#Interview – “Wir helfen Unternehmen, den Umsatz mithilfe von Avataren zu erhöhen”

#Interview

2021 verkaufte Fabian Beringer sein Unternehmen e-bot7 an LivePerson. Nun startet er mit VidLab7 wieder durch. “Auf unserer Plattform können Unternehmen künstliche Intelligenz nutzen, um extrem personalisierte und aufregende Videos zu erstellen”, erklärt er das Konzept.

“Wir helfen Unternehmen, den Umsatz mithilfe von Avataren zu erhöhen”

Donnerstag, 7. November 2024VonTeam

Das junge Startup VidLab7 aus München, 2024 von e-bot7-Gründer Fabian Beringer und Georgi Anastasov gegründet, setzt auf die “Generative-KI-gesteuerte Suite zur Erstellung synthetischer Medien für Vertriebsteams”. Mit der Software von von VidLab7 können “Vertriebsteams hyperpersonalisierte Video- und Sprachinhalte erstellen, indem sie entweder KI-generierte Inhalte oder lebensechte Avatar-Versionen ihrer selbst verwenden”. 

EQT Ventures und Business Angels investierten zuletzt 3,5 Millionen Euro in das Startup, das derzeit 13 Mitarbeitende beschäftigt. 

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht VidLab7-Macher Beringer einmal ausführlich über den Stand der Dinge in seinem neuen Unternehmen. 

Wie würdest Du Deiner Großmutter VidLab7 erklären?  


Mit unserer Plattform helfen wir Unternehmen, den Umsatz drastisch mithilfe von generativer KI und Avataren zu erhöhen. Auf unserer Plattform können Unternehmen künstliche Intelligenz nutzen, um extrem personalisierte und aufregende Videos zu erstellen, welche auf den Empfänger maßgeschneidert sind, um diesem Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Auch kann der Kunde per Webcam oder Smartphone in Echtzeit mit Avataren sprechen. Die Avatare verstehen und sehen den Nutzer durch die Webcam und beantworten relevante Fragen.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?  


Wir bieten eine Software-as-a-Service-Lösung an. Unternehmen zahlen eine monatliche Gebühr, um den Service nutzen zu können.

Wie ist die Idee zu VidLab7 entstanden?  


Seit ich in der Schule war, interessiert mich das Thema Medien und die Frage, wie die Zukunft der Medienlandschaft aussehen wird. Nachdem ich seit 10 Jahren erfolgreich im KI-Markt als Gründer arbeite und meine letzte Firma erfolgreich an LivePerson verkauft habe, sehe ich die Zukunft der Medien als die größte Chance für Unternehmen, den Umsatz mit noch nie zuvor dagewesenen kreativen Möglichkeiten drastisch zu erhöhen. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, VidLab7 zu gründen, um den weltweiten Marktführer in diesem Bereich aufzubauen.

Wie oder wo hast Du Deinen Mitgründer kennengelernt?  


Wir kennen uns schon seit vielen Jahren privat und aus dem Startup-Ökosystem aus München.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?  


Den Markt genau zu verstehen und ein technisch hochkomplexes Produkt zu bauen, welches für den Nutzer jedoch so einfach zu bedienen ist, dass er unfassbaren Spaß damit hat, aber gleichzeitig wahnsinnig hohe ROIs erzielen kann.

Ihr konntet bereits Investorengelder einsammeln. Wie seid Ihr mit euren Geldgebern in Kontakt gekommen? 


Durch ein Intro eines befreundeten Gründers. Es hat auf allen Ebenen direkt gepasst.

Wo steht VidLab7 in einem Jahr?


In einem Jahr sind wir bereits in weiteren europäischen Märkten vertreten, sind der Go-to-Anbieter für generative KI und Avatar-Technologie für Revenue-Teams und bereiten uns auf die Expansion in neue Märkte vor.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): VidLab7

#Interview – “So sparen Unternehmen Zeit und Geld”

#Interview

Rigle aus Stuttgart, bietet “maßgeschneiderte KI- und Softwarelösungen”. “Wir helfen Firmen dabei, ihre Abläufe effizienter zu gestalten”, sagt Gründer Franz Nkemaka. In den kommenden Monaten möchte das Team auf über 50 Mitarbeitende wachsen.

“So sparen Unternehmen Zeit und Geld”

Freitag, 1. November 2024VonTeam

Das junge Unternehmen Rigle aus Stuttgart, das 2023 von Franz Nkemaka, Oumar Langer und Nicolas Reichl ins Leben gerufen wurde, bietet “maßgeschneiderte KI- und Softwarelösungen”. Dabei übernimmt das Startup etwa alle Aufgaben einer IT-Abteilung – “von der Entwicklung von Grund auf bis hin zur Markteinführung”.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründer Nkemaka Rigle einmal ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Rigle erklären?


