#Interview – “Das B2C-Modell hat sich nicht durchgesetzt”

Das Kölner Unternehmen MySchleppApp, 2016 von Frank Heck und Santosh Satschdeva gegründet, positioniert sich als “digitales, flächendeckendes Pannenhilfenetzwerk”. Anfangs setzte das Team auf B2C, schwenkte dann aber ins B2B-Segment rüber. Zu den Kunden der Jungfirma gehören Automobilhersteller, Fuhrparkmanager und Leasing-Unternehmen. Kürzlich wanderte das Unternehmen unter das Dach von hlpy aus Italien.

“Die Übernahme durch hlpy ermöglicht uns weiteres Wachstum. Gemeinsam bedienen wir nun nicht mehr nur Deutschland und Österreich, sondern auch Italien, Frankreich und Spanien. Das schafft Synergien und neue Kunden auf beiden Seiten”, sagt MySchleppApp-Macher Satschdeva.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Satschdeva außerdem über organisches Wachstum, mediale Aufmerksamkeit und Nischen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter MySchleppApp erklären?


Unser Geschäftsmodell ist ziemlich einfach: Wir verbinden Menschen, die mit ihrem Auto liegengeblieben sind, mit Abschleppdiensten, die das Auto schnell abholen und in die Werkstatt bringen. MySchleppApp verdient Geld, indem wir eine Gebühr für diese Vermittlung nehmen.

Zum Start habt Ihr auf B2C gesetzt. Inzwischen liegt Euer Fokus auf B2B. Wie kam es zu diesem Wandel?


Das B2C-Modell hat sich aufgrund der starken Konkurrenz nicht durchgesetzt. Unseren ersten großen B2B-Kunden fanden wir schließlich in Bosch, mit denen wir noch heute zusammenarbeiten. Es hat sich gezeigt, dass wir in der B2B-Nische wirtschaftlich arbeiten und unseren Platz finden können. Inzwischen betreuen wir namhafte Unternehmen wie z.B. Tesla, die Deutsche Post, Signal Iduna oder BYD.

Wie hat sich MySchleppApp seit der Gründung entwickelt?


Vom Büro in den eigenen vier Wänden sind wir nach einem Zwischenstopp am Kölner Startplatz inzwischen in einem wunderschönen Büro-Gebäude in Köln-Porz angekommen. Wir sind von 3 auf 15 Mitarbeiter gewachsen und werden dieses Jahr noch zwei weitere Arbeitsplätze besetzen. Unser Pannenhilfe-Netzwerk ist in Deutschland flächendeckend und umfasst etwa 1.500 Dienstleister. Wir bearbeiten jährlich etwa 55.000 Pannen.

Gerade wurdet Ihr von hlpy übernommen. Wie genau geht es nun weiter für Euch?


Die Übernahme durch hlpy ermöglicht uns weiteres Wachstum. Gemeinsam bedienen wir nun nicht mehr nur Deutschland und Österreich, sondern auch Italien, Frankreich und Spanien. Das schafft Synergien und neue Kunden auf beiden Seiten.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Wir haben eine neue Version unserer Partner-App für die Abschleppdienste gelauncht, die leider einige Bugs enthielt. So konnten wir mehrere Tage keine Aufträge an unser Netzwerk versenden, bis das Thema wieder im Griff war.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Zum einen ist da die Teilnahme am TV-Format “Die Höhle der Löwen”, die uns 2017 große mediale Aufmerksamkeit gebracht hat. Das hat uns natürlich sehr geholfen, interessante Kontakte zu knüpfen. Zum anderen war die Änderung unserer Strategie von B2C auf B2B ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Besonders wichtig war für uns auch das langsame, aber organische Wachstum und dass wir keine Investoren, dafür aber einen langen Atem hatten.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Hartnäckig bleiben. Innovativ sein. Sich von Misserfolgen nicht entmutigen lassen. Immer weitermachen.

Wo steht MySchleppApp in einem Jahr?


In einem Jahr werden mit mit hlpy zu einer starken Gemeinschaft zusammengewachsen sein. Wir sind bereits einer der führenden Anbieter für digitale Pannenhilfe in Deutschland und Österreich. Unsere jährlichen Wachstumsraten liegen bei über 130 % – und so darf es gerne weitergehen.

