#Interview – „Erst Kunden gewinnen – dann die Runde schließen“

#Interview

Hinter beglaubigt.de verbirgt sich ein “digitaler Notar”. Das Team aus München konnte gerade 3,3 Millionen einsammeln. “Wir haben lange gebootstrapped, bis wir eine solide Kundenbasis und echte Traction aufgebaut hatten”, sagt Gründer Felix Gerlach.

„Erst Kunden gewinnen – dann die Runde schließen“

Montag, 27. April 2026VonAlexander

Das Münchner LegalTech Openlaw, 2024 von Alexander Sporenberg und Felix Gerlach gegründet, positioniert sich als „europäische Plattform für digitale Rechts- und Notarinfrastruktur“. In Deutschland ist die Jungfirma mit beglaubigt.de unterwegs.

„Die Plattform bildet den gesamten Gründungsprozess digital ab, von den Gründungsdokumenten über den Notartermin bis zur HRB-Eintragung und Transparenzregister-Anmeldung“, heißt es zum Konzept.

YouTube-Mitgründer Jawed Karim (Y Ventures), Moonfire Ventures (Mattias Ljungman), Zeno Ventures, Combination VC, Orange Collective und zahlreiche Business Angels investierten kürzlich 3,3 Millionen US-Dollar in das junge Unternehmen.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gründer Felix Gerlach einmal ausführlich über den Stand der Dinge in seinem Startup.

Wie würdest Du Deiner Großmutter beglaubigt.de erklären?

Stell dir vor, du müsstest nicht mehr zum Anwalt, Notar oder Amt gehen und könntest alles bequem von zu Hause aus am Computer erledigen – quasi ein digitaler Rechtsdienstleister.

War dies von Anfang an Euer Konzept?

Wir sind ursprünglich mit der digitalen Beglaubigung als Kernprodukt gestartet – also genau dem Moment, in dem etwas rechtlich verbindlich wird. Relativ schnell haben wir jedoch gemerkt: Das ist nur ein kleiner Teil der eigentlichen Gründerreise. Deshalb haben wir unser Modell konsequent weiterentwickelt. Heute begleiten wir Gründer:innen end-to-end – von der Gründung über Behördenanmeldungen bis hin zur laufenden Buchhaltung. Aus einem einzelnen Produkt ist so Schritt für Schritt ein vollständiges Legal Backoffice für Unternehmen entstanden.

Wie hat sich beglaubigt.de seit der Gründung entwickelt?

Unsere Entwicklung in Zahlen: 25.000 Kund:innen seit Launch, 20 Mitarbeiter:innen, stark wachsend, zuletzt mit rund 50 % MoM-Wachstum. Live-Integrationen mit Qonto, Holvi, sevDesk, Kontist und weiteren Partnern. beglaubigt.de ist heute Deutschlands führende Plattform für digitale Unternehmensgründungen und Notarisierungen. Wir verkürzen GmbH-Gründungen von sechs bis acht Wochen auf bis zu drei Tage – vollständig digital, von den Gründungsdokumenten über den Notartermin bis zur HRB-Eintragung und Anmeldung im Transparenzregister. Unser Produktportfolio umfasst inzwischen: Firmengründungen – GmbH, UG, GbR/eGbR, Holding -, Beglaubigungen und Apostillen, beglaubigte Übersetzungen, Registeranmeldungen sowie Buchhaltung.

Zuletzt konntet Ihr eine Millionensumme einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Investor:innen in Kontakt gekommen?

Wir haben lange gebootstrapped und komplett eigenfinanziert gearbeitet, bis wir eine solide Kundenbasis und echte Traction aufgebaut hatten. Die ersten Investor:innen kamen aus unserem Netzwerk – vor allem aus dem Legal- und Tech-Bereich, also Menschen, die das Problem wirklich verstehen. Mit Y Combinator kam dann der erste große internationale Investor hinzu. YC hat ein extrem starkes Umfeld geschaffen und in Kombination mit unseren Zahlen den Zugang zu weiteren Top-Investoren deutlich beschleunigt. Kurz gesagt: erst bauen, echte Kunden gewinnen – und dann mit Substanz die Runde schließen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist seit der Gründung so richtig schief gegangen?

Wir launchen bewusst sehr früh – das ist Teil unserer DNA und gleichzeitig die Quelle von Fehlern. Wenn man Produkte früh zum Kunden bringt, entstehen zwangsläufig Reibung, Bugs und Dinge, die noch nicht perfekt sind. Genau darin liegt aber auch der Schlüssel: echtes Feedback, reale Nutzung und schnelle Iteration. Eines unserer wichtigsten Learnings aus dem Y Combinator ist nicht, Fehler zu vermeiden, sondern schnell genug aus ihnen zu lernen.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?

