SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2: Gaming-Maus mit Waben-Optik im Test

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Der dänische Hersteller SteelSeries hat Anfang April die neue Gaming-Maus Aerox 3 Wireless Gen 3 vorgestellt. Es handelt sich hier um ein Mittelklasse-Modell zum Preis von 109,99 Euro. Dabei bringt der Nager 4K-Polling, eine Empfindlichkeit von 26.000 DPI und ein auffälliges Waben-Design mit. Ich habe mir das Eingabegerät einmal für euch angeschaut.

Es handelt sich bei der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 um eine Gaming-Maus für Casual- und Core-Gamer, nicht aber für E-Sportler. Für Letztere ist das Gewicht mit 68 g eindeutig zu hoch. Dieses Segment überlässt man also Konkurrenzmodellen wie der nur 50 g schweren Razer Viper V4 Pro. Auch die Abtastrate entspricht mit 4.000 Hz dem mittleren Preissegment, da Oberklassemodelle inzwischen auf 8.000 Hz setzen. Allerdings möchte ich da einwenden, dass selbst 4.000 Hz für die meisten Spieler im Alltag sinnfrei bleiben. Davon profitiert ihr nur, wenn ihr einen Monitor mit sehr hoher Bildwiederholrate, mindestens 240 Hz, nutzt – und kompetitive Multiplayer-Games auf hohem Niveau zockt.

Technische Eckdaten SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2

Kategorie Spezifikation
Sensor SteelSeries TrueMove 26K (optisch)
Max. DPI 26.000 DPI
IPS 400 IPS
Beschleunigung 40 G
Polling-Rate 4.000 Hz (4K Wireless)
Reaktionszeit 0,25 ms (4× schneller als Vorgänger)
Tastenanzahl 6
Schalter Mechanische Schalter, ausgelegt auf 80 Mio. Klicks
Beleuchtung 3-Zonen RGB
Konnektivität 2,4 GHz Quantum 4K Wireless Bluetooth 5.0 USB-C
Akkulaufzeit abhängig vom Modus (typisch 140–180 Stunden)
Schutzklasse IP54 AquaBarrier (Staub- & Spritzwasserschutz)
Gewicht 68 g
Gehäuse Perforiertes Lightweight-Design
Gleitfüße 100 % PTFE
Abmessungen (L × B × H) 120,55 × 67,03 × 37,98 mm
Kabel USB-C zu USB-A, 1,8 m, Stoffummantelung
Kompatibilität Windows, macOS, Linux, Xbox
Preis 109,99 Euro

Auch die Empfindlichkeit von 26.000 DPI reicht meiner Meinung nach im regulären Alltag voll aus, denn das ist schon sehr filigran und in den meisten Szenarien zu hoch, da ihr easy mit minimalen Bewegungen komplett über den Screen fegt. Spannend ist, dass die SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 trotz ihres auffälligen Wabendesigns nach IP54 vor Staub und Wasser geschützt ist. Im integrierten Speicher der Maus könnt ihr dabei fünf Profile ablegen.

Ausstattung und Verarbeitung

Das im Vergleich mit Premium-Mäusen höhere Gewicht der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 ergibt sich auch aus dem Funktionsumfang. Denn es sind sowohl eine prägnante RGB-Beleuchtung als auch Bluetooth als zusätzliche Verbindungsoption an Bord. Die meisten Gamer werden aber sicherlich für kabellose Verbindungen Quantum 4K Wireless, also 2,4 GHz, einspannen. Alternativ geht ihr per Kabel bzw. USB-C ans Werk. Darüber wird die Maus auch aufgeladen.

Als Begleit-App der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 dient GG. Die Anwendung hatte ich euch ja schon im Test des Premium-Headsets Arctis Nova Elite vorgestellt. Die App ist vollgepackt mit Funktionen, wirkt aber anfangs geradezu erschlagend. Das machen andere Hersteller zugegebenermaßen am PC aber auch nicht wirklich besser.

Das Design der Gaming-Maus ist sicherlich Geschmackssache. Im Grunde blickt ihr wegen der offenen Wabenstruktur ziemlich frei auf das Innere. Die mir für meinen Test vorliegende Version „Ghost“ ist also fast schon transparent. Bei angeschalteter RGB-Beleuchtung hat das am ehesten seinen Charme, ansonsten kann die Optik durchaus etwas billig wirken.

Die Maus ist dabei eher klein geraten und fühlt sich in großen Pranken nicht so recht wohl. Der Hersteller bewirbt sie für den Claw- oder Fingerspitzengriff. Ich selbst verwende Gaming-Mäuse inzwischen meistens im Palm-Griff, wodurch sich die Aerox 3 Wireless Gen 2 für mich nie so ganz „richtig“ anfühlte, was aber Geschmackssache ist.