Reden wir über Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?


Die Kölner Startup-Szene ist dynamisch und vielfältig. Wir haben nur die besten Erinnerungen an unsere Zeit am Kölner Startplatz. Dort haben wir viele tolle Menschen kennengelernt und die Weichen für unser Business gelegt. Der Startplatz ist übrigens ein besonders wichtiges Gründerzentrum, das regelmäßig Workshops, Events und Networking organisiert. Köln ist außerdem bekannt für seine Medien- und Kreativwirtschaft, aber auch Startups in den Bereichen Technologie, E-Commerce, Mobilität und FinTech haben hier ihren Platz. Besonders stark sind hier die digitalen Geschäftsmodelle, wie etwa E-Commerce-Plattformen oder Apps, aber auch im Bereich Software-as-a-Service (SaaS) gibt es viele spannende Unternehmen. Wir sind und bleiben Köln-Fans!

Was ist in Köln einfacher als in Berlin – und umgekehrt?


Köln ist zwar nicht so bekannt wie Berlin, hat sich aber in den letzten Jahren zu einem wichtigen Standort für junge, innovative Unternehmen entwickelt. In Köln ist die Startup-Szene kleiner und übersichtlicher als in Berlin. Dadurch ist es oft einfacher, Zugang zu relevanten Kontakten zu finden und in bestehende Netzwerke aufgenommen zu werden. Die Startup-Community ist gut vernetzt, und der Austausch zwischen Gründern, Investoren und Mentoren ist persönlicher. Dies kann gerade für neue Gründer hilfreich sein, da sie schneller Unterstützung und Rat finden. Berlin hingegen bietet einen größeren Zugang zu internationalen Talenten, Risikokapital und mehr Aufmerksamkeit. Beide Städte haben also ihre eigenen Vorteile – die Wahl hängt stark davon ab, welche Prioritäten Gründer haben und in welcher Branche sie tätig sind.

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?


Erstens: Köln verzeichnet eine wachsende Anzahl von Investoren, aber es gibt noch nicht so viele Venture-Capital-Firmen und Business Angels wie in Berlin oder München. Startups, die größere Finanzierungsrunden abschließen möchten, müssen oft außerhalb der Region suchen. Es wäre hilfreich, wenn es mehr lokale Risikokapitalgeber gäbe, die gezielt in regionale Startups investieren. Zweitens: Zwar gibt es in Köln bereits einige Co-Working-Spaces und Gründerzentren, aber es fehlt an genügend erschwinglichen und flexiblen Büroflächen, besonders wenn Startups wachsen und größere Räume benötigen. Die Stadt könnte Maßnahmen ergreifen, um den Zugang zu bezahlbaren Gewerbeflächen zu verbessern und damit Startups in verschiedenen Wachstumsphasen zu unterstützen. Drittens: Die Universitäten und Fachhochschulen in Köln sind bereits gut vernetzt, aber es gibt noch Raum für eine engere Zusammenarbeit zwischen Forschung und Gründern. Mehr technologische Transferprogramme, Inkubatoren an Universitäten und spezielle Förderungen für studentische Gründungen könnten dazu beitragen, dass mehr Forschungsergebnisse in Startups umgesetzt werden.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 735 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): MySchleppApp

#StartupsToWatch – 12 Startups aus Köln, die alle auf dem Schirm haben sollten

In Köln lässt es sich gut leben, feiern und vor allem gründen. Auch in den vergangenen Wochen und Monaten sind konnten wieder einige spannende Kölner Startups, Scaleups und Grownups durch millionenschwere Investmentrunden oder umfangreiche Seed-Investitionen auf sich aufmerksam machen. Hier einige spannende Kölner Startups, Scaleups und Grownups, die uns zuletzt aufgefallen sind. Darunter könnte das nächste Unicorn der Domstadt sein.

bezahl.de


PayPal Ventures, Seaya Ventures, Walter Ventures und Altinvestor Motive Ventures investierten zuletzt 22 Millionen Euro in bezahl.de. Das Kölner FinTech, das 2018 von Lasse Diener und Ulrich Schmidt gegründet wurde, kümmert sich um Forderungs- und Zahlungsmanagement. Das frische Kapital soll insbesondere in die Expansion fließen. Motive Ventures sowie Family Offices und Business Angels investierten zuletzt 11 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt sammelte das Unternehmen bislang 38 Millionen ein. Mehr über bezahl.de

