Die Speicherkrise trifft nicht nur uns als Endkunden in Form höherer Gerätepreise, sondern auch Hersteller wie Apple. Letztere wägen Gerüchten zufolge deswegen aktuell ab, zukünftig wegen der Lieferengpässe zusätzlichen Arbeitsspeicher aus China zu beziehen. Dafür müsste allerdings die US-Regierung mitspielen und bestimmte Freigaben erteilen. Offenbar ist Samsung als Zulieferer Apples deswegen hellhörig geworden. Denn der Hersteller erweitert im Eilverfahren sein Werk im südkoreanischen Hwaseong.
Noch vor Jahresende will Samsung durch Optimierungen der Logistikkette und Umstellungen in der Fabrik seinen RAM-Output dort um 15 % steigern. Davon sollen vor allem lukrative Großkunden wie eben Apple profitieren. Geplant sei laut Medienberichten aus Südkorea eine neue End-Fab im Campus 1. Das ist im Wesentlichen kein komplett neues Werk, das ließe sich gar nicht so schnell bauen und abstimmen, sondern der finale Punkt in der Wafer-Herstellung.
Derzeit fertigt Samsung im Hwaseong-Campus bzw. dem Complex 1 zwar DRAM, aber die weiteren End-Fabs liegen im Hwaseong-Complex 2 und Cheonan-Campus. Indem eine neue End-Fab direkt ans Hauptwerk rücken würde, könnte man die Logistik vereinfachen bzw. verkürzen und in kürzerer Zeit schlichtweg mehr RAM fertigen. Da bereits entsprechende Räumlichkeiten leerstehen, könnte die Umstellung sehr flott über die Bühne gehen.
Parallel will Samsung auch die Fertigung im Complex 2 und dem Cheonan-Campus ausbauen. Ziel ist es offenbar auch, so direkt Apples Plänen rund um chinesische Zulieferer den Wind aus den Segeln zu nehmen.
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