos durch das Setup. Der Lautsprecher wird selbstständig erkannt und ihr sorgt für die Bestätigung der Einrichtung, indem ihr das Handy über ein NFC-Tag im Rahmen haltet. Dort befindet sich eine LED, die euch über den Status informiert und den Ort des Tags anzeigt.

Habt ihr die Einrichtung abgeschlossen, könnt ihr wie gewohnt eure Zuspieler über die Sonos-App auf den Lautsprecher schieben. Auch TruePlay – die Sonos-eigene Soundoptimierung – kann mit dem Picture Frame genutzt werden. Im Rahmen selbst sind noch ein paar Buttons eingebracht, die euch die Steuerung per Tastendruck erlauben. So hängt oder steht der Rahmen relativ unauffällig in eurem Raum herum. Die Front kann übrigens ausgetauscht werden. IKEA wird zukünftig verschiedene Bilder dafür anbieten. Wenn der Lautsprecher im Standby ist, möchte er mit 2W versorgt werden, was meiner Meinung nach im Rahmen liegt.

Kommen wir zum Klang des Rahmens. Das Gerät bringt durch die Form und die Tiefe einen guten Resonanzkörper mit. Beim ersten Hinhören und nach mehrmaligem Hinhören bin ich etwas überrascht, wie gut der Bass transportiert wird. Vor allem: der kommt mit ordentlich Volumen zum Zuhörer und ist – je nachdem, wo man steht – auch spürbar. Sehr angenehm. Doch was ist mit dem Rest der Frequenzen? Die Höhen sind ebenfalls sehr präsent und klar. Auch wenn man voll aufdreht, „rutschen die nicht weg“. Kein Knarzen oder andere Unschärfen. Wo ist der Haken? Der ist in den mittleren Frequenzen, die sind mir zu schwach. Dort finden sich nicht so viel Details und man vermisst auch den Punch, der die Höhen trägt.

Versteht mich nicht falsch, der Klang des Rahmens ist gut und in etwa auf dem Niveau eines Sonos One mit etwas mehr Bass. In Anbetracht des Raumes, der hier zur Verfügung steht, hätte man vielleicht noch etwas mehr herausholen können. Wie üblich bei Sonos empfiehlt sich zur Optimierung des Klanges die Einrichtung von TruePlay. Das Sound-Profil gefällt mir persönlich besser als die Standard-Einstellung. Also kurz: Wenn ihr die Wahl habt, einen One oder den SYMFONISK zu kaufen, würde ich wahrscheinlich den SYMFONISK-Rahmen bevorzugen. Macht sicher vor allem im Stereo-Paar an der Wand im Wohnzimmer was her und könnte direkt auch als Rear im Surround-Verbund eingesetzt werden.

Alles in allem gefällt mir der SYMFONISK Picture Frame sehr gut. Er ist durch die Fronten – die übrigens 30 Euro kosten werden – gut personalisierbar und fällt als Lautsprecher gar nicht weiter auf. 179 Euro sind meiner Meinung nach okay, ihr bekommt einen Sonos One SL in Bilderrahmen-Form – das ist doch was.

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realme TechLife Robot Vacuum ausprobiert: Solider Start in die Welt der Saugroboter

realme stellte Mitte Juni seinen neuen Saugroboter TechLife Robot Vacuum unter seiner Smart-Home-Marke TechLife vor. Man breitet sich da also mittlerweile über den Smartphone-Markt hinaus aus, für den man sicher immer noch in Europa am ehesten bekannt ist. Aber auch Smartwatches und Kopfhörer hat realme ja durchaus im Angebot. Ein Saugroboter ist jedoch neu für das Unternehmen. Mit 369 Euro (UVP) ist das frische Modell für einen Saugroboter mit LiDAR-Navigation bzw. Lasereinheit sogar preislich durchaus attraktiv platziert. Das war für mich Grund genug, mir den realme TechLife Robot Vacuum für einen Test einmal genauer anzuschauen.

Als Hintergrund: Ich selbst verwende den 360 S9 als den privaten Roboter-Staubsauger meiner Wahl. Mit dessen Leistung vergleiche ich den neuen realme TechLife Robot Vacuum also unter anderem direkt. Derzeit kann man den Saugroboter z. B. aus einem EU-Lager via AliExpress bestellen. Dabei gibt es eine Aktion, durch die ihr auf einen Early-Bird-Preis von 356,99 US-Dollar (umgerechnet etwa 302 Euro) kommen sollt. Beim Modell ohne Wisch-Kit klappt das mit dem Code „69ROBOT“. Über den Code „66ROBOT1“ könnt ihr wiederum das Set mit dem Mopping-Kit für 396,80 US-Dollar (umgerechnet etwa 336 Euro) erhalten. Der Versand erfolgt in beiden Fällen aus Frankreich. Diese Aktion läuft bis 20. Juli 2021.

Technische Daten des realme TechLife Robot Vacuum

  • Saugroboter mit LiDAR / Laser-Navigation
  • Kapazität des Staubbehälters: 600 ml
  • Kapazität des Wassertanks (optional erhältlich): 300 ml
  • Leistung: 3.000 pa
  • Lautstärke: 55 dB (nur bei niedrigster Saugstufe mit 500 pa)
  • Akkulaufzeit: Bis zu 300 Min. (niedrigste Saugstufe)
  • Akkukapazität: 5.200 mAh
  • App-Funktionen: Virtuelle Mauern, Nicht-Wisch-Zonen, Speicherung von 5 Karten, Zonenreinigung, verstellbar Saugstärke, Unterstützung für Amazon Alexa / Google Assistant, Anlegen von Zeitplänen
  • Maße / Gewicht: 350 x 100 mm /  3,3 kg
  • Lieferumfang: Saugroboter, zwei Seitenbürsten, Ladestation, Ladekabel Anleitung
  • Preis: 369 Euro

Was mir gut gefällt: Der realme TechLife Robot Vacuum nutzt zwei Seitenbürsten, was mehr und mehr zur Ausnahme bei Saugrobotern wird. Meiner Erfahrung nach hilft das aber durchaus, um ein paar Krümel mehr mitzunehmen. Der Akku hat hier mit 5.200 mAh die Standardgröße, die Saugkraft ist mit 3.000 pa stark. Etwas krude ist, dass realme für den Wassertank zum Moppen separat zur Kasse bittet.

Ausstattung und Verarbeitung

Man gewinnt direkt nach dem Auspacken des realme TechLife Robot Vacuums den Eindruck, dass realme sich hier ein wenig beweisen wollte. Denn auch wenn das Design des Saugroboters definitiv 0815 ist, wirkt die Verarbeitung für den Preis überdurchschnittlich. So sitzt an der Oberseite eine Glasplatte, was haptisch direkt etwas hochwertiger wirkt. Außerdem bindet man seine Markenfarbe Gelb für das Innere des Laserturms ein, was ein netter Akzent ist.

Die Glasoberfläche ist wertig, zeigt aber rasch jedes StaubkornDie Glasoberfläche ist wertig, zeigt aber rasch jedes Staubkorn

Der Staubbehälter wird nach vorne herausgezogen, was mir persönlich nicht so gut gefällt wie die nach oben zu öffnenden Behälter. Gerade wenn der Sauger aufgeladen wird, verschiebt man das Gerät bei realmes Bauweise der Wahl leichter. Wollt ihr Wischen, müsst ihr den Behälter komplett gegen das optionale Mopping-Kit austauschen. Jenes lag mir für den Test ebenfalls vor – hier ist dann wenigstens auch ein Ersatz-Mopp direkt dabei.

Der Lieferumfang des realme TechLife Robot Vacuums ist hingegen auf das Mindestmaß beschränkt. Ersatzbürsten fehlen und auch eine Fernbedienung glänzt durch Abwesenheit. Offenbar hat der Hersteller seine Ressourcen lieber in die Materialien des Roboters gesteckt, was man ihm wiederum auch nicht zum Vorwurf machen kann. Hinweis: Die beiliegende Anleitung war bei meinem Testgerät ausschließlich in englischer Sprache gehalten, die Verbindungsanleitung für die App, realme Link, hingegen auch auf Deutsch.

Praxistest

Der realme TechLife Robot Vacuum kann vier unterschiedliche Saugstufen anlegen: Quiet (500 pa), Normal (1.200 pa), Turbo (2.500 pa) und Max (3.00 pa). Die ausgewiesene Lautstärke von 55 dB erreicht ihr nur im Quiet-Modus, der in den meisten Szenarien wenig zielführend ist, weil er schlichtweg zu schwach saugt. Zwischen den Stufen Turbo und Maximum konnte ich wiederum in meinem Test bei den Saugergebnissen keinen Unterschied feststellen, sodass der zumindest minimal leisere Turbo-Modus für die meisten Nutzer ausreichen dürfte.

Teppiche lassen den Saugroboter im wahrsten Sinne des Wortes rasch auflaufen.Teppiche lassen den Saugroboter im wahrsten Sinne des Wortes rasch auflaufen.

Auffällig ist, dass der TechLife Robot Vacuum mit der Ladestation etwas ruppiger umgeht als Konkurrenzmodelle: realme weist darauf hin, dass jene unbedingt an der Wand zu positionieren sei. Derlei Hinweise ignorierte ich bei anderen Herstellern bisher immer gerne und hatte nie Probleme. Doch der realme TechLife Robot Vacuum „besprang“ die Station stets so beherzt, dass er erst zufrieden war und verharrte, wenn er sie tatsächlich bis an die Wand herangeschoben hatte.

Verspielt: Das Banner in der App-Übersicht kann angepasst werdenVerspielt: Das Banner in der App-Übersicht kann angepasst werden

Kurz zur App realme Link: Hier ist definitiv noch etwas Überarbeitungsbedarf vorhanden, was aber ebenso für die Firmware des Roboters gilt. So wollte ich beispielsweise einmal den Ladevorgang des Vacuums unterbrechen und ihn auf Tour schicken – ausreichend Ladung war mit 76 % vorhanden. Doch mein Plan führte zu einem Loop: Der Sauger verließ die Ladestation und kündigte den Reinigungsvorgang an. Nur zwei Sekunden später propagierte er dann jedoch, sich aufladen zu wollen. Kaum an der Ladestation angekommen und den Ladevorgang bestätigt, begann der soeben beschriebene Zyklus erneut. Unterbrechen konnte ich das nur durch wahlloses Pausieren / Starten des Lade- und Saugvorgangs, bis es dann irgendwann korrekt klappte.

Auch kam es einmal vor, dass ich – nichts Böses ahnend – am Rechner saß und der Roboter plötzlich das Reinigen startete – ohne, dass ich in der App einen Zeitplan hinterlegt hätte oder ihm den Befehl erteilt hätte. Das sind schon wahrnehmbare Mängel, die für eine noch recht unausgereifte Firmware sprechen.

Die Raumkarten sind präzise - die Fehlermeldung ergab sich durch meinen Badezimmerteppich.Die Raumkarten sind präzise – die Fehlermeldung ergab sich durch meinen Badezimmerteppich.

In der App könnt ihr dabei nicht nur virtuelle Wände einrichten, sondern auch kleinere, abgesteckte No-Go-Zonen oder eben Sperrgebiete fürs Wischen. Verbesserungswürdig bei den Saugergebnissen: Der realme TechLife Robot Vacuum könnte näher an Kanten heranfahren. So verstreute ich in der Küche etwas Rosmarin, um zu beobachten, wie sich der kleine Helfer so schlägt. Generell saugte er es gut auf, schob aber mit den Bürsten einen Rest an den Rand der Küchenzeile. Anschließend blieben die Kräuter dort dann auch liegen. Hier könnte realme die Navigation optimieren, denn der Sauger ist momentan zu übervorsichtig.

Angenehm ist die Lautstärke: Selbst auf der höchsten Stufe ist realmes Modell trotz höherer Leistung leiser als mein 360 S9. Mein Badezimmerteppich war übrigens auch für dieses Modell die Achillesferse und sorgte für mehrmaliges Steckenbleiben. Putzig ist dabei die englischsprachige Stimme, deren Grammatik manchmal zu wünschen übrig lässt. Nach der Befreiung aus dem Teppich erhielt ich etwa die Ansage „Cleaning continue“. Dass es dabei bisher keine deutsche Sprachausgabe gibt, ist zu verschmerzen. Schräg ist jedoch, dass man aus einer englischen Frauen- oder einer Kinderstimme wählen kann. Die vermeintliche Kinderstimme, welche sogar als Standard eingerichtet ist, klingt für meine Ohren allerdings auch nach einer jungen Frau.

Zur Integration von Alexa und dem Google Assistant ist zu sagen, dass ihr darüber den Saugvorgang starten oder beenden könnt, mehr ist dann aber nicht drin. Zum Wischen ist zu erwähnen, dass die Ergebnisse hier weder schlechter noch besser sind, als bei anderen Saugern mit Wischfunktion ohne vibrierende Pads. Im Wesentlichen zieht der Saugroboter also einen nassen Lappen mit. Dadurch lassen sich leichte Verschmutzungen beseitigen, für alles andere müsst ihr aber selbst ran. Ich persönlich würde daher wohl auf das Mopping-Kit verzichten.

Fazit

Mit dem realme TechLife Robot Vacuum liefert der Hersteller einen gelungenen Einstieg in den Markt für Saugroboter. Vor allem Preis und Verarbeitung überzeugen hier voll und ganz. So ist der Saugroboter mit seiner Glasoberseite hochwertiger als viele Konkurrenzmodelle und nutzt zwei Seitenbürsten. Auch die Betriebslautstärke ist sehr angenehm und frei von hochfrequentem Pfeifen. Da hat realme bei der Konstruktion alles richtig gemacht.

Ein paar Firmware-Updates könnten dem Roboter allerdings nicht schaden: So dürfte der Sauger gerne näher an Ränder heranfahren und hat noch mit einigen Software-Macken zu kämpfen. Zum ausgerufenen Preis ist der realme TechLife Robot Vacuum durchaus interessant, zumal er fünf unterschiedliche Maps speichern kann und recht vielfältige Möglichkeiten für No-Go-Areale bietet. Man merkt dem Produkt aber eben softwareseitig an kleinen Details an, dass noch viel Optimierungsbedarf herrscht.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie realme in Zukunft seine TechLife-Marke ausbauen wird. Die Konkurrenz auf dem Markt der Saugroboter ist enorm. Hält man sich nun ran und optimiert die Navigation und die Firmware weiter, dann ist der TechLife Robot Vacuum eine ernstzunehmende Konkurrenz für die etablierten Platzhirsche.

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