DeepSkill


Das Kölner EdTech-Unternehmen DeepSkill, 2020 von Miriam Mertens und Peter Goeke gegründet, kümmert sich um “emotionale Skills und ganzheitliche Personalentwicklung”. Angel-Investorinnen aus dem encourageventures-Netzwerk, Ex-Lufthansa-CHRO Bettina Volkens sowie die Altinvestoren High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Kienbaum investierten zuletzt 1,5 Millionen Euro in DeepSkill. Mehr über DeepSkill

epilot


Das Kölner Startup epilot, 2017 von Michel Nicolai, Szilard Toth und Rolf Benken gegründet, hilft Energieversorgern und Netzbetreibern bei der Vermarktung ihrer Produkte. Expedition Growth Capital investierte zuletzt 10 Millionen Euro in das Unternehmen. In den vergangenen Jahren sammelte das Team bereits rund 7 Millionen ein. Zu den Anteilseignern des Unternehmen gehören insbesondere die Essener Beteiligungsfirma ATV Energie und das Energieversorgungsunternehmen badenova. Mehr über epilot

Hellgrün


Beim Kölner FinTech Hellgrün, von Lucas Josten, Wenzel Gerstner und Roman Steigertahl gegründet, dreht sich alles um Investments in Solarenergie. “Wir kümmern uns um alles: von der Objektsuche, über die Planung und Installation mit erfahrenen Fachbetrieben bis hin zur Vermarktung des Stroms und Betrieb der Anlage”, teilt das Team mit. Angel Investoren wie Joan Dyckhoff-Schlieker, Hans-Peter Villis, Florian Meyer-Delpho, Philipp Waldstein, Moritz Waldstein und Tobias Schütt investieren zuletzt in die Jungfirma. Mehr über Hellgrün

Jupus


Das Kölner LegalTech Jupus, von René Fergen und Jannis Gebauer gegründet, möchte “als juristisches KI-Sekretariat” die Mandatsaufnahme bei Rechtsanwälten automatisieren – “vom ersten Kontakt bis zur vollständigen Akte, ohne dabei die persönliche Betreuung durch den Rechtsanwalt zu ersetzen”. High Tech Gründerfonds (HTGF), Combination VC, Business Angels und Altinvestoren wie Foodpanda-Gründer Felix Plog investierten zuletzt 1,3 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Jupus

mogenius


Das Kölner Startup mogenius, 2021 von Behrang Alavi, Benedikt Iltisberger, Herbert Möckel, Jan Lekspy und Gerrit Schumann gegründet, verspricht seinen Nutzer:innen ein “einfaches Setup und Management” der eigene Cloud-Infrastruktur. Conceptum, seed speed Ventures und Smart Infrastructure Ventures investierten zuletzt 2,5 Millionen in das Unternehmen. STS Ventures, Smart Infrastructure Ventures, Inovexus Ventures und mehrere Business Angels investierten zuvor bereits eine siebenstellige Summe in mogenius. Mehr über mogenius

Naro


La Famiglia, Discovery Ventures, Robin Capital und mehrere Business Angels investierten zuletzt 3 Millionen Euro in Naro. Das Kölner FinTech, von Christoph Püllen und Nils Krauthausen gegründet, setzt auf eine Software, mit der andere Unternehmen eigene Fonds und ETFs aufsetzen können. “Our fund infrastructure enables companies to build their own ETFs and funds, without any operational and regulatory burden, while receiving their fair share of the fund market”, teilt das Team mit. Mehr über Naro 

Sunhat


EnBW New Ventures und die Altinvestoren Capnamic Ventures, Wepa Ventures und xdeck ventures investierten zuletzt in Sunhat. Insgesamt sammelte das Unternehmen in seiner Seed-Investmentrunde nun 5 Millionen Euro ein. Das Kölner Startup, das 2022 von Lukas Vogt, Alexander Behr und Ali Kamalizade gegründet wurde, möchte die “Beantwortung von Nachhaltigkeits-Fragebögen und ESG-Ratings für Großunternehmen in der Zuliefererindustrie automatisieren”. Mehr über Sunhat