Wir haben früh verstanden, dass es nicht um Features geht, sondern um echte Probleme. Statt lange im stillen Kämmerlein zu entwickeln, sind wir schnell zum Kunden gegangen, haben zugehört, iteriert und uns konsequent am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet. Gleichzeitig haben wir von Anfang an auf Geschwindigkeit gesetzt: schnell entscheiden, schnell launchen, schnell lernen. Diese Kombination aus Kundennähe und konsequenter Execution hat letztlich den Unterschied gemacht.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?

Es war noch nie so einfach, ein Unternehmen zu starten wie heute. Wir befinden uns in einem echten „Golden Age“ des Unternehmertums. Also: anfangen – und zwar jetzt.

Wo steht beglaubigt.de in einem Jahr?

In einem Jahr wollen wir der Standard für Gründung und Legal-Infrastruktur in Deutschland sein – und zeigen, dass Gründen auch einfach geht. Unser Ziel ist es, nicht nur ein Tool zu sein, sondern die gesamte darunterliegende Infrastruktur: ein durchgängiger Flow vom ersten Dokument bis zur laufenden Gesellschaft. Denn die Reise endet nicht mit der Gründung – sie beginnt dort. Von Registeranmeldungen über Steuern bis hin zu Compliance decken wir den gesamten Unternehmens-Lifecycle ab. Kurz gesagt: weniger Bürokratie, mehr Aufbau.

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Foto (oben): beglaubigt.de

Vorwerk zeigt sich bei den Neato-Saugern doch noch kulant




Nachdem Vorwerk die Tochterfirma Neato Robotics vor gut einem Jahr eingestampft hat, stand das Ende der Cloud-Dienste für Oktober 2025 bereits fest. Wer so einen Kasten zu Hause hat, konnte ihn zwar theoretisch noch manuell über die Tasten am Gerät nutzen, aber der smarte Part war damit Geschichte.

Jetzt schiebt Vorwerk ein freiwilliges Austauschprogramm für Kunden in Europa an, um den Ärger etwas zu dämpfen. Wer seinen Neato innerhalb der letzten drei Jahre vor der Schließungsankündigung im Mai 2023 gekauft hat und die Online-Funktionen aktiv nutzt, bekommt ein Upgrade. Vorwerk tauscht diese Geräte kostenlos gegen einen aktuellen Kobold VR7 aus.

Das Ganze passiert ohne rechtliche Verpflichtung, sondern soll laut dem Unternehmen einfach die Wogen glätten, weil man mit der eigenen Cloud-Lösung für die Neato-Modelle nicht mehr weitermachen will.

Betroffene Nutzer finden in den nächsten Tagen alle Details und den genauen Ablauf für den Gerätetausch auf der Support-Webseite von Neato unter support.neatorobotics.com. Für die restlichen Vorwerk-Produkte ändert sich durch diese Aktion nichts, da die Einstellung der Server nur die Neato-Infrastruktur betrifft. Wer also noch einen neueren Neato-Sauger im Schrank hat, sollte die Webseite im Auge behalten, um den Wechsel auf das Kobold-Modell einzustielen.

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Wero: Der europäische PayPal-Konkurrent kommt kaum vom Fleck




Der europäische Bezahldienst Wero sollte eigentlich die große Antwort der heimischen Banken auf PayPal und Kreditkartenriesen wie Visa oder Mastercard sein. Doch rund fünf Monate nach dem Start im Onlinehandel sieht die Realität ernüchternd aus. Große Namen fehlen in der Liste der Partner fast vollständig. Eine Umfrage des Handelsblatts soll zeigen, wie zäh das Geschäft anläuft.

Von den zehn umsatzstärksten Onlinehändlern in Deutschland ist bisher keiner dabei. Media-Markt-Saturn stellt eine Anbindung zwar vage in Aussicht, nennt aber kein festes Datum. Beim Schwergewicht Otto wird noch diskutiert, eine Entscheidung zur Integration steht aus. Andere bekannte Marken wie Zalando, Ikea oder die Shop Apotheke prüfen das Ganze zwar, halten sich aber bedeckt.

In den Niederlanden taucht Wero bei Zalando immerhin schon neben anderen Diensten auf. Aufgepasst: Das ist tatsächlich auch bei Amazon Deutschland so, aber das ist noch aufgrund des damaligen IDEAL-Zahlungsdienstes, der ja zu Wero wird. Vor vielen Jahren mussten die Niederländer ja bei Amazon Deutschland bestellen, da es da noch kein eigenes Angebot gab. Händler wie Rewe winken ab, da das System schlicht noch zu unbekannt sei.

Dass es nicht vorangeht, liegt laut Handelsblatt an mehreren Faktoren. Ein großes Problem ist der technische Aufwand. Händler müssen Wero nicht nur in ihre Shops einbauen, sondern auch Prozesse wie Retouren und Beschwerden komplett neu anpassen. Zudem ist der Markt in Deutschland fest in der Hand von PayPal. Mit etwa 36 Millionen Kunden und einem Marktanteil von rund 30 Prozent am Umsatz ist der US-Dienst der Platzhirsch. Händler zahlen dort zwar oft Gebühren von 1,6 Prozent oder mehr, nehmen das aber für die Sicherheit und Bekanntheit in Kauf. Wero möchte hier mit niedrigeren Gebühren von etwa 0,77 Prozent punkten, doch das allein reicht bisher nicht als Zugpferd.