Rigle ist ein Unternehmen, das sich auf moderne Technik spezialisiert. Wir helfen Firmen dabei, ihre Abläufe effizienter zu gestalten, indem wir ihnen smarte digitale Lösungen wie z.B. Web-Apps, Website Lösungen anbieten. Wir entwickeln Programme und Systeme, die dafür sorgen, dass zum Beispiel Arbeitsabläufe schneller und einfacher funktionieren. So sparen Unternehmen Zeit und Geld. Denk an es wie an eine Art modernes Hilfsmittel für Firmen, um besser und cleverer zu arbeiten.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?


Wir arbeiten mit Entwicklern aus dem Ausland zusammen und koordinieren unsere Prozessen in Deutschland, um dennoch die beste Qualität zu liefern, so wird jedes Projekt von einem Projektmanager aus Deutschland überwacht und wir behalten unseren Gewinnmarge.

Wie ist die Idee zu Rigle entstanden?


Ich habe bereits seit meiner Kindheit Software-Dienstleistungen angeboten. Eines Tages kamen Oumar und ich ins Gespräch und beschlossen, gemeinsam zu arbeiten: Oumar würde die Aufträge beschaffen, während ich mich um die Programmierung kümmere. Im Laufe der Zeit professionalisierten wir die Zusammenarbeit, und so entstand schließlich das Unternehmen Rigle.

Wie oder wo hast Du Deine Mitgründer kennengelernt?


Zum einen durch die Schule und zum anderen durch Freunde und Kontakte.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?


Software-Entwicklung ist nicht einfach, manche Projekte brauchen länger als geplant und unsere Herausforderung ist dennoch unsere Kunden das Beste zu liefern, fehlerfrei. Es erfordert eine konstante Innovation, Prozessoptimierung und so lösen wir das Problem kontinuierlich.

Euer Firmensitz ist Stuttgart. Ist das ein Vor- oder ein Nachteil?


Ein Vorteil, aber an sich nicht so relevant, da die meiste Arbeit remote abläuft. Stuttgart ist ein sehr guter Firmensitz, da wir uns in unmittelbarer Nähe zur Automobilindustrie befinden. Zudem gibt es hier zahlreiche IT-Unternehmen, aber auch eine hohe Nachfrage nach Dienstleistungen. Dadurch haben wir sowohl Zugang zu qualifiziertem Fachwissen als auch zu potenziellen Kunden.

Wo steht Rigle in einem Jahr?


In einem Jahr wollen wir auf 50 Mitarbeiter wachsen und mehr Kunden unsere Chatbots und Dienstleistungen anbieten. Viele Prozesse mit Industrie Kunden gestalten. Wir wollen einen großen Beitrag leisten, wenn es um Software Entwicklung hier in der Region und in Deutschland geht.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Rigle

#Interview – “Nutzerfeedback ist Gold wert”

Mit Fastic, 2019 von Ben Bak, Thomas Adam und Tobias Börner gegründet, sollen Nutzerinnen und Nutzer leichter abnehmen können. Konkret geht es dabei unter anderem um das Trendthema Intervallfasten. Seit dem Start haben bereits mehr als 50 Millionen Nutzerinnen und Nutzer die App heruntergeladen. Das Dresdner Team erwirtschaftete zuletzt weltweit einen Umsatz in Höhe von 10 Millionen Euro.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Fastic-Macher Börner, der am 6. November auch auf unserer Startupland Conference in Köln spricht, über Bewegung, Krankenkassen und Performance-Marketing.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Fastic erklären?


Wir haben eine App entwickelt, die den Menschen hilft, gesünder zu leben. Die App zeigt ihnen, wann sie essen und wann sie pausieren sollten, um ihrem Körper auch mal gezielte Pausen zur Regeneration zu lassen und sich besser zu fühlen. Sie erinnert auch daran, genug Wasser zu trinken und motiviert, sich mehr zu bewegen – die App ist wie dein täglicher Gesundheitscoach für die Hosentasche!

War dies von Anfang an Euer Konzept?