United Manufacturing Hub


Freigeist Capital (Frank Thelen und Co.) und DnA Ventures investierten zuletzt eine ungenannte Summe in United Manufacturing Hub. Das Kölner Startup, 2021 von Christian Proch, Alexander Krüger und Jeremy Theocharis in Aachen gegründet, möchte Unternehmen helfen, ihre Maschinen digital zu vernetzen. “With the seed financing and the support of existing investor DnA Ventures, the product and engineering team is to be further expanded to meet the increasing requirements of large corporations”, teilt das Team mit. Mehr über United Manufacturing Hub

W1NNAS


W1NNAS aus Köln, 2022 von Pablo Klüppelberg und Ben Decker gegründet, setzt auf Sports-Nutrition. “Our performance pouches are designed for the champions of today and tomorrow, providing powerful support with zero nicotine or tobacco”, teilt das Team mit. Business Angels wie Willy Umland, Thomas Sailer, Lucas Teuchner, Arndt Wippert, Johannes Meyer, Christian Zott, Florian Hoffmann und Stefan Bauer investierten zuletzt in W1NNAS. Mehr über W1NNAS

Xaver


Motive Ventures, Cavalry Ventures, Sequoia, a16z, EQT Ventures, Robin Capital sowie Business Angels wie Martin Blessing, Julian Teicke, Matthias Setzer, Thomas Münkel, Felix Ohswald, Elmar Broscheit und Fußballweltmeister Mario Götze investierten zuletzt 5 Millionen Euro in Xaver. Beim FinTech aus Köln, von Max Bachem und Ole Breulmann als Numos gegründet, dreht sich alles um Altersvorsorge. Konkret um eine “KI-gesteuerte B2B-Plattform für den Verkauf von Lebensversicherungen und privaten Altersvorsorgeprodukten”. Mehr über Xaver

Vytal


Das Kölner GreenTech Vytal, 2019 von Tim Breker und Sven Witthöft gegründet, setzt auf eine “software-basierte Lösung für Mehrwegverpackungen”. Zielgruppe waren zunächst  Take-away- und Delivery-Dienste. Inzwischen setzt das Team verstärkt auf “Flughäfen, Einkaufs- und Stadtzentren, Messen, Festivals und andere Veranstaltungs- und Unterhaltungsorte”. Emerald Technology Ventures, Ventis sowie Altinvestoren wie Grazia Equity, Kiko Ventures und Rubio investierten zuletzt 6 Millionen Euro in Vytal. Mehr über Vytal

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen genaueren Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole.  Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen gerade von sich reden? Mehr als 600 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3

#DealMonitor – Atlas Metrics sammelt 12,2 Millionen ein – Briink erhält 3,85 Millionen – foodforecast bekommt 3 Millionen

#DealMonitor

#DealMonitor Atlas Metrics sammelt 12,2 Millionen ein Insight Partners investiert in Flightkeys Briink erhält 3,85 Millionen foodforecast bekommt 3 Millionen Finanzspritze für Greenpass  BrowserStack kauft Bird Eats Bug  Keba-Gruppe übernimmt EnerCharge 

Atlas Metrics sammelt 12,2 Millionen ein – Briink erhält 3,85 Millionen – foodforecast bekommt 3 Millionen

Montag, 30. September 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 30. September werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Atlas Metrics


 MMC Ventures und Altinvestoren wie b2venture, Cherry Ventures und Redstone investieren 12,2 Millionen Euro in Atlas Metrics. Das Berliner Startup, das von Wladimir Nikoluk, der in der Vergangenheit schon ImmerLearn ins Leben gerufen hat, gegründet wurde, setzt auf eine Software zur “Erfassung, Verwaltung und Berichterstattung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Daten (ESG)”. b2venture, Cherry Ventures, VR Ventures, Global Founders Capital (GFC), Rivus Capital, another.vc und TD Veen investierten zuletzt bereits 5,2 Millionen Euro in das Unternehmen. “Atlas Metrics plans to invest in its team, expand into new markets, and continue to develop its ESG compliance and performance management offering”, teilt das Team zur Investmentrunde mit. Mehr über Atlas Metrics

Flightkeys 


 Insight Partners investiert eine ungenannte Summe in Flightkeys. “The investment comes at an exciting time for Flightkeys. The company’s leading solution powers flight planning at some of the world’s largest carriers, with many more currently implementing Flightkeys 5D. Insight’s partnership enables Flightkeys to accelerate the company’s investments into its strategic roadmap, R&D, and customer service”, heißt es in einer Presseaussendung. Das 2015 gegründete Wiener Unternehmen Flightkeys, das derzeit 110 Mitarbeitende beschäftigt, “optimiert in Echtzeit Flugpläne für Airlines, um Kosten zu sparen und Emissionen zu verringern”. Im Zuge des Insight-Investments steigt B&C Innovation Investments als Gesellschafter des Unternehmens aus. “Mit ihrem vollständigen Exit schließt die B&C ein höchst erfolgreiches und profitables Investment ab, nachdem sich der Wert der von B&C gehaltenen Anteile seit 2016 um das rund Fünfzigfache gesteigert hat”, teilt der langjährige Gesellschafter mit.

Briink


EquityPitcher Ventures, 13books Capital, Merantix Capital und seed speed Ventures sowie Business Angels investieren 3,85 Millionen Euro in Briink. Das Berliner KI-Startup, von Samuel King und Tomas van der Heijden gegründet, entwickelt einen KI-Agenten, der “ESG-Teams und deren Arbeitsabläufe beschleunigen und gleichzeitig ein Höchstmaß an Datengenauigkeit und -qualität gewährleisten” soll. Das frische Kapital soll in die “Weiterentwicklung dieser spezialisierten KI-Tools” fließen.

foodforecast


Scalehouse Capital, Future Food Fund, Blue Horizon Ventures, Aeronaut Invest und “weitere strategische Investoren” investieren 3 Millionen Euro in foodforecast. Das Kölner Startup, von Justus Lauten als werksta.tt gegründet, setzt Künstliche Intelligenz zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung ein. “Diese Investition wird es uns ermöglichen, unser Team zu erweitern und unseren Kunden weiterhin beispiellose Prognosequalitäten und Servicequalität zu bieten”, teilt das Team mit. Mehr über foodforecast

Greenpass 


ARAX Capital investiert eine ungenannte Summe in Greenpass. Das ClimateTech aus Wien, 2018 von Florian Kraus und Bernhard Scharf gegründet, setzt auf eine “All-in-One Software-as-a-Service (SaaS) zur gesamtheitlichen Bewertung, Optimierung und Zertifizierung der Umweltauswirkungen von Immobilien”. Peak Pride, Pi Labs, aws Gründerfonds und die Haselsteiner Familienprivatstiftung investierten zuvor bereits eine siebenstellige Summe in das Unternehmen. Mehr über Greenpass 

MERGERS & ACQUISITIONS

BrowserStack – Bird Eats Bug 


Das irische Softwaretest-Unternehmen BrowserStack übernimmt das 2020 gegründet Berliner Bug-Reporting-Tool Bird Eats Bug. “Dieser strategische Schritt bringt die leistungsstarken Funktionen von Bird Eats Bug in das BrowserStack-Ökosystem ein und geht mit der Markteinführung von Bug Capture, einer bahnbrechenden Lösung für manuelle Tests, einher”, teilt das Unternehmen mit. Nauta Capital investierte 2021 rund 1,5 Millionen Euro in Bird Eats Bug, das von Francisco Lourenço, Jacky Chung und Dan Makarov gegründet wurde. Mehr über Bird Eats Bug 

Keba-Gruppe – EnerCharge 


Die Linzer Keba-Gruppe übernimmt das insolvente Kärntner MobilityTech EnerCharge – siehe auch Brutkasten. Das Startup aus Kötschach-Mauthen in Österreich, 2018 gegründet, setzt auf eine Schnellladetechnik für E-PKW, E-LKW und E-Busse. Der Ludwigshafener Energieversorger Pfalzwerke stieg zuletzt beim E-Mobility-Unternehmen ein und sichert sich dabei 23 % am Unternehmen. Mehr über EnerCharge

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Foto (oben): azrael74

#Interview – So expandiert bezahl.de mit neuem Namen ins Ausland

#Interview

Das Kölner Unternehmen Aufinity Group, hierzulande als bezahl.de unterwegs, expandiert derzeit massiv ins Ausland. In in Italien und Spanien ist das Team, das bisher 39 Millionen eingesammelt hat, bereits erfolgreich gelandet. Weitere Länder sollen bald folgen.

