
Google hat am Play Store geschraubt und will zeigen, dass die App-Plattform längst über das reine Suchen und Installieren hinausgeht. Im Fokus steht die Verzahnung mit der KI Gemini, die künftig direkt in der Android-App und im Web beim Entdecken von Inhalten hilft. In den nächsten Wochen werden dort Apps und Spiele vorgeschlagen, später im Jahr kommen über 450.000 Filme und Serien sowie Sport-Streaming-Infos dazu. Das Ziel: Nutzer sollen direkt per Deep-Link im richtigen Inhalt landen, ohne lange zu suchen.
Auch das Engage SDK bekommt ein Update und bringt Inhalte direkt auf die Store-Einträge sowie auf neue Tablet-Oberflächen. Das System ist mittlerweile in über 80 Märkten aktiv. Wer den Store selbst durchstöbert, trifft bald auf Play Shorts. Das sind kurze Videos im Hochformat, die einen schnellen Eindruck von Funktionen und Optik einer App vermitteln sollen. Das Feature startet erst einmal in den USA. Mit Ask Play kommt zudem eine KI-gestützte Suche, die als Chat funktioniert. Nutzer können Folgefragen stellen und erhalten Zusammenfassungen, um schneller die passende Anwendung zu finden.
Für Spieler gibt es den Play Games Sidekick. Das Overlay liefert KI-Tipps, Erfolge und Belohnungen direkt im Spiel. Ab nächsten Monat kommen soziale Funktionen hinzu, mit denen man sieht, was Freunde gerade spielen. Im Sommer soll Sidekick global für alle teilnehmenden Titel verfügbar sein.
Hinter den Kulissen erleichtert Google die Arbeit mit dem Play Console Programm. Gemini hilft hier beim Übersetzen von Store-Einträgen und Abo-Vorteilen. Man lädt einfach eine Datei hoch und die KI befüllt die Felder. Auch die Verwaltung von Produkten wird einfacher. Massenänderungen bei Preisen oder das Importieren von Metadaten lassen sich bald über neue Automatisierungswerkzeuge erledigen. Wer auf bestimmte Suchbegriffe optimieren will, kann sich von der KI direkt passende Store-Seiten erstellen lassen.
An Bord sind auch die Neuerungen beim Bezahlsystem. Um Abbrüche zu vermeiden, führt Google das verzögerte Laden ein. Bei geringem Risiko erhält der Nutzer sofort Zugriff auf Inhalte, während die Zahlung im Hintergrund erneut versucht wird. Zudem wird der Zeitraum für die Kontowiederherstellung bei fehlgeschlagenen Zahlungen von 30 auf 60 Tage verdoppelt, was die Kündigungsraten deutlich senken soll. Neue Schnittstellen erlauben es Nutzern außerdem, direkt beim Kündigungsversuch den Tarif zu wechseln oder Angebote anzunehmen.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.