Unser ursprüngliches Konzept war tatsächlich auf das Thema Fasten fokussiert, um Menschen das Intervallfasten näherzubringen. Doch mit der Zeit haben wir erkannt, dass wir viel mehr tun können. Heute kombinieren wir Fasten, Ernährung, Bewegung und mentale Gesundheit zu einem ganzheitlichen Ansatz. Wir haben uns also weiterentwickelt und unser Modell entsprechend ausgebaut, um den Bedürfnissen unserer Nutzer gerecht zu werden. Auch die Nutzung von KI und die enge Zusammenarbeit mit Krankenkassen waren zunächst nicht Teil des Plans, haben sich aber als Schlüsselelemente für unseren Erfolg herauskristallisiert.

Was war zuletzt das Highlight bei Euch?


Ein großes Highlight war die Integration unserer KI-gestützten Menü-Scanner-Funktion. Diese ermöglicht es Nutzern, einfach ein Foto von ihrer Mahlzeit zu machen, und unsere KI analysiert sofort die Nährwerte und schlägt passende Portionsgrößen vor. Damit haben wir das Thema gesunde Ernährung noch leichter und intuitiver zugänglich gemacht. Zudem haben wir dieses Jahr einen neuen Meilenstein erreicht: über 50 Millionen Downloads weltweit!

Wie hat sich Fastic seit der Gründung entwickelt?


Seit unserer Gründung im Jahr 2019 ist Fastic enorm gewachsen. Wir haben inzwischen ein internationales Team mit über 100 Mitarbeitern, und unsere App wurde mehr als 50 Millionen Mal heruntergeladen. Wir sind in mehreren Ländern präsent, besonders stark in deutsch- und englischsprachigen Regionen, und arbeiten eng mit Krankenkassen zusammen, um unsere Ernährungskurse als Präventionsmaßnahme anzubieten. Auch unser Umsatz wächst stetig, was uns zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Ein besonders herausfordernder Moment war die Einführung von Apples Datenschutzanpassungen (SKAN) im Jahr 2021. Diese Änderung hat unser Performance-Marketing hart getroffen, da wir plötzlich weniger Daten für die Optimierung unserer Kampagnen zur Verfügung hatten. Aber durch agile Anpassungen und eine strategische Neuausrichtung konnten wir diese Herausforderung meistern. Zudem brachte die schnelle Skalierung während der Pandemie einige personelle und operative Herausforderungen mit sich, die uns aber letztlich geholfen haben, effizienter zu werden.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Eines unserer größten Erfolgsgeheimnisse war es, stets auf die Bedürfnisse unserer Nutzer zu hören. Das Feedback unserer Community hat uns immer wieder dabei geholfen, unser Produkt weiterzuentwickeln und auf Marktveränderungen schnell zu reagieren. Auch die wissenschaftliche Fundierung und die enge Zusammenarbeit mit Experten aus der Gesundheitsbranche haben uns eine starke Vertrauensbasis aufgebaut. Unsere Fähigkeit, Technologie und Benutzerfreundlichkeit zu vereinen, hat Fastic in kurzer Zeit an die Spitze des Marktes gebracht.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Hört auf eure Nutzer: Sie sind der Schlüssel, um das Produkt kontinuierlich zu verbessern. Nutzerfeedback ist Gold wert. Bleibt flexibel: Der Markt verändert sich schnell. Wer sich nicht anpasst, bleibt zurück. Wissenschaftliche Fundierung: Gerade im Gesundheitsbereich ist es entscheidend, dass eure Produkte auf fundierten Erkenntnissen basieren, um Vertrauen aufzubauen.

Wo steht Fastic in einem Jahr?


In einem Jahr wollen wir unsere internationale Expansion weiter vorantreiben und in noch mehr Ländern und Sprachen verfügbar sein. Zudem planen wir, den Bereich Ernährung weiter auszubauen und die Themen Bewegung und mentale Gesundheit stärker zu integrieren. Unser Ziel ist es, langfristig eine der führenden Plattformen für ganzheitliche Gesundheit zu werden und Menschen weltweit zu helfen, präventiv gesünder zu leben.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Fastic

#Interview – “Einige Investoren sind auf uns zugekommen”

#Interview

In den vergangenen Jahren flossen bereits 8,8 Millionen in Doinstruct. “Wir wachsen stetig. Beispielsweise hatten wir im Jahr 2022 10 Kunden, im Jahr 2023 schon 98 und inzwischen sind wir bei mehr als 250 Kunden”, sagt Gründerin Charlotte Rothert.

“Einige Investoren sind auf uns zugekommen”

Dienstag, 29. Oktober 2024VonAlexander Hüsing

Das junge Startup Doinstruct, 2021 von Charlotte Rothert, Thorsten Gross, Daniel Marinkovic und Mona Feder  in Osnabrück gegründet, entwickelt eine mobile Schulungslösung für Frontlineworker. “Wir haben eine mobile Onboarding- und Schulungsplattform entwickelt, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen von Mitarbeitern ohne festen Arbeitsplatz orientiert”, erklärt Gründerin Rothert die Idee hinter Doinstruct.