Dazu kommt Konkurrenz aus dem eigenen Lager. Die Europäische Zentralbank arbeitet am digitalen Euro, der 2029 starten könnte. Viele Händler warten lieber ab, ob dieses Projekt am Ende günstigere Konditionen bietet oder gar zur Pflicht wird. Das setzt Wero unter Zeitdruck, da im Juni wichtige Entscheidungen im EU-Parlament anstehen.

Laut der Betreiberfirma EPI nutzen bereits acht Millionen Menschen in Deutschland den Dienst, wobei konkrete Transaktionszahlen fehlen. Unternehmen wie Lidl, Hornbach oder Decathlon haben die Einführung für die nähere Zukunft geplant. Rossmann, das ursprünglich als Partner gehandelt wurde, rudert hingegen zurück und spricht nur noch von einer intensiven Prüfung.

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Star Trek: Strange New Worlds geht in die vierte Runde, Termin steht




Paramount hat auf der CCXP in Mexiko den ersten Teaser zur vierten Staffel von Star Trek: Strange New Worlds veröffentlicht. Die Serie um Captain Christopher Pike und die Besatzung der Enterprise setzt die Reise durch die Galaxis fort. Der Starttermin steht ebenfalls fest, Fans müssen sich den 23. Juli 2026 im Kalender markieren. Die neuen Episoden landen wie gewohnt direkt bei Paramount Plus. Im Zentrum stehen erneut Abenteuer in den Weiten des Alls, bei denen die Crew auf bekannte Gesichter und neue Außerirdische trifft – und auch Dinosaurier.

Große Details zur Handlung fehlen im kurzen Videomaterial noch, aber die Produktion wirkt gewohnt hochwertig. Wer die vorherigen Staffeln verfolgt hat, bekommt mehr von dem modernen Ansatz im klassischen Gewand serviert. Laut Berichten ist die fünfte und letzte Staffel schon abgedreht, aber der Starttermin ist noch geheim.

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Cambridge Audio: Kompakte Minx-Lautsprecher erstehen als MSX neu auf

Die britischen Audiospezialisten von Cambridge Audio legen ihre Lautsprecherreihe Minx neu auf – unter dem Namen MSX. Die Technik bleibt identisch, aber neben dem Namen hat man auch die Farbgebung aufgefrischt. So erscheinen die neuen Speaker in mattem Schwarz und mattem Weiß. Es handelt sich hier um verhältnismäßig kompakte und preisgünstige Lautsprecher, die sich an Haushalte richten, die unauffällige Speaker in ihre Wohnumgebung integrieren wollen.

Nein, die MSX-Modelle sind weder Smart- noch Multiroom-Speaker, sondern für den Betrieb in Kombination mit einem Verstärker bzw. AV-Receiver gedacht. Sie eignen sich für den Aufbau modularer Systeme. Ihr könnt mit diesen Lautsprechern von Cambridge Audio also beispielsweise Stereo-Sets, 2.1-Systeme oder auch Surround-Lösungen fürs Heimkino zusammenbasteln. Teil der Serie von Cambridge Audio sind konkret vier Modelle: die beiden Speaker MSX10 und MSX 20 sowie die beiden Subwoofer MSX Sub 200 und Sub 300.

Cambridge Audio verspricht kompakte Lautsprecher, die dennoch eine breite Bühne bieten sollen. Die beiden Speaker nutzen dabei die Technik Balanced Mode Radiator (BMR) der 4. Generation. Die MSX10 und MSX20 nutzen zwar den gleichen Treiber, doch der MSX20 ergänzt zusätzlich einen Woofer für mehr Power im Tieftonbereich. Beide Speaker können über optionale Tischständer aufgestellt werden oder eignen sich auch für die Wandanbringung.

Die Cambridge Audio MSX Sub 200 und Sub 300

Die beiden Subwoofer Cambridge Audio MSX Sub 200 und Sub 200 setzen auf Forward-Firing-Treiber, Auxiliary Bass Radiators (ABRs) und genaues Digital Signal Processing (DSP). Laut dem Hersteller verwendet der MSX Sub 200 einen aktiven 6,5-Zoll-Woofer mit 200 Watt Leistung. Der Sub 200 legt mit 300 Watt und 8 Zoll Größe nach.

Die Lautsprecher und Subwoofer der Reihe Cambridge Audio MSX sind ab sofort im Handel zu haben. Wie schon erwähnt, habt ihr die Auswahl aus mattem Schwarz oder mattem Weiß. Folgende Preise werden offiziell pro Einheit ausgerufen:

  • MSX10 – 99 Euro
  • MSX20 – 119 Euro
  • MSX Sub 200 – 399 Euro
  • MSX Sub 300 – 499 Euro

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