So expandiert bezahl.de mit neuem Namen ins Ausland

Mittwoch, 25. September 2024VonAlexander Hüsing

Das Kölner Unternehmen NX Technologies heißt nun Aufinity Group. In Deutschland sind die Rheinländer weiter als bezahl.de unterwegs. Im Ausland dagegen als Aufinity. “Wir hatten einen wirklich großen Blumenstrauß an Varianten und haben uns am Ende für einen Namen entschieden, der uns als Unternehmen und als Produkt beschreibt: Aufinity steht nämlich für die Verbindung aus Automotive, FinTech und Infinity und ist somit der perfekte Name für das was wir machen und verkörpern”, sagt Gründer Ulrich Schmidt zur Umbennenung.

Das rheinische FinTech, 2018 von Lasse Diener und Ulrich Schmidt gegründet, kümmert sich um Forderungs- und Zahlungsmanagement. PayPal Ventures, Seaya Ventures, Walter Ventures und Altinvestor Motive Ventures investierten zuletzt 22 Millionen Euro in das FinTech. Insgesamt sammelte das Unternehmen bislang 39 Millionen ein.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Aufinity Group-Macher Schmidt unter anderem über Werkstätten, Zeitersparnis und Prozesse.

Wie würdest Du Deiner Großmutter die Aufinity Group erklären?


Bei meiner eigenen Großmutter geht das leider nicht mehr, aber Deiner würde ich es so erklären: Wenn man ohne uns ein Auto bezahlt, läuft der Prozess sehr kompliziert und langwierig. Der Käufer ruft den Verkäufer an, dass er das Geld überwiesen hat, der ruft wiederum in der Buchhaltung an, um den aktuellen Status zu erfragen. Hier liegen die Informationen dann in einem Aktenordner oder auf Bankauszügen vor. Die Buchhaltung ruft dann wieder den Verkäufer und dieser den Käufer an, um im schlimmsten Fall zu sagen, dass er sich morgen noch einmal melden soll, weil kein Vermerk gefunden werden konnte. Das gleiche lässt sich auch auf die Zahlungen in Werkstätten anwenden. Oft geben die Werkstätten Autos an den Kunden, ohne schon für die Leistungen bezahlt worden zu sein und müssen dann lange auf die Zahlung per Rechnung warten oder aufwändige Mahnprozesse einleiten. Diese Prozesse digitalisieren und revolutionieren wir, sodass jeder, auch der Käufer, in Echtzeit weiß, wann die offene Forderung bezahlt ist. Keine unnötigen Anrufe mehr. Aber natürlich auch kein Kaffeeklatsch mit der Buchhaltung mehr.

Was war zuletzt das Highlight bei Euch?


Das war ganz klar der Markteintritt in Italien und Spanien und unsere Umbenennung in die Aufinity Group. Wir können nun auch in weiteren Ländern helfen, Transparenz und Zeitersparnis in die Zahlungsprozesse im gesamten Automotive Bereich zu bringen.

In Deutschland seid Ihr als bezahl.de unterwegs. Im Ausland setzt Ihr auf den neuen Namen Aufinity. Wie schwierig war es, diesen neuen Namen zu finden?


Wir haben ein wunderbares und erfahrenes Team, welches auf jedes Detail achtet, daher brauchten wir viele kleine Iterationen. Wir hatten ursprünglich einen wirklich großen Blumenstrauß an Varianten und haben uns am Ende für einen Namen entschieden, der uns als Unternehmen und als Produkt beschreibt: Aufinity steht nämlich für die Verbindung aus Automotive, FinTech und Infinity und ist somit der perfekte Name für das was wir machen und verkörpern.