Creandum, High-Tech Gründerfonds (HTGF ), D11Z.Ventures, Bastian Karweg und Andreas Hettich investieren 7,6 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt flossen bereits 8,8 Millionen Euro in Doinstruct. Derzeit arbeiten 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründerin Rothert Doinstruct einmal ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Doinstruct erklären?


Der Großteil der Arbeiter in Deutschland arbeiten fernab vom Schreibtisch und packen direkt an, sei es auf dem Bau, bei der Ernte oder in der Gastronomie. Diese Mitarbeiter, die teils aus dem Ausland kommen, müssen ordentlich eingewiesen werden und Schulungen zu Themen wie Sicherheit, Hygiene und Nachhaltigkeit durchlaufen. Doch eine Schulung vor Ort kann aufgrund von Mehrschichtsystemen, dezentralen Einsatzorten und der Sprachbarriere schwierig sein. Wir haben eine mobile Onboarding- und Schulungsplattform entwickelt, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen von Mitarbeitern ohne festen Arbeitsplatz orientiert. Es gibt keine App, die man herunterladen muss, kein Passwort, das man sich merken muss, und keine E-Mail. Wir helfen Unternehmen, ihre Mitarbeiter in ihrer Muttersprache zu schulen und sind derzeit in mehr als 20 Sprachen verfügbar. Im Durchschnitt erreichen doinstruct-Kunden eine Adoptionsrate von mehr 80% im ersten Monat, sparen 4,6 Stunden produktiver Arbeit pro Mitarbeiter und reduzieren die Trainingskosten um ca. 43%.

Wie hat sich Doinstruct seit der Gründung entwickelt?


Wir wachsen stetig. Beispielsweise hatten wir im Jahr 2022 10 Kunden, im Jahr 2023 schon 98 und inzwischen sind wir bei mehr als 250 Kunden, Tendenz steigend. Stand heute haben wir 45 Mitarbeiter. 

Zuletzt konntet ihr Millionen einsammeln. Wie seid ihr mit euren Investor:innen in Kontakt gekommen?


In Investorenkreisen war bekannt, dass wir viel Nachfrage von Kunden erhalten und schnell ein gutes Wachstum erzielen konnten. Dadurch sind einige Investoren auf uns zugekommen.

Euer Firmensitz ist Osnabrück. Ist das ein Vor- oder ein Nachteil?


Der Standort in Osnabrück war ein absoluter Vorteil in unserer Gründungsphase. Das Osnabrücker Land ist das Silicon Valley der Food- und Agrarindustrie. Die Nähe dazu hat uns geholfen, mit doinstruct gerade in diesen Branchen durchzustarten und Kunden zu gewinnen. Gleichzeitig ist die Startup-Bubble hier sehr vielfältig. Einige streben den Mittelstand an, andere probieren sich erst mal gemütlich aus, und wiederum andere wollen stark wachsen, so wie wir. Hier kommt auch schnell eine gute Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Gründern und Mittelstand zusammen, von losen Projektkooperationen bis hin zu Investments. Dennoch haben Metropolen wie Berlin natürlich auch ihre Vorteile, weshalb wir für die Skalierung nach Berlin umziehen werden. 

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


So richtig schief gelaufen ist bisher noch nichts. Wir haben einige Fehler gemacht, zum Beispiel manche Rollen zu spät besetzt, aber nichts davon ist richtig gravierend gewesen.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Dadurch, dass wir Gründer selbst aus Bereichen kommen, in denen wir engen Kontakt zu Frontline-Workern hatten, kennen wir ihre Bedürfnisse und wissen genau, wovon wir sprechen. Thorsten Gross hat lange als Geschäftsführer bei Tönnies und als Führungskraft in den Fleischwerken von Kaufland und Edeka Südwest gearbeitet. Ich selbst bin gelernte Landwirtin und habe als Betriebsberaterin viele landwirtschaftliche Großbetriebe umstrukturiert. Dabei haben wir die sprachlichen, technischen und ortsbedingten Schwierigkeiten von Schulungen aus erster Hand erfahren und gegründet, weil wir einen reellen Bedarf gesehen haben. Daniel Marinkovic ist IT-Experte und verantwortet die digitale Umsetzung der praktischen Anforderungen. Durch unsere kombinierten Erfahrungen konnten wir auch mit einem starken Netzwerk in den richtigen Bereichen direkt erfolgreich durchstarten. 