Das Waben-Design der Maus mag optisch kontrovers sein, hat aber Vorteile. An eure Hände kommt mehr Luft, sodass sie weniger schwitzig werden. Auch gefällt mir die matte, leicht angeraute Oberfläche der Aerox 2 Wireless Gen 2 hervorragend, denn da hat man ordentlich Grip. Es gibt da also sowohl Licht als auch Schatten. An der Unterseite sitzt im Übrigen ein Button, der zwischen den Verbindungsmodi wechselt. Zusätzlich sitzen zwei Tasten an der linken Seite und vier an der Oberseite, klickbares Scrollrad mitgezählt.

Praxistest der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2

Die SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 hat für mich das gleiche ergonomische Problem wie Razers Viper V4 Pro, nämlich, dass die seitlichen Tasten etwas zu weit oben sitzen, um sie bequem zu erreichen. Das fällt hier aufgrund der kompakteren Maße aber noch stärker ins Gewicht. Speziell den hinteren Button erreiche ich nur mit unangenehm gekrümmtem Daumen. Die Maus ist also besser für kleinere Hände geeignet bzw. im Palm-Grip wirklich nicht so gut zu benutzen.

Befürworten kann ich, dass an der Oberseite eine dedizierte Taste zum Wechseln der DPI-Stufen sitzt. Letztere könnt ihr in der Begleit-App GG für euch festlegen. Wie schon erwähnt, halte ich die maximal möglichen 26.000 DPI für zu hoch. Ich nutze persönlich da eher im Alltag 12.000 DPI, woran man sich noch gut gewöhnen kann und auch in Spielen locker flutscht. In Bezug auf die Abtastrate reichen für meine Bedürfnisse 1.000 Hz, auch in Games, voll aus. Alles andere zieht nur die Akkulaufzeit unnötig nach unten.

Versteht mich nicht falsch: Die 4K-Polling-Rate hat für Multiplayer-Enthusiasten ihre Daseinsberechtigung. Aber die meisten Gamer werden in der Praxis, auch mangels eines HFR-Monitors (High Refresh Rate) vermutlich den Unterschied kaum oder gar nicht bemerken. Die mechanischen Switches der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 empfinde ich als relativ laut, man kann sie jedenfalls gut heraushören, sodass sie als Office-Nager weniger prädestiniert ist.

Dennoch kann dafür natürlich Bluetooth als alternative Verbindungsmöglichkeit eine nette Lösung sein. Oder falls ihr keine Lust habt, den Dongle zwischen Desktop-PC und Notebook umzustecken, verwendet ihr etwa am stationären Gaming-Rechner 2,4 GHz und unterwegs reicht Bluetooth dann eventuell ab und an aus. Die RGB-Beleuchtung der Maus ist im Übrigen auch abschaltbar, dann wirkt das Honigwaben-Design aber aus meiner Sicht wirklich gar nicht mehr ansehnlich.

Mausbewegungen werden präzise von der SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 verarbeitet, da gibt es keine Inkohärenzen. Die Tasten lassen sich dabei umbelegen, sodass ihr etwa die seitlichen Buttons je nach Spiel für euch einrichten könnt. Für Linkshänder ist diese Gaming-Maus im Übrigen nicht geeignet. Mir hat beim Spielen dabei vor allem der Grip der Oberfläche gefallen und das „luftige“ Honigwabendesign – auch wenn es eben optisch eher nicht mein Fall ist.

Zumindest hatte ich weder in Shootern wie „Battlefield 6“ noch in Rollenspielen wie „Kingdom Come: Deliverance 2“ irgendwelche Probleme. Dank der großen Füße gleitet die Maus zudem hervorragend. Hier hat SteelSeries also saubere Arbeit abgeliefert.

Mein Fazit

Die SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 ist eine grundsolide Gaming-Maus, die ohne Schnörkel ihren Dienst verrichtet. Sie ist allerdings eher für kleinere Hände geeignet und primär im Claw- und Fingertip-Griff nutzbar. Im Palm-Grip wird es meiner Erfahrung nach schwierig. Dass auch Bluetooth als alternative Verbindungsoption zu 2,4 GHz an Bord ist, ist ein Mehrwert, wenn ihr zwischen mehreren Systemen wechselt.

Das Honigwaben-Design sagt mir persönlich visuell nicht sonderlich zu, besonders bei abgeschalteter RGB-Beleuchtung wirkt es doch eher altmodisch. Dank der matten, leicht texturierten Waben-Oberfläche hat man beim Zocken einen sicheren und gleichzeitig luftigen Griff. Empfindlichkeit und Abtastrate reichen im Alltag mit Sicherheit für die meisten Gamer absolut aus, es sei denn, ihr zockt wirklich kompetitiv im E-Sport-Bereich. Dann wäre das Gewicht der Aerox 3 Wireless Gen 2 aber ohnehin zu hoch. So sehe ich hier eine wirklich brauchbare Gaming-Maus vorliegen, die nur für mich persönlich einen Tick zu klein geraten ist.

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