Wo steht die die Aufinity Group derzeit, welche Zahlen, Daten und Fakten kannst Du mit uns teilen?


Erstens: Mehr als 80 % der Top 100 Autohaus-Gruppen in Deutschland stehen bei uns unter Vertrag. Zweitens: Über 160 Mitarbeitende, die in Deutschland, aber auch mittlerweile Spanien und Italien verteilt sitzen. Drittens: Insgesamt 39 Millionen Euro von Venture Capital-Fonds erhalten, darunter namhafte Investoren wie PayPal Ventures, Motive Ventures und Seaya Ventures. Viertens: Kooperationen mit internationalen OEMs wie Stellantis Italia und mittlerweile in vier Ländern aktiv. Fünftens: In den letzten 12 Monaten circa 8 Milliarden Euro Plattformvolumen gemanaged

Welche Projekte stehen in den kommenden Monaten bei Euch auf der Agenda?


An erster Stelle steht jetzt unsere Internationalisierung. Auch wenn wir mit jeweils einem Team schon erfolgreich in Italien und Spanien operieren, werden bald weitere Länder folgen. Auch für unsere deutschen Kunden arbeiten wir aber natürlich weiterhin daran, die Prozesse rund um die Zahlung einfacher und effizienter zu gestalten, sodass sie mehr Kunden für das eigene Autohaus gewinnen werden.

Wo steht die Aufinity Group Startup in einem Jahr?


Aktuell kann man sagen, dass wir es geschafft haben in Deutschland den Standard für Zahlung im Fahrzeugkauf und -service zu definieren. Schon über 80 % der Top 100 Autohandelsgruppen gehören zu unseren überzeugten Kunden. Das wollen wir nun auch in weiteren europäischen Ländern erreichen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln werfen wir einen Blick auf das Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind dort die Voraussetzungen für Gründer:innen, wie sieht es mit Investitionen aus und welche Startups machen von sich reden? Mehr als 735 Startups haben Köln mittlerweile zu ihrer Basis gemacht. Mit zahlreichen potenziellen Investoren, Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents bietet Köln ein spannendes Umfeld für junge Unternehmen. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): bezahl.de

#DealMonitor – Porsche investiert in Quantum Systems – Lightium erhält 6,2 Millionen – hlpy kauft MySchleppApp

#DealMonitor

#DealMonitor Porsche investiert Millionen in Quantum Systems Lightium erhält 6,2 Millionen Almer bekommt 3 Millionen hlpy kauft MySchleppApp Hype1000 kauft Audvice DHDL: Diamazing Beauty, Dübelix, RocketTutor

Porsche investiert in Quantum Systems – Lightium erhält 6,2 Millionen – hlpy kauft MySchleppApp

Dienstag, 24. September 2024VonTeam

Im #DealMonitor für den 24. September werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

INVESTMENTS

Quantum Systems


 Notion Capital, der Fahrzeugbauer Porsche und Co. investieren im Rahmen einer erweiterten Serie-B-Finanzierungsrunde eine zweistellige Millionensumme in Quantum-Systems. “This brings the total amount of Series B funding for the Munich-based drone pioneer to over €100 million”, teilt das Team mit. HV Capital, DTCP, Project A Ventures und Co. investierten zuletzt bereits 63,6 Millionen Euro in das Unternehmen. Das Münchner DefenseTech-Unternehmen, 2015 von Florian Seibel, Michael Kriegel, Tobias Kloss und Armin Busse gegründet, setzt auf elektrisch angetriebene Drohnen samt Multisensor-Technologie. “With this new round of funding, Quantum Systems plans to accelerate its internationalization efforts and fund further innovation. The additional capital will facilitate the scale up of production capabilities, as well as investments in research and development with a strong focus on software and AI”, heißt es in einer Presseaussendung. Mehr über Quantum-Systems

Lightium 


 Vsquared Ventures, Lakestar und Business Angels investieren 6,2 Millionen Euro in Lightium. Das Startup aus Zürich, von Amir Ghadimi, Frédéric Loizeau und Dirk Englund gegründet, entwickelt “die nächste Generation photonischer integrierter Schaltungen (PICs)” . Zum Konzept schreibt das Team: “Wir bieten produktionsreife TFLN-PIC-Foundry-Services für Kunden aus den Bereichen Datenkommunikation, Telekommunikation, KI, Quantum und Luft- und Raumfahrt.”

Almer


 VI-Partners und Kickfund investieren 3 Millionen US-Dollar in Almer. Das Startup aus Bern, 2021 von Timon Binder und Sebastian Beetschen gegründet, setzt auf eine “neue Form der Kommunikation in den Bereichen Fernwartung, Kundendienst und Logistik”. Konkret geht es um das AR-Headset Arc 2, das sich als “eine leichte, benutzerfreundliche und kostengünstige Alternative zu den schweren, komplexen und teuren Lösungen, die derzeit auf dem Markt sind” etablieren soll.

MERGERS & ACQUISITIONS

hlpy – MySchleppApp


Das italienische Pannenhilfe-Scaleup hlpy übernimmt seinen Kölner Wettbewerber MySchleppApp. “Die Akquisition erlaubt es hlpy, seine Position als führendes europäisches Unternehmen für volldigitale Pannenhilfe auszubauen und seine Services nicht nur in Italien, Frankreich und Spanien anzubieten, sondern auch in Deutschland und Österreich”, teilt das Unternehmen mit. MySchleppApp, 2016 von Frank Heck und Santosh Satschdeva gegründet, positioniert sich als “digitales, flächendeckendes Pannenhilfenetzwerk”. Anfangs setzte das Team auf B2C, schwenkte dann aber ins B2B-Segment rüber. Zu den Kunden der Jungfirma gehören  Automobilhersteller, Fuhrparkmanager und Leasing-Unternehmen. Mehr über MySchleppApp

Hype1000 – Audvice


Die Münsteraner  Corporate-Audio-Plattform Hype1000 übernimmt das Pucher Audio-Startup Audvice. “Diese strategische Akquisition ist Teil des kontinuierlichen Wachstumskurses von Hype1000 und festigt die Position als führender Partner für Unternehmen von umfassenden Audio- und Podcasting-Lösungen”, teilen die Unternehmen mit. Audvice, von Sophie Bolzer und Erfan Ebrahimnia gegründet, setzt auf Wissensmanagement. Mit der Audvice-App können Nutzerinnen und Nutzer Audio-Inhalte erstellen und diese mit anderen Nutzern bzw. Kollegen im eigenen Unternehmen teilen. Cusp Capital investierte zuletzt gemeinsam mit CapitalT, Tiny.VC sowie den GoStudent-Gründern Felix Ohswald und Gregor Müller 1,9 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Hype1000

DIE HÖHLE DER LÖWEN

Diamazing Beauty


Beauty-Löwin Judith Williams und Startup-Löwe Frank Thelen investieren in der sechzehnten Staffel der VOX-Gründershow “Die Höhle der Löwen” 100.000 Euro in Diamazing Beauty und sichern sich dabei 40 % am Unternehmen. Das Startup, von Brigitte Steinmeyer gegründet, setzt auf ein “Diamazing Beauty Serum, ein Diamant-Hyaluron-Komplex”. Der Deal platzte nach der Show. Mehr über Diamazing Beauty

Dübelix


 Regal-Löwe Ralf Dümmel investiert in der sechzehnten Staffel der VOX-Gründershow “Die Höhle der Löwen” 30.000 Euro in Dübelix und sichert sich dabei 25 % am Unternehmen. Das Startup, von Markus Beck und Robert Sobolewski gegründet, setzt auf ein System, das Dübel leicht aus Wänden lösen soll.  Mehr über Dübelix

RocketTutor


Sales-Löwe Carsten Maschmeyer investiert in der sechzehnten Staffel der VOX-Gründershow “Die Höhle der Löwen” 500.000 Euro in RocketTutor und sichert sich dabei 7 % am Unternehmen. Das EdTech aus München, von Yue Wu, Lionel Rühlemann und Komaldeep Chahal gegründet, positioniert sich als “KI-Tutor für die Prüfungsvorbereitung. Zielgruppe sind zunächst Mathematik-Sekundarschülerinnen und -schüler der Klassen 11, 12 und 13 in Bayern und Nordrhein-Westfalen”. Mehr über RocketTutor

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74

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