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?


Bleib nah an deiner Zielgruppe und kenn deinen ICP.

Wo steht Doinstruct in einem Jahr?


Wir expandieren derzeit in weitere europäische Länder und lancieren stetig weitere Branchen wie Logistik, Bau, Facility Management und Manufacturing. Den Kundenstamm in diesen Industrien und weiteren Ländern werden wir im nächsten Jahr gezielt ausbauen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Doinstruct

#Interview – “Ohne Notion wäre unser Startup quasi nicht mehr existenzfähig”

#Interview

Gründeralltag – gibt es das überhaupt? “Eine der größten Hürden für mich war es, die richtigen Co-Founder zu finden, die nicht nur das notwendige Fachwissen, sondern auch die gleiche Leidenschaft und Vision für das Projekt mitbringen”, sagt Franziska Walde, Gründerin von refinq.

“Ohne Notion wäre unser Startup quasi nicht mehr existenzfähig”

Donnerstag, 17. Oktober 2024VonAlexander Hüsing

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Franziska Walde, Gründerin von refinq. Das Unternehmen aus Wien kümmert sich um die Bewertung von Klimarisiken und Biodiversität.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?


Kaffee und Newsletter/Nachrichten Scrolling

Wie schaltest Du nach der Arbeit ab?


Rennradfahren, gerne auch um 5.30 Stunden mit einer Wienerwald-Runde.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?


Zum Glück konnte ich bereits vor der Gründung von refinq ein starkes berufliches Netzwerk aufbauen. Durch meine Teilnahme bei EWOR wurde ich von erfahrenen Mentoren auf die grundlegenden Do’s und Don’ts beim Aufbau eines Unternehmens vorbereitet. Ein wichtiges Learning für mich war, dass es nicht nur auf eine Idee ankommt, sondern vor allem auf die Fähigkeit, flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Das Gründen ist noch viel dynamischer und weniger planbar, als ich ursprünglich dachte.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?


Eine der größten Hürden für mich war es, die richtigen Co-Founder zu finden, die nicht nur das notwendige Fachwissen, sondern auch die gleiche Leidenschaft und Vision für das Projekt mitbringen. Ein starkes und vertrauensvolles Team ist entscheidend für den Erfolg eines Startups, und ich bin froh, dass ich in Lukas und Markus genau diese Partner gefunden habe.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?


Wir ergänzen uns in der Tat sehr gut. Diese Balance zwischen rationalem Denken und intuitivem Handeln ist eine unserer größten Stärken im Team.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?


Neben fachlicher Kompetenz ist uns wichtig, dass neue Mitarbeiter die Fähigkeit haben, sich flexibel an Veränderungen anzupassen und proaktiv Lösungen zu finden. Deshalb geben wir Bewerbern oft eine konkrete Aufgabe, die zeigt, wie sie in der Praxis arbeiten und mit Herausforderungen umgehen. So können wir nicht nur das Skillset überprüfen, sondern auch sehen, wie gut die Zusammenarbeit funktionieren könnte.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?


Verbinde dich mit Menschen, die deine Vision teilen und dich gleichzeitig herausfordern, über den Tellerrand hinauszudenken. Bleib offen für Feedback und sei bereit, deine Idee anzupassen, wenn es notwendig ist. Flexibilität und Lernbereitschaft sind entscheidend für den Erfolg.

Ohne welches externes Tool würde Dein Startup quasi nicht mehr existieren?


Ohne Notion wäre unser Startup quasi nicht mehr existenzfähig. Es dient uns als zentrales Tool für internes Wissensmanagement und unterstützt uns dabei, Informationen effizient zu organisieren und zu teilen. Zudem nutzen wir Notion, um unseren Kunden und Investoren strukturierte Einblicke in unsere Arbeit und Fortschritte zu geben, was die Kommunikation und Transparenz erheblich verbessert.

Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung?


In unserem Team setzen wir auf eine offene Kommunikation und regelmäßiges Feedback, um eine gute Stimmung zu gewährleisten. Jeder hat die Möglichkeit, seine Ideen und Bedenken einzubringen, was das Vertrauen und den Zusammenhalt stärkt. Ich stelle unseren Teammitgliedern auch regelmäßig die entscheidende Frage: “Wenn du etwas sofort bei uns im Unternehmen ändern könntest, was wäre das?” – so schaffen wir Raum für ehrliche Reflexion und kontinuierliche Verbesserung.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag aus? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Foto (oben): refinq, Niko Havranek

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies